Kapitel 4: Schwere Krankheiten und treue Freunde

Es ist nur noch eine Woche bis zum 30. Oktober und somit dem ersten Tag des Turniers. Viele Schüler werden zunehmend unruhiger und aufgeregter. Es gehen Gerüchte um, dass sich insgesamt 150 Schüler angemeldet haben. Natürlich rätselt man, wer sich angemeldet hat und so auch die Freunde am Frühstücktisch. Liu und Remus haben den Freunden noch nicht erzählt, dass sie sich entschlossen haben zusammen teilzunehmen, es soll doch eine Überraschung sein.

„Also ich habe gehört, dass Malfoy auch mitmachen wird!" meint Peter.

„Stimmt, Wurmschwanz. Das hab' ich auch gehört!" meint Sirius.

Lily verzieht das Gesicht.

„Na ich weiß nicht, seid ihr sicher?"

Die beiden nicken und Lily schüttelt ungläubisch den Kopf.

„Snape soll auch mitmachen!" wirft Jenny ein.

„Is' nicht wahr!" kommt es von James.

„Doch wahr , und wenn alles stimmt, was so erzählt wird, dann macht auch Carolin mit!"

Peter haut es förmlich um. Sofort schaut er Jenny in die Augen und scheint ganz ernst zu sein. Jenny weicht ein wenig zurück, er wirkte so unheimlich.

„Carolin soll mitmachen?"

Jenny nickt nur stumm, doch da hellt sich Peters meine wieder.

„Schön!"

Liu und Remus dagegen schwiegen. Liu will nicht wirklich mitreden, sie hat Angst, dass sie sich verplappert und die Überraschung versaut. Sie ist glücklich am Turnier teilnehmen zu können und ist Remus sehr dankbar dafür, dass er das mit ihr durchzieht. In zwischen haben sie schon ein Muggellied gefunden, das ihnen beiden gefällt und üben auch schon fleißig. Meistens in der Früh, wenn die anderen noch schlafen und Remus normalerweise lernt. So schöpfen die anderen keinen Verdacht. Liu schaut neben sich zu Remus. Doch dieser ist mehr als nur nicht am Gespräch beteiligt. Er sieht abwesend aus. Richtig Geistesabwesend. Seine Haut wirkt äußerst dünn und blass, so als wäre sie abgestorben. Er hat angeschwollene Augenringe, als hätte er wochenlang nicht mehr geschlafen. Alles in allen sieht er erschreckend krank aus. Auch Sirius, der schräg gegenüber von Remus saß merkte das und meint mit ernsten Blick.

„Moony, alles in Ordnung?"

Kraftlos und müde schaut Remus zu Sirius und ein stummes und schwaches Kopfnicken war die Antwort. Doch Sirius stand schweigend auf, ging zu Remus und half ihm auf die Beine.

„Los, komm schon!" meint er immer noch ernst.

Dann nickt er den beiden Jungs zu. Peter und James verstehen sofort und springen ebenfalls auf, um Remus zu helfen.

„Was ist denn los?" fragt Liu besorgt.

Peter dreht sich zu den Mädchen um und meint lächelnd:

„Ach nichts, Remus ist nur ein wenig übel. Ähm, bis später im Unterricht!" mit diesen Worten dreht er sich um und läuft den anderen hinterher.

Lily seufzt.

„Remus kann einem Leid tun!" meint sie mit einer mitleidiger Stimme.

Jenny und Liu schauen sie fragend an. Lily fährt fort ohne weiter auf die beiden zu achten.

„Seit ich ihn kenne ist er mindestens einmal im Monat krank. Die Jungs versuchen das zu verbergen, aber ich hab's natürlich bemerkt. Ich bin mir sicher, dass Remus irgendeine ernste Krankheit hat. Aber er scheint nicht darüber reden zu wollen, also lass ich es lieber, ihn zu fragen!" erzählt sie zu Ende.

Besorgt schaut Liu Richtung Ausgang. Was er wohl hat?

„Die ... die Anderen scheinen zu wissen was er hat?" meint sie langsam und bedacht.

Sie schaut Lily und Jenny an. Diese nicken und Jenny ballt die Faust.

„Warum sagen sie uns nichts? Wir sind doch Freunde!"

Die drei senken traurig den Kopf. Liu verstand das nicht. Sie hatte sich in den letzen Wochen so oft mit Remus getroffen, aber ihr ist nie aufgefallen, dass es ihm nicht gut geht oder das er krank ist. Nun ist es Jenny die seufzt, doch der bedrückte Gesichtsausdruck auf ihrem Gesicht verschwindet schnell wieder und sie schaut die beiden Freundinnen ernst an.

