Als Sam drei Stunden später immer noch bewusstlos war brachte Dean diesen in das nächstgelegene Krankenhaus. Dort wurden dem Jäger sofort etliche Formulare in die Hand gedrückt doch beim Überfliegen dieser stellte Dean schnell fest das er nur wenige dieser Fragen beantworten konnte. Die Krankenschwester sah sich die Formulare an ehe sie fragte: „Sind sie mit Samuel verwand?" „Nein wir reisen zusammen." „Wie lange schon?" „Knappe zwei Wochen." „Und Sie wissen noch nicht mal seinen Geburtstag?" Der Angesprochene senkte beschämt den Kopf und murmelte ein leises Nein. „Nehmen Sie erst mal im Wartezimmer Platz Mr.?" „Winchester", entgegnete Dean ehe er ins Wartezimmer ging.
Dort wartete er drei Stunden bis er ein Doktorin fragen hörte: „Mr. Winchester?" „Hier", sagte Dean und fügte als er vor der Ärztin stand hinzu „Wie geht es Sammy?" „Folgen Sie mir bitte in mein Büro dann erklär ich ihnen alles." Im Büro angekommen erklärte die Ärztin: „Ihrem Freund liegt im Koma aber sein Zustand ist nicht mehr Lebensgefährlich. So wie es aussieht wurde Mr. Goodwin vergiftet. Und zwar mit" „Salz" flüsterte Dean woraufhin die Augen der Ärztin sanfter wurden. „Er wird wieder gesund, allerdings sollte er sich sehr viel Ruhe gönnen." „Okay. Kann ich zu ihm?" „Er steht Ihnen wohl sehr nahe." „Ja, er ist das Beste was mir je passiert ist." „In Ordnung folgen Sie mir."
In Sams Raum angekommen erschrak Dean beim Anblick der vielen Schläuche und Maschinen. „Keine Sorge wir sind zuversichtlich dass wir die Geräte in ein paar Stunden entfernen können." Der Jäger entgegnete nichts sondern setzte sich neben das Bett und griff nach der Hand des Halbdämons. „Bitte wert schnell wieder gesund Sammy. Ich brauche dich, " flüsterte Dean immer und immer wieder. „Mr. Winchester die Besuchszeit ist herum Sie müssen gehen", sagte die Krankenschwester von vorhin doch der angesprochene rührte sich keinen Millimeter. „Hören sie schlecht. Sie müssen gehen." „Ich bleibe", erwiderte Dean woraufhin die Krankenschwester die Sicherheitsleute rief. Diese wollten gerade nach dem Jäger greifen als die Ärztin den Raum betrat.
„Was ist hier los?" „Mr. Winchester wollte nicht gehen daher hat Mrs. Parker uns gerufen." „Ich stell Mr. Winchester eine Erlaubnis aus bei Mr. Goodwin bleiben zu dürfen." „Aber Dr. Jakob…" „Kein aber. Er darf hier bleiben und nun gehen sie alle ich muss Samuels Zustand überprüfen." Dean wollte gerade den Raum verlassen als Dr. Jakob sagte: „Ich bräuchte kurz Ihre Hilfe." „Okay. Was muss ich tun?" „Heben Sie Samuel am Rücken kurz hoch damit ich seine Lungen kontrollieren kann." Der Blonde tat dies sofort und war erleichtert als die Doktorin sagte: „Seine Lungen hören sich etwas besser an, also können wir wohl bald einen Teil der Maschinen entfernen."
Nachdem die Ärztin mit den restlichen Tests fertig war verließ sie den Raum und Dean setzte sich wieder neben den Verletzten. „Ich weiß nicht ob du mich hören kannst Sammy aber du sollst wissen das es mir Leid tut was ich vorhin gesagt habe. Das waren nicht meine Worte Dr. Feelgood hat sie mir in den Mund gelegt. Ich liebe dich egal wer oder was du bist hörst du." Die nächsten Stunden erzählte Dean Geschichten von seinen Jagten und auch viel von sich selbst. Mit jeder Stunde die verstrich stieg jedoch auch seine Reue. Die Schwestern machten sich allmählig sorgen um Dean da dieser immer öfter seine Erzählungen unterbrechen musste um die Tränen zu unterdrücken welche Sams Anblick auslöste.
