So, ihr Lieben, habt ihr mich vermißt? Nachdem ihr nun alle sehnsüchtig (hoffe ich doch /chrm chrm/) auf die Fortsetzung gewartet habt, geht es nun auch schon schwungvoll weiter. Ich danke natürlich wieder einmal meiner göttlichen Beta Momo, die den imaginären Rotstift geschwungen hat.

Kommentare zu Reviews diesmal am Ende des Pitels.

Abgemacht

Severus hatte nicht schlafen können. Die ganze Nacht wälzte er sich im Bett hin und her, die Augen offen, seine Gedanken kreisten um diese weichen Lippen. Diese unglaublich weichen, sinnlichen, warmen, süßen Lippen.

Im Morgengrauen schwang er sich aus dem Bett, erfrischte sich durch eine Dusche und ging in sein Frühstückszimmer. Sein Butler, Dukes, begrüßte ihn mit Ehrfurcht und schenkte ihm Kaffee ein. Selbst die Zeitung konnte ihn nicht fesseln. Unruhig lief er im Zimmer auf und ab, wie ein Flughörnchen auf Steroide.

Wenn er sie jetzt besuchte, mochte das unhöflich erscheinen, wenn er aber warten würde, bis zum Nachmittag, würde er garantiert nicht der erste Besucher am heutigen Tage sein. Er konnte allerdings nicht warten und so machte er sich am frühen Vormittag auf, um Jasmine Grant einen Besuch abzustatten.

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Jasmine saß auf dem Sofa, verschiedene Zeitungen um sich ausgebreitet, um immer um immer auf dem neusten Informationsstand zu sein. Ihre Kunden wussten gute Konversation zu schätzen. Ihr Frühstück, welches aus Toast und Kaffee bestand, war noch unberührt. Eine aufgeschlagene Zeitschrift auf ihrem Schoß, die Hände ruhelos knetend, dachte sie an den Mann, den zu treffen sie die letzten 5 Jahre vermieden hatte.

Nun spukte er durch ihre Gedanken und ihre Lippen erinnerten sich noch immer an den letzten Abend. Alles in ihr war in Aufregung. Auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte, sie war auf äußerste erregt gewesen. Und das war ihr noch nie passiert.

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Snape apparierte direkt vor den Eingang, klingelte ungeduldig und stürmte, kaum das die Bedienstete die Tür geöffnet hatte, in die Eingangshalle.

„Ist Miss Grant da?" verlangte er zu wissen. Das schüchterne Mädchen nickte und bedeutete ihm, hier zu warten, während sie nachsah. Einige Minuten später erschien sie wieder und führte ihn in den Salon.

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Severus betrachtete die Schönheit auf dem Sofa. Sie schien ihn noch nicht bemerkt zu haben, so sehr war sie in Gedanken versunken. Heute trug sie ein leichtes Sommerkleid, mit dünnen, durchsichtigen Ärmeln und zarte, flache Schuhe an den Füßen. Ihre Haare hatte sie entflochten und fielen ihr nun in sanften Wellen auf die Schultern.

Er räusperte sich höflich. Sie schlug die Augen auf und sah ihn an. „Oh ... Prof ... Mister Snape. Wie schön, Sie so schnell wieder zu sehen." Sie bot ihm einen Stuhl an, setzte sich auf und lächelte ihn kühl an.

Leicht grinsend setzte er sich ihr gegenüber und musterte die Zeitung auf ihrem Schoß. Er konnte die Schlagzeile über irgendeinen Auror lesen, der in Afrika einen entwichenen Todesser auf die Spur gekommen war und diesen dingfest gemacht hatte. Zur Abwechslung stand er mal nicht in der Zeitung, kein Wunder, er hatte die Schule für die Sommerferien geschlossen und das Ministerium ließ ihn weites gehend in Ruhe. Der neue Zaubereiminister war genauso unfähig wie Fudge es gewesen war und bombardierte ihn fast täglich mit Eulen, um Rat fragend, genau wie Fudge es mit Dumbledore gemacht hatte.

Mit Wehmut dachte er einen kurzen Moment an den alten Zauberer, der ihn wie einen Sohn geliebt und behütet hatte und dankte ihm im Stillen für die Unterstützung in de letzten Jahren.

Jasmine sah ihn prüfend an. Sie konnte förmlich sehen, wie sein Gehirn zu arbeiten begann, während er nach Worten suchte, um zweifellos ihre Schönheit, ihren Geist, ihren Esprit und Charme zu preisen. Das kannte sie schon. Nur ...

„Nun, Miss Grant. Es hat mir gestern Abend sehr gut hier gefallen. Und ich denke auch, das Sie es genossen haben, mich ein wenig zu demütigen." Er lachte ein kleines Lachen, das ihn gleich um Jahre jünger erscheinen ließ.

„Ich bin hergekommen, um Ihnen einen Vorschlag zu machen. Ich bitte Sie, es sich gründlich zu überlegen und mir dann eine Antwort zukommen zu lassen." Sie wollte etwas erwidern, doch er winkte ab. „Nein, lassen Sie mich ausreden. Sie wissen zweifelsohne, wer ich bin. Und ich habe gestern Abend bei Ihnen eine kleine Abneigung gegen einen Gast ihres Arbeitgebers gespürt. Sie wissen, wen ich meine?" Eigentlich war das keine Frage, sondern eher eine Feststellung. Die junge Frau wurde bleich und nickte.

