"Das ist sowas von nicht normal", sagte Roxanne endlich. Sie saß auf der Couch und hielt eine Tasse Kaffee in der Hand, die Minion ihr gereicht hatte.
„Hast du dieses ‚Normalsein' nicht in dem Moment abgetreten, indem du angefangen hast dich mit einem blauen Ex-Bösewicht zu verabreden?" fragte Megamind, der auf der anderen Seite der Couch saß und ihr direkt in die Augen sah.
„Auch wieder wahr", gab Roxanne zu.
„Ich weiß, es ist etwas überstürzt. Wir sollten darüber wirklich noch nicht sprechen müssen. Ob wir Babybot aktivieren oder nicht, steht noch ganz außer Frage und wie ich schon sagte, es ist auch noch längst nicht fertig."
„Aber warum, Megamind? Selbst wenn unsere Gene nicht zusammenpassen, können wir doch immer noch ein Kind adoptieren. Armes Ding, bei diesen Eltern", lachte sie auf. „Es wäre zumindest menschlich. Ich weiß, dass ich Babybot mag. Ich mage es wirklich. Und du hast es mit Liebe gebaut, das konnte ich sofort sehen. Aber denkst du nicht auch, es ware besser ein Kind zu haben, das aus Fleisch und Blut - "
Megamind hob seine Hand, um sie zum Schweigen zu bringen. Er wusste, worauf sie hinauswollte. Sie mochte den Babybot, aber sie war sich nicht sicher, ob sie es so LIEBEN könnte, wie eine Mutter ihr Kind liebt. Es war, wie es war, aber es verletzte ihn trotzdem. „Ich verstehe deinen Punkt. Ich habe ihn selbst erfahren, als ich anfing, darüber nachzudenken. Da ein Kind aus Fleisch und Blut unweigerlich ein Mensch wäre."
„Ja, und das -" Roxanne stutzte, als sie zu sprechen aufhörte. „Das wäre nicht wie du. Das willst du mir sagen."
Es war keine Frage, sondern eine Feststellung. Obwohl er eine blaue Haut hatte und ein ASlien war, vergaß Roxanne nur allzu schnell, dass es sich bei megamind um keinen menschen handelte.
"Du denkst, das wäre unfair", schloss sie, als sie seinen Gesichtsausdruck studierte. „Also wäre es kein Alien. Und auch kein Mensch. Und deshalb wird es - "
" – etwas neues", sagte Megamind. "Es ist auch kein wirklicher Roboter. Es wird fühlen können. Und es wird lernen. Ich plane eine Software, die wie ein Gehirn arbeitet – Informationen aus der Umwelt sammelt, Dinge vergisst, Dinge vergibt – es wird alles da sein. Nur was gewählt wird, liegt dann weder in deiner, noch in meiner Hand."
"Das ist verrückt."
"Verrückt wie – 'Wuhuu'- verrückt?" fratge Megamind hoffnungsvoll.
"Mehr verrückt wie – verrückt eben. Wie du", grinste sie. "Abe rich schätze, das mag ich. Also ja, ‚Wuhuu'-verrückt. Aber ich muss noch mal darüber nachdenken."
"Das ist okay", sagte Megamind, unfähig, ein breites Grinsen zu verbergen. „Wir sollten vorher sowieso heiraten."
Roxanne verschüttete ihren Kaffee. Was war das nur für ein Tag?