„Mr. Winchester? Wir würden gerne ein paar der Geräte entfernen würden Sie daher bitte vor der Tür warten", fragte Dr. Jakob nach fünf quälenden Stunden. Dean erwiderte nichts sondern machte dem Pflegepersonal Platz in dem er sich in eine Ecke stellte von wo aus er über Samuel wachte. „Warum holen Sie sich nicht einen Kaffee während wir das hier erledigen" versuchte es die Ärztin noch mal. „Ich habe keinen Durst danke." „Sie müssen aber etwas essen und trinken. So sind Sie ihrem Freund keine Hilfe. Holen Sie sich was aus der Cafeteria wenn Sie das Krankenhaus nicht verlassen wollen. Ich bin mir sicher das würde auch Ihr Freund wollen." „Okay", antwortete Dean resigniert und verließ das Zimmer in Richtung Cafeteria.
Dort angekommen bestellte sich Dean einen Kaffee bevor er Bobby anrief. Dieser nahm auch sofort ab: „Dean?" „Ja Bobby." Der ältere Jäger bemerkte die Tränenreiche Stimme des jüngeren sofort und fragte: „Was ist passiert Dean?" „Ich… Ich hab Sam angeschossen" „Wieso?" „Dad hat mir Koordinaten gesendet welche zu Roosevelt Asylum gehörten. Dort wurde ich von dem dort ansässigen Geist eines Doktors manipuliert woraufhin ich mit Steinsalz auf Sam geschossen habe." „Mit Steinsalz?" „Salz schmerzt Halbdämonen sehr stark ganz besonders wenn es in Kontakt mit ihrem Blut kommt." „Oh. Wie geht es Sam, Dean?" „Er liegt im Koma. Oh Gott Bobby er liegt meinetwegen im Koma." „Alles wird gut wo seid ihr?" „Im Rockford Memorial Krankenhaus." „Ich bin in 9 Stunden da Dean", erwiderte Bobby und legte auf.
Der Jäger ging zurück zu Sams Zimmer wo er sich erneut neben diesen setzte, dessen Hand nahm und wieder zu erzählen begann. „Mr. Winchester?", fragte eine junge Krankenschwester achteinhalb Stunden später. „Ja", entgegnete dieser ohne sich zu dieser umzudrehen. „Mein Name ist Anna und ich bin Mr. Goodwin als Pflegerin zugeteilt." Dean erwiderte nichts woraufhin die Schwester sagte: „Erzählen Sie mir etwas über Samuel?" „Wieso willst du etwas über Sam wissen?" „Sie sind laut den anderen Schwestern die ganze Zeit bei Mr. Goodwin und erzählen diesen lauter Fantasy Geschichten, doch scheint Sie etwas zu bedrücken." „Das geht dich jawohl nichts an", erwiderte der Jäger gereizt ehe er sich entschuldigte: „Tut mir Leid. Ich bin nur etwas fertig."
„Kein Problem also wie ist Samuel so?" „Er ist eine herzensgute Seele die nie etwas Unrechtes tun würde." „Und was ist mit dir?" „Was meinst du?" „Hast du Samuel vergiftet?" „Wie kommst du auf so eine absurde Idee?" „Du hast große Schuldgefühle wenn du Sam ansiehst und du weichst nicht von seiner Seite. Keine Sorge ich werde dich nicht anzeigen" „Und warum nicht?" „Du bereust was du getan hast und ich bin mir sicher das dein Freund dir längst verzeihen hat. Außerdem habe ich keine Beweise" „Wahrscheinlich und das macht es noch viel schlimmer. Wieso verzeiht er mir immer so einfach." „Weil er dich liebt." „Nein das ist unmöglich." „Wieso denn?" „Er verdient jemand besseren wie mich. Ich habe weder ein geregeltes Einkommen noch einen festen Wohnsitz und sehr gebildet bin ich auch nicht. Sam versucht zwar es zu verbergen aber er ist hochintelligent."
„Und trotzdem hat er nie damit vor dir angegeben wahrscheinlich weil er wusste, dass du das falsch auffassen würdest und ich glaube kaum, dass es ihn der Rest interessiert immerhin reist er schon fast zwei Wochen mit dir ohne je ein Wort darüber verloren zu haben." „Vielleicht aber was wenn er krank oder verletzt wird. Ich kann mir die Behandlungen wohl kaum leisten." „Machen Sie sich darüber mal keine Gedanken." „Sam hat mir erzählt, dass er sehr reich ist aber ich glaube nicht, dass das stimmt. Wieso sollte er sonst kein Problem damit haben in schäbigen Motel Zimmern zu übernachten?" „Weil er auf dich Rücksicht nehmen wollte und dich nicht mit unnötigen Luxus verschrecken wollte. Deine Familie hatte nie viel Geld richtig?"