„Ich rede natürlich von Lucius Malfoy. Er muss Ihnen etwas in Ihrer Vergangenheit angetan haben, was Sie tief verletzt hat. Nun, auch ich trage ein wenig Hass in mir, bezüglich dieses Mannes. Ich bitte Sie, mir bei einer kleinen Maskerade zur Seite zu stehen."

Sie wurde unruhig und stand auf. Die Arme vor der Brust verschränkt stand sie am Fenster und sah auf die Straße hinaus. Sie wusste, was nun kommen würde, ahnte es.

„Ich würde Sie selbstverständlich dafür entlohnen, dass Sie mir Ihre Zeit leihen. Sie würden zu nichts gezwungen, was Sie nicht auch wollen." Für einen kurzen Moment schloss sie ihre Augen, dann drehte sie sich zu ihm um und prallte gegen seine Brust. Starke Arme umfingen sie, hinderten sie am fallen. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass er auch aufgestanden und hinter sie getreten war.

„Was muss ich tun?" Ihre Stimme klang ein wenig unsicher, gar nicht die welterfahrene Kurtisane, die sie zu sein vorgab. Plötzlich sah sie verletzlich aus, und er spürte den unwiderstehlichen Drang, sie in die Arme zu nehmen, sie beschützen zu wollen. ‚Reiss dich zusammen, Severus!' mahnte er sich und ließ sie los.

„Ich bitte Sie, an meiner Seite einige Anlässe und Feste zu besuchen, sozusagen als meine Geliebte. Außerdem brauche ich für einige Dinnerpartys eine Gastgeberin. Ich will Lucius Malfoy überführen und brauche dazu Sie. Er hat gestern Abend eine gewisse Zuneigung zu Ihnen gezeigt, die es mir ermöglicht, ihm durch Sie an die Gerechtigkeit auszuliefern. Wenn Sie einverstanden sind, spreche ich mit Ihrem Chef, um ihm mitzuteilen, das Sie von nun an bei mir in meinem Haus wohnen werden."

Mach das es nicht wahr ist. Bitte! Warum ausgerechnet er?' Ihr Gesicht dem seinen zugewandt, nickte sie kaum merklich. „Unter einer Bedingung: ich werde nicht mit Ihnen schlafen. Ich werde so tun, als wenn ich Ihre Geliebte wäre, aber ich werde nicht Ihr Bett teilen. Und wir werden es zeitlich festlegen."

Severus war zwar überrascht, stimmte aber zu. „Das passt mir auch besser, denn am ersten September muss ich wieder in der Schule sein. Sagen wir, bis zum 31. August, bis dahin müsste es erledigt sein. Als Lohn schlage ich dreitausend Galleonen vor." Wieder nickte sie. Sie wusste, er hatte nach Dumbledores Tod den Posten des Schulleiters bekommen und leitete Hogwarts mit einem Geschick und Gerechtigkeit, die sie ihm gar nicht zugetraut hätte.

„Wollen wir einen Vertrag aufsetzen?" Seine Stimme riss sie aus ihren Gedanken. Sie ging an einen Schreibtisch und entnahm diesem eine Rolle Pergament und einen Federkiel und Tinte. Schnell war der Vertrag fertig und sie unterschrieben beide. Er entschuldigte sich kurz, um mit Ewan zu sprechen und kam dann zurück in den Salon.

„Ich hole Sie heute Nachmittag ab. Seien Sie bis dahin mit packen fertig." Das klang zwar eher wie ein Befehl, aber Jasmine fügte sich.

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Aus irgendeinem Grund fieberte sie dem Nachmittag entgegen. Ewan hatte sich sehr erfreut gezeigt, als Severus ihm mitteilte, dass Jasmine nun unter seinem Schutz stand und für unbestimmte Zeit bei ihm wohnen würde. Über die Entlohnung hatten er und Ewan nicht gesprochen, allerdings hatte Jasmine ihm 20 überlassen müssen, so stand es in ihrem Vertrag.

Mit der einzigen Freundin unter den anderen Kurtisanen hatte Jasmine sich beraten, oder vielmehr, Harriette hatte ihr Tipps gegeben, wie sie das Geld anlegen konnte, um etwas auf die hohe Kante zu bekommen. Auch hatte Harriette sie unter ihre Fittiche genommen, als sie bei Ewan ankam, hatte ihr gezeigt und gesagt, wie sie mit Freiern umzugehen hatte, wie sie sich benehmen sollte. Von ihr wusste Jasmine alles, was sie wissen musste.

Ein Klopfen an der Tür sagte ihr, das Severus zurück war, um sie mit sich zu nehmen. Sie stand auf, legte sich ihren taubenblauen Umhang um, nahm ihren Koffer und folgte ihm zu einer prächtigen schwarzen Kutsche mit einem silbernen Wappen auf der Tür.

Die Fahrt zu seinem Stadthaus verlief ruhig und unter einträchtigem Schweigen. Kurze Zeit später hielt der Wagen vor einem großen, palastähnlichen Haus. Jasmine bekam große Augen. Sie hatte nicht gewusst, das Severus reich war, geschweige denn so reich.

Er half ihr aus der Kutsche, nahm ihren Koffer und stieg die Treppen zur Eingangstür hinauf. Scheinbar wie von Zauberhand öffnete sich die schwere Tür, doch Jasmine sah sofort den Mann, der sie geöffnet hatte.