„Wir werden es herausfinden!" meint sie und schaut Liu tief in die Augen , während sie das sagt.

Doch Liu schaut zur Seite. Aus irgendeinem Grund schaffte sie es nicht dem Blick ihrer Freundin stand zu halten.

„Gute Idee!" , kommt es von Lily.

„Ich schlage vor, dass jede von uns mit einem redet!"

Wieder knackst Jenny mit den Fingern.

„Ich nehme mir Sirius vor. Der schien ganz genau zu wissen wie es Remus geht und was er hat!"

Lily blickt nun auch sehr ernst drein.

„Ich rede mit James!" meint sie.

„Dürfte nicht schwer sein!" ein Grinsen trat auf Lilys Gesicht.

Sie wusste durch aus, dass James sich in sie verguckt hatte und er erzählte ihr eigentlich alles was sie wissen wollte. Liu überlegt und meinte dann:

„Ich glaube ich rede mit Remus selbst einmal."

Die anderen beiden nicken und schließlich meint Lily noch:

„Ja, falls das nichts bringt, was ich nicht glaube, fragen wir halt noch Peter!"

„Oder Romulus!" wirft Jenny ein.

Entschlossen von ihren Vorhaben gehen die drei in Richtung Kerker zur ersten Unterrichtsstunde. Doch die vier Plätze neben ihnen bleiben leer. Die Jungs kamen nicht in den Zaubertränkeunterricht. Auch in der zweiten Stunde war nichts von den Rumtreibern zu sehen. Erst in der dritten Stunde als die Mädchen sich auf den Weg in das Klassenzimmer von Professor McGonegall machen treffen sie auch Sirius, James und Peter.

„Und was gibt's?" meint Jenny freundlich.

Die drei Jungs sahen alle drei ein wenig bedrückt aus doch schnell verstecken sie ihre besorgten Gesichter und James meint lächelnd:

„Was soll's geben?"

Lily schnaubt ein wenig böse und meint dann:

„Was ist mit Remus?"

Sirius verschränkt lässig die Arme hinterm Kopf und meint:

„Och, der hat scheinbar was falsches gegessen. Er wird nicht zum Unterricht kommen, er soll sich ein wenig ausruhen meinte Madam Allgood."

Mit den Worten von Sirius machen sich die Freunde weiter auf zum Klassenzimmer von Professor McGonegall.

Der Unterricht scheint schier unendlich und nach dem Abendessen verabschieden sich die Jungs ungewöhnlich schnell von den Mädchen und rennen aus dem Schloss. Die Mädchen wundern sich darüber und laufen ihnen hinterher. Doch als sie vor dem Schloss stehen sahen sie niemanden. Die Jungs scheinen vom Erdboden verschluckt. Nur Dunkelheit. Eine seltsame Stimmung zerreißt die Luft. Lily schaut zum See. Er lag ruhig und friedlich da und spiegelte das wunderschöne Mondlicht wieder.

„Schaut euch das an!" meint sie und die anderen beiden schauen ebenfalls zum See.

Er war wirklich wunderschön. Das silberne Mondlicht schimmerte wunderschön im ruhigen nachtblauen Wasser. Jenny schaut zum Himmel um den Mond anzuschauen.

„Ist der Mond nicht wunderschön wenn er so voll und rund ist?"

Die beiden anderen Freundinnen stimmen ihr zu. Jenny grinst die beiden Freundin nach einem Blick auf die Uhr an.

„Es ist 20 Uhr. Ich habe gehört, dass um diese Uhrzeit, der Mond seine gefährlichste Strahlung hat!"

Die Freundinnen schauen Jenny entsetzt an.

„Gefährlichste Strahlung?" fragen sie wie aus einem Mund.

„Ja!" meint Jenny und grinst weiter.

„Ich habe gehört, dass sich genau in dem Moment wenn der Mond seine gefährlichste Strahlung abgibt sich die Werwölfe verwandeln!"

Liu schaudert es ein wenig bei den Gedanken an diese Wesen. Sie sind gefährlich, sie sind Bestien und sie sind grauenhaft. Lily schüttelt den Kopf.

„Ach so ein Unsinn!"

Doch Jenny verharrte auf ihrer Erzählung und Lily und sie fingen an zu Diskutieren. Die Jungs sind vergessen und die Drei machen sich auf den Weg in die Betten.

