Oh Mann! Da hab ich euch jetzt aber echt lange warten lassen. Es tut mir Leid, aber ich hatte in letzter Zeit Streit mit meiner Muse. Ich hoffe ihr könnt diese Geschichte trotzdem noch genießen und nehmt es mir nicht krumm, dass ich mir soviel Mühe damit gebe, sie perfekt zu schreiben. Das nächste Kapitel wird aber bald folgen. Ich sprühe grade nur so vor Fantasie.


Kapitel 4 : Slytheresk - keine Tugend

Severus saß an diesem Nachmittag in der großen Bibliothek im hinteren Teil, nahe der Verbotenen Abteilung, wo kaum jemand hinkam. Er hatte seine Pergamente auf einem alten dunklen Tisch ausgebreitet und ein paar schwebende Kerzen entzündet, um der Dunkelheit entgegenzuwirken, die hier permanent herrschte. Seine Gedanken kreisten noch um die Untersuchung, die er vorhin über sich hatte ergehen lassen müssen. Madam Pomfrey war bei seiner Behandlung auf einige unerklärliche Veränderungen gestoßen und hatte es immer noch nicht geschafft, diese vermaledeiten Flecken zu entfernen. Sie hatte sogar ihre Kollegen aus dem St.Mungus zu Rate ziehen müssen. Severus hoffte, dass er nicht ewig bunt herumlaufen müsste.

Madam Pomfrey hatte schon ihr halbes Arsenal an Salben, Tabletten, Tees, Tränken, Zaubern, Cremes und Seifen an ihm ausprobiert, mit leidlich wenig Erfolg.

Allein drei Tage hatte er ganz im Krankenflügel verbringen müssen, sich immer wieder mit anderen Mitteln waschen und einreiben müssen, aber außer einem starken Juckreiz und allergiebedingten Hautausschlag hatte es nichts gebracht.

Severus wollte sich nun selbst daran machen ein Gegenmittel zu entwickeln, wenn sonst keiner dazu in der Lage war.

Die Heilerin hatte ihm versichert, dass in ein paar Tagen ein Gegenmittel zur Verfügung stehen würde, bis dahin müsse er sich allerdings gedulden. Severus wollte sich aber nicht gedulden, denn er sah die Blicke und hörte die gehässigen Kommentare, die seine Mitschüler ihm, wo immer er herging, zuwarfen, auf dem Flur, in den Klassen, im Gemeinschaftsraum, in der Großen Halle, auf den Treppen, auf dem Gelände... egal wo, überall wurde er angegafft. Selbst hier, in der Bibliothek.

Doch hier war es wenigstens still. Hier durfte keiner etwas sagen, der nicht von Madam Pince zurechtgewiesen oder der Bibliothek verwiesen werden wollte. Die kleine Bibliothekarin herrschte mit eiserner Hand. Außerdem war sie Severus sehr zugetan. Jemand, der sich so für Bücher zu interessieren schien wie der schwarzhaarige Slytherin, war bei ihr immer ein gern gesehener Gast. Und ihm gewährte sie die Ruhe, die er suchte und brauchte.

In der Regel schaute sie ein-, zweimal vorbei um zu sehen, was der Slytherin las.

Allein das Seitengeraschel der Bücher und die kleinen hochhackigen Absätze von Madam Pinces Schuhen, die auf dem marblen Holzboden trippelten, waren nun zu hören.

Severus legte seine Bücher zurecht. Das „Zaubertränkelehrbuch Band 5", „Höhere angewandte Alchemie Band 3" und „Brauen für Spezialisten" von Hogar Orson, ...irgendetwas fehlte.

Er legte sein Buch von Hogar Orson auf den Tisch, stand auf und schritt die Reihen der Regale entlang, in denen die Bücher zur Heilung magischer Krankheiten standen.

Er atmete den Geruch der Bücher ein. Ein Duft nach Pergament und Tinte. Herb, alt. Der Geruch war ihm so vertraut wie sonst nichts. Er fühlte sich wohl, geborgen. Es war der Geruch des Wissens.

