FÜNFHUNDERT HITS!!!! Zur Feier des Tages, präsentiere ich hiermit das 4. Kapitel. Ich hoffe ihr habt damit genauso viel Spaß wie auch bei den letzten. Ein fettes Dankeschön geht an Ronsreallove, PumaPadfoot, die Lady, Marron-Kaetzchen, milkaQ, Nemea und LMA23! Ich danke euch für die lieben Reviews!!!!

Auch allen anderen Leser danke ich für die vielen Hits... das zeigt mir, dass diese Story tatsächlich gelesen wird, und das freut mich wirklich - wenn ihr euch jetzt auch noch ebenfalls durchringen könntet, ein kleines Feedback zu hinterlassen, dann wäre ich glücklich bis in die Ewigkeit °strahl° - jetzt aber genug gelabert: viel Spaß!


Rache ist Blutnougat – Lebkuchenherzen


Die nächsten zwei Tage waren anstrengend. Während ich verbotener Weise in dem verbotenen Buch aus der Historien Abteilung, welches eigentlich in die Verbotene Abteilung gehörte, nachforschte und eine Rache zusammensetzte, grübelte ich gleichzeitig über das Angebot Freds. Nicht das es ihn in irgendeiner Weise anging, was ich da über uns beide geträumt hatte, aber wenn Snape keinen kompletten Analyseaufsatz bekam, kam ich in Teufels Küche! Ich hatte nicht vor bis Weihnachten jeden Abend irgendeine Strafarbeit zu erfüllen, nur weil ich kein zufrieden stellendes Ergebnis vorzeigen konnte.

„Sag mal, Hermione, … was läuft da eigentlich zwischen dir und Fred Weasley? Stimm es, dass ihr schon seid Jahren eine heimliche Liebesbeziehung führt und er sich mit der Affäre mit Millicent dafür gerächt hat, dass du mit Crabbe geschlafen hast?"

Entrüstet starrte ich Lavender und Parvati an, die sich neben mich auf die große Couch vor dem Kamin gesetzt hatten.

„Ich soll mit Crabbe geschlafen haben?", fragte ich fassungslos und lachte vor lauter Absurdität laut auf. Doch Lavender verteilte nur ihr entwaffnendes Lächeln und warf sich die blonden Haare über den Rücken.

„Ja, weil ihn dein Furzkonzert in der Bibliothek so angeturnt hatte, hat er dich doch verführt!"

Ich hielt in meinem Lachen inne. Bitte was?

„Also ehrlich Lavender, wo du auch immer diese Gerüchte herhast, kein Wort davon ist jemals wirklich passiert. Inzwischen müsstest du mich ja wohl soweit kennen!"

„Aber dass du einen erotischen Traum von Fred hattest, kannst du nicht leugnen, das haben wir schließlich alle live mit erlebt", setzte nun auch Parvati an, was mich kurz den Atem anhalten ließ. Hatte man es etwa doch bemerkt? Nach Harrys Ausführungen, hätte ich auch von ihm angegriffen worden sein können. Aber den beiden schien die Wahrheit einleuchtender zu sein. Unglücklich. In meinem Gehirn fingen die Räder an zu rattern, wie ich mich da wieder raus winden sollte.

„Ähm… wenn ich euch jetzt sage, dass das ein ganz mieser Streich von Fred war und ich nichts damit zu tun habe, bzw. keine Schuld an dem Desaster trage, bin ich dann von diesem Kreuzverhör befreit?"

„…nein, ich denke nicht", grinste Lavender fies und schnappte sich ein Lebkuchenherz, welche zahlreich in einer Schüssel auf dem Tisch standen.

„Wir sind ganz Ohr, Hermione", grinste nun auch noch Parvati und lehnte sich entspannt zurück. Das konnte ja heiter werden!

Zwei Stunden später hatte ich endlich zwei Personen, die mich zwar nicht direkt unterstützten, aber immerhin für mich waren. Es hatte lange gedauert, bis ich meine beiden Zimmerkameradinnen komplett überzeugt hatte, aber nachdem ich auch das letzte Detail der letzten schrecklichen Wochen erzählt hatte, hatte ich sie endlich überzeugt.

„Und was willst du jetzt machen?", fragte Lavender neugierig und stieß mich damit auf mein eigentliches Problem. Genau, was sollte ich jetzt machen?

Am Donnerstagabend hatte ich endlich etwas, was man einen Plan nennen konnte. Eingeweiht hatte ich niemanden, denn niemand konnte mir in dieser Sache helfen. Dank des verbotenen Buches hatte ich endlich eine Idee, wie ich mich rächen konnte, für diesen Schmach, den Fred mir angetan hatte, doch ich brauchte eine ganz bestimmte Zutat, die sich nur in Professor Snapes Büro anfinden ließ und dafür brauchte ich eine überzeugenden, komplette Analyse. Ich hasste mich jetzt schon dafür.

„... Fred?"

„Mhh?"

„Ich hätte Lust auf einen Spaziergang…"

„Hermione, du spinnst."

