Police Station

Twelfth Precinct Homicide Squad,

Madison Street, Manhattan

New York

Nach mehreren Stunden Pause trafen sich alle Beteiligen im Verhörzimmer, auch Capt. Roy Montgomery beehrte ihnen einen Besuch. „ Was wollen wir jetzt tun, Beckett?" fragte Kevin nervös. „ Wir werden den Mörder finden. Oder haben Sie jetzt Angst bekommen?"

Ryan schaute verlegen in die Runde und schüttelte seinen Kopf, damit war das auch geklärt. „ Also Esposito und Sie suchen in den Vermisstenkarteien nach unseren Toden. Castle und ich gehen zu Lanie. Bis dann."

In der Autopsie beugte sich Dr. Lanie Parish über ein großes Mikroskop. „ Hallo Lanie, wie weit bist du?"

„ Fertig Beckett." Lanie stand auf und ging zu dem Unbekannten. „ Also, die CSU hat mir bestätigt dass es sich um ein Colt oder Revolver mit dem Kaliber .357 handelt. Die Ballistiker haben keine registrierte Waffe in IBIS gefunden."

„ Und was kannst du interessantes über die Leiche sagen?" fragte Castle. Lanie schlug das Leichentuch bis zum Bauchnabel zurück. „ Wie ihr sehen könnt, war unser Toter sportlich, deshalb bin ich verwundert dass er sich nicht gewehrt hatte." „ Wenn jemand mit einer Waffe vor deinem Gesicht herum wedelt, hättest du dich auch nicht wehren können." unterbrach Castle sie. „ Das ist wahr, doch denke ich das er den Täter kannte." beendete sie ihren Satz und schaute dabei zu Beckett um auf einen zustimmendes Nicken zu warten. Kate tat ihr diesen Gefallen und verabschiedete sich, Castle folgte ihr schnell. Im Büro ging Kate zu ihrem Mordfallbrett und schrieb die Tatwaffe sowie die Verletzungen des Toten auf.

„ Beckett, wir haben einen Vermisstenmeldung!" rief ihr Esposito zu, geschwind drehte sie sich zu ihm und wartete auf Einzelheiten. „ Eine Prudence Cunningham vermisst ihren Ehemann Travis Cunningham." „ Haben Sie eine Beschreibung des Vermissten?" Ein gewinnendes Lächeln machte sich in Javiers Gesicht breit: „ Der Vermisste ist 43 Jahre alt, hat braune, kurze Haare sowie braune Augen. Er ist 1,78 groß und wiegt ca. 80kg."

„ Hört sich an wie unsere Leiche. Haben Sie eine Adresse von Mrs. Cunningham?" Ryan holte seinen Notizblock heraus und las vor: „ Lower Eastside 13th Street 29."

„ Danke Jungs, schaut euch den CSU Bericht an, vielleicht findet ihr noch was Interessantes.", damit waren sie und Castle verschwunden. „ Warum müssen wir immer die Drecksarbeit machen?" fragte Ryan frustriert, bekam aber keine Antwort.

Nach stundenlangen im Stau stehen, hatten Beckett und Castle es endlich geschafft an der Wohnung von Familie Cunningham an zu kommen. Sie mussten bis in die laufen, dort suchte Kate nach der richtigen Tür. Sie fand sie schließlich und klopfte an. Zimperlich wurde diese geöffnet und eine Frau mit roten Haaren blickte aufgewühlt zu ihnen. „ Guten Tag, Miss Cunningham. Ich bin Detective Beckett vom NYPD und wollte Ihnen ein paar Fragen bezüglich ihres Mannes stellen."

„ Endlich, kommen Sie herein." Sie öffnete nun die Tür komplett und begleitete Kate und Castle in ihre Wohnung. „ Setzen Sie sich. Soll ich Ihnen etwas zutrinken bringen?" „ Nein danke." Miss Cunningham setzte sich aufgeregt in ihren Sessel und wartete. „ Miss Cunningham…" „ Nennen Sie mich bitte Prudence." „ähm ok Prudence. Sie haben ihren Mann als vermisst gemeldet. Haben Sie vielleicht ein Bild von ihm?" Wie von der Tarantel gestochen, sprang Prudence auf und suchte in einem Schrank, neben dem Fernseher, nach ihren Bilderalben.

