Sorry für die Verspätung. Leider hatte mich mein Leben wieder einmal eingeholt gehabt.
„BlaBla" = das normal Gesprochene
DenkDenk = ist das Gedachte
So, jetzt aber endlich zum letzten Teil der Story!
VIEL SPAß!!!!!!!!!!!
Das Ende
Als Ryoma am nächsten Morgen aufwachte, wollte er gar nicht die Augen öffnen. Wärme umfing ihn und eine Hand streichelte langsam durch seine Haare. Anstatt endlich die Augen aufzumachen und zu sehen, wer ihn da streichelte, kuschelte er sich lieber weiter an die Wärmequelle und genoss die Streicheleinheiten. Jedoch wurde seine Ruhe unterbrochen, als die Wärmequelle vor ihm leise kicherte.
„Es wird langsam Zeit aufzustehen, Ryo." Ein Grummeln war die einzige Antwort. Warum aufstehen, wenn es grad so schön war? Also schmiegte er sich lieber noch mehr an seine Wärmequelle, die jetzt als Kissen herhalten musste. Als jedoch sein Kissen anfing mit leisem Lachen zu vibrieren, öffnete Ryoma doch ein Auge, um es mit einem bösen Blick zu bestrafen.
Leicht piekste er in die Seite seines Kissens, um es endlich zum Stillstand zu bewegen. Sehr zu Ryomas Leidwesen war jedoch das genaue Gegenteil der Fall. Es war plötzlich zur Seite ausgewichen, sodass er sich wieder auf der Matratze wieder fand. Und so soll einer Schlafen können!, dachte er sich entrüstet.
Schließlich gab es Ryoma doch auf und setzte sich aufrecht hin. Erst einmal streckte er sich ausgiebig, wobei es angenehm knackte. Dabei achtete er darauf, sein Knie möglichst nicht zu bewegen. Er wusste gar nicht wie süß er dabei in seinem übergroßen Shirt aussah, das ihm von der einen Schulter rutschte. Noch immer verschlafen schaute er sich in dem riesigen Zimmer um. Als er aber nichts von der Inneneinrichtung erkannte legte er den Kopf leicht schief. Hatte er umdekoriert? Nein, davon wüsste er ja wohl. Außerdem fehlten seine Tennisposter!
Erst dann fiel sein Blick auf die anderen Personen, die sich mit ihm in dem riesigen Bett befanden. Zu seiner rechten waren es Fuji und Tezuka, wobei auch endlich die Quelle des anhaltenden Kicherns gefunden war. Denn Fuji lachte noch immer leise in sich hinein. Aber Ryoma war das komische Verhalten des Tensais gewohnt. Tezuka saß dagegen gegen das Kopfende des Bettes gelehnt und las eines seiner Bücher. Nur kurz schaute er auf und schenkte dem verschlafenen Ryoma ein leises Lächeln, bevor er sich wieder seinem Buch widmete.
Auf seiner linken Seite fand er Atobe und Sanada vor. Wobei sich auch endlich das Geheimnis um sein komisches Kissen ergab. Denn Atobe rieb sich noch immer die Seite und schaute strafend auf Ryoma. Sanada schien dagegen bemüht nicht zu grinsen und versuchte leise Atobe wieder zu beruhigen.
„Du eignest dich nicht als Kissen, Monkey-King.", gähnte Ryoma schließlich, bevor er sich wieder hinlegte und in die Decke kuschelte. Für seinen Geschmack war es noch viel zu früh aufzustehen, geschweige denn denken zu müssen. So kam es ihm auch gar nicht erst in den Sinn nachzufragen, warum er mit vier anderen Tennisspielern zusammen in einem Bett lag.