„Das ist Dukes, mein Butler", riss Snapes Stimme sie aus ihren Gedanken. „Dukes, das ist Miss Grant. Sie wird für ein paar Wochen unser Gast sein." Der Butler verneigte sich vor seinem Herrn, beäugte die junge Frau misstrauisch und verneigte sich auch kurz vor ihr.

Kaum hatten sie das Haus betreten, als auch schon die übrigen Bediensteten herbei gewuselt kamen, um ihrem Herrn ihre Ehrerbietung zu erweisen. Es waren Hauselfen und auch Menschen darunter, vom Küchenjungen bis zum Butler war alles vertreten. Jasmine musterte den Mann an ihrer Seite und plötzlich erschien er ihr in einem ganz anderen Licht. Was wusste sie eigentlich über ihn? Nichts, oder nicht viel, das stand fest.

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Man hatte ihr ein Zimmer im ersten Stock des Hauses zur Verfügung gestellt. Sie sah sich in dem geschmackvoll eingerichteten Raum um und war sprachlos, so viel Eleganz an einem Ort zu entdecken vorzufinden. Ihre Sachen waren schnell in dem riesigem Schrank untergebracht und sie entdeckte das ihr gehörende Bad und setzte sich gedankenverloren auf den Rand der freistehenden, riesigen Badewanne.

Als es Abend wurde, klopfte Dukes an ihre Tür und geleitete sie hinunter in den Speisesaal. Er zeigte deutlich seine Missbilligung und was er von ihr und Ihresgleichen hielt, aber es stand ihm nicht zu, die Entscheidungen seines Herrn in Frage zu stellen.

Das Essen war köstlich, das stand außer Frage. Die Köchin verstand ihr Handwerk, das musste Jasmine zugeben. Nur, sie war so nervös und aufgeregt, dass sie kaum einen Bissen hinunter brachte. Severus spürte ihre Anspannung und versuchte, diese zu lösen, indem er sie auf andere Gedanken brachte.

„Was halten Sie davon, wenn wir morgen ins Theater gehen?" Ruckartig bewegte sie ihren Kopf in seine Richtung, sah in seine Augen und nickte mechanisch. Sie war nicht bei der Sache, musste sie doch immer an diesen Mann, dieses Haus, diesen Luxus denken. Nein, sie war eigentlich nicht materialistisch eingestellt, konnte aber nicht umhin, all dies zu bewundern. B/N: und zu genießen!

Schweigend beendeten sie das Mahl, verabschiedeten sich und wünschten sich eine gute Nacht.

Beide fanden in dieser Nacht keinen Schlaf, zu sehr waren sie aufgewühlt von den Eindrücken, die sie von dem jeweils anderen gewonnen hatten.

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Am nächsten Morgen holte Severus sie zum Frühstück ab und brachte sie in den blauen Frühstückssalon. Das Essen war sehr reichlich und wirklich köstlich, nur brachten beide kaum einen Bissen hinunter. Severus verabschiedete sich auch bald, um ins Ministerium zu gehen und überließ die junge Frau sich selbst. Er wollte, dass sie sich eingewöhnte und sich in Ruhe umsah.

Gegen Abend kam Severus erschöpft und ausgelaugt heim und fand Jasmine in der geräumigen und gut bestückten Bibliothek. Er beobachtete sie, ein Glas Portwein in den Händen, wie sie verzückt mit den Fingern über einige alte Bücher strich. Dann bemerkte sie ihn. Sie drehte sich um und ging auf ihn zu. Sofort bemerkte sie seine Angespanntheit und noch etwas anderes in seinem Blick und lächelte ihn freundlich an.

„Ist irgendwas?" fragte sie, den Stier bei den Hörnern packend. So ertappt, lächelte er und nahm einen Schluck Wein. „Bei einem Preis von 3000 Galleonen ist es mir doch gestattet, Sie anzusehen. Ich überlege gerade, ob ich vielleicht Ihr Bild in Auftrag geben könnte. Sie haben etwas Klassisches an sich, das gut zu einer allegorischen Darstellung passen würde, finde ich. Ein Akt, was meinen Sie?" Sie schnaubte. „Ja, das würde Ihnen wohl gefallen, was?" Sein Grinsen wurde breiter. „Ich glaube schon." Jasmine drehte sich wieder zu den Büchern um. „Und welche Allegorie?"

Er strich sich über den Mund und ließ seinen Blick über ihre Gestalt wandern. „Vielleicht Aphrodite. Oder Persephone." Er schnippte mit den Fingern. „Wie hieß noch einmal die Kleine, die Zeus in einem Schauer aus Goldmünzen überwältigt hat?"

„Danae", erwiderte sie und musste trotz ihrer Entrüstung lachen, weil sie beide ein seltsames Paar abgaben: die Hure und der Lehrer. „Sie empörender Mensch, wollen Sie mich beleidigen?" Er schüttelte den Kopf. „Nein, ich ziehe Sie nur ein bisschen auf. Das faszinierende Leuchten war in seine Augen zurückgekehrt. Vielleicht lag es nur am Portwein. Doch die Luft zwischen ihnen, der ganze Raum vibrierte vor Spannung.

Verlegen wandte sie den Blick ab und schlenderte auf den Flügel zu. „Spielen Sie Klavier?" Bedauernd schüttelte er den Kopf. „Jetzt nicht mehr. Und Sie?" Jasmine lächelte scheu. „Ein bisschen."

