Snape trat ein, musterte Hermine kritisch und ließ die Tür ins Schloss fallen. Es war ihr Startsignal. Die Anspannung, die sie in den letzten Minuten empfunden hatte, war wie weggeblasen. Er war tatsächlich hier, so schnell.

"Jetzt habe ich die Blüten. Überlassen Sie sie mir? Verstecken kann ich sie leider nicht."

Bei den letzten Worten hob die Hexe das linke Bein vom rechten und legte es mit einigem Abstand auf die Tischplatte. Die so gespreizten Beine gaben einen direkten Einblick in ihre Mitte.

"Nicht das Sie mir noch unterstellen, ich hätte noch etwas anderes an mir versteckt. Sie sehen, hier ist absolut nichts."

Er nickte es ab, verharrte aber wo er war. Zu ihrer Erleichterung aber nicht etwa teilnahmslos oder ablehnend. Er starrte zwischen ihre Beine, sein Atem beschleunigte sich sichtbar.

"Wollen Sie sich genauer überzeugen?", flüsterte Hermine, als sie - absolut undamenhaft - die Beine noch weiter spreizend aufstand und um den Schreibtisch herum ging.

"Sie sehen sicher, ich kann absolut nichts verstecken."

Er nickte erneut und dann sagte er etwas, endlich.

"Der Rock ist recht eng. Zwischen Stoff und Haut könnte durchaus eine Kleinigkeit verborgen sein."

Hermine neigte den Kopf und tat als würde sie überlegen.

"Unmöglich, es würde sich abzeichnen", stieß sie in gespielter Entrüstung aus. Dann nahm sie einen tiefen, regelrecht seufzenden Atemzug.

"Aber Sie wollen sicher trotzdem, dass ich ihn anhebe?"

Wieder nickte er. Statt den Stoff zu raffen, griff sie aber in ihren Rücken und öffnete den Reißverschluss. Der Rock ging zu Boden, Hermine stieg aus ihm heraus und drehte sich langsam um sich selbst.

"Nichts", flüsterte sie.

Snape nahm einen tiefen Atemzug.

"Die Bluse aus, Granger", forderte er dann grollend. Ihre Vulva zog sich lustvoll zusammen. Mit zittrigen Fingern öffnete sie um Beherrschung bemüht Knopf um Knopf. Es kostete Überwindung, sich tatsächlich komplett auszuziehen, aber gleichzeitig genoss sie den Moment, als sie den Stoff teilte und den Blick auf sich spürte. Sie genoss, dass ihm ganz offensichtlich gefiel, was er sah.

"Absolut nichts, sehen Sie? Die Strümpfe auch?", wisperte die Hexe atemlos.

"Nein, da kann nun wirklich nichts sein. Und der Anblick ist gerade viel zu erregend, als das ich daran etwas ändern möchte."

Die Luft wurde ihr knapp, so schnell raste ihr Herz. Es zu hören war noch viel besser, als es nur in seinem Gesicht zu erkennen. Was sie tat, gefiel ihm.

Kurz maß er sie stumm mit einem prüfenden Blick.

"Wenn du vorhin nichts unter dem Rock versteckt hast, was hast du dann gemacht?"

Vor Anspannung ballte sie ihre Hände zu Fäusten und löste die Finger sogleich wieder. Ihre Stimme gehorchte im totalen Gegensatz dazu aber vollkommen. In gespielter Verzweiflung, begann sie: "Oh Professor, ich war-"

Er fiel ihr schnaubend ins Wort: "Professor wirkt gerade äußerst deplatziert."

Hermine zuckte mit den Schultern und begann von vorn.

"Oh Severus", und sie dehnte seinen Namen dabei verführerisch - "Ich war so schrecklich erregt, von dem, was ich gehört habe. Da musste ich einfach..."

Sie brach ab, doch ihre rechte Hand war schon längst auf ihre Brust gewandert und dann an ihr hinab. Jetzt lag sie auf ihrer Scham, fast so als wolle sie sich bedecken. Nichts lag ihr ferner! Viel mehr kostete es sie enorme Beherrschung, sich nicht ganz sanft selbst zu stimulieren.

