Hallo,
Ist euch schon mal aufgefallen, dass wir gar nicht wissen wann Harry Ferienanfang hat?
Ich gehe einfach mal großzügig von zwei Monaten Ferien aus. Also, den ganzen Juli und August. Ich denke, dass dürfte hinkommen, Internate haben ja meist lange Sommerferien.
Es geht weiter:
Am nächsten Morgen war Harry der erste, der aufstehen musste, er genoss es das Haus für sich zu haben. Er fütterte Hedwig mit einem Keks ging ins Bad, zog sich an und ging leise die Treppe hinunter um ja niemanden aufzuwecken. Er schaltete die vorbereitete Kaffeemaschine an und mixte sich ein Müsli zusammen. Während er aß, dachte er voll Schadenfreude an gestern zurück. Dudley hatte von seiner Mutter einen totalen Einlauf bekommen, erst kam er spät zum vereinbarten Treffpunkt und dann war er noch angetrunken. Harry hatte es genossen dabei zuzuhören, er selber fand den gestrigen Abend sehr gelungen und war sehr entspannt ins Bett gefallen. Das er heute so früh wieder auf sein musste machte ihm nicht allzu viel aus. Man sah ihm aber leicht an, dass er nicht gerade viel Schlaf bekommen hatte.
Das waren auch die Gedanken von Lucius Malfoy las er Harry eine halbe Stunde später sah, befriedigt und übernächtigt. Das machte ihn ziemlich wütend und auch ganz schön eifersüchtig.
„Du siehst heute etwas müde aus, war wohl eine lange Nacht."
„Ach es geht, ich habe gut aber kurz geschlafen."
„Und dem Lächeln um den Mund zufolge in den Armen einer lieben Person."
Harry dachte nur ‚Was soll das? Ist er meine Mutter?', aber er sprach beherrscht: „Nun, ich habe ihn zwar nicht in mein Bett mitgenommen, aber ich wüsste auch nicht, was sie das angehen sollte. Außer es stört sie, dass diese Person männlich war."
„Nun, es geht mich nichts an, und, dass sie mit einem Mann in irgendein Bett hüpfen auch nicht." Er grinste Harry arrogant an.
Und wie es ihn störte, Harry und Lucius hatten sich an die Arbeit gemacht, aber jeder dachte über den anderen nach. Harry war leicht angefressen von der Arroganz des Mannes. Der war wiederum fürchterlich eifersüchtig und bekam einfach nicht aus seinem Kopf den Gedanken von seinem Gärtner, der sich stöhnend mit einem anderen umherwälzte. Lucius bekam dann auch über Mittag Besuch von Lord Voldemort, sie aßen gemeinsam und besprachen ein paar geschäftliche Details und was man zum Treffen in einer Woche noch vorbereiten muss. Dazu gingen sie in das Konferenzzimmer, das äußerst geschmackvoll in Blautönen gehalten war. Dekoration gab es nicht, nur einen großen ovalen Tisch in der Mitte. Sie setzten sich einander gegenüber. Als sie soweit alles für den heutigen Tag geklärt hatten, brachte Voldemort das Gespräch auf Harry Potter.
„Dumbledore will Potter dieses Jahr länger bei seinen Verwandten lassen, viele im Orden sind darüber nicht gerade glücklich." Voldemort hatte heute den Brief dazu erhalten.
„Nun, da kann der Junge noch länger das gemütliche Leben dort genießen." Lucius blickte in ernste braunrote Augen.
„Sie behandeln ihn wohl nicht gut, Mrs Weasley hat mir dann nämlich auch geschrieben, ich soll doch bitte Albus umstimmen, McGonogall auch."
„Sirius wird doch sowieso das machen, was er will." Lucius war sich sicher, dass sie den Jungen früher als geplant sehen werden.
„Den Jungen fragt aber dabei niemand, bei Merlin er weiß ja noch nicht mal von dem Pakt zwischen uns." Das machte beiden Sorgen, der Junge reagierte sicher nicht gut auf Todesser im Hauptquartier des Phönixordens.
Beide sahen sich kurz ernst an, bis sich ein dreckiges Grinsen auf das Gesicht des dunklen Lords schlich.
