Titel: Meet my parents – a magical Christmas night

Disclaimer: Nix unsers; alles J.K. Rowlings… leider…

Autoren: Nily & fanjana

Kategorie: Romanze und wahrscheinlich auch ein bisschen Humor! =)

Pairing: Harry/Draco

Raiting: P12/P16

Inhalt: Harry und Draco geraten aufgrund eines Unfalles in die Zeit ihrer Eltern: Ins 7. Jahr von Lily, Severus, Narcissa, Lucius und den Rumtreibern. Dass dies gerade zur Weihnachtszeit geschieht, hilft nicht gerade die Gemüter zu beruhigen…

Hey Leute.... °um die Ecke guck°

Es tut uns soooooooooooo Leid!!!!!!!! Wir haben total vergessen die letzten Chaps auch hier auf reinzustellen... Auf ist die komplette Story schon seit dem 24.12 zu lesen, aber irgendwie sind wir total drüber weggekommen, die letzten beiden Chaps auch hier hoch zu laden...

An dieser Stelle vielen Dank an zissy, die uns glücklicherweise gerade darauf aufmerksam gemacht hat.

Wir waren Beide wirklich total überrascht, als wir gesehen haben, dass hier auf noch ein paar Chaps fehlen... :(

Sooooo, und jetzt wollen wir euch die letzten beiden Kapitel nicht noch länger vorenthalten!!!! Viel Spaß beim Lesen!!!!!!!!!!! :D :D :D

Kapitel 3

Draco Malfoy vs. Todesser

Dracos POV

Der Slytherin stand vor dem zwei Meter großen Spiegel in seinem Zimmer und betrachtete sein Spiegelbild gedankenverloren. Mondschein fiel durch das kleine Fenster und ließ seine Haut noch fahler und blasser erscheinen.

Seine grauen Augen blickten starr in ihre Ebenbilder. Dracos Haare standen wirr um seinen Kopf ab und sein Hemd war verrutscht.

Er sah traurig aus. Irgendetwas beschäftigte den Blonden.

Er ballte die Fäuste.

Draco hatte einfach keine Lust mehr. Keine Nerven, keine Kraft.

Und er hatte Hunger. Aber er hatte die Brote ja diesem bescheuerten Gryffindor hingestellt!

Warum hatte er so etwas Verrücktes getan? Er hatte seine Ehre gerade verpuffen lassen! Einfach so!

Und doch, trotz all seiner Wut, spürte er, dass es richtig gewesen war.

Draco stützte sich gegen den Spiegel, atmete schwer dagegen, sodass er beschlug, und ließ sich zu Boden fallen. Durcheinander und vollkommen neben sich schlief der Slytherin ein.

Seine Träume waren wirr und quälten ihn. In einem sperrte Potter ihn mit drei Muggeln in ein Haus und nahm ihm seinen Zauberstab ab, in einem anderen lachte Dumbledore über ihn und verheiratete ihn mit Potter!

Potter, Potter, Potter!!!

Draco schreckte hoch.

Sonnenlicht wärmte seine Wangen.

Na super! Warum zur Hölle ist mein Zimmer so unordentlich?, war der erste Gedanke den er fassen konnte. Nur schwer erinnerte er sich an den Abend zuvor, an dem er seine komplette Zimmereinrichtung zerlegt hatte. Wegen Potter.

„ES REICHT!"

Es durfte doch einfach nicht wahr sein, dass sich all seine Gedanken nur um diesen Schwarzhaarigen drehten!

Wenn er daran dachte, ihm heute unter die Augen treten zu müssen, zog sich alles in ihm zusammen.

Okay, beruhig dich Draco! Du wirst sonst noch so bekloppt wie ... wie... Potter?

MAN! Nicht schon wieder! Er hatte erneut einen Gedanken an den Gryffindor verschwendet!

Draco rappelte sich auf. Seinem Arm ging es erstaunlich gut, er spürte nur ein leichtes Stechen, als er sich beim Aufstehen darauf stützte.

Ich habe keine Lust hier aufzuräumen. Ich habe einfach nur Hunger und ich werde diesen... diesen... ICH-WEIß-SCHON-WEN ignorieren!

Draco wandte sich dem Spiegel zu und zupfte sein Hemd zurecht. Seine Haare waren im Moment nicht zu retten, sie standen in alle Richtungen ab. Beinahe hätte Draco wieder einen Vergleich mit jemand GEWISSEM durch seine Gedanken rauschen gehört, doch er verdrängte die Vorstellung von Potters immer so abstehenden Haaren schlichtweg.

Draco verließ sein Zimmer, versuchte sich einigermaßen gute Laune zu machen indem er dem Portrait einen guten Morgen wünschte, und machte sich auf in die Große Halle.

.oOÖOo.

„Aaaah! Wunderbar! Mr. ... Ferret! Würden Sie bitte zu mir heraufkommen? Ich war gerade dabei Sie und Mr. Whippersnapper vorzustellen!", tönte Dumbledores verzauberte Stimme ihm wie ein Windstoß entgegen, und Dracos Mine verfinsterte sich um mindestens drei Nuancen.

Potter lächelte ihm unsicher entgegen.

Doch trotz Dracos antrainieter Hartherzigkeit konnte der geborene Slytherin die Erleichterung über Potters Lächeln nicht verhindern. Potter war hier schließlich der einzige außer seinem irren Schulleiter, der wusste was geschehen war.

In diesem Augenblick, indem Draco in Potters grinsendes Gesicht blickte, fasste er den Entschluss sich irgendwie mit dem Schwarzhaarigen gut zustellen um so schnell wie möglich zurück in die Realität zu kommen.

