Ü/N: Entschuldigt bitte den Aussetzer letzte Woche - die Reale Welt hatte mich voll im Griff. Ab jetzt aber wieder zurück zu regelmäßigen Updates!

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Kapitel 3

Harry Potter öffnete die Tür zu Weasleys Zauberhaften Zauberscherzen und wich dem feinen Wasserstrahl aus, der jeden Besucher empfing. Er hatte die Zwillinge gebeten einfach ein Glöckchen anzubringen, wie jeder normale Mensch, aber sie hatten gesagt, das wäre zu langweilig. Harry musste zugeben, dass es ziemlich lustig war, wie die Leute aus der Wäsche schauten, wenn sie mit einem nassen Gesicht begrüßt wurden.

Fred und George schauten vom Verkaufstresen auf, wo sie ein neues Produkt besprachen. George arbeitete eifrig an einer Zeichnung, die Spitze seiner Zunge schaute aus dem Mundwinkel hervor. „Partner!", rief Fred, als er Harry entdeckte.

Harry winkte kurz und ging zu ihnen zum Tresen. „Was heckt ihr jetzt wieder aus?"

„Bissige Unterwäsche", sagte George fröhlich.

Harry wünschte sich auf einmal, er hätte nicht gefragt. „Klingt… interessant. Weshalb habt ihr mich hergerufen? Ihr wisst doch, dass ich nicht grundlos stiller Partner bin. Es ist Montagmorgen und ich habe besseres zu tun."

„Das hier hat nichts mit dem Laden zu tun."

„Hier geht es um Alicia." George vollendete seine Zeichnung einer mit verzerrtem Gesicht auf und ab hüpfenden Person, deren Unterwäsche sie attackierte. „Hast du ihre Nummer verloren?"

„Nein", antwortete Harry geradeheraus.

„Ist dein Muggel-Sprechdings kaputt?"

„Nein."

Fred seufzte und drehte sich zu seinem Bruder um, der traurig den Kopf schüttelte. „Harry, du weißt, du bist wie der fünfte Bruder, den wir niemals wollten, also - "

„ – bist du wie ein Weasley für uns", fügte George hinzu.

„Aber das heißt nicht, dass wir zögern würden - "

„ – dich zu verhexen, wenn du Alicia weh tust."

Harry sah von einem Zwilling zum anderen. Es war wirklich verwirrend, wenn sie die Sätze des anderen beendeten. „Wartet mal, wer hat was davon gesagt Alicia weh zu tun?"

„Du hast sie nicht angerufen."

Harry zuckte schuldbewusst zusammen. Er hatte sie wirklich seit Tagen anrufen wollen. „Ich hatte sehr viel zu tun auf Arbeit und so. Die Quidditch-Halbfinals starten diese Woche. Die Harpies haben's auch geschafft. Ich wette, sie hat auch jede Menge zu tun."

„Also konntest du nicht mal fünf Minuten erübrigen, um sie anzurufen?" Fred verschränkte die Arme und hob die Augenbrauen. „Schau mal, ich weiß nicht, ob dir das klar ist, aber Alicia hat keine Brüder, nur zwei Schwestern. Das bedeutet, wir sind sowas wie Ersatz-Brüder für sie."

George nickte nachdrücklich. „Und das bedeutet, wenn du sie reinlegst, nehmen wir Rache. Frag nur Kieran. Er hat jetzt eine immerwährend kahle Stelle. Möchtest du eine immerwährend kahle Stelle, Harry?"

„Äh, nein."

„Dachte ich mir schon. Dann schlage ich vor, dass du Alicia in der Sekunde anrufst, in der du nach Hause kommst."

„Ich kann nicht!", rief Harry. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll!"

„Tja, du könntest damit anfangen dich zu entschuldigen, weil du so ein Riesenidiot gewesen bist. Hast du gerne Zeit mit ihr verbracht?"

„Ja."

„Dann sag ihr das. Und findest du, dass sie hübsch ist?"

„Ja."

„Dann wäre das ein exzellenter Folgesatz."

„Ich glaube nicht, dass ich irgendwas sagen kann, dass die Situation besser macht. Sie hasst mich wahrscheinlich", seufzte Harry missmutig.

„Wahrscheinlich", stimmten die Zwillinge gleichzeitig zu.

Harry warf ihnen einen finsteren Blick zu. „Das ist kein besonders ermutigendes Gespräch."

„Hör mal", sagte George, „wir wissen, wie du alles wieder gut machen kannst bei Alicia."

„Ich höre", sagte Harry und beugte sich interessiert vor.

„Am Freitag ist Alicias Geburtstag und wir schmeißen eine nette, kleine, formelle Dinnerparty für sie", fuhr Fred fort. „Du kannst höchst galant auftauchen, mit Blumen und Schokolade und – oooh, kauf ihr was Glitzerndes! Frauen lieben Glitzerkram."

„Nein, ich glaube, du verwechselst Frauen mit Katzen. Katzen mögen Glitzerkram", unterbrach George.