„Du musst wissen, ob du mitkommen willst oder nicht, aber es könnte ein sehr informativer Spaziergang sein…" Ich ließ den Satz offen nachhallen. Es kam nichts zurück, so dass ich letztendlich doch gezwungen war, den Siebtklässler anzusehen und eine Antwort in seinen Augen zu suchen. Seine linke Augenbraue war hochgezogen und er sah mehr als interessiert aus.

„Ich hol nur kurz meinen Mantel", lenkte Fred ein und verschwand für nicht einmal eine Minute in seinen Schlafsaal, um dann komplett angezogen wieder im Gemeinschaftsraum zu erscheinen. Er trug zum Mantel einen rot-goldenen Gryffindor-Schal und eine bunte Pudelmütze.

„Wirklich schick…", sagte ich trocken und verließ dann den Gemeinschaftsraum, sicher wissend, dass er folgen würde.

Draußen war es wirklich erbarmungslos kalt, der Schnee war schon so hoch, dass ich teilweise knietief einsank. Aber es würde mir hoffentlich helfen, einen klaren Kopf zu behalten.

„Also", begann ich etwas zittrig, als wir schon fast den Weg bis zum See zurück gelegt hatten und Fred einen leicht ungeduldigen Eindruck machte. Seine rote Nase und der sichtbare Atem zeigte, dass auch ihm nicht ganz warm war. Noch nicht.

„… ich hatte ganz ehrlich überlegt, dir eine knallharte Lüge aufzutischen, ich hatte ne wirklich gute Geschichte zu Recht gelegt", setzte ich fort und suchte einen kurzen Seitenblick. Von wegen, ich hatte vor, ihn anzulügen. Wann hatte ich das geplant? Verwirrt über mein Mundwerk, das heute mal schneller war, als mein Gehirn, schüttelte ich kurz meinen Kopf. Fred beobachtete mich und schaute mich dabei so offen an, wie noch nie.

„Und was hat dich jetzt dazu bewegt, mir nicht diese knallharte Lüge aufzutischen?"

„Du würdest es merken. Und ich weiß ja nicht… vielleicht wärst du so abgebrüht und würdest Harry fragen, der kennt die Geschichte nämlich… wenn auch nicht wirklich detailreich…" Kannte er sie? Eigentlich ja nicht…

„Das muss wirklich die Geschichte des Jahres sein, wenn du da so ein Theater drum machst", grinste er frech und ließ sich auf einen eingeeisten Baumstamm plumpsen. Dann klopfte er neben sich und ich ließ mich fast schon automatisch nieder. Keine schlechte Idee. Sitzend wäre das Ganze noch ein Stückchen leichter.

„Ja, „Geschichte des Jahres" ist eigentlich eine ziemlich passende Umschreibung", stimmte ich zu und rieb die Hände aneinander. Ich hätte vielleicht mal an Handschuhe denken sollen.

„Beeilen solltest du dich aber trotzdem, sonst sind wir vor dem Ende der Geschichte hier angefroren", sagte Fred aufmuntern und nahm währenddessen geistesabwesend meine Hand und wärmte sie mit seiner. Meine Haut prickelte unter seinen Berührungen und ich musste einmal tief ausatmen, ehe ich zu erzählen begann. Das war nicht nur eine schwere Aufgabe, ich musste auch ganz dringend einen klaren Kopf dabei behalten.

„Also", wiederholte ich und lehnte meinen Kopf gegen seine Schulter. Seine Hände hielten immer noch meine und es wurde wirklich schwer mit der Konzentration.

„Dieser Tagtraum fühlte sich ziemlich real an, es war so, als ob ich es gerade wirklich erlebte. Ich hatte komplett vergessen, dass ich eigentlich im Unterricht saß und es Winter war. Denn in diesem Traum war es warm wie im Hochsommer und ich trug ein Schäferinnenkleid. So ein altmodisches, mit Rüschen und Schleifchen. Du warst auch auf der Wiese, wo übrigens kleine Lämmer herum sprangen."

„Und was hatte ich an?", fragte er gespannt und mit einem Hauch Belustigung in der Stimme.

„Du trugst ein kariertes Hemd und Lederhosen", kicherte ich und mir wurde erst nachhaltig bewusst, wie albern dieser Traum zu Anfang gewesen war. Außerdem schlichen sich immer detailreichere Erinnerungen ein und ich seufzte bei den Massen an Information, die ich noch weitergeben musste.

„Lederhosen. Alles klar. Du hast eine blühende Phantasie", lachte er leise und traf dabei ausnahmsweise mal den Nagel auf den Kopf,… sofern seine Behauptung stimmte, das der ganze Traum auf meinen eigenen Mist gewachsen sei. Wie ausgerechnet Fred sich da einschleichen konnte, war mir übrigens auch immer noch ein Rätsel.

„Ja…zumindest sind wir Hand in Hand über diese Weide voller Schafe gerannt und erst in einer kleinen Lichtung in einem Wald zum Stehen gekommen… Du wolltest mir dort was zeigen."

„So, so, wollte ich das."

