Hallo Leute. Lang lang ist es her… Meine Schwester und ich hatten in den letzten Monaten einiges zu tun und konnten daher keine neuen Kapitel reinstellen. Doch nun sind wir zurück und hoffen, dass ihr weiterhin viel Freude an unserem Kapitel haben werdet =)
Viel Spaß und liebe Grüße
TheWickedSisters
3. Rückkehr
Schließlich kam der erste September. Heute würden sie endlich in ihr zweites Heim zurückkehren.
Im Fuchsbau war deshalb schon relativ früh morgens ein großes Durcheinander. Alle mussten ihre Koffer packen und sich selbst fertig machen. Hermine, die im Fuchsbau geblieben war, als sie die Nachricht bekommen hatte, dass sie wieder nach Hogwarts durfte, hatte es am leichtesten mit ihrem Koffer. Bis auf ein paar Kleinigkeiten war dieser bereits gepackt.
Harry hingegen, der ebenfalls schon länger im Fuchsbau gewesen war, hatte sich sehr „häuslich" eingerichtet und musste nun seine überall verteilten Sachen zusammen suchen. Da sie aber alle außerhalb der Schule zaubern durften und Harry so seine Sachen ohne Probleme fand, kamen sie sogar pünktlich los.
Eine halbe Stunde bevor der Hogwarts Express vom Gleis 9 ¾ abfahren sollte, waren sie bereits am Kings Cross Bahnhof angekommen. Sie gingen zu der Absperrung, durch die sie zulaufen hatten, Hermine kam es, auf diese Art und Weise zum Gleis zu gelangen, immer noch absurd vor. Auch nach so langer Zeit noch. Sie liefen durch. Auf der anderen Seite angekommen hörten sie auch schon das vertraute Pfeifen der Lock. Auf dem Bahngleis herrschte reger Betrieb.
Überall wuselten Mütter und Väter um ihre Kinder herum, um sich von ihnen zu verabschieden, da sie diese bis zu den nächsten Ferien nicht sehen würden.
Die meisten Kinder, überwiegend die älteren Jahrgänge, verdrehten dabei die Augen und probierten ihre Eltern von sich zu schieben. Sie waren schließlich keine kleinen Kinder mehr. Einigen anderen jedoch sah man ein wenig die Angst vor dem Ungewissen an, vermutlich die Erstklässler dachte sich Hermine. Sie selbst hatte damals auch große Angst gehabt vor dem was kommen würde, schließlich war sie mit der Magie nicht aufgewachsen und wusste nur das, was sie in ihren Schulbüchern gelesen und Professor McGonagall ihr und ihren Eltern erzählt hatte.
Sie erinnert sich als wäre es gestern gewesen, als eine alte strenge Frau an ihre Tür klingelte, sich als Minerva McGonagall vorstellte und Hermine eröffnete sie sei eine Hexe und könnte ab den Sommer nach Hogwarts, der Schule für Zauberei und Hexerei, wechseln. Hermine musste Lächeln, als sie sich an die geschockten Gesichter ihrer Eltern und ihre eigene Verunsicherung erinnerte, welche allerdings schnell in Freude überschlug.
Heute jedoch ging sie, ohne zu zögern, auf den Zug zu. Schließlich sollte dieser bald abfahren und das sollte er nicht ohne sie. Immer wieder ließ sie ihren Blick über die Menschenmassen schweifen in der Hoffnung alte Bekannte zu sichten. Sie ertappte sich immer wieder selbst dabei, wie sie besonders auf hellblonde Haare achtete.
Harry, Ginny, Ron und Mrs. Weasley folgten ihr bis zum Zug. Endlich am Zug angekommen lies Harry auch gleich verlauten: „Okay, lasst uns einsteigen. Ihr wisst wie schnell die Abteile weg sind und die ganze Fahrt über stehen wollte ich nicht", grinste Harry.
