Hey, Leute! Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich mich nun fast ein halbes Jahr nicht mehr gemeldet habe und weiter meine Story veröffentlicht habe. Ok, sie ist auch noch nicht wirklich weiter, hatte viel um die Ohren, schulisch, privat und überhaupt. Naja, jetzt sind Herbstferien, ich habe viel Zeit und außerdem wollte ich endlich mal wieder ein bisschen rumtippen und warum dann nicht an meiner Story, die den Leuten bisher eigentlich meistens ganz gut gefallen hat! Bisher habe ich so liebe Reviews bekommen und ich freue mich natürlich auch über weitere. Jetzt kommt erstmal Kapitel 4, welches leider nur ziemlich kurz ist und sonderlich viel passiert auch nicht, aber naja, wollte halt so schnell wie möglich wieder was online bringen. Hoffe, dass es euch trotzdem ein bissi gefällt. Bis wirklich die nächsten Tage.


Eine Zugfahrt die ist lustig? Hah, von wegen!

Während der Regen draußen die Scheiben des Zuges prasselte, verlor sich Hermine völlig in der Welt ihres Buches, welches sie vor sich aufgeschlagen hatte und nun so vertieft darin war, dass sie so gut wie nichts mehr um sich herum wahrnahm. Somit also auch nicht, dass Draco, der ihr in dem geräumigen Abteil gegenübersaß, sie ab und zu mit vernichtenden Blicken bedachte. Diese Granger macht mich noch wahnsinnig. Nicht nur, dass sie jetzt verdammterweise auch Schulsprecherin ist und ich somit andauernd mit ihr zusammenarbeiten muss, nein, sie geht nichtmal auf meine Beleidigungen und Sticheleien ein. Und wie sie erst in aller Seelenruhe ihr Buch liest und mich nicht einmal beachtet. So als wäre ich gar nicht da, das kann sich einfach niemand mir gegenüber erlauben, dachte Draco verärgert und schnaubte verächtlich. „Gibt es etwas, was dich bedrückt, Malfoy? Oder warum scheinst du so nervös zu sein?", fragte ihn plötzlich Hermine, die ihren Blick von ihrem Buch erhoben hatte und ihn nun belustigt anschaute. „Was geht es dich an, Granger! Lies lieber weiter, denn anscheinend ist es das Einzige, was du wirklich beherrscht!", forderte Draco sie nun heraus. Hermines Blick verfinsterte sich. „Wie kannst du es wagen, du ..." „...Einfach gutaussehender Typ. War es das, was du sagen wolltest?", wurde sie grinsend von ihm unterbrochen. Es machte ihm Spaß mitanzusehen, wie Hermine immer wütender wurde. „Keine Sorge, Grangerlein, ich bin schon weg. Habe ja wichtigeres zu tun, als meine wertvolle Zeit mit jemandem deiner „Art" zu verbringen." Und mit diesen Worten verschwand er Richtung Abteiltür. „Du einfach widerlicher Kerl, falls es dir nicht aufgefallen ist, mit deinem beschränkten Hirn, wir sind beide Menschen und bei denen gibt es keine Unterschiede.", brüllte sie ihm noch hinterher, doch leider hörte Draco sie nicht mehr, denn die Abteiltür war schon längst wieder zu.

Dieser Typ bringt mich noch zur Verzweiflung. Wie kann es sein, dass ein einzelner Mensch so egoistisch, kaltherzig und nervtötend sein kann! Und er schafft es auch immer wieder, mich zu provozieren. Argh! Das ist so ätzend!", dachte sich Hermine und wandte sich dann aber wieder ihrem Buch zu, um sich von Draco ein wenig zu erholen.

