"John. Greg."

Molly sah betreten zu Boden, die beiden Männer vor ihrer geöffneten Labortür ebenso.

"Kommt bitte herein.", sagte sie leise und deutende nach innen.

"Er...er ist bereit."

Sie sah kurz zu John, dessen Augen rot und verquollen waren.

Sie spürte, wie ihr ebenfalls Tränen in die Augen stiegen.

Beide Männer schritten langsam voran, blieben dicht vor dem Fenster der Leichenhalle stehen.

"Mein Gott...ich kann es nicht glauben." Lestrads Gesicht war aschfahl.

"Ich hätte nie gedacht, dass..." er stoppte und barg sein Gesicht in den Händen, wandte sich ab.

John schwieg, starrte auf den toten Körper vor sich.

Molly trat neben ihn und legte ihm mitfühlend die Hand auf die Schulter.

Einen kurzen Moment flackerte Johns Blick zu ihr hinüber und Molly sah den Schmerz in seinen Augen.

Dann löste John ihre Hand und trat einen Schritt zurück.

"Danke, Molly. Für...für alles, was Sie je für mich oder...oder ihn getan haben."

Er sah sie nicht an, konnte nicht aufblicken.

"Ich weiß, dass...Sh-Sherlock Ihnen nie gedankt hat, aber ich bin sicher, dass er...dass er sehr dankbar für Ihre Hilfe war. Sie waren ihm...ein guter Freund."

John schüttelte den Kopf.

"Tut mir Leid, ich...ich...ich muss..."

Und dann drehte er sich um und verließ das Labor.

Molly schluchzte auf.

Wie sehr hätte sie ihm gesagt, dass es Sherlock gut ging, dass er nicht tot war sondern lebte. Dass er sie alle nur hatte beschützen wollen.

Aber sie konnte, durfte nichts sagen. Sie verfluchte Sherlock, dass er diesen Menschen so großen Schmerz zufügte.

Sie würde ihn später dafür zur Rechenschaft ziehen.

Moly spürte Lestrade hinter sich und drehte sich zu ihm um.

"Danke, Molly."

Er blickte noch einmal kurz zu dem Leichnam hinüber, nickte diesem zu. "Leb wohl, Sherlock."

Dann drückte er Molly einen kurzen Moment an sich.

"Es tut mir sehr Leid für Sie, Molly. Ich weiß, dass sie ihn sehr gemocht haben."

Lestrade trat einen Schritt zurück, wischte sich seine Tränen beiseite.

"Ich muss zurück ins Büro, den Schreibkram erledigen...und Sherlocks Akte schließen."

Dann ging auch er.

Und Molly erlaubte sich einen Moment später zu Boden zu sinken und ihren Tränen freien Lauf zu lassen.

In diesem Moment hasste sie den Mann, den sie liebte.