Hermines und Dracos Beziehung entwickelte sich blendend. Sie klebten nicht dauernd aneinander, mussten aber beide zugeben, dass sie sich vermissten, wenn sie nicht zusammen waren. Snape rief Hermine noch einmal zu sich.
„Miss Granger, ich denke, es war nicht mein Recht, Ihnen diese Fragen zu stellen." Hermine lächelte ihn freundlich an und befand, dass das die beste Entschuldigung war, die sie bekommen konnte. „Schon in Ordnung, Sir. Ich sagte Ihnen bereits, dass ich Ihre Fürsorge in einem gewissen Maß verstehe, aber lassen Sie Draco und mich doch einfach selbst aus unseren eventuellen Fehlern lernen. Ich denke, Sie werden der erste sein, der von jeder Entwicklung unserer Beziehung erfahren wird." Draco war ein verdammtes Waschweib. Er konnte keine Information für sich behalten und verbreitete sie so schnell, dass Hermine manchmal erstaunt war, wie er dies schaffte.
Snape nickte ihr zu und Hermine glaubte, ein Lächeln gesehen zu haben. Snape konnte sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen, Draco war wirklich ein Plappermaul. Nur wirklich wichtige Dinge, konnte er für sich behalten, ansonsten posaunte er alles heraus.
Hermine und Draco lernten täglich. Die letzten Prüfungen standen an und zwischen Ihnen war ein Wettstreit entbrannt, wer den besseren Abschluss hinlegen würde. Alle, die dies mitbekommen hatten, wetteten auf das Ergebnis. Die Entscheidung fiel den meisten schwer, denn Draco war wirklich gut im Unterricht. Er schaffte es sogar, in Verwandlung schneller sein Glas in einen Spatzen zu verwandeln, als Hermine. Diese gönnte ihm zwar seinen Erfolg, wollte aber keinesfalls weniger Punkte erreichen, als er.
Die Prüfungen begannen und die beiden lieferten sich ein erbittertes Duell. Pech war, dass sie ausgerechnet in Verteidigung, gegeneinander antreten mussten. Pech für die anderen. Die Flüche, die sie sich auf den Hals hetzten waren gnadenlos und wenn sie diese abwehrten, traf es oftmals einen Außenstehenden. Letztendlich kam es zu einem Unentschieden, denn die Prüfer hatten genug gesehen.
Harry war absolut erstaunt von Hermines Fähigkeiten. Er wusste, sie war gut, doch er glaubte nicht, dass er sich in einem Duell mit Malfoy so gut hätte schlagen können.
Alle waren völlig erschöpft, als sie abends in ihre Betten gingen. Hermine war jedoch so aufgeregt, dass sie ihre Freunde zu sich einlud. „Bitte, Granger. Tu mir das nicht an. Ich will heute Abend entspannen und nicht deine verrückten Freunde hier haben. Ich dachte, wir beide könnten uns miteinander beschäftigen!"
Hermine grinste ihn böse an. „Pah, du hast gnadenlos gegen deine eigene Freundin gekämpft. Ich glaube mein Arm wird nie wieder der selbe sein. Glaub bloß nicht, dass du von mir erwarten kannst, mit die ins Bett zu gehen!"
Draco schmollte. „Es war eine verdammte Prüfung. Hätte ich vielleicht sagen sollen,
´Sorry, aber gegen sie kann ich nicht antreten. Sie und ich wir sind ein Paar und wenn ich mich um ein gutes Ergebnis bemühe, dann wird sie ihre ganzen verdammten Freunde einladen und ich bleib auf der Strecke.` Ich denke nicht, dass das gut angekommen wäre."
Hermine gluckste. „Tja mein Schatz, du hast deine Entscheidung getroffen! Da heißt es wohl mal wieder selbst Hand anlegen." Draco erbleichte. „Das ist nicht dein Ernst!"
„Doch, eigentlich schon!"
„Na schön! Quäl mich halt. Aber, ich gehe davon aus, dass du dennoch bei mir schlafen wirst, oder?"
Hermine sah etwas irritiert aus. „Du willst, dass ich bei dir schlafe, obwohl ich keinen Sex mit dir haben will? Das ist neu!" Draco zuckte die Schultern. „Ich bin daran gewöhnt, dass du neben mir schläfst und ich befürchte, ich kann nicht ohne dich einschlafen. Verrat es niemandem, aber ich brauch dich zum Kuscheln."
Hermines Mund klappte auf. „Was bist du und was hast du mit meinem nymphomanischen Freund gemacht." Draco grinste und schloss sie in die Arme. „Der ist im Urlaub und kommt erst Morgen wieder."
Sie ließen sich, noch immer umarmend, auf die Couch fallen und warteten auf Harry, Ron und Ginny. „Ach ja, ich war so frei und hab Blaise gebeten zu kommen, ich hoffe das ist dir Recht."
„Sag mal, willst du eine Party veranstalten? Bist du nicht müde oder erschöpft?"
Hermine kuschelte sich enger an Draco. „Kein bisschen. Immerhin haben wir heute Freitag und die nächsten Prüfungen sind erst am Montag. Wir sind nur noch ungefähr eine Woche hier und das sollten wir ausnutzen."
Da stimmte er ihr zu. „Du, Draco, ich wurde eingeladen, auf den Abschlussball! Wer meinst du ist die bessere Wahl? Mclaggen, Theodore Nott, Seamus, Dean oder Ron?" Draco sah sie entrüstet an. „Das ist nicht dein Ernst! Wissen die nicht, dass ich da mir dir hingehe? Immerhin sind wir zusammen!" Hermine gluckste. „Bis jetzt hast du mich noch nicht gefragt und so läuft das nun mal bei einem Ball!"
Draco stöhnte. „Merlin, ich dachte, das wäre klar, aber bitte. Granger, geh mit mir zum Ball!"
Hermine verdrehte die Augen. „Wahnsinn! So will echt jede gefragt werden, ob sie die Begleitung für den wahrscheinlich wichtigsten Ball des Lebens sein will. Versuchen wir es doch einfach nochmal. So, dass es klingt, als wäre die Antwort überhaupt noch erforderlich, ja?" Draco grinste schief. „Na schön, also nochmal! Geliebte Hermine, wärest du so gnädig, meine Begleitung auf den Ball zu sein, der hier in einigen Tagen stattfindet? Ich wäre unglaublich froh, wenn du mich, deinen Freund und nicht den wahrscheinlich untalentiertesten Tänzer Hogwarts´ begleiten würdest."
Hermine schlug sich theatralisch die Hand aufs Herz. „Merlin, das kam jetzt so unerwartet? Lass mich einen Augenblick nachdenken..... Na schön, in Ordnung, ich gehe mit dir hin!"
Draco boxte sie in die Seite. „Hey, du verrückter Schlägertyp. Man vergreift sich nicht an Ladys und an mir auch nicht."
Draco grinste und zog sie wieder näher zu sich. Er lag mittlerweile ausgestreckt auf der Couch, mit dem Kopf auf der Lehne, während Hermine auf ihm drauflag. Er streichelte ihr über den Kopf und den Rücken und sie malte irgendwelche Zeichen auf seine Brust. So lagen sie da, bis sie einschliefen. Erst ein lautes Poltern ließ sie aufschrecken. „Gott Ron, du machst ein größeres Drama draus als Harry. Es passt einfach nicht mehr zwischen uns und da wird dein Gezeter auch nichts dran ändern. Er sieht das im übrigen genauso!"
