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Noch mehr tolle Nachrichten.
Ich wurde als erster des gesamten Teams ausgeschaltet, denke grade, ich reiße mich etwas zusammen, werde nochmal getroffen und sitze hier. Niemand weiß wie wir heimkommen. Und in 2 Tagen geht das Land unter. Noch was? Ah, ja, da war noch was. Nach Percys Warnung haben wir doch versucht, ein Floß zu bauen, und mitbekommen, dass das Holz sich nicht dazu eignet. Das Floß könnte uns nicht alle tragen. Genau genommen, zwei Leute. Gut, Percy könnte ein wenig nachhelfen, aber seine Kräfte sind begrenzt!
Weder Eragons, noch Legolas' oder Carters Magie kann etwas daran ändern.
Fazit: Wir versuchen es trotzdem.
Blöd oder so?
Schon. Aber es ist immerhin eine Chance.
Natürlich sind alle jetzt etwas... entnervt. Beim Zusammenbau hat Carter einen Moment lang nicht aufgepasst, ist versehentlich in Rin hineingerannt und wir durften von vorne beginnen. Rin sagt selbstverständlich dass es keine Absicht war. Er wollte das Floß nicht anzünden. Wirklich nicht.
Die Arbeit geht viel zu langsam voran. Eragon interessiert sich nicht für Boote und/oder Flöße. Legolas interessiert sich nur für Boote. Rin kommt aus der Innenstadt und interessiert sich für keins von beidem. Carter hat eine Ahnung davon, wie man aus Schilf Boote herstellen kann- leider ist uns der Schilf gerade ausgegangen. Percy kennt sich zwar begrenzt damit aus und kann perfekt übernehmen, sobald ein Grundgerüst vorhanden ist, hat aber vorher genauso wenig Ahnung wie alle anderen hier. Und ich kann zwar den Blackbird, die Velocity, den X-Van, Logans Motorrad oder mein Cabrio auseinanderbauen, reparieren, zusammenbauen, aber ein Floß?
Nö.
Und wir bräuchten 3 davon.
Heee, was kann schon schief gehen?
Ein halbes haben wir immerhin schon. Und Percy hat seine Angabe noch einmal korrigiert. Inzwischen haben wir noch etwa 16 Stunden. Juhu! Alex versucht ja, jedes Mal wenn ich ihn besuche, dafür zu sorgen, dass wir mal im Meer schwimmen gehen. Und nicht bloß ein paar Meter, nein... RICHTIGE Strecken. Was denn sonst?
Tja. Er würde sich wohl hier einfach ein Surfbrett bauen und sich über den Sturm freuen, mitten reingeraten und absaufen. Mein lieber, kleiner, vorsichtiger Bruder. Der immer so schön aufpasst, dass nicht schiefgeht.

Mann, jetzt habe ich plötzlich Heimweh. Das fehlte grade noch.
Schon, als ich meine Geschichte erzählt habe, fing ich an, Jean zu vermissen, an Alex zu denken, an den Professor, an mein weiches Bett im Institut, Kellys liebliche Blicke, wenn er einen von uns auf dem Gang der Schule sah, so weich, als würde er uns am liebsten in Stücke reißen...
Wieso denk ich an den Spacko?
Und ja, ich habe meinen Schulleiter gerade als Spacko bezeichnet. Wahlweise auch als inkompetenten Trottel. Was sich der Professor wohl als Ausrede einfallen lassen hat, weshalb ich nicht zur Schule komme? So kurz vor meinem Abschluss? Ob sich die Anderen wohl Sorgen machen?
Höchstwahrscheinlich.

Ein Floß fertig.
Zwei to go.
Noch 9 Stunden. Das Wasser steht inzwischen schon deutlich höher. Wir mussten unsere angesammelten Vorräte (wenn man es so bezeichnen will) auf das Floß legen. Fehlt uns grade noch, dass man es nichts mehr essen kann. Wir haben keine Ahnung, ob wir auf der anderen Insel auch etwas zu essen finden. Moment mal...
„He, Legolas, Eragon!", rufe ich zu den beiden hinüber.
Der Drachenreiter bekommt das gar nicht mit, so versunken ist er darin, die Seile, die die Flöße zusammen halten sollen, mit einem wasserabweisenden Zauber zu belegen. Der Elb erhebt sich und kommt zu Rin und mir herüber. „Was gibt es denn?", fragt er sanft.
„Wo habt ihr hier eigentlich was zu jagen gefunden? Die Insel ist nicht groß. Wenn sie wirklich regelmäßig versinkt, dürften gar keine Tiere hier sein, oder etwa doch?"
Alle drehen sich irritiert her. Der Elbenprinz runzelt leicht die Stirn. „Das hat mich auch gewundert. Es gibt keine Erklärung... außer vielleicht, dass diese Tiere ebenfalls aus einigen Dimensionen hergeschleudert wurden. Wer weiß, möglicherweise können sie auch weit genug schwimmen, um im Notfall die andere Insel zu erreichen..."
„Ich bin nicht völlig dumm. Wieso stehen dann hier Bäume? Bäume, die unter Wasser definitiv nicht wachsen können?"

