Harry Potter und die graue Seite:
Kapitel 4: Die dunklen Künste.
Am nächsten Morgen wachte er zeitig auf. Die anderen Schüler in seinem Saal schliefen noch. Er war es gewohnt so früh aufzustehen... die ganzen Ferien war er früh aufgestanden. Er hatte gestern das letzte Buch zu Ende gelesen, weshalb er nach dem Frühstück noch in die Bibliothek ging.
Er suchte sich einige Bücher, über Flüche und Schilde. In der Bibliothek las er noch das erste Buch; gab das zurück, während Madam Pince ihn sehr seltsam ansah – sie war es wohl nicht gewohnt, dass jemand in einer Stunde ein hochkompliziertes 400 Seiten dickes Buch las. Er nahm die anderen mit, und ging zu Verwandlung. Den Stundenplan hatte er schon beim Frühstück bekommen.
McGonnagal hielt erstmal einen Vortrag über die Wichtigkeit der UTZ. Es war ziemlich uninteressant, er hatte das Verwandlungsbuch aufgeschlagen und las das noch einmal das erste Kapitel über menschliche Verwandlung. Es ging darum, sich selbst oder gegenseitig in Gegenstände zu verwandeln. Das ging sogar so weit, dass man andere in Tiere verwandeln konnte, wie es der falsche Moody in seinem vierten Jahr getan hatte.
McGonnagal war damit aber scheinbar nicht einverstanden, dass man in ihrem Unterricht las, denn sie schien ziemlich wütend, als er endlich bemerkte, dass sie ihn öfter angesprochen hatte, und er wohl ziemlich verwirrt aussah als er fragte, was denn los sei.
Die Verwandlungslehrerin zog dafür 10 Punkte ab und meinte: „Wenn Sie das schon alles können, Mister Potter, dass Sie nicht im Unterricht aufpassen müssen, wird es Ihnen ja sicherlich leicht fallen ihren Partner", sie zeigte auf Neville, "in einen Stuhl zu verwandeln." Harry sah Neville an und schaute dann zu McGonnagal: „soll er denn sehr gemütlich sein? Rot oder Blau, Grün?"
McGonnagal sah ihn verwirrt an, und schien gerade wieder anzufangen ihn eine Moralpredigt zu halten; als er das sah, schwang er schnell den Zauberstab, zeigte auf Neville, und vor ihm stand ein gemütlicher Sessel. McGonnagal hatte große Augen; vielleicht, weil er kein Wort gesagt hatte, oder weil er es schon konnte. Er bekam 20 Punkte für diese „Meisterleistung", wie sie es nannte in dieser Stunde.
Während des Mittagessen aß Ron nichts, er lachte nur die ganze Zeit: „Hast du Mc'gies Gesicht gesehn?" Hermine fand das anscheinend nicht so lustig sie fragte stattdessen Harry woher er das könne. Harry meinte: „Wie gesagt – ich habe gelernt..." Hermine sah ihn nachdenklich an. Dann gingen Harry und sie zu Runen, während Ron zu Wahrsagen ging.
Bei Runen langweiligte er sich; aber richtig. Es schien, als könne keine von ihnen auch nur halbwegs mit ihm mithalten. Sie lernten einige „neue" Runen;
Harry jedoch konnte diese schon. Durch die Bücher, die teilweise schon jahrhunderte alt waren, und durch sein Gedächnis, dass durch die Potter-Magie gekommen war hatte er innerhalb von Wochen den gesammten Wissenstand des Kurses aufgeholt. Nicht zum ersten Mal dachte er darüber nach, was für ein unglaubliches Erbe seine Familie ihn vermacht hatte. Ein Mugglegeborener würde das niemals erreichen, was er in den letzten Wochen erreicht hatte. War also doch etwas daran, dass Zauberer aus alten Familien besser waren, als andere.
Soweit er gehört hatte, hatte sein Vater auch selten in einem Buch gelesen, war jedoch einer der talentiersten und besten Schüler seines Jahrgangs gewesen, und hatte gleichzeitg noch Zeit gehabt Streiche zu spielen.
