Haftungsausschluss: „Scarecrow and Mrs. King" gehören Warner Brothers und Shoot the Moon Productions. Ich liebe die Serie und diese Geschichte ist nur für den Spaß gedacht. Ein Verstoß ist nicht beabsichtigt.

Diese Geschichte enthält Texte aus dem Skript „Scarecrow and Mrs. King" „Magic Bus" Nur zum besseren Verständnis. Sie gehören Warner Brothers und Shoot the Moon Production und sind hier nur verwendet zum Verständnis.

Ein großes Danke an Sally1093 für das Korrekturlesen.

Magst du Camping?

Lee: „Ähhh. Ich habe versucht, dich anzurufen."
Am anderen Ende des Telefons schloss Amanda ihren Mund, den sie zuvor erstaunt offenstehen gelassen hatte.
Lee: „
Es ist - Es ist eine Art geheimes Fahrzeug. Wir werden sehr früh damit abreisen, also keine Sorge, es wird ein paar Wachen draußen geben, die ganze Nacht auf der Straße. Wir schätzen es sehr, dass du das tust. Vielen Dank."
Damit legte er auf, ohne ihr die Chance zu geben, etwas zu erwidern.
Amanda: „Oh nein."
Sie legte auf, ging dann nach draußen und steckte sich dabei ihre Haare hoch. Draußen blieb sie stehen und schaute sich an, was da in ihrem Vorgarten stand. Ein Campingwagen war in ihrer Einfahrt geparkt.Ein Mann wusch es. Er deutete darauf. Amanda seufzte und machte eine Art "was jetzt?"- Geste.

Lee saß noch immer an dem Schreibtisch, von dem er eben Amanda angerufen hatte. Er hatte während des Gesprächs genau ihre Reaktion vor seinen Augen gehabt. Er grinste, er hatte sich vorgestellt, wie entsetzt und unwillig ihre braunen Augen geblitzt hatten, als er sie eben so einfach überrumpelt hatte. Erst hatte sie ihn gescholten, da er bei ihr privat angerufen hatte, darüber hatte er sich amüsiert und versucht sie zu necken. Als er aber dann mitbekam, dass der Campingwagen bereits angekommen war, hatte er sie einfach totgeredet und noch nicht mal auf ihre Reaktion gewartet. Er wollte nicht, dass sie ihn beschuldigte, keine Rücksicht zu nehmen. Auch wenn er es gerade nicht getan hatte. In seinen Träumen strahlte sie ihn an mit ihren schönen braunen Augen, er wollte, dass sie dies auch im realen Leben tat.

Was dachte sich Lee und der Geheimdient eigentlich. Ihr einfach einen Campingwagen in den Vorgarten zu stellen. So was Unrealistisches. So ein riesen Teil konnte sie sich doch nicht leisten. Da kommt nur Gerede in der Nachbarschaft auf.
Und dann verschwand der Wagen vor ihren Augen. Die Agenten ließen ihn sich einfach klauen. Von wegen bewacht. Super hatten die den Wagen bewacht.

Sie musste in die Agentur einen Bericht darüber abgeben und dann ließen sie sie warten. Wie so oft. Manchmal machte es sie schon sauer, dass sie in der Agentur nicht ernst genommen wurde. Gerade von Francine und auch Lee. Mr. Melrose war immer nett zu ihr, aber auch bei ihm konnte sie manchmal spüren, dass er nicht wusste, wie er sich ihr gegenüber verhalten sollte. Sie wusste ja, dass sie immer zu viel und zu schnell redete, wenn sie nervös war, aber der Geheimdienst machte sie nun mal nervös.

Genau wie eben, als sie Billy fragte, ob sie gehen dürfte. Da hatte sie wieder geplappert. Sie hatte genau gesehen, dass Lee von ihr genervt war. Vermutlich hatte er sich sogar für sie geschämt. Dieser arrogante, intolerante Blödmann mit den schönsten Augen auf der Welt. Sie war so wütend über ihn, aber gleichzeitig blieben doch die Gefühle für ihn. Sie musste es schaffen, ihre romantischen Gedanken für ihn zu stoppen, bevor sie sich in ihn verliebte. Sich ganz darauf konzentrieren, ihn als guten Freund zu bekommen. Durch ihn hatte ihr Leben einen anderen Sinn bekommen. Die Agentur tat ihrem Selbstbewusstsein gut, auch wenn sie sie nervös machte.