Rons Stimme klang aufgeregt und Hermine fand das ziemlich nervig. „Ginny, ich finde es unfassbar, dass du dich von ihm getrennt hast. Grundlos! Ihr beide solltet doch heiraten."
Hermine grinste. Ron war wirklich niedlich. „Ronald! Ich bedaure es sehr, dass er nun nicht offiziell zur Familie gehört, aber wenn dir das so unglaublich wichtig ist, heirate du ihn doch! Ich empfinde Harry nun mal nur noch wie einen Bruder. Und ehrlich gesagt ist er ja auch irgendwie wie mein Bruder."
Harrys Stimme mischte sich ein. „Ich weiß, es geht mich nichts an, aber ich sehe das genau wie Ginny. Können wir jetzt reingehen? Hier im Flur ist es kalt."
Ron empfand das scheinbar anders. „Du hast meine Schwester entjungfert, verdammt nochmal! Du hast sie gefälligst zu ehelichen!"
Draco und Hermine fielen von der Couch vor Lachen.
Draco fasste sich als erstes wieder und lauschte wieder auf die Stimmen vor der Tür. Es herrschte betretenes Schweigen, dass erst Ginny wieder unterbrach. „Sorry Ron, aber wenn du deinen Schwager nach den Kriterien aussuchst, dann kommt Harry keinesfalls in Frage."
Hermine und Draco hockten auf dem Boden und waren gespannt, was als nächstes kam. „Was? Wie meinst du das?"
Hermine konnte sich die Szene draußen praktisch vorstellen. Harry der peinlich berührt auf den Boden starrt, Ron der verwirrt Ginny mustert und Ginny die genervt über so viel Dummheit die Augen verdreht.
„Merlin Ron, nun stell dich nicht dümmer, als du bist? Harry war nicht derjenige, der mich entjungfert hat." Hermine knabberte an ihren Nägeln. Wenn Ron das hörte, würde er einen Nervenzusammenbruch bekommen. „Wer war es?"
„Wieso willst du das wissen? Muss ich dann den heiraten? Ich glaube nicht, dass du das willst!" Stille!
„Sag schon, Ginny!"
„Gut, es war Zabini! Zufrieden?" Hermine sah völlig ernst zu Draco. „Merlin, Draco, weiß du, was das heißt?"
Er schüttelte amüsiert den Kopf. „Ich werde Harry heiraten müssen. Oh verdammt! Für Ginny wird das schwierig. Blaise müsste mindestens zehn Frauen heiraten und du erst. Tja, sorry Draco, aber das wars dann wohl!"
Draco grinste sie an. „Ich glaub, Weasley tickt nicht mehr ganz richtig. Ich meine, wenn er nach seiner eigenen Moral ginge, dann müsste er ja auch verlobt sein, oder?"
Hermine gluckste. „Nicht, wenn er nur berührte Mädchen hatte."
Draco schüttelte den Kopf. „Das widerspreche seiner Moral. Das Mädchen wäre doch dann mehr oder weniger verlobt. Es bleibt nur die Möglichkeit, dass er selbst noch...hahaha..Merlin, Weasley ist noch Jungfrau!"
Draco kugelte sich auf dem Boden. Er bekam sich gar nicht mehr ein und Hermine ließ den Besuch rein. „Hey Leute, beachtet Draco einfach nicht. Ich glaub, ich hab ihn bei unserem Duell härter getroffen, als gedacht!"
Augenblicklich verstummte Dracos Gelächter. „Egal, was die Prüfer sagen, ich war dir überlegen!"
„Weil ich mich zurückgehalten habe."
„Niemals."
„Willst du ne Revange? Ich glaube, du überschätzt dich maßlos."
„Niemals!"
„Oh, wie wortgewandt du heute wieder bist!"
Draco schmollte.
Es wurde ein witziger Abend, Ron schien die Ginny- Sache vergessen zu haben, erst als Blase kam, erinnerte er sich. Hermine konnte ihn gerade noch davon abhalten, sich eine Prügelei mit Blaise zu liefern. Sie gingen alle erst, als es bereits hell war und fielen erschöpft ins Bett.
Hermine war stolz auf Draco. Er war den ganzen Abend recht nett und so beschloss sie, es nicht nur beim Kuscheln zu belassen. Draco war natürlich hellauf begeistert von ihrem Plan. Sie stellten sich beide wenig geschickt an, während sie sich beide gegenseitig auszogen, da sie einiges getrunken hatten und bald wurde es Hermine zu bunt und sie entledigte sie beide per Magie ihrer Kleidung.
Am nächsten Morgen, oder eher Nachmittag, quälten sich die beiden aus dem Bett. Wenigstens probierten sie es, denn als Hermine es beinahe geschafft hatte, wurde sie von Draco zurückgezogen. Sie ergab sich ihrem Schicksal und kuschelte sich an ihn. Beide waren wieder eingeschlafen und erwachten erst gegen drei Uhr. Es entbrannte eine hitzige Diskussion zwischen den beiden. Hermine wollte unbedingt aufstehen und etwas essen gehen, während Draco nicht aus den Federn zu holen war.
„Wir können nicht den ganzen Tag im Bett bleiben! Ich hab Hunger!"
Draco grummelte. „Mir egal! Ich will den ganzen Tag im Bett bleiben! Unserer Wohnung ist der einzige Ort, an dem du bereit bist, mit mir rumzumachen!"
Hermine schubste ihn von der Matratze runter. „Wäre es dir lieber, wir würden an jeder Ecke eine halbe Stunde stehen bleiben, um uns gegenseitig die Zungen in den Hals zu stecken?"
„JA!"
Hermine seufzte. „Ach Draco, du bist wirklich ein sehr kranker Mann! Ich steh nun mal nicht darauf, in der Öffentlichkeit, Zärtlichkeiten auszutauschen!" Draco schmollte, rappelte sich jedoch auf. Hermine kam nicht umhin, seinen nackten Körper zu bewundern, den er ohne jede Scheu zur Schau stellte. „Dann geh wenigstens mit mir duschen, Granger!"
Seufzend folgte Hermine ihm ins Bad.
Eine Stunde später, machten sie sich endlich auf, in die Küche zu gehen, um etwas zu essen. Die Hauselfen freuten sich über ihren Besuch und bereiteten Unmengen an Essen für sie vor. Hermine und Draco genossen das viele Essen und die Hauselfen konnten nur erstaunt zusehen, wie die Massen an Essen reduziert wurden. Dies waren also die Ursachen, dass der Slytherin- und der Gryffindortisch so viel Essen benötigte.
