Sorry, dass ich so lang nichts geschrieben hab, irgendwie hatte ich keine Lust mehr die Geschichte weiter zu schreiben und wirklich gute Einfälle hatte ich im Sommer auch keine, irgendwie war da ein buchstäbliches Sommerloch. Ich hoffe, dass ich nun öfter neue chapter updaten kann.
4. Das Date oder „ War das schon das Ende"
Ein kurzer Blick auf seinen Wecker zeigte Harry, dass er noch einige Stunden hatte bis er sich mit Brunhild traf. So lehnte er sich zurück um sich etwas auszuruhen, als er so da lag und seine Gedanken schweifen ließ, zogen diese wieder zu dem merkwürdigen Talisman hin,den Harry nun trug. Wer hätte ihm dieses eigenartige Geschenk schicken sollen, einerseits hatte er bis jetzt nur positive Erfahrungen mit dem Hammer gemacht ,doch könnte sich dies schnell ändern.
Als Harry sich fragte welcher alte verschrobener Zauberer wohl Raben anstatt von Eulen als Boten verwendete, begann sich seine ganze Gedankenwelt unaufhörlich um dieses einzigartige Amulett zu drehen. Die beiden Überbringer machten es überflüssig daran zu denken, dass es möglicherweise nur ein Muggleglücksbringer sein könnte. Es war, da war sich Harry ganz sicher, ein magisches Artefakt. Dies sagte ihm nicht nur seine Intuition sondern, auch die radierende wohlige Wärme deutete darauf hin, dass der Hammer ein mächtiges magisches Objekt sein musste. Dennoch trotz des Umstandes, dass der Hammer nach allem was Harry wusste ein Schutztalisman sein musste, ahnte Harry tief in seinem Inneren, dass der Talisman seinen magischen Kern veränderte. Harry fürchtete sich, er fürchtete sich davor, was aus ihm werden könnte. Nichtsdestotrotz wollte er den Hammer nicht ablegen, denn er hatte seine fürchterlichen Albträume getilgt, welche ihm den Schlaf raubten, selbst erst nach einer Nacht erholsamen Schlafes fühlte Harry sich ungewohnt lebendig. So ging der junge Zauberer das Risiko ein und entschloss sich das Medaillon umgehängt zu behalten. Als er weiterhin vor sich hin sinnierte, fiel sein Blick plötzlich auf den fürchterlich gefärbten Wecker auf seinem Nachttisch und flog prompt vor Schock aus dem Bett.
Viel zu lange hatte er in Gedanken geschwelgt und nun war kaum noch Zeit sich für sein Date anzuziehen. Und wiederum verfiel Harry in eine Starre und überlegte kurz, war es nun ein Date oder war es keins. Erneut durchzuckten ihn seine Lebensgeister und schnell kramte er in seinem Schrank nach jenen Klamotten, welche Harry vor kurzem noch als unnötiges Geschenk abgetan hatte nun aber froh war, dass er sie besaß. Hermione, als ob sie irgendwann so eine Situation vorausgesehen hätte, hatte ihm einen Gürtel und ein passendes schwarzes T-Shirt geschenkt. Harry hatte sich damals über die Sinnlosigkeit ihres Geschenks gewundert. Nun musste er nicht komplett versifft vor Brunhild stehen.
Einige Zeit später schritt Harry nun aus der Haustür des Ligusterwegs 4. Zielstrebig, aber dennoch mit einem Kribbeln im Bauch verließ er das Grundstück und betrat den Rasen, den er heute Morgen noch notdürftig geflickt hatte. Plötzlich zuckte Harry zusammen, eine fremde Stimme krächzte „Achtung", es klang nicht nach einer menschlichen Stimme und als Harry seinen Blick auf einen nahe gelegenen Baum richtete erblickte er den eigenartigsten aber dennoch wunderschönsten Vogel den er bis jetzt gesehen hatte. Es war ein großer weißer Rabe, was nicht gerade typisch für den Ligusterweg war. Insgeheim hoffte Harry, dass seine Verwandten ihn nicht mit dem Tier in Verbindung bringen würden.
Eschrocken zuckte er zusammen als das prächtige Tier krächzte, für Harry hörte es sich weniger wie die Laute eines Vogels an, sondern eher wie Worte. Oder besser gesagt, immer wieder ein Wort, „Schicksal". Als Harry das Wildtier näher beäugte lief ihm ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter. Der weiße Rabe blickte Harry mit einem Auge an und irgendwie schien es dem Teenager als ob das Tier bis ins Innerste seiner Seele blicken könnte.
