Disclaimer: Die Charaktere von ‚CSI' gehören nicht mir. Alles andere ist frei erfunden. Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte.
Disclaimer: Die Charaktere von ‚CSI: New York' gehören nicht mir. Alles andere ist frei erfunden. Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte.
Ohne noch viel von seiner Umgebung wahrzunehmen lehnte Don an Nick. Dieser hatte seinen Arm fürsorglich um ihn gelegt, genau konnte er auch den stetigen Herzschlag spüren. Und er musste einfach zugeben, dass er Nick wirklich dankbar dafür war, dass er gekommen war. Denn alleine hätte er all das nicht durch gestanden. Dabei war es ihm auch egal was Mac und Stella nun dachten. Schließlich hatte er niemanden außer Danny bisher von seiner Beziehung zu Nick erzählt…
Erleichterung, nichts als grenzenlose Erleichterung. Das war alles was Nick im Moment noch fühlte. Sicher er machte sich große Sorgen um Danny und er wollte auch nichts mehr als endlich wissen was wirklich passiert war. Doch die Tatsache, dass er Don jetzt endlich in seinen Armen hielt überlagerte alles andere. Irgendwann spürte er jedoch Blicke auf sich ruhen. Als er aufsah sah er schließlich in klare braune Augen die ihn auffallend musterten. Nick lächelte daraufhin jedoch nur. Er hatte nicht jahrelang mit einem Menschen wie Gilbert Grissom gearbeitet um sich nun niederstarren zu lassen. Vorsichtig löste er sich von Don, stand auf und trat den beiden gegenüber.
„Nick Stokes! CSI: Las Vegas!", lächelte er freundlich und streckte ihnen die Hand hin.
„Stella Bonasera! CSI: New York!", erwiderte Stella und nahm seine Hand.
Als Mac daraufhin immer noch nicht reagierte stieß sie ihm leicht den Ellenbogen in die Seite. Erst dadurch schien er aufzuschrecken. Nick schluckte jedoch nur schwer als er einen kurzen Blick in dessen grüne Augen hatte, tiefe Sorge und Schuld schienen darin zu liegen.
„Was ist?", wollte er unwirsch wissen.
Doch Nick lächelte einfach nur.
„Nick Stokes! CSI: Las Vegas!"
„Mac Taylor! CSI: New York!", erklärte er.
Nur wenig später war er aufgesprungen und davon gegangen. Stella schüttelte einfach den Kopf während sie ihm nachsah.
„Er ist jetzt aber nicht meinetwegen gegangen oder?", fragte Nick perplex nach.
Auf diese Frage hin schüttelte Stella nur den Kopf.
„Nein, das sicher nicht."
„Er gibt sich die Schuld für das was passiert ist, nicht wahr?", platzte es aus Nick heraus.
Überrascht sah sie ihn an dann nickte sie langsam.
„Ja! Ja, das nehme ich an."
Langsam ging Nick daraufhin wieder zu Don hinüber, als er sich gesetzt hatte lehnte sich dieser direkt wieder an ihn an.
„Wissen sie eigentlich was genau passiert ist?", wollte Nick wissen.
Dabei sah er jedoch die ganze Zeit auf Don, dieser hatte den Kopf inzwischen an seine Schulter gelegt und schien völlig erschöpft eingenickt zu sein.
„Nein, die einzigen die das genau wissen sind Don und Danny. Aber Danny können wir nicht fragen und Don spricht nicht darüber. Bis sie gekommen sind hat er kein Wort gesagt. Im Übrigen reicht es, wenn sie mich Stella nennen."
„Aber nur, wenn du mich Nick nennst.", lächelte er.
„Gut!", leise seufzte Stella in diesem Moment.
Schließlich fiel ihr Blick auf ihn und Don.
„Um das offensichtliche zu klären, ihr beiden seid… na ja… ich meine…"
Nick nickte auf ihre unausgesprochene Frage nur.
„Ja, wir sind ein Paar."
Abwartend sah er sie daraufhin an. Nach allem was Don ihm über sie erzählt hatte war er zwar nicht der Meinung, dass sie ihnen Probleme machen würde doch er hatte sich auch schon getäuscht.