Es war ein angenehmes Beisammensein. Und nicht nur der Samstag wurde so verbracht, auch am Sonntag taten sie nichts, außer Zeit miteinander zu verbringen. Sie hatten sich darauf geeinigt, nichts mehr für die Schule zu tun. Bisher hatte es ganz gut geklappt, doch am Sonntagabend änderte sich dieser Umstand. „Oh Merlin, Draco, was wenn ich in den letzten Tagen, alles vergessen habe, was für die Prüfungen Morgen und Übermorgen wichtig sein wird? Verdammt, wir hätten nicht auf der faulen Haut liegen dürfen, jetzt werde ich durchfallen und schlimmer, ich werde schlechter sein, als du! HA! Du hast das geplant! Du hast mich absichtlich dazu gebracht, nicht mehr zu wiederholen, damit du besser bist, als ich." Anklagend deutete sie auf Draco. „JA! Du hast mich durchschaut. Ich hab dich und gleichzeitig mich, abgelenkt, damit ich noch mehr Zeit zum Lernen hab und du nicht. Logisch, wirklich logisch. Und so was will einer der klügsten Köpfe unserer Zeit sein."
Hermine seufzte. Es war wirklich Unsinn, was sie da von sich gegeben hatte. Noch dazu schien es Draco verletzt zu haben und das war nicht ihre Absicht gewesen. „Draco?"
„Hm?"
„Sorry! Ich bin vielleicht manchmal ein klitzekleines bisschen hysterisch."
Draco grummelte. „Aber nur manchmal!"
„Komm, du darfst mich küssen und dann gehen wir schlafen, um für die Prüfungen fit zu sein. Einverstanden?"
„Vielleicht will ich dich aber gar nicht küssen!"
Hermine zog einen Schmollmund und ließ ihre Unterlippe leicht zittern. Es sah aus, als würde sie jeden Augenblick in Tränen ausbrechen. „Vielleicht aber doch! Nein, ganz sicher will ich dich küssen." Schnell war Draco bei Hermine und küsste sie. Hermine grinste in den Kuss hinein, was von Draco natürlich nicht unbemerkt blieb. „Granger, du bist der durchtriebenste Mensch, den ich kenne! Was hast du dem sprechenden Hut geboten, dass er dich nicht nach Slytherin gesteckt hat?"
Hermine schmunzelte. „Ich hab ihm gedroht, allen zu sagen, er wäre nur Lederimitat und nicht echt!" Draco zog sie wieder in einen Kuss. Sie lösten sich erst nach gefühlten Stunden und gingen ins Bett. Ausnahmsweise, taten sie wirklich nichts anderes, außer zu kuscheln.
Die beiden letzten Prüfungstage verliefen zwar anstrengend, aber gut. Alle fieberten dem Freitag entgegen, an dem sie ihre Ergebnisse bei der Zeremonie erhalten sollten. (Gott sei Dank bin ich der Autor und kann bis zum Freitag vorspulen)
Der Freitag kam schnell ( Oh Wunder!)
Die Aufregung der Abschlussklasse war gigantisch und am Abend war jeder gespannt, welche Ergebnisse er erzielt hatte.
Es gab insgesamt zwölf UTZ´s zu erreichen. Anders als bei den ZAG´s bekam man diese jedoch nicht pro bestandenes Fach, sondern musste eine bestimmte Anzahl von Punkten erreichen, um einen UTZ zu bekommen.
Gezählt wurde dabei in hunderter Schritten. Bei hundert Punkten gab es also einen UTZ, bei zweihundert zwei UTZ´s usw. Die Höchstpunktzahl konnte jedoch die tausendzweihundert übersteigen, da es möglich war, Zusatzpunkte zu erhalten.
Die Abschlusszeremonie fand nach dem Abendessen statt und nur für den Abschlussjahrgang zugelassen. Dumbledore stand vor dem Lehrertisch und hielt seine Rede. „Liebe Abschlussklasse! Es fällt mir, wie in jedem Jahr, schwer, so hervorragende Individuen gehen zu lassen.
Dieser Jahrgang war ein ganz besonderer. Mehr noch, als jeder andere, waren einige unter euch an den Auswirkungen des Krieges beteiligt. Ihr habt euch wacker geschlagen und ich möchte euch gratulieren, wie wundervoll ihr dieses Jahr gemeistert habt.
Es haben sich Freundschaften geschlossen, die wohl niemand erwartet hatte." Er zwinkerte Hermine und Draco zu, die ausnahmsweise händchenhaltend beieinander saßen. Es gab bei dieser Zeremonie keine Haustische. Viele, lange Reihen Stühle waren aufgestellt worden, von denen die Schüler zu Dumbledore blickten. „Ich bin stolz, euch allen eure Zeugnisse überreichen zu dürfen! Ich bitte zuerst auf die Bühne mit einem nicht zu verachtenden Ergebnis von neun Utz´s und einer Punktzahl von 956, Hannah Abbot." Hannah ging zur Bühne und nahm ihr Zeugnis entgegen. Dumbledore schien sich kein bisschen an eine Reihenfolge zu halten, denn die Schüler wurden kreuz und quer auf die Bühne gebeten. Es gab zwar durchaus schlechte Ergebnisse, doch kein Schüler war durchgefallen, als Ron auf die Bühne gebeten wurde.
Hermine drückte die Daumen für ihn. Sie hatte Ron geholfen, wo sie konnte und hoffte, dass er wenigstens einigermaßen gut durchgekommen war. „Mister Weasley, herzlichen Glückwunsch. Kein nächster Merlin, aber durchaus nett! 912 Punkte, daraus folgt: neun UTZ´s."
Hermine und Harry brachen in Freudenschreie aus. So ein gutes Ergebnis hatte niemand von ihm erwartet. Etwas betäubt ging er zurück auf seinen Platz neben Harry. Dieser schloss ihn in eine feste Umarmung und schob ihn dann weiter zu Hermine. „Wahnsinn Ron, das ist ein hervorragendes Ergebnis! Ich freu mich so für dich." Hermines Worte waren kaum zu verstehen, da sie Ron um den Hals gefallen war und nur in seine Robe nuschelte.
Draco wurde die Umarmung langsam zu innig. „Ja, ja, Weasley ist doch nicht ganz zu bekloppt, wie alle dachten, könntest du jetzt meine Freundin los lassen, du Genie?!!"
Alle, die das gehört hatten, brachen in Gelächter aus. Das ein Draco Malfoy eifersüchtig werden konnte, war ein wirkliches Wunder! Noch dazu, dass er dies ganz offen zeigte.
Als sie sich von ihm entfernte, hielt sie noch kurz nahe seinem Ohr inne. „Mal sehen, was er dazu sagt!" Mit diesen Worten drückte sie Ron einen Kuss auf die Wange und ließ sich unschuldig lächelnd neben Draco nieder. Diese knurrte vor sich hin. „Granger! Hör auf hier alle abzuknutschen! Deine Lippen gehören nur mir, klar soweit?!!!"
Selbst Snape konnte nicht verhindern, dass seine Mundwinkel zuckten.
Dumbledore fuhr nun mit funkelnden Augen fort. „Nun, wenden wir uns von diesem Interessanten Schauspiel ab, um einem weiterem Menschen das Papier für seine Zukunft in die Hände zu legen. Es war gewiss nicht immer leicht, sich auf die Schule zu konzentrieren und gleichzeitig dem Schicksal entgegen zu treten, doch möchte ich Mister Harry Potter gratulieren, der dies mit Bravour gemeistert hat. Mit einer erstaunlichen Punktzahl von 1111, erreichte Mister Potter ganze elf UTZ´s." Die Schüler brachen in Applaus aus und jeder, der es schaffte, schüttelte Harry die Hand. Hermine nahm ihn in den Arm und gab auch ihm einen Kuss auf die Wange, was Draco nur mit einem bösen Blick und einem tiefen Knurren kommentierte.