Amanda stand in ihrem Schlafzimmer vor dem Kleiderschrank und überlegte, was sie anziehen sollte. Was war geeignet um auf einen Golfplatz zu gehen. Auf einem Golfplatz war sie noch nie gewesen. Naja, sie konnte sich ja recht normal anziehen. Sie sollte ja als Fotojournalistin neben Lee als Reporter auftreten. Ihre Gedanken verirrten sich zu dem Gespräch mit ihrer Mutter in der Küche.
Ihre Mutter hatte sie doch wirklich gefragt ob sie eine Affäre hätte, neben Dean. Dotty hatte sie auch darauf aufmerksam gemacht, dass Dean sie und die Jungs lieben würde. Aber wollte sie Dean. Sie wusste es nicht. Im Moment hatte sie wenig Zeit für ihn. Er wollte sich verabreden und sie sagte, dass sie keine Zeit hatte. Meistens stimmte das auch, aber sie war vor zwei Tagen auch einfach zu müde gewesen, um noch den Elan für eine Verabredung zu haben. Es war schon anstrengender noch einen Job neben den bisherigen Aufgaben zu haben.
Der Gedanke mit der Affäre. Doch, eigentlich hätte sie schon gerne mit einem ganz bestimmten Mann eine Affäre, aber das wäre nicht vernünftig. Und sie war Mutter, sie musste ein Vorbild sein und somit musste die Vernunft siegen. Aber das war schwer immer vernünftig zu sein. Auch brauchte sie sich darüber ja keine Gedanken zu machen. Sie würde nie eine Affäre mit Lee haben, weil er sie nicht wollte. Also warum Gedanken darüber machen. Lieber ihn als Freund gewinnen, dann hätte sie wenigstens etwas von ihm.

Lee: „Ich konnte ihn einfach nicht dazu bringen, zuzugeben, dass er ein Mitglied der Survivors ist."
Amanda: „Oh, das ist er."
Lee schaute überrascht auf.
Lee: „Was?"
Amanda: „Sie hat es mir erzählt. Sie lud mich zu einem besonderen Retreat ein, welches sie nächstes Wochenende haben werden."
Sie lächelte Lee an. Lee starrte sie ungläubig an
Lee: „Sie hat dich eingeladen?"
Amanda: „Willst du kommen? Sie sagte, dass sie so etwas wie der Rotary Club sind, wirklich harmlos, nur sie mögen Blätter oder etwas und sie wollte, dass wir ihre Freunde treffen."
Sie stöberte durch ihre Handtasche, wie als ob das, was sie sagte, keine große Sache wäre. Lee fuhr sich mit der Hand durch die Haare und schaute sie voller Unglaubens an. Amanda nahm andere Sachen aus ihrer Tasche, seufzte und sah Lee an.
Amanda: „Hast du ein Aspirin?"

Wie schaffte sie das immer. Er versuchte an die Informationen mit all seinem Können heran zu kommen, leider ohne Erfolg. Und da kommt Amanda da her und hat die Einladung. Genau das was sie gebraucht hatten. Er verstand die Welt nicht mehr. Es war Unglaublich. Und nun fuhr er mit ihr zu diesem Überlebenstraining der Survivors. Er hatte es so sehr versucht ihr auszureden, aber am Schluss hat Billy ihm jeglichen Wind aus den Segeln genommen. „Sie geht" war alles, was Billy sagen musste. Und nun, er hatte Angst, Angst ihr wieder so lange zu nahe zu sein. Angst, dass sie in Gefahr kommt, dass ihr etwas passierte. Und er wäre dafür verantwortlich. Er hatte sie in das Geschäft gebracht.

Amanda saß neben ihm in seinem Porsche und war mit ihren Gedanken ganz wo anders. Die Gedankengänge ihrer Mutter beschäftigten sie. War sie wirklich so, machte sie immer das, was ihr unterstellte wurde. Es war schon richtig, dass sie damals extra eine Zigarette geraucht hatte, nachdem ihr ihre Mutter unterstellt hatte eine geraucht zu haben. Wenn ihre Unschuldsbeteuerungen sie nicht überzeugten, dann wollte sie wenigstens das auch getan haben, wofür sie geschimpft wurde. Das war sehr sturköpfig, das war wohl wahr. Aber sie würde sich doch nicht in eine Affäre stürzen, nur weil ihre Mutter ihr eine unterstellt hatte. Dazu würde ihr im Moment ja wohl auch etwas ganz entscheidendes fehlen und zwar der Mann dazu. Sie hatte zwar ein Exemplar neben sich sitzen, welcher ihr unter die Haut ging, aber sie war für ihn ja nicht interessant. Und zu einer Affäre gehörten zwangsläufig zwei.