„Ja. Wenig später kam ein kleines Kaninchen mit einer Rose zwischen den Zähnen angehoppelt und du hast von einem Friedensangebot erzählt."

Schon wieder lachte er und legte dabei einen seiner Arme um meine Schulter. Ich konnte sein After Shave riechen und ließ es diesmal lieber sein mit dem tiefen ein- und ausatmen, um meinen Verstand zu klären, das hätte sicherlich nur das Gegenteil bewirkt.

„Ja", flüsterte ich dann und drehte mein Gesicht zu seinem Ohr. Jetzt kam der komplizierte, viel zu schwierige Part. Ich musste das ganze absolut glaubhaft rüberbringen.

„Und weißt du, was dann passiert ist?" ich sprach so leise, dass ich es selbst kaum noch hörte. Fred drehte sein Gesicht zu mir und schaute mich intensiv an.

„Nein?"

„Du hast mich geküsst." Fred hielt kurz seinen Atem an und ich spürte trotz der dicken Mäntel, wie sich sein Herzschlag beschleunigte.

„Und du hast mich berührt." Langsam entzog ich mich seiner Hand, die meine beiden noch immer wärmend festhielt. Zögernd strich ich über seine Brust, seinen Bauch. Mit der anderen Hand zog ich Kreise über seinen Oberschenkel. Dabei ließ ich keinen Moment meinen Blick von ihm, und was ich da sah ging, wunderbar mit meinem Plan auf.

Sein Blick wandelte sich irgendwie. Zwar stockend und zögernd, aber er sah neugierig und gespannt aus. Er hatte den Arm von meiner Schulter genommen und mich auf seinen Schoß gezogen. Auch seine Hände gingen nun auf Wanderschaft, knöpften meinen Mantel auf. Es war gar nicht so schlimm, mir war plötzlich sehr warm.

„Und dann?" Seine Stimme war heiser und erstickt, weil er in meinen Nacken gesprochen hatte.

„Du hast mein Kleid aufgeknöpft, fast so, wie du es gerade mit meinen Mantel tust, nur schneller und ruckartig. Ich hatte keine Unterwäsche getragen." Plötzlich drückte etwas hartes gegen meinen Bauch und ich stellte errötend fest, dass meine Geschichte Fred noch viel mehr aufheizte, als ich es mir hatte ausmalen können.

„Und dann habe ich dein Hemd aufgeknöpft, deine Hose ausgezogen, und auch du trugst keine Unterbekleidung…" Ich unterdrückte verzweifelt ein Stöhnen, als er seine Zähne in meinen freigelegten Hals grub und sich all meine Härchen aufstellten, mir ein wohliger Schauer über den Rücken lief. Jetzt nur nicht die Kontrolle verlieren!

Genussvoll schloss ich die Augen und kämpfte um den letzten klaren Verstand. Als Fred Lippen meine streiften, gab ich fast auf. Es war ein wundervolles Gefühl auf ihm zu sitzen, ihn unter sich zu spüren, die Situation leiten und kontrollieren zu können.

Erschrocken riss ich meine Augen auf und erblickte einen vollkommen entspannten Fred, der meine Lippen liebkoste und so gar nicht war, wie ich ihn immer gesehen hatte. Ich löste mich von ihm.

„Was ist weiter passiert?", fragte er und schob seine Hand unter meinen dicken Kaschmirpullover. Seine Hand war erstaunlich warm.

„Du warst über mir. Und es fühlte sich wunderbar an", raunte ich in sein Ohr, biss mir verzweifelt auf die Lippen, auch noch die letzten zwei Minuten auszuhalten. „ich stöhnte deinen Namen und fühlte mich schwerelos…" Mein Atem setzte aus und ich genoss noch eine letzte Sekunde seine Umarmung und dieses unglaubliche Gefühl.

„Und dann…?"

„Dann hat mir Harry eine Ohrfeige verpasst und ich bin wieder aufgewacht", beendete ich meinen Erotikroman und stieg von Freds Schoß, der mich nur perplex anstarrte. Während ich noch Schal, Mantel und Pullover zu Recht rückte, fuhr er sich nur über seine Lippen und schaute mich weiterhin verwirrt an.

„Schau mich nicht so an, du hast doch wohl nicht wirklich geglaubt, dass es vorbei ist, oder? Ich hoffe, du hältst dein Versprechen und gibst mir nachher deine Analyse, sonst hex ich dich ins nächste Jahrhundert!" Damit stampfte ich zurück zum Schloss und schaute mich nicht noch ein einziges Mal um, auch wenn es mir wirklich schwer fiel. Sehr schwer.

Hoffentlich waren noch ein paar Lebkuchenherzen da, ich brauchte dringend etwas für meine Nerven – und gegen dieses Herzflattern. Mein Herz pochte so heftig gegen meine Brust, dass es direkt weh tat. Schmerzte es so wegen des schlechten Gewissens, oder weil ich es tatsächlich genossen hatte?


Was glaubt ihr? Weshalb pocht das Herz so? Schlechtes Gewissen? Freude? Ein Fluch? Kurz vorm Herzinfakt? Teilt mir eure Meinung mit °smile°