Dann würde er nichts mehr mit Potter zu tun haben müssen!

Und dieses Elend hier wäre beendet!

Draco nahm sich ein Herz und lächelte Potter versteinert entgegen.

Doch es schien Potter irgendwie zu verwirren, dass Draco zurück grinste.

Hallo? Du bist hier nicht der einzige der lächeln darf!!!, schnaubte Draco innerlich und stapfte mit seinem eingefrorenen Grinsen zu Dumbledore hinauf.

„Dieses Schuljahr hat schon einige freudige Ereignisse mit sich gebracht und heute, so kurz vor Weihnachten, möchte ich euch zwei möglicherweise neue Mitschüler vorstellen. Dies sind Mr. Harry Whippersnapper (Gekicher aus den Reihen der Slytherins) und Mr. Ferret (vereinzelte Lacher). Die beiden Schüler kommen von einer anderen Schule und möchten vielleicht zu uns wechseln."

Dumbledore klatschte und die Halle wurde von einem verhaltenen Applaus durchzogen.

„Setzt euch an einen beliebigen Tisch und, ach wartet noch kurz ... für die anderen, guten Appetit!" Der Schulleiter zog die beiden Zeitreisenden zu sich. Keiner achtete mehr auf sie, denn das wundervoll weihnachtlich dekorierte und einzigartig duftende Frühstück war erschienen.

„Mr, Potter, Mr. Malfoy, hier sind ihre Zauberstäbe."

Er überreichte den beiden jeweils ihren Stab. Draco nahm seinen glücklich an sich und strich mit den Fingerspitzen sanft darüber.

„Professor Dumbledore, ich verstehe nicht ganz,... sagten Sie nicht, die Stäbe würden nicht funktionieren?" War ja klar, dass Potter so etwas wieder mal vor mir auffällt...

Draco sagte jedoch nichts und sah den Schulleiter wartend an.

„Ja, sie funktionierten nicht, aber ich habe sie von Professor Slughorn bearbeiten lassen. Scheinbar waren die Zauberstäbe aufgrund der Magnetwelle die euch vom Turm geschleudert hat „irritiert". Aber der Professor hat es mit einem schönen Zaubertrank-Bad wieder hinbekommen.

Ach ja, dieser Slughorn unterrichtet zu dieser Zeit noch Zaubertränke,...

„So, jetzt essen Sie aber etwas... und ... vielleicht solltet ihr euch bei Gelegenheit waschen..."

Dumbledore musterte die beiden noch einen Augenblick, dann ging er zu seinem Platz in den Reihen der Lehrer hinüber. Hatte der Schulleiter gerade sagen wollen dass er, Draco Malfoy, stinkt???

Doch Draco blieb keine Zeit um darüber nachzudenken, denn Potter steuerte auf den Gryffindortisch zu.

Draco wusste nicht wohin er sollte, denn einerseits hatte er sich vorgenommen sich mit Potter anzufreunden damit dieser Albtraum beendet war, doch ... andererseits wollte er bei „seinen" Leuten sitzen und nicht bei dieser nervigen Lily!

Also beobachtete er Potter einfach nur einen Moment und dies zahlte sich aus, denn als Potter den Gryffindortisch fast erreicht hatte, sprang ein ihm wohlbekanntes Mädchen auf und winkte Potter kreischend wie ein Fan zu sich herüber.

Potter machte auf dem Absatz kehrt und kam zu Draco zurück. Das Mädchen schien etwas enttäuscht, doch sie verkraftete es, da sie augenblicklich wieder von drei Gryffindors in Beschlag genommen wurde.

„Hey, Malfoy, ich komme mit zu deinem Tisch, ich habe gerade echt keinen Nerv mich mit meinem Vater herumschlagen zu müssen während mich meine Mutter verhätschelt..."

Draco kniff die Lippen zusammen. Er entdeckte James Potter, der dem Schwarzhaarigen neben sich etwas zuflüsterte und unentwegt Potter anstarrte.

„Kein Problem.", presste Draco so höflich wie möglich heraus und setzte sich in Bewegung.

Potter und er saßen sich gegenüber.

Keiner sagte etwas.

Potter schien das Schweigen unangenehm zu finden, doch Draco ignorierte dies, da er mit einem ganz anderen Problem beschäftigt war.

Draco hatte vor gleich nach dem Frühstück zu duschen. Doch er hatte ganz vergessen, dass er gar keine Wechselklamotten hatte!

Wie sollte er sich da frisch machen?

Bei den Zaubersprüchen zum Säubern von Kleidung hatte er scheinbar nicht aufgepasst gehabt...

„Potter? ÄÄÄÄÄH ...." Draco schlug sich vor den Mund. Es durfte ja niemand wissen dass der Gryffindor vor ihm Potter hieß!

„Ich meine, .... Häääärriiii!" Es hörte sich seltsam an, wie er es sagte und genauso seltsam fühlte er sich bei der Aussprache dieses Vornamens.

Potter zog eine Augenbraue hoch und wirkte amüsiert.

„Was ist denn Dräiko?"

Draco sah seinen Gegenüber verbittert an und nahm sich vor demnächst die Aussprache etwas zu üben...

„Jaaa... Harry... die Sache ist die... ich dachte mir,... du wüsstest vielleicht den Spruch zum säubern von Kleidung?"

Der Gryffindor verschluckte sich an seinem Rührei.

„Ich bin doch nicht deine Putzfrau!!!"