Stunden später wurde sie von Lee an ihre Gedanken im Wagen wieder erinnert, als er von ihr eine Bewertung seiner Waden haben wollte. Oh sie würde ihm nie zugeben, dass er ihr gefiel und die Waden auf jeden Fall. Als sie ihn in den kurzen Hosen gesehen hatte, musste sie ihn sich genau ansehen. Da er mit dem Rücken zu ihr gestanden hatte, konnte sie dies ohne Probleme tun. Dieser Mann sah wohl in allem gut aus. Egal ob Anzug oder Sportkleidern. Aber sie würde ihm nicht die Genugtuung geben, ihm zu gestehen, dass ihr irgendwas an ihm gefiel. Ein ganz OK reicht völlig aus. Und dann hat er auch noch ganz unerwartet einen Punkt getroffen:

Lee: „Würdest du mir bitte sagen, warum du so verdammt fest entschlossen bist, in diesem Fall zu bleiben? Ich bin nur - nur neugierig."
Amanda: „Sobald ich etwas anfange, beende ich es gerne und ich hatte das Gefühl, dass es meine patriotische Pflicht war."
Lee: „Oh, patriotische Pflicht. Warum kannst du nicht einfach zugeben, dass du aus all dem einen Kick bekommst? Warum kannst du nicht? Gib einfach zu, dass du das aufregend findest, oder?"
Amanda: „Oh."

Oh, er hatte sie erwischt. Aber sie würde sich hüten zuzugeben, dass sie der Nervenkitzel wirklich reizte. Das ihr Leben in den letzten Wochen so viel aufregender und interessanter geworden war. Sie versuchte lieber abzulenken als Lee noch sagte, dass er sie nicht versteht. Gut das er sie nicht verstand. Sie lenkte seine Gedanken zu dem Wissen, was er doch über sie hatte. Ihre Hintergrundanalyse kannte er bestimmt, von ihr wusste er alles und sie wusste von ihm fast nichts… Wenn er ihr nichts erzählte würde sie ihm auch über sich nichts mehr preisgeben. Und er wollte nichts erzählen. Kaum fragte sie ihn etwas, war es gleich zu persönlich. Was konnte an seinem Codenamen Scarecrow schon so persönlich sein. Das war doch nur eine Ausrede um nichts sagen zu müssen.

Ausgerechnet nach seinem Codenamen musste sie ihn fragen. Und dann auch noch ob er mal verheiratet war. Oh verdammt. Genau die zwei schmerzenden Punkte seines Lebens musste sie ansprechen. Dorothy und Eva, er musste von ihren Fragen wegkommen. Er entschied sich schnell über den derzeitigen Fall zu schimpfen, dass sie nicht weiterkamen. Besser das zugeben, als ihre Fragen. Er würde ihr ja von sich erzählen, aber nicht das.
Als er sich ihr dann wieder zu wand sah er leichte Frustration über ihn in ihren braunen Augen, die sich aber plötzlich in einen Ausdruck der Angst wandelte. Sie waren mal wieder erwischt worden.

Bei der Schießerei am Campingwagen wurde Lee in den linken Oberschenkel geschossen. Amanda eilte zu ihm.
Amanda: „Komm schon!"
Lee: „Nein."
Amanda: „Steh auf."
Lee: „Mach weiter."
Amanda: „Nein."
Lee: „Lass mich gehen!"
Sie brachte ihn schließlich in den Campingwagen. Lee half mit seinem rechten Fuß. Amanda stieg über ihn und schloss die Tür und half ihm dann sich auf einen Stuhl zu setzten.
Amanda: „Lass mich, sagt er."
Sie ging zum Fahrersitz und versucht den Caravan zu starten.
Lee: „Sie sagen uns, dass wir das sagen sollen. Gott sei Dank, du hörst mir nie zu."

Und er war ihr dankbar. Wieder hatte sie ihm aus der Patsche geholfen, sein Leben gerettet. Es war wirklich ärgerlich. Er musste sich aber nun erst mal darauf konzentrieren, den Raketenabschuss zu unterbrechen.
Und sie haben es geschafft, wirklich in der letzten Sekunde. Amanda hat den Wagen hervorragend gefahren und Lee hat den Countdown in letzter Sekunde abbrechen können.