„Das schon aber…" „Kein aber. Er liebt dich und du liebst ihn also sag es ihm wenn er aufwacht", entgegnete die Krankenschwester und verließ den Raum. Dean sah auf Sam und flüsterte: „Liebst du mich wirklich Sammy?" „Ja das tut er Idjit", entgegnete Bobby welcher plötzlich in der Tür stand. „Erschreck mich doch nicht so Bobby" „Ja, ja also wie geht es Sam?" „Nicht so gut aber die Ärztin meinte sein Zustand wird immer besser und sie ist zuversichtlich dass er in den nächsten Stunden aufwacht." „Okay. Warum fährst du nicht ins Hotel, duscht dort und schläfst etwas während ich auf deinen Freund aufpasse?" „Ich kann ihn unmöglich alleine lassen. Es ist immerhin meine Schuld das er hier liegt." „Ich bin mir sicher Sam weis, dass Dr. Ellicott dich so manipuliert hat das du auf ihn geschossen hast, also fahr ins Hotel. Wenn er aufwacht rufe ich dich sofort an."
„Okay, aber versprich mir ihn nichts zu tun." „Wieso sollte ich Sam was tun?" „Wegen seines Vaters vielleicht? Du bist ein Jäger Bobby und die meisten Jäger würden Sam entweder töten, foltern oder als Druckmittel benutzen um an den gelbäugigen Bastard ranzukommen also entschuldige bitte wenn ich um seine Sicherheit besorgt bin" „Dean ich schwöre bei meinen Leben, dass ich Sam nichts tun werde." Der jünger Jäger seufzte ehe er erwiderte: „Ok. Ich vertraue dir" bevor er den Raum verließ. Vor der Tür bat er eine Schwester alle halbe Stunde nach dem Halbdämon zu sehen. Diese wusste, dass Dr. Jakob den jungen Mann und seinen Freund mochte also versprach Sie jede halbe Stunde nach den Patienten und dessen Onkel zu sehen.
Der Senior setzte sich auf den Stuhl, holte einmal tief Luft ehe er sagte: „Ich stehe zu meinem Wort. Ich werde und würde dir nie etwas antun. Du machst Dean glücklich und das ist alles was für mich zählt." Sam schien sich daraufhin etwas zu entspannen bevor er sofort wieder verkrampfte. Bobby rätselte eine Weile wieso als plötzlich eine Schwester den Raum betrat. „Ist hier alles Okay?" „Ja wieso fragen Sie?" „Der Freund Ihres Neffen bat mich alle halbe Stunde nach ihnen beiden zu sehen." Der Jäger nickte ehe er sagte: „Das wird nicht nötig sein. Sobald sich etwas an Sams Zustand ändert rufe ich sie oder eine ihre Kolleginnen in Ordnung?" „Natürlich"
Als Dean sechs Stunden später zurück in Sams Krankenzimmer war er enttäuscht, dass dieser noch immer nicht zu Bewusstsein war. „Du schaust schon etwas besser aus Dean." „Danke. Ist irgendetwas passiert während ich weg war?" „Dein Überwachungskommando wollte alle halbe Stunde nach uns sehen. Aber ich meinte das dies nicht nötig sein wird." „Tut mir leid. Ich…" „Ist okay Dean. Ich weiß, dass du es nicht böse gemeint hattest. Du warst nur um deinen liebsten besorgt." Der Jüngere erwiderte nichts sondern sah betrübt auf den Bewusstlosen. „Du kannst dir nicht die ganze Zeit die Schuld für Sams Lage geben. Er hätte auch versuchen können dem Steinsalz ausweichen." „Willst du etwa sagen es war seine Schuld! Ich habe den Abzug getätigt nicht er." „Ist okay Dean", sagte eine sanfte Stimme woraufhin sich Deans Augen weiteten. „Sammy!", schrie er vor Erleichterung und fiel diesen um den Hals.