Es schien, als bräuchten die meisten Stunden, um sich eine Rune einprägen zu können. Die Professorin erklärte, dass sie ab dem zweiten Halbjahr versuchen werden, die Runen zu zeichen, und die Magie zu nutzen. Zeichnen konnten die Schüler schon – jedoch hatten sie nie die Magie genutzt.
Sie warnte aber jetzt schon, dass ein Großteil wahrscheinlich nicht in der Lage war, die Magie der Runen zu benutzen. Die Professorin lobte Harry, weil er alle Runen, die heute im Unterricht drankamen schon kannte.
Nicht einmal Hermine konnte alle. Hermine konnte es sich nicht vorstellen, dass irgendjemand einen solchen Wissenstand in solche wenigen Wochen sich erarbeite; dazu kam auch noch das er anscheinend Verwandlung ebenfalls gelernt hatte...
Es war Abend, und Harry musste gleich zu seiner ersten Stunde Okklumentik bei Snape gehen. Er war ein wenig aufgeregt – er wusste nicht, wie gut seine Okklumentik war. Nach dem Unterricht hatte er nur schnell seine Hausaufgaben erledigt und hatte die Bibliothek aufgesucht.
Für Verwandlung musste er nur den Aufsatz schreiben – Hermine war dafür in die Bibliothek gegangen – er hatte ihn aus dem Kopf geschrieben... Er war vor Ron geflohen, der gebettelt hatte, damit er ihm Verwandlung beibrachte. Er war der Meinung, Ron müsse sich vorher selbst damit beschäftigen, bevor er ihm helfen könne. Jetzt verstand Hermine, warum sie oftmals so meckerte. Man konnte einem nicht helfen, wenn der andere nicht selbst geholfen werden wollte.
In Runen selbst hatten sie nur aufbekommen, die Runen zu lernen – aber er konnte sie schon... Nach einigen Minuten Wandern durch Hogwarts stand er vor Snapes Tür. Er atmete noch einmal tief durch, und klopfte an.
Snape stand hinter einen Schreibtisch; als er Harry erblickte stand er auf, zog seinen Zauberstab und sagte: „Komm her Potter, ich habe nicht den ganzen Abend Zeit." Harry ging zwei Schritte vor. Dann rief sein verhasster Professor: „LEGILIMENS"
Harry spürte die Macht hinter dem Angriff. Er spürte, wie ein etwas gegen seine Schilde im Geist ankämpfte. Er verstärkte sie. Nach einigen Minuten lies der Angriff nach. Snape sah ihn überrascht an: „Haben Sie Ihre Ferien doch mal für was sinnvolles genutzt...", meinte er anerkennend: „einen Versuch noch – wenn Sie ihn abhalten, können wir das Training lassen.", sagte er, diesmal mit ein wenig Respekt in der Stimme.
Harry nickte; dann kam der Angriff. Diesmal noch stärker. Doch Harry versuchte ihn nicht nur davon abzuhalten in seinen Gedanken zu dringen, sondern versuchte zugleich ihn aus seinem gesamten Geist herauszuschmeissen. Es gelang. Snape sah beeindruckt aus: „ich muss sagen, Potter, das hätte ich Ihnen nicht zugetraut!
Wenn Sie das selbe Talent bei der dunklen Magie zeigen, dann kann aus Ihnen wirklich etwas werden. Ich sage dem Direktor, dass Sie die Okklumentik gemeistert haben! Ich muss wirklich sagen, Sie verdienen einigen Respekt. So etwas alleine hinzubekommen..." Harry sah ihn überrascht an: „Um ehrlich zu sein, alleine habe ich es nicht hinbekommen..." Snape sah ihn an: „Wer hat Ihnen geholfen?"
Harry dachte nach... konnte er ihm vertrauen? „Im Moment kann ich Ihnen das nicht sagen..." Snape nickte: „natürlich... kann es damit zusammenhängen, dass Sie Ihr Erbe angenommen haben?" Harry, mit großen Augen, konnte seine Überraschung nicht verbergen: „Woher wissen Sie das?" Snape sah ihn neugierig an: „Ich bin das Oberhaupt der Familie Snape – wie die Familien Black und Potter eine der ältesten und mächtigsten Familien Britaniens.
