Harmonie lag in der Luft von Konoha als an diesem sonnigen Tag warme Lichtstrahlen über das Dorf hinter den Blättern wanderten und allem einen Hauch von Schönheit verlieh.
Der blaue Himmel war nur gelegentlich von einer unzufrieden stellenden, weißen Wolke durchzogen und bildete einen kräftigen Kontrast zu dem saftigen grünen Bäumen und Wiesen.
Auf einer dieser Wiesen, lag ein junger Shinobi, versteckt unter dem hoch gewachsenen Grashalmen, hatte ein Auge halb geöffnet und man hätte auf den ersten Blick vermuten können, dass dieser junge Mann den Zug der schmächtigen Wolken beobachte… wie jeder es von ihm erwartet hätte, doch niemand ahnte, das sein Blick auf etwas ganz anders fixiert war.

Das alberne Schnattern um ihn herum hörte er kaum, sonst hätte er wohl mitbekommen wie die Kunoichis sich darüber amüsierten, dass er nicht einmal bei einem Picknick seine Faulheit überwinden konnte, doch selbst wenn er zugehört hätte… hätte er wohl nur mit einem gleichgültigen Schulterzucken reagiert.
Doch seine Konzentration lag auf der schlanken Gestalt die einige Schritte von ihm entfernt war und die Arme wie in der elegant wirkenden Kampfhaltung des Hyuugaclans gehoben hatte.
Nur diente diese Haltung nicht dem Angriff oder der Verteidigung – dies wusste Shikamaru – sondern vielmehr der Meditation und Entspannung, dennoch ließen auch die langsamen Bewegungen des Tai chis nichts von seinem graziösen Aussehen vermissen.
Braune Haare bewegten sich seicht in dem warmen Sommerwind sowie bei jeder langsamen Bewegung und Shikamaru konnte seinen Blick einfach nicht lösen, als schlanke, porzellanfarbene Hände fließend durch die Luft fuhren und sich der zarte und dennoch kräftige Körper langsam drehte und einige Schritte machte.
Das ganze wirkte beinah wie ein übertriebenes Schauspiel und Shikamaru fragte sich, wie Ino, Sakura und die ganzen anderen Banausen dies nicht einmal zu würdigen schienen, andererseits war er auch ganz froh darüber, denn er verspürte wenig Lust dazu seine Freunde – egal wie nervig sie waren – umbringen zu müssen weil sie hinter seinem Hyuuga hersabberten. Nein! Daran wollte er gar nicht erst denken!

So betrachtete er weiter die anmutigen Bewegungen des langhaarigen und war einmal mehr froh, dass Sasuke noch immer – trotz Abwesenheit – derjenige war, hinter dem zahlreiche Mädchen und mittlerweile junge Frauen her waren….
Massenmord stand ihm nämlich nicht so gut und er konnte es einfach nicht ertragen wenn jemand hinter Neji herglotzte oder es sogar wagte ihn anzufassen. Schon diese kleine nervige Cousine des Hyuuga war für seinen Geschmack zu viel, doch das Gör schien in den letzten Jahren regelrecht einen Narren an ihrem älteren Cousin gefressen zu haben… Sehr zur Missgunst Shikamarus und er konnte nicht anders als den Schrat jedes Mal drohend anzustarren – was ja eigentlich nicht unbedingt seine Art war.

Neji hatte sich mittlerweile soweit gedreht das er nun direkt in Shikamarus Richtung blickte, doch noch schien er von seinen Tai chi Übungen nicht genug zu haben und immer noch bewegte er sich so als würde er mit aller Anmut gegen einen unsichtbaren Gegner kämpfen – in Zeitlupe versteht sich.

Langsam fragte sich Shikamaru ob Neji ihn dazu bringen wollte sich vor allen Anwesenden einfach auf ihn zu stürzen… warum musste der Hyuuga auch einfach bei allem so reizvoll aussehen?

Ein Schatten fiel plötzlich über den gedankenverlorenen Nara und er schrak erst auf als er das wohlbekannte Geräusch einer aufgerissenen Chipstüte hörte, erst in diesem Moment realisierte er das Chouji sich neben ihn gesetzt hatte und nun ebenfalls neugierig die Bewegungen Nejis beobachtete, natürlich ohne einen lüsternen Blick sowie ihn Shikamaru vor wenigen Sekunden noch auf seinen Gesichtszügen getragen hatte.

Zunächst schwiegen sie sich gegenseitig an, wobei Chouji genüsslich seine Chips in sich hineinstopfte, doch schließlich grinste der pausbackige Shinobi wissend und funkelte Shikamaru herausfordernd an: „Na? Wenig Wolken heute, was?"
„Nah. Ich stell mir einfach welche vor.", gab Shikamaru gedehnt und mit einem leichten Schnauben zurück und tat wieder so als würde er den blauen Himmel weiter anstarren.
„Hm. Pass auf das du nicht zulange in die Sonne starrst, sonst wirst du am Ende noch blind oder so.", mampfte Chouji weiter, während er immer noch Neji beobachtete und Shikamaru musste bei der albernen Anspielung grinsen… Aber Sonne war noch besser als irgendwelche lächerlichen Kommentare über „Spiralen", „Vögel" oder „Schrauben".
Plötzlich musste der Schattenmeister lächeln als ihm wieder einmal klar wurde, wie perfekt Nejis Name einfach passte… Sein Kampfstil und sein gesamtes Erscheinungsbild hatte etwas Elegantes wie der geschwungene Lauf einer Spirale und seine Gestalt wirkte strahlend und schimmernd wie die Sonne selbst…
Wie der phlegmatische Shinobi so vor sich hinlächelte bei diesen albernen, pseudophoetischen Gedanken, bekam er fast nicht mit wie sich schließlich auch Neji neben ihn auf den Boden setzte und mit so wenig Mimik wie möglich nach seiner Wasserflasche griff, welche er bei Shikamaru liegen gelassen hatte.
Der entspannte Gesichtsausdruck war wieder vollkommen verschwunden, doch zumindest hatte er noch etwas lässiges an seiner Gestalt, selbst, als er durstig von seinem Wasser trank und dann verwundert seinen Blick auf Shikamaru legte, der ihn noch immer nicht beachtet hatte.

