Da standen sie nun und schauten in die dunkle Nacht. Wie fast immer war es ganz anders gekommen als geplant.
Als sie gelandet waren, nahm Hermine an, dass etwas mit der Apparation schief gegangen war, aber dann sah Severus sie an.
„Wir sind nicht auf dem Montmartre?"
Er schüttelte den Kopf.
„Nein. Kommst du trotzdem mit mir?"
„Natürlich."
Sie griff nach seiner Hand und folgte ihm durch die dunklen Gassen. Nur ein paar Laternen erleuchteten den Weg.
Allein hätte sie sich vielleicht gefürchtet, aber mit ihm an ihrer Seite …. Und so fragte sie ihn auch nicht als er sie in eine alte Kirche führte. Natürlich nicht eine Kirche, wie Hermine sie kannte, aber es war einmal eine Kirche gewesen.
Severus legte ihr einen Finger auf den Mund.
„Frag nicht's. Du wirst es gleich sehen."
Sie nickte.
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Er hatte genau gewusst, dass der Moment in dem er mit Hermine das alte, fast zerfallende Gebäude betrat, alles verändern würde.
Und genau das wollte er. Sein Leben ändern. Und er hoffte, dass Hermine seine Handlungsweise gut hies.
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Hermine saß auf dem Bett und wartete.
„Hi, da bist du."
„Ja, da bin ich. Und was nun ?"
„Kommst du zu mir ?"
Severus ging lächelnd auf sie zu und als er vor dem Bett stand zog er Hermine zu sich hoch.
„Besser ?"
Sie nickte.
„Willst du mich küssen ?"
„Ja."
Und er küsste sie nicht nur. So ganz nebenbei begann er sie und sich auszuziehen.
Nicht dass Hermine etwas dagegen hatte.
„Wow, du weißt genau was du willst, oder ?"
Statt einer Antwort drängte er sie auf's Bett zurück.
„Hast du etwas dagegen ?"
„Nein."
„Du fühlst dich so wunderbar an. Und du riechst so gut. Hey, lachst du etwa ?"
„Ein wenig. Du bist so süß."
„Süß? Ein Mann ist nicht süß. Ich bin nicht süß. So etwas sagt man nicht zu mir."
„Ach wirklich. Was willst du dagegen tun ?"
Er sah sie nur an und Hermine wusste die Antwort.
Er würde ihr beweisen, dass er alles andere als süß war.
Minutenspäter hatte Severus sie mit seiner Leidenschaft eingefangen. Sie hörte auf zu denken und fühlte nur noch. Seinen Mund auf ihrem Körper, seine Hände auf ihren Brüsten und zwischen ihren Beinen.
Und dann endlich war er ihn ihr und sie bewegten sich wie beim Tanzen. Vollkommen synchron.
Nie hatte Severus empfunden was er mit Hermine fühlte. Sie war wunderbar und ihr Körper passte perfekt zu seinem. Zuerst bewegte er sich ganz vorsichtig in ihr, aber als sie ihn ins Ohr flüsterte, dass sie nicht aus Glas sei und was er mit ihr machen sollte, da verlor er die letzte Kontrolle über sich.
Beider Bewegungen wurden immer schneller und als zu gemeinsam den Höhepunkt erreichten, starrten sie sich voller Verwunderung an.
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Als Hermine am Morgen aufwachte, blickte sie in Severus Augen.
„Hallo, hast du gut geschlafen ?"
Er schüttelte den Kopf.
Ihre gute Stimmung war schlagartig vorbei.
„Hey, so war das nicht gemeint. Ich wollte nicht schlafen. Ich habe dich die ganze Zeit angesehen. Denn ich wollte sehen wie du deine wunderschönen Augen öffnest und mich so ansiehst wie gestern Nacht."
„Und?", fragte Hermine atemlos.
„Du siehst mich noch genauso an. Deshalb muss ich mir wohl keine Sorgen machen und kann dir sagen wie sehr ich dich liebe. Liebst du mich auch ?"
Hermine konnte nur nicken.
Er lachte und küsste sie leicht.
„Miss Granger ist sprachlos. Ein historischer Augenblick."
Der Zustand dauerte allerdings nicht lange an.
„Hey, werde nicht frech. Sonst …"
„Sonst was ?"
Severus beugte sich über seine Frau.
„Nichts. Ich liebe dich auch. Nur dich. Und ich verspreche, dass wird sich nie ändern."
