Kapitel 3:

...

Als ich vorhin nach Haus gekommen bin, war Nojiko noch nicht da. Sie hatte mir eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen:

„Hi Süße. Ich bin's. Tut mir Leid, aber ich kann erst gegen 7 nach Hause kommen. Ich muss Überstunden machen. Wenn ich aber da bin, erzählst du mir, wie dein erster Tag in der Schule war. Hab dich lieb. Bye."

Wenn die wüsste. Der Arzt hat zwar vorhin gesagt, dass sie nur geprellt ist, meine Nase, und dass ich sie kühlen soll, aber sie ist immer noch rot. Das mir das am ersten Tag passiert, war ja klar.

Jetzt mache ich Essen. Nudeln mit Tomatensoße. Mein Leibgericht. Zwischendurch mache ich auch Hausaufgaben. Gerade ist Mathe dran. Die hab ich mir vorhin noch in Bio von Robin abgeschrieben, die Aufgaben.

19.10 Uhr. Gleich müsste Nojiko kommen.

„Rütz Grokk" Die Tür geht auf. Wenn man vom Teufel denkt. Da kommt sie.

„Ich bin wieder da! Wer noch?" ruft sie durch die Wohnung.

„Niemand!" rufe ich zurück. Die Tür von der Küche, die sowieso schon offen ist, wird richtig geöffnet und Nojiko kommt rein.

„Ach, da ist ja mei… Oh mein Gott, was ist dir denn passiert?" Ich wusste, dass das kommt" Ein Unfall beim Sport in der Schule. Der Arzt hat gesagt, dass die Nase nur geprellt ist." Bitte, bitte frag nicht weiter. Biitttee.

„Und wie ist das passiert?" Ich konnte es mir doch denken.

„Ich hab einen Volleyball auf die Nase bekommen." War es das nun?

„Das versteh ich nicht. Du bist doch so gut."

„Wie gesagt, es war ein Unfall. Können wir über was anderes reden?! Wie war dein Tag?" Hoffentlich springt sie drauf an.

„Voll anstrengend. Aber ich habe einen neuen Chef bekommen. Sein Name ist Puma D. Ace. Er ist wirklich nett." Jetzt werde ich aber neugierig. Sonst schwärmt sie nie so von einem Arbeitskollegen. Ihre Augen Blitzen sogar schon.

„Puma D. Ace?"

„Mann kann ihn auch nur Ace nennen." Ahh, so ist das also.

„Ace. Wie ist er so? Wie sieht er denn aus?" Ich gönne es meiner Schwester wirklich, wenn sie einen Freund hat, der sie liebt. Sie ist eine tolle Frau und hat nur das Beste verdient. Ihr halbes Leben hat sie sich um mich kümmern, obwohl sie es nicht musste. Ihr soll es auch mal gut gehen. Vor allem, weil sie erst vor 2 Jahren ihren letzten Freund hatte.

„Er hat schwarze Haare und ein paar Sommersprossen auf den Wangen. Er hat eine Tätowierung auf den Arm. Und er ist sehr gut gebaut." Hört sich gut an. Genau nach ihrem Geschmack.

„Also ein Traummann. Dein Traummann?" Frage ich frech nach und grinse sie spitzbübisch an.

„Er ist mein Chef. Und außerdem kenn ich ihn erst seit heute, du Spinnerin."

„Ich spinne? Wer schwärmt hier denn von seinem Chef so? Du oder Ich?" Wir ärgern uns, aber meinen es nie ernst.

„Egal. Aber erzähl, wie war dein Tag, abgesehen von deiner Nase." Ich merk schon. Sie muss sich das Lachen verkneifen.

„Hast du neue Freunde gefunden?" Nojiko ist es, wie man merkt sehr wichtig, dass ich Freunde habe. Sie sagt, dass es gut für mich ist, unter Leute zu kommen, weil ich immer in der Bude hocke.

„Ja, kann man so sagen." Ich merke wie neugierig sie wird.

„Wen denn?"