„Ich hätte es wissen sollen.", lächelte Stelle jedoch.
„Wieso das?", fragte Nick perplex nach.
„Ihr seid seit einem Jahr ein Paar oder?"
„Ja.", antwortete er verwirrt.
Denn eigentlich war er der Meinung gewesen, dass Don niemandem von ihrer Beziehung erzählt hatte.
„Keine Panik, er hat es mir nicht erzählt. Aber ich bin nicht umsonst CSI.", lächelte Stella.
„Was hat uns verraten?"
„Ich weiß nicht wie lange du Don schon kennst, aber ich kenne ihn schon sehr lange. Und in den letzten Monaten hat er sich einfach sehr stark verändert."
Überrascht sah Nick kurz auf Don und dann wieder zu Stella.
„Wie meinst du das?"
„Ich hab Don kennen gelernt als er Macs Team zur Seite gestellt wurde. Wir haben uns sofort gut verstanden und sind schnell Freunde geworden. Er war immer sehr ruhig, sehr überlegt und hat nur für seinen Beruf gelebt.", kurz schmunzelte Stella bei der Erinnerung. „Wie wenn das bei einem von uns anders ist. Aber nun ja. Was mir damals jedoch am meisten aufgefallen ist war die Tatsache, dass Don fast nie gelächelt hat. Er hatte immer diese Härte in seinem Blick. Genauso wie er eigentlich nur dunkle Anzüge getragen hat. Danny hat es schließlich geschafft, dass er sich uns gegenüber geöffnet hat. Vor ungefähr einem Jahr hab ich dann aber bemerkt, dass sich Don langsam verändert hat. Ich war damals so sprachlos als er eines Tages eine hellrote Krawatte getragen hat und nicht mehr eine in schwarz oder dunklem braun. Fast schon geschockt war ich aber erst als er einen hellblauen Anzug anhatte. Ich glaub er hat zu diesem Zeitpunkt gar nicht mitbekommen, dass alle über ihn gesprochen haben. Auch als er diese ‚farbliche Veränderung' beibehalten hat. Die schönste Veränderung war es jedoch, dass wir ihn haben lächeln und sogar lachen sehen. Er wirkte einfach viel ausgeglichener und zufriedener. Einfach so als ob er endlich das gefunden hätte nachdem er so lange suchte. Ich hab ja schon seit diesem Zeitpunkt vermutet, dass er jemanden kennen gelernt hat. Aber erst heute hab ich erfahren wie Recht ich damit hatte. Auch wenn ich mir diese Bestätigung anders gewünscht hätte.", erklärte Stella.
„Ich hätte euch auch gerne unter anderen Umständen kennen gelernt.", antwortete Nick.
„Im Übrigen solltest du Don nach Hause bringen, er sollte sich endlich ausruhen können. Schließlich ist er verletzt und muss auch erst wieder zu Kräften kommen."
„Mir geht's gut! Und ich will erst wissen was mit Danny ist. Vorher gehe ich nicht!", erklärte Don plötzlich entschieden.
Erschrocken zuckten Nick und Stella zusammen.
„Du kannst für Danny im Augenblick nichts tun Don! Fahr nach Hause, ich ruf dich an sobald sich etwas neues ergibt.", schlug sie dann vor.
„Nein!", störrisch schüttelte Don nur den Kopf.
„Also meine Meinung kennst du, aber entscheiden musst du selbst.", lächelte Stella. „Ich brauch jetzt einen Kaffee."
Wenig später war sie aus dem Warteraum gegangen und hatte die beiden zurückgelassen.
„Was hat Jim dir alles gesagt?", wollte Don plötzlich wissen.
Seine Stimme war dabei kaum lauter als ein Flüstern.
„Er konnte mir eigentlich nicht viel sagen. Nachdem du mich angerufen hast bin ich zu ihm und hab ihn gebeten für mich in Erfahrung zu bringen was in New York passiert ist. Dabei hat er mir dann von der Razzia erzählt und auch von deiner und Dannys Verletzung."
„Ich hätte ihn schützen müssen Nick.", flüsterte Don plötzlich ohne ihm in die Augen zu sehen.