„Dann spielen Sie mir doch etwas vor", murmelte er. „Stets zu Diensten", antwortete sie mit einem amüsierten Lächeln und setzte sich auf die Klavierbank. Als sie die goldene Prägung sah, hielt sie den Atem an. „Ein Graf!" staunte sie. Der herrliche Flügel war fast zu schön, um ihn zu berühren. „Oh, Mr Snape, ich trau mich nicht."

„Aber natürlich trauen Sie sich" erwiderte er mit einem kleinen, sarkastischen Lächeln. „Aber, Mr Graf baute Flügel für Beethoven", ehrfürchtig beäugte sie die Tasten. „Meine durchschnittlichen Fähigkeiten werden diesem herrlichen Instrument wirklich nicht gerecht."

„Aber ich möchte, dass Sie für mich spielen. Nun kommen Sie schon!" Jasmine schüttelte ob dieser merkwürdigen Bitte den Kopf. „Mir ist aufgefallen, dass hier in fast jedem Raum Flügel oder Klaviere stehen – ich kann wirklich nicht begreifen, wieso Sie so ein wunderbares Kunstwerk in Ihrer Bibliothek verstecken."

„Für mich ist die Musik eine sehr persönliche Sache, Miss Grant. Wollen Sie jetzt für mich spielen oder nicht?" Sie legte die Finger auf die Tastatur. „Also gut, wenn Sie darauf bestehen." Sie spielte einige Läufer zum Aufwärmen, hielt dann aber abrupt inne. „Der ist ja verstimmt!"

Er nickte und nahm noch einen Schluck Port. „Ich weiss."

„Ach, Sie regen mich wirklich auf!" rief sie aus. „Wie können Sie nur! Verstecken einen so großartigen Flügel hier in Ihrer Bibliothek, wo nur Sie Freude daran haben können, und dann lassen Sie ihn noch nicht einmal stimmen! Das sollte der Minister zu einem Verbrechen erklären!" Er lächelte.

„Jedenfalls weigere ich mich, Ihnen vorzuspielen, wenn ich doch genau weiss, dass meine Serenade wie Katzenmusik klingen wird, solange der Flügel nicht gestimmt ist."

„Nun, als Kurtisane müssen Sie doch hervorragende Fähigkeiten besitzen. Was können Sie noch?"

„Nichts, wofür Sie bezahlt hätten." Sie stütze sich mit dem Ellbogen auf dem Flügeldeckel und legte mit einem schelmischen Lächeln die Hand an die Wange.

„Kleine Halsabschneiderin." Er lachte, doch sie war immer noch vor der Glut der Begierde in seinem Blick auf der Hut. Sie sah sich nach einer Ablenkung um. „Haben Sie sich schon überlegt, wie Sie Malfoy dran kriegen wollen?"

„Nein, ehrlich gesagt habe ich noch keine Ahnung, wie ich das anstellen soll. Ich hatte gehofft, Ihnen fällt etwas ein. Da wir ihn beide hassen, hatte ich gehofft, Sie hätten eine Idee."

„Später vielleicht. Erst einmal müssen wir die Öffentlichkeit davon überzeugen, das wir ein Paar sind", meinte sie leise. Langsam ging er an seinem Schreibtisch, öffnete die Schublade und holte ein kleines, schon etwas älteres Bild einer jungen Frau heraus. „Es hat einmal eine Frau in meinem Leben gegeben. Und er hat ihr Leben so zerstört, dass sie keinen anderen Ausweg gesehen hat, als sich das Leben zu nehmen. Das weiß niemand aus der Gesellschaft und ich möchte auch, dass das so bleibt." Sein Ton war herrisch und so fand Jasmine, das es an der zeit war, ihm eine gute Nacht zu wünschen.

Automatisch erhob er sich und nickte ihr beim Hinausgehen zu. Warum hatte er von Christine erzählt? Er wusste es nicht, glaubte jedoch zu wissen, dass Jasmine ihn verstand.

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Dieser Mann war ein Geschenk des Himmels! Er hat von mir Besseres verdient' dachte sie und schwor sich, in Zukunft eine bessere Kurtisane zu sein, Die Hauptfunktion ihres Gewerbes würde sie zwar nie erfüllen, aber eine wahre Hetäre war ja viel mehr als nur eine Bettgenossin; ihr standen andere Mittel zur Verfügung, sein Leben angenehmer und glücklicher zu gestalten. Dieses riesige, protzige Haus hallte vor Einsamkeit; sie konnte ihm helfen, das wusste sie. Er war wie sie, obwohl ihm das nicht klar war: Beide waren in sich selbst gefangen.

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Sie hatte sich den Weg in den blauen Salon gemerkt und betrat nun das Frühstückszimmer. Severus war schon anwesend und begrüßte sie mit einem Nicken, verschwand danach wieder hinter seiner Zeitung.

Dukes kam mit dem Frühstück herein, zeigte seine Ablehnung deutlich, als er ihr den Teller hinstellte. Dann reichte er Severus sein Frühstück und verschwand wieder.

„Hm, ein köstliches Omelett, probieren Sie!" fordere Jasmine ihn auf. „Ihre Köchin ist einfach phantastisch." Er seufzte. „Tja, dafür hat meine Haushälterin auch beschlossen, nicht mit Ihnen unter einem Dach zu wohnen und sich quasi selbst auf mein Landgut versetzt." Jasmine ließ vor Überraschung ihre Gabel fallen. „Wann?"