„Wellensittiche. Die mögen Glitzerkram. Und Jordy mag Glitzerkram. Er versteckt ständig meine Schlüssel", fügte Fred hinzu.

„Also sind Frauen wie Katzen, Wellensittiche und Babys?" Harry hob verwirrt die Augenbrauen – wie meist bei jedem Gespräch mit den Zwillingen.

„Jetzt hast du's kapiert!", grinste George.

Fred kritzelte etwas auf ein Stück Pergament und drückte es Harry in die Hand. „Das ist Alicias Adresse. Sei um Punkt sieben da."

„Danke." Harry schob das Pergament in seine Tasche. „Seid ihr sicher, dass sie nichts dagegen hat, wenn ich einfach auftauche?"

„Natürlich nicht. Sie wird begeistert sein, dich zu sehen. Denk einfach dran, ihr was Teures und Glitzerndes zu kaufen und sie wird dir nicht widerstehen können."

„Teuer und glitzernd", wiederholte Harry. „Dank für die Hilfe, Leute."

George verbeugte sich übertrieben. „Wir sind immer froh, den romantisch Unbedarften helfen zu können."

„Wir verlangen nur von dir, dass du deine Erstgeborenen nach uns benennst. Stell's dir mal vor: der kleine Fred und George Potter", seufzte Fred sehnsüchtig.

„Ich glaube, es ist noch ein bisschen zu früh, um über Kinder zu reden", sagte Harry, kreidebleich im Gesicht.

„Denk einfach dran, dass wir die Namensrechte haben."

Harry stolperte wie in Trance aus dem Laden und dachte nicht einmal daran, dem Wasserstrahl auszuweichen, der ihn in den Hinterkopf traf.

„Ich glaube, wir haben dem armen Kerl Angst gemacht mit dem Gerede über Kinder", sagte Fred, der kleinste Hauch von Schuldgefühlen in seiner Stimme.

„Er wird drüber hinweg kommen. Aber ich fürchte, du hast einen kleinen Fehler gemacht", sagte George. „Ich dachte, die Party beginnt um halb acht."

„Tut sie auch." Fred grinste und wandte sich ab, um ein paar Regale in der Nähe aufzuräumen.

George runzelte die Stirn. „Aber du hast Harry gesagt, sie beginnt um sieben."

„Das habe ich."

„Äh, warum?"

„Oh, ernsthaft", Fred verdrehte die Augen. „Ich weiß, dass ich der schlauere Zwilling bin, aber ich hätte gedacht, dass du einen gerissenen Plan erkennst, wenn du einen siehst."

„Gerissenen Plan? Wovon re-" George hielt mitten im Satz inne, als ihm ein Licht aufging. „Oh! Ich verstehe."

„Bist du sicher, dass wir Zwillinge sind?"

„Halt die Klappe. Damit Alicia und Harry alleine sind."

„Genau. Möchtest du wirklich dabei sein, wenn alles zwischen ihnen noch angespannt und peinlich ist? Wenn wir ankommen, sollten sie längst rumknutschen und sich schöne Augen machen."

„Ist es wirklich eine gute Idee, wenn sie rumknutschen? Wir wollen doch nicht aus Versehen was Ekliges sehen", warnte George.

„Sehr wahr, mein lieber Bruder. Glücklicherweise habe ich daran bereits gedacht und beschlossen, Jordy schon früher hinzuschicken. Alicia wird nichts Zweifelhaftes vor ihrem Patensohn machen."

Das stellte George zufrieden und er wandte sich wieder seiner Zeichnung zu. „Hey, ich hoffe, dir ist klar, dass ihr erster Sohn George heißen wird."


Während Fred und George damit beschäftigt waren Alicias Kinder zu benennen, war diese auf der Arbeit. Die Harpies hatten es in die Halbfinalspiele geschafft und würden am Sonntag gegen die Appleby Arrows antreten. Sie war in ihrem winzigen Büro und versuchte sich neue Spielzüge auszudenken, als die Cheftrainerin hereinkam.

„Zeig mir mal, was du hast, Spinnet."

Alicia zuckte überrascht zusammen und stieß sich das Knie am Tisch. Kerry sah sie erwartungsvoll an und Alicia blickte runter auf ihr leeres Pergament.

„Ich bin noch nicht dazu gekommen." Sie wurde rot.

„Wir spielen unser erstes Halbfinale am Sonntag. Du hast keine Zeit vor dich hin zu träumen."

„Ich weiß, Kerry, und es tut mir wirklich leid, aber ich hatte andere Sachen im Kopf."

Kerry lächelte sanft und schloss die Tür. „Ist es seinetwegen?"

„Ich bin nicht sicher, was du meinst", sagte Alicia unschuldig. Wie konnte sie von Harry wissen? Sie konnte es unmöglich wissen!

„Lee Jordan kommentiert am Sonntag."

Alicias Schultern sackten erleichtert zusammen. „Lee! Ja, du hast Recht, das ist es. Ich mache mir Sorgen, dass ich Lee wiedersehen werde."

„Das ist doch ganz natürlich, Schätzchen. Warum arbeitest du nicht zuhause weiter? Da hast du es bequemer."

