Danke an ALLE die "For Lovers" lesen
Warum?
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Hermine verlagerte ihr Gewicht von einem Fuß auf den anderen und starrte ihre nackten Zehen an
Hermine verlagerte ihr Gewicht von einem Fuß auf den anderen und starrte ihre nackten Zehen an. Durch das Mondlicht, welches durch das Fenster im Flur schien, sahen ihre Beine milchig weiß aus, fast wie feines Porzellan. Es war mitten in der Nacht und sie stand in ihren Shorts und T-Shirt vor einer geschlossenen Türe. Ein Jeder schlief und wollte es sicherlich noch weiter tun. Es war einfach so absurd. Sie musste innerlich über sich selbst lachen. Es war ein sehr abschätzendes Lachen.
Was für ein egoistisches kleines Mädchen, zischte eine Stimme in ihrem Kopf.
Hermine atmete langsam aus und lockerte ihren Griff. Sie fuhr mit beiden Händen durch ihre Locken und hielt ihren Kopf fest und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, doch es war als wäre ein Schwarm Bienen in ihrem Kopf. Tausend Gedanken schossen wirr herum.
Es war als würde in ihrem Kopf der Kampf der Herminen stattfinden. Die eine Stimme schrie;
Du ekelhafter Egoist!! Glaubst du wirklich, dass er jeden einzelnen Gedanken nur an dich verschwendet?
Die andere Hermine- Stimme klang wie ein trotziges Kind das verzweifelt nach Ausreden suchte, um ihre Taten zu rechtfertigen;
Ich will nicht so selbstsüchtig handeln, aber es geht mir bei ihm besser.
Er hat vor kurzem erst einen Bruder verloren! Er verdient es, dass du ihn nicht mit deinen dummen Alpträumen nervst. Er will sicher nicht von einer neurotischen Nervensäge geweckt werden. Denk doch einmal an ihn nicht nur an dich.
Hermine biss sich auf die Lippe. Es machte auf bitterliche Sinn. Vor allem war es vernünftig, so zu handeln und schließlich war das einer der Eigenschaften die Hermine ausmachten. Vernünftig Handeln, obwohl es schwer schien. Doch sie musste endlich aufhören an sich zu denken und Rücksicht nehmen.
Sie drehte sich um, das Parkett knarrte unter ihren bloßen Füßen. Sie hatte kaum zwei Schritte getan als sie anhielt. Wen log sie hier eigentlich an?
Tief in ihren Brustkorb war ein Brennen zu spüren, ihr Herz schlug so rasant, das es Hermine vorkam als sei es angeschwollen und viel zu groß geworden als das es noch Platz in ihrem Körper hätte.
Sie war innerhalb einer Sekunde wieder an der Tür, ihre Hand an den Türknopf und bevor sie nachdenken konnte, drehte sich der Türknopf mit einem leisen Klick und sie stand in Ron's Zimmer.
Im Halbdunklen konnte Hermine sehen dass der Raum unaufgeräumt war. Sie war nicht überrascht, denn sie hatte nichts anderes von Ron erwartet. Überall lagen irgendwelche Kleidungsstücke, eine Socke auf der Sessellehne, T-Shirts am Boden, eine Hose lag auf dem kleinen Heizkörper und ein Kapuzenpullover baumelte von einer Stehlampe welche neben dem Schreibtisch stand. Ein Magazin lag am Boden und eine Tasse stand auf dem Fensterbrett, zweifellos mit Tee vom Vortag.
Ron lag bäuchlings in seinem Bett und atmete gleichmäßig, ein Bein war zugedeckt, das andere lag auf der Decke. Seine roten Haare waren zerzaust und verdeckten zum Teil eines seiner Augen. Seine Arme waren unter dem Kissen auf dem er lag vergraben.
Hermine schloss die Tür lautlos hinter sich und ging auf Zehenspitzen zu Ron's Bett. „Ron?" flüsterte sie, beugte sich zu seinem Ohr und strich sanft eine Strähne, seines Rostrotem Haar aus seinem Gesicht.
Ein dumpfes Grunzen war zu hören und Ron öffnete träge seine Augen.
Er blinzelte Hermine an und sagte nichts, rutsche nur etwas zur Seite und hob die weiße Decke. Genau so wortlos legte sich Hermine zu ihm unter die Decke, ihr Gesicht zu seinem gewendet. Sie strich sich ein paar Locken hinter ihr Ohr. Ron hatte seine Augen wieder geschlossen, gähnte herzhaft und er drehte sich auf die Seite sodass er Hermine zugerichtet war und nahm seine rechte Hand und umschloss ihre. Alles mit einer Selbstverständlichkeit die Hermine zum lächeln brachte und ihr Herz zum rasen.
Einige Haarsträhnen fielen ihm wieder in sein Gesicht, verdeckten seine Augen und kitzelten seine Nasenspitze, doch er machte keine Anstalten sie sich hinter die Ohren zu schieben.
„Schlecht geträumt?" murmelte er schließlich nach einigen Minuten und öffnete seine Augen und sah sie an, sein Daumen strich ihren Handrücken entlang.
Sie konnte nicht fassen das der Ron Weasley der jetzt neben ihr lag und der Ron Weasley, der nie in Geschichte der Zauberei aufpassen konnte, der als er sie verteidigen wollte Schnecken spucken musste und den sie schon so lange kannte, ein und der selbe waren. Es war als wäre so unendlich viel Zeit vergangen in der er gereift war und ihr nun schon so erwachsen vorkam.
„Etwas" flüsterte Hermine nickend, schmiegte ihre Wange an das Kissen und schloss ihre Augen.
Seine Füße berührten ihre.
„Du hast schon wieder kalte Füße." Sagte er und klemmte ihre kalten Füße zwischen seine warmen.
„Ich weiß…" flüsterte Hermine und man konnte am Klang ihrer Stimme erkennen, dass sie lächeln musste.
„Immer das selbe mit dir" witzelte Ron und dann fielen auch seine Augen wieder zu.
Warum? Warum??
Weil Ich halb, unfertig, unvollendet, unsicher… ohne ihn bin!
Ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass das ein sehr kurzes Kapitel war, aber es geht ja noch weiter ) !
Kapitel 4 ist schon geschrieben, muss aber noch bearbeitet und feingeschliffen werden.
Glaubt mir, das wollt ihr sicher nicht verpassen.
Schreibt mit fleißig Reviews und wenn ihr wollt das ich ihn Zukunft meine Playlisten dazuschreibe, bzw. die Songs aufliste zu denen ich das Kapitel geschrieben habe, schreibt das bitte zu den Reviews.
Cheers
xoxo Lea