Ups! „So meinte ich das nicht, ich habe nur keine Klamotten ... mitgenommen... von da wo wir herkommen... und du sicher auch nicht"

Der schwarzhaarige Slytherin neben Draco mischte sich mit einem schüchternen Krächzen ein. „Ihr könnt nach Hogsmeade gehen. Wisst ihr wie ihr da hinkommt?"

Dieser Junge war eindeutig Snape. Severus Snape.

„Ähm, du bist Severus, oder?", fragte Draco, Potter saß einfach nur da, starrte seinen verhassten, jungen Lehrer an und vergaß scheinbar zu atmen.

Snape schien total erfreut darüber dass jemand seinen Namen kannte und taute auf.

„Ja, bin ich. Freut mich euch kennen zu lernen. Du siehst Lucius irgendwie ähnlich, Draco."

„Oh, danke, ich fühle mich geehrt!", betonte Draco aufgeregt und suchte die Reihen nach seinem Vater ab, vergebens.

„Und du, Whipsnap, ... so willst du doch genannt werden? Sagte mir Lily im Vorbeigehen nämlich,...?"

Potter grummelte.

„...du jedenfalls sahst im ersten Augenblick James Potter total ähnlich, aber nur so im ersten Moment, also, du bist ganz anders, echt! Du hast mir auch geholfen, danke dafür, das ist echt total nett von dir gewesen, ich ... "

Snape schwärmte noch ein bisschen von Harry Potter, dem Goldjungen, doch Potter schien das irgendwie nicht zu erfreuen...

Snape redete über dessen Vater als wäre der der Obermacho aus der Unterwelt!

Der allseits Gefürchtete!

Potter sank immer weiter auf der Bank in sich zusammen.

Draco nervte das Gelaber.

„Also, Severus, du meinst wir könnten uns in Hogsmeade neue Klamotten kaufen?", unterbrach der Malfoyerbe den Redeschwall.

Der zukünftige Lehrer nickte freundlich, seine kinnlangen Haare strichen ihm um die Wangen und Draco hatte fast vermutet, dass sie eine Fettspur hinterlassen würden, denn Snape hatte sich bestimmt noch nie die Haare gewaschen.

„Klar, da gibt es alles. Soll ich euch hinbringen?"

Da schaltete sich Potter ein:" Keine Sorge, das schaffen wir schon, wir sind da schon mal kurz durchgehetzt. Aber danke!"

Draco war ein bisschen enttäuscht.

Wenn er und Snape mit Potter gehen würden wäre das ja noch akzeptabel, aber jetzt mit Potter ALLEIN shoppen gehen?

Das war etwas... sollte er Potter dann am besten noch fragen: „Du, Schatz, wie findest du dieses Hemd?"

Naja...

Potter sah Draco erwartungsvoll an. „Gehen wir jetzt gleich? Draaaco?"

In Potters Augen sah er dessen Unwillen mit ihm zusammen den Nachmittag zu verbringen, doch die anderen durften schließlich nichts merken.

Toll, also muss ich jetzt mit einem Potter gehen der totalen Hass auf mich schiebt?

Draco hatte eigentlich vermutet, dass sich Potter ebenso wie er selbst vorgenommen hatte mit dem anderen Freundschaft zu schließen um hier weg zu kommen, doch scheinbar hatte Potter ihn nicht deswegen angelächelt als er vorhin die Große Halle betreten hatte...

Als sie diese gerade wieder verließen, meinte Potter:" Also, dafür, dass du mich gestern mit meinem Aussehen so aufgezogen hast, MALFOY, siehst du heute echt abscheulich aus! Wobei dir die Haare heute doch besser stehen als sonst..."

„Potter, das ist nicht witzig. Wir müssen ja nicht zusammen Hogsmeade durchkämmen...."

„HUHU! Stooooopp! Hey ihr beiden!"

Draco und Harry vernahmen eine flötende Stimme und sogleich wurden sie jeder an der Schulter gepackt und herumgewirbelt.

„Snape sagte mir, ihr wollt nach Hogsmeade? Soll ich euch herumführen? Das wird sicher lustig!"

Lily Potter!? Oder Moment, sie ist ja noch nicht verheiratet? Also Lily... Lily bald Potter!

Hilfe!

Draco wollte sich am liebsten verflüssigen.

„Ich werde mich bei dir, Draco noch mal entschuldigen für unser Kennenlernen... und zwar mit einem Puff-Eis, alles klar?"

Lily strahlte die beiden Jungs von unten herauf an und hüpfte aufgeregt auf der Stelle.

„HEY! Whipsnap! Was machst du mit meiner Freundin!?"

James Potter trat aus der Halle in den Gang, hinter ihm der Schwarzhaarige und noch ein paar andere.

„Lass seine Süße in Ruhe!", rief nun auch einer von den anderen, ein kleinerer, ziemlich unattraktiver... Peter Pettigrew!?

„Ist okay, Peter, ich regle das!", meinte James drohend.

Lily stieß einen genervten Seufzer aus.

„Jamy, ich weiß, dass du es nicht ertragen kannst wenn ich mit anderen Jungs, die von dir noch nicht als ungefährlich gestempelt wurden, rede, doch ich bin nun mal Schulsprecherin, also lass mich bitte meine Arbeit machen! Und du musst auch nicht mein Kindermädchen spielen, ja?"

Potter Senior sah unglücklich aus. „Aber Blümchen, ich wollte mit dir heute runter zum See!"

Potters Eltern nannten sich Jamy und Blümchen?!

ZUM TOTLACHEN!

Potter J. hatte das wohl auch gerade wahrgenommen, allerdings schien dieser begeistert... typisch!

