Our Love Story
übersetzt von TiaAgano
Disclaimer: siehe Kapitel 1
Danke für die Reviews an Gugi28, Amunet, Schnuckiputz und leah-chan01!
Kapitel 4
Der heutige Morgen verhält sich exakt so wie der gestrige, denn erneut erwache ich aus einem wundervollen Traum von Harry. Ich kann den Nachmittag kaum erwarten! Warum ich so fasziniert von Potter bin, weiß ich nicht. Allerdings wie könnte ich es auch nicht sein? Er ist der sexieste, attraktivste und erotischste Mann der ganzen Welt!
Scheiße, so langsam aber sicher läuft diese Verknalltheit ganz schön aus dem Ruder. Wenn ich jetzt nicht aufpasse könnte ich mich tatsächlich auch noch ernsthaft in ihn verlieben, was, wie ich euch versichern kann, NIEMALS geschehen wird, sollte ich es verhindern können. Vielleicht sollte ich so langsam mal aufstehen!, denke ich und beginne mit meiner morgendlichen Routine. Duschen, stylen und dann anziehen. Heute entscheide ich mich für ein paar hautenge dunkelblaue Hosen und ein enganliegendes weißes T-Shirt, darüber meine Schulroben. Ein letzter Blick in den Spiegel um meine Frisur zu checken und ab geht's in die große Halle.
Irgendwie bin ich heute morgen verdammt hungrig. Bevor ich meinen Platz neben Blaise einnehme werfe ich einen kurzen Blick zu den Gryffindors und stelle fest, dass Harry noch nicht hier ist. Frustriert schaufele ich eine große Portion Eier, Speck, Würstchen und einige Scheiben Toast auf meinen Teller und beginne zu essen.
„Hey Mann, mach langsam! Wenn du so weiter machst erstickst du noch!" „Kümmer dich um deinen eigenen Scheiß, Blaise!", schnauze ich. „Ja, ich wünsch dir auch einen wundervollen guten Morgen, Draco! ... Welche Klassen haben wir heute eigentlich?" Kann ich eigentlich nicht eiinfach ganz in Ruhe frühstücken? „Hast du eigentlich keinen eigenen Stundenplan? ... Wir haben Kräuterkunde, dann Verwandlungen, gefolgt von einer Doppelstunde Pflege magischer Geschöpfe. Oh, und den heutigen Nachmittag verbringe ich mit Potter.", erzähle ich mit breitem Grinsen. Blaise grinst zurück.
„Ach, und wie hast du das angestellt? Potter würde doch niemals einfach so zustimmen!" „Wir müssen an dem Aufsatz für Snape arbeiten, also hab ich vorgeschlagen gemeinsam Informationen in der Bibliothek zu sammeln und er hat ja gesagt." „Gut gemacht, Draco, ich bin stolz auf dich. Hoffentlich nutzt die Chance, die sich dir da bietet, springst endlich über deinen verfluchten Schatten und bittest Potter um Hilfe wegen der ganzen Todesser Geschichte!" „Ist ja gut, Blaise, ich werde mich bemühen! Ich hoffe nur er hilft mir auch!" „Das wird er!", meint Blaise und beendet damit unsere Unterhaltung für den Rest des Frühstücks.
Ob Potter mir wirklich helfen wird? Kann er das denn überhaupt? Ob er mir wohl glaubt, dass ich kein Interesse daran habe mich den Todessern anzuschließen? Was wenn er rauskriegt, dass ich auf ihn stehe? Wahrscheinlich wird er sich darüber totlachen! Ob er mir gegenüber wohl jemals das gleiche empfinden könnte? Mach dich nicht lächerlich! Du weißt ja noch nicht mal ob er schwul ist!
„Hey Draco, das Frühstück ist vorbei, wir müssen zum Unterricht!", reißt mich Blaise Stimme aus meinen Gedanken. „Ja, ist gut. Ich komme."
Nun zumindest war mein Unterricht heute sehr unterhaltsam. In Verwandlungen, meiner ersten Stunde, verwandelte Longbottom seine Tasse in eine Ratte, statt wie geplant einer Katze. Ich habe noch nie so schnell alle Mädchen der Klasse schreiend auf ihre Tische springen sehen!