Er strich mit den Fingerspitzen über die Buchrücken und fühlte die eingearbeiteten Zierden der Umschläge.

„Heilende Pflanzen", „Heilung fluchbedingter anatomischer Veränderungen", „Die 12 magischen Regeln der Grippebekämpfung", waren einige Titel der Bücher. Severus glitt mit den Augen die hohen Reihen der Bücher entlang und wog, je nach Titel des Bandes, ihre Gebräuchlichkeit für sein Vorhaben ab.

Plötzlich stutzte er. Zwei Reihen über seinem Kopf stand ein Buch im Regal, das den Titel: „Dunkle Kreaturen und der physische Zyklus" trug.

Mit einem ‚Accio, Buch!', flog der dicke, schwarz eingebundene Band zu ihn hinunter. Er war überraschend schwer und unhandlich, so dass er Severus, der in der einen Hand noch seinen Zauberstab hielt, aus dem Griff glitt und mit einem lauten „Plomp!" zu Boden fiel.

Die Seiten schlugen auf. Sie waren stark vergilbt und mit Fingerabdrücken übersäht.

Grummelnd senkte sich Severus zu dem Buch hinunter. Madam Pince war sicher schon auf dem Weg, um den Störenfried zur Ordnung zu rufen.

Während er das Buch aufhob, überflog er die Seite.

‚Das ist ja--,'dachte er, als er einen Textabschnitt erreichte, der sein Interesse weckte.

... schon zu dieser Zeit werden Werwölfe, so wie alle anderen Dunklen Kreaturen, von ihrer inneren Bestie beherrscht und kontrolliert. Ein Machtkampf setzt ein, der allerdings ausschließlich von der Bestie gewonnen werden kann, da das befallene Objekt von den psychisch verändernden Umständen derart beeinflusst wird, dass es ihm nach einiger Zeit nicht mehr möglich ist dem Drang im Innern standzuhalten. Forschende Zaubererverbände, wie die „Global Common Security Association", die 1767 gegründet wurde, haben ihre Forschungen nun auch auf die Prävention der psychischen Veränderung erweitert, jedoch bislang erfolglos. Zusammenfassend ist das Objekt somit hilflos seinen inneren Instinkten ausgeliefert, was eine große gesellschaftliche Gefahr darstellt. Gesetze zu Niedrighaltung der Neuinfiziertenrate sind inzwischen im Falle der Werwölfe verfasst worden und warten auf ihre Einsetzung..."

Neben dem Haupttext stand eine kleine handgeschrieben Notiz, die auf den letzten Satz verwies. Die Randbemerkung lautete: „Weggesperrt".

Severus starrte die Seite an und seine Gedanken machten wilde Sprünge, als er kleine schnell trippelnde Schritte näher kommen hörte. Madam Pince.

Er hob den Blick und sah die kleine Bibliothekarin mit einem ärgerlichen Gesichtsausdruck um die Regalecke hechten. Sie wollte schon zu einer ihrer üblichen Standpauken ansetzen, als sie Severus erkannte.

„Mister Snape," sagte sie in eindringlichem Ton. „Was hat dieser Lärm zu bedeuten?"

„Mir ist ein Buch hingefallen, Madam," sagte Severus und sah, wie die Bibliothekarin das Buch musterte, das er in Händen hielt.

„Wo haben sie das her?", fragte sie barsch.

„Es stand da oben im Regal", sagte Severus, ohne den Grund für ihr Ärgernis zu erkennen, schließlich war dies hier eine Bibliothek. Wo sonst sollte er das Buch wohl her haben? „Ich schätze jemand hatte es falsch eingeordnet."

Madam Pince verlangte mit einer Bewegung das Buch zu sehen und er reichte es ihr. Als sie den Titel las, zogen sich ihre Augenbrauen zusammen und es bildete sich ein Strich zwischen ihnen, der bis nach unten zu ihrer kleinen runden Brille reichte. Dann schaute sie ihn durchdringend an.

„Dieses Buch, Mister Snape, wurde vor etwa einem halben Jahr unerlaubt aus der Bibliothek entwendet." Sie schaute ihn, dem Direktor nicht unähnlich, über ihre Brillengläser hinweg scharf an. „Es ist also für mich von Bedeutung zu klären, wer es entwendet hat."

