Couchkartoffel

Ich sag nur, DANKE!!!

Wie die Mutter

Edwards POV

Es dauert eine ganze Weile, bis ich Bella wieder beruhigen kann. Dank Jaspers emphatischer Fähigkeit ging es ihr schon bald besser. Rose saß neben Bella und hielt, wie ich ihre Hand. Ich bin froh, dass wir Vampire nicht weinen können, denn es würde mir das Herz brechen, meine Liebste in Tränen zu sehen. Aber vielleicht würde ihr genau das mal gut tun.

Zumindest sagte mir Carlisle mal, dass Tränen für die Menschen ein Ventil für Trauer und Schmerz sind. Ich würde jetzt in den Wald laufen und meine Wut an irgendwelchen unschuldigen Felsen auslassen. Aber nicht meine Bella.

Sie glaubt, ich bekomme nicht mit, wenn sie mal wieder an unsere Tochter denkt. Auch wenn es mir noch immer nicht möglich ist, ihre Gedanken zu lesen, kenne ich sie schon gut genug, um zu wissen, was in ihr vorgeht.

Ich vermisse Renesmee ja genauso. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke. Oft sitze ich da, während Bella mal wieder mit Alice und Rosalie unterwegs ist, und überlege, was Renesmee wohl gerade macht. Mein Verlangen, nach Phoenix zu rennen, um selbst nachzuschauen, ob es ihr gut geht und sie respektvoll behandelt wird, ist in solchen Momenten stärker als mein Drang nach Blut.

Renesmee sieht genauso bezaubernd aus, wie ihre Mutter. Dieselben braunen gelockten Haare, die schokoladenfarbenen Augen. Selbst die blasse Haut. Einzig ein paar Zentimeter größer scheint sie zu sein, schenkt man dem Bild Glauben, wo sie mit Reneè und Phil zu sehen ist und sie ihre Großmutter um einige Zentimeter überragt. Und da war sie 17 Jahre alt.

Jetzt ist sie 18 und noch ein Jahr erwachsener. Dass sie einen Freund hat, gefällt mir weniger. Zumindest glauben wir, dass es ihr Freund ist. Ich denke nicht, dass sie einen einfachen Freundes Freund so nah an sich heran lässt. Jedenfalls werde ich diesen Scottie in Phoenix genauer unter die Lupe nehmen.

Ich wünsche Renesmee natürlich ihr Glück, aber es gibt genug Gesindel auf dieser Welt. Renesmee hat nur das Beste verdient. Wenn sie sich wirklich in eine von uns verwandeln sollte, wird sie ihren Freund eh lange nicht sehen. Wenn sie ihn überhaupt wiedersehen wird.

Als neuer Vampir hat man leider ein enormes Verlangen nach Menschblut. Aber ihre Mutter ist der beste Beweis, dass in ihr eine Selbstbeherrschung vorhanden sein könnte. Ich wünsche es ihr. So wie ich ja hoffe, dass sie sich nicht verwandelt, sagt mir mein Verstand, dass es leider genau so ist.

Sie sollte meiner Meinung nach, normal aufwachsen, ein ganz normales Leben führen und nicht, wie ihre Eltern, als Vampir leben. Aber eigentlich haben wir ihr schon ein normales Leben verwehrt. Sie lebt bei ihren Großeltern, aber im Glauben, es seien ihre Eltern. Da warten noch harte Momente auf uns und vor allem auf Nessie.

In Phoenix angekommen, wird es auf dem Flughafen erstmal zur Hölle. Nein, nicht wegen der Hitze. Nur machen mich die vielen Leute mit ihren unterschiedlichen Gedanken, wahnsinnig. Oftmals verfluche ich meine Fähigkeit.

Gekonnt führt Bella uns aus dem großen Gebäude. Es ist schon dunkel draußen, was beabsichtigt war, da wir gerade Sommer haben und es doch etwas zu auffällig wäre, mit uns acht Vampiren. Auf Bellas Gesicht kann ich etwas Stolz erkennen, wie sie uns zu den Taxis führt. Ich glaube, sie freut sich, endlich mal etwas zu haben, wo sie sich besser auskennt als wir.