Er nickte und schluckte angestrengt. Seine Stimme kratzte, als er nun sagte: "Dann war es sehr unhöflich und gedankenlos von mir, dich zu unterbrechen. Du kannst jetzt gern weitermachen."

Oh Merlin, das war nicht ganz das, was sie vorgehabt hatte. Und doch das, was ihr eben gerade noch durch den Kopf gegangen war. Schrecklich aufregend war es! Sie sah an sich hinab und keuchte schon auf das erste Fingerstreichen hin. Nahezu nackt masturbierte sie jetzt für Snape. Ausgleichende Gerechtigkeit nannte man das wohl. Sie lehnte sich ein Stück zurück und damit gegen den Tisch. Und dann ließ sie sich Zeit. Oder viel mehr wollte sie das. Hauchzart strich nur ihr Mittelfinger durch die Nässe und doch reichte es um sie innerhalb kürzester Zeit beben zu lassen. Ihre linke Hand klammerte sich haltsuchend am Tisch fest. Gerade als das angenehm Taube Gefühl in den Fingern Einzug hielt, als sämtliches Blut aus den Extremitäten in ihren Unterleib zu wandern schien, hörte sie, wie Snape seinen Gürtel öffnete. Überrascht riss sie die Augen auf und konnte so sehen, wie er die Hose hinabließ und sein wieder wunderbar pralles Glied so befreite. Ihre Bewegungen wurden fahrig, als er es rieb, langsam, mit dem Daumen hin und wieder über die Eichel streichend. Alles in ihr schrie auf, jetzt aufzuhören. Es könnte noch viel besser sein, wenn sie sich jetzt noch ein wenig zusammenriss.

Hermine ließ ihre Hand sinken, was auch den Mann in der Bewegung innehalten ließ.

"Es funktioniert nicht", seufzte sie. Als er darauf seine Hand von sich nahm und seine Miene kurz sichtbar irritiert wirkte, sich dann gar zu verfinstern drohte, fügte sie hinzu: "Ich wette, du könntest das besser."

Severus neigte den Kopf, als müsse er über das Gehörte nachdenken. Nach dem kurzen Moment des Zögerns bückte er sich, öffnete die Schnürsenkel seiner Schuhe und klickte diese dann von sich. Dann stieg er aus der Hose und Strümpfen und sie legte es ihm als Zeichen von Stil aus, dass er nun eben nicht mit Socken an den nackten Beinen vor ihr stand. Für Hermine sichtbar nahm er einen tiefen Atemzug, dann kam er tatsächlich zu ihr. Für die aufgeheizte Situation an sich, wanderte seine Hand merkwürdig langsam, fast zögerlich in ihren Schritt.

Ganz sanft strich er über ihre nackte Haut und als Hermine genießend die Augen schloss, überraschte er sie vollends. Ebenso verhalten küsste er sie. Zaghaft legte er seine Lippen auf ihre, das Spiel seiner Hand dabei aber nicht unterbrechend, viel mehr erhöhte er nun den Druck, was Hermine aufseufzen ließ. Als habe er genau darauf gelauert, schob er seine Zunge in ihren Mund.

Hermines Inneres geriet außer Rand und Band. Sie zuckte zusammen, irgendwie noch näher an ihn heran. Ihre Hände verkrallten sich in dem Hemd, das er noch immer trug. Er neigte sich ihr weiter entgegen, forderte sie so stumm auf, sich auf den Tisch zu setzen. Sobald sie saß, ließ seine Hand von ihr ab und er schob seine Hüfte quälend langsam gegen ihre. Er drang in sie ein und schien sie komplett auszufüllen.

Hermine japste, schlang ihre Arme um seinen Hals, obwohl sie sich gleichzeitig gern nach hinten gelehnt hätte, um ihr Becken in eine steilere Position zu bringen. Aber dafür hätte sie den so gar nicht mehr verhaltenen Kuss unterbrechen müssen. Verzehrend traf es nun eher. Nein, der Kuss durfte nicht enden. Als er mit einer Hand ihre rechte Brust umfasste, überrollte es sie. Sie stöhnte in seinen Mund, was ihn nur weiter antrieb, sein Tempo zu erhöhen. Und dann kam auch er. Er löste sich von ihren Lippen, stützte sich haltsuchend mit den Händen auf dem Tisch ab und keuchte dann irgendwie warm vibrierend. Mit jedem Stoß tönte er diesen wohligen, halb unterdrückten Laut.