Harry holte sich sein Zeugnis ab und schüttelte einem strahlenden Dumbledore die Hand.
Es waren nun alle Schüler vorne gewesen, bis auf Hermine und Draco. Insgeheim verfluchte Draco Dumbledore. Er genoss es ja, in der Öffentlichkeit mit Hermine Händchen zu halten, wirklich, doch sie zerquetschte ihm die Hand und er war sich nicht sicher, ob er gerne mit nur einer Hand leben wollte. Mit zweien funktionierte es einfach besser!
Draco versuchte sich von dem Schmerz abzulenken und dachte daran, dass er Blaise dringend noch mal gratulieren musste. Er hatte immerhin zwölf UTZ´s erreicht und das war eine tolle Leistung. Blaise war sein bester Freund und sobald Draco sein Zeugnis hatte, würde er zweifelsfrei, eine Verabredung mit seinem Freund treffen, bei dem sie ihren Abschluss ordentlich feiern würden.
„Wir sind nun am Höhepunkt der heutigen Verleihung angelangt. Selten habe ich die Ehre, so hervorragende Ergebnisse bekannt zu geben. Noch seltener sind gleich zwei auf einmal. Ich möchte also unsere beiden Schulsprecher zu mir bitten. Miss Hermine Jane Granger und Mister Draco Abraxas Malfoy."
Hermine fing leise an zu kichern und Draco fragte sich, wie sie in so einem Moment lachen konnte. „Du heißt Abraxas?"
Ihre Mine wurde plötzlich ernst, als sie die gesamte Information verarbeitet hatte. „Oh Merlin! Wir haben bestanden Draco!" Dieser verdrehte die Augen. „Wer hätte das gedacht?"
Immer noch Hand in Hand gingen sie nach vorne zu Dumbledore, wobei Draco hinter Hermine hergezerrt wurde.
„Mit jeweils zwölf UTZ´s erreichen diese beiden das beste Ergebnis seit einem Vierteljahrhundert. Herzlichen Glückwunsch!"
Es herrschte Stille in der großen Halle. Noch immer war nicht klar, wer von beiden das bessere Ergebnis erzielt hatte und es war eine Menge Wetteinsatz im Spiel. Selbst die Lehrer schienen erwartungsvoll auf Dumbledore zu sehen, der den beiden Schülern ihre Zeugnisse aushändigte.
Hermine und Draco sahen auf ihre Pergamente und sahen anschließend sich an. Sie grinsten und schlenderten zu ihren Plätzen. „Nun spuckt schon aus, wer war besser?!"
Draco sah Hermine fragend an. Sie nickte und er richtete das Wort an die ganze Halle. „Wir beide! 1398 Punkte!" Erstauntes Schweigen durchzog die Halle. „Das gibt's nicht! Das heißt, wir haben alle verloren!"
Ron schüttelte fassungslos den Kopf. Hermine lächelte ihn aufmunternd an. „So kannst du das nicht sagen, Ronald, immerhin haben Draco und ich hervorragende Zeugnisse und niemand ist durchgefallen!"
Draco mischte sich wieder ein. „Vergiss nicht, dass wir richtig gewettet haben, Liebes!" Hermine schlug ihm auf den Arm. „Klappe Malfoy, das muntert, doch niemanden auf!"
„Doch mich!"
„Warum solltes du aufgemuntert werden müssen?"
„Du hast meine Hand auf dem Gewissen, jetzt kann ich mir endlich eine neue leisten."
Das Geplänkel der beiden lockerte die Stimmung in der Halle wieder auf. Dracos letzter Kommentar war so überflüssig, dass wirklich jeder grinste, selbst Ron. Der Malfoy- Sprössling konnte sich wahrscheinlich auch ohne Wettgewinn eine Million neuer Hände leisten.
Nachdem alle ihre Ergebnisse hatten, verabschiedete sich Dumbledore von ihnen und wünschte eine gute Nacht.
Der Abschlussball sollte am nächsten Abend stattfinden und am Sonntag war die Abreise mit dem Hogwartsexpress.
Hermine war todmüde. Während Dumbledore seine letzten Worte an alle richtete, war sie an Dracos Schuler eingenickt. Seufzend nahm Draco sie auf den Arm und trug sie in ihren Turm. Mit einem Zauber steckte sie in ihrem Schlafanzug, mit dem komischen, fetten Kater und legte sie in ihr Bett. Draco zog sich bis auf die Boxershorts aus, legte sich neben sie, schlang seine Arme um ihre Hüfte und zog sie näher zu sich.
Er war unglaublich müde, aber schlafen konnte er nicht. Er hatte zwar gesagt, er mache sich über die Zukunft keine Gedanken, doch die Zukunft startete in knapp zwei Tagen. Wollte Hermine nach Hogwarts auch noch mit ihm zusammen wohnen? Das war eigentlich momentan die wichtigste Frage überhaupt.
Mit einem unguten Gefühl im Magen, schlief er endlich ein.
Der nächste Morgen kam für Draco viel zu früh. „Steh auf Draco, steh auf! Heute ist der Abschlussball!" Draco zog sich die Decke über den Kopf. Hermine zog sie ihm gleich wieder weg. „Verdammt Granger! Er bekloppte Ball ist heute Abend und nicht jetzt. Lass mich schlafen, du Girly." Hermine ließ sich nicht beirren und hüpfte auf Draco herum. „Komm schon Draco, das ist der letzte Tag, den wir hier sind. Morgen fahren wir nach Hause und werden vielleicht nie wieder herkommen." Draco hinderte sie am weiterhüpfen und hielt sie einfach fest. „In spätestens fünfzehn Jahren kannst du ja mal vorbei schauen." Hermine runzelte die Stirn. „Wieso?" Draco verdrehte die Augen. „Und du sollst angeblich genau so schlau sein, wie ich. Das ich nicht lache! Wenn wir einmal Kinder haben, dann werden wir sie natürlich hierher begleiten, um den Lehrern klar zu machen, mit wem sie es zu tun bekommen!"
Hermine grinste. „Meinst du nicht, unsere Kinder werden durch den Namen Malfoy gezeichnet sein? Da wird ein Besuch unnötig, oder?"
Draco seufzte theatralisch. „Da sieht man es mal wieder, du hast keine Ahnung. Wir müssen doch deutlich machen, dass wir für unser Kind da sind. Ich schätze, eine Mischung aus unseren Genen, wird mehrere Besuche nötig machen. Mein Vater war verdammt oft hier, weil ich irgendwas angestellt habe und so viel ich gehört habe, bist du auch in einige Schandtaten verwickelt gewesen. Ich sag nur Baumschlangenhaut."
Hermine erblasste. „Woher..?"
„Mein Onkel ist nicht doof! Er dachte erst, dass Potter dahinter steckt, aber nachdem er sich die Erinnerung noch einmal angesehen hat, von dem Tag an dem der Diebstahl stattgefunden haben musste, da hat er feststellen können, dass du plötzlich verschwunden warst und nicht Potter."
