Und weiter geht's!
Viel Spaß!
Angst
Sie hatte das Gefühl, ersticken zu müssen. Als das Regal gerutscht war, hatte sie die Panik überrollt und sie war starr vor Schreck an den Beton gedrückt sitzen geblieben, mit großen Augen und heftig schlagendem Herzen. Doch dann war irgendwas zusammengefallen und eine heftige Staubwolke war durch die Ritzen in ihr Gesicht gequollen. Erschrocken war sie zurückgeschreckt und mit dem Ellbogen auf eine Dose gefallen. Sie hatte das Zeug beim Atmen in die Luftröhre und vielleicht auch in die Lunge bekommen und hatte jetzt das Gefühl, dass sich ihr ganzer Brustkorb krampfartig zusammenzog. Alles tat ihr weh und jedes Mal, wenn sie versuchte, etwas Luft in ihre Lungen zu bekommen, musste sie erneut husten und presste noch mehr davon aus ihren Lungen hinaus. Es fühlte sich fast so an wie der erste und einzige Zug aus einer Bong, den sie mit 21 ausprobiert hatte.
Sie musste aus der Wolke heraus, das war ihr klar. Auf zitternden Armen schob sie sich zu ihrem Begleiter und sank immer noch hustend neben ihm zu Boden, wo sie sich zusammenkrümmte.
Kraftlos sank sie neben ihm zu Boden und hustete weiter. Sie war über und über mit Staub bedeckt und ihre dunkelbraunen Haare sahen jetzt grau und noch wirrer aus dem losen Pferdeschwanz herausstehend aus als zuvor.
„Bleiben sie ruhig, hören sie. Versuchen sie ruhig auszuatmen und den Hustenreiz unter Kontrolle zu bringen. Dann atmen sie vorsichtig und ganz langsam ein. Nicht zu tief. Versuchen sie's!"
Ihr Husten legte sich einen Moment, er hörte sie zittrig nach Luft holen, doch dann überkam sie erneut der Hustenreiz. Das Spiel zog sich noch eine Weile, bis sie irgendwann völlig erschöpft und schlapp zusammensank, die Augen schloss und vorsichtig und mit Bedacht atmete. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich ihre Atmung wieder beruhigt hatte. Feuchte Spuren von Tränen zogen sich über ihre grauen Wangen.
Langsam bewegte sie ihre Hand an ihren pochenden Hinterkopf. Durch die Hustenattacke war ihr ohnehin beständiger Kopfschmerz regelrecht explodiert. Außerdem fühlte sie sich schwindelig, obwohl sie die Augen geschlossen hielt, hatte sie das Gefühl, ständig in Bewegung zu sein. Sie stöhnte leise auf, als ihre Finger ihre inzwischen immense Beule berührten.
Völlig ausgelaugt ließ sie ihre Hand wieder auf den Boden sinken. „Ist ihnen was passiert?" fragte sie ohne sich zu bewegen und mit ziemlich rauer, heiserer Stimme.
„Nichts Neues jedenfalls, aber ich stecke immer noch auf dem Grillspieß." sagte er schlicht und ergreifend, beobachtete sie dabei aber genau. „Haben sie Kopfschmerzen?"
Sie nickte kaum merklich. „Das Regal ist mir auf den Kopf gefallen, als alles zusammengefallen ist und seit dem Husten…" Sie verzog das Gesicht vor Schmerz, was ihm mehr als genug sagte.
„Sie haben vermutlich eine Gehirnerschütterung."
„Das erklärt, wieso sich um mich herum alles dreht. Gooott…" Stöhnend vor Schmerz hob sie ihre Hände und hielt ihre Stirn, was natürlich gar nichts half.
Wage hörte sie etwas Rascheln, doch das war ihr egal, das Dröhnen in ihrem Schädel beherrschte ihr Denken. Wie hatte sich das nur so plötzlich so drastisch entwickeln können?
„Hier. Damit müssten die Schmerzen besser werden und sie schmecken lecker."
