Diese Kapitel war die Hölle, Lucifer hatte nämlich keine Lust. da ich in den nächsten tagen wohl mit lernen beschäftigt sein werde, lade ich es jetzt schon hoch.
Kapitel 4
Lucifer hatte viel zu tun, sogar sehr viel. Er war entsetzt gewesen wie sein kleiner Schatz lebte, dieses Kabuff kam nicht einmal Ansatzweise an das was er für Harry angemessen hielt. Deswegen würde er erstmal für ein ordentliches Zimmer in der Hölle sorgen.
Wo? Natürlich direkt neben seinen Räumen, mit Verbindungstür.
Er war gerade angekommen, sprach Baal ihn an: "Hallo, ich habe gehört ein Parselmund hat dich gerufen?"
"Ich wußte gar nicht, dass du jetzt zu einer Tratschtante mutiert bist." Dämonen konnten ihre Klappen einfach nicht halten. Baal sah aber nicht wirklich wie eine aus. Ein durchtrainiertes großgewachsener Körper, die Frisur eines NAVY Seal's, war er immer mit einem Schwert und einer Glog bewaffnet definitiv keine Tratschtante.
"Es war kaum zu überhören, und du läufst seitdem mit einem fetten Grinsen durch die Gegend, ein so gutes Angebot?"
Lucifers Gesicht verklärte sich etwas. "Oh, ja. Er ist diesen Zimmern wirklich würdig." Für Baal sagte das schon alles, wer sich mit dem vorherigen Besitzer der Zimmer verglichen werden konnte war definitiv eine tolle Person.
"Wir werden in den nächsten Monaten viel in der Menschenwelt sein. Er braucht Hilfe und Schutz."
"Natürlich, du weißt du kannst dich auf mich verlassen." Für Lucifer war das so selbstverständlich, dass er nicht einmal darauf antwortete. Auf Baal konnte er sich immer verlassen, er hielt ihn im richtigen Augenblick zurück, unterstützte seine Etscheidungen, rückte seinen Kopf zurecht, wenn er mal wieder einen seiner Größenwahnnsinnstage hatte und führte seine Aufträge Gewissenhaft aus, und reagierte immer schnell auf unvorhersehbare Ereignisse.
Und er war nebenbei der Vizekommandant der Streitkräfte.
"So, dann wollen wir mal sehen wie es hier drin so aussieht und was ich noch so verändern muss."
Lucifer trat ein und Baal ging um die Truppen zu trainieren und umnach möglichen Bodyguards für den kleinen Parselmund Ausschau zu halten.
Währenddessen drei Tage später bei Harry:
Was will er bloß von mir, hätte ich es doch einschränken sollen? Harry war am verzweifeln, er hatte keine Ahnung was Lucifer von ihm wollte, und der Kuss und das "Schätzchen" hatten ihn zutiefst irritiert.
Vielleicht ist es ganz normal für Dämonen sich so zu verabschieden, in der Schule lernen wir ja kaum etwas über sie. Nur das wir uns von ihnen Fernhalten sollen. Das hätte ich vielleicht auch lieber machen sollen.
Er seufzte, was eine Tante auf den Plan rief.
"Was seufzt du hier herum, du hättest schon längst mit Kartoffelschälen fertig sein können. Streng dich gefälligst etwas mehr an, Vernon kommt gleich nach einem langen und harten Arbeitstag nach Hause und erwartet sein Essen."
Harry kannte diese Predigt schon in- und auswendig.
Er entschied sich aber dafür etwas schneller zu werden, Vernon war nach "langen und harten Arbeitstagen" immer etwas gereizt. Dann hatte er noch weniger Kontrolle über seine großen Hände.
Das Essen wurde Pünktlich fertig. Er hoffte jetzt einfach noch schnell und sicher in sein Zimmer zu kommen, meistens gelang es ihm. Er durfte natürlich abräumen während sich Petunia und Vernon vor den Fernseher setzten. Das Teil lief Non-Stop mit einer sollchen Lautstärke, dass Harry auch noch in der Küche alles super verstand, wohl nur um die Nachbarn mit dem neuen Gerät zu beeindrucken.
Dudley kam die Treppen runter, was man an der deutlichen Geräuschbildung der armen Stufen, die sogar lauter war als der Fernseher, erkennen konnte. "Mom, Dad, ich geh noch zu Pierce er hat ein neues Computerspiel." "Natürlich Schatz ruf aber an wenn es später wird." Dudley antwortete nicht einmal sondern ging direkt raus. Wetten der ruft nicht an und ist bis morgen früh weg?