„Oh, vielen Dank, Kerry!" Alicia schob schnell ihre Arbeit zusammen. Sie fühlte sich ein bisschen schuldig, dass sie gelogen hatte, aber zuhause zu arbeiten würde wirklich viel einfacher sein. „Wir sehen uns dann morgen früh."

„Ruh dich einfach ein bisschen aus. Wir können das nicht ohne dich gewinnen, Mädel."

Alicia salutierte scherzhaft und Disapparierte.


Bis Freitag hatte Alicia eine Menge Linien und Kreise auf ihrem Pergament gemalt. Es waren keine wirklichen Spielzüge, aber immerhin hatte sie irgendeine Art von Strategie erarbeitet. Sie war noch immer am Kritzeln, als Fred kam, um Jordy vorbeizubringen.

„Stellen die Liebesherzchen deine Spieler da?"

Alicia klatschte die Hand auf das Pergament und starrte Fred böse an. „Schleich dich nicht so an mich ran!"

„Warum haben all die Herzchen den Buchstaben H darin?"

„Hau ab, Frederick."

Er grinste nur und überreichte ihr Jordy. „Du wirst grantig mit dem Alter, Leesh."

Sie ließ Jordy auf ihrem Knie hüpfen und er kicherte glücklich. „Dein Daddy hat sehr viel Glück, dass ich ihn nicht vor dir schlagen werde."

„Ich habe ein Gefühl, dass du mich nicht schlagen wollen wirst, wenn ich wieder da bin. Du wirst mich küssen wollen."

Das machte Alicia misstrauisch. „Dich küssen? Fred, warum würde ich dich küssen wollen? Was hast du getan?"

„Ich möchte meinen, das wirst du schnell genug herausfinden, Zuckerschnäuzchen. Wir sehen uns in einer halben Stunde."

„Fred!"

Doch es war zu spät. Fred verschwand mit einem Knall.

„Oh, ich hoffe, er hat nichts Blödes angestellt."


Harry warf einen Blick auf das Pergament in seiner Hand, dann starrte er rauf zu dem unscheinbaren Ziegelhaus und atmete tief durch. Er war zumindest am richtigen Ort.

„Vielleicht ist das keine so gute Idee", murmelte er bei sich.

Dann fiel Harry auf, dass er mitten auf der Straße stand, Alicias Geschenk in der Hand, und mit sich selbst sprach. Es war wirklich sinnlos, jetzt wieder umzukehren. Was würde er sonst auch mit Alicias Geschenk machen? Er wollte es ganz bestimmt nicht haben. Vielleicht würde es Hermine oder Ginny gefallen.

Wem versuchte er was vorzumachen? Er war häufiger gegen Voldemort angetreten, als ihm lieb war und trotzdem hatte er Angst vor Alicia.

Allen Zweifel beiseite schiebend, schritt Harry die Auffahrt hinauf und klopfte forsch an die Tür. Er dachte gerade noch daran, das Geschenk hinter seinem Rücken zu verstecken, als die Tür aufging. Alicias Erstaunen war ziemlich ungefiltert. Sie fluchte so laut, dass Harry vor Überraschung selbst einen Schritt zurücktrat.

„Oh", sagte sie schließlich, nachdem sie ihn einen Moment angestarrt hatte. Sie sah hinunter auf das Baby in ihren Armen. „Sag nicht deiner Mama, dass ich so ein Wort vor dir gesagt habe."

Jordy sah sie nur aus großen braunen Augen an. Dann wandten die beiden sich wieder Harry zu, der nur nervös lächeln konnte. „Hi."

„Äh, was machst du hier?"

Harry bekam wieder das unangenehme Gefühl in seinem Bauch. Die Zwillinge! „Lass mich raten, heute ist nicht dein Geburtstag und es gibt keine Party?"

Alicia runzelte die Stirn. „Doch, es ist mein Geburtstag und es gibt eine Party, aber die fängt erst in einer halben Stunde an."

„Oh."

„Stecken Fred und George dahinter?"

„Ja. Hör mal, Alicia, es tut mir Leid. Ich hätte wissen sollen, dass sie was im Schilde führen. Ich wollte dich einfach sehen und sie haben mir gesagt, ich sollte zu der Party kommen. Ich wollte eigentlich nicht kommen, aber ich habe gedacht, das bin ich dir schuldig. Ich hätte nie gedacht, dass die Zwillinge was im Schilde führen könnten, was wirklich dämlich von mir war, weil die beiden immer was im Schilde führen. Tut mir Leid", sagte Harry schnell und in einem Atemzug.

Es wurde sehr schnell klar, dass Alicia das Ende seiner Rede nicht mitbekommen hatte. Sie war in Gedanken noch bei einem spezifischen Satz. „Du wolltest mich sehen?"

Harry war einfach nur erleichtert, dass sie ihm noch nicht die Tür vor der Nase zugeschlagen hatte. „Ja, ich wollte dir nur sagen, warum ich nicht angerufen habe. Es ist nicht so, dass ich nicht gerne Zeit mit dir verbracht habe oder so. So viel Spaß hatte ich sogar seit Ewigkeiten nicht mehr. Es ist nur – ich bin nicht so gut mit solchen Sachen."