Ein schmerzerfüllter Schrei zerreißt die Luft. Schmerzen, Schmerzen die keiner für möglich halten kann zerren an dem Geschöpf , das da am staubigen Boden dieser alten verlassenen und halb verfallenen Hütte sitzt. Schwer atmend wälzt es sich am Boden und ringt nach Luft. Sein Kopf füllt sich an als würde er zerspringen und jeder Teil des Körpers verursacht unvorstellbare Schmerzen. Licht fällt auf die Gestallt. Das helle Mondlicht dringt durch eines der Fenster in die Hütte. Die Gestallt schaut plötzlich auf. Die Moosgrünen Augen auf die leuchtende Scheibe gerichtet. Merkwürdiges Keuchen quellt aus der Kehle der Person und die leuchtenden Augen werden matt. Rotes aufblitzen in den Augen. Ein gefährliches Funkeln. Die Zähne spitzen sich zu und werden länger. Sie kommen wieder. Die Schmerzen. Unerträgliche Schmerzen. Jeder Knochen im Körper verändert sich. Alle Organe und Muskeln nehmen andere Formen an. Immer begleitet von den schrecklichen Schmerzen. Immer wieder diese Schmerzen. Die Gestallt will schreien , doch das einzige was seine Kehle verlässt ist ein Jaulen. Ja, ein lautes langes Heulen. Der Ruf eines Wolfes durchbricht die Nacht. Der Geist, der in der heulenden Hütte spukt ist erwacht.

Am nächsten Tag scheint Remus wieder kerngesund zu sein , als er mit den anderen drei Jungs zusammen zum Frühstück in die große Halle kommt.

„Guten Morgen!" meint er fröhlich zu den Mädchen , die ihn wie einen Geist anstarrten.

„Wie geht es dir?" fragt Lily schließlich.

Remus lächelt sie wie immer an und meint:

„Bestens!"

„Das ist gut!" wirft Jenny ein und versucht aus irgendeinem Grund das Thema zu wechseln.

Schnell ist sie zu Ende und meint dann:

„Ich bin satt. Ich glaub ich mach einen kleinen Morgenspaziergang um den See."

Sie schaut einmal in die Runde und Sirius grinst sie an.

„Weißt du was? Ich begleite dich!" meint er.

Jenny war davon zwar überrascht, aber es kam ihr gerade gelegen, dass Sirius sie begleiten wollte. Die beiden stehen auf und gehen aus der Halle.

„Ich muss noch einen Brief an meine Mutter schreiben, wenn ihr mich also entschuldigen würdet." , meint Peter freundlich und verlässt ebenfalls die Halle.

Lily und Liu schauen sich an und plötzlich grinst auch Lily. Sie wendet ihren Blick ab , nimmt James Hand und meint:

„Ich brauche noch was aus der Bibliothek. Kommst du mit?"

James seufzt tief nickt aber dennoch und schon machen sich die beiden auf den Weg. Liu und Remus sitzen nun als letztes noch an dem Tisch. Liu, die scheinbar immer noch nicht versteht was Lily ihr andeuten wollte, schaut den beiden verärgert nach.

„Also wenn die mit James in der Bibliothek nur ein Buch holen will , fress' ich doch 'nen Besen!"

Remus der noch immer isst meint:

„Seh' ich auch so. Und Jenny und Sirius gehen sicher auch nicht nur spazieren. Hast du Sirius grinsen gesehen?"

Liu nickt.

„Stimmt, da hast du recht."

Sirius und Jenny sind schon eine Weile unterwegs, aber sie haben noch nicht einmal den halben See geschafft. Schweigend gehen die beiden nebeneinander her. Keiner sagt etwas. Es ist auch kein Vogel zu hören oder irgendein anderes Tier. Es ist mucksmäuschenstill. Jenny fühlt sich irgendwie komisch. Sie ist unruhig und dauernd schielt sie zu Sirius hinüber und jedes Mal , wenn sie ihn sieht, fühlt sich ihr Magen an als würde er springen und von tausend Schmetterlingen getragen werden. Das kannte sie sonst nicht. Sicherlich ging es ihr schon einmal so, als sie mit Sirius alleine war , aber dennoch kam es ihr irgendwie fremd vor. Plötzlich spürt sie etwas. Eine warme Männerhand an ihrer eigenen. Ein wenig erschrocken starrt sie auf ihre Hand. Sirius' Hand hielt die ihre fest. Jenny fühlte sich schon fast als würde sie schweben. Sirius, Sirius Black hält ihre Hand fest und geht mit ihr am See spazieren. Die Stille wird plötzlich unterbrochen als Sirius meint:

„Machen wir eine kleine Pause?"