"Ich bin jetzt fertig Tante Petunia. Kann ich nach oben gehen?"
"Ja, ich seh mir alles noch an, wenn ich nicht zufrieden bin darfst du alles noch mal machen."
"Ja, Tante Petunia." Harry war genervt.
"Nicht in diesem Ton."
"Ja, Onkel Vernon."
Harry war gerade in seinem Zimmer, als es eine Stichflamme gab und Lucifer vor ihm stand. Er hätte vor Schreck wohl geschrieen, wenn dieser ihn nicht sofort geküsst hätte.
"Es ist so schön dich wiederzusehen, ich habe dich vermisst. Mein Anwalt meint dein Wunsch kann erfüllt werden, da wir den Vertrag mit Voldemort lösen können. Was sind deine Lieblingsfarben?"
"Hä?"
"Das heißt "Wie Bitte". Ich war wohl etwas zu schnell." Harry nickte nur.
"Also dein Wunsch kann erfüllt werden, wir mussten dazu nur den Vertrag mit dem Voldemort lösen."
"Ein Vertrag mit Voldemort, worüber?"
"Er wollte den Krieg gewinnen, wir sollte ihm in der Entscheidungsschlacht beistehen, bis der Orden des Phönix kapituliert."
"Und uns dabei alle töten." Harry war geschockt, er ist dem heranrasenden Lastwagen mit einem Hechtsprung um Haaresbreite entgangen.
"Nicht in Ohnmacht fallen mein kleiner, wir töten schon seit ein Paar Jahrhunderten keine Menschen wegen eines Vertrages." Lucifer machte sich wirklich sorgen, Harry war eindeutig blass geworden.
"Oh, beruhigend. Wie ging das denn? Voldemort hätte mit Sicherheit einem leicht zu lösenden vertrag nicht einfach so zugestimmt."
"Da hast du Recht. Aber in jedem Vertrag gilt, dass bei gegengesetzt wirkenden Wünschen, immer der zuerst geschlossene gilt. Du hast dir aber nicht wie zuerst von mir vermutet den Sieg vom Orden des Phönix gewünscht. Sondern Frieden, dann gilt welcher der beiden Verträge mir mehr einbringt. Und das entscheide ich allein." Es war schon toll der Herrscher zu sein. Größenwahnsinn lässt grüßen.
"Da, hatte ich aber Glück. Stimmt er kann ja auch Parsel und dich rufen."
"Wirklich? Er hat nämlich die normale Beschwörungsformel benutzt, ich hatte aber gerade einen Guten Tag und bin gekommen." Da kommen ja noch richtig interessante Sachen zu Tage.
"Macht das einen Unterschied?" Harry spannte sich an, wenn es jetzt wegen so einer bekloppten Sache nicht gehen würde, wäre alles umsonst gewesen.
"Nein. Ich muss nur dem Ruf eines Parselmunds folgen und mir zumindest den Wunsch anhören, mehr nicht. Wo hast du die Formel denn her."
Harry gring zum losen Dielenbrett und holte ein Buch heraus.
"Hieraus, ich kenn den Autor aber nicht. Ich habe es in der Bibliothek meines Paten Sirius Black gefunden. Es stehen noch ein paar nützlich Tipps zum Tränkebrauen und zu Zaubersprüchen drin."
Aber Lucifer kannte den Autor, er strich zärtlich über den Buchrücken. Er dachte das es verloren gegangen ist.
"Ähem, ist irgendwas?"
"Aber, nein. Ich war nur gerade vom Buch gefesselt. es scheint wirklich interessant zu sein. Hier hast du es zurück."
"Nimm es doch ruhig."
"Nein, lieber nicht." Er war jetzt gerade erst über den Autor hinweggekommen, da brauchte er definitiv keine Erinnerung.
"Aber zurück zum Grund meines Besuches. Du hast gesagt ich kann alles von dir bekommen. Ich will dich."
"Mich? Wozu?" Harry fiel nichts ein wobei der Teufel ihn gebrauchen konnte.
"Ich mag dich."
"Aber..."
"Kein aber, ich will dich. Sonst können wir den Vertrag vergessen." Das brachte Harry wieder zurück.
"Was soll ich denn machen? Ich kann doch nichts besonderes."
"Du bist etwas besonderes. Ich habe auch schon mit der Planung deines Zimmers begonnen. Was mich zu der Frage nach deiner Lieblingsfarbe bringt."
"Ich habe eigentlich keine." Lucifer hat ihn erfolgreich ablenken können. Er war aber erstaunt so etwas zu hören.