Tezuka und Fuji waren dieses Verhalten schon von den Trainingsstunden am Morgen gewöhnt. Außerdem wussten sie, dass einen Schlaftabletten immer etwas träge machten. Sanada und Atobe schauten jedoch nur ungläubig auf den Jüngeren. Vor allem Atobe brauchte etwas um seine Stimme wider zu finden. Zum Glück war Fuji schneller als er, denn sonst wäre es mit der friedlichen Stimmung wohl vorbei gewesen:
„Na, Dornröschen? Glaubst du nicht, dass du dich langsam mal aus der Decke kämpfen solltest?"
„Aber Fuji-sempai.", kam die grummelnde Antwort von irgendwo unter der Decke. „Du liegst doch auch noch im Bett."
„Saa. Das stimmt natürlich, Ryo-chan."
„Urgs. Nenn mich nicht Ryo-chan, Fuji-sempai. Ich bin doch wirklich kein Mädchen."
„Das wissen Ore-sama und die anderen. Aber es passt nun mal zu dir.", beschloss Atobe. Was soll man sagen? Rache ist süß.
„Ich bring Marcus um."
Die anderen vier mussten lachen, als sie die beleidigte Stimme Ryomas hörten. Dieser wusste allerdings, dass es nicht möglich war Atobe, geschweige denn Fuji von etwas abzubringen. Zumindest vorerst.
Inzwischen machten sich Fuji und Atobe daran Ryoma wieder aus den Untiefen des Bettes und der Decke hervorzubringen. Das erwies sich aber schwerer als gedacht, da sich Ryoma weigerte aus seiner schönen warmen Höhle zu kommen. Allerdings waren die zwei älteren einfach kräftiger, sodass Ryoma am Ende keine Chance mehr hatte. So lag er dann mit verstubbelten Haaren und verschlafenen Augen da und fragte sich, was mit seiner Decke passiert war.
„Na komm, ab ins Bad mit dir." Sanft wurde er von Sanada hochgehoben und kurz darauf auf der zugeklappten Toilettenschüssel wieder abgesetzt.
„Hier drüben auf der Ablage liegen ein paar Sachen für dich." Und damit war der Größere auch schon wieder verschwunden. Nun doch neugierig schaute sich Ryoma um. Das Bad war in einem hellen blau gefliest. Auf dem Boden lagen flauschige Badeteppiche. Links an der Wand gab es eine große Dusche, während an der gegenüberliegenden Seite eine wirklich große Badewanne eingelassen war. Gleich daneben und somit wieder neben Ryoma gelegen, stand ein Waschbecken mit großen Spiegeln an der Seite.
„Muss wohl Atobes sein.", beschloss Ryoma schließlich. Er begann sich langsam auszuziehen. Erst da viel ihm auf, dass er etwas ganz anderes als am Abend zuvor trug. Und warum war er noch bei Atobe? Und überhaupt, wie kam es eigentlich dazu, dass er mit den anderen Vieren in einem Bett geschlafen hatte?
Nun knallrot begann Ryoma langsam den Verband um sein Knie herum zu lösen. Es war zwar noch immer etwas geschwollen und tat weh, aber es sah schon viel besser aus als am Abend zuvor. Grimmig humpelte Ryoma zur Dusche um nun vollends wach zu werden.
Währenddessen berieten sich die anderen Vier, nun schon fertig gewaschen und angezogen, im Schlafzimmer.
„Sagt mal", wendete sich Atobe an Tezuka und Fuji. „Ist unser Kleiner eigentlich immer so ein Morgenmuffel?"
„Hai. Er hat beim Morgentraining sogar schon ein paar Mal geschafft gegen Laternen und Pfosten zu laufen. Seitdem haben sich Tezuka und ich uns angewöhnt immer neben ihm zu laufen."
Tezuka nickte mit leichtem Lächeln auf den Lippen. „Ich bin schon froh, dass er morgens eigentlich immer von Momoshiro abgeholt wird. Ansonsten würde er wahrscheinlich nie rechtzeitig an der Schule ankommen.", stimmte Tezuka ihm zu. Die anderen zwei konnten darüber nur den Kopf schütteln.