„Ist kein Problem, James... ich wollte eh mit,... DRACO gehen, also kannst du gerne deine Braut mitnehmen!"

„Bist du...SCHWUL?!", fragte dieser voll durchgeknallte James Potter deutete auf Potter J. und grinste fies, breit und total sensationsgierig.

„Ähm... das hier ist... doch nur mein bester Freund....!", stotterte der total überrumpelte Potter und ging ein paar Schritte rückwärts.

„Sag mal willst du mich beleidigen du POTTERTIER?!", tobte Draco, „ WENN DU MEINST ER WÄRE SCHWUL MÜSSTE ER JA MIT MIR ZUSAMMEN SEIN, SEH ICH ETWA SCHWUL AUS?! WILLST DU DICH MIT MIR ANLEGEN?!"

Draco zückte seinen wiedererlangten Zauberstab und knallte James einen Fluch entgegen, doch dieser war schneller als erwartet und fing den Fluch ab nur um daraufhin Draco einen entgegen zu schleudern. Draco sah den gelben Lichtblitz auf sich zurasen, doch da wurde er von einem dunkelblauen durchbohrt und James lag am Boden.

Was war geschehen?

Potter stand über dem rücklings ausgestreckten James und hatte seinen Stab auf diesen gerichtet. Er sagte kein Wort. Lily stand mit vor den Mund geschlagenen Händen und Tränen in den Augen völlig orientierungslos und schockiert da.

Draco ließ seinen Stab sinken und wusste nicht was er tun sollte.

James' Freunde waren erstarrt.

„Du, bist stark...", stellte James fest und versuchte die Situation zu lockern.

„Ich weiß das. Und du jetzt hoffentlich auch!", zischte Potter und löste sich langsam aus der Kampfhaltung.

Er wich mit zittrigen Bewegungen ein paar Schritte zurück und drehte sich dann zu Draco um.

Was dieser zu sehen bekam war furchtbar.

Potter sah so durchtrieben böse aus, dass Draco der Atem stockte. Die grünen Augen waren voller Hass, sodass sie braun erschienen, der Mund war verbissen, jeden Moment erwartete Draco, dass dem Gryffindor Blut das Kinn hinunter lief, so fest biss dieser zu.

Doch als Potters Blick den von Lily traf, fiel aller Hass wie ein Vorhang von seinem Gesicht.

„Lily, es ...tut mir leid aber..."

Potter sah auf einmal verzweifelt aus. Er eilte zu seiner Mutter und nahm sie in den Arm.

Das schien diese nicht gerade toll zu finden.

„Was soll das?!" Der Schrecken war aus Lilys Gesicht gewichen. Sie schob Potter von sich.

„Naja,... ich dachte dir ginge es nicht gut...?"

Potters Verzweiflung wurde immer größer.

Was soll ich jetzt bitte tun?, fragte sich Draco und stand weiterhin einfach nur als Beobachter im Gang, total verwirrt, da ihn Potter gerade vor seinem eigenen Vater, James, beschützt hatte und zugleich irgendwie verärgert, dass er es nicht geschafft hatte James umzuhauen!

„Bravoooo!", ertönte plötzlich eine hämische Stimme hinter Draco. Er drehte sich um.

„Whipsnap! Du hast's voll drauf! Du hast diesen POTTER umgehauen!"

Lucius Malfoy, flankiert von zwei Draco sehr bekannten Todessern, war plötzlich aufgetaucht und applaudierte begeistert!

Potter ließ den Kopf hängen.

„Also, wenn du nach Hogwarts wechseltst, dann bist du bei uns immer willkommen, Harry Whipsnap!", fügte der rechts von Lucius stehende Todesser hinzu.

Draco erkannte ihn. Es war eindeutig Rabastan Lestrange. Zu Lucius' Linken hatte sich Rodolphus, Rabastans älterer Bruder, aufgebaut.

Draco starrte das Trio verdattert an.

„Jaaa, du bist wirklich willkommen!", tönte Lucius an Draco vorbei dem schockiert dreinblickenden Potter entgegen.

Und was bitte ist mit mir?, dachte Draco. Sein Vater konnte doch nicht einfach... er konnte ihn, seinen Sohn doch nicht einfach übersehen! Und diesen ... dämlichen Gryffindor als seinen neuen Freund ernennen!!!

„Und ich?!", fragt nun Draco. Er hielt es einfach nicht mehr aus. Potter sah zu ihm herüber. Er schien es wohl auch noch nicht so ganz zu begreifen, dass Lucius Malfoy und diese furchtbaren Todesser IHM, dem Goldjungen, gerade die Freundschaft angeboten hatten!

Alles schwieg.

Da fing Lucius hämisch an zu lachen.

„DU? Du hast es ja nicht mal hinbekommen den schäbigen Fluch von dieser Nullnummer namens James abzuwehren!"

Die Todesser stimmten in das bösartige Gelächter ein.

James hatte sich aufgerappelt und war zu Lily hinübergehastet.

„Okay, ich würde sagen ihr klärt das woanders! Und wenn sich hier noch ein einziges Mal duelliert wird, dann könnt ihr euch darauf verlassen, dass das Konsequenzen von sich tragen wird! Ich bin hier nicht umsonst Schulsprecherin!"

Lily fauchte die gesammelte Mannschaft in Grund und Boden. Nur Lucius und seine Gang schienen unbeeindruckt.

„Gut, dann walte mal deines Amtes, Schlammblut!"

Damit zogen die Slytherins ab.

Draco war am Boden zerstört, Potter war total geknickt.