"Als Griffindor sollte ich eigentlich rot und gold sagen. Aber ich mag auch blau und grün gerne."
"Ich hoffe du magst dieses Armband trotzdem." Er holte aus seiner Manteltasche einen schlichten Goldreif hervor, der aber mit weniger schlichten Zaubern belegt war.
"Ich finde es ist hübsch. Sind irgendwelche Zauber drauf?"
"Ja klar. Es sagt mir ob es dir gut geht, Schmerzen, Krankheiten. Ich trage das passende Gegenstück." Er zeigte seinen linken Arm.
"Sonst noch was?"
"Du gibst da wohl nicht auf. Na gut ich kann dich finden jederzeit und überall."
"Hmpf, Okay. Ich werde es tragen." Er nahm den Armreif und wog ihn in der Hand.
"Im Übrigen können nur Dämonen und wir beide den Sehen, ach und mein Anwalt."
"Wer ist das eigentlich." Harry würde schon gern wissen wer der Mann ist dem er ja immerhin einiges anvertraut.
"Keine Sorge. Er ist absolut diskret, es liegen einige Zauber auf ihm, er wird nichts falsches sagen." Er hatte die Zauber vorsichtshalber alle nochmal überprüft. Lucius ist ihm wirklich sehr loyal, aber gegen Veritaserum ist er dann doch nicht Immun.
"Also Lieblingsfarbe-Check; Armreif-Check; Gegenleistung-Check; Vertrag-Wird in vier Tagen frisch vorliegen, du musst ihn dir nur nochmal durchlesen und unterschreiben. So das war's." Er wandte sich Harry zu der der Auflistung gelauscht hatte und sich dabei fragte, wie so ein durchgeknallter Typ die Hölle regieren konnte. "Ich muss dir jetzt nur noch einen "Gute-Nackt-Kuss" geben."
Harry wappnete sich und versuchte sich möglichst zu entspannen, was auch funktionierte bis er die Zunge des Teufel's an seinen Lippen fühlte. Er spannte sich an und öffnete sie etwas, dies wurde von seinem Gegenüber ausgenutzt um mit der Zunge nun Harry' Mundhöhle zu erforschen. Der junge Mann konnte sich dagegen kaum wehren, so hatte ihn noch niemand geküsst. Und es gefiel ihm ausnehmend gut, er fühlte einfach nur noch. Als der Kuss endete blieb er leicht betäubt zurück und konnte Lucifer nur mit einem leicht geschockten aber sonst leicht angetörnten Blick ansehen.
Das erregte den Dämon ungemein und bevor er Harry hier und jetzt einfach flachlegte, entschied er sich für einen taktischen Rückzug und verschwand in einer Stichflamme.
Harry blieb betäubt zurück, er konnte sich nicht rühren, erst das Rufen seiner Tante löste ihn aus seiner Erstarrung. Er legte das Armband auf seinen Nachttisch und ging nach unten. Sie hatte noch ein paar Krümel auf den Arbeitsplatten entdeckt, bei denen er sich eigentlich ganz sicher war sie gründlich abgeputzt zu haben. Diese Erwiderung traf den Nerv seines Onkels, der sofort hochging, mit seinen üblichen Beschimpfungen loslegte: "Nutzloser, fauler Bengel. Du kannst zumindest deiner Tante danken indem du ihr hilfst."
"Für was danken?" Knall, schon saß die erste Ohrfeige, der folgte gleich die zweite und er wurde am Arm unsanft die Treppe hochgezogen und in seinem Zimmer gegen das Bett geworfen, bei dieser Aktion stieß er mit seinem Kopf unsanft gegen das Bett. Vor Harry's Augen verschwamm kurzzeitig alles. Hedwig kreischte und flatterte aufgeregt mit den Flügeln.
"Du bleibst erst mal in diesem Raum, und keine komischen Tricks." Vernon schloss die Tür laut hinter sich.
Harry krabbelte leicht beduselt auf sein Bett, und schlief sofort ein.
Der Armreif lag auf seinem Nachttisch.
In der Hölle:
"Merkwürdig."
"Was ist merkwürdig eure Exzellenz?"
"Nichts, schon gut." Lucifer beruhigte den ihm gegenüber sitzenden Dämon, der ihm gerade die neuesten Bericht über die Dämonenkriege gebracht hatte. Dieser sah ihn nochmal komisch an, enthielt sich aber jeglichem Kommentar.
Wieso trägt er den Reif nicht? Wahrscheinlich hat er es zum Schlafen abgenommen, er sollte es eigentlich immer tragen; upps vergessen zu sagen.
Mogeta sei mit euch.