Wohl oder übel musste sie die Augen öffnen und blinzelte gegen Staub und Schmerz an, bis sie schließlich seine Hand wahrnahm, die ihr eine kleine, weiße Pille hinhielt.
„Was ist das?" fragte sie krächzend.
„Gummibärchen!" entgegnete er sarkastisch. „Es ist Vicodin. Nun nehmen sie schon, bevor ich's mir anders überlege." meinte er leicht genervt.
Mit etwas zittrigen Fingern nahm sie das kleine Ding entgegen und würgte es so gut sie konnte hinunter. Zweimal blieb es ihr fast im Hals stecken, so trocken war er, doch schließlich war die Tablette unten. Gepresst atmend wartete sie auf die Wirkung.
Als Victor Borgin am Unfallort eintraf, kippte gerade ein Teil der hinteren Wand um. Rasch verließ der große Feuerwehrmann zusammen mit seinen Kollegen den Wagen und eilte zum Einsatzleiter, der deutlich an seiner leuchtenden Sicherheitsweste zu erkennen war. Ein einziger Blick auf das Gebäude, oder auf das, was davon übrig war, sagte ihm schon, dass dieser Einsatz lange dauern würde. Im vorderen Teil des Schuttberges brannte etwas, das er nicht identifizieren konnte, vor sich hin, doch ein paar Kollegen schienen den Brand unter Kontrolle zu haben. Überall auf den umliegenden Straßen wurden Opfer geborgen und versorgt.
Er wurde über die Lage informiert und auch, dass die Experten für Personenrettung jeden Moment eintreffen mussten, bis dahin durfte niemand das umzäunte Gebiet betreten, es bestand massive Einsturzgefahr. Auch eine Hundestaffel war beordert worden, um bei der Bergung der Verschütteten zu helfen. Er konnte bereits eine beträchtliche Ansammlung von Reportern und Schaulustigen sehen, die beide von der Polizei in Schach gehalten wurden.
Schnell gab er die Instruktionen an sein Team weiter. Während die Jungs sich an die Arbeit machten, griff er kurz nach seinem Handy und tippte eine Nummer ein. Er sagte im Allgemeinen nicht gerne ab, schon gar nicht, wenn er zuvor zugesagt hatte, aber hier lag der Fall eindeutig. Und dass sein Feierabend heute nicht zur gewohnten Zeit eintreten würde, darauf konnte er sich verlassen.
Es klingelte am anderen Ende, zweimal, dreimal, viermal, schließlich ging die Mailbox ran.
„Hi Tabby, hier ist Vic. Tut mir leid, dass ich absagen muss, aber ich werde heute Abend nicht kommen können. Die Explosion im Huxley-Drive, du hast sicher schon was davon mitbekommen. Ich wünsch euch viel Spaß und grüß die anderen von mir."
Dass zeitgleich gerade mal 300 Meter die Straße hinunter in einem wohlbekannten roten Ford Fiesta auf dem Beifahrersitz ein Handy aufleuchtete, bemerkte er nicht.
House sah zu der Frau hinüber. Sie lag ruhig auf der Seite und atmete langsam und gleichmäßig. Sie war eingeschlafen, die Erschöpfung der Hustenattacke und die Wirkung des Vicodins waren wohl der Grund dafür. Das gab ihm die Gelegenheit sie etwas genauer zu mustern. Sie war mittelgroß und soweit er das unter ihrem dicken Pulli erkennen konnte, schlank, aber mit deutlich weiblichen Proportionen. Sie trug eine hellbraune Kordhose und darüber einen gemütlich aussehenden, schwarzen Strickpulli, der inzwischen mehr grau als schwarz war. Ihre kleinen Füße steckten in schwarzen Doc-Martens Stiefeln, die eindeutig an den gelben Nähten zu erkennen waren. Ihr welliges Haar war lose zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, aber zahlreiche Strähnen hingen ihr ins Gesicht. An ihrem rechten Handgelenk trug sie eine Uhr, die aussah, als wäre das Uhrband nur ein Seidentuch, und an ihrem linken Handgelenk befand sich ein mehrfach herumgewickeltes Lederband, an dem ein runder Anhänger hing, der wie ein keltisches Symbol aussah.