„Dabei ist er so ganz anders, wenn er auf dem Platz steht."
Die anderen nickten nur besonnen, während sie an all die Zeiten zurück dachten, in denen der Jüngere ihnen auf dem Platz begegnet ist.
„Allerdings ist es schon erstaunlich, wie ruhig er heute Morgen war." Die anderen runzelten die Stirn. Da hatte Tezuka leider Recht. Aber jetzt konnten erst einmal nichts machen.
„Dafür war er so niedlich!" Natürlich musste Fuji diesen Kommentar noch loswerden. Die anderen drei konnten jedoch nur grinsend nicken. Es war schon erstaunlich, wie viele verschiedene Facetten es immer wieder an Ryoma zu entdecken gab.
Das Frühstück verlief ohne weitere Probleme. Man schien sich im Stillen darauf geeinigt zu haben erst einmal in Ruhe zu frühstücken, bevor man sich den Problemen des neuen Tages stellte. Ganz anders sah es jedoch aus, als sie endlich in einem der Wohnzimmer platzgenommen hatten.
„Darf ich vielleicht jetzt endlich erfahren, was hier eigentlich los ist?" Ryoma klang leicht genervt. Allerdings musste man berücksichtigen, dass er sich schon wieder hatte tragen lassen müssen. Hinzu kam, dass er nur mit viel Mühe und Not Fuji entgangen war, der ihn unbedingt hatte füttern wollen.
„Saa saa, Ryo-chan, dass war aber jetzt nicht besonders nett." Ein giftiger Blick war seine einzige Antwort. Schließlich erbarmte sich Sanada und fasste noch einmal kurz zusammen, was am Abend vorher geschehen war.
„Als dein Vater dann schließlich gegangen war, brachten wir dich ins Bett. Heute Morgen sahen wir dann ein kleines Paket mit Kleidung für dich. Der Chauffeur muss es dort abgelegt haben, da wir gestern Abend schon schliefen. Außerdem lag eine Notiz dabei, dass nachher dein Vater vorbeikommen will, um dich noch mal zu untersuchen. Alles andere weißt du ja." Schließlich war Sanada am Ende seiner Erzählung angekommen. Dass sie ihn umgezogen hatten und danach alle drei mit kleineren (oder eher größeren) Problemen zu kämpfen gehabt hatten, brauchte Ryoma nicht zu wissen.
„Aber meine Schlafkleidung war nicht von mir.", stellte Ryoma schließlich mit gerunzelter Stirn fest. Irgendwas war an der Erklärung falsch, und er würde schon noch dahinter kommen, was.
„Nein, dass Shirt war von Sanada." Mit großen Augen schaute Ryoma Tezuka an. „Huh?" Okay. Nicht grade das Klügste, was man sagen konnte. Aber wann bekommt man schon gesagt, dass man in einem Shirt von einem seiner Schwärme angezogen… Moment. Ryoma bekam bei diesen Gedanken noch größere Augen, bevor er wieder einmal knallrot anlief. Eigentlich gab es nur eine Erklärung dafür, wie er dazu kam Sanadas Shirt zu tragen. Da er selber bewusstlos war, mussten ihn die anderen Vier umgezogen haben.
Ryoma stöhnte gequält auf. Den anderen Vieren, liefen bei diesem Laut wohlige Schauer über den Rücken und sie mussten sich beherrschen, nicht einfach über den Kleineren herzufallen. Es war aber auch lustig die verschiedenen Gesichtsausdrücke bei Ryoma zu beobachten. Ob er wohl genauso gefühlsoffen im Bett war?
Atobes Gedanken schienen immer mehr in eine nicht jugendfreie Richtung abzuschweifen und langsam aber sicher bekam er Probleme in der Hose. Obwohl er sicher nicht der einzige war, dem es so ging. Kurz schaute er zu den anderen Dreien und konnte grinsend feststellen, dass selbst Tezuka und Sanada einen leichten Rotschimmer im Gesicht hatten. Fuji trug dagegen ein recht verruchtes Grinsen und seine nun offenen Augen zeigten deutlich sein Verlangen.