„Nein, das hättest du nicht! Ich kenn dich Don! Und ich weiß, dass du alles getan hast damit Danny nichts passiert! Wenn jemand die Schuld an alle dem trägt dann die Verbrecher die auf Danny und dich geschossen haben!"
Mit voller Wucht wurde Nick in diesem Moment auch wieder klar, dass er Don hätte verlieren können. Unbewusst zog er ihn fester an sich.
„Ich hätte dich verlieren können.", wisperte er.
„Es ist nur ein Streifschuss Nick, mach dir lieber um Danny Sorgen der braucht uns jetzt mehr."
„Don bitte! Hör auf so zu reden! Ich hätte es nicht ertragen dich zu verlieren.", erwiderte Nick ernst.
Auf Nicks Worte hin schien in Don etwas aufzubrechen, fest schlang er seine Arme um Nick.
„Ich hab solche Angst um Danny. Er hätte das einfach nicht tun dürfen.", meinte Don verzweifelt.
„Was tun dürfen?", fragte Nick verwirrt.
„Wir wurden bei der Razzia beschossen, durch die Unübersichtlichkeit des Geländes ist es den Typen gelungen sich an Danny und mich heranzuschleichen. Ihr Anführer hat dann auf mich gezielt und wollte mich erschießen. Aber Danny hat sich im letzten Moment dazwischen geworfen und mich zu Boden gerissen. Nur deshalb wurde er überhaupt getroffen Nick. Verstehst du? Ich sollte an Dannys Stelle sein!"
Erst als Don in diesem Moment aufsah und in Nicks Gesicht sah erkannt er wie blass er geworden war und ebenfalls die Angst und den Horror in den braunen Augen. Dabei wurde ihm auch klar wie das was er gesagt hatte für Nick geklungen haben musste.
„Nick?", flüsterte er. Doch er reagierte überhaupt nicht. „Nicky?"
„Weißt du eigentlich was du da sagst?", wollte Nick plötzlich wissen. „Don ich liebe dich! Mehr als alles andere und ich verstehe auch deine Sorge um Danny. Verdammt ich mach mir auch Sorgen um ihn. Aber hör auf mit den Selbstvorwürfen! Ich ertrag den Gedanken nicht, dass dir etwas passiert wäre.", flüsterte er, lies den Kopf nach vorne fallen und drückte die Handballen gegen die Augen.
„Nick es tut mir Leid. Ich liebe dich auch!", erwiderte Don nur und zog ihn in seine Arme.
„Danny schafft das! Da bin ich mir sicher."
„Weißt du es wiederholt sich einfach immer wieder. Hier drin!", meinte Don leise und deutete mit dem Finger an seine Stirn. „Ich bekomme Dannys Blick und diesen Satz nicht mehr aus dem Kopf."
„Was hat Danny gesagt Don?", fragte Nick tonlos nach.
„Ich hab ihn gefragt warum er das gemacht hat. Und alles was er mir geantwortet hat war „Weil du jemanden hast der dich liebt und der Abends auf dich wartet. Auf mich wartet niemand Don."."
Fassungslos sah Nick Don in diesem Moment einfach nur an. Dann zog er ihn wieder fest an sich. Denn jetzt konnte er auch verstehen warum Don so völlig am Ende war. Es schockierte ihn aber vor allem das Danny so dachte. Gleichzeitig wurde ihm aber noch etwas klar.
„Dann hat er also nicht mit Detective Taylor gesprochen?"
„Nein! Aber ich muss sagen, dass ich ihn wirklich verstehen kann. Mac ist sein Boss und nach allem was passiert ist hat er sich gegenüber Danny sehr stark verändert. Er vertraut ihm nicht mehr obwohl Danny nichts für all die Probleme kann die er durch seine Familie aufgebürdet bekommt."
„Ich hätte nie gedacht, dass Danny so einsam ist.", erklärte Nick nur.
„Ich auch nicht.", murmelte Don nur.
„Er schafft das! Bestimmt!"
Mit einem tiefen Seufzen legte Don seinen Kopf gegen Nicks Schulter und atmete aus. Dabei hoffte er so inständig, dass er Recht hatte. Er durfte seinen besten Freund nicht verlieren! Nicht so…