„Naja, wir kennen uns zwar noch nicht so lange, aber meine Tischnachbarin, Nico Robin, ist sehr nett." Oh oh, jetzt fährt sie richtig auf.

„Wie ist sie denn so? Vielleicht können wir sie ja mal einladen." War doch klar, dass Nojiko übertreibt.

„Ich kenne sie noch nicht mal einen halben Tag und du willst schon Partys für sie veranstalten?" Ja, das war ein bisschen hart, ich geb es zu. Aber Nojiko nimmt das nicht so ernst.

„Ist ja gut. Beruhige dich. Aber wie ist sie denn nun so?" Sie lässt nicht locker. Dann geb ich eben nach.

„Sie ist sehr klug, hat schwarze Haare und ist sportlich und sie ist nett." Zähle ich lustlos auf. „Reicht das?"

„Ja, fürs erste. Noch jemanden?" Soll ich ihr von Ruffy erzählen? Lieber nicht, sonst flippt sie noch mehr aus.

„Nicht wirklich. Das Essen ist fertig. Hol schon mal die Teller raus."

Als wir fertig mit essen waren, haben, Nojiko und ich, noch abgewaschen. Sie hat mich noch regelrecht ausgefragt, wegen der Schule. Aber jetzt bin ich meinem Zimmer und liege auf dem Bett. Ich schaue nach links. Dort liegen noch ein paar ungeöffnete Kisten vom Umzug. Wenn ich ehrlich bin, war ich zu faul die einzuräumen. Ich gehe zu ihnen und öffne die erste Kiste. Oben drauf liegen Massenweise Bücher. In der nächsten Kiste, die darunter liegt, ist mein Kleinkram. Stifte, Zettel, Fotos…

Ich nehme mir die beiden ersten Fotoalben und setze mich wieder auf das Bett. Das erste Foto, was ich sehe, sind Nojiko und ich. Wir sitzen in der Badewanne. Da war ich ungefähr 3 und Nojiko 5. Bellemere hatte uns fotografiert. Bellemere. Ich vermisse sie schrecklich. Es war sehr schlimm, ohne Mutter, aufzuwachsen. Obwohl Nojiko auch da war. Aber sie ist nun mal kein Ersatz für eine richtige Mutter.

Das nächste Foto hat Nojiko geschossen, hat sie mir mal erzählt. Es ist etwas verwackelt, aber man kann noch genau erkennen, wie Bellemere mit Genzo redet. Genzo ist ein Polizist in unserem Dorf gewesen. Er war ein guter Freund von uns. Es ist mehr ein Schnappschuss. Aber Nojiko hat mir erzählt, dass sie viel ärger bekommen hat, weil das die einzige Fotokamera war, die wir hatten und wenn die kaputt gegangen wäre, hätten wir nicht das Geld dazu gehabt, uns eine neue zu kaufen. Wir hatten auch so kein Geld, um uns tolle Sachen zu kaufen, aber wir waren glücklich. Manchmal, wenn die Orangenbaüme, die wir gezüchtet haben, um Geld zu verdienen, von einem Sturm oder ähnlichem verwüstet wurden sind, haben Nojiko und ich, uns immer an Bellemere gelehnt und leise angefangen zu weinen. Sie hat dann immer gesagt, dass wir uns nicht unterkriegen lassen sollen und, auch wenn etwas schief geht, lächeln sollen. Wir haben ihr versprochen, dies zu tun. Bloß ich hab mein Versprechen gebrochen. Als Bellemere gestorben ist, habe ich monatelang nicht gelächelt, geschweige denn gelacht. Es fällt mir heute auch noch schwer richtig ausgiebig zu lachen. Ich musste stark sein. Ich wollte nicht weinen. Also hab ich nicht geweint. Aber ich habe auch aufgehört fröhlich zu sein. Jetzt weiß ich, dass es ein Fehler war. Mir fällt es schwer meine Gefühle, offen einer Person zu zeigen. Außer Nojiko. Sie weiß immer, was in mir vorgeht.

