Vorwort:
Hallo erstmal! Ich habe bemerkt, dass ziemlich viele diese FF mögen. Zumindest wird sie in Story Alerts und Favorites gespeichert. Aber Kommis erhalte ich von eben diesen Leuten nicht. Ich gebe zu, dass ich auch nicht immer welche schreibe, weil ich oft einfach keinen Bock habe, aber ich bitte euch, eines zu hinterlassen. Mich interessiert eure Meinung. Ich überlege sowieso schon, ob ich die Story hier löschen soll. Es freut mich ja, dass die FF anscheinend ein paar Leuten gefällt, aber dennoch... Nun, wir werden ja sehen, nicht? Und nun, viel Spaß mit diesem Kapitel!
Legende:
»Gerede«
/Gedanken/
::Parsel::
((AdA: Meine Kommentare))
Morfin Gaunt
Als Angelus am nächsten Morgen erwachte, sah er sofort in das Gesicht Naginis.
::Endlich. Es ist schon sehr spät, Angel. Fast Mittag. Thomas war schon da und wollte euch wegen dem Frühstück wecken, aber dann ging er wieder lächelnd nach draußen und ließ euch weiterschlafen.:: Eine leichte Röte bedeckte Angels Gesicht, als er daran dachte, dass Thomas sie eng umschlungen gesehen hatte. Er beschloss, dass Tom das auch wissen sollte. Schließlich wollte er nicht als einziger mit dieser Peinlichkeit konfrontiert werden. Er legte seine Lippen auf die seines Gegenübers und bewegte sie sanft. Tom erwiederte es zwar, schlief aber immer noch. Also erhöte der Todesengel den Druck und spürte kurz darauf, wie sich eine Hand in seinen blonden Haarschopf verkrallte. Lächelnd löste er den Kuss und sah in die verschlafenen Augen des Halbvampirs.
::Warum bist du so rot?::, wollte Tom schon nach kurzem wissen, worauf Angelus noch röter wurde.
::Dein Vater war da und hat uns so gesehen::, informierte ihn der Blonde, worauf auch Tom ein leichten Rotschimmer bekam. Plötzlich klopfte es an der Tür.
»Hallo, seid ihr wach?«, hörten sie Saphiras Stimme. Angelus stand seufzend auf und tapste, nur in Boxershort bekleidet, zur Tür. Schwungvoll machte er sie auf und bemerkte, dass die Blonde ihn sofort musterte.
»Heiß!«, kommentierte sie und drängelte sich an ihm vorbei. Verdutzt sah der Todesengel ihr nach. Schließlich schmiss er die Türe wieder ins Schloss und folgte dem Mädchen, welche es sich auf dem Bett bequem gemacht hatte.
»Ihr seid also zusammen, hä? Warum erfahr ich das erst jetzt?«, fragte sie mit einem frechen Grinsen.
»Du hast uns erst gestern kennen gelernt, Saphira«, erwiederte Tom trocken.
»Jaaaaa schon, aber egal. Ich finde, ihr passt wunderbar zusammen! Nachher kommen zwei Freundinnen von mir und ich wollte euch fragen, ob ihr mit uns ausreiten wollt«, erklärte sie und sah beide erwartungsvoll an.
»Ausreiten? Ich saß noch nie auf einem Pferd!«, stellte der Schwarzhaarige sofort klar. Glucksend krabbelte Angel wieder unter die Deche und kuschelte sich an Tom.
»Kannst du etwa reiten?«, fragte der Halbvampir neugierig.
»Natürlich. Hippogreife, Thestrale und Besen«, grinste der Blonde.
»Na toll«, stöhnte der Halbvampir genervt.
»Besen? Fliegende Besen? Die gibts tatsächlich?«, quietschte Saphira und krabbelte zu den beiden, um sich über sie zu beugen und nacheinander immer wieder neugierig anzusehen.
»Ja, die gibts. Ich hab aber keinen. Ich hasse sie«, seufzte der Riddle.
»Warum hasst du sie?«, fragte Angelus verblüfft.
»Ichbinvoneinemruntergefallen«, nuschelte der Schwarzhaarige in einem Tempo, das Weltrekord sein könnte.
»Wiederhol es bitte!«, forderte der Todesengel ihn auf.