„Das ergibt einfach alles keinen Sinn mehr."
„Na ja", mischt sich Percy ein, „ich habe mir die Insel einmal näher angesehen, und bin zu der Erkenntnis gelangt, dass die Insel ebenfalls sinkt. Falls hier irgendwelche Meerestiere, Pferde oder Zebras wären, könnte ich ja nachfragen, ob das schon immer so war."
„Oder erst seit wir hier sind?" Rin klingt ungläubig.
Carter murmelt leise: „Ich habe mal etwas über die Sage von Atlantis gelesen... Sollte ein Tropfen Blut darauf vergossen werden, geht die Insel unter. Aber das würde sie auch tun, wenn die falschen Personen die Insel betreten würden... das hat irgendein Magier aus dem 1. Nomos kürzlich behauptet. Nicht, dass es sowas wirklich gibt...? Percy, du als Sohn des Poseidon müsstest das doch wissen?"
Percy schüttelte nur den Kopf. „Ich wollte Dad mal danach fragen, aber irgendwie war ich immer in zu viele schreckliche, weltverändernde Weissagungen miteinbezogen. Immer, wenn ich ihn gesehen habe, ging es darum, oder wie glücklich wir beide doch wären, dass endlich alles vorbei ist. Was ja bisher nie so wirklich gestimmt hat."

6 Stunden. So langsam wird's eng.
Percy ist nachher mal runtergetaucht und hat mit einem Tintenfisch gesprochen. Und es lag ganz sicher nicht nur an der vielen Tinte in seinem Gesicht, dass er jetzt etwas (würde ich total sagen, würde er sich höchstwahrscheinlich zu Tode aufregen. Jemanden, der Wasser kontrolliert zu verärgern ist keine Gute Idee, wenn man bis zu den Knien im Wasser steht...) blau um die Nase ist. Die Insel sinkt tatsächlich. Es liegt aber anscheinend nicht an uns. Bei jedem Unwetter sinkt dieses Teil ein bisschen mehr. Und wir mussten genau dann drauflanden, wenn's wirklich kritisch wird.
Oh, Moment mal! Das heißt ja wir haben noch weniger Zeit. 3 Stunden. Nach dem ersten Floß wird's leichter... Die beiden anderen sind halbfertig. Übrigens meine ich, 3 Stunden bis von der Insel GAR NICHTS mehr übrig ist. Nochmal Juhu.
Uns rennt die Zeit davon.
Der Meeresexperte kämpft immer noch mit der Tinte.
Die Magieexperten kümmern sich um die Flöße. Wenigstens kennt Carter eine starken Bindungszauber, mit dem das Holz gut zusammenhält.

1,5 Stunden.
Fast fertig, fast fertig, fast abgesoffen...

1 Stunde.
Ich sagte doch, bis die Insel ganz weg ist, oder?
Grade noch gut gegangen.
Wir haben die Flöße noch schnell miteinander vertäut, Percy bringt uns grade mit seinen durchgeknallten Wasserkräften Richtung andere Insel. Was aus den armen Tieren auf der vorherigen Insel geworden ist, wissen wir nicht.
Nur, dass die Haie sich sehr freuen und laut Percy grade „Futter fassen" durch den Ozean gerufen haben. Hoffentlich ist das Aas interessanter als wir es sind.
Hoffentlich.
Aber bei unserem bisherigen Glück...

Nog ti Äudogorecdur- Väilß...

1. ...jetzt etwas... Rentner... hat Harter einen Moment ... ist versehentlich in Rhein hineingegangen...

2. ...zwar die Blackbox, die Citylage, den X-Van, analoges Motorrad ... auseinanderreißen, …

3. ...mitten eingerannten und abstufen. Mein ... aufpasst, dass nicht schiefgelacht...

4. ...Kellers liebliche Blicke ...Wieso denk ich an die Auspacke?

5. ...„He, Vergolder, Dragoner!", rufe ... mit einem geistesabwesenden Zauber ... Der Gelb...

6. ... Der Prinzipiell runzelt ... Dimensionen herumgeschleudert wurden...

7. ... aus dem 1. Moment kürzlich behauptet. Nicht, dass es Sofas wirklich gibt...? Perser, du als Sohn des Temperamentlos müsstest...

8. ... mussten genau dann draufzahlen, Wendens wirklich kritisch wird...

9. ... Nochmal Uhu ... Die Engagierten/Experimentierten...

10. ... Fast fertig, fast fertig, fast besoffen...