„Also, wie sieht es bei dir und deinem Gärtner aus?" Lucius seufzte ziemlich frustriert und wollte eigentlich nicht antworten, aber er kam nicht gegen Voldemort an.
„Er kam heute überaus befriedigt und übernächtigt zur Arbeit, als ich ihn darauf ansprach meinte er nur er habe Sex mit einem Mann gehabt. Er scheint schon vergeben."
„Sonst hast du sich von solchen kleinen Details auch nicht aufhalten lassen."
„Du hast recht, ich bin irgendwie ziemlich wütend." Und wie es dem dunklen Lord schien auch eifersüchtig, sein treuester Gefolgsmann hatte dieses Funkeln in den Augen, dass nicht nur von bloßer Wut sprach. Es war also was ernsthaftes im Busch.
Lucius verbrachte den Nachmittag über seiner Arbeit, er konnte sich aber nicht gut darauf konzentrieren, ständig drängte sich eine bestimmte Person in seine Gedanken. Jetzt wurde Lucius richtig wütend und kurzentschlossen machte er sich auf die Suche nach dem Gärtner, den er an der Terrasse fand, dort waren sie allein, die übrigen Gärtner waren alle an der anderen Seite des Hauses beschäftigt. Er buddelte gerade irgendwelche Blumen ein, Lucius konnte zu denen nur die Farbe sagen: blau.
Harry sah erstaunt von seiner Arbeit auf, er hatte nicht damit gerechnet, dass er Besuch bekam, sein Zorn war schon längst wieder verflogen. Er war nur auf die Bemutterung sauer gewesen. Aber er musste zugeben, dass wenn seine Tante wüsste, dass er tatsächlich schon Sex hat, er von dieser ein Donnerwetter abbekommen würde. Abgesehen davon lenkte es wunderbar ab, wenn man ziemlich stumpfsinnig eine Blume neben die andere setzt, während man auf die dornenreichen Rosenbüsche dahinter Acht geben muss.
„Hallo, sie hätten vielleicht auch dornenlose Rosenbüsche mitbestellen sollen."
„Sie sind verflucht, man kann sie nicht mehr rausrupfen." Harry zuckte bedauernd die Schultern und wandte sich wieder seiner Arbeit zu.
„Es stört mich."
Harry blickte irritiert auf, „was, die Sträucher?"
„Nein, das von heute morgen, dass du mit jemandem geschlafen hast."
„Ich wüsste nicht was sie das angeht." Harry wurde schnippisch
„Es geht mich sehr wohl was an, wenn du mit irgendjemand anderem ins Bett steigst."
Harry stand erbost auf und ging auf Lucius zu, „wir waren in keinem Bett und es geht sie überhaupt nichts an."
Lucius hatte aber schon die Entfernung zueinander überbrückt und den Gärtner an sich gezogen und gab ihm einen Kuss, der war drängend und leicht brutal ausgeführt.
Harry war viel zu erstaunt gewesen um sich im ersten Moment zu wehren, dann tat er es aber mit aller Vehemenz. Er schaffte es sich etwas wegzuschieben und einmal „Hey!" zu rufen. Dann aber wurde er diesmal an Hüfte und Schulter wieder herangezogen, aus dieser Position konnte er sich nicht befreien.
Bei diesem Kuss beherrschte sich Lucius etwas mehr, die Brutalität verschwand, nicht aber das Drängen. Er drängte sich noch mal näher an den jüngeren, bevor er von dessen Mund abließ.
„Würden sie mich bitte loslassen." Harry wollte so schnell wie möglich in die Freiheit und sich unter irgendeinem großem Stein, oder wahlweise in einer tiefen Erdspalte verstecken.
„Nein, sonst bist du weg. Ich möchte mit dir reden. Hast du gar nicht bemerkt, dass ich dich will."
„Nein, wie denn auch. Sie haben nie was gesagt." Harry war trotzig und würde am liebsten die Arme verschränken, aber das ging aus Platzmangel nicht.
„Dafür, dass du schon Sex hast bist du ziemlich naiv."