Hermine kicherte. „Das Jahr war echt witzig! Nein, eigentlich doch nicht! Ich endete als Katze, wurde versteinert und die Prüfungen sind ausgefallen. Ein echt beschissenes Jahr."
Draco kämpfte sich aus dem Bett und zog Hermine mit sich. „Also, kleine Diebin. Was wollen wir heute machen? Onkel Sev hat uns gebeten, bevor wir abreisen nochmal vorbeizusehen. Wir können es aber auch auf Morgen früh verschieben und heute nach Hogsmead gehen. Oder wir gehen schwimmen. Ich vermisse deinen Anblick im Bikini!"
Hermine entschied sich dafür, alles zu tun, außer den Besuch bei Snape.
Sie gingen zuerst frühstücken. Hermine und Draco schaufelten das Essen schnell hinter und machten sich dann auf den Weg zum See. Anfangs waren sie noch allein und sonnten sich, doch nach einer halben Stunde gesellten sich Blaise, Ginny, Ron und Harry zu ihnen. Draco fragte sich, wieso Blaise bei ihnen war, verdrängte den Gedanken aber wieder, um sich weiter die Sonne auf sein Gesicht scheinen zu lassen.
„Nein, verdammt, ich werde euch verfluchen. Ihr werdet nicht mehr wissen, wo oben und unten ist, wenn ich an meinen Zauberstab komme." Dracos öffnete die Augen, um den Grund für Hermines Drohungen zu sehen.
Harry und Ron hatten, die sich wehrende Hermine, zu zweit vom Boden aufgehoben und trugen sie Richtung See. Draco fand das zwar sehr lustig, ihm passte allerdings nicht, wie die beiden ledigen Jungs seine wunderschöne, heiße Freundin begrabschten.
„Das ist der Grund, warum wir dich nicht an deinen Zauberstab lassen, Mine. Wir wollen nur dein bestes! Und keine Sorge, auch dein geliebter Draco- Spatz, wird sich gleich zu uns gesellen." Harry, der Hermines Beine hielt und Ron, der sie unter den Armen gegriffen hatte, begannen sie, wie eine Hängematte hin und her zu schaukeln. Mit einem Schrei und einem lauten Platsch landete sie im Wasser.
„Okay Zabini, jetzt bist du dran."
Draco, der das Treiben mit verfolgt hatte, um sicher zu stellen, dass Weasleys Hände nicht versehentlich verrutschten, erhob sich plötzlich in die Luft und befand sich Sekunden später ebenfalls im Wasser.
Wütend tauchte er auf und sah neben sich eine klitschnasse Hermine. Merlin, sie sah aus, wie eine wunderschöne Rachegöttin. Sie funkelte zornig Richtung ihrer Freunde und das T –Shirt, welches sie sich kurz zuvor angezogen hatte, weil ihr kühl geworden war, zeichnete ihre Kurven und besonders ihre Brüste ab. „Accio Zauberstab!"
Ihr Zauberstab flog von ihrer Decke in ihre Hand. Harry und Ron sahen sich ängstlich an und versteckten sich hinter einem Baum. „Kein Baum der Welt kann euch jetzt noch retten, ihr kleinen, widerwärtigen Kröten. Rubetae metamorphosis!"
Der Zauber traf leider nur Ron, doch Draco fand, dass dies auf jeden Fall ein Anfang war. Hermine erhob erneut ihren Stab und richtete ihn auf Harry, der lachend am Seeufer entlang sprintete. Draco überlegte, dass Potter wirklich Mut hatte. Wenn er Hermine so wütend gemacht hätte, würde er ganz sicher nicht mehr lachen. Er hoffte nur, dass sie zufrieden damit wäre, Potter und Weasley verhext zu haben und nicht auch noch ihn angriff, weil er ihr nicht geholfen hatte.
„Hey Granger, erklär mir, wie du das mit der stablosen Magie gemacht hast!"
Draco wusste, dass das so ziemlich der einzige Weg war, Hermine zu beruhigen. Sie konnte nicht anders, als ihm zu erklären, wie das funktionierte und er war dankbar dafür.
Tatsächlich beruhigte sie sich wieder. „Du musst dir einen Fokus suchen, auf den du dich konzentrierst. Allerdings ist das ziemlich gefährlich, weil du die Magie aus dir selbst und nicht aus der magischen Essenz deines Zauberstabs beziehst und ...hey, du hast mich abgelenkt! Das ist nicht fair. Ich wollte Harry gerade in einen Hamster verwandeln und dich in ein Frettchen."
Draco grinste. „Ein anderes Mal. Es ist unser letzter Tag, also verwandle Weasley wieder zurück, aber zieh dir was Trockenes an oder dein Shirt aus. Ich kann dir nicht versprechen, dass ich mich beherrschen kann, wenn du so aussiehst und ich will nicht, dass Potter, Weasley und Blaise dich so sehen. Die starren sich sowieso schon genug an."
Hermine runzelte die Stirn. „Draco? Kann es sein, dass du in letzter Zeit ganz schön eifersüchtig bist? So kenn ich dich ja gar nicht."
Draco versuchte möglichst unschuldig zu wirken. Ihm war das ja selbst schon aufgefallen und auch er kannte diesen Zug nicht an sich. Er mochte es einfach nicht, dass Hermine mit anderen Männern sprach. Vor allem nicht mit attraktiven. Egal, was er auch behauptete, Blaise und Potter waren Mädchenschwärme. Weasley reichte zwar bei weitem nicht an ihn, Blaise oder auch Potter heran, schlecht sah er aber auch nicht aus.
„Ich weiß nicht, was du meinst!"
„Komm schon Draco. Damals bei Dean im Unterricht, da hast du ihm ein Tintenfass überm Kopf entleert. Du bist eifersüchtig!" Hermine klang nicht entsetzt oder verärgert, eher amüsiert. Draco entschied sich dafür, ihr ehrlich zu sagen, wie er empfand. Er stand zwar nicht auf diesen Gefühlsquatsch, aber so etwas ließ sich nicht totschweigen. „Ja, okay, du hast Recht. Aber kannst du es mir verdenken? Du hast fast nur männliche Freunde, du bist wunderhübsch, du bist klug und du hast kein Problem damit, dich halbnackt vor Potter zu zeigen, mit dem du, wie ich anmerken möchte, Sex hattest. Es lässt sich einfach nicht vermeiden, dass ich eifersüchtig bin. Wenn auch nur ein kleines bisschen."
Hermine sah lächelnd zu Draco und küsste ihn dann leidenschaftlich. „Das war nett und verstörend! Ich hätte nie gedacht, dass du dir so viele Gedanke darum machen würdest. Tut mir leid. Nein, doch nicht! Du musst in Zukunft damit klarkommen, dass ich so mit Harry und Ron umgehe, sie sind ebenso meine Familie, wie es meine Eltern, Maria, Alfred, die Weasleys oder auch Toby sind."
Draco lächelte. „Ich habe nie verlangt, dass du das änderst, ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, dass es durchaus berechtigt ist, dass ich mal eifersüchtig bin."
„Okay, ich gestatte es dir!"
„Oh, vielen Dank, wie gnädig von dir!" Hermine schwamm zum Ufer und wickelte sich sofort in ein Handtuch ein. Draco schwamm noch eine Weile herum und dachte über das Gesagte nach. Sie hatten heute schon zweimal über die Zukunft gesprochen, auch wenn es vielleicht nur so dahin gesponnen war, hatte Hermine dennoch über eine Zukunft gesprochen.