Als Harry einen Schritt näher zum Baum auf dem der Vogel saß tat, hörte er hinter sich eine helle Fraunestimme rufen „Hi Harry!". Sofort erkannte Harry Brunhilds wunderbar helle Stimme und kehrte dem Vogel den Rücken zu, was dieser mit einem verärgerten Krächzen quittierte und verschwand. Was Harry jedoch nicht mehr bemerkte war, dass der Vogel nicht weggeflogen war, nein, sondern sich einfach in Luft aufgelöst hatte. Doch der schwarzhaarige Teenager war schon viel zu sehr mit seinem heutigen Date beschäftigt um dies überhaupt noch mit zu bekommen.
Harry ging Brunhild entgegen und streckte die Hand aus um sie zu begrüßen. Diese schüttelte Harrys Hand jedoch nicht, sondern nahm seine Hand und zog ihn näher an sich heran nun gab sie ihm ein Küsschen auf die rechte und auf linke Wange. Von dieser stürmischen Begrüßung total perplex brauchte Harry erst wieder ein Weilchen bis in seiner Gedankenwelt alles wieder in gewohnten Bahnen lief. Schließlich bekam auch er einen halbwegs passablen Satz als Begrüßung zu Stande.
„Also Harry. Ich würde gerne etwas shoppen gehen und du siehst aus als ob du auch ein paar neue Klamotten brauchen könntest, mein Freund.", sagte Brunhild als ob sie diesen Satz die letzten Stunden auswendig gelernt hatte. „Was hältst du davon!" setzte sie noch hinzu
Langsam lies er das Gesprochene ins sich hinein sickern und sagte, „Wie wärs wenn wir mit dem Taxi in die Mall fahren, vorne um die Ecke ist ein Taxistandort „, wobei er ans Ende vom Ligusterweg zeigte, wo das Heck eines Taxis über die Ecke der Gasse hinaus schaute.
Mit einem Aufschrei der Freude nahm Brunhild Harry am Arm und zog ihn den Ligusterweg hinauf, dorthin wo man das Taxi sehen konnte. Irgendwie hatte diese junge Frau etwas an sich das Harry grinsen lies und ihn mit neuem Elan füllte. Er konnte das Gefühl nicht beschreiben, es fühlte sich an als ob all seine Bürden von seinen Schultern gefallen wären und sein Gehirn mit einer wabbligen gelleartigen Masse ausgetauscht worden wäre.
Schon nach ein paar Minuten hatten sie den Taxistandort erreicht und er wurde von Brunhild in das erst beste hinein gezogen ohne eine Chance zu haben sich zu wehren. „Zur Mall bitte!", sagte Brunhild und ließ sich in die lederbezogene Rückbank fallen. Nun ergriff Harry endlich die Initiative und fragte „Was führt die eigentlich nach Britannien, warum bist du her gezogen?" Blitzartig verschlechterte sich Brunhilds Laune und Harry hoffte insgeheim, dass er nichts Falsches gesagt hatte. Schnell ergriff sie Harrys Hand und drückte sie leicht, dann sagte sie,
„ Es war nicht deine Schuld Harry. Es ist wegen meine Eltern, s..si.sie sind bei einem Unfall gestorben. Sie waren auf einer Sommerwanderung zu ihrem 20.Hochzeitstag. Nachdem sie sich mehrere Tage nicht gemeldet hatten wurde meine restliche Familie nervös, sie waren schon öfters in einem Funkloch gewesen, doch solange hatte es nie gedauert. Schließlich alarmierten wir die Polizei. Sie fanden die beiden, doch leider war es zu spät für sie. Eigenartiger Weise zeigten sie keine Anzeichen für eine Verletzung. Ich hielt den Schmerz nicht mehr aus, ich verließ das Land in dem ich geboren wurde und machte mich auf nach Britannien. Kurz zuvor hatte ich einen Brief von meinem Onkel bekommen. Er war mich einmal zuvor besuchen und meinte ich sollte ihn jederzeit kontaktieren wenn ich mal nach England kommen sollte. So bin ich hergekommen, doch konnte ich ihn noch nicht finden." Schließlich kehrte ein Lächeln auf Brunhilds Lippen zurück und sie sagte,"Witzigerweise wollte er Island nicht mit den üblichen Transportmitteln verlassen, sondern er fuhr mit einem alten Wikinger Schiff, dass er und Dad gebaut hatten zurück nach England. Ich kann mich noch an den Sommer erinnern als ich an den Klippen stand und ihm winkte. Ich hoffe nur er hat es damals nach England geschafft."
Plötzlich hielt das Taxi und Harry erkannte, dass sie bei der Mall angekommen waren. Als Harry sein Geldbeutel zog und bezahlen wollte sagte der Taxifahrer, oder eher die Taxifahrerin, wie Harry an der Stimme erkannte, „Lass stecken Kleiner, so ein liebes Pärchen wie euch für ich gerne um sonst."
Diese Stimme konnte Harry aus hunderten heraus erkennen, Tonks! Harry blickte in den Rückspiegel und die junge Frau zwinkerte ihm zu. Lächelnd verließ Harry das Taxi und schaute Brunhild fragend an, welche bis jetzt bedrückt zu Boden geschaut hatte. Doch plötzlich blickte sie auf und fing an zu grinsen. Harry fühlte sich wie vom Blitz getroffen als sie seine Hand nahm und ihn durch die Drehtür zerrte. Nach diesem Tag würde Harry wohl nie wieder mit einer Frau einkaufen gehen.