Nach minutenlangen suchen hatte sie endlich ein passables Bild gefunden. „ Das ist mein Mann." Sie überreichte Kate das Bild und setzte sich wieder hin.

Der Mann auf dem Foto hatte die gleiche Frisur wie ihr Opfer und auch so wusste Beckett, dass es sich um ihn handelte. Castle beugte sich zu Kate und versuchte einen kurzen Blick zu erhaschen. „ Das ist er.", flüsterte er leise in ihr Ohr. Beckett nickte zustimmend und gab das Bild an Prudence zurück. „ Prudence es tut mir sehr leid, aber wir haben ihren Mann heute Morgen in einer kleinen Gasse tot aufgefunden. Wissen Sie…." Ein Schluchzen unterbrach sie. Kate blickte zu Prudence, welche mit ihren Tränen kämpfen musste. Richard stand auf und gab ihr ein Taschentuch. „ Ich kann Ihren Verlust nachempfinden, doch muss ich wissen wo ihr Mann gestern Nacht war." Prudence verlor den Kampf und weinte bitterlich in das Taschentuch hinein. „ Er… war… auf Arbeit bis kurz nach Acht und …. Dann wollte er zu einen Kollegen." Ihr wimmern und schluchzen machte es Kate noch schwerer weiter nachzuhaken, doch musste sie ihren Job richtig machen um den Mörder zu fassen. „ Wo arbeitete Ihr Mann?", fragte plötzlich Castle, sehr einfühlsam. Beckett wollte ihn gerade an stupsen, doch da begann Prudence weiter zureden. „ Er arbeitete bei einem Franchise Unternehmen. Global Consulting Group um genau zu sein. Ihr Sitz ist auf der Cortlandt Street 22. Wo wurde er gefunden?"

„ In einer kleinen Gasse nahe der Elizabeth Street." Prudence Augen wanderten aufgeregt durch das Zimmer: „ In Little Italy?" Kate sah die Verwirrung in ihrem Gesicht. „ Ja. Sie wissen nicht wo der Kollege wohnt, oder?"

Prudence schwieg und überlegte, deshalb stand Castle auf und schaute sich in dem kleinen Wohnzimmer um. Die Wände waren mit Bildern gespickt, alle zeigten nur zwei glücklich aussehende Menschen.

Doch ein Foto passte nicht dazu, auf diesem sah man einen Mann mit blonden, kurzen Haaren. Prudence stand neben ihm und beide lachten vergnügt in die Kamera. Irgendetwas störte Castle an diesem Bild, es war nicht die Umgebung, oder die Personen, sondern vielmehr die Art wie Beide sich Freuden. Wie ein frisch verliebtes Paar stellte er fest, doch er konnte Prudence nicht einfach danach fragen. Richard drehte sich kurz unauffällig zu den Frauen, als er bemerkte das niemand ihn beachtete, holte er schnell sein Handy heraus und schoss ein Bild von dem Foto. Um Prudence nicht zu verunsichern, lief er wieder zur Couch und setzte sich neben Beckett, welche ihn keines Blickes würdigte.

„ Bitte finden Sie dieses Schwein!" flehte sie regelrecht. Kate nickte mitfühlend und beschloss dass sie erst einmal genug erfahren hatte. Mit den Informationen konnten sie endlich nach anderen Verdächtigen suchen und hoffentlich schnell den Täter finden. Kate stand langsam auf und nahm Prudence Hand. „ Mein Beileid für Ihren Verlust. Wir werden den Täter finden, doch Sie müssten noch in die Gerichtsmedizin um Ihren Mann zu identifizieren." „ Ich verstehe, kann ich das morgen machen?"

„ Selbstverständlich, auf Wiedersehen.", damit gingen sie und ließen eine trauerende Witwe allein.

„ Was haben Sie gefunden, Castle?" fragte Beckett im Auto. Richard schaute überrascht zu ihr, also hatte sie ihn doch beachtet. „ Ich habe mir die Bilder angeschaut und eins mit einen anderen Mann entdeckt. Ich wollte Prudence fragen wer er ist, doch wäre es jetzt nicht passend gewesen."

„ Haben Sie sich sein Gesicht gemerkt, oder etwas markantes an ihm?" Seine Mundwinkel zuckten leicht als er ihr stolz sagte: „ Ich hab was besseres.", dabei zog er sein Handy aus der Innentasche und hielt es ihr triumphierend unter die Nase. „ Ich hab ein Bild gemacht."