Ich nehme an, eine der Familien hat eine Begabung für Okklumentik?" Harry konnte nichts anderes als nicken: „Sagen Sie mir, woher wissen Sie, dass ich mein Erbe angenommen habe" - „Ich kann nachdenken, Potter... das ist alles. Ihre Eltern sind tot – Ihr Pate ist gestorben – Sie gelten als erwachsen, könnten also die Ringe bekommen haben ...und die Familienbegabung ist die einzige Erklärung dafür, dass Sie so schnell Okklumentik lernen konnten.
Normalerweise braucht man dafür Jahre, für eine solch starke Okklumentik." Harry überlegte kurz: „ich möchte Sie bitten, den Zaubereid abzulegen, dass Sie weder Dumbledore noch Voldemort noch sonst jemanden etwas sagen."
Snape nickte: „Ich respektiere die alten Traditionen. Die Talente bleiben Familiengeheimnis." Er nahm seinen Zauberstab, und sagte: „Ich schwöre bei meinem Leben und bei meiner Magie, dass ich niemanden etwas über das, was ich heute über das Erbe der Potter und Black Familie erfahren werde, sagen werde, wissentlich oder unwissentlich."
Der Zauberstab leuchtete rot auf. Serverus Snape würde sterben sollte er jemand die Absicht haben, irgendjemand irgednwie darauf aufzuklären, was heute passiert ist... Harry nickte: „Ich danke Ihnen Professor!"
Professor Snape nickte nur: "Ich respektiere was Sie haben, auch wenn das teilweise durch das Erbe zusammenhängt, kommt es zum größten Teil von Ihrem Willen, etwas zu ändern. Die Siegelringe haben nur Macht, wenn der Wille vorhanden ist. Offensichtlich haben Sie sich geändert, weg von dem arroganten Schuljungen zu jemanden, der tatsächlich etwas erreichen kann. Enttäuschen Sie mich nicht, Potter. Das Training ist beendet. Einen schönen Abend wünsche ich noch."
Sein letzer Gedanke an diesem Abend war, dass Snape vielleicht doch nicht so übel war, wie er immer gedacht hatte – man konnte sogar mit ihm ein richtiges, zivilisiertes Gespräch führen...
Am nächsten Morgen war er wieder der erste beim Frühstück. Er liess sich Zeit, und so traf er noch auf Hermine. Ron konnte in Zaubertränkeunterricht nicht teilnehmen, weil er in seinem ZAG durchgefallen war. Deshalb war dieser noch am schlafen.. Harry wartete auf Hermine und sie gingen zusammn hinunter auf die Kerker.
Vor den Kerkern warteten schon einige Schüler. Darunter fast alle Slytherins ihres Jahrgangs. Malfoy kam mit Crabbe und Goyle hinüber und meinte: „Na Potter, wie geht's deinem Hund?" Harry zog zischend die Luft ein während ein Ärger sich in ihm ausbreitete: „Weiß ich nicht; aber ich denke du kannst ihn irgendwann selbst fragen – und wenn du dich nicht gleich SEHR schnell verpisst ..."
Malfoy sah ihn an: „Willst du mir drohen Potter?" leise, aber für jeden hörbar erwiderte der schwarzhaarige: „Nein; ich habe dir nur einen Ratschlag gegeben! Aber wie geht's denn deinem Vater in Askaban?" Blitzschnell zog Malfoy seinen Zauberstab; Crabbe und Goyle taten es ihm gleich.