Für eine ganze Weile galt es für Hermine nur zu versuchen, ihre Atmung zu beruhigen, doch dann meldete sich ihr Verstand zurück. Als erstes registrierte sie, dass Severus eine Hand an ihr Gesicht gelegt hatte und sie sanft streichelte. Als sie ihre Augen öffnete, fiel ihr Blick in seinen. Er musterte sie still. Die Hexe schluckte und hatte nicht die geringste Ahnung, was sie nun sagen sollte. Was sagte man zu dem Mann, der sie bis vor kurzem in Weißglut getrieben und nun in absolute Extase versetzt hatte? Erstmal gar nichts, denn dieser Mann neigte nun den Kopf und näherte sich ihrem Mund, erneut handelte er auffallend langsam. Fast so, als wolle er ihr die Tür zur Abwehr offen halten. Wie sollte sie ihn nach den letzten Minuten abwehren wollen? Sie hatte gerade den besten Sex ihres Lebens erlebt. Mit einem schrägen Vorspiel, dass seltsamerweise absolut ihren Nerv getroffen hatte. Ein kurzes Lächeln flammte deshalb in ihrem Gesicht auf, bevor sie ihm nur allzu bereitwillig entgegen kam. Ein zärtlicher Kuss war es, fast wollte sie ihn liebevoll nennen. Als er sich wieder löste, lächelte Hermine erneut. "Das war…", sie suchte nach einem passenden Wort und entschied sich für zwei: "schräg bis fantastisch."

Und er tat etwas Denkwürdiges und lächelte ebenfalls. Hermine schluckte, als ihr bewusst wurde, wieviel ansehnlicher Severus Snape durch ein so simples Mienenspiel wirkte. Und ansehnlich war wieder einmal eine Untertreibung. Oh Merlin, er konnte wirklich attraktiv sein. Vermutlich wirkte auch die Hormonbrille der Befriedigten, aber nicht nur. Alles an ihm wirkte in diesem Moment weniger hart, weniger kantig.

"Das trifft es ziemlich genau", erwiderte er da. "Auf jeden Fall hat es jede Vorstellung in den Schatten gestellt."

Nun war es an ihr, zuzustimmen. Sie nickte und horchte gleichzeitig auf, erschienen seine Worte ihr doch wie ein Türöffner zu den Fragen, die sie sich vor nicht mal einer Stunde in ihrem Quartier gestellt hatte.

"Jede klingt nach mehr als zwei Mal."

Zunächst reagierte er gar nicht, dann setzte er zum Sprechen an, um doch wieder abzubrechen. Und als würde er einen inneren Kampf mit sich selbst entscheiden, schüttelte er dann kaum merklich den Kopf. Das Nein war aber nicht für sie bestimmt, denn schließlich antwortete er tatsächlich.

"Häufig, ja."

Sie nickte und es war wohl für ihn abzusehen, wohin dieser Wortwechsel führen würde, denn als Hermine nun "Seit wann?" fragte, antwortete er augenblicklich. Und ausweichend.

"Schon eine ganze Weile."

Mit diesen Worten zog er sich aus ihr zurück. Statt sich nun aber, wie von Hermine in diesem Moment befürchtet, einfach gänzlich zurückziehen, tat er genau das nur einen halben Schritt weit. Seine Hand strich ihren Hals hinab, über ihre rechte Brust und immer weiter an ihre herunter. Hauchzart streichelte er die Innenseite ihres rechten Oberschenkels, scheinbar in Kreisen, aber sich doch immer mehr ihrer Scham nähernd.

"Und weil es so beeindruckend war, hätte ich nichts gegen eine Fortsetzung. In meinem Quartier?"

Hermine nickte es sofort ab. Severus drehte sich um und sammelte seine Kleidung vom Boden auf. Sie tat es ihm gleich und wollte sich dann für den kurzen Weg nur den Umhang überziehen.

"Bitte mit Rock und Bluse", stieß er mit einem echten Grinsen im Gesicht aus. Hermine lachte auf. Und zog die knappe Kleidung wieder an.