Währenddessen liefen Ryomas Gedanken ungeachtet der heißen Blicke der anderen weiter. In Ordnung. Die anderen Vier hatten ihn also umgezogen. Damit konnte er umgehen. Irgendwie. Aber die Anderen hatten ihn ja auch schon beim Umziehen gesehen. Also kein großer Deal.
Krampfhaft versuchte Ryoma seinen Herzschlag wieder unter Kontrolle zu bringen. Allerdings war es damit vollends vorbei, als ihm klar wurde, was das gemeinsame Schlafen in einem Bett eigentlich nur meinen konnte.
„Ihr vier seid zusammen." Von sich selbst überrascht schaute Ryoma auf. Direkt in die recht verlangenden Augen seiner Freunde. Und natürlich musste sein Blut wieder den Weg in sein Gesicht antreten. Dabei hatte es sich gerade auf dem Rückzug befunden. Mist.
Die anderen Vier grinsten nur. „Genau.", schnurrte Fuji. „Und dich wollen wir als fünftes Mitglied dabei haben." Ohne Ryoma Zeit zu einer Antwort zu lassen, beugte er sich hinunter und küsste Ryoma. Dieser war viel zu erschrocken, um auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Nur eines wusste er: Er mochte die Anderen sehr gern.
Als Fuji seine Zunge leicht über Ryomas Lippen gleiten ließ, keuchte dieser kurz auf. Natürlich ließ sich der Tensai diese Chance nicht entgehen und fing an Ryomas Mundhöhle bis ins kleinste Detail zu erkunden.
Nach einer schieren Ewigkeit lösten sich die beiden schließlich wieder voneinander. Ryoma schaute recht ungläubig und mit geschwollenen Lippen Fuji an. Sein Sempai grinste jedoch nur.
„Wow. Das war heiß." Atobe war nun selber rot im Gesicht und hatte nun definitiv ein Problem in der Hose. Obwohl er damit sicher nicht der Einzige war.
Ryomas Blick schwenkte zu Atobe. Als ihm wieder bewusst wurde, dass er nicht alleine im Raum saß, ließ er aufstöhnend den Kopf in die Hände sinken. Jedoch verrieten seine roten Ohren, dass es ihm doch etwas peinlich war.
„Es braucht dir nicht peinlich zu sein." Sanada zog mit sanften Fingern Ryomas Kinn nach oben, sodass er ihn anschauen musste. „Ja, wir sind zusammen, um deine vorherige Frage zu beantworten. Aber wir alle lieben dich, Ryoma." Wie zum Beweis dieser Worte, küsste auch er Ryoma.
Dieser war nun vollends baff. Sie liebten ihn? Alle Vier liebten ihn? Ryoma saß vollkommen baff auf dem Sofa. Sollte er wirklich eine Chance haben mit diesen Männern, von denen er seit etwa einem halben Jahr schwärmte?
„Wir wissen, dass wir dich gerade überrumpelt haben." Tezuka versuchte an sich zu halten und einen kühlen Kopf zu bewahren. Zumindest einer musste ihrem Kleinen doch erklären, was Sache war. „Nimm dir also ruhig Zeit und denk über unsere Worte nach. Jedoch kann ich dir versichern, dass wir dich alle wirklich und aus ganzem Herzen lieben." Tezuka zeigte bei diesen Worten eines seiner seltenen Lächeln, dass Ryomas Herz zum Schmelzen brachte.
Doch auch jetzt kam er nicht dazu etwas zu sagen, da in diesem Augenblick Ryomas Vater in den Raum geführt wurde. Die Nachricht von dessen Ankunft hatten sie gar nicht mitbekommen.
