"Meld dich und erzähl mir wies lief!" Rief ich ihm hinterher als er sich auf den weg zum Flughafen machte. "Natürlich!" Grinste er zurück "Das du mir schön aufs Unternehmen aufpasst." Ich musste lachen, als ob dem Unternehmen viel passieren würde nur weil er für ne Präsentation der Army wegflog. "Ja klar. So viel kann ich in so kurzer Zeit gar nicht kaputt machen, außerdem ist Pepper ja auch noch da." Dabei zwinkerte ich Pepper zu und sah Tony zu wie er ins Auto stieg und davon fuhr. Wir gingen zurück rein, ich machte mich auf den weg in die Küche, holte Milch und Mehl aus dem Schrank und begann Pancakes zu machen. "Wir müssen so in einer Stunde los." Sagte Pepper als sie sich zu mir setzte und ich ihr einen Teller Pancakes rüber schob. "Du kochst bedeutend besser als er." Sagte sie zwischen zwei Happen. Wir grinsten beide, wenn Tony kochte musste danach entweder ein Reinigungstrupp oder der Schreiner kommen. "Miss Stark ein Anruf von Mr. Stark. Soll ich ihn auf laut schalten oder auf ihr Handy?" Fragte J.A.R.V.I.S. "Stell ihn auf laut." Und schon brabbelte er los "da kommt man mal ein paar Stunden zu spät und er ist wieder beleidigt." Aus dem Hintergrund hörte man Rhodey meckern. "Du hättest auch einfach mal pünktlich sein können." Antwortete ich trocken und stand dabei auf, nickte Pepper zu und verzog mich in mein Zimmer um mich umzuziehen. "J.A.R.V.I.S. Stell den Anruf nur in mein Zimmer. Tony du kannst ihm nicht ständig so zusetzten." "Zusetzten? Er setzt mir zu mit seinen Uhrzeiten und allem." Ich verkniff mir ein Lachen, es war so typisch für ihn alles so zu drehen das es für ihn passte.
Ich öffnete meinen Schrank und nahm eine schwarze Hose, Bluse und Blazer heraus, überlegte kurz und tauschte die Bluse gegen was farbiges um. Dann hörte ich ein rascheln und meckern, dann hörte ich Rhodeys Stimme "Mia er macht mich wahnsinnig! Wie hälst du es mit ihm aus?" Er wirkte ehrlich angepisst und alles andere als entspannt. "Ich ignorier ihn wenns zu schlimm wird." Antwortete ich und suchte nach passenden Schuhen. "Ihr schafft das schon. Ich muss jetzt los, Pepper wartet." Damit legte ich auf. Die beiden benahmen sich wie Kinder manchmal, alles was fehlte war das 'er hat mein Spielzeug geklaut' Gezanke.
"Mia!" Ich war noch nicht ganz im Gebäude da kam Obadiah schon auf mich zu, großartig. "Du bist gar nicht mitgeflogen?" Fragte er überrascht, naja falls das eine Regung war die er kannte. "Wir hatten dir doch gesagt das ich hier bleibe." Antwortete ich nur und wollte mich an ihm vorbeischlängeln, doch er packte meinen Arm und hielt mich fest. Ich hasste es. "Aber, aber, Mia. Ich hAb nur gedacht du wärst gern dabei gewesen." "Nein, ich flieg nicht gerne. Außerdem hab ich genug zu tun. Könntest du mich als loslassen" Sein falsches Lächeln verschwand, sein Griff blieb eisern. Er schien nachzudenken was er mir als nächstes vor den Kopf werfen konnte, das konnte ich ihm ansehen. Er hasste mich, und ich würde einiges darauf wetten das er auch Tony nicht so sehr mochte wie er behauptete, doch ich behielt meine Gedanken für mich, er hatte ihn schließlich aufgenommen. Dennoch wollte ich weiter, ich sah zu Pepper, sie schüttelte leicht den Kopf, sie wusste was als nächstes passieren würde. Doch ihr Kopfschütteln hielt mich nicht davon an, nein es motivierte mich eher. Ich Griff nach seiner Hand und drehte sie gekonnte weg bis er mit einem kurzen aufatmen meinen Arm frei ließ. "Ich mags nicht wenn man mich so grob anpackt." Sagte ich im vorbei gehen und ließ ihn stehen. "Das musste nun wirklich nicht sein." Flüsterte Pepper mir zu "Genau wie deine Mutter!" Brüllte er hinter mir her "Leicht reizbar und aggressiv!" Bevor ich mich umdrehen konnte, rief Pepper zurück. "Vielleicht sollten Sie einfach aufhören Sie zu provozieren." Und schliff mich mit ihr.
