Kapitel: 04 – Neue Eindrücke
Severus ging mit Lupin im Schlepptau in seine Räume, der sich dort fasziniert um sah und leicht lächelte.
„Na, die wissen scheinbar, was einem Snape gebührt!"
Severus sah ihn an, ein Lächeln umspielte kaum merklich seine Mundwinkel und er hob gekonnt eine Augenbraue.
„Sieh´
dich ruhig um und räum deine Sachen ins Bad und ins
Schlafzimmer."
Remus tat wie ihm geheißen und sah Severus
nachdenklich an. „Vielen Dank, Severus … ich bin dir was
schuldig."
Severus sah ihn überrascht an.
„Quatsch! Lass´ es gut sein, Lupin! Musst du zu dem Vortrag, der gleich beginnt?"
Wenn nicht, lass ich ihn auch ausfallen. Sonst habe ich wieder nicht die Zeit mit ihm zu reden. ´
Remus legt den Kopf leicht schief und sah Severus nachdenklich an. Schließlich sagte er: „Ja, ich muss zu jedem Vortrag hier, so wie ich das verstanden habe, In der Vollmondnacht sind die Vorträge extra auf die Nachtstunden verschoben worden."
Severus seufzte auf." Na gut, dann lass´ uns gehen!"
In der besagten Nacht halt ich auch meinen Vortrag. ´
Remus ging hinter Severus her und trennt sich an der Bühne von ihm, um hinter dem Vorhang auf seinen Auftritt zu warten.
Severus betrat den Saal und setzte sich dieses Mal in die vorderste Reihe.
Vielleicht hilft es ihm, wenn er mich sieht … Seit wann habe ich eigentlich Mitleid mit Lupin?´
Severus schüttelte leicht verwirrt den Kopf, um seine Gedanken zu vertreiben.
Remus seufzte als er wieder auf die Bühne geschoben wurde. In diesem Vortrag wurde das Gebiss durchgenommen. Ihm krampfte sich beim bloßen Gedanken, was nun wieder kommen würde, der Magen zusammen.
Als hätten sie noch nie Zähne gesehen. ´
Severus sah zu Remus die Bühne hinauf und lächelte ihm leicht zu, was bei ihm, der nie lächelte, sicher merkwürdig aussah.
Eigentlich erzählen die mir hier nichts Neues. Ich habe mich die letzten drei Jahre so intensiv mit dem Thema rund um die Werwölfe auseinander gesetzt, dass ich mühelos jeden der Vorträge hätte halten können.´
Remus erblickte Severus in der ersten Reihe und sah dass dieser ihm zulächelte. Irgendwie war das ungewohnt, doch es stand ihm eigentlich recht gut.
Er sollte öfter lächeln! ´
Remus grinste unsicher zurück. Dann konzentrierte er sich auf die junge Frau vor ihm, die ihm mit einem Schwung ihres Zauberstabs dazu veranlasste, den Mund zu öffnen.
Man ist das lächerlich. Das sind erwachsene Menschen? Die lieben scheinbar Doktorspielchen. ´
Bei dem Gedanken musste er glucksen, so dass er sich fast verschluckt hätte.
Severus hielt sich die Hand an die Stirn.
Als ob man da einen Unterschied zum anderen Menschen sehen könnte. Er hat das Wolfsgebiss doch nur in der verwandelten Form ihr Deppen! Der Arme, was soll der Quatsch nur? ´
Endlich war es Remus vergönnt den Mund zu schließen um sich den schmerzenden Kiefer zu massieren. Er fragt sich im Stillen voll Ironie, was die Menge geglaubt hatte dadurch zu lernen. Scheinbar, dass seine Zähne etwas schärfer als ihre eigenen zu sein schienen.
Remus rollte mit den Augen, schüttelt den Kopf, während er von der Bühne hupste und zu Severus hinüber ging.
Severus schüttelte ebenfalls seinen Kopf.
„Die machen hier einen Mist. Wie auf dem Jahrmarkt! Den Mist hätten die sich sparen können. Das war gerade völlig ineffizient!"
Remus lächelt ihm nur leicht zu, während Severus zu ihm sprach. „Komm mit, für Heute sind keine Vorträge mehr angesetzt."
Remus seufzte erleichtert und sah ihn leicht grinsend an.
„Na dann, ich hab´ schon wieder Hunger!"
Leise murmelnd setzte er noch hinzu: „Jetzt weiß hier auch jeder, mit was ich mein Essen zerkleinere."
Gemeinsam verließen sie den Saal und gingen auf Severus Zimmer. Dort angekommen griff Severus nach dem Hexenphon und bestellte etwas beim Zimmerservice für sie beide.
„Der Vortrag hatte sich ganz schön gezogen. Es wird schon langsam Zeit fürs Abendessen."
Remus beobachtete wie Severus beim Zimmerservice das Abendessen für sie bestellte und sah ihn unschlüssig an.
Was er jetzt wohl vor hat? ´
Severus wandte sich ihm zu. „Ich geh´ mal unter die Dusche. Mach´ dem Zimmermädchen die Tür auf, wenn sie das Essen bringt."
Remus nickte zustimmend und setzte sich vorsichtig hin.
Na hoffentlich rennt das Zimmermädchen nicht gleich weg, wenn es mich sieht. ´
Severus ging ins Bad, während Remus ihm nach sah.
Severus kann sehr nett sein … ob er einen bestimmten Grund dafür hat?´
Unter der Dusche ließ Severus das heiße Wasser über seinen Körper fließen und dachte über die Situation nach, in die er da geschlittert war.
Lupin hier bei mir … ob das überhaupt gut ging…? ´
Ein wenig später kam er frisch geduscht und in einem schwarzen Seidenkimono gehüllt aus dem Bad.
„Ist das Essen noch nicht gebracht worden? Das Bad ist jetzt frei, wenn du dich frisch machen willst." Severus stand im Raum und trocknete seine Haare ab.
Mit großen Augen betrachtete Remus den Anderen.
Verdammt steht ihm das gut … Oh Merlin …´
Bei diesem Gedanken überzog eine leichte Röte seine Wangen.
„Ähm … nein… ich muss noch nicht ins Bad."
In diesem Moment klopfte es an die Zimmertür. Remus sprang auf, dankte der Fügung des Schicksals für die Ablenkung und sagte zu Severus: "Ich geh´ schon öffnen!"
Er eilte zur Tür, öffnete und ließ das Zimmermädchen ein.
Das Mädchen sah ihn entsetzt an und hätte fast auch fast wirklich das Essen fallen lassen, hätte Remus es ihr nicht sofort aus den Händen genommen und sich mit einem artigen Lächeln bei ihr bedankt.