Als erstes landeten die beiden bei einem Schuhgeschäft und Harry, noch unerfahren mit der Beziehung Frau Schuh, wusste nicht was der Verkäufer damit meinte, wie er denn in der Männerhöhle gelandet war. Er einige Minuten später hatte Harry erkannt wo er hinein geraten war. Nicht nur, dass er bei jedem Schuh quittieren musste wie er denn an Brunhild aussah, wobei er sich große Mühe geben musste nichts Falsches zu sagen, nein er musste nebenbei auch noch Schuhe für sich selbst aussuchen. Irgendwie hatte ihm sein Date dazu überredet sich auch neue Schuhe zu kaufen und als er an seinem Körper hinab sah und an den alten ausgetragenen Turnschuhen ankam, wusste er was sie gemeint hatte. Er meinte sogar, noch ein bisschen von dem widerlich schwarzgrünem Basiliskenblut sehen zu können, denn ihm waren die Turnschuhe damals um so viel zu groß gewesen, dass sie ihm heute gerade etwas zu klein waren.
Schließlich verließen sie das Geschäft nachdem Harry seine neuen Schuhe bezahlt hatte. Brunhild jedoch wollte sich ihre Schuhe nicht von Harry zahlen lassen, da sie meinte, er solle sich lieber neue Sachen darum kaufen. Sofort wechselte er in sein neues Schuhwerk und warf seine alten Turnschuhe in den nächsten Mistkübel. Die bezaubernde junge Dame an seiner Seite hatte Harry gekonnte dazu überredet keine Sneakers, sondern Lederschuhe zu kaufen, die nun überhaupt nicht mehr zu Harrys zu großen abgetragenen Jeans passten. Das Muster des Leders erinnerte ihn irgendwie extrem an die schuppige Haut des Basilisken, dessen Blut auf seinen alten Turnschuhen klebte.
Nach einem stundenlangen hin und her und wieder zurück und einem dort und da hin, war Harry nun völlig am Ende und meinte mindestens die Hälfte seines Geldes ausgegeben zu haben. Als Harry an einem Spiegel vorbeilief besah er sich einmal von oben bis unten. Lange hatte er sich nicht mehr in den Spiegel geschaut, aus Angst Voldemort darin zu sehen. Immer noch quälte ihn die Vorstellung, dass er Tom Riddle ähnelte. Doch dieser junge Mann dort in dem Spiegel hatte nichts mit Tom gemeinsam und irgendwie dachte sich Harry, dass auch er sich selbst kaum mehr erkannte. Sein chaotisches Haar war noch so zerzaust wie eh und je, nur war es in den letzten Monaten noch ein gutes Stück gewachsen. So konnte man nur noch leicht die für Harry Potter charakteristische Narbe erkennen. Nun blickte Harry sich das erste Mal in die Augen und erkannte wie fremdartig einem seine leuchtend smaragdgrüne Iris vorkommen musste, fasst wie von einer anderen Welt. Die weichen kindlichen Züge seines Gesichts waren den harten männlichen gewichen und der leichte Flaum um seine Lippen und sein Kinn, den er sich bis jetzt wegrasiert hatte, war einem Bart gewichen. Schließlich schaut Harry an seinem Körper hinab. Unter seinem schwarzen T-Shirt zeichneten sich Muskeln ab, welche in all den Jahren durch Quidditch und seine Abenteuer entstanden waren. Statt der ausgetragenen Jeans von Dudley trug er nun eine schwarze gut sitzende Hose und in seiner rechten Hand trug er eine Papiertasche voll mit Gewand, unter anderem hatte ihn Brunhild überredet einen schwarzen langen Ledermantel zu kaufen, weil sie meinte, dass er darin umwerfend aus sehen würde.
Schließlich war es doch schon recht spät geworden und so entschlossen sich die beiden nach Hause zu gehen, als sie jedoch an einem kleinem Cafe vorbeikamen, meinte Harry – Lass uns doch noch einen Kaffe trinken. Die beiden schienen die letzten Gäste zu seien und so setzten sie sich auf die Terrasse vor dem Cafe und warteten darauf bedient zu werden. – So, jetzt haben wir die ganze Zeit über mich geredet, jetzt erzähl mir doch einmal etwas von dir – sagte Brunhild. Als Harry antworten wollte hörte er es, das schrecklichen Zirren, welches ihn schon sein ganzes Leben verfolgte, er spürte wie ein Schwall Magie seinen Rücken traf, dann wurde alles schwarz. Das letzte was er sah, war Brunhilds erschrockenes Gesicht! „ Konnte das wirklich das Ende sein"