Irgendwie passierte es aber, dass sie sich wohl so sehr entspannte, dass sie ziemlich müde wurde und kurze Zeit später eingeschlafen war über ihrem Buch. Ein Rütteln des Zuges weckte sie aber nach einiger Zeit und als sie die Augen öffnete, war es draußen schon dunkel, es regnete und im Abteil waren die Lichter, welche hier aus Kerzen bestanden, angegangen und schafften eine wohlige Atmosphäre. Plötzlich bemerkte Hermine, dass ein Decke um sie gewickelt worden war. Sie hatte die Farben gelb und rot, ihre, die Gryffindorfarben waren es. Doch wer hatte die Decke um sie gewickelt? Da sah sie, dass Draco wieder ins Abteil gekommen war und wieder seinen Platz ihr gegenüber eingekommen hatte. Auch er hatte eine Decke um sich gewickelt, allerdings in den Slytherinfarben grün und silber.

„Komisch, weißt du vielleicht wo diese toll warmen Decken herkommen?", bewegte Hermine sich dann doch dazu Draco einfach direkt zu fragen. Nach einigen Momenten schien sich Draco entschieden zu haben ihr doch zu antworten: „Ich habe sie gefunden. Sie lagen in der Schublade unter den Sitzen. Und falls du auch noch wissen willst, wer dir die deine gegeben hat: ich war es und ja, ich habe dich auch zugedeckt. Zufr..." Doch er konnte den Satz nichtmal fertig sprechen, denn er wurde von Hermine unterbrochen: „Danke!" Und dies kam so plötzlich über ihre Lippen und sogar ohne Unterton, sondern einfach aus vollem Herzen ernst gemeint, dass Draco einen Moment nicht wusste, was er dazu sagen sollte. Da saß ihm die Freundin seines meistgehassten Feindes gegenüber und bedankte sich bei ihm für etwas, von dem er selber nicht wusste, warum er es getan hatte. Und das auch noch ernst gemeint, ohne ihn anzuschreien oder anzumotzen. Und selbst ihr Lächeln ihm gegenüber beim Aussprechen des Dankes, war so warm und freundlich und ließ sie für einen Moment unsagbar hübsch in Dracos Augen aussehen. Nein, er durfte sie einfach nicht nett finden, obwohl sie das natürlich in diesem Augenblick zweifelsfrei war, ihm gegenüber, demjenigen, den sie sonst abgrundtief hasste. Schnell genug hatte er sich jedoch wieder gefasst, das kurzzeitige freundliche Funkeln in seinen Augen verschwand und die Überraschung wich von seinem Gesicht, welches nun wieder die kühlen Züge der Malfoys annahm. „Keine Sorge, Granger, denk bloß nicht, dass das zur Gewohnheit wird, war nur ein kleines Versehen, meiner sonst so riesigen Güte." Sofort verschwand damit auch das Lächeln auf Hermines Gesicht. „Man, fängst du schon wieder damit an, Malfoy. Wie konnte ich nur so dumm sein, mich bei jemandem wie dir zu bedanken. Und nur damit du es weißt: Deine angebliche „Güte" ist zum kotzen!". Mit diesen Worten sprang sie auf, klappte ihr Buch zusammen, legte es auf ihren Koffer und stürmte aus dem Abteil. „Achja, Granger, falls es dich interessiert, wir sind gleich da, du solltest nicht mehr zu weit weggehen." rief ihr Draco fies lachend noch hinterher. „ICH WEIß!", hörte er Hermine wütend von draußen rufen, während sie sich vom Schulsprecherabteil entfernte. Oh man, es machte doch immer wieder Spaß, dieses Mädchen zur Weißglut zu bringen. Und wie gut er das auch immer hinbekam. Und obwohl sie mich, so musste er zugeben, mit ihrem Danke und so, überrascht hatte. Sowas darf einfach nicht nochmal passieren, da war er sich sicher.

Grinsend lehnte er sich wieder zurück in seinen Sitz, zog die Decke wieder hoch bis ans Kinn und schaute gedankenverloren aus dem Fenster, an dem immer noch der Regen in Strömen herunterlief, hinaus in die Dunkelheit.


So, war wie gesagt wirklich kurz, aber versprochen ist versprochen, das nächste kommt bald und hoffentlich auch länger, ich werde mir größte Mühe geben ;)