Er musste einfach ganz dringend mit ihr darüber reden, wie es nach Hogwarts weiterging. Er gab es nicht gerne zu, aber er fürchtete sich davor, dass sie ihn verlassen würde, wenn sie Hogwarts verließen. Merlin, was war denn nur los mit ihm. Er hatte tatsächlich gedacht, dass es auch andere gutaussehende Männer außer ihm gab, die da draußen in der bösen Welt lauerten. So ein Unfug!
Draco verließ das Wasser und fand einen hässlichen rötlichen Frosch vor, der auf dem Boden hockte und Hermine anquakte. Blaise und Harry kringelten sich auf dem Boden, während Ginny desinteressiert in der Sonne lag. „Was ist denn hier los? Hast du Weasley immer noch nicht zurückverwandelt?"
Hermine schüttelte den Kopf. „Ich finde, so ist er viel niedlicher. Lass ihn uns in ein Terrarium in unsere Wohnung stellen, ja? Vielleicht kann er uns zukünftig das Wetter anzeigen, wenn wir ihm eine kleine Leiter da rein stellen."
Draco gluckste. Das war eine tolle Idee. Mit Weasley eine gemeinsame Wohnung teilen.. hatte sie gerade von einer zukünftig gemeinsamen Wohnung gesprochen? „Komm schon, lass ihn nicht ewig da unten kriechen, vielleicht bekommt er nen bleibenden Schaden und dann wird es noch schwieriger, die Leute davon zu überzeugen, dass er neun UTZ´s geschafft hat."
Hermine sah Draco tadelnd und belustigt zu gleich an. „Das war nicht nett!"
„Stimmt! Aber verdammt attraktiv und klug und sexy uns sportlich und begehrt und toll und brillant und ..."
„Okay, ich verwandle ihn zurück, aber sei still. Ich kenne deine Meinung über dich und möchte sie mir nicht nochmal anhören müssen. Außerdem müssen wir gleich los, wenn wir noch nach Hogsmead wollen. Ich hab Geld und will es ausgeben! Finite incantatem." Die Kröte verwandelte sich wieder in Ron zurück und sah Hermine vorwurfsvoll an. „Das war nicht nett! Harry hat gar nichts abbekommen und ich war mal wieder der Sündenbock!"
Hermine tätschelte seinen Kopf. „Keine Sorge, auch Harry wird büßen." Draco nahm Hermine bei der Hand und verpackte ihre Decken und Handtücher mit einem Schlenker seines Zauberstabs. „Komm, mein kleiner Rachengel, lass uns Geld ausgeben gehen! Ich hab Hunger, wir sollten auch was essen!" Von Hermine erntete er laute Zustimmung. „JA! ESSEN!"
Der Tag in Hogsmead war angenehm gewesen und Hermine und Draco hatten beinahe die Zeit vergessen. Beide mussten sich noch für den Ball fertig machen.
„Merlin Granger, du wirst ja wohl keine drei Stunden brauchen, um dich fertig zu machen. Du siehst auch so ganz nett aus."
Hermine rannte durch die Schulsprecherwohnung und suchte irgendwelche Sachen zusammen. „Das ist zwar nicht das, was ein Mädchen hören will, aber ich nehms als Kompliment. Ich will dir im übrigen sagen, dass es vor dem Abschlussball so üblich ist, dass die Frau ewig braucht, um sich fertig zu machen. Eigentlich brauch ich maximal eine Stunde, aber das ist einfach nicht das selbe."
„Du bist verrückt Granger!"
„Weiß ich!"
Hermine hatte die drei Stunde hauptsächlich mit reden zugebracht und wäre fast nicht fertig geworden. Fünf vor acht schickte sie Draco ins Foyer, damit er dort auf sie warten konnte. Hermine fand das total cool, während Draco sich zwischen Genervtheit und Erheiterung nicht entscheiden konnte.
As Hermine aber die Treppe runterkam, befand er, es war eine tolle Idee gewesen. Sie sah wunderschön aus. Ihr Kleid war aus grünem Satin und allein deshalb sah sie seiner Meinung nach klasse aus. Dazu kam noch der Schnitt des Kleides, Ihr Haar und die ganze Hermine und Draco war hin und weg. Das Kleid lag verdammt eng an. Das Oberteil bestand aus einer engen, trägerlosen Corsage, die Hermines Vorzüge hervorragend zur Geltung brachte, der Rockteil fiel in einer Schleppe nach unten und Draco musste sich beherrschen, sie nicht einfach wieder mit in sein Zimmer zu schleppen.
Hermine schritt langsam die Treppe hinab. Ihr einziger Gedanke war: Bitte nicht stolpern, bitte nicht stolpern.
Als sie die letzte Stufe erreicht hatte und schon erleichtert aufatmete, verfing sich ihr Absatz in der Schleppe und sie stolperte. Draco war mit einem Satz bei ihr und fing sie auf.
„Du brauchst einfach die Action in deinem Leben, oder?" Draco grinste. Sie war einfach so hermine, wie sie so ungeschickt in seine Arme gefallen war, er konnte einfach nicht anders, als sie zu lieben.
„Ups!" Draco lachte. Widerwillig entließ er sie aus seinen Armen, nur um sie anschließend eng an sich zu ziehen und ihr besitzergreifend den Arm um die Hüfte zu legen.
Dumbledore eröffnete den Ball und wünschte allen viel Spaß und Erfolg bei der Verwirklichung ihrer Träume. Draco hatte gar nicht die Chance, Hermine um einen Tanz zu bitten, denn gleich als sie reinkamen, stürmte Neville auf sie zu und bat Hermine darum mit ihm zu tanzen. Hermine sah Draco fragend an, aber was hätte er denn tun sollen. Er war sich sicher, sie würde es nicht mögen, so besitzend behandelt zu werden. „Longbottom, ich warne dich, wenn ich meine Freundin nicht unversehrt wiederkriege, kill ich dich!" Seiner Meinung nach hatte dieser Bengel in letzter Zeit viel zu viel Selbstvertrauen bekommen. „Klar Malfoy, aber glaub mir, wenn Hermine meine Tanzfähigkeiten mit deinen vergleicht, wird das sehr unschön für dich!"
Grinsend zog er eine nicht minder grinsende Hermine mit sich.
Natürlich war das nicht genug. Es schien, als wolle ganz Hogwarts mit ihr tanzen. Blaise, Potter und Weasley waren schon schlimm genug, aber dass Snape sie um einen Tanz bat, passte ihm ganz und gar nicht.
Hermine war es ein wenig unangenehm, mit Snape zu tanzen. Er sah ja nicht schlecht aus und war auch ein toller Tänzer, aber er war ihr Professor und so viel Nähe war einfach unangenehm. „Gratulation, Miss Granger, Sie haben einen wirklich guten Abschluss erreicht."
„Danke, Sir! Darf ich fragen, für wen Sie gewettet haben?"