Potter fasste sich als erster, nachdem auch die verbliebenen Gryffindors den Gang verlassen hatten.

„Lass uns... das einfach vergessen, Malfoy. ..."

„VERGESSEN?! Mein Vater verachtet mich sogar schon nachdem er mich gerade mal einen Tag kennt! Wenn nicht sogar weniger! Wie soll ich das vergessen?! Und er ... er mag sogar dich lieber!"

Draco konnte sich einfach nicht zurückhalten. Er sackte in sich zusammen und begann zu schluchzen.

„Malfoy.... nimm dich zusammen, so schlimm ist es doch nun auch nicht, ich dachte du wärest das gewöhnt...?" Potters verzweifelte Aufmunterungsversuche zogen den Slytherin nur noch weiter in seine Depression.

„Du bist ein Malfoy! Also heul hier nicht rum! Dein Vater tut doch nur so mächtig und überlegen! Da bringt es herzlich wenig wenn du hier jaulst! Du bist doch ... kein ... ähm ... Blödmann... ähm... der sich von so was ... also..."

Okay. Dieses Gestammel von Potter ließ es einfach nicht zu, dass Draco in sich selbst versank und über diese Ungerechtigkeiten nachdachte.

VERDAMMT!

Wenn Potter da ist kann ich nicht mal in Ruhe heulen!!!

Draco war es plötzlich peinlich, dass sein Erzfeind mitbekommen hatte wie er, DRACO MALFOY, heulend auf dem Boden kniete.

Er traute sich nicht Potter in die Augen zu sehen.

„Ja... hast Recht,... Potter... ich bin kein... KEIN Blödmann??! Seit wann denn das?!"

Neugierig sah Draco Potter nun doch an.

Dieser sah genervt aus.

„Malfoy, bilde dir mal nichts ein, ich wollte dich nur ein Wenig aufbauen... lass uns jetzt endlich neue Sachen besorgen! Hast du Geld?"

Draco nickte und stand auf. Er fühlte sich gedemütigt und einfach total am Boden zerstört.

Sein Vater schaffte es immer wieder ihm fertig zu machen. Und nun hasste sich Draco auchnoch selber dafür, dass er vor Potter, ausgerechnet vor POTTER, geheult hatte wie ein Feigling, wie ein Weichei.

„Ich habe etwas Geld in meinen Taschen. Ohne geh ich nirgendwo hin."

„Sehr gut, ich habe nur ein bisschen... aber du wirst mir ja sicher etwas... leihen?"

Draco nickte. Er war zu schwach um sich irgendwie darüber Gedanken zu machen, dass er gerade zugestimmt hatte dem Narbengesicht sein kostbares Geld zu leihen. Er war zu schwach um irgendetwas zu denken.

Das einzige, was ihm jedoch bewusst wurde war, dass er nun mehr als eine Gemeinsamkeit mit diesem Potter hatte.

Ihre beiden Väter hassten sie.

Hatten sie beide gedemütigt.

Und seine Mutter hatte er noch nicht einmal entdeckt, so unscheinbar schien diese zu sein.

Er hasste seinen Vater nun noch mehr als zuvor, und gleichzeitig wünschte sich Draco nun noch mehr als zuvor von hier weg zu kommen.

Wortlos folgte er Potter nach Hogsmeade.

.oOÖOo.

„Du hast wohl nicht mehr alle Zutaten im Kessel! Ich werde mir das da ganz bestimmt nicht anziehen!"

Ein verärgerter Draco stülpte Potter ein rosa Tütü über den Kopf und stapfte davon.

„Man, Malfoy, du bist echt nicht auszuhalten! Wenn ich hier schon mit dir durch die Gegend rennen muss dann sei wenigstens ETWAS weniger depri!"

Potter schubste Draco in einen Wühltisch, in dem sich massig Schokofrösche stapelten.

„Geht's dir noch gut?!", schnauzte Draco und pflückte Fussel von seinem Hemd.

„Was ist denn? Ich dachte du gehst gerne einkaufen?"

Potter sah total genervt aus und musterte Draco teure Kleidung.

„Ganz recht, aber sicher nicht in einem Geschäft in dem es Wühltische gibt!"

„Super, dann gehen wir eben in eins wo du deine ganze Kohle für eine einzige Socke ausgibst!", meckerte Potter.

Draco dachte nach. Leider musste er Potter Recht geben. Er hatte wirklich nicht sonderlich viel mit. Jedenfalls nicht um sich in einem Designergeschäft ausstatten zu lassen.

„Gut, Potter, dann zeig mir mal wie man sich in so nem Laden hier zurecht findet! Du scheinst dich hier ja wohl zu fühlen!", nörgelte Draco mit einem Blick auf Potters mit Kleidungsstücken behängten Arm.

„Hier, probier einfach das hier an. Müsste passen. Und dann such dir selber was! Ich bin ja nicht deine Mutter!"

Potter warf Draco eine blaue Hose zu und schlug sich in die Mengen aus Kleidungsständern.

Hat der eigentlich kein bisschen Geschmack?!

Draco warf die Hose in den Schokofrösche-Tisch. Sogleich wurde sie von einem Zauber erfasst und schwebte zurück an ihren ursprünglichen Platz.

Das Geschäft war proppevoll, bunt und laut.

Scheußliche Musik drang aus einer unsichtbaren Quelle an Dracos Ohren und verstopfte seine Gedankengänge.

Total unmotiviert machte sich der Slytherin an die Arbeit. Nach einer halben Stunde hatte er sich ein einigermaßen annehmbares Hemd und eine graue Jeans geangelt.

