Kapitel 2 – Gerudo-Tal und Geisterwüste

Es stellte sich schnell heraus, dass Tulaen noch nie in seinem Leben auf einem Pferd gesessen hatte - so wurde die Reise zu Links Hütte natürlich ein großer Spaß. Sie brauchten ungefähr doppelt so lange, weil Epona und Tulaen beide mehrere Male eine Pause brauchten, denn Erstere musste zwei Personen tragen und Letzterer war das Reiten einfach nicht gewohnt. Tulaens Blindheit machte das Ganze auch nicht einfacher, denn seine Orientierungslosigkeit erschöpfte ihn zusätzlich.

Es war manchmal nervig, aber Link berichtete immer, wo sie gerade waren und wo es entlang ging. Manchmal erzählte er Geschichten über die Gebiete, die sie durchquerten, damit es nicht so langweilig wurde. Offensichtlich kam Tulaen nicht aus Hyrule, denn er hörte jedes Mal gespannt zu und stellte sogar manchmal Fragen. Abgesehen davon war Tulaen sehr schweigsam und erzählte nur wenig von sich. Und Link traute sich nicht, ihm von sich aus Fragen zu stellen, weil er nicht noch einmal ins Fettnäpfchen treten wollte. Zwei Tagesreisen später kamen sie an der Gerudo-Festung an. Die vielen rechteckigen Lehmhäuschen waren schon von weitem zu sehen und die roten Schöpfe der ansässigen ‚Damen' waren sowieso unübersehbar. Hier musste Link nun genug Verpflegung für die nächsten Wochen kaufen, denn selbst er wollte nicht öfter als nötig die Geisterwüste durchqueren.

„So, wir müssen jetzt noch einmal bei den Gerudos Proviant besorgen und durch die Geisterwüste, dann sind wir da.", erklärte Link, als sie über die Brücke zum Gerudo-Tal ritten. Tulaen versteifte sich etwas und hob überrascht den Kopf.

„Gerudos? Aber…werden die uns überhaupt reinlassen? Ich dachte, die hassen Männer?", fragte er, wobei seine großen, leeren Augen erstaunt nach vorne in eine unbestimmte Richtung blickten.

„Ach, ich kenne ihre Anführerin Naboru und ich bin eigentlich mindestens einmal im Monat hier. Also mach dir keine Sorgen.", versicherte Link und zuckte mit den Schultern. Tulaen antwortete darauf nichts mehr.

Ihr Weg bis zum Eingang verlief ereignislos und auch, als sie diesen passierten, stellten die Wachen nur neugierige Fragen nach seinem Begleiter. Link hatte nichts anderes erwartet; man kannte ihn hier. Er stieg ab und führte Epona zu einem Unterstand, an dem mehrere Pferde aus einem Trog tranken. Dort half er Tulaen beim Absteigen und führte ihn dann langsam zum Eingang des kleinen Lebensmittelgeschäfts, das sich im Innenhof befand. Die Kriegerinnen beobachteten sie dabei zwar neugierig und etwas erstaunt – händchenhaltende Männer waren auch oder gerade hier etwas Ungewöhnliches -, aber immer noch hielt niemand sie auf. Im Geschäft begrüßte ihn eine ältere Frau mit einem Zwinkern. Er verstand sich recht gut mit ihr, denn sie hatte ein recht ruhiges Gemüt - für eine Gerudo.

„Hallo, Link! Auch mal wieder hier? Wie ist es dir ergangen und wen hast du da mit?", begrüßte sie ihn mit einem kecken Grinsen. „Weiß Naboru, dass du fremde Kerle in ihre Festung bringst?" Jetzt grinste auch er.

„Hallo Nadja! Und na ja, er heißt Tulaen und ich bin ja nicht lange mit ihm hier. Ich brauche nur etwas Proviant und dann nehme ich ihn mit zu meiner Hütte.", erklärte er verlegen. Naboru reagierte auf Fremde ruppig – vor allem, wenn es Männer waren – und deshalb hatte er das bis jetzt nur einmal gemacht. Aber der Handwerker, der ihm damals beim Bau seiner Hütte helfen sollte, was ein ganz anderes Kaliber gewesen als Tulaen. Er hätte nicht mit den Kriegerinnen flirten sollen.

