Hey ihr Lieben! So, jetzt meldet sich das Binchen auch mal persönlich zu Wort. Vielen Dank, für eure lieben, lieben Reviews. Das ist echt das schönste für einen Autoren. Es tut mir unglaublich leid, dass ihr so lange auf ein neues Kapitel warten musstet, ich hoffe,ihr seid mir nicht allzu böse und ihr habt ein wenig Spaß damit )


Sofort, nachdem Ginny am nächsten Tag aufgewacht war, fiel ihr ein, worüber sie sich am Tag zuvor so viele Gedanken gemacht hatte

Sofort, nachdem Ginny am nächsten Tag aufgewacht war, fiel ihr ein, worüber sie sich am Tag zuvor so viele Gedanken gemacht hatte. Sie beschloss, eine Grundaufrenovierung ihres Erscheinens durchzuführen und das, noch bevor sie sich wieder um entschied, was sehr gut möglich sein konnte.

Leise schlich sie ins Badezimmer. Für jeden Schlafsaal gab es einen, den sich jeweils 5 Mädchen, beziehungsweise 5 Jungen teilen mussten. Sie Fliesen waren noch eiskalt. Kein Wunder, warum sollten die Hauselfen schon so früh am Morgen heizen. Eigentlich war um diese Uhrzeit und keiner auf den Beinen. Heute war Ginny die erste. Alle anderen befanden sich noch tief im Reich der Träume.

Ginny schaute in den Spiegel. Ihr lächelte ein Mädchen mit Stubsnase, haselnussbraunen Augen und feuerrotem Haar entgegen. Sie war nicht auffällig wie sie fand. Prüfend begutachtete sie ihr Spiegelbild. Sie war blass. Zu blass. Typisch Britisch eben. Sie dachte an die Patil Zwillinge, die alle beide eine wunderschöne gebräunte Haut hatten, vollkommen makellos. Die beiden waren Inderinnen, daher konnte man ihren keine Vorwürfe machen, dass sie irgendwelche Mittelchen verwendeten. Relativ schnell ließ Ginny diesen Gedanken wieder fallen. Eine besonders helle Haut, wie sie sie hatte, konnte ebenfalls sehr schön sein. Wenn nur nicht diese Sommersprossen wären! Früher, im Mittelalter, gingen die Frauen niemals ohne Sonnenschirm aus dem Haus, damit sie auch bloß keinen Sonnenstrahl abbekamen. „Dafür ist es jetzt auch zu spät", seufzte Ginny leise.

Sie fuhr sich mit den Händen durch ihren Haarschopf. Sollte sie sich nur die Haare waschen, oder lieber ganz duschen gehen? Eigentlich hatte sie keine Lust, sich erst auszuziehen, dann nass zu machen und anschließend wieder anzuziehen, aber anders gesehen, war es auch kein guter Start für ihre neuen Vorsätze, wenn sie nichts von all dem tat. Ginny lachte. War es nicht albern, dass sie sich gerade ernsthaft darüber Gedanken machte, wie sie anfangen sollte, sich zu pflegen? Wie sich das anhört, dachte Ginny, als ob ich niemals duschen würde. Aber faul sein, war ja nicht verboten.

Lächelnd dachte sie an Hermine, wie sie sich in ihrem vierten Schuljahr verändert hatte und Ron damit gewaltig geschockt hatte. Es war ungewohnt sie mit sanft geglättetem Haar und geschminkt zu sehen, aber es stand ihr. Auf diesem Winterball, den Dumbledore zugunsten den Trimagischen Turniers angesetzt hatte, war sie mit dem ungarischen Quiddichspieler Viktor Krum aufgetaucht und mit ihm zusammen wirklich jedem Mädchen die Show gestohlen.

Genau das war Ginny's Ziel. Sie wollte aussehen, wie Hermine damals. Das nahm sie sich ganz fest vor. Ihr einziges Problem in dieser Angelegenheit war es allerdings, dass weder Make up, noch Puder oder Ähnliches besaß. Einen Augenblick stand ihr die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Dann gab sie sich endlich einen Ruck und fing an, zu grübeln, wie sie ihre „geheimnisvolle" Veränderung beginnen konnte. Warum sollte sie außerdem ihre Zeit mit etwas verschwenden, was sie eh nicht beherrschte, wenn sie doch ebenso einfach ihren Zauberstab benutzen könnte?

Gedacht getan.

Ein paar Minuten später blickte eine vollkommen veränderte Ginny aus dem Spiegel heraus. „Gar nicht so schlecht", stellte Ginny nicht ganz überzeugt fest (sie hatte sich dies eher eingeredet) und betrachtete ihre nun knallpinken Lippen. Bei diesem Anblick fiel ihr gar nicht auf, wie sich der giftgrüne Lidschatten fürchterlich mit dem Lippenstift biss und auch ihre Wangen stachen hervor wie rote Ampeln.

Plötzlich hörte sie hinter sich einen Knall. Sie drehte sich um und dort stand ein kleines Wesen mit fledermausähnlichen Ohren, riesigen Kulleraugen und einem alten, geblümten Kleidchen. Eine Hauselfe! Sobald diese Ginny sah, begann sie, sich hektisch zu verbeugen und sich mit hastigen Worten zu entschuldigen. „Oh entschuldigen Sie bitte, Miss. Ich wusste nicht dass jemand da ist. Entschuldigen Sie vielmals. Normaler Weise befindet sich so früh noch niemand hier. Es tut mir leid. Tinka wollte nur ein wenig das Badezimmer heizen, Miss. Entschuldigen Sie…" Ginny war es unangenehm, als eine Herrin angesehen zu werden. Sie ging vor der kleinen Elfe auf die Knie und zwang sie, sie anzusehen. Tinka schaute Ginny ins Gesicht und hüpfte vor Schreck ein wenig zurück. „Was ist denn?", fragte Ginny, „habe ich etwas im Gesicht?" Es dauerte eine Weile, bis die Hauselfe ihre Worte fand, dann sagte sie. „Miss sieht aus wie ein Regenbogen, aber Tinka lieeeebt Regenbögen." Sie trat einen Schritt zurück und betrachtete sich von oben bis unten. Hinter sich hörte sie erneut einen Knall. Tinka war verschwunden. Ein letztes Mal atmete Ginny ein und aus, dann machte sie sich auf den Weg zum Frühstück.