Ich klappe das Fotoalbum zu und tu es auf meinen Nachtschrank. Dann mache ich mich fertig fürs Bett. Es ist zwar erst 21.00 Uhr, aber ich bin müde.

Ich gehe in die Stube, nachdem ich fertig geworden bin. Dort steht der Fernseher und ein Computer, den wir mal geschenkt bekommen haben. Wir benutzen ihn eigentlich nur für Nojiko's Arbeit oder, wenn ich mal was für die Schule brauche. Nojiko sitzt vor der Glotze und schaut sich eine Liebesschnulze an.

„Ich gehe ins Bett. Nacht Nojiko" Jetzt hat sie mich bemerkt und dreht sich um.

„Alles in Ordnung? Du siehst so blass aus." Ja wie gesagt, sie merkt alles.

„Mir geht's gut. Ich bin nur sehr müde."

„Na dann. Schlaf gut."

„Ja, du auch" Ich drehe mich um, gehe in mein Zimmer und lege mich auf mein Bett.

Meine Augenlieder werden immer schwerer und ich sinke ins Land der Träume.

Am nächsten Morgen, als ich aufgewacht bin, tat mir mein Nacken sehr doll weh. Ich hab noch nicht mal durchgeschlafen. 3mal bin ich aufgewacht, weil ich einen Albtraum hatte und konnte nicht mehr einschlafen. Auch wenn's komisch klingt, bin ich froh, endlich in die Schule zu gehen, um mich abzulenken.

Nojiko und ich sitzen wieder draußen, in der Küche und unterhalten uns.

„Wirst du heute Mister Ace wiedersehen?" frage ich. Ich konnte es mir nicht verkneifen. Obwohl ich weiß, dass Nojiko so was ärgert.

„Ich hätte dir nie von ihm erzählen sollen." Seufzt sie.

„Tut mir Leid. Wirklich. Aber ich glaube, du musst jetzt gehen. Es ist halb." Sie schaut noch einmal auf die Uhr, als ob sie es nicht glauben könnte, was ich sage.

„Hast Recht. Wir sehen uns heute Abend. Tschau, Süße." Sie schnappt sich ihre Sachen, gibt mir einen Schmatzer auf die Wange und geht. Kurze Zeit später mache ich mich auch auf den Weg.

Ich biege die Straße links ab und sehe eine Bushaltestelle in der Schüler sitzen und rauchen. Ich verabscheue das Rauchen. Auch wenn Bellemere es getan hat. Es ist ungesund, teuer und macht Mundgeruch. Ich könnte mich Stundenlang über das Thema aufregen, aber ich schiebe diese Gedanken erst einmal beiseite.

Vor der Schule stehen immer mehr Schüler, die sich zu kleinen Gruppen zusammengetan haben. Gott sei Dank schaut keiner zu mir. Sonst würden sie meine Nase sehen. Sie ist noch rot. Nicht mehr so doll wie gestern, aber man kann es noch ein bisschen erkennen.

Ich gehe auf den Hof und weiß nicht so recht, was ich tun soll. Es sind noch 10 min, bis es klingelt. Ich schaue mich nach bekannten Gesichtern um. Okay, eigentlich nach Robin und Ruffy, aber ich sehe sie nirgends. Dann muss ich mich wohl an die Mauer stellen und warten, bis es klingelt.

„Hey, Nami, hier sind wir." Die Stimme kenn ich noch zu gut. Sanji. Ich schaue in die Richtung, aus der die Stimme kam und sehe schon, wie er mir zuwinkt. Ich verdrehe die Augen, obwohl ich froh bin, dass ich nicht alleine dastehen muss.

Von weitem kann ich schon die Langnase, Sanji und Zorro sehen. Ich gehe zu ihnen hin und sehe die anderen auch schon.

„Guten Morgen, meine schöne." Schwärmt Sanji schon als aller erstes.

„Morgen" antworte ich, was allen gelten soll.