„Das Übliche dann?", fragte die Rothaarige, ein etwas penetrantes Grinsen auf ihrem Gesicht. Link sah kurz zu Tulaen und dachte an seine Finanzen.

„Ja, aber von allem das Doppelte. Oder gibt es noch etwas, was du brauchst, Tulaen?", gab er seine Bestellung ab. Als der Angesprochene den Kopf schüttelte, nickte er der Gerudo zu und legte die geforderten Rubine auf den Ladentisch.

„Gut, ich werde es dann zu deiner Hütte bringen lassen. Bis dann, Kleiner. Und bring deinen kleinen Freund mal wieder mit. Er ist süß!"

Den letzten Satz vollendete sie mit einem neckischen Zwinkern. Der „süße Kleine" wurde zum wiederholten Male rot und der Held kratzte sich am Hinterkopf, während er verlegen lachte. Etwas befremdet von dem wölfischen Grinsen der Verkäuferin, schnappte Link Tulaens Hand und führte diesen langsam rückwärts, während er sich von der Frau verabschiedete.

Er drehte sich um und bekam fast einen Herzinfarkt. Link schrie auf – männlich, natürlich! –und zog sein Schwert, um es dem Angreifer dann in derselben Bewegung an die Kehle zu halten. Naboru, welche überraschend im Eingang gestanden hatte, hob vollkommen unbeeindruckt eine Augenbraue in die Höhe. Mit einer lässigen Handbewegung wischte sie das Masterschwert von ihrem Hals weg und Link steckte es wieder in die Scheide. Die Anführerin der Amazonen war eine imposante Erscheinung, obwohl Link sie mindestens um einen Kopf überragte. Das war wohl auch der Grund, warum ausnahmslos alle Gerudos sie verehrten. Auch Nadja begrüßte sie jetzt respektvoll.

„Oh, du bist es nur, Naboru!", lachte er erleichtert. Hey, es hatte ja auch… Ganondorf sein können.

Die Gerudo grinste. Mit verschränkten Armen lehnte sie sich an den Türrahmen und ließ ihren Blick langsam und genüsslich über die beiden Männer schweifen, als wären sie ein besonders leckerer Nachtisch. Tulaen hatte den Blick wie so oft gesenkt, da er nicht wollte, dass jemand von seiner Blindheit erfuhr, und so bewegte ihn das eher weniger. Er sah so verloren aus, wie er in der Mitte des Raums stand und sich kein Stück bewegte. Schon bevor Link das zu Ende gedacht hatte, bekam er ein schlechtes Gewissen. Unter dem intensiven Blick Naborus wurde er nervös. Er hasste es, wenn sie ihn so anschaute, denn er konnte nie so ganz einschätzen, was es bedeutete. Und sie guckte ihn andauernd so an.

„Was hast du mir denn da mitgebracht, Link?", schnurrte sie in einem süffisanten Tonfall und Link ahnte Böses, als sie auch Tulaen SO musterte. Seine Ahnung erfüllte sich, denn Naboru steuerte geradewegs auf ihr ahnungsloses Opfer zu. Instinktiv schnitt ihr der Blonde den Weg ab, indem er sich vor Tulaen stellte. Man konnte ja schließlich nie wissen, was die so vorhatte. Naboru stoppte und sah ihn einen Moment irritiert an, wobei sie ihre sonnengelben Augen gefährlich verengten. Sie ließ ihren Blick an Link vorbei zu Tulaen wandern und wieder zurück. Dies wiederholte sie ein paar Mal mit einem nachdenklichen Stirnrunzeln, bis sie anscheinend zu einem Ergebnis kam. Als sich daraufhin ein amüsiertes Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitete, fragte sich Link, ob jenes Ergebnis jetzt gut oder schlecht für ihn ausfiel. Sie flüsterte etwas Unverständliches und wies ihn dann an, ihr zu folgen.

