Hallo ihr da draußen,
da bin ich wieder und ich muss entschuldigen, dass ihr so lange warten musstet. In den letzten Monaten ist viel passiert. Ich hab mich von meinem Freund getrennt, bin daheim ausgezogen und hab einen zweiten Job angenommen. Doch nun zu dem was ihr sicherlich hier lesen wollt. Das vorletzte Kapitel zu „Ein neues Leben". Hab lange daran gefeilt, wohl gemerkt nur in meinen Gedanken und nun bin ich dabei es nieder zu schreiben. Mal sehen, ob ich es so hin bekomme, wie ich es gerne hätte. Hermine wird noch etwas brauchen bis sie wieder in die „heile Welt" eintauchen kann.
Vielen, vielen Dank für die bisherigen Kommis von euch:
Tar Ancalimae, Miss Vero, la dame und Sepsis
Ich hab das siebte Buch bereits gelesen (sowohl in englisch als auch in deutsch), doch diese Geschichte ist davor entstanden und deshalb wird sie auch so weiter geschrieben, als wäre es noch nicht erschienen.
Disclaimer (das gleiche übrigens wie im ersten Kapitel #smile#)
Mir gehören weder die Figuren noch die Welt in der sich diese aufhalten… ich leihe sie mir nur kurz aus… #smile#
Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte... mein einziger Lohn sind Reviews… falls ich denn welche bekomme… ein großes DANKE an meine bisherigen Leser, die so nett waren mir ein Review zu hinterlassen, ich hab mich über jedes Wort davon gefreut….
Nur die Idee zu dieser Geschichte gehört einzig und allein mir… Ähnlichkeiten mit anderen Fanfictions sind nicht beabsichtigt, ebenso Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Person sind rein zufälliger Natur… sollte jemand meinen, er erkennt sich hier wieder #smile#
Anregungen und Verbesserung sind wie immer erwünscht und so wünsche ich euch, VIEL SPASS beim Lesen.
Ein neues Leben
von usa-ani
Kapitel 4 – Zeit des Erwachens
Es war dunkel in dem Raum und im ersten Moment dachte ich, ich wäre tot. Doch leider war dem nicht so. Auf die dringenden Bitten oder eher Befehle von Severus Snape war ich zurück gekehrt in die Wirklichkeit. Ich könnte doch gleich hier und jetzt aufhören zu existieren. Leichtfüßig stand ich auf und griff nach meiner Tasche. Sie war leer bis auf die Wäsche, doch kein Zauberstab und auch kein spitzer Gegenstand oder irgendetwas was mich in meinem Vorhaben unterstützt hätte. Leise seufzte ich auf und stellte die Tasche zurück auf den Stuhl und legte mich zurück aufs Bett. Vielleicht später, dachte ich.
Aus meinem leichten Schlaf aufgeschreckt, hörte ich die Tür sich öffnen. Snape trat ein und sah mich aufmerksam an. Sicherlich vermutete er mich immer noch in meiner Welt. Was hatte er gesagt? Die ewig lächelnde Puppe wäre ich gewesen und da versuchte ich ein Lächeln, dass er aber nicht gerade freudig auf nahm. „Warum? Warum nur kannst du es nicht lassen?" Snape sah aus, als wolle er mir an die Gurgel gehen. „Freuen Sie sich gar nicht, dass ich wieder „da" bin? Soll ich wieder gehen?"
Für einen Moment durfte ich miterleben, wie seine eiserne Maske verrutschte und dahinter einen Mann zum Vorschein brachte, der anscheinend auch so etwas wie Gefühle hatte. Er war erst blass geworden und dann hatte sich ein Strahlen auf seinem Gesicht gezeigt, das so schnell wieder verschwunden war, dass ich mich fragte, ob ich es mir nicht nur eingebildet hatte.
„Wenn Sie schon „da" sind, können Sie sich auch gleich anziehen. Wir werden in wenigen Minuten gemeinsam frühstücken." Das alles klang nach Befehlen und nicht nach Bitten. Wohl oder über musste ich mich beugen, denn einen Streit wollte ich nicht herauf beschwören und so nickte ich nur. Er nahm es wohlwollend zur Kenntnis und hatte seine Hand schon an der Türklinke, als ich ihn noch einmal zurück rief.
„Professor Snape... wo sind meine restlichen Sachen?" Er sah mich nicht an und ich befürchtete schon, er hätte mich nicht gehört, doch dann nach einer schier endlosen Zeit meinte er, „Das ist alles. Ihre Freunde werden den Rest haben." und damit verließ er den Raum. Ich blieb zurück und wusste dadurch immer noch nicht was ich anziehen sollte. Außer dem Sommerkleid, das ich auf meiner Haut trug, hatte ich nichts anderes und nur in wechselnder Unterwäsche rum zu laufen kam gar nicht Frage. Doch da ich meinen Zauberstab auch nicht finden konnte, blieb mir nichts anderes übrig, als zu dem Mantel zu greifen, der mich überraschend gut wärmte.