Jenny öffnet den Mund um ihm eine Antwort zu geben, doch aus ihrem Hals kommt kein Ton, woraufhin sie nur nickt. Schweigend setzen sich die beiden ans Seeufer und wieder muss Jenny dauernd zu Sirius schielen. Was dachte er wohl gerade? Jetzt in diesem Moment , in dem er immer noch ihre Hand hält und auf den See blickt. Sirius schaut zu Boden. Er atmet tief durch und guckt dann in Jennys Augen. In ihre leuchtend orangen Augen. Diese Augen , die ihn immer wieder so verzaubern. Er will was sagen , doch bringt auch er keinen Ton heraus als er ansetzt , und so schwiegen sie sich weiter an , immer noch die Hand des anderen haltend.

James hat sich in einen Sessel fallen lassen , während Lily immer noch die Regale absucht. Außer ihnen ist niemand in der Bücherei und das findet Lily auch gut so. So kann sie ungestört mit James reden.

„Du James..."

„Hm." kommt es nur von dem schwarzhaarigen Jungen aus dem Sessel.

„Ich frage mich schon lange , was Remus eigentlich hat."

Lily sieht, wie James erst etwas geschockt ist und dann schnell überlegt und antwortet:

„Nichts, was sollte mit ihm sein?"

Lily geht zu ihm und geht in die Knie um mit ihm auf gleicher Augenhöhe zu sein.

„Lüg' mich nicht an, James Potter! Ich weiß doch genau, dass etwas nicht stimmt! Seit ich euch kenne ist Remus einmal im Monat krank oder zufällig weg! Das ist nicht nur merkwürdig , sondern auch extrem auffällig! Also, was hat er?"

James schaut seinem Gegenüber lange in die grünen Augen bevor er jedoch den Blick abwendet und starr auf einen unsichtbaren Punkt in der Luft starrt.

„Ich..." fängt er leise und langsam an.

„Ich kann es dir nicht sagen."

Lily schaut ihn erstaunt an.

„Wieso?" will sie wissen und ihre Stimme klingt dabei etwas enttäuscht.

Wieder seufzt James.

„Weil ich einem Freund ein Versprechen gegeben habe."

Lily steht auf und schaut James zum Teil beleidigt , zum Teil traurig an.

„Nicht einmal mir kannst du es sagen?"

James steht ebenfalls auf und schaut Lily bedrückt an. Ein keines Seufzen ist von ihm zu vernehmen, vorsichtig streicht er ihr eine Strähne aus dem Gesicht und meint:

„Nein, nicht einmal dir , Lily..." mit diesen Worten dreht er sich um und geht zur Tür hinaus.

Jenny hat sich gefasst und dachte an die Abmachung der Mädchen. Ernst schaut sie den Jungen neben sich an. Sie zieht ihre Hand weg und meint dann:

„Sirius, bitte sag mir was los ist!"

Dieser schaut sie erst ein wenig verdutzt an und fragt dann:

„Was...soll denn los sein?"

Jenny schaut ihn weiterhin ernst an.

„Was fehlt Remus?"

Sirius schaut, scheinbar etwas traurig, zur Seite.

„Ähm... was meinst du?" sagt er zögernd.

Jenny bleibt ernst.

„Er war krank, was hatte er?"

„Das haben wir euch doch schon gesagt. Er hatte etwas falsches gegessen..."

Sirius blickt in Jennys Augen und merkt, dass sie ihm nicht glaubte. Doch was sollte er ihr denn erzählen?

„Weißt du, wir machen uns Sorgen. Lily hat erzählt, dass Remus öfters krank ist. Also?"

Sirius seufzt nur anstelle einer Antwort.

„Sirius! Ich will wissen was unser Freund hat!"

Ein sarkastisches Lachen dringt aus Sirius Kehle hervor.

„Oh nein, Miss McCollin, dass wollen sie nicht wissen. Glauben sie mir, dass wollen sie nicht wissen. Nicht wirklich!"

Jenny schaut ihn verwundert in die Augen. Es scheint so als würden sie sie fesseln. Sirius steht auf und meint nur zu Jenny:

„Wir sollten weitergehen. Es ist noch ein weiter Weg bis zum Schloss!"

Jenny wird aus ihren Gedanken gerissen.