„Heute morgen. Bevor Sie hinunter gekommen sind, hatte Mrs. Laverty schon ihre Koffer gepackt und ist abgereist." Sprachlos sah sie ihn an. „Jähzornige, alte Hexe, aber sie macht ihre Arbeit wirklich sehr gut, und außerdem kann ich nicht jemanden entlassen, der schon seit meiner Kindheit bei mir ist."

„Also wirklich", empört richtete sie sich auf ihren Stuhl zu der beeindruckenden Größe von knapp 1,65 m auf. „Dann werde ich den Haushalt leiten. Keine Sorge, ich werde Snape Manor in tadellosem Zustand halten."

„Und wie wollen Sie das anstellen?" Er zog eine Augenbraue hoch. „Das Personal hält Sie für eine betörende Sirene, die mich mit einem Zauber in ihren Bann gezogen hat. Außerdem, was weiß eine Kurtisane von Haushaltsführung?" Sarkasmus triefte aus seiner Stimme.

„Das lassen Sie mal meine Sorge sein. Teilen Sie Dukes nur mit, dass Sie Mrs. Lavertys Autorität auf mich übertragen haben, den Rest übernehme ich. Das ist eine Kleinigkeit und das Mindeste, was ich für Sie tun kann, um Sie, äh, zu befriedigen", erwiderte sie leichthin.

Er warf ihr einen zweifelnden Blick zu, rief seinen Butler herein, informierte ihn in strengem Ton von der Änderung und überließ es Dukes, dem übrigen Personal davon zu berichten. Der Butler versteifte sich vor Entsetzen, als er die Neuigkeiten hörte, verneigte sich aber vor seinem Herrn und Jasmine und flüchtete beinahe aus dem Zimmer.

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Wieder einmal kam er erschöpft aus dem Ministerium. Wollte dieser unfähige Dummkopf von Minister doch endlich begreifen, was es hieß, für die gesamte magische Gemeinschaft von Großbritannien verantwortlich zu sein? Aber nein, dieser Dummkopf hatte nun wirklich von Tuten und Blasen keine Ahnung. Zudem regnete es wie aus Kübeln, was nicht gerade förderlich für seine Laune war.

Das kurze Stück vom Apparationsplatz vor dem Haus bis zur Haustür genügte und schon war er nass bis auf die Haut.

Jasmine empfing ihn an der Tür, Dukes diskret im Hintergrund. „Oh, meine Güte, du siehst ja furchtbar aus, komm schnell rein." Sie nahm ihm die Arbeitsmappe ab und reichte sie an den Butler weiter. „Bringen Sie das ins Arbeitszimmer." Dukes verneigte sich leicht vor ihr. „Sehr wohl, Madam."

Severus war mehr als überrascht, dass sein Butler in höflichem Ton mit Jasmine gesprochen hatte. „Wie hast du das angestellt?" Sie waren sich am Morgen einig gewesen, sich zu duzen, das wäre leichter, wenn sie die Gesellschaft täuschen wollten. „Hast du die anderen verhext oder bestochen?" Jasmine lachte leise auf.

„Nein, ganz im Gegenteil, ich habe die höheren Dienstboten zusammengerufen, während du weg warst. Dann habe ich sie daran erinnert, welche Ehre es für sie sein sollte, im Snape Manor zu dienen, und dass es ihnen nicht ansteht, das Verhalten ihres Dienstherrn zu beurteilen."

Beeindruckt von ihrer Geistesgegenwärtigkeit ließ er sich zum Abendessen führen und sie verbrachten das Mahl in trauter Zweisamkeit, in der sie sich merkwürdigerweise ohne Worte verstanden. Danach zogen sie sich um und gingen, wie versprochen ins Theater, wo alle Welt ihn um ihre Schönheit beneidete. Sie sahen sich eine Aufführung von Hamlet an. In der Loge neben der ihren saßen die Malfoy. Lucius' Blicke sprühten vor Eifersucht, Draco bekam seinen Mund nicht mehr zu, angesichts der schönen Frau an der Seite seines Ex-Lehrers und Narzissa betrachtete neidisch deren Schönheit.

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Der nächste Tag spielte sich ähnlich ab, nichts war geschehen, außer einem kleinen Gute-Nacht-Kuss, der flüchtig auf die Wangen getauscht wurde. Aber er fühlte sich zum ersten Mal in seinem Leben lebendig. Das hatte sie mit ihrer Jugendhaftigkeit geschafft. Sie frühstückten und lachten über die Gesichter der Malfoys im Theater. Die junge Frau beglückwünschte sich im Stillen, die leichten Veränderungen an ihrem Äußeren vorgenommen zu haben, denn weder Draco, noch sein Vater wussten, wer sie in Wirklichkeit war. Dann begab er sich gleich darauf zum Zaubereiminister.

Jasmine hatte an diesem Tag eine Überraschung für ihn vorbereitet, von der sie hoffte, sie würde ihm gefallen. Aus irgendeinem Grund wollte sie ihm gefallen, wollte ihn an sich binden, damit er ihr die Freiheit schenken würde, die sie so verzweifelt herbeisehnte.

Er kam spät, mit unerträglichen Kopfschmerzen, aus dem Ministerium. Kaum hatte er die Eingangshalle seines Hauses betreten, als sie auch schon aus dem Speisezimmer kam und ihn zur Begrüßung leicht umarmte. Erschöpft und zugleich betört von ihrer Anmut, ihrer Schönheit und ihren feucht glänzenden Lippen drückte er sie fest an sich, spürte ihre weichen Rundungen an seinem Körper und fragte sich zum tausendsten Mal, welcher Teufel ihn geritten hatte, auf ihre Fähigkeiten im Bett zu verzichten. Er war mehr als neugierig, was sie konnte.