„Ich glaube, das ist ziemlich offensichtlich." Sie lächelte freundlich.

Er konnte fühlen, wie er rot wurde, als ihm klar wurde, wie blöd er ausgesehen haben musste. „Tja, ich hab dann wohl gesagt, was ich sagen wollte, also lass ich dich jetzt wieder in Ruhe. Herzlichen Glückwunsch." Er wollte sich zum Gehen wenden, doch Alicia ergriff schnell seinen Arm.

„So ein Quatsch. Bleib doch! Je mehr Gäste, desto lustiger wird es."

„Ich weiß nicht. Ich möchte mich nicht aufdrängen - "

„Hör mal, willst du die ganze Nacht hier draußen stehen bleiben und mit mir diskutieren?", wollte Alicia wissen. „Weil Jordy hier ganz schön schwer wird und Fred und Angelina werden nicht erfreut sein, wenn ich ihren Erstgeborenen fallen lasse."

Harry lächelte und entspannte sich endlich. „Danke. Ich würde liebend gerne bleiben."

„Dann komm rein."

Sie trat zurück und ließ ihn ins Haus. Er wischte sich eifrig die Schuhe am Fußabtreter ab und Alicia lachte. „Du bist der Erste, der das Teil jemals benutzt hat. Die Zwillinge trampeln mir einfach Matsch und alles Mögliche durchs Haus."

„Und genau aus dem Grund haben Ron und ich aufgehört sie einzuladen."

Harry mochte Alicias Haus sehr. Es war warm und einladend, wie der Gryffindor-Gemeinschaftsraum und der Fuchsbau. Anders als diese beiden Orte war es jedoch glücklicherweise hell erleuchtet.

„Dein Vater ist ein Muggel, oder?"

„Jep. Ich nehme an, der Strom hat mich verraten, was?"

„Na ja, das und das Bild vom Fußballteam aus Liverpool." Er deutete auf das Poster an der Wand.

Alicia lachte. „Jetzt kennst du wohl mein Geheimnis. Ich kann ohne Strom und Fußball nicht leben."

Sie führte ihn weiter ins Haus, an ihrem Schlafzimmer vorbei (er konnte nicht widerstehen, einen Blick hinein zu werfen) und zum kleinen, aber anheimelnden Wohnzimmer. Alicia setzte Jordy auf dem Boden ab und er krabbelte davon, um etwas zum Spielen zu finden.

„Äh, setz dich doch", bot sie an, nachdem sie eine Sekunde auf ihre Füße gestarrt hatte.

„Ich sollte dir wahrscheinlich zuerst dein Geschenk geben."

„Du hast mir ein Geschenk mitgebracht?" Sie sah ihn überrascht an. „Harry, das hättest du nicht tun müssen."

„Schon gut, wirklich. Es ist auch eine Art Entschuldigung dafür, dass ich ein taktloser Idiot gewesen bin."

„Oh, na ja, du kannst es mir gerne geben, wenn die anderen da sind."

Harry trat nervös von Fuß zu Fuß. Das lief ja wunderbar. „Du solltest es lieber jetzt nehmen."

„Okay", sagte Alicia langsam.

Harry zögerte. Sie würde ihn auslachen. „Äh – ich wusste nicht, was ich dir schenken sollte und Fred und George haben mir all diese Sachen über Glitzerkram und Wellensittiche erzählt - "

„Wellensittiche?", wiederholte Alicia. „Sie haben dir gesagt, du sollst mir einen Wellensittich schenken?"

„Ja – Äh, ich meine, nein. Sie haben mir gesagt, ich soll dir etwas Teures und Glitzerndes schenken. Aber es ist – ich hab mir nur gedacht, du bist nicht so der Typ für teuer und glitzernd, also habe ich dir was anderes gekauft. Aber wenn's dir nicht gefällt, dann kann ich glitzernd und teuer besorgen, kein Problem."

„Ich bin sicher, dass es ein wunderbares Geschenk ist."

„Äh, okay", sagte Harry so ruhig wie er konnte. Er zog seine Hände hinter dem Rücken hervor und hielt Alicia das Geschenk entgegen.

Sie lachte tatsächlich. Ziemlich laut. Harry zuckte zusammen. „Du schenkst mir Eis?" kicherte sie.

Er überlegte, wie schnell er zur Tür sprinten konnte. „Ja, tut mir leid."

„Nein! Harry, es ist wundervoll. Ich wollte nicht lachen." Sie grinste und versuchte, ihr Kichern zu unterdrücken. „Es ist nur so süß. Niemand hat mir je Eis geschenkt."

„Ich kann dir auch was anderes kaufen", bot er schnell an.

„Auf gar keinen Fall. Du hast Recht, dass ich nicht so der Typ für teuer und glitzernd bin. Du hast dir offensichtlich eine Menge Gedanken gemacht und das weiß ich wirklich zu schätzen."