„Ich weiß es nicht", war Severus' ehrliche Antwort.

Sie fasste Severus eine Zeit lang ins Auge, doch der erwiderte ihren Blick ruhig und gelassen.

„Nun gut. Ich werde es dann - "

„Madam Pince! Könnte ich mir das Buch ausleihen? Ich brauche es für einen Aufsatz."

„Ich weiß nicht, ob... es könnte beschädigt sein und müsste dann erst einmal repariert werden."

„Bitte!" sagte Severus eindringlich. Er fand das alles mehr als nur interessant.

Madame Pince schwieg eine Weile, wog das schwere Buch in den Händen, seufzte kurz und händigte es ihm dann aus.

„In spätestens einer Woche habe ich es zurück! Ist das klar, Mister Snape?" sagte sie streng, bekam ein Nicken zur Antwort und eilte davon, um ein paar Schüler zurecht zu pfeifen, die in einiger Entfernung ziemlichen Rabatz veranstalteten.

Severus stöberte noch nach dem anderen Buch, nach dem er eigentlich gesucht hatte, fand es und nahm beide mit zu seinen Unterlagen.

‚Welche Seite...welche Seite?...'

Er blätterte in „Dunkle Kreaturen und der physische Zyklus". Ein Inhaltsverzeichnis gab es nicht. Er fand mehrere Texte, an die Anmerkungen gekritzelt waren. Oft nur kurze Sätze, deren Bedeutung er nicht verstand oder Gefühle. Da standen Wörter wie: „beißen", „ziehen" und „erinnern".

Sie waren kaum zu lesen, nur leicht mit Bleistift hineingeschrieben.

Severus hätte sich am liebsten in die Lektüre vertieft, aber seine bunt leuchtenden Hände riefen ihm sein eigentliches Vorhaben wieder in den Sinn.

Er ließ das Buch in seine Tasche gleiten und zog den anderen Band heran.

ooOoo

Er hatte den restlichen Nachmittag damit verbracht sich über Kräuter, Pflanzen und Tränke zu informieren, die im Zusammenhang mit Hautkrankheiten standen. Alles in allem war seine Suche nicht so erfolgreich gewesen, wie er gehofft hatte. Zwei Heiltränke kamen dem, was er suchte, zwar sehr nahe, aber ihre Herstellung würde Wochen dauern. Zudem musste er erst einmal an die Zutaten gelangen.

Missgelaunt lag er nun in seinem Schlafsaal auf seinem Bett und verfluchte seine Lage. Lestrange und Nott hatten mit einem verachtenden Blick den Schlafsaal verlassen, als er ihn betreten hatte.

„Dunkle Kreaturen und der physische Zyklus" lag neben ihm, sicher in seiner Tasche verstaut.

Er zog ein langes Pergament aus seinen Unterlagen, nahm seine Feder und fing an seinen Aufsatz für Professor McGonagall zu schreiben. Er musste nicht lange überlegen, die Worte strömten direkt aus ihm hinaus, als ob sie danach drängten geschrieben zu werden.

Mit jedem Satz steigerte sich seine Wut, aber auch das Gefühl von Befriedigung und als er geendet hatte, fühlte er sich sonderbar leer und befreit. Er bemerkte nicht, wie die Bande um Rabastan Lestrange den Raum betrat.

ooOoo

„Hey, Snape. Was machst du da?" fragte eine gehässige Stimme und Severus schreckte von seinen Unterlagen auf. Mit einer schnellen Bewegung brachte er seinen Aufsatz in Sicherheit, stopfte ihn in seine Umhangtasche.

„Hausaufgaben."

„Ahh", sagte der Siebtklässler, während sich die anderen, es schienen vier oder fünf zu sein, darunter Lestrange und Nott, im Schlafsaal ausbreiteten. „Ich glaube nicht. Lass doch mal sehen, was du da versteckst."