Snape saß bereits bei einer Tasse Kaffee und beachtete mich nicht weiter. Und dafür hatte ich mich aus meinen Selbstwürfen rausholen lassen. Doch was er konnte, konnte ich schon lange und so schwiegen wir uns das ganze Frühstück über an. Mein Hunger hielt sich in Grenzen und brachte kaum das eine Brötchen runter. Es lag wie ein Felsbrocken in meinem Magen und der Kaffee, den ich unglücklicherweise auch noch hatte trinken müssen, pumpte mir so viel Kraft in die Adern, dass ich begann unruhig zu werden.
„Potter wird uns heute Abend besuchen." kam es von Snape, der gerade seine Zeitung fein säuberlich zusammenlegte. Die wenigen Worte hatten ausgereicht, dass ich hastig aufsprang und wie von Sinnen schrie, „Er darf es nicht erfahren." Snape verzog das Gesicht und deutete mir an mich wieder zu setzen. „Danke für Ihren unüberhörbaren Kommentar, doch dürfte ich erfahren, warum ich für Sie lügen soll?"
Mein Blick richtete sich auf meinen Teller ohne, dass ich ihn wirklich wahrnahm. Warum hatte ich das gesagt? Ohne dass ich es gewollt hatte, waren diese Worte gekommen. Ganz langsam dämmerte es mir, dass ich nicht in seine Augen sehen wollte. Nicht sehen wollte, wie er mich verächtlich ansah, mich die Mörderin. Ich hatte gemordet und nicht nur einen Menschen. Blut klebte an meinen Fingern und als meine Augen zu eben denen glitt, vermeinte ich tatsächlich zu sehen, wie sie sich schlagartig veränderten.
„Granger" peitschte es durch den Raum und im nu befand ich mich wieder in der Gegenwart. Snape stand neben mir, doch ich konnte mich nicht erinnern ihn aufstehen gesehen zu haben. Verwirrt blickte ich ihn an. „Was ist passiert?" „Das dürfte ich wohl Sie fragen?" Ich meinte eine Spur Besorgnis darin zu vernehmen, doch ich konnte mich auch irren. Sicher irrte ich mich, denn warum sollte sich Snape über meine Wohlergehen sorgen. Der dachte wahrscheinlich auch nur an sich.
Ich gab nach wie vor keine Antwort und sein Blick wurde mit einem Mal weicher. „Tun Sie das nie wieder!" „Was?" fragte ich noch verwirrter. „Abzutauchen..." sagte er so leise, dass ich Mühe hatte ihn zu verstehen. Ich runzelte die Stirn, doch er schien nicht mehr dazu sagen zu wollen. „Und nun kommen Sie. Mein Unterricht beginnt gleich." Mein Mund stand offen und mir war das mehr als nur bewusst. Doch er grinste nur unverhohlen.
„Dachten Sie ich lasse Sie hier allein?" Er schien nicht wirklich eine Antort zu erwarten, denn er hatte sich schon wieder abgewandt. „Stehen Sie endlich auf. Ich habe keine Lust wegen Ihnen zu spät zum Unterricht zu kommen." Langsam erhob ich mich und folgte ihm. Kurzvor der Tüt stoppte er un dich wäre beinahe in ihn hineingelaufen. Er drehte sich zu mir um und richtete den Zauberstab auf mich.
„Caligo calautica spirit" schlug es mir flüsternd entgegen. Entsetzt sah ich ihn an. Was hatte er mit mir gemacht? Mein Körper begann sich aufzulösen und zurück blieb nur ein nebliges Etwas, das lediglich meine Umrisse umschrieb. „Ihren unausgesprochen Wunsch ungesehen zu bleiben kann ich mangels Tarnumhang leider nicht nachkommen, aber auch so wird sie sicherlich keiner erkennen." Mit diesen Worten trat er in den Gang hinaus. Ungeduldig winkte er mich nach und schweigend legten wir den Weg bis zum Klassenzimmer zurück.
Mein Gang hatte sich durch den Zauberspruch auch verändert. Es fühlte sich an als würde ich mehr schweben als gehen und als wir um die letzte Ecke bogen, konnte ich einige Schüler scharf einatmen hören. Ob es nun an mir oder an dem Auftauchen von Snape lag, konnte ich nicht mit Gewissheit sagen. Auf jeden Fall war es mit einem Mal sehr still geworden und jeder schien sich so unauffällig wie möglich benehmen zu wollen.