Harry seufzte erleichtert. Immerhin hatte er etwas richtig gemacht. „Es ist Fortescues Cookies'n'Cream und es ist so verzaubert, dass es sich für etwa einen Monat immer wieder auffüllt."

Sie nahm ihm den Behälter ab und gab ihm einen winzigen Kuss auf die Wange. „Dankeschön", sagte sie leise und verschwand in der Küche.

Als sie zurückkam, stand Harry noch immer am selben Fleck. Alicia sah ihn nur einen Moment kritisch an und schon begann er wieder sich unwohl zu fühlen.

„Harry", sagte sie nach einem Moment der Inspektion, „was haben dir die Zwillinge gesagt, welche Art von Party das heute ist?"

„Eine formelle Dinner-Party", antwortete er stirnrunzelnd.

„Ah."

„Sie haben gelogen?"

„Jep, fürchte schon. Ist nur Pizza und Butterbier. Ich bin auch nicht so der Typ für Dinner-Partys."

Harry wurde rot und sah hinunter auf seinen Anzug. Er war ein bisschen zu schick angezogen für Pizza und Butterbier. „Ich Appariere einfach schnell nach Hause und ziehe mich um."

„Kein Problem", versicherte Alicia ihm. „Ich kriege das hin. Zieh dein Jackett aus."

Er blinzelte überrascht und tat, was sie gesagt hatte. Er gab ihr das Jackett und sie warf es über einen Sessel. Dann trat sie zu ihm und begann, seine Krawatte zu lockern. „Alicia, was machst - "

„Entspann dich, ich mach deinen Aufzug nur ein bisschen alltäglicher", erklärte sie, während sie ihm die Krawatte über den Kopf zog. Die Krawatte folgte dem Jackett und sie trat einen Schritt zurück, um ihr Werk zu betrachten. „Nein, braucht noch ein bisschen."

Harry fuhr beinahe aus der Haut, als sie ihre Arme um seine Taille legte und an seinem Hemd zu zupfen begann. Sie zog weiter, bis sein Hemd gänzlich aus dem Hosenbund befreit war. Harry war schon vor Schock wie versteinert, doch Alicia war noch nicht fertig.

„Nur noch ein kleines bisschen", flüsterte sie.

Bevor er wusste, wie ihm geschah, begann sie seine Knöpfe zu öffnen. Er schluckte, als sie sich dem zweiten Knopf zuwandte. Er spähte hinunter auf ihr Gesicht, doch sie konzentrierte sich ganz auf die Knöpfe. Ihre Finger stolperten beim dritten und strichen über seine Haut.

Der Hauch von einer Berührung riss Harry aus seiner Erstarrung und er ergriff ihre Hände. „Ich denke, das sind genug Knöpfe."

„Ich habe mich schon gefragt, wann du mich aufhältst", sagte sie mit einem winzigen Lächeln.

„Hör mal, Alicia, es tut mir alles wirklich leid. Ich weiß, dass ich dich hätte anrufen sollen, aber ich wusste einfach nicht, was ich sagen sollte und - "

Alicia schüttelte nachdrücklich den Kopf. „Vergiss es."

Harry bemerkte, wie nah sie sich waren. Nah genug sogar, dass er ihr Parfüm riechen konnte. Außerdem hielt er noch immer ihre Hände und sie machte keine Anstalten sie zurückzuziehen. Er sah ihr in die blauen Augen. „Darf ich dich küssen?"

Alicia lächelte sanft. „Du musst nicht fragen, weißt du."

„Merk ich mir für's nächste Mal", murmelte er, als er sich zu ihr beugte.

Ihre Lippen waren nur Millimeter voneinander entfernt, als plötzlich ein lautes, schrilles Kreischen ertönte. Überrascht zuckten sie zurück und Harry ließ ihre Hände los. Ein fluffig-weißer Schatten kam aus dem Gästezimmer gerast und verschwand unter dem Sessel.

Alicia schlug eine Hand vor die Stirn. „Jordy!"

Auch Harry hatte das Baby völlig vergessen. Zugegebenermaßen hatten sie beide andere Dinge im Kopf gehabt. Alicia eilte ins Gästezimmer, um ihren Patensohn zu holen und Harry stieß endlich den Atem aus, den er angehalten hatte. Noch vor einer Viertelstunde war er bereit gewesen mit eingezogenem Schwanz nach Hause zu flüchten und jetzt hatte er sie beinahe geküsst. Alles war so schnell passiert.

Alicia kehrte zurück, Jordy sicher auf ihrer Hüfte abgesetzt. Er umklammerte einen Klumpen weißen Fells mit seiner kleinen Faust und sah sehr zufrieden mit sich aus. Sie stapfte rüber zu Harry und reichte ihm das Kind. Unbeholfen hielt er Jordy fest, während Alicia versuchte, seine Finger aufzubiegen.

„Ehrlich mal, du bist genauso schlimm wie dein Vater", schnaufte Alicia, als Jordy sich in Harrys Armen wand. „Er hat auch immer kleine Tiere terrorisiert. Macht er wahrscheinlich immer noch. Mach die Hand auf, Jordy."