Hermine sah ihn panisch an „was macht der da", dachte sie... Harry grinste nur überlegen: „Nun, Malfoy was willst du jetzt tun? Weiterhin vor meinem Gesicht rumfuchteln... zu etwas anderem scheinst du ja nicht in der Lage zu sein"
Als Malfoy das hörte schrie er: „Deloris" Harry zitterte kurz als der Schmerzfluch ihn traf. Er schrie aber nicht, was Draco zu verunsichern schien. Malfoy sah ihn an: „Das kann nicht sein... Es hat sonst immer funktioniert..." er nahm seinen Zauberstab zeigte auf Hermine und schrie wieder den Deloris Fluch.
Wegen der kurzen Entfernung, und seinen verspannten Muskeln konnte Harry nichts machen, als zuschauen, wie Hermine der Fluch traf, die sofort aufschrie...„Was ist hier los", kam die Stimme von Professor Snape, der in diesem Moment die Türe geöffnet hatte.
Hermine atmete erleichtert auf, als Malfoy den Fluch von ihr nahm. Harry, der gerade eingreifen wollte, und seinen Zauberstab gezogen hatte meinte: „Malfoy hat sowohl Hermine als auch mich mit einen Schmerzfluch belegt." Snape sah fassungslos zu Malfoy. Dieser schüttelte den Kopf und meinte: "Das ist gelogen."
Professor Snape guckte nur kurz zu Draco und zischte: "Nachsitzen und 20 Punkte von Slytherin. Das nächste Mal, Mister Malfoy, verhalten Sie sich wie ein Slytherin und lassen Sie sich nicht erwischen. Ich mag es nicht, meinem eigenen Haus Punkte abzuziehen. Mister Potter, Miss Granger, gehen Sie in den Krankenflügel und lassen Sie sich einen Gegentrank geben."
Der restliche Tag lief wie normal. Harry und Hermine bekamen einen Trank gegen die Schmerzen und Nachwirkungen des Schmerzfluch. Beim Mittagessen wusste die gesammte Schule davon; Ron lies sich das ganze Mittagessen über den „schleimigen, geldgierigen, aroganten Scheisstyp" aus, Harry nickte nur ein paar mal, während Ron die ganze Zeit schlimmere Wörter benutze, und murmelte nur ab und zu: „ja..." oder „stimm ich dir vollkommen zu"
Harry musste Ron irgendwann unterbrechen, weil er zu Arithmantik musste. Genauso wie Hermine... In Arithmantik saß er neben Hermine und schien auch hier um Schuljahre vorraus. Die Tabellen, die die Schüler behandelten, hatte er ganz am Anfang gelernt. Er hatte alle seine Aufgaben gelöst und versuchte nun einige Zauber zu verbinden.
Als der Professor herum ging, und sah was er da tat fragte er: „Was tun Sie denn da? Darf ich mal sehen? Haben Sie ihre Aufgaben schon gelöst?" Auch hier war der Professor hellauf begeistert; Harry bekam allein in dieser Stunde 30 Punkte.
Am nächsten Morgen kam es beim Frühstück zu Tuscheleien. Grund war der Zeitungsbericht, der seltsamer weise detailtreu war:
Illegale Flüche in Hogwarts
Harry Potter in Gefahr.
Am gestrigen Tag gab es in Hogwarts zu einem Verbrechen gegen Harry Potter. Draco Malfoy, Sohn von Lucius Malfoy, einem Todesser, der in Askaban sitzt, hat gestern zwei mal den Doloris-Fluch auf zwei Mitschüler (Harry Potter und Hermine Granger) gesprochen. Serverus Snape, Professor für Zaubertränke konnte jedoch die Situation schnell unterbinden.
Aufgrund der Härte der Flüche wurde Draco Malfoy in einer Zaubergamotsitzung für schuldig gesprochen. Er hat sich den Gebrauch dunkler Magie zu verantworten und muss eine Strafe von 200 Galleonen zahlen.