„ Nicht schlecht Castle, für einen Krimiautor." neckte sie ihn, doch Richard lächelte sie weiter an. Um nicht einen Unfall zubauen musste sie sich von seinem zauberhaften Lächeln wegdrehen.

Schweigend fuhren sie weiter. Castle und auch Beckett spürten die Anspannung zwischen ihnen, doch keiner wollte den ersten Schritt wagen.

Das erste Mal in seinen Leben suchte Castle nach den richtigen Worten, sonst sprudelten sie doch auch einfach hinaus, aber bei dieser Frau war alles anders. Genau das war auch der Grund warum er sie als ‚ außergewöhnlich' bezeichnete. Er hatte die Fahrt über aus dem Fenster geschaut, doch heimlich beobachtete er sie darin. Seine verdammten Gefühle spielten verrückt, vielleicht wäre es doch besser gewesen in den Hamptons zu bleiben. Nein dort schaffte er es auch nicht sie zu vergessen. Sein gesamtes Manuskript glich einer Liebeserklärung und nicht einem Roman. Deshalb war er wieder gekommen, aber was hatte er gehofft, dass sie sich ihm um den Hals wirft – insgeheim schon. Und jetzt wusste er noch nicht einmal ob sie noch mit diesem Schleimer Demming zusammen war. Ein bisschen war er verwundert darüber, dass er noch nicht angerufen oder vorbei gekommen war. Sollte er sie einfach darauf ansprechen, oder warten bis sie selbst den Mut hatte ihm die Wahrheit zusagen. Die letzte Option war eher unwahrscheinlich, deshalb nahm er all seinen Mut zusammen und fragte sie. Die Gelegenheit war günstig, denn sie standen wieder im Stau.

„ Beckett?" fing er vorsichtig tastend an. Sie schaute in seine blauen Augen und runzelte nur ihre Stirn. „ Bist du und Demming…. Ich meine seid ihr zusammen?" Er spürte als die Worte seinen Mund verließen, dass er verlegen wurde und versuchte denn Augenkontakt zu lösen, doch ihre großen, offenen, grünen Augen ließen ihm keine Chance.

Kate starrte Richard regelrecht an als er ihr diese Frage stellte. Ihr Mund öffnete sich langsam, doch als sie sprechen wollte hupte es hinter ihnen. Erschrocken schaute sie wieder auf die Straße und fuhr weiter. Castle sah, dass sie das Lenkrad umklammerte und nervös auf ihrer Lippe kaute. „ Nein, sind wir nicht mehr."

Ein kleiner Funken Hoffnung keimte in Castles Herz, doch war nun auch seine Neugier geweckt. Warum haben sie sich getrennt? Sollte er wirklich so weit gehen und sie fragen, doch seine innere Stimme befahl es ihm im wahrsten Sinne. „ Warum?", mehr wollten seine Lippen nicht durchlassen. „ Castle! Fokus, der Fall ist im Moment wichtiger als mein Privatleben.", damit war die Unterhaltung beendet und sie schwiegen sich wieder an.

Global Consulting Group,

Cortland Street 22,

Manhattan, New York

Das gesuchte Franchise Unternehmen lag im 23. Stock des Hauses. Als Castle und Beckett vor der Tür standen, klopfte Kate an. Eine junge, blonde Frau öffnete und fragte freundlich: „ Guten Tag, was kann ich für Sie tun?" „ Ich bin Detective Kate Beckett vom NYPD und das ist Richard Castle.", dabei zeigte sie kurz zu Castle. „ Wir haben ein paar Fragen über einen Mitarbeiter von Ihnen." Angst lag in den Augen der jungen Frau. „ Folgen Sie mir bitte." Sie liefen einen langen, kahlen Gange entlang und blieben schließlich vor einer großen Tür stehen. Gage Downey stand an einen goldenen Schild an der Tür. Die junge Frau klopfte zurückhalten an, nach ein paar Sekunden öffnete sie diese und trat ein. „ Mr. Downey, zwei Detectives wollen mit Ihnen reden." Das Zimmer wurde durch einen riesigen Konferenztisch zu gestellt und war vollgepfropft mit vielen Regalen, Stühlen, Aktenschränken und herum liegenden Zetteln.