Er trat nach ihr und machte ein Geräusch, das Harry als Nein interpretierte. „Er fällt mir runter, wenn er weiter so rumwackelt", warnte Harry.

„Jordan Xavier Weasley, mach sofort deine Hand auf!"

Beim Klang seines Namens hielt das Kind inne. Er öffnete stumm die Hand und erlaubte Alicia, den Fellklumpen zu entfernen. Harry konnte ihm nicht verübeln, dass er so prompt reagiert hatte; Alicia hatte ziemlich einschüchternd geklungen.

„Danke, Jordy."

Alicia verschwand, um den Fellklumpen wegzuschmeißen und Harry sah hinunter auf Jordy. „Du hast echt mieses Timing, Kleiner, weißt du das?"

Als sie zurückkehrte, warf Alicia Jordy einen strengen Blick zu, dann ging sie auf alle Viere, um unter den Sessel zu spähen. „Komm schon raus, du blöde Heulsuse."

„Ähm", sagte Harry zögerlich, als er sah, wie Jordys Unterlippe gefährlich zu beben begann. „Alicia - "

„Einen kleinen Moment, Harry", sagte sie und steckte den Arm unter den Sessel. „Jasper, komm schon, ist doch alles in – AU! Blödes Vieh!"

Alicia zog hastig den Arm zurück und steckte sich den Zeigefinger in den Mund. Jordy begann zu heulen und Jasper, aufgeschreckt vom plötzlichen Lärm, raste unter dem Sessel hervor und huschte durch die Katzenklappe in der Hintertür.

„Alles klar mit dir?", fragte Harry, während Jordy ihm ins Ohr brüllte.

Alicia nahm den Finger aus dem Mund und untersuchte ihn. „Die durchgeknallte Katze hat mich gebissen. Ist aber nicht durch die Haut gegangen. Hier, gib mir Jordy."

Harry übergab ihr froh das hysterische Baby. „Geht's ihm gut?"

„Er ist nur müde", sagte sie, während Jordys Schluchzer langsam verebbten und er sein Gesicht an ihrem Hals vergrub. „Das ganze Chaos tut mir sehr leid. Komm und setz dich hin."

„Wirklich kein Problem", versicherte er ihr und folgte ihr zum blassblauen Sofa. Es konnte bequem drei Leute darauf sitzen und Harry setzte sich so nah neben Alicia wie möglich.

„Ich bin sicher, bei dir zu Hause ist es um einiges ruhiger", flüsterte sie und bewegte Jordy in ihren Armen, bis er mit dem Kopf auf ihrer Brust lag.

„Nicht immer", sagte Harry leise, als Jordys Augen sich langsam schlossen. „Fred und Angelina haben Jordy vor ein paar Wochen vorbeigebracht."

„Das war sicher lustig."

„Er fand es ´ne ganz tolle Idee, in den Küchenschränken zu spielen. Irgendwie hat er es geschafft, mit dem Kopf in einem Topf stecken zu bleiben. Danach hat Ron beschlossen, dass er nie Kinder haben wird."

Alicia lachte und Jordy bewegte sich unruhig im Schlaf. „Oh, entschuldige, Kleiner", wisperte sie mit einem Kuss auf seinen Kopf. Sie lächelte, als sie Harrys Gesichtsausdruck sah. „Ich kann nicht länger wütend auf ihn bleiben als auf Fred. Muss ihnen im Blut liegen."

„Offensichtlich kannst du sehr gut mit Kindern umgehen", stellte er fest.

„Oh, weiß nicht. Ich glaube, Jordy ist einfach eine besondere Ausnahme. Er und ich, wir verstehen uns irgendwie. Ich verbringe so viel Zeit mit ihm, dass das von ganz alleine gekommen ist", sagte sie bescheiden. „Was ist mit dir, magst du Kinder?"

Harry wand sich angesichts des ungewohnten Themas. „Ich – äh, ich mag es, dass ich sie an ihre Eltern zurückgeben kann, wenn sie gefüttert werden müssen oder eine neue Windel brauchen."

Alicia grinste. „Das ist auf jeden Fall ein guter Moment. Aber irgendwann willst du schon Kinder, oder?"

„Irgendwann wohl schon." Er zuckte mit den Schultern. „Ja, irgendwann. Und du?"

„Tja, Mrs. Weasley sagt mir immer wieder, dass ich jetzt im besten Alter zum Kinderkriegen bin. Aber meiner Erfahrung nach funktioniert es nicht allzu gut, wenn man zu ´nem Typen marschiert und ihm sagt, dass man Kinder von ihm will." Sie seufzte schwer. „Aber ich bin schon ein bisschen neidisch, wenn ich Angelina und Katie bei all dem zusehe. Außer morgendliche Übelkeit, auf die kann man verzichten. Na ja, ich werde schon irgendwann Kinder haben, wenn ich tatsächlich mal den perfekten Kerl finde."

„Den perfekten Kerl, hm?"