Rita Kimmkorn,
Tagesprophet
Gestern mussten Harry und Hermine als Opfer vor dem Zaubergamot aussagen. Harry war ja selbst im Gamot vertreten, durfte allerdings, als Beeinflusster, nicht an der Abstimmung teilnehmen. Es war eine kurze Verhandlung gewesen. Nach kurzer Beratung wurde Draco Malfoy verurteilt. Professor Snape hatte versucht das Ganze als Schulsituation zuhandhaben. Dumbledore hatte aber keine andere Möglichkeit, als das Ganze aufgrund der Schwere der Flüche, die als dunkel klassifiziert wurden anzuzeigen. Aufgrund der familiären Situation der Malfoy-Familie wurde Draco entgegegen gekommen, sodass er nur eine Geldstrafe zahlen musste. Einen weiteren Fehltritt konnte er sich, wie ihm klar gemacht wurde, allerdings nicht erlauben.
In Arithmantik bekam Harry wieder einige Punkte. Nach dem Mittagessen sollten sie Verteidigung haben, das konnte er nicht erwarten – er hoffte, dass Dumbeldore mal etwas sinnvolles dran brachte.
Er konnte ihn zwar nicht leiden, aber er spielte immer noch das Spiel mit, mal ganz abgesehen davon; Dumbledore war ein Manipulator, aber trozdem ein mächtiger Zauberer.
Das junge Zaubergamotmitglied setze sich in die erste Reihe, neben Neville. Dann kam Dumbledore und fing gleich an: „nun, Sie sind hier in dem UTZ-Kurs Verteidigung gegen die dunklen Künste. Wir werden im Unterricht nur die Praxis lernen – Die Theoerie bekommen Sie als Hausaufgabe auf.
Sie sollten ja inzwischen wissen, dass die UTZ-Kurse sehr wichtig sind, deswegen werde ich keine Schwätzereien, und andere störende Faktoren in meinem Unterricht dulden. Es zieht ein Krieg auf... Sie müssen lernen sich zu verteidigen. Wir fangen erst einmal an mit defensiver Magie. Im zweiten Halbjahr fangen wir dann mit der offensiven Magie an. Also; wer von euch kann mir einige Schutzzauber nennen?"
Sie wiederholten nur in dieser Stunde – Harry war sehr entäuscht-er hatte gehofft etwas neues zu lernen. Auch wenn er hier viele Punkte bekam – wenn er etwas neues gelernt hätte, wäre ihm das lieber gewesen... Nach Verteidigung ging es zu Zauberkunst. Professor Flitwick meinte, dass es durch den Krieg auch hier einige Verteidigungszauber gelehrt wurden.
So versuchte Flitwick ihnen den Patronum-Zauber zu lernen... Die DA-Mitglieder schienen nachgelassen zu haben – denn nur Hermine, Harry und überraschenderweise Neville schafften einen gestaltlichen Patronus. Wobei die von Hermine und Neville nur wenige Sekunden hielten, und sich dann in Luft auflösten.
Die restlichen schafften entweder gar keinen Patronus, oder nur ein wenig silbrigen Rauch. Flitwick war hellauf begeistert von Neville, Hermine und Harry. Sie bekamen jeder 25 Punkte.
Nach dem Unterricht ging Harry in den Raum der Wünsche um an seiner Animagusgestalt zu arbeiten. Er schaffte es inzwischen jedes belibige Körperteil in den Adler zu verwandeln. Heute wollte er zum ersten mal die gesammte Verwandlung ausprobieren. Er legte seine Tasche weg, und konzentrierte sich. Er versuchte sich vorzustellen, wie sein Körper kleiner wurde.
Wie ihm lange Federn wuchsen; und sich sein Kopf in den eines Weißkopfseeadlers verwandelte. Dann begann die schmerzhafte Verwandlung. Es war nicht so schlimm wie bei einem Cruciatusfluch von Voldemort- aber die Schmerzen waren trozdem nicht zu unterschätzen... plötzlich hatte er das Gefühl auf den Boden zu fallen – sein Körper wurde kleiner – er bog sich, und dann stand mitten im Raum der Wünsche ein mächtiger, großer Adler.
Innerliche triumphierte Harry... Er wünschte sich eine hohe Halle – dann versuchte er zu fliegen. Er kam hoch; er wünschte sich zustäzlich eine Thermik, und lies sich von der warmen Luft tragen. Dann in einem schönen langen Gleitflung landete er wieder; er war begeistert... Das Gefühl frei zu sein, ohne Krieg, ohne einen Manipulator, ohne jemanden, der hinter einem her war, ohne nervende Mitschüler, war überwältigend.