Mit jedem Schritt in Richtung große Halle schlug ihr Herz fester und fester. So aufgeregt wie jetzt war sie noch nie…gut…vielleicht als sie Harry zum ersten Mal gesehen hatte. Da war sie die kleine dumme Ginny gewesen, die hinter dem Jungen-der-überlebte her war und kein Wort heraus gebracht hat, wenn sie vor ihm stand. Doch nun war es eine andere Nervosität. „Ganz ruhig, Ginny", sagte sie zu sich selbst „Warum so eine Panik, du wirst in die Halle gehen und niemandem wird dein Erscheinen auffallen, wie immer." Aber da lag Ginny ausnahmsweise falsch.

Kaum hatte sie die große Halle betreten, wurde es im Nu mucksmäuschenstill. Alle Augen waren nur auf sie gerichtet. Keine Gespräche, keine sonstigen Geräusche. Nur ihre vorsichtigen Schritte zu ihrem Platz am Gryffindor Tisch waren zu hören. Ginny fühlte sich wie ein Tier im Zoo, welches gierig begafft wurde. Sie hoffte inständig, dass niemand ihre heftigen Atemzüge hören würde. Und ganz plötzlich schallte ein Satz durch den Saal, den man einem grellen Blitz vergleichen konnte. „Mann Weasley, bist du in nen Farbtopf gefallen?" Sofort brachen alle in tosendes Gelächter aus. Ginny wusste nicht, wie ihr geschah. Der Lärm stieg mehr und mehr an, es fühlte sich an, als wolle er ihr das Trommelfell zerreißen. „Nein, sie hat scheinbar versucht sich zu schminken!" „Ach, wo hat sie sich denn ihre Infos geholt? Aus einer Karnevalszeitung?" Ginny wurde so rot, dass man ihre Lippen nicht von ihrem restlichen Gesicht unterscheiden konnte. Sie wagte es nicht, sich umzuschauen und starrte stattdessen auf den Boden. Dann hielt sie es einfach nicht länger aus. Sie rannte, ohne auf den Weg zu achten, irgendwo hin. In der Hoffnung, dort niemanden zu treffen.

Letztendlich fand sie sich am schwarzen See wieder. Sie lehnte sich tief einatmend an einen Baum und sank langsam zu Boden. Sie spürte weder die Kälte um sie herum, noch merkte sie, dass es anfing, zu schneien. Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Sie war schwach, hatte keinerlei Selbstvertrauen, dabei hätte sie doch einfach nur kontern müssen, um diese Slytherins zum Schweigen zu bringen. Aber in diesen Höllenminuten wollte und wollte ihr nichts einfallen. Jetzt an der frischen Luft überflutete sie ein Gedankengang nach dem anderen.

„Ginny?" diese Stimme kannte sie. „Ginny, was ist denn los mit dir?" Langsam hob Ginny den Kopf und schaute in das lächelnde Gesicht von Hermine, die langsam auf sie zu kam und den Arm um ihre Schultern legte. „Ist dir denn gar nicht kalt?" Ginny schüttelte stumm den Kopf. „Für wen hast du dich denn so hübsch gemacht?" Ungläubig schaute Ginny Hermine an. „Wenn du mich demütigen willst, kannst du dich gleich wieder verziehen."

„Nein, das hatte ich eigentlich nicht vor, im Gegenteil. Du hattest aber doch sicherlich einen Grund für deine Veränderung."

„Manchmal muss man eben für Veränderungen bereit stehen."

„Aber warum denn, Ginny? Hast du dir denn nicht mehr gefallen?"

„Ich habe mir noch nie gefallen."

Aufmerksam musterte Hermine die kleine Rothaarige, die einst fröhlich durch die Gänge der Schule getigert war und nun trotzig, wie ein kleines Kind auf dem Boden schmollte.

„Du bist ganz anders geworden. Gar nicht mehr die Ginny Weasley, die ich einmal kannte. Was ist denn passiert? Möchtest du mir nicht erzählen, was du hast, vielleicht kann ich dir helfen?"

Stille. Es war, als müsse Hermine erst einige Gänge durchschalten, bis sie da war, wo sie hin wollte.

„Also gut, ich kann dich nicht zwingen mir irgendetwas zu sagen, noch möchte ich dir etwas unterstellen. Aber wenn du dich nicht auf eine Unterhaltung einlassen willst, werde ich dich wohl besser in Ruhe lassen."

Ginny wusste, dass das eine von Hermines Psycho – Maschen war. Sie wandte sich zum gehen um und wollte damit wie immer bezwecken, dass Ginny etwas nachrief. Und natürlich… „Hermine warte!" Die Freundin blieb erwartungsvoll stehen. „Vielleicht kannst du mir ja doch helfen…"


So, das wärs für heute. Vielleicht findet ihr ja die Zeit, mir ein kleines Feedback dazulassen. Nochmal einen ganz lieben Gruß ans Rock Poetchen, die die ganze Zeit für mich veröffentlicht hat! )