Mit zwei Autos fahren wir zu der Adresse, die Bella den Fahrern gegeben hat. Esme, Carlisle, Bella und ich in einem Wagen und die anderen vier im anderen. Im Moment versuche ich wahrzunehmen, was die anderen fühlen. Nicht so, wie Jasper es tut, sondern ich schaue in ihre Gedanken.

Carlisle grübelt die ganze Zeit darüber nach, was es noch sein könnte, was Renesmee hat, außer der Verwandlung. Esme ist traurig darüber, weil Bella so traurig ist. Auch sie möchte es vermeiden, dass Renesmee sich verwandelt.

Im anderen Auto geht Alice gerade alle Geschäfte durch, die sie sieht. Aber ich kenne sie gut genug, um zu wissen, dass sie sich nur versucht, abzulenken. Jasper verflucht gerade seine Fähigkeit, da ihn die Menschenmassen am Flughafen fast zerrissen. Zudem leidet er mit Bella. Als ich in seinen Gedanken sehe, was Bella fühlt, verstärke ich meinen Händedruck um ihre zarte Hand und gebe ich einen Kuss auf die Stirn.

Oh, Emmett würde am liebsten den Taxifahrer killen, nachdem dieser einen schlechten Scherz gerissen hat, damit, dass wir uns in Phoenix einen hübschen Sonnenbrand holen werden, so blass, wie wir sind. Ganz ruhig Emmett.

Und Rosalie. Bei ihren Gedanken wundere ich mich immer wieder. Als ich Bella kennenlernte, hatte sie nur puren Hass für Bella übrig, aber mittlerweile, ist sie für meine Frau ein Fels in der Brandung. Vor allem, wenn es um Nessie geht. Das spiegeln auch ihre Gedanken wider. Sie sorgt sich um Renesmee genauso wie Bella. Sie hofft verzweifelt, dass Renesmee sich nicht verwandelt. Gerade Rosalie wünschte sich immer nichts sehnlichster, als ein menschliches Leben.

Das Haus von Reneè liegt etwas abgelegen. Weit entfernt von dem Großstadttrubel. Was ich für das Aufwachsen von Renesmee auch am besten befinde. Es ist schon kurz vor Mitternacht, als wir am Haus der Dwyers ankommen. Trotz der späten Zeit brennen noch alle Lichter im Haus.

Carlisle bezahlt beide Taxis und nun stehen wir vor dem großen Haus.

„Sie haben es dunkel gestrichen", sagt uns Bella, die etwas wehmütig vor ihrem alten Haus steht.

„Als ich hier noch wohnte, war es weiß."

Ihre Stimme klingt etwas traurig, drum drücke ich sie seitlich an mich, während wir Richtung Eingangstür gehen. Reneè und Phil scheinen, unsere Ankunft noch nicht mitbekommen zu haben. Und so wie Bella schaut, will sie auch ungern klingeln, wahrscheinlich, um Nessie nicht zu wecken, falls sie schlafen sollte.

Mir, und auch Bella, sticht noch etwas anderes ins Auge. An der Haustür prangt ein großes hölzernes Schild, auf dem steht:‚Zuhause von Reneè, Phil und Renesmee Dwyer.' In dem Moment zieht sich nicht nur bei Bella, sondern auch bei mir alles zusammen. Dort sollte eigentlich stehen:‚Zuhause von Bella, Edward und Renesmee Cullen.' Bevor meine Wut überhaupt aufsteigen kann, spüre ich, wie Japser mich mit seiner Kraft besänftigt und Esme mir beruhigend ihre Hand auf meine Schulter legt.

Plötzlich löst sich Bella von mir und kramt in ihrer Tasche rum. Ihr Gesicht erhellt sich, als sie findet, was sie sucht. In den Händen hält sie einen Schlüssel.

„Mal schauen, ob er noch passt", sagt sie und steckt den Schlüssel ins Schloss.

Und ohne Probleme macht sie die Tür auf.

Diesmal ist es Bella, die nach meiner Hand greift. Sie ist sicher genauso nervös wie ich und alle anderen. Natürlich ist sie das. Ich bin aber auch gespannt, wie das Haus von innen aussieht, wie meine Tochter aufgewachsen ist.

