Nachtschicht. Gelangweilt und nicht ganz wach. Kein Beta oder so... Ich weiss, ich sollte 'Save Me' weiterschreiben, aber ncht hier oder jetzt. Sonntag und/oder Montag endlich.


Help me...

If you open your mind for me
You won't rely on open eyes to see

Was für ein langer Tag. Und wie immer waren wir es, die hinter allen herräumten und die Spuren von etwas verwischten, was für einen normalen Menschen nicht fassbar war.

Seufzend öffne ich die Knöpfe von meinem Hemd, streife die Krawatte ab und lasse alles von mir abfallen, während meine Gedanken unabwendbar doch noch einmal alles Revue passieren lassen.
Ich muss lächeln, als mir eine Melodie in den Sinn kommt und als hätte ich mich in der Zeit zurückbewegt, war ich wieder auf der Tanzfläche, mit ihm in meinen Armen. Das Lied erschien mir endlos und doch nicht lange genug, denn so hätte ich ewig weiter tanzen können.

Doch wo war Jack jetzt? Auf jeden Fall nicht hier bei mir. Das Zimmer erscheint mir still und unendlich einsam, aber vielleicht war das auch nur mein Gemütszustand. Wütend und enttäuscht schüttele ich meinen Kopf. Wo kamen plötzlich die Tränen her?

Die Bettdecke ist schwer und duftet nach Mandelblüten, als ich sie über meinen Kopf ziehe. Gwen und ihre Hochzeit und die Welt im Allgemeinen konnten mir gestohlen bleiben. Viel zu weit entfernt war alles, was meine Welt in diesem Moment ausmachte.

Es ist dunkel, als ich aufwache. Schwer und heiß, so heiß liegt der Albtraum auf meiner Brust und hält mich fest in seinen Armen. Ich hab das Gefühl zu ersticken und kämpfe, um den Traum, und was immer mich gefangen hält loszuwerden, aber die Arme schließen sich nur noch fester um mich und halten mich immobil unter sich und der Decke.

Mein Atem geht keuchend und ich merke, wie ich anfange zu Hyperventilieren. Die Luft bleibt mir weg, aber ich kann die Panik und das Gefühl der endlosen Leere, welches mich im Traum überkommen hatte nicht abschütteln.

Für einen Moment habe ich den Eindruck nicht alleine zu sein. Waren das beruhigende Geräusche und wessen Atem ist das auf meinem Gesicht? Und noch immer bekomme ich meine Atmung nicht unter Kontrolle und ringe keuchend nach Luft. Lippen, warm und weich legen sich plötzlich auf meine und hindern mich sanft daran, alles nur noch schlimmer zu machen.

Diesen Kuss hätte ich unter Millionen erkannt. Ich seufze leise und öffne leicht meine Lippen. Alles Negative, was mich gerade noch in seinen Klauen gefangen gehalten hat, fällt von mir ab, als sich unsere Zungen sanft berühren.

Ich höre Jacks leichtes Lachen, als er von mir ablässt und noch immer stockt mir der Atem vor Glück, als er mich fester an sich zieht. Wie soll ich das warme Kribbeln in meinem Bauch jemanden erklären, der es vielleicht noch nie gespürt hat? Er war hier bei mir und meine Welt war wieder komplett.

Ende