„Was interessieren dich meine Hausaufgaben?" sagte Severus ruhig und machte keine Anstalten der Forderung des Slytherin nachzukommen, der sich neben seinem Bett aufbaute. Zwei Jungen mit braunen kurzen Haaren warfen sich schnelle Blicke zu. Lestrange saß zurückgelehnt auf seinem Bett

„Mir ist langweilig, Dave! Lass uns endlich was machen", nörgelte Lestrange und schaute den großen Slytherin ungeduldig an.

‚Richtig', dachte Severus, ‚David Marx. So heißt der Kerl.'

Der Angesprochene erwiderte barsch: „Gleich. Immer mit der Ruhe." Dann wandte er sich wieder Severus zu. „Nein, Hausaufgaben interessieren mich nicht, aber Hausaufgaben müssen auch nicht versteckt werden, oder? Du würdest mich doch nicht belügen, nicht wahr? Jemanden aus deinem Haus! Einen Slytherin!" Seine Stimme wurde theatralisch und er gestikulierte zu seinen Freunden. „Du würdest uns doch nichts vorenthalten, deinen Freunden! Hör mal, Snape, so was tut man aber nicht. Du solltest ein bisschen freundlicher zu uns ein. Schließlich wollen wir uns gut vertragen."

Die braunhaarigen Jungen lachten leise und auf Lestranges fiesem Gesicht breitete sich ein höhnisches Grinsen aus.

Zu keinem Preis der Welt wollte Severus ihn den Aufsatz lesen lassen. Zuviel steckte von ihm darin. Eigentlich so viel, dass Severus ihn nicht mal Professor McGonagall geben wollte.

„Nenn mich nicht Lügner, wenn du derjenige bist, der lügt. Freund."

„Man sollte meinen, du willst gar nicht unser Freund sein. Hab ich nicht recht, Leute?" Einer der Braunhaarigen erhob sich. Severus klammerte seine Hand um seinen Zauberstab. Es roch nach Gefahr. „Aber so was dulden wir nicht. Entweder unser Freund oder unser Feind. Du kannst wählen." Er sah Severus herausfordernd an.

Severus Augen hatten sich zu Schlitzen verengt, seine Haare hingen ihm im Gesicht. Er blickte den anwesenden Slytherins abwechselnd an. Die beiden Braunhaarigen, deren Namen er nicht kannte, beobachteten ihn neugierig, Lestrange hatte entspannt die Augen geschlossen und Nott kicherte lautlos, wobei sein schmales Gesicht wackelte.

„Nein," sagte Severus mit fester Stimme.

„Was soll das heißen, ‚Nein'?" fragte Marx grinsend und machte Anstalten sich Severus zu nähern.

‚Das liegt doch auf der Hand', dachte Severus, während er den anderen mit seinem Blick fixierte und gleichzeitig versuchte auch die anderen im Blick zu behalten. ‚Ich kann nicht wählen, ansonsten wäre ich jetzt nicht in dieser Situation.' Es war ihm vollkommen klar, dass es hierbei nur falsche Antworten gab. Freund hieße, dass er ihm wohl oder übel seinen Aufsatz geben müsste. Ihn mit Worten noch überzeugen zu können, wagte er nicht zu hoffen. Feind hieße – es wäre jedenfalls nicht ratsam, dies zu wählen. Ausgeschlossen! Lestrange und seine Freunde waren eh nur auf eines aus: Spaß. Was soviel hieß, wie jemanden zu schikanieren, zu demütigen oder zu verprügeln. Er, Severus, hatte es schon oft genug gesehen und auch oft genug nur knapp vermeiden können, Opfer eines ihrer Spiele zu werden.

Ob er sich heute auch wieder herauswinden konnte, wusste er noch nicht.

„Vergiss es, Marx! Das zieht bei mir nicht. Geh und schnapp dir einen Erstklässler zum Spielen oder sonst was," sagte Severus und wandte sich von Marx ab. Ein klares Zeichen: Ich bin stärker als du. Ich habe keine Angst vor dir.

Marx schien seine Gestik nicht deuten zu können und ging dazu über, ihn zu provozieren.