Am nächsten Morgen ging es weiter mit 3 Stunden Zauberkunst. Er konnte sich nicht konzentrieren; einerseits, weil es einfach amüsant anzusehen war, wie verzweifelt die Schüler versuchten einen Patronus zu beschwören... anderseits aber wegen dem Zeitunsbericht am morgen...
Du-weißt-schon-wer wird aktiver...
Muggledorf zerstört
Gestern wurde ein Muggledorf, in der Nähe von Manchester vollständig zerstört. Die Bewohner waren tot, oder von den Dementoren, die Askaban verlassen, und zu Du-weißt-schon-wem übergelaufen sind, geküsst worden. Die Häuser waren fast ausnahmelos zerstört. Das Ministerium hat alle Hände voll zu tun, den Muggle-Auroren ihre Errinerungen zu löschen. Viele Zauberer verfallen in Schrecken.
Es muss etwas getan werden – und der Minister reagierte. Dieser meinte im Gespräch: „Wir werden die Aurorenrekrutaten verdoppeln. Zusätzlich habe ich bereits Hilfe bei den Franzosen, den Spanieren und den deutschen Ministerien angefordert. Im letzen Krieg waren das die ersten Länder, die Voldemort versuchte nach England unter seine Kontrolle zu bekommen. Wir hoffen, dass sie unsere Hilfe zusagen. Wir werden die wichtigen magische Orte Englands zusätzlich sichern. Wir haben Drachen aus Rumänien angefordert; die uns helfen sollen..." Der Tagesprophet hofft, dass das Ministerium auch seine Versprechen einhällt.
Es berichtete Rita Kimmkorn,
Tagesprophet
Harry überlegte – es hatte in einem Buch „dunkle Kreaturen" gelesen, dass Dementoren vor heißen Feuer zurückschreckten. Wenn man den Patronus mit einem Hitze Zauber verbindete, könnte es sein das die Dementoren nicht nur vertrieben wurden – sondern auch getötet wurden...
Er nahm ein Pergament und versuchte die hochkomplizierten Zauber zu verbinden. In einer Tabelle wurde der Patronum-Zauber angezeigt – daneben zeichnete er den stärksten Hitzezaubers, den er kannte... Doch es klingelte, bevor er fertig wurde.
Er hatte noch nie mit solch hochkomplizierten Zaubern gearbeitet – das erfordete Zeit. Er nahm sich vor, es am Wochenende auszuprobieren.
In der Verwandlungsstunde testete Professor McGonnagal die Schüler. Die meisten hatten schlampig gearbeitet – ihre Hausaufgaben waren katastrophal, und ihre praktischen Leistungen demensprechend miserabel. Er war der einzige neben Hermine, der in der Hausaufgabe ein O bekam.
In der Praxis hatte er McGonnagal schon genug beeindruckt anscheinend. Sie verlange gar nicht, dass er seinen Partner verwandelte...
Es war Abend. Er sass in einem Sessel im Gemeinschaftsraum und las. Er war ziemlich überrascht als er sah, dass Ginny auf ihn zu kam. Er hatte sich in den letzten Tagen meist allein augehalten: „Hi Harry. Warum bist du denn so selten hier? Ich seh dich kaum!", meinte sie fragend. Harry sah sie an: „Hier ist es gewöhnlich zu laut zu lesen" Tatsächlich war er eigentlich jeden Abend im Raum der Wünsche oder in der Bibliothek.
Er hatte schon viele Bücher der verbotenen Abteilung durchgelesen. Die Bücher aus der verbotenen Abteilung durften jedoch nicht aus der Bibliothek herausgenommen werden – weshalb er noch mehr Zeit in der Bibliothek, als im Raum der Wünsche verbrachte.
