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~Anthony 16 Jahre~


Mir ging dieses Bild nicht aus dem Kopf.

Wie sie dagestanden hatte. Tropfnass, nackt, und... wunderschön! Und dass mir Letzteres so sehr auffiel sprach Bände. Zum Henker nochmal, JA, meine Schwester sah hübsch aus. Das war mir schon seit jeher bewusst. Nur warum es jetzt auf einmal irgendeine Regung bei mir hervorrief...?

Scheiße nochmal! Was ist mit mir los?

Bin ich gestört? Hab ich irgendwelche Pillen geschluckt, von denen ich nichts weiß?

Ich saß in meinem Zimmer und hörte Em' die Treppe hochkommen und an Bellas Tür klopfen.

Ich schüttelte meinen Kopf und versuchte mich abzulenken. Mann, war ich hormongesteuert, wenn ich noch nicht mal vor meiner eigenen Schwester Halt machte.

In letzter Zeit konnte ich nur an das eine denken. Nackte Frauen hier, nackte Frauen da. Sex, Sex, Sex! Seit meinem ersten Ständer, den ich nur mit etwas Eigenhilfe wieder runter bekommen hatte, konnte ich kaum noch meiner Schwester, geschweige denn meinen Eltern, in die Augen sehen. Vor allem, da ich seitdem dauernd mit diesem Ding in der Hose rumlief.

Mir war es peinlich wie oft ich onanierte, und beinahe hätte mich sogar einmal meine Mom dabei erwischt. Da war ich so geschockt gewesen, dass ich es fast zwei Wochen lang sein ließ. Danach waren meine Eier allerdings blau gewesen.

Ich hatte bisher noch nicht mit einem Mädchen geschlafen, doch ich hoffte, ich war kurz davor. Wie ich gehört hatte (und scheinbar Bella auch!) war Vicky in dieser Hinsicht nicht zimperlich. Doch ich war mir nicht sicher, ob es besser war, das erste Mal mit einem Mädchen zu schlafen, das schon Erfahrung hatte, oder ob es nicht besser war, diese Erfahrung gemeinsam mit einem Menschen zu teilen, dem einem etwas bedeutete. Denn was, wenn du dich total dämlich anstellst und sie am Ende darüber lacht und es all ihren Freundinnen erzählt?

Doch ich und alle meine Kumpels bemühten sich trotz dieser Ängste, endlich zur abschließenden Base zu kommen. Wir waren alle nervös und schüchtern deswegen, aber wir wollten es.

Außer Emmett. Ich glaube, er hatte es schon getan. Einmal. Aber auf meine Frage hatte er nur mit einem Achselzucken geantwortet. Deswegen war ich mir nicht sicher. Doch er hatte eine Weile eine Freundin gehabt. Angela. Warum sie auseinander gegangen waren, wusste ich auch nicht.

Jedenfalls brachten mich meine Hormone dazu, mich ständig mit Mädchen zu beschäftigen. Mir tat es ungeheuer leid, dass ich Bella deswegen vernachlässigte, aber wenn meine Hormone mich selbst dazu bringen konnten, meine Schwester auf diese Art anziehend zu finden, musste ich den Abstand zwischen uns verstärken und mich weiter mit anderen Mädchen ablenken.

Und Vicky war richtig heiß. Andere Jungs in meinem Freundeskreis beneideten mich richtiggehen um sie. Das machte mich ein klein wenig stolz.

Ich zog mir meine Sneakers an und schnappte mir die Schlüssel zu meinem heißgeliebten BMW. Ich hatte Mom und Dad bei meinem ersten Auto richtig drängen müssen, mir so ein hochwertiges Fahrzeug zu schenken. Nur weil meine Eltern Geld hatten, hielten sie nicht viel davon, uns übermäßig zu verwöhnen. Doch, wieder mal dank Dad, hab ich mein Traumauto bekommen, sobald ich meinen Führerschein in den Händen hielt. Doch sie warnten mich... eine Fahrlässigkeit oder ein Ticket und mein Auto war weg. Aus Angst davor hielt ich mich penibel daran. Meine Freunde nervte das schon, doch das war mir egal. Ich wusste, meine Eltern hielten Wort. Abgesehen davon, wollte ich nicht, dass sie bereuten, mir vertraut zu haben.