„Nein, Snape, hier geht es nur um dich." Er schaute erneut lächelnd in die Runde, bevor er weiter sprach. „Ist das nicht, was du willst? Dass du mal im Mittelpunkt stehen kannst? Hey! – und hier ist deine Chance! Meint ihr nicht auch Leute? Snape hat es doch verdient mal im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit zu stehen, wo er uns doch ständig so lustige Szenen mit Black und Potter liefert!"

Die beiden Braunhaarigen lachten jetzt laut und Nott strich sich kopfschüttelnd übers Gesicht. Nur Lestrange sah ihn interessiert und abwartend an. Er hatte sich sogar wieder aufgesetzt und sein Gesicht auf seine Fäuste gestützt.

Wut und Fassungslosigkeit stiegen in Severus auf. Wie konnte dieser Kerl es wagen, die Auseinandersetzungen mit den Gryffindors als dummes Spiel abzutun und Severus somit als Clown darzustellen?

„Weißt du, dass ist wirklich immer sehr erheiternd. Besonders wenn du--" Mit einem Ruck war Severus aufgesprungen, hatte den Großen an der Kehle gepackt und zu Boden geworfen, so dass dieser nicht einmal wusste, wie ihm geschah. Die anderen Slytherins waren erschrocken verstummt; keiner von ihnen griff jedoch ein.

Severus Gesicht war wutentbrannt und seine Hand klammerte sich fest um die Kehle des unter ihm liegenden Slytherin, auch wenn er keinerlei zusätzliche Kraft in den Griff legte, die sein Körper ihm abgesehen davon auch gar nicht zugestehen würde. Er war nicht sehr kräftig gebaut.

Marx schaute ihn entsetzt an.

„Jetzt hör gut zu, du Wichtigtuer. Halt dich zurück und lass mich in Ruhe, denn ich habe heute keine Geduld mehr, mir deinen Schwachsinn anzuhören." Er hatte die Worte nur geflüstert, doch hatte ihn jeder hören können.

„Immer sachte", versuchte Lestrange ihn zu beruhigen. „Schon gut. Lassen wir ihn in Ruhe. Es hat doch keinen Sinn." Severus sah zu Lestrange auf und dieser machte eine wegwerfende Bewegung. Dann blickte er noch einmal warnend in die Augen des großen Slytherin, der sich noch nicht wieder gefangen hatte, ließ ihn los und stand langsam auf. Die Slytherins schauten ihn an und er blickte kalt zurück und hatte seine Hand noch immer geballt.

David Marx hatte sich aufgerappelt und rieb sich die schmerzende Kehle. Er stieß eine Verwünschung gegen Severus aus, ließ sich aber von Lestrange zum Ausgang des Schlafsaales führen; die anderen folgten ihnen auf dem Fuße.

Lestrange warf ihm noch einen Blick zu, dann verließ er gemeinsam mit den anderen den Schlafsaal.

Severus ließ sich auf sein Bett fallen und legte den Arm über die Augen. ‚Das ist nicht gut. Ganz und gar nicht gut.' Das würde ein Nachspiel haben, soviel war sicher. Er musste sich mehr in Acht nehmen.

Er war unendlich müde und kraftlos. Er griff in seine Umhangtasche und holte den Aufsatz heraus, entfaltete ihn und las noch einmal die Stellen, die ihm nicht gefielen.

Nachdem er einige Minuten gedankenverloren auf das Pergament gestarrt hatte, verwarf er den Gedanken, den Aufsatz noch einmal zu überarbeiten. Es hatte doch keinen Sinn. Würde er sich morgen halt ein Nachsitzen einhandeln, es machte keinen nennenswerten Unterschied. Oder doch? Ja, er würde wenigstens sein Gesicht wahren können. Diese dämlichen Gryffindors! Das ist doch eh alles nur ihre Schuld!

Seine Gedanken schweiften zu einem bestimmten Gryffindor und seine Augen zu seiner Schultasche, in der immer noch das Buch lag.

‚Nein, Severus! Nicht jetzt. Mach das morgen, wenn du wieder klar denken kannst.'


Merlinorden erster Klasse für Reviewer zu vergeben:D