Liebe Leser,
Ich habe mein erstes Review seit Monaten bekommen und ich freue mich darüber aus ganzem Herzen. Merci! Hier ein weiteres Segment mit NiColine.
Viel Vergnügen! – Eure Mia Noe
Menschliche Gefühle
Ich liebe Dich,
weil ich es nicht anders weiß
Nick sieht Caroline nochmals an und er kann nicht verstehen, welche Emotionen in ihr vorgehen. Zuerst sagte sie nichts, dann war da ein Lächeln, das verschwand, dann blitzte Angst für einen kurzen Moment auf, aber jetzt? Es sieht so aus als würde sie die Situation überdenken! Klaus merkt, dass er nun chancenlos geworden ist. Er bleibt stehen und für einen kurzen Moment ist er bewegungsunfähig. Ihre Augen schimmern und ihre Lippen erzittern…so als hat sie nun eine seltene Erinnerung vor Augen. Nick will etwas sagen, aber wieso muss er sie überhaupt überzeugen? Was kann er denn noch tun, damit sie ihm einen Wimpernschlag von Aufmerksamkeit schenkt? „Ich meine es so, wie ich es gesagt habe…" Nun lässt er sie los und Caroline möchte am liebsten davon laufen, ganz schnell woanders hin, denn das könnte gefährlich enden und zwar für alle. „Und du entgegnest nichts, Love? Du meinst es also auch so?" Caroline legt ihre Hand auf seine Wange. „Nick…es sind chaotische Zeiten. Du wirst dich nicht ändern und irgendwann ziehst du weiter und mein geschundenes Herz wird darunter leiden. Ich kann mich nicht darauf einlassen. Die Gefahr zu fallen und sich zu verlieren ist zu hoch. Ein Risiko…" Nun geht sie wirklich, schnell und weit weg. Ohne umzudrehen, denn sie muss zudem stehen, was sie gesagt hat. Nick sagt es leise und niemand würde es vernehmen und doch ist es laut genug, dass sie es versteht. „ Dieses Risiko ist es allemal wert eingegangen zu werden." Caroline bleibt stehen und schüttelt leicht den Kopf. „ Und ich bleibe, gebe dir Halt, damit du nicht fällst!" Als sie sich nun doch umdreht, ist Klaus nicht mehr beim Pavillon, die Lichterketten sind erloschen und die Straßenlaternen flackern auf.
Elena erwacht und ist nun endlich das, was sie nie sein wollte. Stefan überreicht ihr noch einen Blutbeutel und sie erschrickt fast, wie gierig sie ihn leert. „ Für die nächste Zeit gehen wir besser in den Wald. Ich zeige dir ein paar Tricks und du musst dich an Hasenblut gewöhnen. Und es ist auch von Vorteil, wenn du zu Beginn nicht über die ersten Menschen herfällst." Elena geht zum Fenster. „ Es wird bald Tag und ich brauche Bonnie…sie muss es jetzt erfahren."
Damon und Elisabetta sind zur Original Villa gefahren. Sie tranken einen Drink mit Blut und gehen auf ihr Zimmer. „ Ich habe Elena noch nicht als Vampir erlebt…" „Wirst du noch. Und was willst du heute machen?" Er schmunzelt und geht zu ihr. „Bei dir sein?" Er hebt sie hoch und lächelt sie an. „Wie wäre es wenn wir uns für heute Zeit nehmen…nur wir beide?"
Bonnie hat den ersten Schock verdaut und macht ihr nun den Ring von Elenas Mutter zu einem Lichtschutz. Die Sonne scheint schon sehr hoch und Elena braucht Tierblut. Als Bonnie ihr den Ring übergibt, umarmt sie ihre Freundin. Stefan und Elena rennen durch den Wald und Elena mag, dass sie nun alles sehen, fühlen und hören kann. Das Hasenblut schmeckt zwar nicht so gut wie das von Menschen, aber man kann sich daran gewöhnen. Stefan hat ihr schon einiges gezeigt und sie ist ihm dankbar, dass er bei ihr ist.
Plötzlich hört sie Damon, aber sie kann ihn noch nicht sehen. Wo ist er?
Damon hält Lisettas Hand und die beiden gehen über die Wiese zum See. „ Der Ring ist aber nicht dein Lichtschutz?" Sie hebt ihr Medaillon. „Die habe ich von Joseph bekommen und der Ring war von meinem Verlobten." Sie setzen sich ans Ufer und schauen über den See. Damon schmiegt seine Arme um sie und legt seine Wange an ihre Stirn. „Unser Time-out…" Er nickt. „ Es ist wunderschön, was ich hier vor mir sehe…" Dabei wendet er seinen Blick nicht von ihr ab. „ Finde ich auch!" und sie schaut zum gegenüberliegenden Ufer. „ Wir sehen aber nicht das Gleiche!", witzelt er weiter. Sie versteht die Anspielung nun und küsst seine Wange. „ Du bist so anders, wenn du meinst du bist unbeobachtet!"
Elena hat nun die beiden am See gefunden. „Du erwartest nichts von mir und so ist es einfacher…" „Sie will doch nur, dass du zu den Guten gehörst." „Aber das tue ich nicht. Ich enttäusche viele immer wieder." Elena blickt auf und konzentriert sich auf das Gespräch. „Das ist nicht wahr, Damon, mich hast du noch nicht enttäuscht." Er dreht sich zu ihr und küsst ihre weichen Lippen sanft. Sie erwidert den Kuss und beide fühlen sich einen Moment frei und unbeschwert. Er küsst sie voller Sehnsucht und auf die Erwartung ihr noch näher zu kommen.
Elena beobachtet diese Szene und ihr wird bewusst, dass sie ihn nun verloren hat. So ehrlich war er schon lange nicht mehr. Er scheint sie zu mögen und sie gibt ihn Halt. Warum hat sie ihm nie eine Chance gegeben? Wieso hat sie seine Gefühle immer nur für ihre Zwecke genutzt?
Stefan sieht, was er nicht sehen will. Er meint er kann es ignorieren und verdrängen. Doch da sind Gefühle. Sie hat viel zu viel Interesse an Damon. Und dieser scheint sie mit jedem Atemzug mehr loszulassen. Es scheint was so, als wäre er der einzige, der weitermacht. Die anderen sind alle auf der Stelle hängen geblieben. Wie lange wird er es aushalten, nicht der Eine für sie zu sein? Er geht zu ihr und nimmt ihre Hand. „Wir sind noch nicht fertig…wir trinken Blut und begeben uns in eine Menschenmenge, das muss auch noch gelernt werden." Es ist Stefans Versuch, sie abzulenken. Vom Schmerz, von Damon und von den nicht abstellbaren, menschlichen Gefühlen.
~Für Sam: Ich danke dir für dieses liebe Feedback. Es motiviert mich weiter zu schreiben und über NiColine mir Gedanken zu machen. Deine Geschichte über sie ist wunderschön. Du hast es verstanden Nick und Caroline wahrzunehmen, in deinen Szenen festzuhalten, ihre Gefühle widerzuspiegeln und darzustellen. Deswegen hoffe ich sehr, dass ich von dir noch vieles lesen kann.
~Da es ein wunderbares Gefühl ist ein Review zu bekommen, hoffe ich, dass sich noch eins, zwei dazugesellen! bxb Mia Noe