Ihre Hände waren klein und ihre Finger kurz, aber feingliedrig. Ihr Gesicht war schmal und ihre Kinn- und Wangenpartie ein wenig kantig, was ihm an Frauen eigentlich sehr gut gefiel.
Schnell wandte er sich ab, als er bemerkte, dass seine Gedanken abdrifteten. Doch der Blick nach oben auf das drohend über ihm schwebende Regal war auch nicht gerade ermutigend. Jetzt, wo der Schmerz ausgeschaltet war und Tabitha Myers neben ihm schlief und nicht mehr klopfte und schrie, war es unheimlich still hier drin und mit einem Mal spürte er den Knoten der Angst, der sich in seiner Magengegend bildete. Er litt nicht an Klaustrophobie – sonst wäre er vermutlich schon lange durchgedreht – aber die Gewissheit, dass er unter wer weiß wie viel Schutt begraben und eingesperrt war – das auch noch verletzt und quasi festgekettet – ließ ihn sich unglaublich hilflos fühlen. Und er spürte, wie die Angst, die er verzweifelt zu unterdrücken versuchte, sich langsam auf ihn auswirkte. Seine Atmung wurde schneller und das Blut begann in seinen Ohren zu rauschen.
Energisch hob seine zittrigen Hände und rieb sich damit übers Gesicht.
„Beruhig dich House!" sagte er zu sich selbst und zwang sich, sich völlig auf seine Atmung zu konzentrieren, bis diese wieder ein normales Level erreichte. Angestrengt versuchte er, seinen Geist mit anderen Dingen zu beschäftigen.
Seine Gedanken wanderten unwillkürlich zu Wilson und zu ihrem Streit am Morgen. Ob Wilson überhaupt wusste, was passiert war? Oder würde ihm erst am Abend, wenn er nach Hause kam und ihn dort nicht vorfand, auffallen, dass etwas nicht stimmte? Ein Teil von ihm hoffte, dass sein Freund wusste, wo er war, weil dieser Gedanke, so sehr er sich auch dagegen sträuben mochte, tröstlich war. Doch ein anderer Teil von ihm wollte nicht, dass Wilson davon wusste, weil er sich dann nur schreckliche Sorgen machen würde.
Das half ihm auch nicht weiter. Er atmete tief durch und nahm schließlich eine der um ihn herumliegenden Dosen zur Hand und begann damit in regelmäßigen Abständen gegen das aufrechte Regal zu seiner rechten zu schlagen, falls sie jemand hören konnte. Seine Mitgefangene wachte davon nicht auf.
Wenn er gerade nicht mit der Dose Klopfzeichen gab, ließ er sie über seine Finger rollen, drehte sie in seiner Hand oder warf sie zwischen seinen Händen hin und her. Diese gewohnte Bewegung beruhigte seine Nerven und ließ ihn wieder klarer und rationaler Denken.
Die Zeit verging, seine Uhr sagte ihm, dass es Stunden waren, und sie sagte ihm auch, dass es wohl bald dunkel werden würde. Es war auch kälter geworden und das reglose Liegen auf dem kühlen Boden war dabei auch keine Hilfe. Sein Becken und seine Schulterblätter schmerzten ein wenig, weil der Boden doch ziemlich hart war.
Schließlich stellte er die Dose zur Seite und versuchte sich ein wenig aufzustützen, damit er sich ein bisschen seitlich hinlegen und sich ans Regal lehnen konnte, er wollte sich schließlich nicht wund liegen. Doch schon diese leichte Bewegung jagte Schmerzen durch seinen geschundenen Unterschenkel und das Anspannen der Oberschenkelmuskeln tat auch nicht gerade gut. Keuchend sank er zurück, wenn auch erfolgreich. Doch diese Aktion hatte ihn an ein weiteres Problem erinnert. Sein Vicodin.