Ich ging in die Diele und zögerte kurz, bevor ich meinen Kopf in Bellas Zimmer steckte und Bescheid sagte, dass ich auf dem Sprung war. Als ich sie ansah, bildete sich wieder dieser Knoten in meinem Magen… oder tiefer… und ich sah zu, dass ich so schnell wie möglich da weg kam.

Ich fuhr zu Vickys Haus und hupte einmal kurz.

Beinahe sofort kam sie heraus. Highheels, knappes Top, bauchfrei, Minirock... was konnte sich ein Typ mehr wünschen?

Sie hopste ins Auto, beugte sich rüber und küsste mich nass auf den Mund. Ich erwiderte den Kuss.

Als sie sich zurückzog, konnte ich ihren tiefen Ausschnitt sehen und meine Hose wurde eng.

"Also? Was machen wir?" Wir waren bisher nur zweimal privat miteinander ausgegangen, obwohl wir täglich in der Schule zusammen waren und seit vier Wochen miteinander gingen. Sie hatte an den letzten beiden Wochenenden keine Zeit gehabt.

Ich zuckte die Schultern. "Was du möchtest."

Sie beugte sich zu mir rüber, drückte ihre Brüste gegen meinen Oberarm und flüsterte mir ins Ohr. "Ich will rummachen."

Ich schluckte. "Oh...Okay. A...also wohin?"

"Fahr irgendwohin, wo wir alleine sind."

"Zu mir können wir nicht. Meine Eltern sind da, und ich glaube nicht, dass sie..."

Vicky verdrehte ihre Augen. "Hast du keine Phantasie?" Sie fuhr mit der Hand über meine Brust. "Wir haben ein geiles Auto und jede Menge einsame freie Hügel."

Ich lächelte. "Cool!"

Ich legte den Gang rein und fuhr los, auf der Suche nach einem geeigneten Platz. Dass Mädchen so etwas unromantisch fanden, war demnach wohl ein Gerücht.

Als ich etwas oberhalb der Stadt einen abgeschiedenen Ort gefunden hatte, wurde ich nervös. Ich hatte keine Ahnung, was ich tun sollte. Sollte ich den Anfang machen? Wie weit durfte ich gehen? Ich hatte ihr schon einmal unter die Bluse fassen dürfen, sollte ich heute weiter gehen? Erwartete sie das von mir? Oder würde ich mir nur eine Ohrfeige einhandeln?

Doch wie sich herausstellte, musste ich mir keine Gedanken darüber machen. Sobald ich den Motor ausgestellt hatte, machte sie es sich auf meinem Schoß bequem. Ich war total überrascht, aber machte nur zu gerne mit.

Sie fackelte nicht lange und zog sich das Top über den Kopf. Sie trug keinen BH. Ich schluckte und bekam auf einmal tierische Angst, dass ich zu schnell fertig werden würde. Was, wenn sie mich anfasste und ich sofort kam? Sie würde mich auslachen.

Dieser peinliche Gedanke schaffte es allerdings, mir etwas von meiner Erregung zu nehmen.

Zögernd hob ich meine Hände und legte sie über ihre vollen Brüste. Ich hob sie an und knetete. Doch ich blieb vorsichtig. Ich hatte keine Ahnung, ab wann das Drücken einer Frau weh tun würde.

Sie hatte wirklich große Brüste und so wunderbar fest, aber aus irgendeinem Grund kamen mir in dem Moment Bellas zarte Kleine in den Sinn.

Verdammt nochmal, das waren Brüste, die noch nicht einmal ausgewachsen waren. Warum spielte mein dummes Hirn so verrückt? Hormongesteuert hin oder her. Das war verdammt nochmal falsch. Sie war meine Schwester, Herrgott! Warum konnte mein Penis nicht mal davor halt machen?

Was mir am meisten zu schaffen machte, war die Tatsache, dass ich ja schon eine nackte schöne Frau vor mir hatte und trotzdem noch an eine andere denken musste. Noch dazu meine Schwester… Das war echt krank!