So hatte er vieles gelernt. Ginny fragte, warum er denn soviel las. Selbst Hermine sei nicht soviel vor einem Buch... Harry wich der Frage aus: „Warum denkst du, jagt mich Voldemort? Er will mich töten – doch warum? Ich möchte nicht getötet werden – also lerne ich soviel wie möglich..."
Er hatte niemand über die Prophezeiung erzählt, und hatte es auch nicht vor...
Es war Freitag morgen. Heute abend würde er das erste mal Todesflüche lernen. Er hatte vor dem Mittagessen Verteidigung, sie lernten einige neue Schilde; die meisten kamen nicht in dem Lehrbuch für das 6 Schuljahr vor – aber Harry konnte trozdem alle – bis auf einen...
Es war weniger ein Schutzschild. Er lies den Zauberer, der diesen Spruch sprach schneller werden... in einem Duell wäre das sehr nützlich...
Nach dem Mittagessen ging es zu Zaubertränke. Diesmal liesen ihn die Slytherins in Ruhe. Es schien, als ob Malfoy die Leitfigur war – denn niemand sagte etwas in der Stunde zu ihm oder Hermine, der einzigen anderen Gryffindor. Und Malfoys Mutter hatte ihm wohl klar gemacht, dass er sich ruhig zu verhalten hatte.
Professor Snape ließ sie einen Trank brauen, der bewirkte, das die Person, die ihn trank, vertrauenswürdiger vorkam, als sie es in Wirklichkeit war. Er konnte das Rezept auswendig – aber die Theorie war etwas anders als die Praxis. Er musste gerade eine Zutat hinzugeben. Bemerkte aber zu spät, dass es die falsche war.
Sie landete im Kessel. Der Trank färbte sich rot. Obwohl er blau sein sollte. Professor Snape, der die ganze Zeit am Pult gesessen hatte, stand auf. Plötzlich spürte Harry etwas. Er wusste, was er hinzugeben musste; um den Trank zu retten. Er rannte dorthin, woher das Gefühl war – zum Vorratsschrank.
Professor Snape sah ihn verwirrt an. Harry fuhr mit der Hand über die Zutaten. Dann spürte er ein Kribbeln. Er nahm den Gegenstand. Er wusste nicht was es wahr. Sollte er dem Gefühl trauen? Er ging zum Kessel zurück, vor dem Snape inzwischen stand, und gerade etwas sagen wollte, als er den Gegenstand sah, den Harry in der Hand hielt. Dieser tat den Gegenstand in den Kessel. Dann hatte der Trank die gewünschte Farbe.
Man konnte ihn noch verwenden, die Wirkung war zwar schwächer, aber trozdem noch da. Er atmente erleichtert auf. Snape nickte, und sagte nichts. Snape wusste, dass Harry sich eh nicht mehr von ihm ärgern liese. Okklumentik war etwas nützliches.
Er selbst war auch erst gut in Zaubertränke gewesen, als er Okklumentik gemeistert hatte... Damals hatte in jeder Zaubertrankstunde James Potter ihn geärgert, und Snape konnte sich dadurch nicht konzentrieren.
Als er irgendwann Okklumentik lernte, war er sofort der klassenbeste; er konnte sich konzentrieren, und wusste was er tun musste... deshalb lies er Harry in Ruhe – es hatte eh keinen Sinn...
Es war Abend. Harry klopfte und trat ein: „Guten Abend, Professor." Snape sah ihn an: „Nun, fangen wir gleich an das, was wir hier lernen, ist dunkle Magie. Um ihr nicht zu verfallen, das heißt keine Kontrolle mehr über sich zu haben, und ein Schwarzmagier zu werden, muss man viel Willensstärke haben.
Okklumentik hilft – ist aber nicht alles. Wenn man dunkle Flüche benutzen will, muss man auch das Resultat WOLLEN. Sie müssen wollen, dass der Mensch tot ist, auf den Sie einen Todesfluch schicken. Sie müssen WOLLEN, dass jemand Schmerzen hat, wenn Sie ihm einen Cruciatusfluch auf den Hals schicken. Doch gleichzeitig müssen Sie dem Drang widerstehen die Magie zu häufig anzuwenden.