Im laufe des Tages pendelte ich zwischen Besprechungen und dem Labor hin und her. Das Labor Team mit dem ich arbeitete wusste wer ich war, jeder von ihnen war absolut Loyal Tony gegenüber. Und sollte einer etwas über mich ausplaudern, würden sie nie wieder eine vernünftige Anstellung finden, ein kleiner mieser Nebensatz in jedem der Verträge. Dennoch passierte selbst diese Eintragung mit dem Einverständnis jedes einzelnen. Tony hatte sich auch kurz gemeldet als sie gelandet waren, hatte stolz erzählt das er Rhodey abgefüllt hatte und sie sich sehr tiefsinnig unterhalten hatten. Im Labor kamen wir nicht wirklich weiter, es fehlten einige Instrumente die erst morgen ankommen sollten. Als bereits alle weg waren, ging ich zurück in mein Büro und machte mich daran ein paar der Entwürfe nochmal zu prüfen und mir ne Pizza zu bestellen. Als meine Tür aufging, erwartete ich eigentlich meine Pizza, doch stattdessen stand Pepper dort. "Was tust du noch hier? Ich dachte du wärst längst weg." Sie schaute auf die Uhr, ich tat dasselbe, es war bereits kurz vor 11. "Ich warte noch auf meine Pizza, dann fahr ich." Das entsprach eigentlich nicht meinem Plan, aber hätte ich ihr erzählt das ich das noch fertig machen wollte, hätte sie mich vermutlich direkt zu den Garagen gezerrt. "Gut ich warte mit dir. Allerdings fahr ich nicht mit dir zurück, ich fahr übers Wochenende weg." "Okay, stimmt du hattest erzählt das du was anderes vor hast." Ich grinste sie an, Tony musste nicht wissen das sie mich alleine ließ. Sie hat damals, ich glaub ich war 10, gesagt, man könne mich eher allein lassen als ihn. Ich schmunzelte in mich hinein und konzentrierte mich wieder auf meine Berechnungen. Pepper ließ sich auf den Stuhl vor mir fallen und schlug ihre Papiere auf und kritzelte in ihnen rum. Als die Pizza endlich kam legten wir unsere Arbeit weg, ich teilte mit ihr und wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Ich hoffte inständig Tony würde irgendwann merken was er an ihr hatte.
Wir verließen gemeinsam das Gebäude und gingen zu unseren Autos, sie sah meinen X6 an und sagte Kopfschüttelnd "Ich verstehe nicht was du an SUV's findest, die sind so klobig." "Ansichtssache." Und stieg ein "Wir sehen uns Montag, hab viel Spaß." Ich fuhr los, sie winkte noch kurz und stieg dann in einen von Tonys Wagen. Das ganze Wochenende allein zu Hause. Ich konnte mein Glück kaum fassen und trat das Gaspedal durch.