Sie führte ihn zum Dinner, tat ihm von den Speisen auf und setzte sich ihm gegenüber. Er aß und entspannte sich langsam. Sie wartete, bis er die Gabel beiseite legte und schenkte ihm noch etwas Wein nach. „Wie war es im Ministerium?"

„Zum Verrücktwerden", knurrte er. „Erzähl", forderte sie ihn auf.

Sie hörte ihm ruhig zu, die Wange in die Hand gestützt, und nickte, als er nicht allzu geduldig seinen Disput mit dem Minister schilderte und sich dann über seine elenden Kopfschmerzen beklagte. Als die Bediensteten das Geschirr abtrugen, hatte er sich einen Großteil seiner Frustration von der Seele geredet und war bereit, sich zu entspannen. Zum Nachtisch gab es Himbeertorte mit Mandelcreme und ein Gläschen Brandy. Nach diesem hervorragendem Essen fühlte er sich wie ein neuer Mensch. Zufrieden reckte er sich und unterdrückte ein Gähnen.

„Komm, ich hab eine Überraschung für dich." Jasmine nahm seine Hand und führte ihn in die Bibliothek. Dort brannte ein lauschiges Feuer im Kamin und er setzte sich in seinen Sessel.

„Und jetzt schließ die Augen." Widerwillig gehorchte er. Er hörte, wie sie im Zimmer umherging, und dann war alles still. Kurz darauf erklangen die ersten Töne des Flügels. Er öffnete die Augen und starrte sie an, während sie für ihn spielte. Offensichtlich hatte sie den Flügel stimmen lassen. „Unsere Seele braucht Musik, ebenso wie sich unser Körper nach Berührungen sehnt."

Einen winzigen Moment lang wollte er zornig werden über ihre Dreistigkeit, aber seine Empörung verpuffte, als er die beglückenden ersten Töne von Cherubinos wunderbarer Arie „Voi Che Sapete" aus „Figaros Hochzeit" vernahm.

Er stützte das Kinn auf die Hand und betrachte die junge Frau, genoss ihr Spiel voll Freude – die allerdings mehr Jasmines reizender Anblick als ihre Fertigkeit galt. ‚Das ist wirklich ein wunderbares Geschenk' dachte er und legte den Kopf in den Nacken und kam langsam zur Ruhe.

Sie hörte auf zu spielen, doch er öffnete die Augen nicht. Er war nun vollkommen entspannt, wie er da in seinem Sessel vor dem Kamin lümmelte, das Brandyglas noch in der Hand. Er hatte seine Weste geöffnet und sich die Schläfen massiert, um seine Kopfschmerzen zu lindern. Seine Augenlider waren viel zu schwer, als er das leise Rascheln hörte, welches ihre Kleider machten, als sie sich vor ihn stellte.

„Was macht der Kopf?" fragte sie mit leiser Stimme. „Tut immer noch weh", murmelte er. Sanft nahm sie ihm das Glas aus der Hand, öffnete seine Krawatte und den obersten Knopf seines Hemdes. Träge schlug er die Augen auf. „Meine Liebe, was machst du da?" Lächelnd antwortete sie ihm: „Ich sorge dafür, dass du es gemütlich hast."

Sie strich ihm über die Kehle und öffnete sein Hemd noch etwas weiter. „Besser?" flüsterte sie und fuhr mit der Hand langsam über die Brust nach unten. Er stieß einen Laut aus, der irgendwie zwischen einem zustimmenden Brummen und einem Stöhnen des Verlangens lag. Sein Herz raste.

Sie legte ihm die Hand auf die Schulter und trat wieder hinter den Sessel; voll Erregung spürte er ihre Nähe. Er bebte am ganzen Körper, als sie ihm durch das Haar fuhr.

„Bitte, was tust du jetzt schon wieder?" erkundigte er sich streng. „Deine Kopfschmerzen lindern, mein Schatz. Entspann dich."

Verärgert über seine Reaktion, versuchte er ihr zu gehorchen. Wusste sie denn gar nicht, wie sehr sie ihn in Versuchung führte? „Wo tut es weh?" hauchte sie. „Hier?"

„Hmmm", machte er, als sie die Daumen auf zwei schmerzende Stellen am Nacken drückte. Sanft und doch fest ließ sie die Daumen über seine verkrampften Nackenmuskeln kreisen, bis sie sich allmählich entspannte. So vergingen einige Momente.

„Du siehst wirklich gut aus, Severus, zumindest wenn du kein finsteres Gesicht machst. Und jetzt beug den Kopf vor." Ihre leise Stimme drang in sein Ohr und er tat, wie ihm geheißen. Sie knetete ihm schweigend Schultern und Nacken und er war überrascht, wie gut ihm ihre Behandlung tat. Schrittweise gab sich Severus ihren Berührungen hin. Allmählich wich die Anspannung.

„Ja, das ist viel besser, mein Lieber", flüsterte sie und strich mit ihren warmen, sicheren Händen an seinem Hals entlang zum Kinn. Vor wohliger Empfindung wurde er ganz schlaff. Sein Körper gehörte ihr, er war Wachs in ihren Händen. Hinter geschlossenen Augen stellte er sich vor, was er mit ihr tun wollte. Fille de joie. Freudenmädchen. Gerade massierte sie ihm die Schläfen, strich ihm leicht über die Stirn, drückte auf eine Stelle über seinen Augenbrauen, die inzwischen nur noch dumpf pochte.