„Hast du's endlich geschafft dir ein paar Sachen zu suchen die dir nicht ganz missfallen?", fragte Potter, der plötzlich hinter einem Kleidungsständer auftauchte.

Draco zuckte zusammen, fasste sich jedoch sogleich wieder.

„Ja, Potter, habe ich!"

„Wer ist hier Potter?", fragt plötzlich jemand zu Dracos Linken.

Erschrocken wandte sich Draco diesem schwarzhaarigen Freak, der immer mit James rumhing, zu. So von nahem erkannte Draco ihm. Es war Sirius Black!

„Tjaaa... niemand ist Potter! Wieso fragst du?!", zog sich Draco an den Fingern herbei.

Sirius starrte ihn bösartig an.

„Du hast eben Potter gesagt! Also? Was ist nun?"

Sirius Black stellte sich breitbeinig hin, eingerahmt von zwei Kleiderständern.

„Draco hat gar nichts gesagt! Willst du dich nun auch noch mit uns anlegen?", fragte Potter entnervt und zog Draco durch den Gang zwischen zwei Wühltischen.

„Haut gefälligst nicht ab ihr Loser! Ich habe euch etwas gefragt!"

„Und du hast eine Antwort darauf bekommen, Blacky! Also hau ab! Ich habe mit Hääärry geredet!", fauchte Draco über die Kleiderstapel hinweg.

Sirius Black stand noch eine Weile unsicher zwischen den Klamotten und wunderte sich darüber, dass dieser Draco Ferret seinen Namen kannte, dann verließ er den Laden.

„Hast du den Kram anprobiert?", fragte Potter als die beiden schließlich außer Sichtweite waren.

„Wozu das denn? Wenn es mir nicht passt, schrumpfe ich das Zeug eben etwas!"

Draco hatte eigentlich herablassend klingen wollen, doch irgendwie wäre das unpassend gewesen.

Er hatte gerade auch herzlich wenig Lust den Gryffindor zu beleidigen, was ihn eigentlich hätte schockieren müssen, doch er war einfach so überfordert mit der ganzen Situation, dass er auf die „Egal-Spur" schaltete.

„Okay, Malfoy, da du gerade nicht wirklich ansprechbar bist, werde ich dir jetzt unser nächstes Ziel verraten... okay vielleicht sag ich dir lieber doch nicht was ich noch brauche...!"

Potter wurde rot.

Draco erwachte aus seiner Starre.

Was brachte Potter dazu rot zu werden?

„Potter, sprich, wohin soll's gehen?"

Draco wurde neugierig.

„Ich... also... naja ... hast du schon neue Unterwäsche?"

Draco klappte die Kinnlade herunter.

Hatte Potter ihn gerade gefragt ob er mit ihm UNTERWÄSCHE einkaufen würde???!!!

UNTERWÄSCHE?!

„POTTER! ICH GEHE DOCH NICHT MIT DIR....!"

„Psssst! Schrei doch nicht meinen Namen so durch die Gegend!", warnte der puterrote Harry Potter und versteckte sich so gut wie möglich hinter seinen erbeuteten Kleidungsstücken.

Draco klatschte sich die Hand vor die Stirn.

„NEIN! VERGISS ES! Ich gebe doch nicht mein Geld für deine ... Tangas aus!"

„WIEBITTE?! TANGAS???" Potter sah Draco erbost an, „Ich trage doch keine Tangas! Was du hier wieder herumfantasierst Malfoy!"

„ICH??? Dir traue ich so etwas eben zu!"

Keifend standen sich die beiden Zeitreisenden in dem Geschäft gegenüber und zogen die volle Aufmerksamkeit einiger amüsierter Hexen auf sich.

Wie peinlich! Warum muss ich das erleiden?!

„So, die Herren sind fertig mit ihrem Streit?", beendete die Besitzerin des Ladens das Gezeter und zog die beiden erröteten und vollkommen aufgeregten Schüler an den Ohren zur Kasse.

„Zahlt bitte und verlasst dann den Laden!"

Draco reichte der Frau verschämt das Geld und eilte dann mit Potter aus dem Geschäft.

Schweigend gingen die beiden nebeneinander durch die verschneiten Straßen. Von fern hörte man weihnachtlichen Gesang und aus einer Kneipe taumelten drei angetrunkene, johlende Zauberer.

Draco und Potter schwiegen.

Der Schnee knirschte unter ihren Stiefeln.

Jeder trug eine Tüte mit seiner neuen Kleidung.

Trotz ihrer Winterumhänge, die sie beide glücklicherweise angehabt hatten als sie in die Vergangenheit katapultiert worden waren, froren sie.

„Malfoy, ich kann mir ebenfalls weiß Gott besseres vorstellen als mit DIR in ein Unterwäschegeschäft zu spazieren aber... ich lege Wert auf Körperhygiene!"

Draco musste grinsen. Er konnte einfach nicht anders.

Sein Gegrinse wandelte sich in Lachen.

So standen der verwirrt Gryffindor und ein Tränen lachender Slytherin vollkommen fehl am Platze in einer Gasse in Hogsmeade und machten sich schließlich genervt voneinander auf den Weg um Boxershorts zu kaufen.

„Ich gehe da zu erst rein und du gehst erst wenn ich draußen bin!", meinte Draco bestimmerisch und drückte Potter auf eine Bank.

„Frier nicht ein! Und wehe du folgst mir! Denk immer daran ich habe das Geld!"

Als er das Geschäft betrat sprangen ihm gleich zwei Shorts in die Augen die er mit einem verstohlenen Blick durch das Schaufenster, hinüber zu Potter, kaufte.