„Tulaen? Bleib einfach hier, während ich mit Naboru spreche. Nadja kümmert sich um dich, nicht wahr?" Er sah die Ladenbesitzerin fragend an und diese nickte ihre Zustimmung. Hoffentlich ärgerte sie den Blinden nicht so sehr, wie sie es mit ihm immer machte. Mit diesem Gedanken in Hinterkopf folgte Link der Gerudo, die schon vorgegangen war. Er wusste ja, wo es lang ging.

„Und wer ist der Junge jetzt?", fragte Naboru, welche in ihrem Thronraum sozusagen wie die Rachegöttin persönlich dastand. Mussten Frauen eigentlich immer so neugierig sein? Aber Link kam um eine Erklärung eh nicht herum, denn Naboru war hartnäckig und akzeptierte weder Lügen noch Halbwahrheiten. Was vermutlich daran lag, dass er nicht lügen konnte.

„Er heißt Tulaen und wurde vor kurzem am Rande der Verlorenen Wälder gefunden. Da er wohl durch einen Fluch erblindet ist, hat Impa mich gebeten, ihm zu helfen und…"

„…und du konntest mal wieder nicht ‚Nein' sagen. Habe ich mir schon gedacht. Aber süß ist er schon, nicht?", unterbrach die Rothaarige ihn mitten im Satz. Link blinzelte verwirrt über den plötzlichen Themenwechsel. Wie kam sie denn jetzt darauf?

„Bitte?", brach es aus ihm heraus.

„Er ist schmächtig, schutzbedürftig und schüchtern. Genau dein Beuteschema, findest du nicht?" Langsam nahm dieses Grinsen unheimliche Züge an. Und gesund sah das auch nicht mehr aus.

„War das jetzt alles?", erkundigte sich Link schnell, da ihm das Gesprächsthema jetzt doch ein wenig unangenehm wurde. An Naborus Gesichtsausdruck konnte man erkennen, dass sie sein Motiv erkannte und sich furchtbar darüber amüsierte. Es gefiel ihr sowieso viel zu sehr, ihn zu quälen.

„Natürlich. Komm uns mit deinem Kleinen mal besuchen.", sagte sie noch und schickte ihn dann raus.

„Äh, ja." Innerlich wundert er sich, warum sie Tulaen seinen Kleinen nannte. Er war schließlich nicht sein Sohn.

Vor dem Laden hörte er schon das Stimmgewirr von zwei Personen, die schnell und vor allem laut aufeinander einredeten. Sein schlechtes Gefühl bei der Sache hatte sich also als richtig erwiesen. Schnell trat er ein und erfasste die Situation, die sich vor ihm entfaltete. Nadja und eine andere, unbekannte Gerudo diskutierten wild miteinander. Es ging um Tulaen, welcher teilnahmslos daneben stand und den Kopf zum Boden gerichtet hatte. Beide Frauen hatten den armen Kerl an einem Arm gepackt und zerrten ihn zu sich, während sie sich gegenseitig Bedrohungen an den Kopf warfen. Link spürte Wut in sich aufkommen. Wie behandelten die Tulaen denn? Er war doch keine Puppe! Gut, Nadja passte ja auf ihn auf, aber so hatte Link sich das nicht vorgestellt. Zornig stapfte er auf die Gerudos zu, die ihn in ihrem Streit noch nicht einmal bemerkten.

„Hey, lasst ihn los! Alle beide!", rief er aus, um die Aufmerksamkeit der beiden Damen zu erlangen. Tulaen zuckte zusammen. Auch die Gerudos ließen den Schwarzhaarigen erschrocken los und wandten ihm ihre Köpfe zu. Nadja schickte ihm ein erleichtertes und entschuldigendes Lächeln, während die andere ihm nur einen finsteren Blick zuwarf.

„Was willst du denn hier? Siehst du nicht, dass ich beschäftigt bin?", zischte sie ihn an. Offensichtlich kannte sie ihn nicht besonders gut oder es interessierte sie einfach nur nicht. Auf jeden Fall packte sie den leicht zitternden Tulaen schon wieder und wollte ihn aus dem Laden schleifen, für was auch immer. Ein Schwert an ihrer Kehle hielt sie auf. Auch wenn Link eigentlich recht ausgeglichen war, machte es ihn unheimlich wütend, dass sein Schützling hier wie ein Möbelstück behandelt wurde, das man nach Lust und Laune umstellen konnte.