Sie hielt inne – lang genug, dass er auch schon enttäuscht meinte, sie sei jetzt fertig, aber er irrte sich. Sanft strich sie ihm mit den Handrücken über Wange und Hals und dann knöpfte sie ihm von hinten das Hemd weiter auf. Danach ließ sie ihre Hände in den Ausschnitt gleiten, liebkoste forschend seine bloße Brust. Vor Verlangen spannte Severus den Körper an. Sein Herz schlug zum Zerspringen. Er wagte nicht, die Augen zu öffnen, aus Angst, es könnte ein Traum sein – und aus diesem Traum wollte er wirklich nicht erwachen; er spürte, wie sie sein Hemd ganz öffnete und es ihm von den Schultern streifte. Kühl strich die Luft über seine Haut, während das Feuer seinen Bauch und seine Lenden wärmte.

Sie beugte sich von hinten über ihn, bis ihre weiche Wange an der seinen ruhte, während ihre Hände über seine Brust und hinunter zu seinem Bauch glitten, bis er vor Verlangen brannte, bis ihn eine nie gekannte Begierde erfüllte. ‚Berühre mich, oh Merlin ja, berühre mich, hilf mir.' Sein Atem ging keuchend, und er umklammerte die Sessellehnen. Er spürte ihre Lippen an seinem Ohr, an seinem Ohrläppchen und war ihr ab da restlos verfallen. Und dann stieß er einen tiefen Seufzer der Dankbarkeit aus, als sie die Hand über die Harte Ausbuchtung seiner schwarzen Hose legte. Seine Brust hob und senkte sich. Er hatte sich halb aufgerichtet, und dann nestelte sie seine Hose auf und schlüpfte mit der Hand hinein.

„Oh, Severus", flüsterte sie ehrfürchtig, als sie seine glatte, feste Männlichkeit mit den Fingern umspannte und liebkoste. Stöhnend reckte er ihr die Hüften entgegen, und sie verstärkte ihren Griff, streifte ihm die Hose ganz ab und rieb ihn, zuerst leicht, dann immer stärker. Seine Hände krampften sich um die Sessellehnen, bis die Fingerknöchel weiß waren. Er spürte, dass sie ihn genau beobachtete, als wollte sie seine Reaktionen auf jeden ihrer Griffe genau prüfen ... um seine Vorlieben wie eine echte Professionelle auf das Genauste zu erforschen. Ihre Zungenspitze spielte mit seinem Ohr, was ihn fast in den Wahnsinn trieb.

Er wandte den Kopf, suchte ihre Lippen und küsste sie mit bebendem Verlangen, während sie ihn immer weiter und weiter rieb. Plötzlich jedoch ließ sie ihn los. Sie beendete den Kuss, und er schlug benommen die Augen auf. Verstört sah er zu ihr auf; sie konnte ihn doch jetzt nicht so sitzen lassen!

Aber das wollte sie gar nicht, erkannte er in schamloser Erleichterung, sie trat nur vor ihn hin. Voll Verwunderung und Begehren starrte er sie an, dachte, dass er sich genau das erträumt hatte. Sie begegnete seinem Blick, und ihre mandelförmigen, samtbraunen Augen leuchteten vor Verlangen. Dann legte sie ihre Hände auf seine kräftigen Oberschenkel und ließ sich langsam zwischen seinen Beinen auf die Knie. Atemlos, verzaubert hielt er die Luft an; nie zuvor war er so erregt gewesen. Sie fuhr ihm mit den Händen an der Brust empor und küsste ihn auf den Bauch und dann wanderten ihre Hände wieder nach unten.

Sie ließ die Zungenspitze um seinen Bauchnabel kreisen, dann teilte sie ihre Lippen und nahm ihn in sich auf, sog und knabberte liebevoll an seiner Spitze, was in ihm die Ekstase zum Kochen brachte. Er zog sie hoch und küsste sie mit einer Leidenschaft, die ihn selber erschreckte. So hatte er sie küssen wollen, damals bei ihrer ersten Begegnung bei Ewan. Atemlos und vor Begierde bebend, löste er sich von ihr, schaute ihr flehend in die Augen. „Erlaube mir, dich zu lieben", flüsterte er.

Mit einem geheimnisvollen Lächeln schüttelte sie den Kopf. „Genieß es einfach." Er hatte keine Kraft zu protestieren, als sie den Kopf wieder senkte und ihn wieder in ihren Mund gleiten ließ. Ausgehungert, wie er war, brauchte er nicht lange, und seine ekstatischen Schreie erfüllte die Bibliothek. Die junge Schöne lehnte sich zurück und ihre heißen, zarten Hände schenkten ihm Erfüllung.

Einen Herzschlag später fühlte er sich sicher genug, um die Augen zu öffnen und sie anzusehen. Dort saß sie und sah ihn liebevoll an. „Na, geht es dir besser?" Er lachte heiser, während sie ihn mit einem Schlenker ihres Zauberstabes säuberte und einen Schluck seines Brandys trank. Er beobachtete sie dabei. „Warum hast du das getan?" Sanft zog er sie auf seinen Schoß und strich ihr wirres Haar hinter die Ohren. „Weil du es gebraucht hast."