Und wenn ich es mir mit Gewalt aus meinem Hirn brennen musste, ich würde Bella vergessen. Zur Not auch über jede Menge anderer Mädchen!

Ich küsste mich von Vickys Hals zu ihrer Brustwarze und nahm sie in den Mund, saugte. Das schien ich richtig zu machen. Sie drückte mir als Antwort ihren Busen näher an mein Gesicht, nahm meinen Kopf in die Hände und stöhnte.

Ich brachte meine Zunge ins Spiel, weil ich das wollte. Es kitzelte angenehm, also kreiste ich immer wieder um ihren Nippel. Es erregte mich beinahe schon wieder zu stark und ich schaltete einen Gang runter. Ich hob meinen Kopf und sah zu ihr auf. Doch sie beugte sofort ihr Gesicht runter und schob mir ihre Zunge in den Rachen.

Wir küssten uns eine Zeitlang und ich wurde rasend, als Vicky anfing ihren Unterleib rhythmisch an mir zu reiben. Dann stemmte sie sich plötzlich auf und begann ihre Unterhose unter ihrem Rock hervorzustreifen. Mein Atem beschleunigte sich. Ich hatte Angst, kurz vor einem Herzinfarkt zu stehen.

Sie streifte sie komplett von ihren Beinen und schob sich den Rock hoch. Meine Arme lagen total nutzlos auf ihren Oberschenkeln und Hüften. Jegliches Blut war aus meinem Gehirn gewichen. Man brauchte kein Genie zu sein, um sich vorzustellen, wo es stattdessen hingeflossen war.

Dann langte Vicky nach links zu ihrer kleinen Handtasche, die auf der Beifahrerseite lag und öffnete sie. Heraus holte sie ein Kondom, wie ich schnell erkannte.

Oh mein Gott! Es war tatsächlich so weit. Ein Mädchen wollte mit mir schlafen.

"Hier!" Sie gab mir das Kondom und ich nahm es entgegen. Unbeholfen riss ich es auf und fing an, nachdem Vicky mich aus meiner Hose befreit hatte, es aufzurollen.

"Du musst es hier oben festhalten.", belehrte sie. "Hast du noch nie ein Kondom aufgerollt?"

Ich schüttelte den Kopf und konzentrierte mich zwanghaft darauf, diese Mammutaufgabe zu bewältigen. Und es war eine Mammutaufgabe! Mein Herz klopfte so sehr, es wunderte mich, dass ich nicht schon längst in Schweiß ausgebrochen war. Noch dazu zitterten meine Hände, ich kam mir so blöd vor. Ich wollte das Mädchen vor mir natürlich nicht enttäuschen. Und ich dachte, das hätte ich auch schon, mit meinem bisher eher passiven Verhalten, getan. Doch Vic' nahm mir meine Angst.

Sie kicherte lieb und sagte: "Du bist so süß." Dann küsste sie mich wild und positionierte sich über mich.

Sie ließ sich auf mich sinken und ich stöhnte selbstvergessen auf, als ich in sie eindrang. Das war gut!Unverhoffterweise erschien mir in diesem Moment ungewollt Bellas Gesicht vor meinem inneren Auge. Der Schock, den ich dabei empfand, verhinderte, dass ich auf der Stelle abspritzte.

Während Vicky an mir auf und ab glitt, konzentrierte ich mich mit aller Macht, um zu verhindern, dass ich den Akt vorzeitig beendete und dabei das Bild meiner Schwester im Kopf hatte.

Ich versuchte zwanghaft meine Augen offen zu halten, damit mir die ganze Zeit auch bewusst war, wen ich da vor mir hatte und das auch nicht vergaß.

Doch es half alles nichts. Als ich mit einem Ruck meinen bisher unglaublichsten Orgasmus bekam, sah ich ihr Gesicht vor mir. Bellas!

Und ich konnte nicht sagen, ob es meinen Höhepunkt schmälerte oder sogar noch anheizte. Ich war einfach nur verwirrt…

Vicky ritt kurz weiter auf mir, dann schrie sie übertrieben laut. Ich konnte mir nicht helfen, es klang unaufrichtig und falsch.