„Pass auf sonst erwürgst du Sam noch", sagte Bobby woraufhin der Halbdämon diesen bemerkte. „Wer sind Sie?" „Ich bin Bobby freut mich dich kennenzulernen." Als der ältere Jäger die Verwirrung in den Augen des jüngsten sah sagte er: „Dean hat mich angerufen und mir erzählt dass er dich angeschossen hat. Ich bin sofort hergefahren um ihm beizustehen. Außerdem wollte ich dich persönlich kennen lernen Sam. Ich darf doch Sam sagen oder?" „Natürlich. Danke dass du gekommen bist." „Kein Problem. Wie fühlst du dich?" „Ganz okay." Als er den zweifelten Blick von seinem Schwan sah fügte Sam hinzu: „Es geht mir gut. Wirklich"
„Lass mich eine Schwester holen die dich durchcheckt", sagte Dean und verlies wie von einer Tarantel gestochen das Zimmer. Bobby sah zu dem Halbdämon und sah die Traurig- und die Hoffnungslosigkeit in dessen Augen. „Er liebt dich Sam, aber er hat Angst es dir zu sagen weil er denkt er sei nicht gut genug für dich." „Das glaube ich leider nicht. Er verabscheut mich und ich kann es ihm nicht verübeln, aber ich hatte gehofft, dass er mich auch liebt. Sogar eine einzige Nacht wäre mir recht gewesen, allerdings hast du sein Verhalten doch gesehen. Er wollte nicht mit mir in einem Raum sein. Kannst du mich kurz alleine lassen?" Der Ältere nickte als er bemerkte, dass Sam kurz davor war zu weinen, doch dieses nicht vor ihm tun wollte.
Dean ging gerade den Gang entlang als ihm Anna vom Treppenhauseingang zu sich winkte. „Was machst du hier solltest du nicht bei deinem Freund sein?" „Ich kann nicht. Er ist besser ohne mich dran. Er wäre nun schon beinah zweimal durch mich gestorben." „Und dennoch hat er dir jedes Mal verziehen. Wieso gibst du der Beziehung nicht eine Chance? Weißt du eigentlich was du Sam damit antust? Du brichst ihm das Herz. Wie lange glaubst du hält er das aus bevor er sich etwas antut." „Sam würde sich nichts antun" „Oh doch. Sam scheint sehr emotional zu sein." Plötzlich lief Bobby auf Dean zu und sagte: „Du musst sofort zu Sam. Ich hab Angst, dass er sich etwas antut."
Der Blonde lief voller Panik zu Sams Krankenzimmer wo er ohne Anzuklopfen in dieses stürmte und diesen weinend auf den Bett vorfand. Als Dean neben Sam stand sah er wie dessen Handgelenke von einer unsichtbaren Kraft aufgeschnitten wurden. Voller Panik griff der Jäger nach diesen und flehte: „Hör auf, Sammy bitte." „Dean?" fragte Sam mit tränenverschmiertem Gesicht. „Ja, ich bin hier Sammy", erwiderte der Ältere und zog Sam in eine Umarmung ehe er diesen küsste. Als sich die beiden voneinander lösten flüsterte Dean: „Ich liebe dich und könnte ohne dich nicht leben, also tu das bitte nie wieder."
„Versprochen und ich liebe dich auch." Dean küsste den Halbdämon noch einmal nur dieses Mal ließ er seine Zunge vorsichtig über dessen Lippen wandern. Sam öffnete zögerlich seine Lippen und der ältere bemerkte, dass dieser wohl keine Erfahrung mit küssen hatte. Als der Braunhaarige sich zurückzog senkte er den Kopf ehe er murmelte: „Wow" „Das war dein erster Kuss oder?" „Ja", erwiderte der Größere beschämt. „Hey, das ist nichts wofür man sich schämen braucht. Du wirst schon sehen mit der Zeit wirst du immer besser werden." Sam lachte ehe er sich müde an Deans Schulter legte.
„Sammy?" „Bin ein wenig müde" „Das ist normal Mr. Goodwin", sagte Dr. Jakob welche den Raum betrat. „Wirklich?", fragte Dean und sah besorgt auf Sams Handgelenke. Die Ärztin bemerkte nun erst die Wunden und fragte höflich aber bestimmt: „Wieso haben Sie sich selbst verletzt Mr. Goodwin?" „Ich dachte Dean hasst mich und will nichts mehr mit mir zu tun haben." „Sie wissen, dass ich Sie nun für 24 Stunden unter Beobachtung stellen muss." „Ist das wirklich nötig?" fragte Dean traurig. „Leider ja, aber sobald die 24 Stunden rum sind können Sie Sam mit nach Hause nehmen." „Okay", erwiderte der Jäger und wich den ganzen Tag nicht von seiner Seite. Bobby blieb die ersten acht Stunden ebenfalls bei Sam ehe er ins Hotel fuhr.
In diesem erfuhr er einige Stunden später vom Tod eines befreundeten Jägers. Woraufhin er sofort zurück ins Krankenhaus fuhr.