Gleich, als Bella dir Tür ein wenig aufmacht, springt sie mir förmlich in die Arme, als ein weiß-braunes Woll-Knäul auf sie zu gerast kommt. Es war ein Boxer, der wohl zu Bellas Zeit noch nicht hier lebte. Er beschnupperte uns alle, bis er bei Emmett ankommt und dabei ist, sein Bein anzuheben. Emmett erkennt es und knurrt laut auf. Mit einem Satz rennt der Hund wieder in die Wohnung.

Rosalie verpasst ihrem Mann einen Klaps, muss dabei, wie wir alle, herzhaft lachen.

Wir wollen gerade endlich eintreten, da kommt uns Phil entgegen.

„Ihr habt Emmy als schon kennengelernt", kam es von ihm.

„Emmy?", fragt Emmett.

„Ja. Nessie hat ihn so genannt, als sie 10 war. Sie wollte uns aber nicht verraten, wie sie darauf kam."

Ich blicke mich nur einmal kurz um, zu meinem Bruder, der ein wenig verdattert drein schaut.

„Kommt rein", sagt Phil, der mir, als ich in die Wohnung gehe, einen bösen Blick zu wirft.

Aber nicht nur mir, wie ich merke, auch meiner restlichen Familie begegnet er kühl. Einzig Bella wird von ihm herzlich empfangen. Sie umarmen sich kurz, bevor Bella gleich zum Punkt kommt.

„Wo ist sie?"

„Oben, in deinem alten Zimmer. Reneè ist bei ihr. Das Fieber ist in den letzten Stunden, glaube ich nochmal gestiegen."

„Du glaubst?", fragt Bella energisch.

„Wie gesagt, unser menschlich abgestimmtes Thermometer", das Wort menschlich betont Phil extra deutlich,"reicht nicht mehr aus. Ich habe jedenfalls das Gefühl, sie verbrennt, wenn ich meine Hand auf ihre Stirn lege."

Phils Wut löst sich in totale Besorgnis. Wie es auch bei mir passiert.

Bella schnappt sich nicht meine, sondern Carlisles Hand und rennt die Treppe hinauf. Ihr ist es egal, dass Phil sieht, wie übermenschlich schnell, sie im Obergeschoss ankommt. Sofort folgen wir den Beiden.

Reneè bemerkt nicht, als wir im Türrahmen stehen und Bella sich die Hand vor den Mund schlägt. Zu erschrocken, von dem Bild vor sich. Dort liegt meine Tochter, das Abbild ihrer Mutter. Ihr, für mich, viel zu kurzes Schlafdress durchnässt von Schweiß. Ihr Gesicht gezeichnet von Erschöpfung und bedeckt von Schweißperlen. Mir bricht es das Herz, als ich sie leise wimmern höre.

Bella krallt sich an mir fest. Für einen Moment glaubte ich, sie würde in Ohnmacht fallen, trotz dessen, dass sie ein Vampir ist.

„Mom?", kommt es ganz zaghaft von Bella. Ihre Stimme droht fast, abzubrechen.

Reneè, die neben dem Bett hockte, mit der einen Hand Nessies Hand hielt und mit der anderen versucht, mit einem Lappen Nessie etwas abzukühlen, blickt zu uns auf. Und ihr Blick versetzt uns alle endgültig in Alarmbereitschaft. In ihrem Gesicht konnte ich alles sehen, was ich bei Bella nicht sehen sollte.

Pure Verzweiflung, Angst, Sorge. Ihre Augen blutunterlaufen, vom sicherlich vielen Weinen. Und Augenringe von schlaflosen Nächten.

„Oh Bella."

Als Mutter und Tochter sich sehen, läuft Bella zu Reneè und umarmt sie kurz, aber herzlich, um sich aber dann ganz unserer Tochter zuzuwenden. Carlisle und ich treten ebenfalls ins Zimmer, während die anderen sich etwas im Hintergrund halten, um uns etwas Raum zu lassen.