Nach einem tiefen Luftholen und mit zusammengekniffenen Augen wiederholte er es schließlich: »Ich. Bin. Von. Einem. Runter. Gefallen.« Als er nach ein paar Minuten noch kein Lachen hörte, sah er die zwei an. Seine Halbschwester blickte ihn nur verblüfft an, während sein Engel das Gesicht in dem Bettlacken versteckt hatte. Seine Schultern zuckten leicht, wie Tom verwirrt feststellte.
»Angel?«, fragte er vorsichtig und hob das Gesicht am Kinn an. Was er da sah, ließ ihn einen Schmollmund ziehen. Der Todesengel musste sich doch tatsächlich in die Hand beißen, um nicht loszulachen. Doch als der Kleinere den Schmollmund sah, konnte er einfach nicht mehr. Er lachte so befreit, wie er es seit Sirius' Tod nicht mehr getan hatte und hielt sich den Bauch, da dieser schon anfing etwas zu ziehen. Toms Schmollmund wurde noch größer, beleidigt drehte er sich um und drückte seinen Kopf in das Kissen. Währendessen beruhigte sich Angel wieder und wisch sich die Lachtränen aus den Augen.
»Warum hast du so gelacht?«, fragte Saphira leicht verwirrt.
Angelus näherte sich seinem schmollenden Schatz, während er antwortete: »Auf einem Besen fliegen ist das einfachste, was es in der Zauberwelt gibt. Als ich das erste Mal auf einem Besen saß, war meine Verwandlungslehrerin so begeistert, dass sie mir keine Strafarbeit gab, weil ich gegen die Regeln verstoßen habe. Die besagen, dass man nur mit Aufsicht der Lehrer fliegen darf, wenn man es gerade lernt. Und meine Verwandlungslehrerin verkörpert das Regelbuch. Fliegen ist wirklich so einfach, dass ich es mir kaum vorstellen kann, dass Tom Vorlost Riddle, der nur Bestnoten schreibt, vom Besen gefallen ist.«
Ein Kichern konnte er, sehr zu Toms Missfallen, nicht unterdrücken. Angel setzte sich auf die Hüfte des Schwarzhaarigen, als diesem etwas einfiel und er sich sofort aufsetzte. Dabei haute es den Blonden um, welcher jetzt schmollend auf dem Bett lag.
»Woher weißt du, dass ich Bestnoten schreibe?«, fragte der Halbvampir und ignorierte den Schmollmund.
»Das hast du mir gesagt«, erinnnerte ihn der Zeitreisende und hoffte, dass es Tom besänftigte. Hatte er sich da gerade wirklich verplappert?
»Nein, ich hab dir nur gesagt, dass ich gute Noten schreibe, nicht, dass ich Bestnoten rüberbringe«, erklärte Tom stirnrunzelnd.
»Ähm, dann hab ich eben gut geraten. Ist doch unwichtig«, wich Angel aus und setzte sich auf.
»Gut geraten? Angel...«, knurrte der Schwarzhaarige und näherte sich dem Todesengel.
»Oh komm schon, Schatz. Woher soll ich so etwas denn wissen?« Während der Frage, wich der Blonde immer weiter nach hinten.
»Sag du es mir«, forderte der Halbvampir ihn auf. Gerade wollte Angel etwas sagen, als das Bett zu Ende war und er in hohem Bogen über die Kante flog. Mit einem spitzen Schrei knallte er auf den Boden. Das Gesicht unten, da er einen halben Salto geschafft hatte. Keine Sekunde später erschienen die besorgten Gesichter von Tom, Nagini und Saphira am Bettrand. Grummelnd sah er nach oben.
»Ich hoffe du bist stolz auf dich, mein Lieber«, schnappte er und rieb sich die schmerzende Nase.
»So etwas nennt man Rache, Süßer«, grinste der Schwarzhaarige und bekam von Saphira eine Kopfnuss.
»Au! Wofür war das?«, fragte er seine Schwester und fasste sich an den Kopf.
»Das hätte für Angelus gefährlich enden können«, meinte sie nur, legte sich der Länge nach auf das Bett und beobachtete, wie der Blonde sich wieder aufrappelte und sich neben sie legte. Etwas bedröppelt kniete Tom noch immer an der gleichen Stelle und sah dabei zu, wie Nagini sich an seinen Engel kuschelte. Saphira tat es ihr gleich und bettete ihren Kopf auf Angels Brust.