Alle anderen stimmten nickend zu. Nun hieß es bis zu den Ferien auch für sie Abschied nehmen. Hermine verabschiedete sich als erstes von Molly und nahm sie in die Arme. Für sie war Molly sowas wie eine zweite Mutter geworden. Gerade in der Zeit nach dem Krieg, als ihre eigenen noch in Australien waren und nichts von einer Tochter wussten. Als Hermine an das Theater zurück dachte, das folgte, als sie ihre Eltern zurückholte und alles erzählte, wurde ihr jetzt noch ganz unwohl zu mute. Natürlich waren ihre Eltern entsetzt und außer sich vor Wut gewesen. Hermine konnte ihnen das nicht verübeln. Nach einer riesen Auseinandersetzung, die für Hermine gefühlte 10 Stunden andauerte, schlossen ihre Eltern sie endlich in die Arme. Erst dann wurde ihr richtig bewusst, was in den letzten Monaten alles passiert war. Hermine musste lächeln, als sie daran dachte wie sie den restlichen Tag eng umschlungen auf dem Sofa saßen.
Währenddessen ging sie weiter zu Ron, während Harry und Ginny damit beschäftigt waren sich von Molly zu verabschieden.
Ron sah leicht deprimiert zu Boden und Hermine wusste auch nicht so recht was sie sagen sollte. „Ich werde dich vermissen", sagte Ron plötzlich und schaute ihr in die Augen. „Ja, ich werde dich auch vermissen, aber wir sehen uns ja in den Ferien!" probierte Hermine Ron ein wenig aufzuheitern. Er lächelte, jedoch erreichte dieses nicht seine Auge, die immer noch erfüllt waren von Traurigkeit, dennoch nickte er. „Ja, in den Ferien sehen wir uns wieder und bis dahin schreib ich dir mindestens einmal die Woche. Je nachdem wie hart George mich einspannt, der alte Sklaventreiber." antwortete Ron. Beide lachten kurz, wurden dann aber wieder still. Ron nahm sie in den Arm und sagte:"Viel Spaß in Hogwarts, genieß das letzte Jahr und grüß alle von mir ja?" „Ja, werde ich und ärger deine Mutter nicht so!" Erwiderte Hermine. Sie lösten sich und gaben sich einen Kuss. Dann trat Hermine zurück und Harry und Ginny waren an der Reihe. Harry und Ginny umarmten Ron ebenfalls zum Abschied, wünschten ihm eine schöne Zeit und viel Spaß im Laden und ließen noch einmal George grüßen.
Dann drehten sie sich um und stiegen in den Zug.
Sie gingen im Zug den Gang entlang um ein leeres Abteil zu finden. Kurz vor Ende des Zuges fanden sie Neville der mit Luna in einem Abteil saß. Sie öffneten die Tür und fragten, ob noch Platz sei. Sie bestätigten es und alle 3 nahmen Platz.
„Hey Luna, wie geht's dir?" fragte Hermine vorsichtig, schließlich hatte sie noch lebhaft vor Augen, wie das Haus ihres Vaters um sie herum zusammenbrach, als sie Lunas Vater besuchten, um mehr über die Heiligtümer des Todes herauszufinden. „Mir geht's gut" antwortete sie verträumt und lächelte. Während Harry und Ginny, Neville und Luna in ein Gespräch verwickelten, sah Hermine, die am Gang saß, etwas Helles in ihrem Augenwinkel. Ruckartig drehte sie ihren Kopf zur Tür und sah denjenigen, nachdem sie heute schon die ganze Zeit, eher unfreiwillig, gesucht hatte. Er bemerkte ihren Blick und sah sie ebenfalls an. Hermine, die sich ertappt fühlte, merkte wie sie leicht errötete, dennoch hielt sie dem Blick stand. Hinter Draco tauchte Blaise Zabini auf, der etwas zu Draco sagte, dass Hermine nicht verstand. Draco nickte daraufhin, warf Hermine einen letzten Blick zu und verschwand mit Zabini in einem Abteil.