Ich schämte mich, da sie offensichtlich nur vorgetäuscht hatte.

Vic' lachte schweratmend und küsste mich auf den Mund. Ich erwiderte. Dann ließ sie sich kurz an meiner Schulter nieder, bevor sie von mir runter stieg. Dabei hielt sie das Kondom fest. Sie überließ es gottseidank mir, es abzuziehen und die anschließende Schweinerei aufzuräumen, die ich verursachte.

Ich wickelte das Kondom in ein Taschentuch, das sie mir reichte und stopfte es in meine Jeanstasche, sobald ich die Hose wieder über meine Hüften gezogen hatte. Dann sah ich zu dem Mädchen an meiner Seite. Sie schminkte sich gerade die Lippen.

Ich konnte das einfach nicht überspielen und so tun, als hätte ich nichts gemerkt. Ich wollte nicht, dass sie denkt, ich wäre unachtsam oder mir wäre ihre Befriedigung egal. "Es tut mir leid. Ich meine, dass du nicht..."

Vicky schwang ihre Haare über die linke Schulter und sah mich kurz an, bis ihr Gesicht Verstehen widerspiegelte. "Häh? Totaler Blödsinn. Hast du das nicht gehört? Ich hatte meinen Spaß! Keine Sorge." Sie holte eine Bürste aus ihrer Tasche, klappte den Spiegel an der Blende runter und kämmte sich gelassen die Haare.

"Bist du wirklich...? Ich meine..."

"Jaaa." Lächelnd schmiss sie ihre Utensilien wieder in ihre Tasche und setzte sich nochmal breitbeinig über mich. Dann fuhr sie mir in die Haare und küsste mich ausgiebig.

Wieder erschien mir Bellas nackter Körper und ich zuckte zurück. Vicky sah mich fragend an, doch ich lächelte nur schüchtern kopfschüttelnd. Sie zuckte mit den Schultern und ging zurück zu ihrem Platz.

Ich griff nach dem Zündschlüssel, doch stoppte bevor ich ihn umdrehte. "Sollen wir noch irgendwohin?"

"Na klar. Heute fängt doch der alljährliche Jahrmarkt an. Meine Freundinnen müssten schon da sein."

"Ach ja." Ich war momentan wohl zu nix zu gebrauchen. Der Jahrmarkt war Thema der Woche gewesen auf der Schule. Aber in meinem Kopf wirbelten nur einzelne Gedankenfetzen durch, ohne sie zu einem logischen Puzzle zusammenschustern zu können.

Ich drehte schließlich den Zündschlüssel um und fuhr vorsichtig zurück.

Vicky holte ihr Handy heraus, wählte die Nummer ihrer Freundin und machte einen Treffpunkt aus.

Ich hörte nicht hin, während ich fuhr. Meine Gedanken wanderten weiter und ich fand wenigstens etwas Gutes an diesem verrückten Abend.

Trotz des ganzen Chaos war ich stolz, diese erste Hürde endlich hinter mir zu haben. Das erste Mal war wirklich kein Vergnügen gewesen, wenn man einmal von dem Höhepunkt absah. Und neben dem unangenehmen Herzklopfen, der Nervosität, der Ahnungslosigkeit und der Angst vor Enttäuschung, war das alles zusätzlich so kalt und unpersönlich gewesen. Im Nachhinein konnte ich nicht mehr sagen, ob ich mir mein erstes Mal so gewünscht hatte.

Doch was ich bei meinem ersten Mal definitiv im Traum nicht wünschenswert gefunden hätte, war das Antlitz meiner Schwester vor mir zu sehen im Augenblick meiner Ejakulation.

Irgendwas lief da gewaltig falsch.

Doch ich würde mich nicht trauen, meine Freunde, die auch Schwestern hatten, zu fragen, ob es ihnen ähnlich ging, in der Hoffnung, dass es nur eine hormonelle Phase war.

Nein! Mein erstes Mal hatte ich mir nicht so vorgestellt. Aber ich hatte es hinter mir. Jetzt konnte es nur besser werden. Hoffentlich!