»Und wo kann ich hin?«, fragte er beleidigt. Kurzerhand hob der Blonde Nagini hoch und legte sie auf seinen Bauch. Anschließend streckte er den Arm einladend aus. Zufrieden kuschelte sich Tom nun an seine Seite und schloss die Augen.
»Sagt mal, sollen wir nicht langsam aufstehen?«, fragte Angelus nach ein paar Minuten.
»Nö«, kam die einstimmige Antwort der Geschwister. Der Todesengel schnaubte nur und döste anschließend etwas, während die Schlange, Tom und Saphira wieder einschliefen. Er war froh, dass der Schwarzhaarige nicht weiter auf das Wissen einging, welches er hatte. Er hatte nicht vor, Tom etwas von seiner Herkunft zu sagen. Noch nicht.
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»Wie süß!«, hörte Angel nach einer Stunde und schlug die Augen auf. Verwirrt sah er sich um, bis sein Blick schließlich an Thomas und zwei Mädchen hängen blieb. Eines hatte braune, hüftlange Haare und schwarze Augen. Das andere hatte rote Haare und grün-blaue Augen. Die beiden waren in Saphiras Alter, wie der Blonde schätzte. Alle drei standen lächelnd da. Da der Zeitreisende noch nicht ganz bei Verstand war, sah er sich orientierungslos um und erblickte schließlich Saphira auf seiner linken und Tom auf seiner rechten Seite. Beide schliefen tief und fest. Nagini lag auf seinem Bauch und schien auch in Morpheus Arme zu sein. Verlegen wandte er seinen Blick wieder zu den drei Besuchern.
»Ich hätte nicht gedacht, dass ihr so lange schlafen könnt. Ich war heute schon einmal da und da habt ihr auch geschlafen«, meinte Thomas.
»Ich weiß«, antwortete Angel mit einem leichten Rotschimmer auf den Wangen.
»Ist der da Saphiras Bruder?«, fragte die Braunhaarige und umrundete das Bett, um Tom genauer anzusehen.
»Ja, Emily. Angelus, wenn ich dir Emily Morgani und Tina Krovan vorstellen darf? Sie sind Freundinnen von Saphira«, stellte Thomas sie vor.
»Ja, wir wollten heute etwas mit Saphira unternehmen. Sie hat uns gefragt, ob es uns etwas ausmacht, wenn ihr Bruder und sein Freund dabei sind. Am Anfang haben wir gedacht, dass sie Jason meint, aber-«, plapperte die Rothaarige - Tina - drauf los und setzte sich auf das Bett, wurde jedoch von Emily unterbrochen.
»Tina, ich denke nicht, dass es ihn interessiert! Verzeih ihr bitte, sie ist immer so nervös wenn sie jemand neues kennen lernt. Und wenn sie nervös ist, redet sie wie ein Wasserfall«, wandte sich die Braunhaarige zum Schluss an Angel, der sich irgendiwe überrumpelt vorkam.
»Ich geh dann wieder. Wenn ihr Hunger habt, Angelus, dann könnt ihr ruhig in die Küche und euch etwas bei der Köchin bestellen. Bis später«, verabschiedete sich Thomas wieder und machte sich anschließend aus dem Staub.
»Also ist dein Name Angelus? Saphira hat es uns vorhin nicht gesagt«, meinte Tina.
»Ja. Mein voller Name ist Angelus Diamond Nexima«, lächelte Angesprochener und versuchte aus der starken Umarmung zu kommen. Jedoch schlangen die Geschwister jeweils einen Arm um ihn und so war bewegungsunfähig. Wimmernd ließ er sich wieder in die Kissen fallen.
»Ist das eine Schlange?«, fragte Emily vorsichtig, da sie anscheinend erst jetzt Nagini bemerkt hatte. Sie war viel zu sehr mit Angelus und der Musterung von Tom beschäftigt gewesen.
»Ja, aber ihr braucht keine Angst vor ihr haben. Sie tut nichts«, beruhigte er sie, da die beiden schon etwas zurückwichen. Nach einem zweifelnden Blick auf die schlafende Schlange kamen sie jedoch wieder näher. Plötzlich regte sich Saphira und schlug verschlafen die Augen auf. Gähnend hob sie den Kopf und sah sich um, bis sie ihre beiden Freundinnen erkannte.