Hermine starrte immer noch auf die Stelle, auf der Draco bis vor kurzem noch stand, dann plötzlich vernahm sie, dass jemand ihren Namen sagte „Hermine? Erde an Hermine" und sah wie ihr Ginny mit der Hand vor den Augen rumfuchtelte. Hermine zwinkerte kurz mit den Augen, schüttelte den Kopf und schaute sie fragend an. „Was?". Alle fingen an zu lachen und Hermine wurde rot. „Wo warst du denn mit deinen Gedanken?" fragte sie Neville. „Ich … ähh..." sie wusste nicht was sie sagen sollte. Sie würde ihnen kaum verraten, dass sie soeben Draco Malfoy angestarrt hatte. „..ähm... ich war in Gedanken und habe an unsere erste Fahrt nach Hogwarts gedacht... Weißt du noch wie wir überall nach deiner Kröte gesucht haben? Da hab ich das erste Mal Ron und Harry getroffen." Neville musste lachen, als auch er sich an die Geschichte erinnerte. „Klar erinner ich mich. Ich war froh, dass du mir geholfen hast, denn wäre ich vielleicht die ganze Fahrt über allein geblieben." Hermine war glücklich als sie bemerkte, dass nun auch die anderen begannen alte Geschichten aus ihrer Schulzeit zu erzählen und sie somit aus dem Mittelpunkt verschwunden war. Sie versank wieder in Gedanken.
Das war nun schon das zweite Mal gewesen, das sich Draco Malfoy Hermine gegenüber komisch verhalten hatte. Er hatte sie angestarrt, einfach so und Hermine kam nicht drumherum zu leugnen, dass er ohne sein spöttisches Lächeln, doch ganz gut aussah. Hermine ermahnte sich selbst. Malfoy und ganz gut aussehen? Wo kam das jetzt her, seit wann fand sie diesen Reinblut Snob denn bitte attraktiv und seit wann verschwendete sie ihre Zeit, um über ihn nachzudenken. Doch dieses half auch nichts. Sie musste weiter an Malfoy denken.
Nach einigen Minuten des Grübelns, wandte sie sich auch wieder dem Gespräch zwischen den anderen vieren zu.
Als sie schon eine ganze Weile gefahren waren, kam der Süßigkeiten Wagen rum. Harry kaufte einiges, wie er sagte zur Feier des Tages, was sie die restliche Reise über aßen.
Hermine schaute aus dem Fenster über Harry und Ginny hinweg. Langsam wurde es draußen dunkel und bald würden die Lichter im Abteil angehen. Sie stand auf, griff zur Gepäckablage und kramte ihren Koffer nach unten. „Wir sind bald da, wir sollten uns umziehen." sagte sie an die anderen gewandt. Die anderen Vier taten es ihr nach. Sie holten ihre Koffer runter und suchten nach ihren Schuluniformen und Umhängen. Kurze Zeit nachdem sie alle umgezogen waren fing der Zug auch schon an zu bremsen.
Als der Zug im Bahnhof angekommen war, stiegen sie alle aus. Wie jedes Jahr wurden die Erstklässler durch die Rufe von Hagrid zu ihm gelotst. Sie würden, wie die anderen Erstklässler die, Jahre vor ihnen und auch wie Hermine vor acht Jahren mit den Booten über den See nach Hogwarts gebracht. Die älteren fuhren mit den Kutschen, die von den Thestralen gezogen wurden. Es würde wohl einige Jahre dauern, bis sie wieder für alle wie von „Magie" gezogen werden würden, dachte Hermine traurig.
Die fünf stiegen zusammen in eine Kutsche und ließen sich von ihr zum Schloss bringen. „Ich habe Lust auf Pudding", lies Luna verlauten und auch die anderen freuten sie auf das Festmahl an diesem Abend.
Beim Schloss angekommen wurden ihnen die Koffer abgenommen und in ihre Schlafsäle gebracht. Die Schüler, alle außer den Erstklässlern, gingen in die Große Halle. Dort warteten sie, bis die Erstklässler feierlich ihren Häusern zugeteilt wurden.
Hermine setzte sich auf die Bank am Gryffindor Tisch. Neben sie setzte sich Luna und Neville, gegenüber nahmen Harry und Ginny Platz. Sie trafen viele Bekannte und begrüßten sie. Hermine jedoch hielt wieder einmal Ausschau nach etwas anderem. Sie überflog die anderen beiden Häusertische (wo sie ebenfalls einige bekannte Gesichter sah wie z.B. Cho, die ihr zuwinkte) und hielt beim letzten Tisch in der Halle inne. Der Slytherin Tisch. Auch hier bemerkte sie viele bekannte Gesichter. Goyle saß alleine, da sein ständiger Begleiter Crabbe im Krieg gefallen war.