Sie gab ihm noch einen zärtlichen Kuss du und wünschte ihm noch eine gute Nacht. Unsicher erhob auch er sich, noch ziemlich wackelig auf den Beinen und trat an den Flügel. Er erinnerte sich an ihren Spruch zu Beginn ihres Klavierspiels und setzte sich. Wenn sie seine Berührungen zurückwies, wollte er ihr Musik schenken.

Völlig erschüttert von dem, was sie getan hatte, zog sich Jasmine aus und legte sich ins Bett. Eine blinde Verzweiflung ergriff von ihr Besitz und sie legte ihren Unterarm auf ihre Augen, um die Tränen zurückzuhalten. In diesem Augenblick drangen von unten die ersten Töne nach oben, vorsichtig, forschend wie sein erster Kuss in jener Nacht bei Ewan, Wie verzaubert hielt sie den Atem an, während die Musik den Raum erfüllte und sie schützend umhüllte. Sie gab sich der Musik hin, hielt sich an jeder Note fest, als hinge ihr Leben davon ab.

Er spielte meisterhaft. Die Sonate war sehr viel komplizierter als die Stücke in ihrem Repertoire, erst zärtlich, traurig und langsam, dann wieder schwoll sie zu einer großartigen Dramatik an, dass es sich nur um Beethoven handeln konnte. Allmählich erkannte sie, dass Severus zu ihr sprach, nur zu ihr und dann begann sie vor Freude zu lachen und zu weinen: Zum ersten Mal und auf unvorhersehbare Weise hatte der kalte Stern der Kurtisanen es endlich einem Mann erlaubt, sie zu berühren.

o0o tbc o0o

Los, sagt schon, das war ein langes Pitel und ich bin so stolz darauf. Es ist nun viertel nach zwei in der Nacht und so langsam werde ich auch müde, aber das soll nicht eure Sorge sein.

So, zu euren reviews:

Cyberrat/räusper/ ähm, sie hat keine Hilfe von ihren Freunden oder Dumbledore bekommen, weil sie es nicht wollte. Außerdem war Dumbledore da schon in die ewigen Jagdgründe übergegangen. trotzdem freut es mich, das du mit so viel Begeisterung die ff liest, danke dafür.

Shira1111: ja, der böse Luc, wenn wir den nicht hätten. Mal sehen, wann ich denn wieder erscheinen lassen, obwohl, erscheinen kann der ja nicht, der ist schließlich kein Engel /lol/

Jessy2104: oh, ein neuer Name. Erst einmal, herzlichen Glückwunsch, das du zu mir gefunden hast. Dafür bekommst du natürlich einen Willkommensknuddler und eine riesige Portion meines Humors mit auf dem Weg. /löli/

Bea: oh, ich fühle mich geehrt, eine deiner seltenen Reviews erhascht zu haben. Dies sollte eigentlich auch von Anfang an keine übliche Nachkriegsstory werden, die ersten beiden Pitel brauchte ich zur Erklärung. Auch für dich einen Willkommensknuddler und eine riesige Portion meines Humors.

Leoka: Wart es einfach ab, Luc wäre nicht Luc, wenn der nicht noch etwas in petto hätte, gell.

Pima: Pima-Babe, ich fühle mich jedesmal gerührt, wenn ich die Nachricht in meinem Postkasten finde, das ich mal wieder eine Review von dir erhalten habe. Ich krieg dann nen richtigen Herzkaschper, das kannste mir echt glauben. Und dann auch noch so eine lange, ich war echt sprachlos. Nein, ich hab dir nichts in deinen Puddis Pudding schmeckt wie Muddis Pudding getan, ehrlich nicht. Ich schwöre, diesmal bin ich unschuldig. Was den Namen angeht, ist es eine leichte Ableitung ihres echten, aber das wird's du bestimmt schon rausgefunden haben, oder? Du bist doch sonst helle im Köpfchen. Danke, den Sprung brauchte ich auch, um etwas Abstand zwischen die Schule und ihr jetziges Leben zu bringen. Und ja, mir gefällt mein Sev auch so, wie er ist, vielleicht wird er noch etwas zugänglicher, aber mit Sicherheit nicht viel. Über Ewan und Michael verrate ich noch nicht viel, das kommt erst etwas später und Luc, naja, er ist eben Luc, dem fällt bestimmt noch ne Gemeinheit ein, über den hab ich auch leider keine Kontrolle. Irgendwie taucht er in all meinen ffs auf und macht Schwierigkeiten, sowas aber auch. Nein, nein, den krieg ich nicht eingesperrt. Und nun lass den Pudding und die Erdbeeren rüberwachsen, sonst sprenge ich hier noch die Seiten mit meiner Antwort auf deine Review. Süße, du bist einfach die Beste.

Chromoxid: Neuer Name, also Willkommensknuddler und eine riesige Portion meines Humors an dich. So, was den Vertrag angeht, hoffe ich, deine Frage geklärt zu haben. Mione raubt doch keine Bank aus, wo denkst du denn hin. Ich nehme ja mal an, das alle Welt sowieso schon weiss, das sie Mione ist, logisch, sonst wäre es ja keine HG-SS-ff, gell.

B/N: Also, ich muss jetzt mal meinen Senf zu diesem Pitel geben: Ich find es geil…(ja…wirklich…ich hatte schon an einigen Stellen zuvor meine Gedanken in der Gosse, als es da wirklich nicht DARUM ging, sondern um was ganz anderes) und das Kapitel hab ich echt gerne gebetat (obwohl Angel sich mal ein paar Synonyme angucken sollte ggg)…Momo