»Emily, Tina, was macht ihr hier?«, gähnte sie und legte ihren Kopf zurück auf das Kissen, auf dem sie gerade noch lag. Doch sie bemerkte, dass es sich bewegte und sich auch nicht so anfühlte, wie es eigentlich sollte. Wieder hob sie ihren Kopf etwas an und sah in das Gesicht von Angel.
»Du bist ein gutes Kissen«, grinste sie frech.
»Deswegen will Tom nicht aufwachen, oder?«, schnaubte er. Kurz sah Saphira in das Gesicht von ihrem Bruder, ehe sie wieder zu dem Blonden blickte.
»Korrekt«, meinte sie und drehte sich anschließend wieder zu Emily und Tina.
»Also was macht ihr-... Ich hab verschlafen«, stellte sie fest, als ihr einfiel, dass sie etwas mit den beiden unternehmen wollte.
»Hast du«, nickten die beiden.
»Sorry«, murmelte das blonde Mädchen und setzte sich auf, ehe sie sich einmal streckte.
»Diese niedliche Bild gerade war es allemal wert«, grinste Emily. Saphira und Angel schnaubten, jedoch konnten sie ein kleines Grinsen nicht unterdrücken. Plötzlich regte sich Tom und öffnete seine rubinrote Augen, wobei er sich verschlafen umsah. An Emily und Tina blieb sein Blick hängen und wurde fragend.
»Hallo. Ich heiße Tina Krovan und das ist Emily Morgani. Wir sind Freunde von Saphira«, lächelte die Rothaarige.
»Hallo«, nuschelte der Schwarzhaarige, schloss die Augen und war anscheinend nicht gewillt, seinen Engel aus der Umarmung loszulassen.
»Steh jetzt auf, Bruderherz! Ihr wolltet doch mit uns ausreiten!«, quengelte Saphira und stupste den Halbvampir immer wieder in die Seite.
»Verschwinde, du Nervensäge«, grummelte dieser und zog die Decke über Angels Oberkörper und seinen Kopf.
»Bin keine Nervensäge«, schmollte das Mädchen.
»Wie wärs wenn du uns die Reithosen und -stiefel bringst. Währendessen schmeiß ich den Hübschen hier aus dem Bett«, schlug der Todesengel nun vor und erhielt ein Nicken der Blonden. Sie hüpfte aus dem Zimmer, wobei ihr ihre beiden Freundinnen folgten.
»Ich will nicht ausreiten, Schatz! Ich mach mich da doch nur zum Affen!«, jammerte Tom sofort und erhielt darauf ein leises Lachen des Blonden.
»Du wirst es schon überleben. Komm steh auf. Wenn du runterfliegst, bleiben wir eben da«, lächelte er und setzte sich auf. Er krabbelte aus dem Bett, legte eine Hand auf Toms Rücken und die andere unter die Knie des Schwarzhaarigen, ehe er ihn hoch hob und darauf ein erschrockenens Quicken erhielt. Aus Schreck klammerte sich der Größere fest um den Blonden und ließ sich ins Bad tragen. Dort machten sie sich fertig und nachdem sie sich obenrum angezogen hatte, kam auch schon Saphira. Sie drückte ihnen die schwarzen Hosen und Stiefel in die Hand, welche sie auch sofort anzogen. ((AdA: Denkt daran, dass sie ihre Boxershorts anhatten)) Nagini, die inzwischen aufgewacht war, schlängelte sich um den Hals des Schwarzhaarigen und blieb dort liegen. Mit einer fröhlichen Tina, einer aufgeregten Emily, einem zufriedenen Angelus und einem beleidigten Tom marschierte Saphira aus dem Haus und dann in Richtung Stall. Dort suchten sich Emily und Tina zwei braune Pferde aus und sattelten diese auch sofort. Saphira führte die jungen Männer zielstrebig auf einen schwarzen Hengst und eine weiße Stute zu.
»Tom, das hier ist der bravste, den wir haben. Bei ihm dürftest du schnell lernen. Sein Name ist Carus«, erklärte sie und zeigte dabei auf den schwarzen.