„Jep. Angelina und Katie hatten Glück, dass ihre perfekten Kerle direkt unter ihren Nasen waren. Ich dagegen, ich muss wahrscheinlich einmal um die halbe Welt reisen, um meinen Mr. Right zu finden. Wenn ich ihn überhaupt je finde." Sie wandte sich zu Harry um, als sie das sagte, und er hatte den plötzlichen Drang, sie zu küssen. Aber das wäre nicht angebracht, während sie ihren schlafenden Patensohn im Arm hielt – und auch logistisch etwas schwierig.

Also sagte Harry stattdessen: „Ich sitze hier vor dir."

Alicia antwortete nicht sofort. Sie schien eine Diskussion mit sich selbst zu führen. Harry wollte sie gerade fragen, ob alles in Ordnung war, als sie hastig hervorbrachte: „Ich möchte nicht nur ein Trostpflaster sein, Harry."

„Das bist du nicht", sagte er ernsthaft und nahm ihre Hand.

„Du warst zwei Jahre mit Danni zusammen. Das ist eine lange Zeit."

„Würdest du dich besser fühlen, wenn ich losziehen und mit irgendeiner Frau schlafen würde?", fragte Harry leise aber nachdrücklich.

„Nein", erwiderte Alicia scharf. „Dann müsste ich ihr nämlich die Augen auskratzen und du glaubst gar nicht, wie schwierig es ist Blut unter den Fingernägeln rauszubekommen."

Harry konnte sein Lächeln nicht unterdrücken. „Also sind wir uns einig? Trostpflaster sind vom Tisch?"

Alicia nickte zögerlich und ließ Harry sanft ihre Hand küssen. Er sah zu ihr auf und fühlte sich wieder wie ein kleiner Junge. Er konnte sich nicht dran erinnern, während der ersten Dates mit Danni je so nervös gewesen zu sein. Harry stellte allerdings erfreut fest, dass Alicia selbst ziemlich nervös aussah.

„Äh – wie sieht's aus mit den Quidditch-Halbfinals am Sonntag?"

Im Zweifel zurück zu Quidditch.

Alicia griff das Thema fröhlich auf. „Gut! Ich freue mich richtig darauf. Glücklicherweise erinnere ich mich noch an ein paar hilfreiche Dinge von meiner Zeit bei den Arrows. Ihr Hüter ist ziemlich leicht auszuhebeln, also sollten meine Jägerinnen nicht allzu viele Probleme haben. Ich habe gehört, euer Spiel wird als Racheschauspiel des Jahrhunderts angeprangert", scherzte sie.

„Die Presse macht aus allem was Persönliches. Ich soll eine Fehde mit Wood haben, weil er Puddlemere verlassen hat." Harry verdrehte die Augen.

„Die Schlagzeile im Tagespropheten gestern war großartig. Wie war sie noch gleich?" Alicia runzelte nachdenklich die Stirn. „Ah, genau. ‚Potter gegen Wood: Titanenkampf der Egos.' Ganz große Klasse."

„Freut mich, dass du das so lustig findest."

Sie tat so, als würde sie eine Entrüstung nicht bemerken. „Im Klitterer gab es auch einen fantastischen Artikel. Anscheinend hattest du eine geheime Liebesaffäre mit Oliver. Ich sehe schon die ganzen Teenie-Fans gierig sabbern bei der Vorstellung von dir und Oliver - "

„Schon gut", unterbrach Harry sie hastig. „Hab verstanden. Du pass mal lieber auf, dass ihr die Arrows schlagt, damit Puddlemere euch im Finale zeigen kann, wo der Hase lang läuft."

„Du bist dir ja ziemlich sicher, dass ihr die Bats schlagt. Ihr Sucher ist gar nicht schlecht."

„Besser als ich?", fragte er und klimperte für Extra-Effekt mit den Wimpern.

„Niemand ist so gut wie du und das weißt du. Ich will ja nur sagen, dass es schwer wird sie zu schlagen mit Oliver vor den Ringen."

„Ich weiß, Wood hat keine Schwachstellen."

„Oh, klar hat er seine Schwachstellen." Alicia lächelte listig.

„Sagt wer?"

„Sag ich, Potter. Ich will nicht eingebildet klingen, aber wenn irgendjemand auf der Welt Olivers Spielweise kennt, dann ich. Er hat Schwachstellen und ich denke, ich bin die perfekte Person um sie auszunutzen."

„Klingt als wenn du hoffst, dass die Bats uns schlagen."

„Ich muss schon zugeben, dass ich der Welt liebend gerne zeigen würde, dass Oliver nicht perfekt ist. Ich weiß sogar die richtigen Spielzüge, um ihn zu knacken."

„Du möchtest nicht zufällig ein paar davon mit mir teilen?", fragte Harry hoffnungsvoll.

„Nö."

„Nicht mal für einen Preis?"

„Nö."

„Das ist nicht besonders sportlich von dir."

„Ich weiß. Oliver kommt übrigens heute Abend auch."

Harry hob bedächtig die Augenbrauen. „Das wird unangenehm werden."

„Solange du dein Ego unter Kontrolle hältst." Alicia grinste frech.

„Schön, dass du auf meine Kosten Witze machen kannst."

„Kann mir nicht helfen. Es ist einfach manchmal zu leicht."