„Na und, die sagen zumindest was sie wollen."
„Die?"
Mist, da hatte Harry sich gerade in Erklärungsnot gebracht, aber vielleicht schreckte die Wahrheit den Malfoy ab. „Also, ich habe bislang mit keinem zweimal Sex gehabt, von ein paar weiß ich ja noch nicht mal die Namen, von dem gestern auch nicht. Also lassen sie mich jetzt gefälligst los."
„Nein, ich denke du sagst die Wahrheit. Daran müssen wir was ändern. Du schläfst ab heute nur noch mit mir."
Harrys Blick war nacktes entsetzen und er konnte nur noch stottern, „Aber, ihr Sohn."
„Der ist weit weg in Frankreich."
„Nein, vom Alter her, vom Alter her kann ich ihr Sohn sein."
„Das stimmt wohl und stört mich nicht sonderlich, fallen dir sonst noch irgendwelche Argumente ein, warum ich dich jetzt nicht gleich flachlegen soll?"
Harrys Geist arbeitete fieberhaft, er fand aber keine, obwohl doch eines, „die anderen sind hier irgendwo."
„An der anderen Hausseite und wir gehen rein, zu meinem Bett. Sonst noch was?"
Harry fand kein, kein einziges Argument mehr. Vielmehr fielen ihm jetzt Argumente für den Blonden ein, sehr zu seinem großen Schock, er hatte Erfahrung, er war augenscheinlich gut gebaut, hatte Muskeln und konnte küssen.
‚Scheiße ich möchte mit ihm schlafen!', zu mehr Gedanken war Harry nicht mehr fähig.
Lucius bemerkte auch das schwinden der Gegenwehr und das gefiel ihm. Der nun folgende Kuss wurde erwidert.
„Ich bin voll Erde."
„Das können wir gleich ändern."
Als Harry sich im Bad die Hände wusch, ging ihm nur der Gedanke ‚ich habe gleich Sex mit Malfoy' durch den Kopf. ‚Und mir gefällt der Gedanke.'
Lucius stand wenige Meter vom Badezimmer entfernt, während der Kleine im Bad war hatte er den Hauselfen Anweisungen gegeben. Jetzt nahm er ihn in Empfang, der Junge sah erst auf ihn und nahm dann wohl erst richtig seine Umgebung wahr. Den Weg hierhin hatte er ja in einer Art Trance verbracht, Lucius hatte ihn ein paar mal um Tische, die überall in den langen Fluren standen herumführen müssen.
Harry wurde in eine Umarmung gezogen und innig geküsst, dann wurde der Weg zum Bett fortgesetzt, es stand in dem riesigen Raum noch einiges entfernt. Harry vermutete, dass es alt war, da hatte er recht massives Rosenholz aus dem achtzehnten Jahrhundert, über dessen vier Bettpfosten sich ein Baldachin spannte. Harry stellte erstaunt fest, dass der rot war mit goldenen Stickereien.
„James." Lucius sprach ihn sanft an. „Wenn du nicht willst ist jetzt deine letzte Fluchtmöglichkeit, gleich werde ich mich kaum noch zurückhalten können."
Harry schüttelte stumm den Kopf, er wollte das jetzt. Er setzte sich vorsichtig auf den Bettrand und Malfoy kam zu ihm hin, er bog den Kopf des jüngeren zurück und beugte sich hinab um diesen erneut zu küssen. Dann wurde Harry das Shirt über den Kopf gezogen auch Malfoy schälte sich aus der ersten Lage seines Anzugs. Harry fand es aber ungerecht schon halbnackt zu sein und wollte das Hemd aufknöpfen, Lucius entfernte aber sofort die schlanken und sicherlich sehr geschickten Finger von der Knopfleiste.
Harry wurde auf das Bett gedrückt und seine Schuhe wurde ihm ausgezogen, dann widmete sich Lucius aber sofort wieder dem Mund Harrys und auch dessen entblößtem Oberkörper.
„Sag mir, was dir gefällt."
„Äh, na ja weiß nicht."
Lucius sah den Kleinen prüfend an, wenn der mit der Sprache nicht rausrückt, musste er eben anrücken. Erst mal der Hals, dieser wurde mit Zähnen und Zunge bearbeitet.
