Danke für euere Reviews Leute das bedeutet mir echt viel

Alya: Im ersten Kapitel wird Draco von seinem Vater beim Namen genannt, deswegen weiß sie wie er heißt.

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„Dem großen Lord?"

Draco nickte kurz und lehnte sich an den hölzernen Pfosten seines Himmelbettes. Einige Fragen brannten ihr auf der Zunge, doch sie wagte es nicht sie auszusprechen.

„Dem großen, dunklen Lord. Es ist eine Ehre ihn zu treffen", antwortete er düster. „Und jetzt geh... mach dich fertig. In einer halben Stunde brechen wir auf."

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Pünktlich stand sie, in einen schwarzen Umhang gehüllt, vor seiner Tür und klopfte zaghaft an. Darauf betrat sie zögerlich den Raum.

„Ashlyn", schnarrte Draco ungeduldig und winkte sie zu sich. Doch er war nicht mehr alleine. Neben ihm stand ein Junge, etwa gleich alt wie der Malfoy Erbe. Der Junge grinste sie anzüglich an, woraufhin sie gleich ihren Blick senkte. Malfoy drückte ihr barsch eine längliche, dunkelgrüne große Schatulle in die Hand; er dachte nicht daran sie seinem Freund vorzustellen – sie war doch eh nur seine unbedeutende Untergebene.

„Trag das", wies er sie unfreundlich an und wandte sich ab um sich einen Umhang umzuwerfen.

„Wo hast du denn die Kleine her?" Es war das erste Mal, dass der andere Junge etwas sprach; sein Blick verharrte auf Ashlyn. Er ließ sie keine Sekunde aus den Augen und dem Mädchen rann es kalt den Rücken hinab. Dieser dunkelhaarige Junge hatte etwas unheimliches, gefährliches an sich, dass Ash auf keinen Fall näher kennen lerne wollte.

Draco machte eine wegwerfende Handbewegung. „Das willst du nicht wissen, Adrian", antwortete er beiläufig, während er sich durch die Haare fuhr und einen prüfenden Blick in den Spiegel warf.

„Ein Schlammblut?", fragte er neugierig. Ashlyn versuchte einfach nicht hinzuhören – wahrscheinlich würde sie wieder nur beleidigt werden; ganz gelang es ihr nicht.

„Nicht einmal das, Adrian. Nicht einmal das", erwiderte Draco herablassend.

Adrian machte große Augen und lachte verblüfft. „Du willst sagen, dass...?"

Draco warf ihm einen gereizten Blick zu. „Ja, genau das." Er öffnete die Lade seines Schreibtisches und sah sich dann im Zimmer um. Anscheineden suchte er etwas.

„Ein Muggel? Du bringst einen dreckigen Muggel nach Malfoy Manor?"

Ashlyn presste verkrampft ihre Lippen zusammen. Hör nicht hin, beschwor sie sich selbst. Einfach nicht hin hören.

Als Draco nichts darauf erwiderte, sprach Adrian weiter. „Und hast du sie schon ausprobiert?" Da war wieder dieser Blick. Ashlyns Hände, in denen sie die Schatulle trug, begannen zu zittern und sie schloss ihre Augen um nicht in Adrians schauen zu müssen. Warum? Warum zum Teufel musste sie sich so etwas gefallen lassen?

Draco ließ ein verächtliches Schnauben ertönen, während er endlich zu finden schien, was er gesucht hatte: seinen Zauberstab. Er war neben dem Briefbeschwerer gelegen. „Sie ist ein Muggel. Reicht dir das nicht als Antwort?" Nachdem er seinen Stab in der Innentasche seines Umhangs verstaut hatte, fügte er hinzu: „Wir können gehen."

Adrian lachte erneut und machte einen Schritt auf das blonde Mädchen zu; prüfend streckte er eine Hand nach ihr aus und umfasste ihr Kinn. Ihr Unterkiefer bebte und ihr schienen beinahe die Tränen zu kommen. Seine Berührung schmerzte schon fast und seine Nähe war unerträglich. Es war schon fast schlimmer als bei Draco.

„Ich würde sie mir zu gerne einmal für eine Nacht ausborgen."

Das war zu viel; Ashlyn glitt die dunkelgrüne Schatulle aus der Hand und diese viel scheppernd zu Boden. Gleichzeitig wich sie einen Schritt zurück und die erste Träne floss ihre Wange entlang.