Bevor Harry antworten konnte, klingelte es an der Tür. „Das werden die anderen sein. Könntest du kurz die Tür aufmachen, während ich Jordy ins Gästezimmer bringe?", fragte Alicia.

„Na klar."

Er half ihr mitsamt Kind vom Sofa hoch und ging dann zu Tür. Er strich sein Hemd glatt und versucht zwecklos seine Haare auf den Kopf zu drücken. Es klopfte ungeduldig an der Tür, also riss Harry sie auf.

„Na endlich, Ali – oh, hallo."

Ein und Mann und eine Frau, die Harry nicht kannte, standen vor ihm. Sie erkannten ihn ganz offensichtlich nicht, also mussten sie Muggel sein. Die Frau tauschte einen Blick mit ihrem Begleiter.

„Hi", murmelte Harry.

Sie standen schweigend da, bis Alicia neben Harry auftauchte. „Hi Leute! Kommt rein!"

Das Pärchen trat mit einem schlecht versteckten Grinsen ein. „Muggel?", flüsterte Harry Alicia zu, während sie ihnen ins Wohnzimmer folgten.

„Jep. Also pass auf, was du sagst."

„Kinderleicht", versicherte er ihr. „Ist so, als würde ich wieder bei den Dursleys leben."

„Haben wir euch gestört?", fragte die Frau, von Harry zu seiner abgelegten Kleidung blickend.

Alicia trat hastig einen Schritt von ihm weg und wedelte abwinkend mit ihrer Hand. „Ehrlich mal, ihr beide denkt immer gleich sonstwas."

Alicia sammelte Harrys Sachen auf und verschwand in ihrem Schlafzimmer. Harry starrte angestrengt auf den Boden, während sie weg war. Er fand die Art, wie die Frau ihn beäugte, ein bisschen beunruhigend.

Alicia kam zurück. „Wir müssen ein bisschen leiser reden, weil Jordy nebenan schläft", erklärte sie. „Also, Leute, das hier ist Harry. Harry, das sind Crystal und ihr Mann Michael, sie wohnen nebenan."

Michael nickte ihm einfach zu, doch Crystal schüttelte begeistert seine Hand. „Freut mich sehr Sie kennen zu lernen, Harry."

„Wir können nur eine Stunde bleiben, Licia. Meine Mutter passt für uns auf Lauren auf, aber die werden sich in Nullkommanichts in den Wahnsinn treiben", sagte Michael.

„Kein Problem", lächelte Alicia.

„Hier ist dein Geschenk." Crystal überreichte ihr eine schwarze Schachtel. „Und wir haben Wein mitgebracht. Wollen wir ihn eben in den Kühlschrank stellen?"

Ihre Freundin zerrte Alicia aus dem Zimmer und Harry und Michael blieben in peinlichem Schweigen zurück. Harry versuchte, irgendein Gesprächsthema zu finden, aber sein Wissen über die Muggelwelt war in den letzten Jahren ziemlich eingestaubt.

„Äh… wie steht's mit den Red Devils?", testete er vorsichtig.

„Wie bitte?"

„Äh, Manchester United."

„Oh, ich interessiere mich nicht so für Fußball."

„Ah, alles klar."

Tja. Leider war das so ziemlich alles, was Harry an Muggelthemen zu bieten hatte.


„Und?", wollte Crystal wissen.

„Und was?", stöhnte Alicia, während ihre Freundin sie in der Küche als Geisel festhielt.

„Er ist hinreißend!" Crystal gab ihr einen Klaps auf den Arm. „Wo hast du ihn aufgerissen?"

„Ich hab ihn nirgendwo ‚aufgerissen'. Er ist ein alter Schulfreund."

„Bitte sag mir, dass er ein alter Schulfreund ist, mit dem du Sex hast."

„Nein."

„Bist du irre?" Sie versetzte Alicia noch einen Klaps.

„Au! Würdest du das bitte lassen?! Und ich bin nicht irre."

„Alicia, mein Schatz." Crystal ergriff ihre Schultern und schüttelte sie sanft. „Schätzchen, du musst verstehen, dass ich siebenundzwanzig bin, verheiratet und Mutter einer Dreijährigen. Mein Leben ist so gut wie vorbei. Wie soll ich denn indirekt durch dich leben, wenn du nicht mal eine Chance ergreifst, die dir einen großen, gutaussehenden, heißen Kerl auf einem Silbertablett serviert?"

„Du bist völlig durchgeknallt." Alicia schüttelte nachdrücklich den Kopf.

Es klingelte und Alicia wand sich aus Crystals Griff, um die Tür zu öffnen. Angelina und Katie hüllten sie sofort in eine feste Umarmung.

„Alles Gute zum Geburtstag!"

„Danke, kommt doch rein."

Angelina und Katie traten ein, gefolgt von Fred und George mit Pizza und Butterbier. Beide warfen ihr einen unlesbaren Blick zu. Nach den Zwillingen kamen Oliver und die Jägerinnen der Harpies. Hinter ihnen folgte…

„Lee!"

„Hi Leesh."