Er holte die kleine, orange Dose hervor und öffnete sie. Vorsichtig ließ er den Inhalt in seine Hand gleiten. Gerade mal noch sechs Tabletten waren übrig, mehr hatte er hier nicht bei sich. An guten Tagen reichte ihm eine Tablette für ca. fünf Stunden, manchmal auch sechs, danach waren entweder der Schmerz oder das Verlangen danach zu groß. Das wären insgesamt 30 Stunden.
Er hoffte inständig, dass er nicht solange hier liegen musste, denn solange würden ihm die Tabletten nicht reichen, und das hier war auch kein guter Tag. Zuerst war ihm die Frau mit dem Wagen ans Bein gefahren und jetzt steckte ein Metallstab in seinem Unterschenkel, nie im Leben würde er es fünf oder gar sechs Stunden aushalten. Dass er die zwei Pillen geschluckt hatte, lag jetzt ungefähr vier Stunden zurück und er spürte, wie die Wirkung langsam nachließ und der Schmerz Stück für Stück begann, wieder durch seine Muskeln und Nerven zu kriechen. Und das obwohl er die doppelte Dosis geschluckt hatte. Er wusste nicht, welcher Gedanke ihm weniger gefiel. Der, ohne Schmerzmittel aufgespießt unter Beton begraben zu liegen, oder der, mit Entzugserscheinungen lebendig begraben zu sein.
Und dann gab es da noch zwei weitere Probleme, die sich langsam aber sicher ziemlich deutlich in den Vordergrund rückten. Er war bisher so in Gedanken versunken gewesen, dass es ihm gar nicht aufgefallen war, dass sein Magen inzwischen knurrte – er hatte schließlich nur ein Erdnussbuttersandwich als spätes Frühstück gegessen und seither gar nichts mehr – und außerdem drückte sich seine bald schmerzhaft volle Blase in sein Bewusstsein zurück.
Ungefähr zwei Stunden nach seinem Eintreffen am Unfallort war Victor Borgin unterwegs, um bei seinen Trupps, die die Umgebung sicherten und in den Nachbarhäusern nach Verletzten suchten, nach dem Rechten zu sehen. Etwas, das er aus dem Augenwinkel bemerkt hatte, ließ ihn sich noch mal umdrehen. Im nächsten Augenblick hatte er das Gefühl, sein Herz würde stehen bleiben.
Einige Kilometer entfernt in einem anderen Teil von Princeton rauschte kurz darauf ein kleiner, mit zahlreichen Rostflecken übersäter, 17 Jahre alter, dunkelblauer Fiat Uno durch die Straßen. Mit quietschenden Bremsen hielt er vor einem kleinen Reihenhaus und der völlig zerzauste Fahrer hastete augenblicklich zur Wohnungstür, wo er Sturm klingelte. Seine halblangen hellblonden Haare standen strähnig in alle Richtungen ab, er trug einen Pulli mit grau-grünem Rautenmuster, der um seine hagere Gestalt schlackerte, dazu eine völlig verwaschene und verbeulte Jeans und weiße Turnschuhe. Die dicken Brillengläser vor seinen weitsichtigen, dunkelgrünen Augen betonten die Besorgnis in diesen gleich doppelt. Seine hohe Stirn lag in besorgten Falten und sein ohnehin recht blasses Gesicht wirkte noch viel fahler als sonst.
Endlich öffnete sich die Tür und man sah ihm einen Stein vom Herzen fallen. Eine kleinere, kräftige Frau Ende Zwanzig, Anfang Dreißig, öffnete mit genervtem Blick die Tür. Sie trug eine schwarze Jogginghose und das Oberteil eines orangefarbenen Trainingsanzugs darüber. Ihre Haut war noch leicht gerötet und ihr kurzes, schwarzes Haar noch nass und völlig verwuschelt. Offenbar kam sie gerade aus der Dusche.
„Ich komm ja schon…" schimpfte sie, bis sie den Mann vor ihrer Tür erkannte und die Angst und Sorge in seinem Gesicht sah.
