Das Opfer (Teil2)

„Was ist mit dir los, verdammt?", schnauzte Lucius Malfoy, als sie im Manor angekommen waren und Narcissa sich mit letzter Kraft im Salon auf ihren Lieblingssessel fallen ließ.

Draco betrat den Raum, aufmerksam geworden durch die laute Stimme seines Vaters.

„Vater?" fassungslos starrte er seinen Vater an, der mit dem Rücken zu ihm vor dem Kamin stand.

„Draco." Lucius lief auf seinen Sohn zu und umarmte ihn.

„Du bist zurück? Oh Vater! Der Herr wird dich schon erwarten."

Lucius löste die Umarmung augenblicklich. „Darüber reden wir später, Draco."

Er ging hinüber zu seiner Frau.

„Zuerst will ich wissen, was mit dir los ist. Zum Teufel… Narcissa! Antworte mir."

Er fuchtelte wild mit den Händen in der Luft herum.

„Und nimm endlich diese dämliche Sonnenbrille ab."

Mit einem lässigen Wink seines Zauberstabes ließ er die Brille in seine Hände fliegen.

Dann sah er seiner Frau ins Gesicht. Er ließ seinen Zauberstab fallen und war in 2 Schritten an ihrer Seite.

„Wer war das, Narcissa?" Er berührte vorsichtig das lädierte Gesicht seiner Frau. Sanft fuhr er mit seinen Fingern an ihrer Schläfe entlang.

Narcissa warf ihrem Sohn einen Blick zu.

„Ich… es war ein Unfall, Lucius."

Er sah sie misstrauisch an. „Ein Unfall? Narcissa. Dich hat jemand verprügelt. Welches Schwein war das? Ich bring ihn um!"

„Vater…", begann Draco, aber Narcissa brachte ihn mit einem Blick zum Schweigen.

„Es war ein Unfall, Lucius.", sagte sie bestimmt.

Lucius stand auf und lief schnellen Schrittes in die große Küche. „Dibby!", reif er laut.

Narcissa vernahm eine piepsige Stimme „Ja, Sir!"

Narcissa stand auf und ging so schnell sie konnte ebenfalls in die Küche.

Draco blieb zurück. Seine Mutter verteidigte ihn…?

Da, war sie wieder. Draco schloss gequält die Augen. Die Stimme war zurück.

‚Sag ihm, dass du es warst! Du warst im Recht! Es war richtig was du getan hast'

Er schüttelte den Kopf, um die Stimme loszuwerden.

Geh hin und sag es ihnen.'

„Weißt du, wer meine Frau so zugerichtet hat, Dinky?", fragte Lucius und wurde langsam aufbrausend.

„Oh, ja, Sir." Die Elfe nickte heftig mit dem Kopf, dass ihre langen Ohren wild schlackerten.

„Du wirst schweigen, Dinky!", fuhr sie Narcissa an.

„Du wirst reden!"

„Schweig!"

Dinkys Kopf wanderte von einem zum anderen Malfoy.

Lucius würgte die Elfe. „WER HAT DAS GETAN?"

„Ich, Vater!"

Lucius Malfoy wirbelte herum.

Narcissa lachte laut auf.

„Draco macht Scherze. Der Junge weiß ja nicht, was er da redet."

Lucius sah die beiden verwirrt an.

„Doch ich war es." Draco sah seinem Vater ins Gesicht.

„Du, Draco?" er machte einige Schritte nach vorne auf seinen Sohn zu.

Lucius packte seinen Sohn am Kragen und hielt ihm seinen Zauberstab an die Kehle.

„Aber… aber es war keine Absicht, Lucius. Ein Unfall…" jammerte Narcissa.

„Es war kein Unfall. Sie hat nicht gehorcht, ", sagte Draco und wusste selbst nicht, was er tat.

Seine Mutter verteidigte ihn, obwohl er sie auf' s Übelste misshandelt hatte.

Wie konnte sie nur…

Er flog gegen den Türrahmen.

„Lucius, NEIN!" Narcissa warf ihrem Mann von hinten die Arme um die Brust und zog ihn zurück.

„Dein Sohn hat dich verprügelt, Narcissa! Dafür wird er bezahlen."

Narcissa stellte sich vor ihren Mann. „ Tu' s nicht Lucius! Bitte. Er hat es nicht so gemeint."

„Doch das habe ich. Und du wirst mir dafür danken, Vater. Eines Tages. Denn gestern Nacht war sie schon wieder weg! Sie ist eine dreckige Hur…"

Lucius riss Narcissa aus dem Weg und machte einen Satz auf seinen Sohn zu.

„Wag es ja nicht, Draco!"

„Lucius, bitte!" flehte Narcissa vom Boden aus. Der Schubser ihres Mannes hatte ihrem Fußgelenk den Rest gegeben.

„Dafür bezahlst du…"

Verschwinde', sagte die Stimme in Dracos Kopf.

Draco gehorchte sofort und disapparierte.

„Feige ist er auch noch.", brüllte Lucius ins Nichts.

Er beugte sich zu seiner Frau herunter und half ihr auf die Beine.

„Jemand zu hause?",

Narcissa schrak zusammen.