Als alle endlich Platz genommen hatten, begann Snape zu sprechen. „Ab heute werden wir einen Gast haben, der dem Unterricht beiwohnen wird. Wenn ich vorstellen darf, Miss Beth." Er hatte mich 'Beth' genannt. Wie war er nur auf diesen Namen gekommen? Naja, auf jeden Fall würde keiner seine Worte anzweifeln und es dabei belassen. Gerüchte würde es wohl geben, aber wo wohl nicht. Solange keiner wusste, wer ich wirklich war, war ich in Sicherheit.
Er bot mir seinen Stuhl hinter dem Pult an und dankbar nahm ich das Angebot an. Von dort aus hatte ich die gesamte Klasse und natürlich auch Snape im Blickfeld. So fühlte es sich also an auf der anderen Seite zu sitzen und musste bei dem Gedanken grinsen. Wie gut, dass meine Erscheinung Gefühlregungen verbarg. So folgte ich dem Geschehen, doch ab der zweiten Stunde, begannen meine Gedanken abzuschweifen. Der Unterricht verlor an Interesse und ich begann unbewußt mich von der Klasse abzuwenden und unverwandt die rechte Regalseite anzustarren.
Würde Snape Stillschweigen bewahren, was Harry betraf? Ich hoffte es so sehr. Es würde noch einige Zeit dauern bis ich mich in der Lage fühlte mit ihm darüber zu reden. Sicherlich würde er sich abwenden, wenn er von meinen Taten wüsste. Die Stunde verging, während ich mich immer mehr in den absurdesten Gedanken verfing. Erst der Aufbruch der Schüler holte mich in die Gegenwart zurück.
Snape wechselte ein paar Worte mit mir, als bereits die nächste Klasse herein kam. Erneut stellte er mich vor und begann dann seinen Unterricht. Wie davor auch, konnte ich nicht verhindern schon bald wieder abzusinken. Für Snape sah es wohl so aus als würde ich an seinen Lippen hängen, doch das sollte sich ändern. Als die Glocke schellte erstarrte ich vor Schreck. War die Stunde schon vorüber?
Brav folgte ich Snape in seine Gemächer und wir aßen zu Mittag. Es wurde gerade der Nachtisch aufgetragen, als Snape zu sprechen begann. „Mich hat es verwundert, dass Sie nicht eingegriffen haben." „Wo?" Anscheinend hatte ich etwas wichtiges verpasst. „Na als ich Miss Middelton 50 Hauspunkte abgezogen habe." Beinahe hätte ich „Sie haben was?" geschrien, doch konnte ich mich gerade noch halten. „Es ist Ihr Unterricht und ich habe sicherlich nicht das Recht Ihnen hinein zu reden."
Snape schien so etwas schon geahnt zu haben. „Na gut, ab sofort werde ich Sie in den Unterricht mit einbinden und da niemand weiß wer sie sind, werde ich meinen guten Ruf behalten können." Frech grinste er mich an und ich nickte lediglich nur. Ich sollte nie erfahren, dass er Magda zwar Punkte abgezogen hatte, aber nur 40. Hätte ich ihn korrigiert, dann hätte er mich wohl in Ruhe gelassen. Aber so wie die Dinge standen, hatte er erkannt, dass es wohl noch ein schönes Stück Arbeit sein würde mich wieder aktv ins Leben einzubinden.
Der Nachmittagsunterricht kam und es dauerte nicht lange und Snape setzte seine Warnung in die Tat um. Als ein Schüler die Antwort auf einer seiner Frage nicht wusste, ließ er mich ran und bat mich gleichzeitig die Antwort so gut wie möglich zu erklären. Da dies eine dritte Klasse war, kam das gewünschte ohne Zögern über meine Lippen. In meinen Ohren hörten sich die Worte auswendig gelernt an, doch die Schüler schien ich damit zu beeindrucken. Scherzhaft nannte er mich daraufhin das wandelde Lexikon.
Ich schmunzelte und war irgendwie froh, dass ich die nächsten Stunden nicht dazu kam wieder ins Grübeln zu fallen. Hatte es mit Fragen begonnen, so ging es nun weiter mit Hilfestellungen beim Brauen. Sobald jemand einen Fehler machte, durfte ich demjenigen helfen neu anzufangen. Und schon bald patroullierte ich selbst durch die Gänge. Dabei konnte ich es nicht lassen, den Schülern immer wieder einige Hinweise zuzuflüstern. Die meisten nickten nur dankbar, andere wussten nicht ob sie überhaupt eine Regung zeigen durften.