Draco kam mit eiligen Schritten zu ihr herüber. „Was fällt dir ein?", schrie er;

Ashlyn registrierte erst, dass die Worte ihr galten und nicht Adrian, als sie die Wucht seines Schlages in ihrem Gesicht fühlte. „Wie kannst du nur so ungeschickt sein?" Wamm. Das Bild vor ihren Augen rauschte kurz; sie stürzte auf ihre Knie. Doch er zog sie sofort wieder in die Höhe und drückte ihr erneut die Schatulle in die Hand. Noch nie hatte sie jemand geschlagen, nicht so; musste sie sich an diese Behandlung gewöhnen? Eher würde sie versuchen zu fliehen... ob in die weite Welt oder in den Tod war völlig gleich. Diese.. diese Zauberer waren das abscheulichste Volk, dass sie je kennen gelernt hatte.

„Und jetzt kommt. Wir müssen los, den Lord warten zu lassen, könnte sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken", herrschte Draco und schritt energisch aus dem Raum. Negativer als die Wirkung die du auf meine Gesundheit hast?, fragte sich Ash zweifelnd. Doch sie beeilte sich benommen ihm hinterher zu kommen, dicht gefolgt von Adrian.

Verwirrt und mit den Nerven völlig am Ende stand sie zwischen Draco und Adrian vor einem Kamin, in dem ein Feuer brannte; genau wie ihr Gesicht und ihre Augen. Sie konnte sich nicht mehr zusammen reißen. Die Tränen rannen wie von selbst.

Am Rande bemerkte sie wie Draco aus einem Samtbeutel Sand nahm und ihn an Adrian weiter reichte. Dann hielt er Ashlyn auffordernd seine Hand entgegen und sie ergriff sie. Malfoys Finger waren eisig kalt, genau wie die Blicke die er für das Mädchen übrig hatte. Draco warf das Pulver in den Kamin, die Flammen verfärbten sich kurz. Er setzte einen Fuß in die Flammen und Ashlyn keuchte erschrocken. Verdammt, was tat er da? Er zog sie hinter sich in das Feuer. Das Mädchen ließ einen kurzen Schrei ertönen, als ihr Fuß durch die Flammen glitten.

Gerade als sie bemerkte, dass es sie nicht verbrannte, hörte sie wie die Worte: „Garten des Leviathan" Dracos Lippen verließen und ein dunkler Schleier zog sich vor ihren Augen zu.

Als er sich wieder aufzog, schnappte Ashlyn panisch nach Luft. Was war da eben passiert? Sie ließ ihren Blick hektisch schweifen und stellte fest, dass sie immer noch in dem Kamin standen – nein das stimmte nicht ganz. Sie befanden sich zwar immer noch in einem Kamin, aber es war nicht mehr der selbe.

Draco zog sie mit sich aus den Flammen; Ashlyn stolperte kurz und kassierte erneut einen missbilligenden Blick von ihm. Er fügte hinzu: „Putz dir dein Gesicht, du siehst aus wie ein Rauchfangkehrer."

Schnell fuhr sie sich mit einem Ärmel über ihr Gesicht und stellte fest, dass sie tatsächlich voller Ruß war. Ein kurzer Blick genügte um fest zu stellen, dass Draco unversehrt geblieben war; sie konnte ein verärgertes Schnauben gerade noch unterdrücken.

„Draco, da seid ihr ja!" Eine Frau mit blonden Haaren und spitzem Gesicht kam auf sie zu geeilt. Kurz schloss sie den Malfoy in die Arme. Sie wirkte gehetzt und nervös. „Der Lord erwartet euch. Kommt schnell, bevor er ungehalten wird."

„Ja, Mutter", sagte Draco kurz und warf einen Blick hinter sich zu dem Kamin aus dem Adrian gerade stieg. Gemeinsam verließen sie die Halle und betraten eine weitere. Sie war länglich und am anderen Ende befand sich eine Erhöhung mit einem Treppenaufgang. Ein langer, smaragdgrüner Teppich führte dort hin und an dessen Ende stand ein Thron. Das Licht im Raum war gedämpft und fiel aus schmalen Fenstern an den Wänden.

Gerade in diesem Moment betrat ein Mann den Saal und die Luft schien schlagartig zu frieren.

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Ich weiß es ist kurz... Aber ich hatte wenig Zeit zum Schreiben.. Verzeiht, das nächste Mal wird es wieder mehr sein, versprochen