Carlisle tritt an die linke Seite des Bettes, während ich mich hinter Bella stelle, um ihr Halt zu geben. Doch sie nimmt mich gar nicht wahr, da sie ganz auf Renesmee fokussiert ist. Ganz zaghaft streicht sie ihr über die Wange und ich merke schon daran, wie sie leicht zusammenfährt, wie heiß Renesmee sein muss.

„Sie ist wirklich groß geworden", sagt sie ganz leise.

Reneè und ich können nur schmunzeln. Esme ist mittlerweile auch bei uns und hat sich zu Reneè gesellt, die beiden Mütter umarmen sich wortlos. Im Moment sprechen alle Gesichter für sich. Auch Carlisles, der seine Arzttasche ausgebreitet hat, sieht man auch, ohne dass er etwas sagt, an, dass es nicht gut um Nessie steht. Seine Gedanken geben mir recht.

Er holt ein merkwürdiges Thermometer heraus. Ich denke mir mal, dass es definitiv nicht aus der menschlichen Medizin kommt. Er hält es kurz an ihre Stirn.

51°C. Das ist nicht gut. sind seine Gedanken.

Meine Hände ballen sich zu Fäusten, was auch Bella bemerkt und sie sofort weiß, dass ich mal wieder mehr weiß als sie.

„Wie hoch?", fragt sie Carlisle in einem strengen Ton, der wohl mir, als auch Carlisle galt.

„51°C."

Renee gibt einen erschrockenen Laut von sich. Ebenso wie Bella, sie sich in meinen Oberschenkel festkrallt.

„Das ist doch nicht möglich", sagt Phil, der wie Alice, Jasper, Emmett und Rosalie, die zwar im Raum stehen, aber einige Meter vom Bett entfernt standen.

Sein Ton gefällt mir absolut nicht. Ich danke ihm für alles, was er getan hat, aber dennoch keinen Grund meine Familie so erniedrigend zu behandeln. Unbekümmert, wie mein Vater nun mal ist, reagiert er nicht auf Phil und untersucht Renesmee weiter.

Blutdruck. Sehr niedrig.

Puls. Sehr niedrig.

Atmung. Flach und langsam.

Augen. Unerwartet normal.

Das muss ein gutes Zeichen sein. Wenn sie schon, wie von Reneè berichtet, mehrere Tage Fieber hat, sprich, schon so lange in der Verwandlung stecken würde, müssten ihre Augen schon rot sein vor Durst. Eigentlich.

Er macht noch andere merkwürdige Untersuchungen, bleibt diesmal aber völlig gedankenlos, da er weiß, ich lese seine Gedanken.

Sie verwandelt sich. denkt er plötzlich.

„Nein!", stoße ich unbeherrscht aus.

Bella weiß sofort, was es bedeutet und bricht auf Renesmee trocken schluchzend zusammen. Meine Geschwister realisieren es ebenso und verlassen betrübt den Raum.

Wir gehen nach unten ins Wohnzimmer. Wenn ihr uns braucht, ruft uns. Gibt mir Rosalie zu verstehen. Von Alice und den Jungs bekomme ich ähnliche Gedanken.

„Was ist los?", will Phil energisch wissen.

„Beruhige dich erstmal, Phil", sagt ihm Carlisle ruhig, wie immer.

„Nein! Es geht hier um meine Tochter."

Diesmal kann ich mich nicht zurück halten.

„Sie ist nicht DEINE Tochter."

„Ach ja? Und wer hat sie die letzten 18 Jahre groß gezogen? Ihr das Leben erklärt, sie getröstet, wenn sie traurig war, ihr nach der Schule beim Lernen geholfen? Reneè und ich waren das."

„Phil..", schreitet Reneè ein.

„Sie wird eine von uns", sagt Bella ganz ruhig, dass es mir schon Angst macht.

Phil ist plötzlich ganz sprachlos und ihm, wie auch Reneè, fällt plötzlich die Farbe aus dem Gesicht, dass sie uns schon ganz nah sind.

„Sie ist und wird keine von euch."

Er begreift es einfach nicht.

„Es ist wahr, Phil", kam es diesmal von Esme, die eine schluchzende Reneè in den Armen hielt.