Pflege magischer Geschöpfe war ein Brüller! Der Riese hat uns kleine seltsame Viecher namens „Umarme-mich"s oder auch einfach „Umarmer" vorgestellt. Pansy war wie immer nicht gerade vorsichtig und eines der aus dem Käfig gelassenen Viecher ist in ihre Haare gekrochen und hat sich geweigert wieder rauskommen. Ich schwöre, gegen das Rumgeschreie von Parkinson kann jede Todesfee einpacken!
Inzwischen ist es 16.40 Uhr und mein Unterricht somit beendet. Ich befinde mich gerade in meinem Raum um mich für meine „Verabredung" ein wenig frisch zu machen. Schnell noch mein Zaubertrankbuch geschnappt, in letzter Blick in den Spiegel (perfekt, wie immer) und dann verlasse ich mein Zimmer auch schon wieder und gehe Richtung Gemeinschaftsraum, wo ich Blaise und Pansy treffe.
„Oh Dracy, es muss a wirklich furchtbar für dich sein! All diese Zeit mit Potter verbringen zu müssen!", sagt sie. „Ich hoffe nur er macht dir das Leben nicht gar so schwer und wenn doch... sag mir Bescheid! Ich kenne einen Weg, damit du dich ganz schnell wieder besser fühlst." Uäh, gibt diese Frau denn nie auf? „Ich werd schon klarkommen Pansy! Bis zum Abendessen!" „Viel Glück!" flüstert mir Blaise noch verschwörerisch ins Ohr, bevor ich mich auf den Weg in die Bibliothek mache.
Dort angekommen sehe ich recht schnell, dass Potter noch nicht hier ist und wähle deshalb selbst einen Tisch aus. Kurz nachdem ich mich gesetzt und meine Bücher ausgepackt habe, taucht er dann auch schon auf. „Hey Malfoy!", murmelt er und setzt sich zu mir. „Hi Potter" Irgendwie sieht er ziemlich aufgebracht und niedergeschlagen aus und ich erwische mich selbst dabei wie ich mich ernsthaft um die Gründe dafür sorge.
„Hör mal, lass es uns einfach so schnell wie es geht hinter uns bringen, ja?... Ich bin heute in keiner besonders guten Stimmung.", meint er schließlich. „In Ordnung. Ich gehe nach ein paar Büchern über Veritaserum suchen und du schaust mal in unserem Zaubertränkebuch nach, okay?"
Wie sich bereits nach kurzer Zeit herausstellt gibt es wesentlich mehr Bücher zu dem Thema als ich dachte. Ich schnappe mir so viele ich tragen kann und gehe zurück zu unserem Tisch, wo ich den Bücherstapel sofort fallen lasse. „Himmel Malfoy, lass das, ich hab fast nen Herzinfarkt bekommen!" „Sorry Potter", erwidere ich ohne vorher darüber nachzudenken.
„Malfoy, hast du dich gerade bei mir entschuldigt?" Der Unglaube in Harrys Stimme zu hören. Scheiße, ich hab mich wirklich gerade bei ihm entschuldigt! Na ja, zurücknehmen kann ich's jetzt ja wohl schlecht. „Ja, na und, Potter?" „Nichts weiter, ich hab nur nicht dran geglaubt, dass ich diesen Tag jemals erleben würde." „Gewöhn dich nur nicht dran, es wird nie wieder passieren."
Wir beginnen also zu lesen, jedenfalls solange bis ich feststelle, dass Potter bereits seit 10 Minuten auf der selben Seite festhängt. Was geht heute nur in seinem Kopf vor? „Erde an Potter! Du starrst seit einer Viertelstunde die selbe Seite an. Stimmt irgendwas nicht?" Shit, musste ich den letzten Satz unbedingt laut sagen? Potter jedenfalls sieht seufzend von seinem Buch auf. „Ich hab heute einfach viel im Kopf. Was kümmert es dich überhaupt?" Ich weiß, eigentlich sollte ich jetzt sagen ‚tut es ja gar nicht' aber es tut es nun mal! Ich WILL sein Freund sein. Ich will, dass er mich mag.
„Du scheinst dich über irgendwas aufzuregen und ich dachte, dass ich dir vielleicht helfen könnte." Verdammt, dass kam jetzt nicht wirklich gerade aus MEINEM Mund raus, oder? Verdammte Scheiße ich klinge ja schon wie ein verfluchter Gryffindor! Potter blickt mich verwirrt an. „Okay, wer bist du und was hast du mit dem richtigen Draco Malfoy gemacht? Ich bin ja noch mit der Entschuldigung vorhin einigermaßen klargekommen, aber jetzt willst du mir auch noch HELFEN??? Was spielst du hier für ein falsches Spiel?"
