Kapitel
3:
Es war schon lange nach Mitternacht als Shannon in
Sayids Armen lag Sie dachte über den letzten Tag, die letzten
Wochen und ihr Leben vor dem Absturz nach.
So lag sie da, in
Sayids Armen und dachte über ihr Leben nach.
Ihr wurde klar
wie sehr sie Sayid liebte und was sie, seit sie hier war, alles
gelernt hatte. Sie war zu einem anderen, ihrer Meinung nach zu einem
besseren, Menschen geworden. Sie war jetzt viel dankbarer als früher.
Sie war dankbar für so viele Kleinigkeiten und vor allem, dass
sie noch lebte. Erst als sie heute Marc gesehen hatte war ihr wieder
klar geworden, wie schnell das Leben auf dieser Insel vorbei sein
konnte. Sie wollte die Zeit die ihr geschenkt wurde, die Zeit mit
Sayid, genießen. Mit diesem Gedanken vor Augen und einem
Lächeln auf den Lippen schlief sie ein.
Als Kate lange nach Mitternacht von der Besprechung mit Jin in ihr Zelt zurückkehrte war sie so müde dass sie am liebsten gleich eingeschlafen wäre, doch ihre Gedanken machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Sie spielte den Tag noch einmal im Kopf durch und ihre Gedanken bleiben an Jack hängen. ‚Wie er sie angesehen hatte als sie von der Jagd zurückgekommen war. Hatte er sich etwa Sorgen um sie gemacht? Hatte er Angst gehabt, dass ihr das Gleiche wie Marc passieren hätte können? Und wenn er sich Sorgen gemacht hat, warum? Hat er sich Sorgen gemacht, wie man sich um eine gute Freunde Sorgen macht, oder wie …' Bei dem Gedanken wurde ihr ganz heiß und sie versuchte ihn beiseite zu schieben, doch ganz wollte es ihr nicht gelingen. Wenn sie Morgen aufstand, würde sie Jack ihre heutige Entdeckung zeigen. Sie konnte den nächsten Morgen nicht erwarten, konnte sich aber nicht erklären warum. Oder wollte sie es nicht?
Jack hatte Marcs Verbände erneuert und sich dann neben dem Krankenlager hingelegt. Er konnte nicht schlafen und so machte er sich über den letzten Tag Gedanken. Er dachte an Kate und erinnerte sich an ihr Versprechen. Morgen würde sie ihm ihr Geheimnis verraten. Er war so aufgeregt wie ein kleines Kind vor seinem Geburtstag. Und nach kurzer Zeit fiel er dann in einen tiefen Schlaf und träumte von den letzten Tagen.