Draco amüsierte sich prächtig. Er klaubte ein paar BHs auf und drückte sie gegen das Schaufenster.

Normalerweise war er nicht so albern, aber es war einfach nur göttlich Potter, eingepackt in seinem Winterumhang frierend draußen auf der Bank sitzen zu sehen und diesem dabei in der wohligen Wärme des Ladens BHs zu präsentieren.

Er konnte es sich einfach nicht verkneifen.

Er hängte der Schaufensterpuppe erst einen Roten, dann einen Blauen mit Spitze um den Hals.

Potter sah ihn bitterböse an.

Als zwei Hexen, etwa in ihrem Alter vorbeikamen und das Schauspiel lachend beobachteten, sprang Potter peinlich berührt auf und stürmte in das Geschäft.

Draco lachte sich kringelig.

„Tut mir echt leid, Potter, aber ich habe nichts mehr zu verlieren und du saßt da so unschuldig, hahahahhaa! Ich MUSSTE einfach hhihihihiii..."

Obwohl Potter scheinbar vorgehabt hatte Draco zur Schnecke zu machen verkniff er sich die Tirade und musste letztendlich mitlachen.

„Okay, hihihi, Mally, jetzt kauf mir diese Boxershorts und dann haun' wir ab!"

Malfoy blieb das Lachen im Halse stecken. ER sollte für POTTER dessen Unterhose kaufen?!

„Vergiss es! Bezahl deinen Kram selber!"

Malfoy knallte Potter das Geld vor die Nase doch er konnte nicht lange ernst bleiben bei dem Anblick von Potters karierten Shorts.

„Du, du trägst Boxershorts mit Karomuster?!"

Potter ging unter erstickten Lachern von Malfoy resignierend bezahlen.

.oOÖOo.

Die Tage vergingen. Potter und er setzten sich fortan nur noch an den Tisch der Ravenclaws, die sie ignorierten.

Lily war ein paar Male gaaanz zufällig an ihnen vorbeigegangen und hatte den Mund geöffnet um etwas zu sagen, doch sie hatten sie ignoriert. Es war besser so.

Zwei Tage hatten sie am Unterricht teilgenommen.

Am Unterricht von Ravenclaw und Hufflepuff.

Von den Schlangen und Löwen hielten sie sich so gut wie möglich fern.

Eines Morgens kamen sie in die Große Halle und ein geschmückter Weihnachtsbaum strahlte sie an.

„Welches Datum haben wir eigentlich?", fragte sich Potter, doch Draco konnte ihm keine Antwort geben.

Dumbledore kam mitfühlend dreinblickend auf die beiden, die von allen ignoriert wurden, zu.

„Sie beide kommen bitte einmal mit mir mit."

Er führte sie in einen kleinen Raum hinter den Tischen an denen die Lehrer frühstückten.

„Mr. Potter, Mr. Malfoy, ... ich weiß, es ist Ihnen nicht gerade positiv ergangen... doch lassen Sie den Kopf nicht hängen! Sie werden es schon schaffen alles wieder einzurenken! Es hat sicher einen bestimmten Grund warum Sie beide hier in der Vergangenheit sind. Vielleicht habe Sie hier einen Auftrag auszuführen? ... Man kann nie wissen was das Schicksal für einen bereit hält...."

Dumbledore zupfte sich Haare aus seinem Bart. Wie eklig!

„Mr. Malfoy, bitte konzentrieren Sie sich auf meine Worte! Nicht auf meine Angewohnheiten!", herrschte der Schulleiter ihn an.

Draco nickte stumm.

Er hatte sich vor ein paar Tagen im Spiegel sehr eindringlich gemustert und seine dunklen Augenringe waren nicht zu übersehen. Er war einfach zu schwach, zu hoffnungslos und zu lustlos um dem Schulleiter etwas an den Kopf zu donnern.

Dieser schien das zu bemerken.

„Ich... weiß, es ist kein besonders guter Augenblick um es Ihnen mitzuteilen, doch ich komme nicht drum herum. Wenn sie bis zu dem Datum, an dem Sie hier her gekommen sind, also bis Weihnachten, nicht wieder in ihrer Zeit sind, dann werden sie hier auf ewig feststecken. Sie werden dann die Ereignisse die folgen noch einmal komplett durchlaufen müssen... das... könnte schwere Folgen haben..."

Draco drehte sich um und verließ den kleinen Raum tonlos.

Das durfte doch alles nicht wahr sein!

„Hey! Malfoy! Warte mal!" Potter lief ihm nach und drehte ihn zu sich herum.

„Ich denke wir verstehen uns schon ganz gut. Es sind noch ca. 2 1/2 Wochen bis Weihnachten. Wir werden das ja wohl hinbekommen?!"

Draco nickte. Sie gingen zum Tisch der Ravenclaws hinüber.

„Doch! Es stimmt ganz sicher! Er hat es echt beobachtet! Er hat es gesehen!"

Ein aufgeregtes Flüstern hinter ihnen, ließ die beiden anhalten.

Die Stimmen waren unverkennbar Rodolphus' und Rabastans.

Draco drehte sich um. Das Frühstück war bereits in vollem Gange.

„HEY! Ferret! Komm mal her!", hörte er pötzlich den Befehl seines Vaters. Schon aus Reflex wollte er tun wie ihm geheißen, doch Potter hielt ihn fest.

„Was wollt ihr von ihm?", fragte er mit drohendem Unterton.

Lucius Malfoy grinste. „Sehen ob Goyle recht hat! Kommst du nun her?!"