Chouji hob wieder mit diesem wissenden Grinsen im Gesicht die Schultern und stupste Shikamaru leicht an, so dass dieser endlich aus seiner Gedankenwelt schnappte und Neji kurz verwirrt, dann verführerisch anlächelte.
„Na? Auch hier?", ließ er den ersten dummen Spruch los, welcher ihm spontan einfiel und das freche Schmunzeln um seine Mundwinkel war ein Grund mehr warum Neji große Lust verspürte dem Anderen ganz elegant die Wasserflasche über dessen Kopf zu schütten.
Chouji kicherte leise und Neji hob skeptisch eine seiner elegant geschwungenen Augenbrauen und schüttelte dann den Kopf, was eine zarte Bewegung in seine langen Haare brachte.
„Du bist ein Idiot, Nara!"
„Mehr als du denkst.", kicherte Chouji und erntete einen empörten Blick von Shikamaru, doch ging er gar nicht erst darauf ein sondern schob sich eine weitere handvoll Chips in den Mund.
Langsam richtete Shikamaru sich auf und sah Neji tief in seine wolkigen Augen… warum hatte er eigentlich nie daran gedacht, einfach an wolkenlosen Tage stundenlang in diese Augen zu starren?
Eben jene verengten sich zu misstrauischen Schlitzen, als er derartig angeglubscht wurde und er fing an sich unbehaglich zu fühlen, da er erstens hörte, wie ihrer Freunde leiser geworden waren – er konnte ahnen das sämtliche Blicke neugierig auf ihnen lagen – und zweitens wusste er das Shikamaru meistens irgendwelche bescheuerten Ideen hatte, wenn er ihn so anstarrte.
„Wäre Schönheit Zeit, wärst du die Unendlichkeit.", hauchte Shikamaru ihm plötzlich entgegen und Neji hielt mit geweiteten Augen die Luft an.
Er hörte wie Ino losprustete – ein Beweiß dafür das diese dämlichen Sprüche alle nur von ihr sein konnten – und die Anderen waren vollkommen verstummt, so als würden sie auf seine Reaktion warten…
Nejis Augenbraue begann leicht zu zucken und er rümpfte abfällig die Nase, was sein aristokratisches Aussehen nur noch verstärkte, da nun auch die nötige Arroganz in seinem Gesicht lag.
Mit einem Schnauben richtete er sich auf und fauchte genervt: „Du kannst es echt nicht lassen, oder?", mit diesen Worten wandte er sich ab und wollte in Richtung Picknickkorb davon stapfen, doch das was er als nächstes hörte, ließ ihn mitten in der Bewegung erstarren
„Ich habe gerade bemerkt, dass du meiner nächsten Freundin ziemlich ähnlich siehst."

Es herrschte absolute Stille und Shikamaru registrierte genau in dieser Sekunde, dass er gerade einen fatalen Fehler gemacht hatte…
und er fluchte innerlich, als sein Stammhirn die Kontrolle wieder an ihn selbst abgab und er verzog mit einem leisen: „Verdammt!", seine Mundwinkel.
„Ähm… Du solltest abhauen…", murmelte Chouji als er sah wie um Nejis Byakuuganaugen langsam die Adern hervortraten, als Chakra an die Sehorgane geleitet wurde und er konnte Shikamaru deutlich schlucken hören.
Sofort machte der junge … in Lebensgefahr schwebende Nara einige Fingerzeichen und an seiner Stelle tauchte ein zurechtgeschnittener Holzstamm auf, als er mit einer puffenden Wolke im Nichts verschwand.
Doch er hatte keine Chance Nejis allsehenden Augen zu entkommen… Dafür müsste er sich schon einige Meilen von Konoha entfernt verstecken…

Ehe jemand noch etwas sagen konnte war auch Neji verschwunden und noch für einen kurzen Moment herrschte absolute Stille bis alle in hysterisches Lachen ausbrachen – außer Lee… Dieser war erst bleich geworden und hatte dann angefangen euphorisch etwas über Jugend herumzuschreien.

Als Chouji Shikamaru einen Tag später mit einem ziemlich gestressten Gesichtsausdruck, einem blauen Auge und einem gelähmten Arm wieder traf, konnte er nicht anders, als seinen besten Freund auszulachen.

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Diesesmal habe ich sogar einen "Soundtrack" den ich die ganze Zeit beim schreiben gehört habe:/watch?vVxCM9dellRs

Wort drei: mondän

Ich mag es wenn Neji elegant und anmutig ist deswegen habe ich mich auch sehr gefreut als Zipp mir das Wort gegeben hat.
Außerdem mag ich Shikamaru wenn er erstens besitzergreifend und zweites machohaft ist... Außerdem finde ich pickuplines einfach toll, nochdazu hatte sich Zipp gewünscht das Shikamaru mal ordentlich ablitzt. ;D Jyuuken in your face Shikamaru!!