Okay, das läuft hier total schief. „Hör mal, Potter, so sehr du auch denkst, dass ich dich hasse, um die Wahrheit zu sagen ist eher das Gegenteil der Fall. Du kennst MICH überhaupt nicht. Alles was du kennst ist die Hülle des kalten, arroganten und total verwöhnten Malfoy Sprosses, aber das bin nicht wirklich ich. Es ist nur eine Fassade, die ich aufrecht zu erhalten habe, weil mein Vater es so will, aber so bin ich überhaupt nicht!" Oh ja Malfoy, weiter so! Red einfach weiter und mach dich total zum Affen. Potter sieht ja jetzt schon so aus, als würde er dich am liebsten nach St. Mungos schicken!
„Mal ganz ehrlich Malfoy, woher soll ich wissen ob ich dir trauen kann? Du hast mir nie auch nur die geringste Veranlassung dazu gegeben! Nach allem was ich weiß, könnte das hier ein neuer Plan sein mich an Voldemort auszuliefern. Du könntest bereits einer seiner treuesten Todesser sein..."
„DAS BIN ICH NICHT!!" Scheiße, das war jetzt doch etwas lauter als ich es geplant hatte. „Ich bin kein Todesser, noch nicht jedenfalls und ich persönlich will auch keiner werden. Du musst mir einfach glauben, dieser Sommer war der furchtbarste meines ganzen Lebens. Voldemort war schrecklich. Ich erde mich niemals vor so einem Psychopaten niederknien, ich knie vor niemandem!" Ich bin fast schon am Heulen, etwas das ich seit meiner frühesten Kindheit nicht mehr getan habe, zumindest nicht öffentlich.
Wenn er mir nicht glaubt, bin ich verloren. In meiner Verzweiflung lasse ich all meine Schutzwälle fallen, werde dadurch total verwundbar und versuche ihm somit klarzumachen, dass ich die Wahrheit sage. „In Ordnung Malfoy, ich glaube dir. Ich weiß nicht warum, aber och tue es. Ich hoffe stark für dich, dass du mich nicht anlügst. Ich schätze, dass ich in der Lage bin dir zu helfen. Du musst allerdings mit mir zusammen zu Dumbledore, er wird dich dann vor deinem Vater schützen.", sagt er schließlich und sein Blick bohrt sich noch tiefer in meine Augen.
„Danke, du hast keine Ahnung wie viel mir das bedeutet.", entgegne ich und bevor ich es verhindern kann rutscht mir noch der Satz „Kann ich dich jetzt Harry nennen?" heraus. Merlin hilf mir, ich werde immer mehr zu einem verknallten Schulmädchen! Bekomm dich endlich wieder unter Kontrolle, Malfoy! Harry lächelt jetzt. „Wenn ich Draco sagen darf." „Natürlich. Okay, dann lass uns mal sehen, was wir so über Veritaserum rauskriegen können, wir haben ja einige Bücher durchzusehen."
Der Rest des Nachmittags verläuft wirklich gut und wir können fast unsere ganze Arbeit erledigen. Wir reden auch sehr viel über alles mögliche, es ist wirklich leicht sich mit ihm zu unterhalten. Je länger unsere gemeinsame Zeit dauert, desto mehr fühle ich mich zu ihm hingezogen.
„Tja, Harry, ich denke wir machen besser Schluss für heute, man erwartet mich beim Abendessen. Es war in sehr schöner Nachmittag. Was hältst du davon das ganze am Donnerstag so um 16.30 Uhr zu wiederholen, damit wir fertig werden?", frage ich. „Ja, klingt gut. Ich muss sagen, dass mir dieser Draco viel besser gefällt als der andere. Warum kannst du dich nicht normalerweise genau so verhalten?"
„Mein Vater würde mich dafür köpfen. Ich muss diese Fassade einfach aufrecht erhalten um zu überleben und das schon seit ich klein bin. Aber du weißt ja inzwischen, dass der Draco, d du seit 6 Jahren kennst, nicht der wirkliche Draco ist." „Nun ich mag den wirklichen Draco wirklich gerne und freue mich schon darauf ihn besser kennen zu lernen. Wir sehen uns dann am Donnerstag. Machs gut!", meint er und verlässt dann die Bibliothek.