„Aber..."

Doch Sirius hat sich schon auf den Weg gemacht. Schnell steht Jenny auf und rennt ihm hinterher. Ob er jetzt böse auf sie war?

Liu und Remus waren in ein leeres Klassenzimmer gegangen , um zu üben. Sie hatten das Lied nun schon ein paar mal gesungen und beide konnten es eigentlich ziemlich gut. Gut, an manchen Stellen hingen sie noch ein wenig, aber das würden sie schon noch hinbekommen. Auch Liu ist in mittler Weile eingefallen ,was die Mädchen besprochen hatten. Allerdings hatte sie sich noch nicht getraut Remus zu fragen. Doch schließlich nimmt sie all ihren Mut zusammen.

„Du Remus..."

Remus schaut sie sofort an und lächelt sie freundlich an.

„Ja?" fragt er sie.

Liu überlegt, wie sollte sie ihn denn fragen? Doch dann sprudelt es einfach aus ihr raus.

„Was für eine Krankheit hast du, dass du immer wieder krank wirst?"

Remus Augen weiten sich. Er sieht richtig geschockt aus. Er blickt zu Boden und als seine Stimme erklingt, klingt sie einst traurig einst sehr ernst und entschlossen.

„Ich will nicht darüber reden!"

Liu schaut ihn mitleidig an.

„Aber wenn du drüber redest, können wir dir helfen." Meint sie hartnäckig.

Remus schaut sie immer noch nicht an und seine Stimme wird noch trauriger.

„Mir kann man nicht helfen!"

Liu will nicht nachgeben und so will sie weiter nachhacken.

„Aber..."

„NEIN!"

Remus schaut sie nun tot ernst an und in seinen Augen steht förmlich geschrieben was er sagen will. Liu lässt es bleiben. Sie merkt, dass es Remus quält und dass er mit niemanden darüber reden will. Liu schließt die Augen und meint ruhig.

„Wenn du nicht willst... zwingen wird dich keiner dazu, darüber zu reden... aber wenn du dennoch jemanden zum reden brauchst... ich bin immer da. OK?"

Remus nickt dankbar und die beiden beschließen die anderen zu suchen.

Abends im Mädchenschlafsaal , reden die drei Mädchen noch lange zusammen. Jenny wirkt äußerst sauer.

„Ach , so ein Mist! Sirius wollte mir nichts sagen und aus Peter haben wir auch nichts rausbekommen!"

Lily seufzt.

„Stimmt, das war schon ein kleiner Schock für mich, dass James mir es nicht sagen wollte. Das hätte ich nie gedacht. Ich dachte, er sagt mir immer alles."

„Tja." , Meint Jenny nur dazu .

Liu dagegen ist sehr schweigsam und in sich gekehrt. Sie starrt nur an die Decke und denkt nach. Doch da wird sie von Jenny aus den Gedanken gerissen.

„Hey Liu, was is'n?"

Liu schüttelt den Kopf.

„Ach nichts , ich wunder mich nur ein wenig."

„Worüber?" Will nun auch Lily wissen.

Liu seufzt herzhaft.

„Nun, als ich mit Remus gesprochen habe, habe ich richtig gesehen wie es ihn quält, was auch immer es ist und er will trotzdem nicht darüber reden. Mit niemanden!"

Wieder kommt nur ein „Tja." Von Jenny. Lily überlegt und meint dann:

„Aber den Jungs hat er es ja scheinbar auch gesagt."

Liu schüttelt den Kopf.

„Nicht zwangsläufig. Vielleicht haben sie es auch irgendwie anders erfahren. Vielleicht hat es ihnen Madam Allgood gesagt , weil Remus zusammengebrochen ist... oder so."

„Und wenn schon!" wirft Jenny ein.

„Uns sagt sie es sicher nicht , wenn wir sie einfach fragen."

Die anderen beiden stimmen ihr zu. Lily gähnt einmal herzhaft. Sie sind eigentlich alle schon ziemlich müde.

„Wir finden schon noch raus, was es ist!" meint sie und legt sich in ihr Bett.

„Gute Nacht!"

Auch die anderen gehen zu Bett und es dauert nicht lange , bis sie eingeschlafen sind und was sie nicht wissen ist, dass ein paar Räume weiter vier Jungs sich ernsthaft den Kopf darüber zerbrochen haben, wie sie die Mädchen davon überzeugen können, dass es Remus „gut" geht. Doch eine Lösung hatten auch sie vor dem Einschlafen nicht gefunden.