»Angel, die hier ist die zweitartigste. Ich denke, dass du besser reiten kannst, als Tom. Ihr Name ist Sela«, wandte sie sich an den Zeitreisenden, der nickte und die Stute beruhigend streichelte. Das Mädchen half den Jungen noch ihre Pferde zu satteln und tat dies anschließend bei ihrer fuchsroten Stute. Sie führten die Tiere aus dem Stall und dann ein Stück weiter auf eine große Wiese, die an einem Wald grenzte. Die drei Mädchen setzten sich auf die Geschöpfe und sahen erwartungsvoll zu den Jungs. Angel machte es ihnen ohne zu zögern nach und es klappte auch. Doch Tom schluckte schwer und musterte seinen Hengst unsicher.
»Und ich muss das wirklich machen?«, fragte er seinen blonden Engel nervös. Dieser rollte genervt mit den Augen.
»Tommy, schwing deinen Arsch jetzt endlich auf Carus! Er wird dich schon nicht runter hauen«, seufzte er und war kurz davor sich die Haare zu raufen. Noch einen unsicheren Blick traf das schwarze Tier, ehe der Halbvampir es doch irgendwie schaffte, sich auf das Pferd zu hiefen. Nervös nahm er die Zügel in die Hand. Saphira erklärte ihnen was sie zu tun hatten und schon schleppten sich die Vierbeiner einen Weg zu dem hellaussehenden Wald. ((AdA: Entschuldigt bitte, dass ich die Erklärung nicht weiter ausgefeilt habe, aber ich kenne mich mit Pferden kein Stück aus... beschämt auf den Boden guck)) Sie ritten gemütlich durch den Wald, wobei sich Tom nicht mehr so unsicher fühlte, sondern langsam aber sicher Spaß hatte. Angel hingegen liebte es, auf der Stute zu reiten und nahm sich vor, Thomas zu fragen ob er es öfters machen durfte. Nach drei Stunden ritten sie zurück und kümmerten sich um die Pferde, bevor sie alles aufräumten und in das Haus verschwanden. Da Toms und Angels Mägen auf sich aufmerksam machten, trotteten sie in die Küche und baten die Köchin um Essen. Nachdem sie dies verschlungen hatten, verabschiedeten sich die Jungs, da sie in das Dorf wollten.
»Angel? Ich möchte zu meinem Onkel, Morfin Gaunt. Ich brauche einen Blutstein von ihm, da er der einzigste aus meiner Familie ist, der Vampirgene hat«, sagte Tom plötzlich und sah den Blonden ernst an. Dieser nickte nur und zusammen maschierten sie zum Waldrand, da dort die Gaunthütte stand. Der Halbvampir war froh, dass er dies letztes Jahr herausgefunden hatte und sie nun nicht die Leute fragen mussten. Nach einer halben Stunde kamen sie an einer schäbigen Waldhütte an und sofort rümpfte der Schwarzhaarige missbilligend seine Nase.
»Was für eine tolle Wohngegend!«, erkannte er sarkastisch und stiefelte zur Tür. Er klopfte an und nach ein paar Minuten machte ein schwarzhaariger Mann mit roten Augen auf. Er sah heruntergekommen aus und seine Kleidung war dreckig. Die Haare waren schulterlang und filzig. Sein Körperbau war mager.
»Was wollt ihr?!«, fragte er harsch.
»Ich nehme an Sie sind Morfin Gaunt?«, wollte Tom nach der Musterung wissen.
»Ja. Und du bist?«
»Tom Vorlost Riddle. Meine Mutter hieß Merope Gaunt«, erklärte der Halbvampir und quetschte sich flink an seinem Onkel vorbei. Er musterte die Hütte und ignorierte dabei den kalten Blick des Schwarzhaarigen.
»Diese Schlampe hat also ein Kind. Was willst du hier?«, wollte Morfin wissen und trat näher. Nun kam auch Angelus rein.
»Einen Blutstein. Meine Mutter ist bereits tot und Sie sind der letzte Vampir aus meiner Familie«, erwiederte Tom.
»Und wieso sollte ich ihn dir geben? Ich nehme an, dass du der Sohn von Thomas Riddle bist, stimmts? Dann bist du ein wertloses Halbblut!«, spie Morfin aus.
