Disclaimer: immer derselbe

„Goa´uld" war der einzige sich immer wiederholende Gedanke, den Sam fassen konnte, während sie ungelenk einige Schritte nach hinten taumelte.

Doch ehe sie hinfallen konnte, wurde sie von den beiden jungen Männern unsanft an ihren Armen festgehalten und in Richtung des Goa´ulds gezogen.

Jener musterte Carter durchdringend von oben bis unten, ehe er ihr Kinn in eine Hand nahm und ihr Gesicht in alle Richtungen bewegte, um es besser betrachten zu können. „Sie ist akzeptabel", sagte der Goa´uld mit seiner verzerrten Stimme, bevor er sich umdrehte und den Raum ohne weiteren Kommentar verließ, gefolgt von den beiden jungen Männern, die Sam einfach stehen ließen.

Um Fassung ringend setzte sich Sam aufs Bett. Ihre schlimmsten Befürchtungen hatten sich bewahrheitet, sie war eine Gefangene der Goa´uld, aber was war mit Daniel und Teal´c? Carter konnte nur hoffen, dass sie ebenfalls gefangen wurden.

Sie durfte jetzt nicht die Nerven verlieren, sondern musste die Situation rational betrachten, um einen Ausweg zu finden. Das war ihre Stärke, daran würde sie sich festhalten.

Aber gleichzeitig fühlte sie sich gedemütigt und hatte Angst: der Goa´uld hatte sie betrachtet wie ein Stück Fleisch -oder eher einen möglichen Wirt? Das konnte nichts Gutes bedeuten.

Jack saß im Besprechungsraum des SGC und fühlte sich seltsam deplaziert in seiner Jeans und Hemd neben den ganzen Wissenschaftlern und dem SG-1 Team, was hätte er nur für seinen Tarnanzug gegeben.

„Und warum brauchen sie mich um Colonel Carter zu retten? In verständlichen Worten bitte!", fragt Jack die Wissenschaftler um sich herum.

Ein Mann mit Tweedanzug und leicht schief sitzender Fliege, der sich als Biochemiker vorgestellt hatte, meldete sich zu Wort: „Die Technologie des Tores scheint so kalibriert zu sein, dass sie nur von heranwachsenden aktiviert werden kann." „Können sie nicht einfach jemanden ein paar Hormone spritzen und schon ist der Fake Teenager perfekt?", fragte Jack.

Der Wissenschaftler sah ihn an, als habe er gerade geleugnet, dass sie Erde eine Kugel sei.

„Junger Mann, ich kann Ihnen versichern, dass man nicht einfach mal jemanden „ein paar Hormone spritzen" kann. Neben den offensichtlichen medizinischen Nebenwirkungen, die dies hervorrufen würde, sind die spezifischen Stoffwechselprozesse, die heranwachsende zeigen wesentlich komplexer. Neben den Hormonen, die sie angeführt haben, muss auch berücksichtigt werden, dass die Genexpression sich beim Heranwachsen ebenfalls verändert. Dies bedeutet…"

„Professor Zähntle", unterbrach ihn nun der ältere Jack unwirsch, „wollen sie uns damit sagen, dass wir nur einen Teenager durch das Tor bekommen können?"

„Ja"

„Danke Professor, das war schon alles was wir wissen müssen. Doktor Lee ", wandte der General sich jetzt dem Physiker zu, „was haben sie für uns?" Der angesprochene zuckte kurz nervös zusammen. „Da unsere Standardsender ein zu schwaches Signal senden, um von uns noch empfangen werden zu können, werden wir einen anderen Transmitter verwenden. Den Sender habe ich zusammen mit Doktor Carter entwickelt; er ähnelt den der Tolaner, wenn auch leicht abgewandelt. Der Sender kann einfach durch Knopfdruck aktiviert werden." Dabei gestikulierte Dr. Lee in Richtung eines handgroßen ovalen Geräts. „Dieses Signal könnten wir selbst noch im angrenzenden Sonnensystem empfangen."

Jack atmete ein letztes Mal durch, als er vor dem Stargate stand, er würde wieder zu einer Mission aufbrechen, einer bei der allzu viel auf dem Spiel stand.

Er spürte den vertrauten Sog des Wurmloches und das nächste was er sah war ein verschlafen wirkender Steppenplanet und das verdammte Teenagertor. Verdammt, wer in aller Welt dachte sich so einen Mist aus: kann nur von Teenagern benutzt werden? -Schwachsinn.

Zögerlich berührte er das Tor, dann verschwamm seine Sicht kurz und im nächsten Moment stand er in einem mit Fackeln belichteten Raum in dem zwei männliche Jugendliche standen.

„Willkommen junger Krieger, wir werden dich zu unserem Herren bringen, der entscheiden wird, ob du deine Fähigkeiten unter Beweis stellen darfst im großen Turnier", begrüßte ihn der größere der beiden mit einem wohlklingenden Bariton.

„Hi, Boss hört sich gut an", erwiderte Jack nur lapidar, und hoffte inständig, dass dieser „Herr" kein Goa´uld war, er hasste diese Schlangen einfach.