Ich bleibe noch für ein paar Minuten sitzen und lasse den Nachmittag Revue passieren. Es lief wirklich gut und ganz plötzlich bin ich wahnsinnig glücklich. Meine Hoffnung darauf, dass alles ein gutes Ende nimmt, ist stark gewachsen. Schließlich packe auch ich meine Bücher zusammen und verlasse die Bibliothek.
Nun seit diesem einen Tag in der Bibliothek sind bereits 2 Monate vergangen und diese beiden Monate waren die eindeutig besten meines Lebens. Harry und ich kommen uns immer näher bei unseren inzwischen immer häufigeren Treffen und manchmal arbeiten wir nicht einmal für Zaubertränke. Wo es übrigens auch prima läuft.
Snape wäre fast in Ohnmacht gefallen, als unser Trank gleich beim erste Mal funktionierte und wirr nicht ein einziges Mal gestritten hatten. Ich wünschte ich hätte in diesem Moment eine Kamera dabei gehabt.
Ich glaube ich weiß jetzt so ziemlich alles über Harry. Er hat mir erzählt wie sehr er es hasst bei seinen Verwandten leben zu müssen, die sich so verhalten als existiere er gar nicht.
Er erzählte mir auch von dem Schrank unter der Treppe, wo er die ersten 10 Jahre seines Lebens verbrachte. Die Stelle hätte ich ihm fast nicht geglaubt. Welcher Unmensch tut einem Kind so etwas an?
Er erzählte mir, dass er es hasst berühmt zu sein für etwas, dass er nicht einmal beeinflussen konnte. Der ganze Wirbel um ihn geht ihm tierisch auf die Nerven.
Oh, von seinem Paten, Sirius Back, hat er mir natürlich auch erzählt. An diesen Tag erinnere ich mich noch sehr gut. Harry sagte, dass seinen Paten sterben gesehen hatte, dass alles seine Schuld war und alle die ihn liebten dem Tode geweiht seien.
Es hat Stunden gedauert bis er aufgehört hat zu weinen und ich war wahnsinnig stolz, dass er tatsächlich vor mir und in meinen Armen geweint hat. Wenn ich jemals Tante Bellatrix in die Hände kriege, werde ich sie eigenhändig töten.
Er hat mir auch eine klitzekleine Winzigkeit erzählt, die mir tatsächlich noch nützen könnte. Ihr erinnert euch an den Tag in der Bücherei, wo ich ihn gefragt hatte, warum er so aufgebracht war? Tja, es stellte sich heraus, dass er kurz zuvor gerade Granger und Weasley gestanden hat, dass er schwul ist.
Jep, er. ist. SCHWUL!!! Mit anderen Worten, eine winzige Chance habe ich doch! Na ja, jedenfalls hat Weasley das Ganze nicht besonders aufgenommen, aber Granger hat Harry total unterstützt. Weasley allerdings redet zur Zeit nicht mit ihm, toller Freund.
Im Gegenzug habe ich Harry erzählt, wie ich wirklich über meinen Vater denke. Ich erzählte ihm von meinem Sommer und dem kleinen Mädchen, das ich hatte töten müssen. Darüber hatte ich noch nicht mal mit Blaise gesprochen.
Ich sagte ihm, dass ich nie wieder in meinem ganzen Leben dazu gezwungen sein wollte zu töten, außer vielleicht Voldemort höchstpersönlich und ich sagte ihm, warum ich auf keinen Fall Todesser werden wolle. Nun gut, um ehrlich zu sein hab ich ihm nur den einen Grund verraten. Unmöglich hätte ich ihm sagen können, dass ich ihn liebe und alles tun würde um ihn zu schützen.
Ja, ihr habt richtig gehört, ich sagte „liebe". Ich weiß, dass ich geschworen habe das würde nie passieren, aber es ist doch so gekommen. Je mehr Zeit ich mit ihm verbringe, desto wundervoller finde ich ihn.
Ich weiß, dass ich gerade klinge wie ein verfluchtes Weib, aber es geschehen nun einmal seltsame Dinge wenn man liebt. Ha, könnt ihr es glauben? Ein absolut verliebter Malfoy! Wer hätte das jemals für möglich gehalten?
Reviews? Bittebitte! #lieblächel#