„Ich sagte, du sollst ihn loslassen.", wiederholte er noch einmal eindringlich. Im Augenwinkel sah er Nadja einen Schritt zurücktreten. Sie wusste, dass man sich besser nicht mit jemandem anlegte, der Naboru besiegen konnte. Auch die fremde Gerudo schien jetzt langsam festzustellen, in was für eine Situation sie sich da gebracht hatte. Sie zischte noch einmal wütend auf und verschwand wieder durch die Tür.

„Es tut mir leid, dass es so gekommen ist, Link. Aber Maya gehorcht ausschließlich Naboru und denkt, sie kann sich alles erlauben.", entschuldigte sich die Ladenbesitzerin, während er sein legendäres Schwert wegsteckte.

„Schon okay. Du hast getan, was du konntest. Tulaen, geht's dir gut?", erkundigte er sich bei seinem Begleiter und legte ihm besorgt eine Hand auf die Schulter.

„Ja, ist schon okay.", flüsterte der Elf eine kaum hörbare Antwort. Seinen Kopf hielt er immer noch gesenkt und Link hatte die leise Ahnung, dass er das nur sagte, um möglichst schnell aus der Gerudo-Festung zu kommen. Er verstand ihn aus vollem Herzen, denn Männer wurden hier meist wie Vieh behandelt und das war nicht wirklich angenehm, wenn man sich nicht wehren konnte. Und eigentlich auch dann nicht, wenn man es konnte.

„Wir gehen dann, Nadja. Bis zum nächsten Mal.", verabschiedete er sich schnell und führte Tulaen heraus. Dieser war etwas wackelig auf den Beinen, wie Link feststellte, als der Dunkelhaarige mehrere Male fast über seine eigenen Beine stolperte. Der Blonde stützte ihn und verfrachtete ihn sicher in Eponas Sattel, die munter zur Begrüßung wieherte. Dann führte er die Fuchsstute aus der Festung und bis zum Eingang zur Geisterwüste.

„Es tut mir Leid wegen gerade, Tulaen. Das nächste Mal bleibst du einfach bei mir, dann passiert auch nichts.", sagte er leise zu dem Anderen, der dazu nur nickte.

Auf dem Weg durch die Wüste führte Link seine Stute, während der Tulaen auf ihrem Rücken saß und sich verkrampft festhielt. Der Weg durch den ewigen Sandsturm war auch ohne einen blinden Begleiter beschwerlich, aber zusammen kamen sie nur quälend langsam voran. Sie brauchten für den doch recht kurzen Weg einen ganzen Tag und als sie die kleine Oase vor dem riesigen Tempel erreichten, hing Tulaen erschöpft im Sattel, obwohl er nicht einen Schritt gelaufen war. Und sie hatten beide vermutlich Sand an Stellen, an die er definitiv nicht gehörte.

„So, da wären wir.", verkündete Link geschafft und Tulaen gab ein leises Seufzen von sich. Das erste Lebenszeichen von ihm seit Stunden. Vor ihnen erstreckte sich ein kleines Tal, das von riesigen Felswänden eingekesselt war. Ganz hinten ragte majestätisch der Wüstenkoloss auf, der dann in die Berge dahinter überging. Ein kleiner Bach floss durch das Tal, welcher in einer Quelle irgendwo im Berg entsprang und in einem kleinen See hinter Links Lehmhütte endete. Link nahm sich einen Moment, um die Aussicht zu genießen. Endlich Zuhause!

Besagte Hütte beinhaltete genau einen Wohnraum, eine kleine Kochnische und ein Schlafzimmer. Für Link, der seine Kindheit in einem Baumhaus verbracht hatte, vollkommen ausreichend und Tulaen würde sich hoffentlich auch wohlfühlen. In einem seltenen Anfall von schwarzem Humor stellte Link fest, dass diesem sein schlechter Geschmack bei der Einrichtung wohl nicht auffallen würde.