Angekommen überlegte ich kurz ob ich den Test hier nochmal durchlaufen lassen sollte, entschied mich dann aber dafür ne Runde zu Boxen. Während ich meine Hände bandagierte überlegte ich was Obadiah damit meinte ich wäre wie sie. Ich hatte bereits versucht über J.A.R.V.I.S. was herauszufinden, aber Tony hatte meinen Zugriff geblockt. Natürlich hätte ich es einfach hacken können, doch das schien mir etwas überzogen. Ich wärmte mich mit leichtem Schattenboxen auf und ging dann an den Sack. "Miss Stark, Sie sollten sich das dringend anschauen." "Nicht jetzt J.A.R.V.I.S." "Entschuldigen Sie Miss stark, aber es geht um Ihren Vater, Sie sollten es sich wirklich ansehen." Ich stockte in der Bewegung, der Sandsack prallte gegen mich und ich taumelte ein paar Schritte rückwärts. "Schalt es ein! LOS!" Ich hatte Angst, er war mitten in einem Kriegsgebiet. "...wurde nach einem Angriff einführt. Über seinen Aufenthaltsort gibt es keine Informationen, auch nicht wer hinter dem Angriff und der Entführung steckt. Die Army..." Tony grinste mir arrogant entgegen, der Nachrichtensprecher war klein im Bild eingeblendet und brabbelte immer weiter davon das es noch keine Informationen gab. Ich konnte es nicht fassen, wollte es nicht glauben. Ich sackte zusammen und starrte weiter auf den Bildschirm. Die Minuten vergingen, ich zitterte am ganzen Leib, Panik machte sich breit. Mir war gleichzeitig heiß und kalt...
"Miss Stark, Mr. Stane ist am Telefon." Ich nickte nur, konnte kein Wort raus bringen. "Mia?" Er klang aufrichtig besorgt "Mia, ich bin auf dem Weg. Ich wollte es dir persönlich sagen, aber eure A.I. Hielt es für notwendig es dir so zu sagen." In seiner Stimme schwang Missachtung ganz unverblümt mit. "Bleib wo du bist, ich bin auf dem Weg." Wiederholte er, keine Antwort von mir. "Mia bitte sag doch was..." Ich dachte nach, was sollte ich sagen, ich fühlte mich leer und taub. Mein Vater, mein bester Freund war entführt worden und keiner wusste von wem und weshalb, geschweige denn wie es ihm ging. Meine anfängliche Panik schlug in Wut um. "Wie konnte das passieren?! Ich dachte er wäre in besten Händen?" Nur schwer unterdrückte ich den Drang zu schreien. "Ich weiß es nicht." War das alles was er zu sagen hatte? Wieder eine unbefriedigende Antwort die er sich auch hätte sparen können, ich ermahnte mich es nicht auf Obadiah zu projizieren, er war schließlich derjenige der mich informierte und auf dem Weg war. "Wir haben noch keine Bedingungen oder ähnliches wegen seiner Freilassung bekommen." Sagte er dann, Bedingungen? Niemand legte sich mit einem Stark an, das würden diese Mistkerle noch bereuen. Langsam stand ich auf, ich hatte keinen Plan was als nächstes passieren würde noch wie wir weiter vorgehen würden, aber diese Leute würden es bereun, das wusste ich zu einhundert Prozent. "Ist Pepper informiert?" "Ja das ist sie, sie ist auf dem Weg zurück." "Gut" damit gab ich J.A.R.V.I.S das Zeichen aufzulegen. Ich stand wieder vor dem Sandsack und starrte ihn an. Dann schrie ich auf und schlug und trat auf den Sack ein bis meine Füße und Hände bluteten. Ich hörte nicht auf bis ich von hinten gepackt und weggezogen wurde. Pepper sah mich aus roten, geschwollenen Augen an, sie ließ meine Hände los, dann fiel ich ihr um den Hals. Zusammen sanken wir zu Boden, hielten uns gegenseitig während sie mir über den Kopf strich "Wir finden ihn." Flüsterte sie mir unentwegt zu, teils um mich zu beruhigen und teils um sich selber Mut zu machen.