Nanjiro schaute sich die Szene im Zimmer an, bevor sich ein sanftes Lächeln auf seine Lippen legte. Es wurde ja auch mal Zeit, dass die Fünf endlich zusammen kamen. Schon bei den Spielen hatte man bemerkt, dass diese Vier seinen Kleinen nie aus den Augen ließen. Und so, wie Ryoma von den anderen geredet hatte, sollte es ihm nur Recht sein.
Kurz seufzte Nanjiro auf. Schade nur, dass er diese kleine Versammlung unterbrechen musste. Aber Ryomas Knie musste noch mal untersucht werden. Außerdem hatte er gestern Nacht einen dringenden Anruf erhalten, wodurch er und sein Sohn schon heute Abend wieder zurück nach Amerika mussten. Die ersten Sachen hatte er bereits soweit gepackt. Das restliche Team kam gleich mit.
„Es tut mir ja leid euch hier unterbrechen zu müssen.", grinste Nanjiro vielsagend. Hach, es war aber auch immer so lustig seinen Sohn ein wenig zu ärgern. „Aber wir haben es etwas eilig."
Die unverständlichen Blicke der Tennisspieler vor ihm ließen ihn wieder ernst werden. Während er sich daran machte Ryomas Knie noch einmal zu untersuchen, erklärte er kurz was anstand.
„Die Tennis-Association in Amerika hat gestern Abend bei mir angerufen und mich gebeten so schnell wie möglich wieder zu kommen. Bei der Gelegenheit soll ich auch gleich das gesamte amerikanische Team mitbringen." Er ließ diese Worte auf die anderen wirken, während er das Knie vor sich neu verband. Schließlich richtete er sich wieder auf und schaute mit leicht traurigem Blick auf. „Wir fliegen noch heute Nacht."
Ungläubig schauten die fünf vor ihm sitzenden Tennisspieler ihn an. Die vier älteren von ihnen konnten es dabei nicht glauben. Sie hatten gehofft noch ein wenig Zeit mit Ryoma haben zu können. Leicht ratlos und traurig schauten sie sich an. Jetzt konnten sie wohl nur noch hoffen, dass ihr Kleiner bald wiederkam und ihnen eine positive Antwort gab.
Die Stimmung war leicht gedrückt, als Ryoma mit seinem Vater und den Anderen zur Eingangstür ging. Seine restlichen Sachen hatte sich Nanjiro unter den Arm geklemmt. Er ging ein paar Schritte vor, um den Fünfen ein wenig Zeit zu geben.
„Denk über unser Angebot nach.", meinte Tezuka. „Wir warten auf dich solange, wie es nötig ist." Deutlich konnte man die leise Trauer und die Hoffnung in seinem Gesicht und seiner Stimme erkennen. Aber Ryoma konnte nur nicken. Er war noch viel zu überrannt von all den Ereignissen des heutigen Tages.
„Brat, lass dich nicht unterkriegen.", verabschiedete sich nun auch Atobe und zog den Kleineren in eine Umarmung.
„Ryoma, kommst du? Wir müssen noch den Rest zu Hause packen und die Anderen abholen. Beeil dich." Es tat Nanjiro zwar Leid, aber sie mussten sich beeilen, wenn sie noch alles rechtzeitig schaffen wollten. Er stieg schon mal in sein Auto und kurz darauf nahm Ryoma neben ihm Platz. Dieser schaute kein einziges Mal zurück, während sie aus der großen Einfahrt von Atobes Anwesen fuhren.
„Spiel, Satz und Sieg. Ryoma Echizen gewinnt mit 6:3." Die Ansage ging schon fast in dem riesigen Tumult unter, den die Fans in den Tribünen veranstalteten. Es war ein hartes Spiel gewesen, aber Kapitän Echizen hatte schließlich das letzte Spiel fast schon im Schlaf gewonnen. Sein Team und auch seine Fans konnten nicht stolzer auf ihren kleinen Tennis Prinzen sein.
