Hallooo!

Hier kommt endlich mal wieder ein Update! Ich hoffe ihr wisst noch, worum es geht…^^

Vielen Dank an hebestreit für ihr Review! Ich hab' mich sehr gefreut! =)


Chapter 03 – Zusammenbruch

Mary stand mit vor Schreck geweiteten Augen und vor Entsetzen weit geöffnetem Mund vor den Büschen neben der Villa.

Die Gäste waren bei ihrem lauten Schrei schlagartig verstummt und wandten sich neugierig in Richtung des Gebäudes. Die laute Musik schallte dröhnend über das ungewöhnlich stille Gelände, als sich etwas im dichten, dunklen Gebüsch bewegte, das vor der hohen Mauer wucherte. Eine gebückte Gestalt zwängte sich durch das Dickicht. Angestrengt versuchte ich zu erkennen, was es war, dass Mary so aufwühlte. Da erkannte ich die Person endlich: Es war Dean.

Der weiße Umhang war verschwunden und er trug nur noch schwarze Seidenboxershorts. Seine freigelegte Haut war bleich und sein nackter Oberkörper von Muskeln überzogen. Deans Haar klebte nur noch auf einer Seite streng an seinem Kopf, während das Restliche wild vom Kopf abstand. Er gab ein lächerliches Bild ab und sorgte mit seinem Auftritt für lautes Gelächter unter den Partygästen, was ihn jedoch nicht im Geringsten zu stören schien. Normalerweise hätte ich die Situation wohl auch lustig gefunden, doch der Schrei meiner Freundin hallte immer noch in meinen Ohren.

Dean trat auf Mary zu und sprach wild gestikulierend auf sie ein, doch ich konnte wegen der lauten Musik nicht verstehen, was er sagte. Ich war wohl nicht die einzige Neugierige, denn plötzlich verstummte die Musik und völlige Stille trat ein. Die zahlreichen Gäste starrten sensationshungrig auf meine Freundin und ihren Gastgeber. Erwartungsvoll und bereit mit Klatsch für die nächsten Wochen ausgestattet zu werden. Vor mir spielte sich das große Ereignis auf Deans berühmter Party ab – mit meiner Freundin in der Hauptrolle.

Ein Knarzen hinter mir erregte meine Aufmerksamkeit und als ich mich umwandte, konnte ich sehen, wie Peter Pettigrew sogar seinen Stuhl zurückschob und aufstand, um besser sehen zu können. Sirius Black, der neben ihm stand, schlug ihm mit der flachen Hand gegen den Hinterkopf und zog ihn wieder in eine sitzende Position.

Da ertönte ein überlautes Räuspern hinter Dean und Mary in den Büschen und ein Mädchen mit langen, blonden Locken trat aus dem Blätterwerk hervor. Ihr kurzes, im Licht hell glitzerndes, silbernes, Kleid reichte gerade bis zur Mitte ihrer Oberschenkel. Sie schloss den Reißverschluss an ihrer Seite und trat mit einem unverschämtes Grinsen neben Dean. Dann wandte sie sich zu Mary um. „Glaub mir MacDonald, es ist nicht alles, wie es scheint", flötete sie mit zuckersüßer Stimme so laut, dass sie sicher jeder verstehen konnte.

Marys Augen weiteten sich. Das war einfach zu viel. Nicht nur, dass ihr Freund sich allen Anscheins nach mit einem anderen Mädchen vergnügt hatte. Nein, es war nicht nur irgendein Mädchen. Es war Suzy Queens.

Suzy war vor zwei Jahren mit James zusammen gewesen und Mary, die Queens noch nie hatte besonders gut leiden können, hatte ihrem Cousin vor Publikum erklärt, dass er wohl an Geschmacksverirrung litt. Potter hatte kurze Zeit später die Beziehung beendet, doch sicherlich nicht wegen Marys Ausbruch. Er ignorierte die Meinung seiner Cousine zu seinen Beziehungen gekonnt, doch die Verlassene sah in Mary die Schuldige für ihre unerwiderte Liebe. Seitdem hatte sie Mary geschadet, wann auch immer sie konnte. Es begann mit spitzen Bemerkungen und jetzt hatte sie zum ultimativen Schlag gegen meine Freundin angesetzt: die öffentliche Demütigung.

Marys Gesicht zeigte blankes Entsetzen. Ich stellte das Glas, aus dem ich gerade hatte trinken wollen, auf den nächstbesten Tisch und wollte gerade auf Mary zugehen, um sie in den Arm zu nehmen, als sich ihr Gesichtsausdruck veränderte und leichte Röte auf ihre Wangen trat. „Vor zehn Minuten hast du mir ewige Liebe geschworen", begann sie mit ruhiger Stimme, „und jetzt vergnügst du dich", ihre Stimme wurde mit jedem Wort lauter und schriller, „mit Suzy Queens, wenn ich kurz auf die Toilette gehe?" Sie schnappte nach Luft und ihre Wangen färbten sich puterrot.

„Du Heuchler. Du Kakerlake. Du widerwärtiger MISTKERL!", schrie sie mit schriller Stimme. Sie schritt schnell auf Dean zu und begann wie wild mit den Fäusten auf ihn einzuschlagen. Er stolperte, fiel zu Boden und Mary wollte sich gerade auf ihn stürzen, als Katharina und Melanie sie an beiden Armen packten und von ihm wegzogen.

Auch ich rannte schnell zu ihr herüber und kam zeitgleich mit Sarah neben der wild um sich schlagenden Mary zum Stehen. „Sch… Mary beruhige dich. Das ist er nicht wert.", versuchte Sarah sie zu beruhigen und machte Mary scheinbar noch wütender, als sie sowieso schon war.