Das gesamte Zimmer glich einem Gefängnis, ein kleines Fenster an der gegenüberliegenden Wand ließ ein kleinwenig Licht hinein. Davor stand ein Chefsessel, indem ein Mann mit schwarzen, grauen, kurzen Haaren und einen gepflegten Bart saß. Er schaute gelangweilt zu seiner Assistentin und nickte ihr zu, dass sie das Zimmer verlassen sollte. Gage Downey stand auf und reichte Beckett und Castle seine Hand. „ Wie kann ich Ihnen helfen, Detectives?" „ Ich bin Detective und Mr. Castle ist ein … Berater." Mit ausdrucksloser Miene nickte Gage wieder. „ Wir haben eine schlechte Mitteilung. Ihr Mitarbeiter Travis Cunningham wurde heute Morgen tot aufgefunden." Gages perfekte Maske fing an zu bröckeln, er sackte regelrecht in seinen Stuhl zusammen. „ Wie…wann. Haben Sie den Mörder schon gefunden?" „ Nein, deshalb wollen wir von Ihnen wissen, wie lange Travis gestern gearbeitet hat."

„ Na ja wir sind zusammen gegen 9 Uhr gegangen, sonst teilenden wir uns immer ein Taxi, aber gestern wollte er noch irgendwohin." Castle schaute sich in dem unaufgeräumten Zimmer um und entdeckte ein Foto mit dem Toten und Gage Downey, wie sie mit Anglermontur dastanden. „ Sie und Mr. Cunningham waren mehr als Kollegen, oder?" fragte Castle. „ Ja wir waren Freunde seit unserer Schulzeit." „ Und er hatte Ihnen nicht gesagt wo er noch hingehen wollte?" stocherte Castle weiter und fing einen kurzen Blick von Beckett auf, welcher ihm sagte dass sie die Fragen stellte. „ Nein, wenn ich mir das recht überlege war das komisch, sonst erzählte er mir immer alles. Aber vielleicht hatte es etwas mit seinen Schulden zu tun." „ Er hatte Schulden?" fragte jetzt Kate. „ Na ja ich weiß es nicht direkt, aber seit geraumer Zeit warf er nur so mit Geld um sich und ich denke er hat es sich von Jemanden geliehen."

„ Und konnte es nicht zurück zahlen." spekulierte Kate flüsternd zu Castle, dieser nickte und ergriff gleich wieder seine Gelegenheit zu sprechen. „ Hat er angedeutet, wo das Geld her kam?" Gage schüttelte nur mit dem Kopf und nuschelte unverständliche Worte. „ Wir werden jetzt gehen, wenn wir weitere Fragen haben melden wir uns. Natürlich können auch Sie mich kontaktieren, wenn Ihnen noch etwas einfällt." Beckett überreichte ihm ihre Visitenkarte. Castle war schon aufgestanden und hielt ihr die Tür auf, beide verließen das Gebäude und machten sich auf den Weg zum Revier.

Dort angekommen rannte die Kollegen aufgeregt herum und schauten nervös zu Beckett und Castle. Esposito und Ryan waren bei Capt. Montgomery und unterhielten sich wild gestikulierend. „ Was zur Hölle…", fluchte Kate und ging zielstrebig zum Büro des Captains. Sie klopfte nicht erst an, sondern betrat es schnell. „ Beckett, ist Ihnen etwas passier?" Beckett schaute verwirrt in die Runde und sah Furcht in den Gesichtern ihrer Kollegen und Freunde. „ Nein, was sollte mir den passieren?"

„ Wir haben einen weiteren Brief bekommen. Darin waren Bilder von Ihnen und Castle. Der Mörder schrieb: Ich habe Sie gewarnt Detective Beckett, nun kann das Spiel beginnen. Wir haben den Brief ins Labor geschickt, aber es wurden keine Fingerabdrücke gefunden. Die Handschrift des Täters schließt auf einen Rechtshänder, aber die Analytiker denken dass die Schrift manipuliert wurde. Damit wissen wir also nichts Neues." sagte Esposito wütend. „ Und was jetzt, Sir? Sollen wir den Fall abbrechen? Wegen ein paar Drohungen?" fragte Kate gereizt, dieser Fall nervte sie jetzt schon. „ Wir denken, dass er es nur auf Sie und Castle abgesehen hat. Darum sollten Ryan und Esposito den Außendienst übernehmen. Und…" „ Was und?" fragte jetzt Castle nervös. „ Sie sollten unter Polizeischutz stehen. Wir wissen nicht wie er es anstellen würde, deshalb wäre es ratsam, das Sie beide untertauchen und verdeckt operieren." beendete Montgomery seinen Satz. Kate schaute verblüfft zu ihm und schüttelte nur ihren Kopf, nicht sicher ob sie ihn richtig verstanden hatte.