„Gefällt dir das?" Harry konnte nur noch nicken, sein Sprachvermögen hatte sich verabschiedet. Er hatte vorher nicht gewusst, dass er dort so empfindlich war. Das seine Brustwarzen noch empfindlicher waren auch nicht, als Lucius leicht über sie geleckt hatte schrie er erschrocken auf, als er dann Zähne um sie spürte musste Harry tief stöhnen. Da Harry nun für Lucius deutlich auch erregt war zog er ihm die Hose aus, von dem Boxerslip darunter in schwarz, oder eher dessen Inhalt war er angetan. Lucius zog Harry in die Bettmitte und griff nach der Unterhose.
„Du bist noch komplett angezogen," Harry war leicht beleidigt, er war schon nackt, aber der andere machte ja noch nicht mal Anstalten sich ebenfalls auszuziehen.
„Gleich mein Schatz, wir haben Zeit." Lucius führte das aus, was er tun wollte und betrachtete Harry halbsteifes Glied mit entzücken, es war zwar nicht sehr groß, aber dafür schön geformt. Harry wurde unter dem Blick puterrot und wand sich leicht auf dem Bett, und stoppte damit abrupt, als sich eine Hand um das Glied schloss und auf und ab rieb. Harry musste einfach stöhnen und er begann sein Becken zu bewegen um die Empfindungen zu intensivieren, dabei stellte er die Beine auseinander. Lucius musste über den ungestüm lächeln, es machte ihn aber auch scharf. Aber jetzt hatte er genug herumgespielt, das hier war eine ernste Angelegenheit, er nahm sich das Gleitgel vom Nachttisch und spritzte etwas davon in Harry Pospalte. Das Bett würde danach zwar eingesaut sein, aber er musste die Laken schließlich nicht waschen. So machte er weiter und verrieb das Gel, erst nur in weiten Kreisen um den Anus herum, dann aber immer näher heran und schließlich ließ er seinen ersten Finger eintauchen. Die andere Hand war immer noch mit dem Glied von Harry beschäftigt, der dadurch gar nicht so recht mitbekam, dass da bereits ein Finger in ihm war, den zweiten spürte er dann aber doch. Er riss die Augen auf und schloss sie aber auch kurz darauf wieder genießerisch, ihm gefiel die Behandlung von zwei Seiten. Das merkte auch Lucius und so war schon bald ein dritter Finger in Harry, daran musste er sich kurz gewöhnen, die Hand an seinem Glied hatte ihn aber schon bald wieder abgelenkt.
Als sich der Malfoy von Harry entfernte stöhnte der frustriert auf und sah ihn wütend an, aber dann genoss er schon bald den Ausblick auf den entkleideten Körper. Das war wahrscheinlich durch Magie so schnell gegangen, und richtig, da lag der eine Zauberstab, der andere Zauberstab stand vielmehr. Harry war beeindruckt von der Größe, und etwas eingeschüchtert, wieder wurde ihm deutlich, dass er hier einen Erwachsenen Mann vor sich hatte. Der war dann im nächsten Moment zwischen seinen weit gespreizten Beinen. Er legte sich ein Bein von Harry über die Schulter und hob dadurch das Becken von ihm mit an.
Lucius platzierte sein Glied vor Harry Eingang und sah ihm noch mal in die Augen, als er nur Lust darin fand drang er vorsichtig in den Körper ein, der Anfang ging problemlos, dann traf er aber auf ein Hindernis. Lucius bot all seine Selbstbeherrschung auf um langsam einzudringen und dem Körper unter sich Zeit zum gewöhnen zu geben. Als er komplett in Harry war hielt er erneut kurz inne und begann einen Rhythmus aufzubauen, der beiden gefiel. Harry wusste nicht mehr was er machen sollte, so hatte er noch nie Sex gehabt, noch nie so intensiv und auch lange, wie er feststellen musste. Er war mehr als nur bereit zu kommen, aber eine Hand um seinen Penis verhinderte dies, und der Malfoy schien noch weitermachen zu wollen. Harry stöhnte und schrie auch zwischendurch mal auf, wenn eine empfindliche Stelle in seinem inneren getroffen wurde. Als sich diese Treffer häuften hinderte aber auch die Hand an seinem Glied ihn nicht davon zu kommen und er tat es mit einem lauten Lustschrei.
