Hallo, da bin ich endlich mal wieder! Ich weiß, es hat lange gedauert, aber ich musste erst einmal die Prüfung hinter mich bringen...

Dafür ist das folgende Kapitel hoffentlich in Eurem Sinn!

The Hermione of Slytherin: Ich freue mich, dass es Dir so gut gefallen hat! Viel Spaß beim Lesen.

Nici1807: Nein, ich bin kein Rettungssani, aber ich glaube, ich habe einfach schon zu viele Arztserien gesehen Über das Ende verrate ich natürlich noch nichts...aber das ist noch eine Weile hin!

myrerious angel: Danke für das Lob!

Hermine sprang aus dem Wagen und eilte dem Troß hinterher, doch als sie der Trage ins Behandlungszimmer folgen wollte, wurde sie von einer Schwester aufgehalten. „Sie können da nicht mit hinein. Lassen sie die Ärzte jetzt ihre Arbeit machen, er ist in guten Händen!" Hermine riß sich los. „Wenn er aufwacht und so viele Leute sieht und die ganzen Geräte" sie deutete mit bebendem ausgestreckten Zeigefinger auf das Beatmungsgerät, welches gerade herbeigeschafft wurde „dann wird er in Panik geraten! Er war noch nie in einem Krankenhaus, er hat keinen Plan, was mit ihm passiert und er ist einer von der Sorte, die Kontrolle über die Situation abgeben zu müssen! Also, wenn sie nicht wollen, dass er sich noch mehr verletzt, bloß weil keiner da war um ihn zu beruhigen, dann lassen sie ich jetzt da rein!" Hermines Stimme hatte einen gefährlich leisen Unterton angenommen. Verunsichert schaute die Schwester sie an und öffnete dann die Tür.

„Sir? Dr. Ascett? Kann das Mädchen sich mit reinsetzen? Es wäre vielleicht besser..." Der Arzt, der bis jetzt mit dem Rücke zu Hermine über Snapes Oberkörper gebeugt dagestanden hatte, drehte sich um. Er war noch recht jung, so um die 35, aber er sah schon recht abgekämpft aus. Kein Wunder eigentlich, schließlich war es drei Uhr morgens.

„Wieso?" fragte er mit einem Stirnrunzeln. Doch die Antwort kam schneller und deutlicher, als ihm vermutlich lieb war.

Snape war, aller medizinischer Regeln zum Trotz, gerade aufgewacht und war nicht gerade erbaut darüber, einen Schlauch in seinem Hals vorzufinden. Doch Hermine hatte so etwas schon geahnt und war zu ihm gestürzt, als er das erste mal geblinzelt hatte. Nun hatte sie sein Gesicht n ihre Hände genommen, streichelte ihm über die Wangen und flüsterte unentwegt beruhigende Worte in sein Ohr. Langsam entspannte sich Snape wieder.

Der Arzt hatte das aufmerksam beobachtet und lächelte Hermine nun an. „OK, bleiben sie hier ruhig sitzen. Ich bin der Meinung, dass Patienten so wenig wie möglich, aber soviel wie nötig Medikamente bekommen. Und wenn ich so das Beruhigungsmittel sparen kann, soll es mir recht sein. So, und nun brauche ich trotzdem dringendst den Ultraschall." Sprach er jetzt eine der anwesenden Schwestern an, die darauf hin hastig den Raum verließ. Dr. Brown, der bisher noch mitgeholfen hatte, verabschiedete sich nun.

„So, ich muß wieder los. Machen sie´s gut und gute Besserung!" Noch einmal winkte er Hermine und Snape mit einem aufmunternden Augenzwinkern zu, bevor er zur Tür hinaus verschwand. Severus hatte es kaum mitbekommen, völlig erschöpft döste er in den Armen des Mädchens. Da kam auch schon wieder die Schwester zurück, hinter sich her zog sie ein kleines Wägelchen mit einem Ultraschallgerät.

Dr. Ascett griff nach einer Tube und beugte sich zu Snape herunter. „Sir? Mr. ... ja, wie heißt er eigentlich?"

„Snape." Kam die automatische Antwort von Hermine.

„Gut. Mr. Snape, nicht erschrecken. Gleich wird des für einen Moment sehr kalt und glitschig auf ihrem Oberbauch werden. Dann wird es warm und glitschig. Aber dösen sie ruhig weiter."

Auf Snapes Gesicht war jetzt völlige Verwirrung zu erkennen. Allerdings änderte sich das ganz rasch, als der Arzt ungefähr ein Fünftel der Tube entleerte. Snape riss die Augen auf und bekam eine deutliche Gänsehaut, wobei sich Hermine das Grinsen nicht ganz verkneifen konnte.

Der Arzt nahm das Handgerät und begann, das Gel grob zu verteilen. Schließlich begann er alle Organe, aber besonders die Leber, einer eingehenden Untersuchung zu unterziehen. Gequält kniff Snape die Augen zu, als der Mediziner jeden Quadratzentimeter der Leber unter die Lupe nahm. Schließlich verweilte er genau an jenem Punkt, den Snape dem Notarzt gezeigt hatte, speicherte das Bild ab und druckte es aus. Dann rief er eine Schwester. „Rufen Sie oben in der Inneren an. Sie sollen Professor Beckham wecken und einen OP vorbereiten. Sofort!"

Hermine sah ihn besorgt an, Snape hatte seinen Blick auf ihr Gesicht gerichtet. Der Arzt seufzte, griff sich den Ausdruck und setzte sich auf einen Hocker neben Snapes Kopf und gleich gegenüber von Hermine. „Wir müssen Sie operieren und zwar möglichst schnell, Mr. Snape. Ihre Leber hat in der linken Seite einen großen Riss. Hier, sehen Sie?" Er hielt nun das Bild hoch und zeigte mitten drauf auf ein Wirrwarr aus dunklen und helleren Flecken. Snape schaute hilfesuchend zu Hermine, doch auch sie machte ein ratloses Gesicht.