„Morgen" höre ich von ihnen und Blicke in die Runde. Es sind alle da. Sanji, der um Robin herumschwärmt. Lysop, der neben Zorro steht und ihn zutextet. Robin, die mich lieb anlächelt. Ruffy, dessen Blick meinen Streift, weil wir uns direkt gegenüber stehen. Was soll ich davon schon wieder halten. Naja, und neben ihm ein anderes Mädchen. Sie hat blaue lange Haare, die zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden wurden sind. Einen Mantel, der eng an ihrem Körper anliegt und schwarze Schuhe mit Pfennigabsätzen. Sie schaut mich böse, mit einer hochgezogenen Augenbraue, an.

„Du bist also Nami" fängt sie an, reckt ihr Kinn hoch und mustert mich von oben bis unten. Ich würde gerne wissen, was sie jetzt denkt. Die anderen haben aufgehört miteinander zu quatschen und hören uns zu.

„Mein Nami ist Vivi Nefeltari. Du hast sicher schon von mir gehört. Ich bin die Prinzessin dieses Landes. Mein Vater ist König Kobra." Das ist also die Prinzessin, von der mir Nojiko erzählt hat.

„Ähm, ja, ich hab schon von dir gehört. Freut mich dich kennen zu lernen." Ich reiche ihr die Hand. Sie schaut sie sich kurz an und guckt dann wieder hoch.

„Ich habe gehört, dass du dich beim Volleyball spielen verletzt hast. Also wirklich. Aber naja, was kann man von Leuten erwarten, die hier herziehen, nur um etwas mehr Geld zu verdienen." Inzwischen hab ich meine Hand schon weggezogen und schaue sie verdattert. Hab ich der irgendetwas getan? Oder warum keift die mich so an?

„Vivi, hör…" kommt Ruffy schon, aber ich unterbreche ihn.

„Was willst du damit sagen? Denkst du, du wärst was besseres, nur weil du ´ne Prinzessin bist?" Ich bin wütend. Richtig wütend. Was bildet die sich eigentlich ein?

„Natürlich, was glaubst du denn? Abgesehen davon, ist…" Weiter kam sie nicht, denn da ertönt die Schulglocke zum reingehen. Die kann froh sein. Ich schaue ihr in die Augen und halte dem Blick stand. Ich gebe nicht auf. Von so einer eingebildeten Ziege, die von nichts eine Ahnung hat, lasse ich mich nicht unterkriegen.

„Los komm Nami. Es hat doch keinen Sinn, wenn ihr euch streitet." Ruffy kommt zu mir und nimmt meinen Arm, um mich wegzuziehen. Aber ich stelle mich quer und bleibe stehen.

„Geht schon mal vor Leute. Wir kommen gleich nach." Ich sehe noch, wie Vivi von Sanji und Robin am Arm genommen wird, um zu gehen.

„Okay, aber beeilt euch." Ruft Lysop noch zu uns. Es wird doch nicht so toll, wie ich es mir gedacht habe. Ich bin immer noch wütend. Auf Vivi, auf mich, weil ich nichts mehr gesagt hab und auf Ruffy. Warum, weiß ich nicht so recht, aber er hält anscheinend nur zu Vivi. Ich spüre seinen Blick auf meinem Gesicht. Er sucht meinen Blick, doch ich sehe in die andere Richtung.

„Nami…" Er seufzt. Ich kann das nicht mehr ertragen. Jetzt hat er auch noch Mitleid mit mir. Das kann er sich sonst wo hinstecken. Ich reiße mich von ihm los und gehe. Mir wird kalt und ich reibe meine Hände.

„Nami!" ruft er. Er rennt hinter mir her.

„Jetzt warte doch mal." Und tatsächlich. Ich bleibe stehen und starre ihn an. Ich atme tief ein und aus. Das beruhigt mich wenigstens ein bisschen.

„Ruffy", beginne ich es ruhig „sie ist… Nein versuchen wir es anders. Was glaubst du, wie ich mich fühle? Von so einer… Möchtegern Prinzessin lasse ich mich nicht so runtermachen. Gestern noch, hast du gesagt, wir wären Freunde. Und jetzt? Es verlangt doch keiner, dich zwischen mir und ihr zu entscheiden. Du kennst sie sicher schon länger als mich, aber, ach ich weiß auch nicht." Er schaut mich an, ohne was zu sagen.