Hermine allerdings wurde magnetisch von einem blonden Schopf angezogen, welcher weiter unten am Tisch zu finden war. Sie sah ihn an. Genau in seine grauen Augen. Er starrte sie ebenfalls an, während Blaise Zabini, neben ihm, probierte irgendwas zu erzählen. In diesem Moment drehte er seinen Kopf abrupt weg und Hermine tat es ihm gleich. Toll, Hermine, nun wird er sonst was von dir halten, weil du ihn wieder angestarrt hast. Das zweite Mal an diesem Tag. Aber andererseits, er hatte sie auch wieder angestarrt. Langsam wurde ihr doch Unwohl. Wieso verhielt er sich so komisch ihr gegenüber und wieso konnte sie wieder nicht aufhören darüber nachzudenken?
Als die Stimme ihrer Schulleiterin McGonagall erklang wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Es war Zeit die neuen Schüler ihren Häusern zu zuordnen.
Jedes Mal wenn ein Schüler nach Gryffindor kam wurde an ihrem Tisch laut gejubelt. Daran hatte sich nichts geändert. Da sie allerdings keinen der neuen Schüler kannten, war es für sie relativ neutral.
Nachdem alle Schüler nun an dem Tischt ihres (neuen) Hauses saßen hielt McGonagall eine kurze Ansprache, wie es Tradition war. Es war komisch für Hermine diese Ansprache nicht von Dumbledor zu hören, doch McGonagall machte ihre Sache sehr gut. Hermine bemerkte Harrys Blick und lächelte ihm zu. Ihm ging es wohl ähnlich wie ihr. Auch für ihn war es das erste Schuljahr ohne Dumbledor.
Dann gab es endlich was zu essen. Alle fünf hatten inzwischen einen riesen Kohldampf. Die Schokofrösche und Kesselkuchen, die sie heute alle während der Zugfahrt gegessen hatten, haben nicht lange vorgehalten. Alle hauten mächtig rein und danach ging es in ihren Gemeinschaftsraum.
Neville, Ginny, Harry und Hermine machten sich auf dem Weg dorthin. Bei dem Portrait der Fetten Dame nannten sie das Passwort: „Neubeginn" und traten ein. Eine Weile saßen sie noch zusammen bis sie dann Müde und völlig k.o. in ihre Schlafsäle gingen. Hermine stellte zu ihrer Zufriedenheit fest, dass die diesjährigen 7. Klässler mit den wiederholenden 8. Klässler in einem Schlafsaal untergebracht waren. Nun musste sie sich nicht mehr alleine mit Parvati und Lavender rumschlagen, sondern hatte Ginny bei sich.
Im Bett ließ Hermine den Abend Revue passieren. Sie wunderte sich wieder einmal über das Verhalten eines gewissen Slytherins. Er war ihr ein Rätsel. Letztes Jahr wollte er sie noch umbringen, okay er hatte zum Ende hin die Seite gewechselt, und nun war er freundlich zu ihr. Ein Malfoy war freundlich zu ihr, einem, in seinen Augen, Schlammblut. Allzu lange hing sie ihren Gedanken nicht mehr nach, denn auch ihr vielen irgendwann die Augen zu und sie fiel in einen unruhigen Schlaf.
Hermine fand sich am See bei Hogwarts wieder. Sie saß am Seeufer und beobachtete, wie die Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche glitzerten. Sie fühlte sich entspannt und geborgen. Um sie herum war es vollkommen still. Man hörte keine Schüler, die sich normalerweise bei dem warmen Wetter draußen aufhielten, noch hörte sie den Wind durch die Blätter der Bäume streifen. Es war so, als wäre der Platz auf dem sie saß von der Außenwelt isoliert, allerdings verstörte sie der Gedanke in keinster Weise.