Mit einem Ruck riss sie sich los. Dean krabbelte rückwärts von ihr weg, aus Angst sie würde wieder auf ihn losgehen, doch Mary hatte anderes im Sinn. Sie rannte die wenigen Schritte zum nächstbesten Tisch und nahm ein leeres Glas in die Hand. Dann holte sie aus und warf es mit voller Wucht gegen die riesige Glaspyramide neben dem Springbrunnen, die prompt mit lautem Klirren in sich zusammenfiel. Einige Gäste zogen scharf die Luft ein.

Entsetzt beobachtete ich wie Mary ihren Zauberstab aus ihrem Täschchen nahm und auf den Brunnen zeigte. Einen Wink später riss die Spitze der Fontaine ab und ein klebriger Regen legte sich über die Gäste.

Dean, der sich mittlerweile vom Schock erholt zu haben schien, begann aus Leibeskräften zu schreien: „Security! SECURITY! Eine Verrückte randaliert!" Da erschienen, wie aus dem Nichts, fünf Männer in roten Umhängen die eiligen Schrittes auf Mary zugingen, die gerade sämtliche Tische ihrer Beine entledigt hatte.

In diesem Moment traten plötzlich Potter und Black hinter Mary und nahmen ihr kurzerhand ihren Zauberstab ab. Mary wirbelte herum, als die beiden Jungen sie an den Armen packten und schnell mit ihr über den Kies Richtung Eingangstor verschwanden. Verwirrt starrte ich ihnen hinterher, wie sie über den bunt erleuchteten Weg spurteten, Mary unsanft hinter sich herziehend. Remus Lupin und Peter Pettigrew, James' und Sirius' Freunde, folgten ihnen.

Ich suchte den Blick von Katharina, Melanie oder Sarah, aber sie standen genauso regungslos da wie ich. Warum mischten sich die Jungen in unsere Angelegenheiten ein?

Die Security Männer waren nur noch knapp zehn Meter von mir entfernt, als ich erfasste, dass diese Party jetzt wohl wirklich beendet war. Ich riss mir die hohen Schuhe von den Füßen und rannte, den Jungen und meiner Freundin hinterher, Richtung Ausgang. Katie, Mel und Sarah folgten mir.

Etwa hundert Meter entfernt sah ich, wie Remus mit seinem Zauberstab das schmiedeeiserne Tor öffnete und die kleine Gruppe eilig das Grundstück verließ. Die Männer mit den roten Umhängen waren uns dicht auf den Fersen. Als ich gerade meinen ersten Fuß auf die Straße vor dem Anwesen setzte, hörte ich Dean im Garten hinter mir laut kreischen: „Verdammt noch mal ihr unfähigen Squibs, fangt die kleine Bitch. Sie hat die Party ruiniert!"

Doch kaum war auch Sarah als Letzte durch das Tor getreten, versiegelte Black es mit einem Zeitschloss. Es wurde sofort ruhiger um uns und die Dunkelheit der Nacht senkte sich. Es standen keine Straßenlampen vor dem Anwesen, sodass nur der Schimmer der Beleuchtung der Party die Szenerie erleuchtete. Ich musste heftig und angestrengt atmen. Solche Wettrennen standen im starken Widerspruch zu meiner Ausdauer. Und nicht nur meiner, wie ich mit einem Blick auf einige meiner Freundinnen feststellte.

„Was war das?", brachte ich schließlich hervor. „Sind wir hier auf der Party des Zaubereiministers? Hetzt Mary die Security auf den Hals… Sowas ist doch nicht normal!", empörte ich mich. „Die meisten Leute haben so etwas gar nicht. Ach was… Kein normaler Mensch stellt Sicherheitssquibs an."

Ein leises Prusten ertönte aus Potters und Blacks Richtung. Bitte? Was war daran jetzt lustig? „Lily du kennst Dean nicht. Er denkt wahrscheinlich, er ist der Zaubereiminister oder noch mehr. ", meinte Potter trocken. „Du hast ja keine Ahnung, was für einen Aufstand er gemacht hätte, wenn sie Mary erwischt hätten." Ich holte gerade tief Luft, um ihn zu fragen, woher er das eigentlich so genau wusste, als mein Blick auf Mary fiel.

James und Sirius hielten sie immer noch an beiden Armen fest doch nicht mehr, um sie in ihrer Wut zurückzuhalten. Nein, es wirkte mehr, als ob sie sie stützten. Tränen liefen über ihr Gesicht und ein herzzereissendes Schluchzen entkam ihr. Ich trat einen Schritt vor, um sie in den Arm zu nehmen, da schlug irgendetwas mit einem lauten Knall innen gegen das Tor zur Villa. Ich blieb wie angewurzelt stehen und starrte auf die riesige Pforte.

„Nehmt euch alle an die Hand! Wir apparieren!", rief Remus laut und Black murmelte: „Bevor er noch die Hunde auf uns loslässt." Sarah lies darauf nur ein ängstliches Quietschen hören.

Schnell griff ich nach der nächstbesten Person und Sekunden später blieb mir die Luft weg. Es war, als ob wir alle durch einen dünnen Schlauch gepresst würden. Dann konnte ich plötzlich wieder atmen, als ich mit einem lauten Knall wieder Boden unter den Füßen spürte. Ich verlor das Gleichgewicht und fiel in weiches Gras.

„Puh! Denen sind wir entwischt!", rief Melanie erfreut. „Wo sind wir?"

Und? Was sagt ihr? *neugierig*

*noch halb volle Keksschüssel wegräum' und einen monstergroßen Schokokuchen hinstell'* (Das ist keine Bestechung…^^)

Ganz liebe Grüße,

Amira! =)