„Rrrrriiiinnnggg" es klingelt zum Unterricht. So schnell schon? Ich sollte lieber reingehen.

„Nami, es tut mir leid. Aber können wir das später klären? Ich kann es mir nicht leisten, noch einmal zu spät zu kommen." Endlich sagt er auch mal was. Und ich muss ihm sogar zustimmen. Obwohl ich ehrlich gesagt, keine Lust hab, das mit Ruffy noch später zu klären.

„Von mir aus." Ich gehe vor und Ruffy kommt mir hinterher. Eigentlich bin ich ihm nicht mehr böse. Es geht hier nur ums Prinzip.

Als wir vor dem Klassenraum stehen, klopfe ich an. Wir haben kein Wort miteinander gewechselt.

Ich gehe rein. Ruffy dich hinter mir. Im Klassenraum werden wir von ein paar Augenpaaren angeguckt, die sich aber nicht wirklich für uns interessieren. Die Lehrer, mit der wir jetzt haben, ist noch nicht da. Gut. Ich setze mich auf meinen Platz, neben Robin. Sie unterhält sich gerade mit Zorro und hat mich noch gar nicht mitbekommen. Erst als ich mich hinsetze, guckt sie zu mir. Muss ja ein sehr interessantes Gespräch sein, das sie mit Zorro führt.

„Alles in Ordnung?" fragt sie mich.

„Ja, alles klar." Ich will nicht über das, nicht vorhandene Gespräch, mit Ruffy reden. Sie lächelt mich an und wendet sich dann wieder Zorro zu. Seit wann ist der denn so gesprächig? Naja, mir soll's egal sein. In dem Moment, kommt die Lehrerin und entschuldigt sich, warum sie zu spät gekommen ist. Sie war im Stau stecken geblieben. Wer's glaubt. Sie fängt mit dem Unterricht an und ich höre zu, aber nur um mich abzulenken.

Der Tag ging recht schnell um. In den großen Pausen hab ich mich in der Cafeteria verkrochen, weil ich nicht mit Ruffy reden wollte. Ja, ich bin ihm aus dem Weg gegangen. Eigentlich ist das nicht meine Art. Sonst stell ich mich immer meinen Problemen, aber mit Ruffy ist das eben ein bisschen komplizierter. Er hätte aber auch zu mir kommen können und wir hätten geredet. Tja, Pech. Robin hat mir in den Pausen auch kurz Gesellschaft geleistet. In der 2. hat sie mich gefragt, wo ich wohne und ist dann wieder auf den Schulhof verschwunden. Das hat mich schon gewundert, aber ich habe mich nicht weiter darum gekümmert. Die Schulstunden waren ziemlich öde. Wir haben ein Test in Mathe geschrieben. Ich hab ein recht gutes Gefühl.

Diese Vivi hab ich den ganzen Tag nicht mehr gesehen. Gott sei Dank.

Morgen ist Mittwoch. Nur noch ein paar Tage und dann ist endlich Wochenende. Aber bis dahin ist noch eine Weile. Hausaufgaben haben wir keine auf. Ich setze mich auf die Couch und schaue ein wenig Fern. Ich zappe in den Kanälen und finde sogar ein Programm, das mich interessiert. Nachmittagsgerichtshows. Wie spannend. Ich seufze. So tief bin ich also gesunken. Naja, um den ganzen noch eine Krone aufzusetzen, hole ich mir aus der Küche einen Eistee und ein Glas und Sätze mich wieder.

Es ist schon vier durch. Nojiko kommt sicher wieder später. Ich mache ihr keine Vorwürfe, es ist nur…

„Ding Dong" Wer ist denn das? Kann man hier nicht mal in Ruhe fernsehen? Ich gehe zur Tür und überlege noch einmal, ob ich nicht so tun soll, als sei ich nicht da, entschließe mich aber doch hinzugehen. Ich drücke die Türklinke runter und schaue nach, wer mich stört.

„Ruffy?"

Ende