„Hier, passen Sie auf!" Der Arzt griff sich erneut das Handgerät, drehte den Monitor so, dass Snape und Hermine ihn sehen konnten und fuhr mit dem Sensor über den Magen. „Sehen Sie? So sieht ein Organ aus, wenn es in Ordnung ist." Er deutete auf dem Bildschirm mitten in das Gewirr aus grauen, schwarzen und weißen Flecken. „Und so sieht es aus, wenn ein Organ verletzt ist..." Vorsichtig fuhr er wieder zur Leber und zeigte auf den Bildschirm. Ein wenig hatte sich die Kontraste verschoben, doch so richtig konnte Snape immer noch nichts erkennen. Aber das war nicht weiter wichtig, er glaubte dem Arzt seine Worte. Nun deutete der Arzt auf einen recht großen dunklen Fleck. „Das ist Blut und genau dort ist der Riss. Der muß dringend operiert werden."

Deutlich war die Angst in Snapes schwarzen und schreckgeweiteten Augen zu sehen. „Sie brauchen keine Angst zu haben, sie werden davon nichts spüren. Wenn sie wieder aufwachen haben sie das Schlimmste überstanden!" Wut blitzte in Snapes Augen auf! Er und Angst! Pah!

Der Arzt, der wohl allzu deutlich Snapes Gedanken erahnt hatte, lächelte nur nachsichtig, griff nach einem sauberen Handtuch und begann vorsichtig das Gel von Snapes Oberbach zu wischen. „Ruhen Sie sich aus und versuchen Sie zu schlafen, ok? Ich werde mir noch den Schnitt hier ansehen, aber ignorieren sie das ruhig." Snape schloss völlig ausgelaugt wieder die Augen und fiel trotz des Lichtes, der Schwestern, die immer noch um ihn herumwuselten und der Schmerzen in einen leichten Schlummer. Hermines Hand lag noch immer in seiner Halsbeuge. Nach ein paar Minuten (Dr. Ascett hatte inzwischen den Schnitt mit starken Pflastern verklebt, nachdem er sich überzeugt hatte, dass keine Glassplitter mehr in der Wunde waren) kam die Schwester wieder zurück und nickte dem Arzt zu. Dieser griff sich eine Spritze, nahm aus einem Schrank ein mit einem Stück dünnem Gummi verschlossene Glasphiole und zog die Spritze auf. Dann drückte er die Luft heraus und desinfizierte Snapes rechte Armbeuge. „So, jetzt geht´s los. Sie brauchen sich wirklich keine Sorgen zu machen, sie werden die OP verschlafen und wenn sie wieder aufwachen, ist alles vorbei."

Acht setzte der Arzt die Injektion. Fast sofort spürte Snape, wie sich eine bleierne Müdigkeit in ihm breit machte und das letzte, was er sah, war Hermine, die ihn fast liebevoll anlächelte. Dann wurde alles schwarz.

Dr. Ascett wartete noch eine Minute um wirklich sicher zu gehen, dass Snape auch wirklich schlief und deckte ihn mit einer leichten Decke zu. Ein Pfleger löste die Bremsen der Liege und schob ihn aus dem Zimmer Richtung Fahrstuhl. Hermine folgte ihnen. Kurz bevor sie den Fahrstuhl erreicht hatte, drückte ihr die Schwester, die sie hatte aufhalten wollen, ein paar zusammengeheftete Blätter und einen Kugelschreiber in die Hand. „Bitte füllen Sie das aus, das ist das Anmeldeformular. Sie warten vor dem OP?" Hermine nickte. „Gut, dann komme ich hoch." meinte sie freundlich. Hermine nickte kurz und hechtete in den Fahrstuhl, dessen Türen sich gerade schließen wollten.

Sie fuhren zwei Stockwerke nach oben und verließen dann den Fahrstuhl. Sie wurden von einem schon in den typischen OP-Anzug steckenden, etwas älteren Mann mit etwas schütterem Harr, der um die 50 Jahre war, in Empfang genommen, der sich sofort den Ultraschallausdruck zeigen ließ. Besorgt runzelte er die Stirn. „Mann oh Mann, wie hat der denn das geschafft? Hat er versucht, einen Laster mit purer Willenskraft aufzuhalten?" Ungläubig schüttelte er den Kopf. „Und er war die ganze Zeit bei Bewusstsein?" Dr. Ascett zuckte nur mit den Schultern. „Das gibts doch nicht." Jetzt wandte er sich an Hermine, die neben ihnen herhastete. „Ich bin schon eine Weile Arzt, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt..."

Schließlich waren sie an einer doppelflügligen Tür mit milchigen Glasscheiben angelangt, auf denen in großen Lettern OP´ prangte. Dr. Ascett sah Hermine an. „OK, jetzt müssen Sie aber wirklich draußen bleiben. Machen Sie es ich bequem." Er deutete auf eine Sitzecke mit roten Ledersesseln. „dort drüben gibt es einen Automaten, da können Sie sich was zu Essen besorgen ." Hermine seufzte schwer. „Wie lange wird es dauern?"

Nachdenklich wiegte der Mediziner den Kopf. „Schwer zu sagen...vier Stunden vielleicht...wenn es zu Komplikationen kommt, Gott bewahre ihn davor, auf jeden Fall mehr. Ich kann es ihnen wirklich nicht genau sagen. Ich wünsche Ihnen viel Glück!" Der Arzt lief in Richtung Fahrstuhl davon und Hermine setzte sich mit einem klammen Gefühl im Magen in einen der Sessel.