Sofort wurde ihr rundliches Gesicht wieder weich und unweigerlich übertrug sich seine Anspannung auch auf sie. Doch damit konnte sie umgehen. Völlig ruhig legte sie ihm eine Hand an den Oberarm.
„Was ist los Jeff? Ist was passiert?"
Er holte tief Luft, um sich ein bisschen zu beruhigen. „Vic hat grade angerufen, er ist bei diesem eingestürzten Haus."
Sie nickte. „Ich hab davon in den Nachrichten gehört als ich bei Miss Glaynsdale war."
Er sah sie ernst an, seine Hände zitterten leicht. „Kayla, Tabby war da drin! Sie war in dem Supermarkt."
Die Nachricht traf die junge Frau wie ein Schlag ins Gesicht. „Bist.. bist du sicher, Jeff?"
Er nickte. „Vic hat ihr Auto in der Straße gefunden, ihr Handy und ihr Einkaufszettel lagen auf dem Beifahrersitz. Du weißt doch auch, dass sie ihren Zettel immer vergisst, wenn sie Einkaufen geht. Und sie kauft immer da ein."
Irgendwas zog sich ganz heftig in Kaylas Brust zusammen, als die Nachricht einsickerte. Tabby war eine sehr gute Freundin, das durfte einfach nicht wahr sein. Ihr durfte nichts geschehen sein. Sie versuchte tief durchzuatmen und ihren Kopf frei zu kriegen. Panik half jetzt niemandem. Sofort schlug ihre Professionalität wieder durch, in schwierigen, brenzligen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, das hatte sie früh gelernt, im Gegensatz zu Jeff, der noch nie mit so was konfrontiert gewesen war. Zumindest nicht, wenn es um Menschen ging.
„Okay, ganz ruhig. Panik hilft niemandem. Wenn ich mich richtig erinnere, hieß es in den Nachrichten, dass sie die meisten Verletzten ins Princeton Plainsboro bringen."
Jeff nickte heftig. „Ja, das hat Vic auch gesagt, und dass wir sofort dorthin fahren sollen."
Kayla nickte. Ohne zu zögern griff sie nach ihrem Schlüssel und schloss die Tür ab. Sie warf Jeff einen abschätzenden Blick von der Seite zu und sah, wie fahrig und zittrig er war.
„Ich glaube, es ist besser, wenn ich fahre. Komm mit."
Sie stiegen in ihren silbernen Toyota Yaris und Kayla gab Gas. „Hey Jeff, mach dir keine Sorgen. Sie war sicher nicht mehr drin, als es passiert ist. Vermutlich sitzt sie irgendwo im Krankenhaus und lässt sich ein paar Schnittwunden und Prellungen versorgen, mehr nicht."
Kayla wünschte sich, sie könnte selbst glauben, was sie da sagte, aber sie hatte ein unglaublich ungutes Gefühl. Jeff glaubte ihr offenbar auch nicht. Skeptisch musterte er sie.
„Und warum hat sie dann nicht angerufen?"
Diese Frage konnte Kayla auch nicht beantworten.
Nicht mal zwanzig Minuten später standen sie nervös und unruhig vor der Notaufnahme des Plainsboros. Die Schwester hatte ihnen gesagt, dass keine Patientin namens Tabitha Myers eingeliefert worden sei. Kayla telefonierte gerade mit dem Empfang des Princeton Generals, wo die übrigen Verletzten hingebracht worden waren. Resigniert schaltete sie das Handy aus und schüttelte auf Jeff's abwartenden Blick nur langsam den Kopf.
„Oh Gott!" stöhnte Jeff leise auf. Er kannte Tabitha schon seit der High School. Über all die Jahre war sie seine beste, und die meiste Zeit auch seine einzige Freundin gewesen. Allein der Gedanke, dass sie verletzt sein könnte, tat ihm schon in der Seele weh, aber wenn sie… Nein, er wagte es nicht, diesen Gedanken zu Ende zu denken.
„Ich rufe Vic an, damit er Bescheid weiß!" sagte Kayla leise und schluckte gegen den harten Kloß in ihrem Hals an.
TBC
Reviews sind gerne erwünscht…