Sie müssen wütend sein. Doch zugleich müssen Sie Ihre Wut unter Kontrolle haben. Wir werden anfangen mit der Theorie. Was für Todesflüche kennen Sie ausser den 'Avada Kedavra'?" - „Nun, Sie wissen ja, dass ich ihn töten muss. Deswegen hab ich mich mit der Theorie schon ein wenig beschäftigt. Es gibt die Flüche 'Interimo', 'leto', 'necare', 'occidere', 'interficere' ausserdem 'mekra' 'notum avada'..."
Nach einigen weiteren Sprüchen stoppte der Professor ihn: „Sie haben sich also EIN WENIG mit der Theorie beschäftigt? So viele Todesflüche gibt es zwar – aber benutzen tun die meisten nur einige wenige.
Jeder Schwarzmagier hat seine eigene 'Lieblingsflüche'. Nun – die Theorie können wir überspringen... fangen wir gleich mal mit einigen Flüchen an. Wir fangen mit den leichten, weniger dunklen an, damit Sie nicht den Künsten verfallen.
Mit dem 'leto' Zauber. Ich habe hier einige Spinnen." Auf dem Tisch standen einige Gläser mit Spinnen gefüllt. „Passen Sie gut auf. Sie müssen den Stab so bewegen" er zeigte die Bewegung und sagte leise: „leto" Die Spinne strauchelte kurz dann fiel sie tot um. Harry rief mit einem Aufrufezauber eine weitere Spinne aus dem Glas und legte sie auf den Tisch. Dann murmelte auch er leise den Zauber. Die Spinne strauchelte, wie beim ersten Mal. Sie bewegte sich länger, als bei dem Zauber seines Lehrers, aber dann fiel auch diese Spinne tot um.
Professor Snape nickte: „Sehr gut. Beim ersten mal bekommen das nicht viele hin. Versuchen Sie es noch einmal – die Spinne sollte von mal zu mal schneller tot sein." Harry wiederholte es; tatsächlich brach die Spinne deutlich schneller zusammen. Snape zeigte nun einen weiteren Spruch den 'accendo-Fluch'.
Die Spinne fing Feuer, und verbrannte innerhalb weniger Sekunden. Nur ein wenig Asche blieb übrig. Harry versuchte es. Er sagte die Formel. Er spürte die Magie. Ein gutes Gefühl berauschte ihn. Es tat sehr gut; er wollte es länger geniesen, jedoch war die Spinne schon tot.
Das war das gefährliche an den dunklen Künsten. Das gute Gefühl, das jemanden dazu verleitete, die dunklen Künste öfter zu verwenden. Snape sagte: „Sie werden diesmal wohl deutlich die Effekte der dunklen Künste gespürt haben. Ich möchte nicht riskieren, dass Sie den dunklen Künsten verfallen.
Versprechen Sie mir, dass Sie nicht üben werden, wenn ich nicht dabei bin." Harry führte den Zaubereid aus. Er wollte schon zur Tür gehen, als Snape ihn zurückhielt: „Geben Sie mir bitte Ihren Zauberstab, ich möchte die Spuren der dunklen Magie verwischen.
Harry gab nur ungern seinen Zauberstab her... Es war jedoch unnötig. Der Zauberstabverkäufer hatte ihn mitgeteilt, dass man diesem Zauberstab nicht vernichten, oder herausfinden konnte, welche Zaubersprüche als letzes gezaubert worden sind.
Er erklärte seinem Lehrer dies. Snape sah ihn misstrauisch aus. Er zeigte auf Harrys Zauberstab und murmelte: „Priori incancatem" es gab einen Knall. Sonst passierte nichts... Snape sah ihn seltsam an: „was ist das für ein Stab?"
Harry antwortete, wenn er einen Zaubereid ablegte, sage er es ihm. Snape, dessen Neugier jetzt gewecket war führte den Eid aus. Harry erklärte es ihm. Snape sah ihn überrascht an: „in Ordnung! Gute Nacht, Mister Potter!"