„Lass mich gehen". Wie hätte sie das machen können. Während sie den Caravan steuerte gingen ihre Gedanken immer wieder zu diesen Worten. Niemals hätte sie ihn zurücklassen können. Nie. Hoffentlich würde er das nie wieder von ihr verlangen. Sie würde ihn nirgends irgendwann im Stich lassen. Er war ihr zu wichtig. Eigentlich konnte sie niemanden einfach im Stich lassen. Das lag nicht in ihrer Art. Aber am wenigsten ihn.

Billy und Francine eilten zum Campingwagen, Billy entriegelte die Tür und sie traten ein. Amanda und Lee lehnten am Computer. Beide sehr erschöpft, aber ruhig, als wäre nie etwas geschehen.
Amanda: „Hallo."
Lee: „Ich habe ihn gestoppt. Er wird nicht feuern."
Francine und Billy waren erleichtert.
Billy: „Gut. Sehr gut. Alles in Ordnung?"
Lee hielt sein verwundetes Bein und Amanda antwortet mit schwacher Stimme:
„Oh ja."
Sie drehte sich zu Lee um und tauschte einen Blick mit ihm aus. Er verzog das Gesicht.
Billy: „Gut. Oh, Stetson, gute Arbeit."
Lee: „Ja."
Billy: „Nun, lassen Sie uns das Ding aufräumen und nach Arizona bringen."
Lee und Amanda starren ihn und dann leicht entsetzt einander an. Sie hatten genug von diesem Campingwagen und konnten die Aufforderung fast nicht glauben.

Das konnte Mr. Melrose doch nicht ernst meine. Lee war verletzt, er konnte doch diesen Wagen jetzt nicht nach Arizona fahren. Er musste ärztlich versorgt werden, brauchte Ruhe. Wenn noch jemand kommen würde und ihm den Campingwagen abnehmen wollte, könnte er doch verletzt nicht so agieren wie er eigentlich sollte.

Ihr entsetzter Blick kreuzte sich mit dem von Lee.

Er war auch fassungslos. Er sollte diesen blöden Caravan jetzt wirklich weiter aufgeladen bekommen. Er hatte gerade das Tal gerettet, war verletzt und erschöpft. Er wollte nicht mehr. In Amandas Augen konnte er das gleiche empfinden sehen. Sie war gleichermaßen entsetzt über Billy's Worte.

Sie waren sich wirklich mal einig.

Lee: „Hmm. Okay, deine Arbeit war …."
Amanda zog die Augenbrauen hoch. Lee lächelte und sah eine Gelegenheit zur Revenge.
Nicht schlecht."
Amanda: „Nicht schlecht?"
Lee: „Ja. Nicht schlecht."
Amanda lachte und schüttelte den Kopf.
Amanda: „Nicht schlecht."
Lee: „Nun, du denkst, meine Beine sind "okay". Ich denke, deine Arbeit war "nicht schlecht"."
Amanda entspannte sich und stand auf. Sie ging genau vor ihn, lehnte sich mit der rechten Hand am Caravan an und sah ihm in die Augen.
Amanda: „Das ist so kleinlich."
Lee: „Möchtest du deine Meinung ändern?"
Er lächelte sie herausfordernd an. Ihre Augen wurden breiter und sie starrte ihn an.

Wie sie da mit großen Augen vor ihm stand und ihn ungläubig anschaute musste er sich so zurückhalten. Er hatte sie herausgefordert, ja, aber hatte dabei nicht weit genug gedacht. Dieses Feuer in ihr traf ihn, wenn sie alleine gewesen wären, er hätte ihr wohl einen Kuss gegeben. Er versank in ihren Augen und versuchte verzweifelt die Schutzwände gegen über Amanda schnell wieder aufzustellen. Es durfte nicht zu eng mit ihr werden, nicht so, er wollte keine Frau mehr an sich ranlassen.

Es war nicht sein Ernst, ihre Arbeitsleistung herunter zu spielen, nur weil sie seine Beine nur für OK hielt. Hatte sie an seinem Ego gekratzt. Nein, sie erkannte, dass er sie nur necken wollte. Das gefiel ihr, dieses Wortgefecht. Er flirtete leicht mit ihr, bis im nächsten Moment wieder die Maske des unnahbaren Spions zu erkennen war. Schade, aber es war besser so.