„Dann zeig ich dir mal meine kleine Hütte. Sie ist nichts Besonderes, aber sie reicht mir aus.", erklärte er und nahm den Anderen bei der Hand. Gemächlich führte er ihn durch alle Zimmer, zeigte ihm was wo stand und ließ es ihn nachfühlen. In seinem Schlafzimmer registrierte Link, dass er nur ein Bett besaß und er wohl mit Tulaen teilen musste. Doch zum Glück hatte Link sich ein großes Bett selbst gebaut und sie mussten sich nicht quetschen.

„Das ist in Ordnung.", murmelte Tulaen. Seine Augen waren bereits auf Halbmast, so müde war er. „Ich bin erschöpft. Wo kann ich schlafen?" Seine Worte wurden von einem Gähnen durchzogen.

„Na ja, ich habe hier nur ein Bett… es macht dir doch sicher nichts aus, mit mir zu teilen, oder?", fragte Link. Dann beobachtete er erstaunt, wie sich Tulaens Augen seltsam weit öffneten und eine sehr gesunde Röte sich auf seinem Gesicht ausbreitete. Sein Kopf ruckte in Links Richtung, aber er verpasste ihn und starrte so mit seinen großen, runden Augen an ihm vorbei an die Wand. Dann blinzelte er ein paar Mal heftig und schüttelte wie schon in Kakariko auf Links Frage den Kopf, dass seine Haare nur so flogen.

„Nein, nein.", versicherte er und schlug sich dann eine Hand vor den Mund, weil er fast geschrien hatte. Link runzelte irritiert die Stirn, beließ es aber dabei. Darüber konnten sie auch nach einer Mütze Schlaf diskutieren.

„Okay. Dann schlaf gut, ich geh noch unsere Sachen auspacken und Epona versorgen. Lass mir ein bisschen Platz." Er verließ das Schlafzimmer und machte sich an die Arbeit. Wie immer waren seine Einkäufe schon da und lagen in Tüten verpackt auf dem kleinen Tisch. Die Gerudos waren immer schneller als er und weigerten sich, ihm ihr Geheimnis zu verraten. Dieses Mal lag aber noch ein zweites Paket daneben, auf dem ein Brief lag. Das war dann wohl von Impa. Neugierig öffnete Link den Brief.

Link,

wie versprochen habe ich ein paar Sachen für Tulaen besorgt. Ich habe zwar nicht seine Maße, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie ihm passen werden. Ich habe auch noch andere praktische Dinge mit eingepackt. Des Weiteren möchte noch einmal meinen unendlichen Dank aussprechen, dass du ihn bei dir aufgenommen hast. Er war unglaublich einsam in Kakariko, da niemand wirklich Zeit für ihn hatte. Ich hoffe, er öffnet sich dir ein wenig, wenn ihr euch aneinander gewöhnt habt. Er hat niemandem erzählt, unter welchen Umständen er erblindet ist und woher er kommt. Es wäre hilfreich, das zu wissen, wenn ich nach einem Gegenfluch suchen will. Bis dahin gib ihm etwas zu tun, damit er sich nicht langweilt oder sich nutzlos fühlt.

Ich zähle auf dich!

Impa

Link blickte einen Moment nachdenklich auf das blütenweiße Papier, dann legte er es zur Seite. Auch er war müde und wollte nur noch schlafen. Er wanderte wieder ins Schlafzimmer, ging dort an den Schrank und suchte sich eine Schlafhose raus. Tulaen wäre bestimmt nicht begeistert, wenn er nackt schlafen würde, wie er es sonst tat. Er zog sich möglichst leise um, denn der andere schlief schon. Dann legte er sich neben ihn aufs Bett und kuschelte sich unter die Decke. Er drehte sich auf die Seite, um Tulaen ins Gesicht zu sehen. Selbst im Schlaf sah dieser abgespannt und müde aus. Link schwor sich, ihm zu helfen.

Forsetzung folgt...

Zwei Tage später als geplant, aber ich scheine momentan sowieso kein Publikum zu haben...na ja, das ändert sich ja vielleicht noch.