Jasper gibt wieder einiges, um die Atmosphäre in dem Zimmer zu erhellen, aber diesmal ist es schwierig, denn jeder fühlt anders. Phil tobt vor Wut. Esme ist traurig, genau wie Reneè. Carlisle sorgt sich.

Irgendetwas ist anders. Dies ist keine normale Verwandlung. Lässt er mich wissen.

„Wir sollten reden", wendet sich Carlisle an Phil.

„Willst du nicht erstmal etwas unternehmen, damit das Fieber sich senkt?", fragt Reneè.

„Ich kann leider nicht viel für sie tun. Sie ja nicht krank."

„Aber kannst du nicht irgendwas tun? Sie leidet jetzt schon seit einigen Tagen. Ich kann mir nicht mehr mit ansehen, wie sie sich quält."

Es scheint wirklich schlimm gewesen zu sein, da Esme arg zu tun hat, um Reneè auf den Beinen zu halten. Phil geht zu ihr und nimmt sie in den Arm.

„Bitte!", fleht sie nochmals mit einem zerreißenden Blick.

Carlisle schüttelt mit dem Kopf, nimmt aber etwas aus seiner Tasche.

„Ich kann dir nicht versprechen, ob es wirkt", sagt er, bevor er ihr eine Spritze in eine Vene von Renesmee jagt.

Ich knurr leise auf, da er mich nicht vorgewarnt hat. Mir hätte er wenigstens sagen können, was es ist.

Keine Sorge. Das ist nur ein fiebersenkendes Mittel, was bei Renesmee nicht wirken wird. Sie ist kein Mensch. Ich will nur vermeiden, dass Reneè noch mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus kommt.

Ich verstehe. Und so blass, wie Reneè im Moment ist, war es eine gute Idee. Sie macht uns bald Konkurrenz.

„Rose", rufe ich so laut, als würde sie im Zimmer stehen.

Trotzdem ist sie Sekunden später im Zimmer.

„Kannst bei Nessie bleiben? Wir müssen mit Phil und Reneè über alles reden, das sollten wir aber nicht hier in diesem Zimmer tun."

„Ich bleibe bei ihr", ruft Bella dazwischen, bevor Rosalie ‚OK' sagen kann.

Bella blickt mich traurig an. Es macht mich wahnsinnig, sie so leiden zu sehen. Und noch mehr macht es mich fertig, dass ich nichts dagegen tun kann.

„Bella, Schatz. Wir…", beginne ich, doch Rose unterbricht mich.

„Sorg dich nicht, Bella. Ich bleibe bei ihr. Und wenn sich etwas verändert, rufe ich euch und du bist sofort bei ihr. Geh schon", lächelt sie mitfühlend meiner Bella zu.

Ich sehe, wie Bella mit sich kämpft. Sie will Renesmee einfach nicht mehr verlassen, auch wenn es nur einige Meter sind, die sie trennen würden. Helfen tut mir Reneè, die ihre Hand sanft auf Bellas Schulter legt.

„Komm, Kleines. Wir sollten wirklich reden. Ich möchte wissen, was mit Renesmee jetzt passiert und wie es weitergeht."

Bella nickt kläglich. Es ist alles andere als leicht für sie, aber sie gibt Renesmee einen langen Kuss auf die Stirn, bevor sie aufsteht und sich in mir vergräbt. Sie ist mit den Nerven am Ende. Ich versuche sie mit sanften Wörtern zu beruhigen, aber selbst das Streichen über ihren schmalen Rücken bringt nicht viel.

Vielleicht kann Jasper mehr bewirken, wenn wir unten im Wohnzimmer sind. Ich schiebe sie an meine Seite, so dass wir Seite an Seite aus dem Zimmer gehen. Doch kurz bevor wir die Treppe erreichen, bleiben wir abrupt stehen.

„Mom?", höre ich eine schwache Stimme.

Erst dachte ich, es wäre Bella, doch ihr schockierter Blick lässt mich wissen, dass sie es nicht war.

„Mom?", klang es diesmal noch schwächer.

Jetzt erkannte ich, zu wem die Stimme gehört.

Meiner Tochter.

TBC

Please Review!!!