„ Und wo sollen wir hin, Captain?"

„ Da ist das Problem wir haben, wie Sie sicherlich wissen nicht genügend Personal, deswegen wäre es besser, wenn Sie sich nicht trennen würden." „ Und wo sollen wir hin?" fragte Kate noch einmal. „ Wir dachten uns Castles Apartment wäre kein schlechtes Versteck. Sicherlich weiß er wo Castle wohnt, doch können wir so Männer vor der Tür postieren und Sie besser beschützen." Kate verstand warum gerade sein Apartment, es lag in Soho und niemand würde in dieser Gegend zu viel Aufmerksamkeit provozieren wollen. „ Ok, ich bin einverstanden." Alle schauten sie überrascht an. Capt. Montgomery hatte mit einer Rebellion gerechnet und auch Castle kam es vor wie ein Traum, in dem Beckett ihren Kopf nicht durchzusetzen versuchte.

„ Ich geh den besten Freund von unserem Opfer checken.", damit verschwand sie schnell und ließ die Männer allein.

Kate tippte den Namen des Geschäftsführers in die Lokale Datenbank ein und hoffte irgendwelche kriminellen Handlungen seinerseits zu finden. Leise setzte Castle sich neben sie und beobachtete den Monitor, immer noch wurde die Datenbank durchsucht. Richard drehte sich zu Kate um und stockte kurz. Ihre Augen durchbohrten ihn. „ Was?" fragte er. „ Warum sind Sie hier Rick?" Er schaute sie verblüfft an. Damals als sie sich das erste Mal begegneten nannte sie ihn so und danach wurde er immer nur als Castle bezeichnet. Sein Zögern verwirrte Kate ein wendig. Castle streckte seine Arme aus und zeigte durch den Raum:„Ich habe das hier vermisst.", dabei zeigte er sein schönstes Lächeln. „ Die Polizeiarbeit?" fragte sie skeptisch und zog ihre linke Augenbraue nach oben. „ Na ja das auch, aber mehr die Menschen hier und….. Sie." Kate saß mit offenen Mund vor ihm und wartete darauf das er sein schäbiges Lächeln zu tage führte, doch nichts geschah. „ Mich? Warum?"

„ Na ja eigentlich mehr unsere Streitigkeiten." Und da war es – das schäbige Lächeln. Kate wollte gerade darauf antworten, als ein Piepen ihre Aufmerksamkeit auf sich lenkte.

Der beste Freund von Travis Cunningham war vorbestraft, wegen Drogenbesitzes. Beckett und Castle schauten verblüfft auf den Monitor. „ Das hätte ich von ihm nicht erwartet, Sie etwa?" fragte Castle. „ Nein, warten Sie hier ich gehe es Esposito sagen." Sie stand auf und lief an ihm vorbei, während sie die kurze Strecke bis zu Ryan- und Espositos Tisch zurücklegte, machte sie ihren unnachahmlichen Hüftschwung. „ Genau das habe ich vermisst." sagte Castle leise zu sich selbst.

„ Hey Esposito, unser guter Gage Downey ist Vorbestraft wegen Drogenbesitz. Statten Sie ihm einen Besuch ab und fragen ihn danach. Ich glaube, dass auch unser Opfer Drogen besaß, vielleicht hat er auch gedealt. Fühlen Sie ihm einfach auf den Zahn, verstanden?"

Esposito holte seine Waffe aus der Schublade und zog den Schlitten zurück damit eine Kugel in den Lauf gelangte, dabei sicherte er sie noch. Ryan zog sich seine Jacke über und nickte Kate zu. Im Eilschritt verließen sie das Büro.

Kate ging wieder zu Richard, welcher sie neugierig anschaute. „ Und was machen wir jetzt?"

„ Wir, Castle gehen jetzt spazieren." Castle schaute sie belustigt an. „ Aber Detective Beckett, wenn Sie ein Date wollen, dann fragen Sie einfach.", neckte er sie. Beckett verdrehte ihre Augen und ging, Castle folgte ihr wie immer.