Draco setzte sich mit zögernden Schritten in Bewegung. Sein Vater sah ihn durchdringend an.

Potter hielt die Luft an.

„Schieb deine Ärmel hoch!" Lucius sagte diese Worte sehr genüsslich und irgendwie wieder so hämisch.

Draco weigerte sich. „Warum sollte ich so etwas Blödes tun?!"

„MACH!", schnauzte Lucius und schubste Rabastan gegen Draco. Als Draco sich immer noch nicht bewegte half Rabastan nach.

„ES STIMMT! Es stimmt wirklich! Er hat es! Das dunkle Mal!", kreischte der Todesser aufgewühlt.

Lucius kam Draco näher.

Er musterte ihn erneut.

Dann lächelte er.

„Wow! Hätte ich nicht gedacht! Willkommen bei uns, Draco!"

Draco konnte es nicht fassen.

Sein Vater hatte ihn angelächelt! Er wollte ihn, IHN, DRACO, bei sich haben!!!

Doch Draco zögerte.

Er wusste, dass sein Vater ihn nur deswegen bei sich haben wollen würde weil er... nur weil er dem selben durchgeknallten Clan angehörte wie er!

Nur deswegen! Dracos Augen verengten sich zu Schlitzen.

Er drehte sich um.

Potter starrte ihn entsetzt an.

Draco hatte zwei Möglichkeiten. Entweder könnte er mit seinem Vater mitgehen und Potter endlich abschütteln, doch dieser Entschluss hätte das Aus für die Rückkehr in die Realität bedeutet. Oder er würde zu Potter gehen und seinen Vater im Stich lassen.

Im Stich?

Von wegen! Warum habe ich denn bitte dieses Mal?! Sicher nicht allein aus Eigenantrieb!

Draco ging zu Potter hinüber, der ihm erleichtert zulächelte.

„Vergiss es, Malfoy. Dieses Mal wurde mir gewissermaßen aufgezwungen. Hau ab und lass uns in Frieden!"

In diesem Moment mischte sich James Potter ein.

„Wiebitte? Ihr seid ebenfalls Todesser?! Was für eine Schande! Und mit euch hat meine Lily geredet?! An euch hat sie ihre kostbare Zeit verschwendet!?"

Potter sah zu seinen Eltern hinüber.

„Halt's Maul POTTER!", erklang es aus zwei Malfoy-Mündern.

„Einen Dreck werde ich tun! Ihr bescheuerten Irren! Los! Zeig uns dein Mal Whipsnap! Ich will es sehen! LOS!"

James rauschte wie ein in Flammen stehender Tornado zu ihnen hinüber. In der Halle war es still geworden.

„ICH WILL ES SEHEN! LOS!"

James sprang Potter wie ein verrückt gewordener Hund an und Potter stürzte zu Boden.

„Mit dir hat meine LILY GEREDET!? Du elender Dreckssack! Du bescheuerter Todesser! Du widerwärtiges Gesindel!"

Potter sah zu seinem Vater schockiert hoch. Ihm liefen Tränen über die Wangen.

James zog seinen Zauberstab, Draco und Lucius hatten ihre ebenfalls sofort in den Händen.

„Keine Bewegung, POTTER!", rief Draco außer sich.

„Ich bewege mich wie ich will! Todesser haben hier nichts zu suchen! Haut ab dahin wo ihr herkommt! LOS! Was musst du nur für ein krankes Hirn haben! Wahrscheinlich genauso wie deine Eltern!"

In diesem Moment sprang Lily in die Szenerie und schlug James den Stab aus der Hand.

„Lass das JAMES! LASS IHN IN RUHE! Und ihr nehmt sofort eure Stäbe runter!"

„ABER ER HAT ES VERDIENT!"

James schob Lily beiseite und baute sich über Potter auf.

Draco tat einen feuchten Dreck seinen Stab weg zustecken.

„Mit DIR haben mich die anderen verglichen! Sie sagten du siehst mir so ähnlich! Aber du bist ganz anders als ich! Du bist total gestört und krank! Genauso wie deine Eltern! Diese Idioten! Warum haben die einen wie dich bekommen?! Ach jaaa! Sie sind sicher genauso BESCHEUERT wie du!"

„Lass ihn in RUHE!", rief plötzlich ein völlig schockierter Snape, doch James stieß ihn mit einem gekonnten Faustschlag einfach zu Boden. Lily lief erschrocken zu Snape hinüber.

Warum tut niemand was? Warum starren die Lehrer hier nur wie Zuschauer durch die Gegend? Wissen die sich etwa nicht zu helfen? Wo ist dieser Schulleiter wenn man ihn braucht?!

„Du bist sicher aus einem Rattenloch gestiegen in das dich deine Eltern gestopft haben! Du gehörst hier nicht her! Menschen wie du und deine..."

„SEINE ELTERN SIND TOT!!!"

Schweigen.

Draco hatte es einfach nicht mehr ausgehalten.

„Und wenn du auch nur einen Funken Ahnung hättest, würdest du deinen Schwanz einziehen und abhauen! LOS! LASS HARRY IN RUHE!"

James sah Draco, der ihm den Zauberstab direkt vor die Nase hielt schockiert an.

„ICH WEDE ES EINFACH NICHT ZULASSEN DASS DU IHN WEITER QUÄLST! ICH HABE DIE SCHNAUZE VOLL!"

Draco war rasend vor Wut.

Rasend vor Wut, weil James Harry etwas antun wollte.

TBC…

Wir sind schon ganz gespannt auf eure Reviews :)
viele liebe Grüße,

FoFF und bing