Später beim Abendessen sprach er mich darauf an. „Es ist ja schön und nett, dass Sie den Schüler helfen wollen, doch ein Denkanstoss würde genügen. Sie müssen Ihnen ja nicht gleich die Antwort vor die Füsse werfen." Darauf erwiderte ich nichts, denn ich wusste ja, dass er recht hatte. Leider ging unsere Mahlzeit relativ schnell zu Ende und ich konnte ein Seufzen nicht unterdrücken. Harry würde in wenigen Minuten da sein und ich war mir Snapes Schweigen immer noch nicht sicher.
Als es an der Tür klopfte, verzog ich mich in mein Zimmer. Leise schloss ich die Tür und vernahm noch am Rande Snapes Stimme, wie er Harry herein bat. Obwohl ich neugierig war, wollte ich nicht lauschen. Wer wußte schon was Snape ihm nun erzählte. Im nächsten Moment klopfte es sanft an der Tür, Harry trat ein und sah sich kurz um. Ich lächelte nur vor mich hin und versuchte die zu miemen, die ich einige Monate gewesen war. Es schien ihm nicht aufzufallen.
„Hallo Hermine!" Langsam drehte ich ihm den Kopf zu und sah ihn immer noch lächelnd an. Ein langer Seufzer folgte, doch er lächelte mir dann wieder entgegen. „Ich habe dir ein paar Sachen mitgebracht." sagte er und deutete auf eine gutgefüllte Reisetasche. „Und auch das hier. Sicherlich hast du ihn schon vermisst." Aus seinem Umhang zog er meinen Zauberstab und ich konnte das Leuchten in meinen Augen nicht unterbinden. Sein Gesicht lächelte noch breiter, als er sah, wie ich ihn erkannte.
Eine Hand streckte sich danach aus, doch als ich ihn berührte, zog ich sie so schnell zurück als hätte ich mich verbrannt. Für einen Moment hatte ich mich wieder am Schlachtfeld gesehen, den Zauberstab an die eigene Kehle gedrückt. Mit den aufkeimenden Gefühlen, kamen auch die Tränen. Unaufhaltsam bahnten sie sich einen Weg nach oben. Harry verschwamm vor meinen Augen und ich konnte ihn nach Snape rufen hören. Unbaholfen wischte ich mit den Händen die Tränen aus dem Gesicht, immer wieder, doch der Strom versiegte einfach nicht.
Bilder tauchten in schneller Abfolge vor meinen Augen auf. Die Schlacht, meine Flüche, mein Versuch Hand an mich zu legen und Snape wie er mich anschrie. Es hörte nicht auf und ohne dass ich es bemerkte schrie ich, ich schrie mir die Seele aus dem Leib. Ich bekam nicht mit, wie Harry geschockt vor mir stand und Snape besorgt ins Zimmer eilte. Er erfasste relativ schnell die Situation und schickte Harry raus. Ich spürte seine Umarmung und begann mich regelrecht an ihn festzukrallen.
Plötzich war ich nicht mehr allein. „Hör auf!" schrie jemand und ich erkannte Snape, der sich nicht von der Stelle bewegte, während immer wieder die gleichen Bilder an mir vorbeizogen. Es war als würde er vor dem Film stehen. Die Bilder wurden langsamer und waren nun bei dem Endkampf mit Voldemort. Obwohl ich es so gern gewollt hätte, ich konnte mich nicht abwenden. Um so aufmerksamer nahm ich dann die Worte des Dunklen Lords in mich auf.
„Na ist sie das… deine Geliebte… deine Gedanken waren mein. Besonders das. Soll sie es wissen? Na was meinst du. Sollen wir ihr davon erzählen? Wer weiß, ob sie dann immer noch von dir gestützt werden will."
Das Bild erstarrte und auch Snape. Hatte Voldemort da gesagt ich sei Snapes Geliebte? Es konnte sich nur um ein Missverständnis eines sehr sehr kranken Mannes handeln. Doch Snapes bleiches Gesicht und sein sofortiges Verschwinden aus meinen Gedanken belehrte mich eines Besseren. Wie sollte ich ihm nun gegenüber treten, wo ich nun erkannt hatte, dass ich ihn ebenso liebte?
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Endlich fertig, leider nur mit dem Kapitel, doch das nächste steht schon, wenn auch nur von der Story her. Freut euch auf das (endgültig) letzte Kapitel, dass mir jetzt schon Kopfzerbrechen bereitet. Bitte nicht fressen, wegen dem Cliffhanger, aber ich sah einfach keine andere Möglichkeit das Kapitel zu beenden.
TBC