„Für Sie! Draco ist zwar sehr klug und Ihnen keinesfalls unterlegen, doch dachte ich ehrlich gesagt, Sie würden ihn in Zaubertränke schlagen. Wobei ich zugeben muss, dass ich mir sicher war, Sie würden im Duellieren unterliegen. Draco hat bei mir gelernt und ich dachte nicht, dass es jemanden gibt, der ihm das Wasser reichen kann."
Schleimte er sich gerade bei ihr ein? Was für ein komischer Mann. „Ja, durchaus verständlich, doch waren wir alle im Krieg keine unbekannten Menschen und es wäre verheerend gewesen, sich nicht richtig duellieren zu können. Während des Krieges übten Harry und ich häufig und trieben uns gegenseitig an."
Snape nickte. „Ich weiß, wir hatten keinen leichten Start Miss Granger, doch da Sie und Draco nicht den Anschein erwecken, die Verbindung zwischen ihnen zu lösen, möchte ich mich... entschuldigen."
Hermine fiel die Kinnlade herunter. „Ähm... schon gut."
Wieder nickte er. „Bevor ich Sie nun endlich wieder zu Ihrem Freund lasse, der uns mit Argusaugen beobachtet, möchte ich Sie noch eines fragen und hoffe, damit nicht zu weit zu gehen: Was werden Sie beide nach Hogwarts tun?"
Hermine lächelte. „Keine Ahnung, Sir. Ich hätte nichts dagegen, weiterhin mit Draco eine Wohnung zu teilen, aber erstens werden wir wohl beide studieren und auf Universitäten sind gemischte Zimmer selten und zweitens hat er, trotz meiner vielen Andeutungen, nicht den Eindruck erweckt, dass er dies ebenfalls in Erwägung zieht."
Snapes Mundwinkel zuckten. „Wieso schlagen Sie dies nicht vor?"
„Sir, ich möchte nicht, dass er mich als anhänglich empfindet. Er soll selbst entscheiden, ob er das will."
„Sehr freundlich von Ihnen." Sie schwiegen, bis der Tanz vorbei war. Snape rauschte davon und Draco trat schmollend an ihre Seite. „Darf ich jetzt endlich auch mal?"
Hermine fing an zu lachen. „Haha.. du klingst, wie ein dreijähriger, dem man sein Spielzeug vorenthält." Draco grummelte und ergriff ihre Hand. Es war ein langsames Lied und Hermine genoss es mehr, als mit all den anderen. „Hermine?"
„Draco?"
Draco konnte es nicht mehr für sich behalten. Sie so nah bei sich zu haben, sie zu sehen, wie sie sich vertrauensvoll an ihn schmiegte, die Augen geschlossen. Er musste wieder daran denken, wie sie so hermine like die Treppe herunter gestolpert war. „Ich liebe dich."
Hermine versteifte sich in seinen Armen.
Hatte er das wirklich gerade gesagt? Was sollte sie jetzt tun?
Völlig verzweifelt löste sie sich von Draco und rannte aus der Halle. Draco war am Boden zerstört. Einmal zeigte er seine Gefühle und dann so was. Hermine war eines der besten Dinge, die er in seinem Leben bekommen hatte und jetzt war sie weg. Sie liebte ihn nicht, ansonsten wäre sie nicht weggelaufen.
Die vielen Blicke, die ihn verfolgten nicht beachtend, verließ er schnellen Schrittes die große Halle. Was sollte es bringen, Hermine zu suchen? Nichts! Er ging in sein Zimmer und schmiss sich auf sein Bett.
War es ein Fehler gewesen, ihr so plötzlich seine Liebe zu gestehen? Nein! Wenn sie ihn jetzt nicht liebte, dann würde sie das auch zu keinem anderen Zeitpunkt tun. Er versuchte seine Emotionen zurückzudrängen, ihnen keine Chance lassen, ihn verwundbar zu machen. Sein Vater hatte Recht gehabt. Gefühle waren was für Idioten und Versager. Er war weder das eine, noch das andere. Er war ein Malfoy!
Hermine rannte nach draußen in den Garten, vorbei an den knutschenden Pärchen, zu denen auch sie heute hatte zählen wollen. Wieso hatte er das gesagt? Sie waren sich doch einig gewesen, noch nicht zu wissen, was sie fühlten. Allerdings war das bereits einige Wochen und Monate her. Sie hatte nicht geahnt, dass Draco ihre Beziehung so ernst war. Sie wusste einfach nicht, ob sie ihn liebte oder nicht, aber irgendwie hatte er ja Recht. Sie waren an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem sie Entscheidungen treffen und sich über einiges klar werden mussten.
Liebte sie ihn? Sie wog die Argumente ab. Dachte nach, analysierte und dachte wieder nach. Sie fühlte anders als bei Harry und Ron, aber er war mindestens genauso wichtig, wie sie und all die anderen Menschen, bei denen sie eich sicher war, dass sie sie liebte. Aber war das das Gleiche, wie DIE Liebe? Die Liebe, die alles böse besiegte, die lebenswichtig und allgegenwärtig war?
Sie schrak auf, als sie eine Bewegung hinter sich wahrnahm. Sie zückte ihren Zauberstab und richtete ihn auf die Kehle ihres Hintermannes. „Miss Granger, auch wenn Sie die Freundin meines Patensohnes sind, gibt Ihnen das nicht das Recht, einen Lehrkörper und schon gar nicht mich, mit Ihrem Zauberstab zu bedrohen."
Hermine wirkte verschreckt. Ihr kämpferischer, entschlossener Blick, wich einem verzweifeltem. „Verzeihen Sie Professor. Eine alte Gewohnheit. Es ist nicht ratsam, sich einer ausgebildeten Kämpferin in den Weg zu stellen, wenn gleich, es keine anerkannte Ausbildung war."
Snape lächelte spöttisch. „Ausgebildet von den letzten zwei Rumtreibern zählt wohl tatsächlich nicht zu einer anerkannten Ausbildung. (Sirius lebt in meiner Story, genau wie Lupin). Können Sie mir erklären, warum Sie hier draußen sind? Allein!"
Hermine richtete ihren Blick auf den Boden. „Es gab da ein paar unerwartete Dinge, die Draco äußerte."
Snape seufzte. „Ein paar Informationen mehr, wären angebracht, Miss Granger." Hermine funkelte ihn wütend an. „Es geht Sie eigentlich nichts an, Sir. Außerdem bin ich es gewohnt, Ihnen nur die wichtigsten Dinge kurz und bündig mitzuteilen, da Sie an einer genaueren Ausführung meist nicht interessiert zu sein scheinen."
Snape grinste wieder. „Wohl war, aber heute mache ich einmal eine Ausnahme. Also, was .. was bedrückt Sie?"
Hermine seufzte. Was machte es schon, ihm das alles zu erzählen. Er würde sie ja vielleicht verstehen. Er schien auch nicht gerade leichtfertig mit Gefühlen umzugehen. „Haben Sie jemals geliebt, Sir?"
Snape war ein wenig verwirrt. „Haben Sie Draco Ihre Liebe gestanden und er hat es Ihnen nicht gleichgetan, Miss Granger?"
Sie schüttelte den Kopf. „Das tut nichts zur Sache. Bitte beantworten Sie mir diese Frage, auch wenn Sie sehr intim ist."
„Ja, ich habe geliebt. Ich denke, Ihre Frage bezieht sich auf die Liebe zwischen Mann und Frau, dann ja, ich habe geliebt."