Lucius konnte seinen Orgasmus dann auch nicht mehr zurückhalten, er kam und stützte sich nach Luft schnappend ab um nicht auf den Körper unter ihm zu fallen. Noch einige Zeit war nur das Keuchen und Luftschnappen der beiden zuhören. Lucius rollte sich zur Seite und lag nun neben dem jungen Zauberer. Harry hatte sich langsam beruhigt und konnte wieder klar denken, wusste aber nicht was er sagen sollte. Es war schön gewesen, sogar sehr schön, der beste Sex den er je hatte, aber langsam kam in ihm auf, dass er ihn mit dem falschen gehabt hatte.
„Also, mein Lieber jetzt sag mir alles über den sicherlich schnuckeligen Typen, den du gestern abgeschleppt hast." Sarah saß Harry gegenüber und sah ihn herausfordernd an, er schenkte ihr aber wenig Aufmerksamkeit.
„Harry! HUHU!" Sie wedelte vor seinem Gesicht herum.
„Was ist?" Harry sah sie erstaunt an, er hatte die letzte Stunde, praktisch, nach dem er das Schlafzimmer von Lucius verlassen hatte in Trance erlebt. Er war von den anderen zu Hause abgesetzt worden und dann direkt von Sarah zu ihr herüber komplementiert worden. Jetzt waren sie in ihrem Zimmer, sie saß auf dem Boden, Harry auf ihrem Schreibtischstuhl.
„Gestern Abend! Dein mysteriöser Lover!"
"Ach so, keine Ahnung, was soll mit dem sein?"
„Harry!" Sarah sah ihn entsetzt an und ihre Stimme war erregt, „weißt du etwa noch nicht mal seinen Namen."
„Äh, nein." Harry hatte zumindest die Anmut rot zu werden. Sarah vergrub die Hände im Gesicht. Dann sah sie ihn an, ihr Gesicht war genauso wie Harrys gerötet.
„Was ist mit dir los? Mal ganz davon abgesehen, dass du noch nicht mal den Namen des Kerls kennst mit dem du dich gestern vergnügt hast. Du bist heute nicht ganz da, gestern war doch noch alles okay."
„Ja, du hast recht. Ich stehe etwas neben mir." Harry drehte sich leicht hin und her. Sarah wartete darauf, dass Harry weiterredete. Mittlerweile wusste sie, dass es nichts brachte Harry zu drängen. Sie wartete.
„Ich habe, fürchte ich mit dem falschen geschlafen, " sagte Harry mit trauriger Stimme und seufzte tief.
„Du weißt ja noch nicht mal wer er ist."
„Nein nicht der, der heute."
Sarah sah Harry erstaunt an und fragte, „ wann war das denn? Du bist doch gerade erst von deiner Arbeit nach Hause gekommen."
„Es war auf der Arbeit, mit dem Arbeitgeber." Harry musste als er das sagte noch mal seufzen.
„Was ist daran denn falsch, der Kerl muss Kohle haben." Sarah dachte äußerst praktisch, ihre Mutter würde aber, wenn sie ihre Tochter so hören würde sie in eine Klosterschule stecken.
„Die habe ich auch. Ich kann dir dummerweise leider nicht sagen, was zwischen uns los ist." Sarah wusste, dass Harry eine Menge Geheimnisse hatte. Ein paar hatte sie aber mittlerweile auch herausgefunden. Durch Zufall hatte sie jetzt noch in paar mehr herausgefunden. Vermutlich noch sein größtes.
„Ich habe etwas für dich, es kam heute." Sie nahm einen Brief von ihrem Nachttisch und reichte ihn Harry. Der warf einen Blick darauf, erkannte die Schrift und sah erstaunt zu Sarah.
„Was? Du kennst sie?"