Das konnte doch nicht…

Ein breit lächelnder Rufus Scrimgoer betrat die Küche.

Narcissa stellte sich instinktiv ein Stück hinter ihren Mann. Lucius versuchte ihre Gedanken zu lesen, aber sie ließ es nicht zu.

„Was kann ich für Sie tun, Minister?"

Innerlich kochte Lucius Malfoy. Wie konnte er es wagen, einfach so in sein Haus einzudringen.

Aber er musste sich beherrschen! Eine erneute Inhaftierung in Askaban würde er nicht ertragen und, so wie es aussah, seine Frau offenbar ebenfalls nicht.

Der Minister kam näher. Und Lucius spürte seine Frau hinter sich zittern.

„Eigentlich wollte ich ihrer Frau nur etwas zurückgeben, was sie bei mir vergessen hat, "

Bald hatte er sie soweit, das wusste er.

Er griff in seine Tasche und zog Narcissas Höschen heraus.

Narcissa keuchte.

Lucius Miene erstarrte zu Eis. Er nahm dem lachenden Scrimgoer das Stück aus der Hand und wies mit der Hand Richtung Tür.

„Sie werden sicher verstehen, Minister! Meine Frau und ich haben noch etwas", er drehte sich um und warf ihr einen mordlustigen Blick zu. „ zu klären."

Der Mann nickte und schritt aus dem Manor.

Die Türe fiel krachend hinter ihm ins Schloss.

„Draco hatte Recht, ", brüllte Lucius Malfoy augenblicklich los. „Schlampe!"

„Lucius, ich habe es nicht…"

„Kaum bin ich nicht mehr der mächtigste Mann Englands schnappst du dir den Nächsten?" Er packte sie an den Schultern und warf sie zurück.

Sie stolperte Rückwärts und fiel auf den Treppenabsatz.

Er kam hinterher. Riss sie an ihrem Pullover hoch. „Miststück."

Dicke Tränen rannen ihr über das ganze Gesicht.

„Lucius, ich…"

„Halt deine dreckige Zunge im Zaun."

Der Pullover riss ein. Lucius riss noch einmal und der Pulli fiel geteilt und vollkommen zerstört zu Boden. Narcissa schrie, ob aus Schmerz oder aus Pein, laut auf.

Lucius stutzte. Zum zweiten Mal an diesem Tag.

Narcissa versuchte ihren Körper so gut es ging zu bedecken. Lucius ging vorsichtig auf sie zu und hielt vorsichtig ihre geschundenen Hände von ihrem Körper.

„Cissa, wer…?"

Vollkommen fassungslos starrte er sie an.

Er zog ihre weite Hose herunter. Sie ließ es zu. Unfähig sich zur Wehr zu setzen.

Sie bot einen grauenhaften Anblick.

Grün und blau geprügelt. An vielen Stellen blutig und ihr Fußgelenk stand in einem merkwürdigem Winkel ab.

„Sag, dass das nicht unser Sohn war!"

Sie schüttelte den Kopf. Lucius' Blick fiel auf ihr Höschen, das er aus Wut in eine Ecke geschmissen hatte.

„Nein…"

Lucius griff im Gang seinen Umhang von der Garderobe und lief zur Tür.

„Ich mach ihn fertig."

„Lucius…nicht." Narcissas Knie knickten ihr unter ihrem zierlichen Körper weg.

Lucius hörte das Krachen auf der Treppe und eilte zurück.

Er hob seine Frau von der Treppe auf und trug sie ins Wohnzimmer, wo er sie in seinen eigenen Lieblingssessel legte.

„Geh nicht, Lucius. Bitte. Sonst…" sie schnappte in ihrem Heulkrampf nach Luft. „Sonst war das alles umsonst."

Seine grauen Augen sahen sie fragend an.

Dann verstand er.

„Du hast... hast dich von ihm… nur… nur … für mich?" sie nickte wimmernd und drückte sich an ihren Mann.

Er war jetzt da. Er würde sie beschützen.

„Damit kommt er nicht durch. Ich werde ihn verklagen, wegen, wegen…"

Narcissa schüttelte schwach den Kopf.

„Das wirst du nicht tun. Das war der Deal. Sein so völlig gestörtes Selbstbewusstsein stärken und dich dafür aus Askaban rauslassen."

Sie vergrub ihr Gesicht in seinen Haaren.

Er streichelte ihren Rücken.

Er hatte sie angeschrieen. Sie Schlampe genannt.

Sie hatte ihm das größte Opfer gebracht, damit ihr Ehemann, Mörder und Peiniger so vieler, der in letzter Zeit nie für sie da gewesen war, aus dem Gefängnis kam.

„Es tut mir so leid, Cissa."

Sie schluchzte hemmungslos.

Lucius spürte, wie sein Umhang von ihren Tränen durchnässt wurde.

Es tat ihm aus tiefstem Herzen weh.

„Alles wird gut, Narcissa. Alles wird gut." Mit diesen Worten hob er sie in seine Arme und trug sie die Treppe hinauf, wo er sie ins Bett brachte und so lange an ihrer Seite wach blieb bis er sie in den Schlaf gewiegt hatte.

Dann erst zog er sich selbst um und stieg zu seiner Frau ins Bett.

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