Hermine sah ihn ungläubig an. Er hatte geliebt? Wen und vor allem schien diese Liebe nicht unbedingt eine glückliche zu sein. Hermine beherrschte sich. Das ging sie nichts an, sie wollte andere Dinge wissen. „Wie.. also woher wussten Sie, dass es so eine Liebe war? Ich kann einfach nicht unterscheiden, ob es die selbe Liebe ist, wie bei Harry und Ron, oder ob sie anders ist. Seit unserem Gespräch habe ich darüber nachgedacht und versucht mir darüber klar zu werden, was ich für Draco empfinde, aber es ist so verdammt schwierig. Ich wünschte, es gäbe eine Anleitung, die ich auswendig lernen könnte."
Sie schwieg. „Miss Granger..."
„Hermine"
"Bitte?"
"Nennen Sie mich Hermine. Ich bin nicht mehr Ihre Schülerin und ein solches Gespräch macht diese Förmlichkeit lächerlich."
„Nun gut! Hermine, Sie müssen Ihren Kopf ausschalten. Gefühle sind so ziemlich das einzige im Leben, das nicht mit dem Kopf analysiert werden kann.
Ich habe es versucht und bin gescheitert. Es ist sicherlich ungewöhnlich, etwas derartiges von mir zu hören, doch ich bitte Sie, fühlen Sie mit Ihrem erstaunlich großen Herzen und nicht mit Ihrem Kopf.
Sie selbst sagten mir, Sie hätten Draco nicht mit sich zu Ihren Eltern genommen, wenn Sie für ihn nichts empfänden. Versuchen Sie sich fallen zu lassen."
Mehr sagte er nicht. Er nickte ihr ein letztes Mal zu und verschwand wieder. Hermine ließ sich ins Gras fallen. Also! Fühlen! Was fühlte sie, wenn sie an Draco dachte? Freude, Wärme, Geborgenheit , Aufregung. Noch etwas, was sie nicht definieren sollte, aber das sollte sie ja auch nicht.
Sie versuchte sich in die vielen Stunden zurück zu versetzen, die sie mit Draco verbracht hatte und kam zu dem selben Ergebnis. Unweigerlich schloss sie die Augen und dachte an ihr Gespräch über Kinder. Es hatte sich toll angefühlt, sich vorzustellen, mit Draco zusammen zu leben und Kinder mit ihm zu haben. Bisher dachte sie immer, sie wolle keine Kinder, doch bei dieser Vorstellung hatte es ihr anders als sonst nicht den Magen umgedreht. Es schmerzte, wenn sie daran dachte, dass sie nun vielleicht nicht mehr zusammen sein würden, dass sie sich nicht mehr jeden Tag sehen, miteinander sprechen, berühren würden.
„Verdammt! Ich liebe diesen arroganten Trottel!"
Sie stürmte zurück ins Schloss, hoch in den Turm, durch das Wohnzimmer zu Dracos Zimmer. Sie klopfte nicht an und wollte einfach hinein stürmen, doch seine Tür war verschlossen. „Draco, lass mich bitte rein."
Er reagierte nicht. Warum sollte er auch? Was wollte sie ihm denn sagen? Dass es ihr leid tat, aber sie nicht das selbe für ihn empfand, wie er für sie? Das musste er nicht hören.
Hermine war am verzweifeln. Sie wollte jetzt mit ihm reden! Sofort! Doch er reagierte nicht mal. Kurzerhand zog sie ihren Zauberstab. „Bombarda!" Das Schloss explodierte und die Tür gleich mit, doch das war unwichtig. Wichtig war Draco. „Bitte Draco, es tut mir leid!"
Sie musste erst mal erklären, um was es ihr ging, bevor sie ihn mit ihren Gefühlen überfiel. „Schon okay, Granger. Die Tür lässt sich mit einem kleinen Reparo wieder hinbiegen. Ich verstehe allerdings nicht, was das soll? Hast du nichts anderes zu tun, als mich zu belästigen?"
Hermine sog die Luft ein. So kalt und emotionslos war er seit Monaten nicht mehr gewesen. „Ich meinte nicht die Tür!"
„Was dann? Das du mich dazu gebracht hast, meine Gefühle zu offenbaren? Mich zum Idioten gemacht hast? Was tut dir leid, Hermine?"
Hermine schluckte. Eine Träne lief ihre Wange hinunter. „Es tut mir leid, dass ich uns den Abend verdorben hab. Es tut mir leid, dass wir nicht ein einziges Lied zuende getanzt haben. Es tut mir leid, dass wir nicht knutschend im Rosengarten sitzen, in dem Snape uns dann erwischt." Sie schluckte. „Es tut mir so leid, dass ich einfach weggelaufen bin, wie ein feiger Hund!"
Draco hatte sich noch immer nicht aus seiner liegenden Position bequemt. „Oh nein. Ich hoffe das verletzt nicht deine Gryffindorehre, dass du dich dieser furchtbaren Sache nicht gestellt hast. Ich wollte wirklich keine Probleme verursachen." Seine Stimme triefte vor Hohn und Sarkasmus. Hermine fuhr fort. „Es tut mir leid, dass ich so dumm war und dir nicht gesagt habe, was ich fühle." Sie ging zu seinem Bett und beugte sich über ihn, so dass er gezwungen war, ihr in die Augen zu sehen. „Ich liebe dich, Draco. Du bist eines der besten Dinge meines Lebens. Der wichtigste Mensch. Ich liebe di.." Draco hatte ihre Handgelenke gepackt und sie auf den Rücken geworfen. Er presste seine Lippen hart auf ihre und drang grob in ihren Mund ein.
Atemlos lösten sie sich voneinander. „Sag mir, dass du das nicht nur aus Mitleid und Pflichtgefühl gesagt hast!"
Hermine zog ihn wieder in einen leidenschaftlichen Kuss. „Ich liebe dich! Ich liebe dich so sehr. Ich hatte unglaubliche Angst, dass du mich nicht mehr wolltest, dass ich dich nicht mehr jeden Tag sehe und spüre!"
Draco küsste sie erneut! Merlin, er war so froh, so glücklich und gleichzeitig verzweifelt. Beinahe hatte er sie verloren. Seine große Liebe!
Wie besessen, zogen und zerrten sie gegenseitig an ihrer Kleidung. Es war kein zärtlicher Akt. Pure Verzweiflung, Angst, Liebe und Leidenschaft, beherrschten sie. Hermine klammerte sich an Draco, als dieser mit einem Stoß in sie eindrang. Es war, als wären sie ewig getrennt gewesen, als Draco sich in ihr befand. Hermine stöhnte laut auf. Draco musste sich so sehr beherrschen, nicht wie verrückt in sie zu hämmern, doch wirklich gelang es ihm nicht. Nie zuvor war es so intensiv gewesen. Draco stieß immer wieder hart zu und brachte Hermine nah an die Extase. Sie stieß mit ihrer Hüfte zurück und gegenseitig brachten sie sich laut stöhnend zum Orgasmus. „Ich liebe dich Hermine!"
„Ich liebe dich, Draco!"
Sie kuschelten sich schwer atmend aneinander und ließen sich die ganze Nacht nicht los.