„Ja, wir wohnten nur zwei Häuser auseinander, als ich Hermine in einem der Briefe von dir erzählt habe hat sie nun auch einen Brief an dich geschrieben. Sie kann dir nicht direkt schreiben, über Muggelpost geht es aber."
„Du weißt von Zauberern?!" Harrys Gesichtsausdruck war einmalig, sie hatte ihn noch nie so entsetzt gesehen.
„Ja, wenn man seine beste Freundin ständig bei den unmöglichsten Sachen, wie fliegende Gegenstände oder bei ihrem Liebling explodierende Wasserflaschen beobachtet merkt man was." Sarah musste bei der Erinnerung daran grinsen, es war immer sehr lustig gewesen.
„Ich bin baff. Den Brief werde ich später lesen, kann ich dir die Antwort geben?"
„Klar, null problemo. So und jetzt sag mir was los ist." Sie ging in die Vollen.
„Hat dir Hermine von dem Konflikt erzählt."
„Ja, alles über Todesser, damit ich mich schützen kann." Harry nickte und war sich sicher, dass Hermine alles grundlegende erzählt hat.
„Nun ja, er steht auf der anderen Seite und man kann ihn wohl als rechte Hand von Voldemort bezeichnen."
„Ach du Scheiße! Bist du verrückt geworden! Du musst das Motto „Make Love not War" nicht so ernst nehmen." Sarah schrie ihn so laut an, dass ihre Mutter ein Stockwerk tiefer erbost nach oben zurückrief, sie seien nicht im Affenhaus.
„Ich weiß ja auch nicht wie das passieren konnte." Harry jammerte, mittlerweile wurde ihm seine Situation immer mehr bewusst. Eine Situation auf die er kaum Einfluss hatte, wenn es rauskam war er am Arsch.
Woanders in einem kleinen Apartment, dass er mit seinem Freund José und seinem kleinen Bruder bewohnte machte Nick sich für die Nacht fertig. Er wusch sich, legte etwas Make-up auf und zog sich dünne eng anliegende Kleidung an.
„Tschüß Nicky, schließ ab."
„Tschüssi, mach ich, keine Sorge." Der ältere machte sich aber immer Sorgen um seinen kleinen Bruder, José war nämlich manchmal nicht gerade zurechnungsfähig, von den Freiern, die er ab und an nach Hause brachte mal ganz abgesehen.
Heute musste er schon wieder woanders hin, die bei der Disko waren nämlich auf ihn aufmerksam geworden und hatten ihn weggeschickt. Na ja, er war auch so blöd gewesen und hatte sich so hingestellt, dass er den Eingang sehen konnte. Reingehen kam nicht in Frage, die Türsteher würden ihn sofort als Stricher erkennen und nicht reinlassen. Aber er hatte Harry gesehen, war aber nicht schnell genug gewesen ihn noch vor dem Eingang abzufangen. Also musste er warten, bis Harry rauskam, da hatte ihn aber schon einer von der Security gesehen und verscheucht.
Er würde es in drei Tagen noch mal versuchen, dann hatte Harry auch Geburtstag. Die Wahrscheinlichkeit war groß ihn dann zutreffen. Er hatte leider keine Nachricht am Spielplatz hinterlassen können, José hatte sie einfach woandershin geordert, dabei war es dort recht angenehm gewesen. Aber José hatte halt Pech gehabt und wurde in Flagranti von einer wütenden Ehefrau erwischt. In einer für den Mann kompromittierenden Position. Die Polizei, die die Frau daraufhin gerufen hatte, wäre schnell auf die Jugendgang am Spielplatz aufmerksam geworden. Diese neue Situation gefiel Nick nicht, er musste ständig woandershin in Straßen, die er nicht kannte und zu neuen Kunden, das war immer ein Risiko. Zumindest verdiente er das gleiche wie vorher und konnte für seinen Bruder sorgen. Da er jetzt auch Siebzehn war, brauchte er sich auch nicht mehr davor fürchten von der Zauberwelt Besuch zu bekommen, die Nicky mitnehmen und wieder bei der Mutter abliefern würden.
Also auf in eine neue Nacht.
Bis zum nächsten Mal
mogeta
R&R