Während die anderen feierten, umringten die amerikanischen Spieler ihren Kapitän. „Los jetzt, Ryo!", kam die energische Stimme Nicks. Dieser schob Ryoma in die Dusche, während die anderen schon mal dessen Sachen bereitlegten und seine Tasche packten.
„Wenn du dich nicht beeilst, dann bekommst du den Zug zum Flughafen nicht mehr. Mach also mal ein bisschen hinne. Ach ja, und hier ist deine Ponta."
Mit tatkräftiger Unterstützung seiner Mannschaft schaffte Ryoma es somit in Rekordzeit fertig zu werden und sich aus dem Stadion zu schleichen. So schnell er konnte, rannte er zur nächsten U-Bahn Station und bekam durch einen kleinen Trick noch gerade so die Bahn. Allerdings war es schon etwas peinlich, wenn auf einmal alle klatschen.
Er schaffte es sogar noch irgendwie rechtzeitig zum Flughafen und in seine Maschine. Nur gut, dass seine Vater sein Gepäck schon aufgegeben hatte.
In Japan fanden sich langsam aber sicher alle Mannschaften im Nationalen Trainingscamp ein. Alle waren gespannt auf die nächste Zeit. Wer würde für die Mannschaft gewählt werden? Was genau würde ihnen abverlangt werden? Und die wichtigste Frage von allen: Würde Ryoma kommen?
Niemand hatte etwas von ihrem kleinen Prinzen gehört. Wäre nicht ab und zu etwas in den internationalen Berichten gewesen, hätte man denken können, er wäre spurlos verschwunden. Aber niemand kam drum herum an Ryoma zu denken. Die Trainingsmenüs wurden verschärft und jeder gab sich Mühe besser zu werden. Schließlich wollte man Ryoma nicht enttäuschen, wenn er wiederkam. Nicht falls. Wenn.
Auffallend war jedoch gewesen, dass vier Personen der plötzliche Aufbruch Ryomas ziemlich mitgenommen hatte. Tezuka und Sanada waren noch strenger geworden. Fuji noch sadistischer. Und Atobe schien sich völlig ins Training geschmissen zu haben. Obwohl seine übliche Art und Weise weiterhin anhielt. Doch jeder merkte, dass diese Vier Ryoma vermissten. Also trainierten alle noch mehr, um ihren Freunden und Kapitänen Mut zu machen.
Als die Bedingung zur Teilnahme an dem Trainingscamp bekannt gemacht wurde, konnten sie alle nur müde lächeln. Einen Tennisball auffangen? Das sollte doch wohl ein Scherz sein. Lediglich die Angeber von vorher hatten damit Probleme.
Mehr Sorgen bereitete den Spielern die Tatsache, dass sie Ryoma nirgends sehen konnten. War er etwa gar nicht da? Aber das konnten sie sich einfach nicht vorstellen. Das durfte einfach nicht sein. Ryoma war ein guter Freund von ihnen allen und brachte erst richtig Stimmung. Es war ausgeschlossen, dass er fehlen würde.
Man kann sich die Erleichterung vorstellen, die alle empfanden, als ihr kleiner Tennisprinz plötzlich unter ihnen erschien. Erleichtert lachend umringten und knuddelten sie ihn. Als jedoch Tezuka, Sanada, Atobe und Fuji nach vorne kamen, machten die anderen bereitwillig Platz. Ryoma schaute mit einem leichten Lächeln auf, bevor er auf Atobe zuging, der ihm am nächsten war. Am Kragen zog er ihn zu sich runter und küsste ihn voller Inbrunst. Die Catcalls der Anderen bekam er gar nicht mit.
„Wenn ihr mich noch haben wollt, dann bin ich dabei." Die anderen Vier konnten nur erleichtert und glücklich grinsen.
Ich hoffe euch hat es wieder gefallen. Und natürlich freu ich mich über Kommis.
Bis zum nächsten Mal,
Eure,
Lady arcano