»Mag sein, aber ich bin dennoch ein Vampir. Zumindest ein Halbvampir«, stellte Tom ruhig klar. Es wurmte ihn, dass sein Onkel so etwas sagte, doch was hatte er anderes erwartet?
»Ich geb dir keinen Blutstein! Such dir jemand anderes oder verrecke! Ist mir scheiß egal!«, keifte Morfin bedrohlich.
»Sie haben keine Kinder, oder?«, mischte sich nun Angel in das Gespräch ein.
»Nein. Und du bist?«, fragte der Vollvampir und musterte ihn.
»Angelus Nexima.«
»Noch nie gehört«, meinte Morfin missbilligend.
»Das bezweifle ich keinesfalls. Da Sie keine Kinder haben, wird es später auch keine Nachfahren Salazar Slytherins geben. Wollen Sie das wirklich riskieren? Auch wenn Tom nur ein Halbblut ist, so ist er dennoch Slytherins Nachfahre. Ich denke nicht, dass Sie noch Kinder bekommen werden«, sagte Angel ruhig. Nun schien Morfin nachdenklich.
»Bist du ein Zauberer?«, wollte er dann von dem Todesengel wissen und sah ihm fest in die smaragdgrünen Augen.
»Korrekt«, nickte dieser.
»Reinblut?«, fragte der Schwarzhaarige weiter.
»Ja, kann man so sagen.«
»Bist du ein Mensch?«
»Nein. Aber ich wüsste nicht, was Sie dies angehen sollte.«
»Wenn du willst, dass ich Riddle einen Blutstein gebe, solltest du es mir sagen«, grinste Morfin kalt.
/Irgendwie hab ich ihn mir dümmer vorgestellt/, überlegte der Blonde stirnrunzelnd.
»Ich bin ein Todesengel«, offenbarte er nach einigen Momenten.
»Willst du mich für dumm verkaufen? Todesengel gibt es nicht mehr!«, giftete Morfin sauer. Wortlos verwandelte Angelus sich in seinen Todesengel und ließ die Flügel auf dem Rücken erscheinen. Mit großen Augen verfolgte der Vampir dies und plumpste in den Sessel hinter sich. Der Blonde verwandelte sich wieder zurück.
»Blutstein!«, verlangte der Halbvampir nun und warf seinem Schatz einen dankbaren Blick zu. Morfin machte eine wegwerfende Handbewegung und hielt schon kurz darauf einen blutroten Stein mit zwei Löchern in der Hand. Er überreichte ihn seinem Neffen, der auch sofort seine zwei verlängerten Zähne in die Löcher rammte und das Blut gierig trank.
»Du weißt, dass du nun höchstens jedes Jahr Blut trinken musst? Normale Menschen würde es töten, aber magische Wesen überleben es, solange sie ihr Blut regenerieren können«, erklärte Morfin zwischen zusammen gepressten Zähnen.
»Das weiß ich«, gab Tom preis und schmiss den Stein zu seinem Onkel. Dieser fing ihn geschickt auf.
»Dann könnt ihr ja abhauen!« Morfin zeigte zur Tür. Wortlos marschierten die beiden Teenager zu dieser, jedoch wurden sie aufgehalten.
»Kannst du eigentlich Parsel?«, wollte der Vollvampir wissen und sah Tom fest an.
::Sieht wohl so aus::, zischte der Halbvampir und trat, nachdem er die Tür geöffnet hatte, ins Freie. Angel folgte ihm nach einem letzten Blick auf den mageren Zauberer. Schweigend stiefelten sie ins Dorf zurück.
»Schade, dass er was gegen Halbblüter hat. Ich würde ihn gern näher kennen lernen«, murmelte der Schwarzhaarige plötzlich und schaute auf den Boden. Angelus legte einen Arm um seine Hüfte und lächelte ihn an.
»Vielleicht kommt er ja mal zu dir, um dich besser kennen zu lernen. Sein Leben ist ja nicht gerade spannend und dies wäre für ihn doch mal eine Abwechslung. Wenn nicht, kommst du eben mal irgendwann vorbei. Er ist ein Vampir und wenn er sich selbst versorgen kann, wird er ja noch lange leben«, munterte er ihn auf. Tom nickte nur und legte einen Arm um Angels Schulter.
»Du hast Recht. Danke!«, lächelte er und gab seinem Engel einen Kuss auf den Haarschopf.
