so. dann werde ich auch mal wieder ein update hochladen. tut mir leid wenn ihr etwas warten musstet aber in letzter zeit war bei mir alles ziemlich stressig.
ich danke euch nochmal für eure lieben reviews.
heute werden wir mal sehen, was der gute sev sich so einfallen lässt um die situation mit hermi zu regeln. viel spaß!
Der Plan
Wieder in seinen Privaträumen angekommen, schenkte Severus sich ein Glas Feuerwhisky ein, setzte sich auf das Sofa und dachte nach.
Vielleicht sollte er es ihr wirklich sagen. Was hatte er zu verlieren?
Wahrscheinlich hatte Albus Recht. Er musste es ihr sagen. Dann war es wenigstens raus und er musste sich darüber nicht mehr den Kopf zerbrechen.
Und wenn sie ihn abweisen würde, dann wäre es eben so. Er war sich ihrer Zuneigung keineswegs sicher. Selbst wenn Albus etwas anderes erzählte.
Na gut. Sie war meistens (eigentlich immer) freundlich zu ihm. Und sie hatte ihn auch immer in Schutz genommen, wenn andere Schüler über ihn herfielen.
Aber LIEBE??
Und dennoch. Hatte sie sich nicht beschützt gefühlt, als er sie gestern im Wald vor dem Werwolf gerettet hatte? Und hatte sie sich nicht gerne von ihm tragen lassen? Sich an ihn geschmiegt? Die Umarmung vertieft? Sich wohl gefühlt in seinen Armen? Und hatte sie sich nicht die ganze Zeit um ihn gesorgt, wegen seiner Schulter? Und hatte sie ihm heute Morgen im Krankenflügel nicht gedankt? Für ALLES!
Severus fasste einen Entschluss. Er musste mehr Zeit mit ihr verbringen, um herauszufinden, ob sie ihn liebte, damit er ihr irgendwann seine Gefühle offenbaren konnte.
Er hatte auch schon eine Idee.
Hermine hatte den ganzen Tag im Unterricht kaum aufgepasst. Sie dachte immer wieder an den vergangenen Abend.
Er hatte sie gefunden. Sie gerettet.
Nun gut. Eigentlich war es ja seine Schuld, dass sie überhaupt in diesen Schlamassel hineingeraten war. Aber dafür hatte er sich ja entschuldigt.
Für sie zählte nur, dass er sich auf die Suche nach ihr begeben hatte und sie dann gerettet hatte.
Und er war so besorgt und nett und zärtlich gewesen.
Er hatte sie hochgehoben, als würde sie nicht mehr als eine Feder wiegem, trotz seiner schweren Verletzung.
Und er hatte sie erst im Krankenflügel wieder losgelassen und sie dabei sogar noch einmal innig umarmt. Oder irrte sie sich da? War es ein Versehen gewesen? Oder eine Einbildung?
„Hermine?" fragte Harry vorsichtig.
„Mine!" rief Ron.
„Ja. Was ist los? Todesser?"
„Nein, nein. Bleib ruhig. Wir wollten nur sicher gehen, dass es dir gut geht." Besänftigte sie Harry.
„Bist du sicher, dass Snape bei dir keinen bleibenden Schaden angerichtet hat?" fragte Ron.
Nein. Eigentlich war Hermine sich da nicht sicher. Schließlich ging er ihr nicht mehr aus dem Kopf.
„Ich meine, immerhin musstest du dich ein ganzes Stück von ihm tragen lassen. Du lagst in seinen Armen. Dieser schmierige Bastard!"
„Nein, Ron! Danke der Nachfrage. Aber das hat ganz gewiss keinen Schaden hinterlassen." Keifte Hermine ihn an.
Und ohne noch ein weiteres Wort zu sagen stand sie auf ging aus dem Gemeinschaftsraum und lief in Richtung Große Halle.
Sie wollte früh zu Abend essen und dann sofort ins Bett gehen.
Hermine nahm kaum wahr, was um sie herum passierte.
Sie ging auf den Gryffindortisch zu und wollte einmal für ein paar Minuten alles um sie herum vergessen.
Vor allem einen gewissen Mann mit schwarzen Haaren und schwarzen Augen, der dummerweise ihr Lehrer war.
Dieser gewisse Mann hatte aufgeblickt, als Hermine die Große Halle betrat. Auch er wollte heute früh essen.
‚Sie sieht blass aus.' dachte er. ‚Hoffentlich geht es ihr gut.'
Er wollte ihr seine Idee heute noch mitteilen.
Die Große Halle füllte sich nun mit Schülern und Lehrern. Dumbledore nahm zu Severus´ Rechten platz, Minerva zu seiner Linken.
„Guten Abend, Severus." sagte Albus und lächelte ihn an. Sofort fiel Severus wieder seine Idee ein.
„Entschuldigt mich!" sagte er.
„Er ist komisch in letzter Zeit. Ständig flüchtet er und reden tut er so gut wie gar nicht mehr." sprach Minerva und blickte Severus hinterher.
„Ach, Minerva. Er hat es zur Zeit nicht leicht. Verzeih es ihm!" antwortete Albus. Minerva blickte ihn erstaunt an, sagte aber nichts mehr.
Severus war nun bei Hermine angekommen.
„Miss Granger!" Hermine schreckte auf. Sie wollte doch nicht an ihn denken.
„Professor. Hat Poppy Sie doch entlassen?"
„Ja. Sie hielt es wohl nicht mehr aus." Er lächelte. Hermine sah ihn das erste Mal wirklich lächeln. Man, sah er gut aus, wenn er lächelte.
Und noch jemand in der Halle lächelte, während er die Beiden betrachtete. Albus Dumbledore.
„Ehm. Miss Granger, was ich wissen wollte." er beugte sich sehr nah zu ihr , damit niemand sonst ihn hören konnte. Seine Haare berührten ihre Wange. In ihrem Bauch begann es zu kribbeln wie 1000 Schmetterlinge.
„Professor Dumbledore hat mir aufgetragen für den Orden einen speziellen Zaubertrank herzustellen. Würden Sie mir dabei helfen?"
Hermine war überrascht. Er wollte tatsächlich, dass sie ihm bei so etwas überaus Wichtigem half?
„Ja. Natürlich. Warum nicht?" sagte sie. Wiederum lächelte er.
„Sehr schön. Doch behalten Sie es lieber für sich!"
„Natürlich."
Severus war schon auf dem Weg nach draußen. Doch Hermine war aufgesprungen und rief ihm hinterher:
„Professor!"
Er blieb stehen und sie stand nun vor ihm.
„Wann soll ich das erste Mal in ihr Büro kommen? Heute noch?"
Sie hoffte fast auf ein „Ja".
„Nein, Miss Granger."
Ein „Nein"! Aber warum? Sie wollte sofort anfangen.
„Sie sehen etwas erschöpft aus. Gehen Sie ins Bett und ruhen sich aus! Sie nützen mir nur dann etwas, wenn Sie fit sind."
Er lächelte immer noch. Er sorgte sich wieder um sie. Sie war erleichtert.
„Vielen Dank, Professor." Sagte sie und trat aus der Halle.
„Guten Nacht, Miss Granger!" flüsterte er. Doch sie hörte es und sah ihn an.
„Danke. Ihnen auch, Professor.
Severus sah ihr nach bis sie nicht mehr zu sehen war. Dann drehte er sich um und sah Albus in die Augen.
Dieser schmunzelte und hob feierlich sein Glas und prostete Severus zu.