Plötzlich störte etwas die Stille. Sie hörte gleichmäßig, ruhige Schritte, die sich ihr näherten. Sie drehte sich nicht um, denn eine innere Stimme sagte ihr bereits, dass er es war. Er setzte sich zu ihr ins Gras. Er schwieg eine lange Zeit. Dann sprach er: „Ich wusste, dass ich dich hier finden würde". Hermine sagte nichts, sondern genoss den Klang seiner wohlklingenden Stimme. Das Schweigen hielt an und sie seufzte. „Hat dich jemand gesehen." Fragte Hermine und schaute sich um. Sie merkte, dass die Frage überflüssig war. Es war keine Menschenseele draußen, dennoch war ihr diese Frage besonders wichtig.
„Nein." War seine kurze Antwort. Hermine schloss die Augen und legte sich auf den Rücken. Sie spürte, wie er es ihr gleich tat. Sie lagen eine lange Zeit einfach nur da, dann nahm er ihre Hand. Hermine merkte, dass sie diese Situation überhaupt nicht beunruhigte. Im Gegenteil, es fühlte sich…. richtig an, als wäre ihre Hand dafür gemacht in seiner zu liegen. Hermine fühlte sich so wohl wie schon lange nicht mehr.
„Ich verstehe jetzt, warum du hier her kommst, wenn dich was bedrückt", sagte er und Hermine drehte sich zum ersten Mal zu ihm um. Da lag er. Er hatte die Augen geschlossen und sein Gesichtsausdruck war entspannt. Er sah gut aus, wie er da lag und sein goldenes Haar in der Sonne glitzerte. Dann schaute er sie mit seinen unergründlichen grauen Augen an. Er lächelte „Was ist los?" Fragte er und sah sie gespannt an.
„Nichts. Es ist nichts." Antwortete Hermine und lächelte ihn ebenfalls an. Er drehte sich auf seine Seite und stützte sich auf seinen Arm, so dass er auf ihr Gesicht runter schauen konnte. Lange sahen sie sich einfach nur an. Er nahm eine Strähne ihrer Haare und spielte gedankenverlorene damit.
„Was ist passiert?" Fragte er schließlich. „Nicht". Weichte Hermine aus und drehte sich von ihm weg, so dass er das Haar loslassen musste, damit er ihr nicht weh tat. Er drehte sich wieder auf den Rücken.
„Wann wirst du es ihm sagen." Eine lange Pause folgte, bis Hermine ein kleines „Ich weiß es nicht, bald" von sich gab. Sie verfielen zurück ins Schweigen.
„Hermine….". Sie drehte sich wieder zu ihm um. „Ich würde es ihm sofort sagen. Ich will ihm nur nicht weh tun. Er hat so viel durchmachen müssen." Hermines Stimme versagte.
„Denkst du nicht, dass es nur noch schlimmer wird?"
„Ich sag es ihm bei der nächsten Gelegenheit" Mehr sagten sie nicht, sondern schauten sich nur an. Er streichelte sanft ihre Wange. Dann beugte er sich über sie, doch bevor sich seine Lippen auf ihre legen konnten, schreckte sie hoch.
Hermine schaute sich im dunklen Schlafsaal um und hörte das gleichmäßige Atmen der anderen Mädchen. Hermines Atmen ging ruckartig und schnell. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es erst drei Uhr morgens war. Hermine legte sich wieder hin, doch an Schlaf war nicht mehr zu denken, viel zu aufgebracht war sie von dem, was sie gerade geträumt hatte.
Nicht nur, dass sie nicht aufhören kann ihn anzustarren, nu träumte sie auch noch von ihm? Warum war ihr Umgang so vertraut? Warum fühlte sich Hermine die ganze Zeit über geborgen und die wichtigste Frage, warum war Draco Malfoy kurz davor sie zu küssen? Was war mit Ron, was genau sollte sie ihm sagen.
Zu viele Fragen schwirrten in Hermine's Kopf herum. Was ist los mit mir. Konnte es sein, dass… nein. Soweit wollte sie gar nicht erst denken. Sie hatte einfach zu viel durchzumachen in letzter Zeit. Ja, genau, es ist der Stress, versuchte sie sich selbst zu überzeugen. Das und sein merkwürdiges Verhalten, dass sie so vollkommen aus der Bahn wirft.
Damit drehte sie sich auf die Seite und versuchte an Ron zu denken. Nach einiger Zeit schaffte sie tatsächlich den Traum in ihren Hinterkopf zu verbannen und in einen leichten traumlosen Schlaf zu fallen.
