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Vereinzelte Lichtstrahlen fielen durch die kleinen Rollospalten und sorgten so dafür das Christin langsam, aber sicher wach wurde. Ein Murren kam von ihr, während ein Lichtstrahl direkt auf ihr Gesicht fiel. Müde und missmutig verzog sie das Gesicht, rollte sich auf die linke Seite und murmelte leise vor sich hin: "Noch fünf Minuten..." Doch aus diesen fünf Minuten sollten nicht mal zwei werden, da ihre Mopsdame sich mit ihren Vorderpfoten auf ihre Seite stellte und laut zu bellen begann.
Sofort schrak Christin hoch, riss die Augen auf und sagte ein wenig atemlos: "Ich bin wach!" Es dauerte kaum zehn Sekunden das sie schon wieder ganz verschlafen und müde drein blickte, woraufhin sich Betty mit dem Kopf zwischen ihren Arm und ihre Seite schmuste und mit ihren großen braunen Augen zu ihrem Frauchen aufblickte. Aus dem Augenwinkel sah sie ihre Mopsdame ein wenig angesäuert an und murrte etwas unwirsch: "Und dafür möchtest du vermutlich auch noch belohnt werden, hm?"
Erneut bellte die Hündin freudig mit dem Schwanz wedelnd auf, ehe Christin über ihren Kopf strich und sich wieder nach hinten in den Haufen von Kissen und Kuscheltieren sinken ließ. Erst jetzt fiel ihr auf das sie in ihrer Kuschelecke und nicht in ihrem Bett lag, wobei sie sich doch aber erinnern konnte sich ins Bett gelegt zu haben. Merkwürdig, aber sei es drum. Nun lag sie hier und das war mindestens genau so komfortabel.
Langsam drifteten ihren Gedanken an den vermeidlichen Traum zurück, den sie in dieser Nacht gehabt hatte. Es war einer der realistischsten und schönsten Träume gewesen den sie je gehabt hatte. Hatte sie doch tatsächlich davon geträumt das sie in der Nacht wach geworden war und durch ihre Mopsdame auf den neuen Fernseher aufmerksam gemacht wurde. Damit nicht genug, sie hatte geträumt das er ihr wirklich ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt hatte und Tim, mehr oder minder, in ihre Welt gebracht hatte. Sicher waren sie durch die Fernsehscheibe getrennt gewesen, doch sie waren zusammen gewesen und Christin hatte dem schönsten Mann aller Zeiten endlich ihre unendliche Liebe gestehen können und er hatte sie sogar erwidert.
Das hatte Christin auf einen herrlichen Höhenflug geschickt, doch nun war der Traum wie so oft mit dem Erwachen verpufft und sie fand sich in der harten Realität wieder - ohne Tim. "Ach Betty, ich hatte einen so wundervollen Traum.", säuselte Christin ganz verliebt, seufzte wohlig auf, legte ihren Handrücken an ihre Stirn und starrte an die weiße Decke ihres Wohnzimmers. Ach wie schön es doch gewesen war mit diesem wundervollen Mann endlich von Angesicht zu Angesicht reden zu können und ihm endlich all die Gefühle zu offenbaren, die sie schon so lange mit sich herumtrug.
"Guten Morgen, meine Hübsche.", ereilte sie die butterweiche Stimme des Reporters, woraufhin sie erst glaubte sich verhört zu haben, doch das war gar nicht möglich. Sie hatte weder das Fenster auf noch lief der Fernseher, zumindest war sie der Meinung, außerdem gab es keine Folge in der ihr geliebter Tim diese Worte zu einer Frau sagte.
Mit einem Schlag wurde ihr ganz heiß und sie weitete ungläubig die Augen, ehe sie sich aufsetzte und zu dem Prunkstück blickte. Ihr entglitten für einige Sekunden jegliche Gesichtszüge, ehe sie realisierte das ihr Traum gar kein Traum gewesen war, sondern nichts als die Wahrheit.
Der Verkäufer hatte Recht gehabt und der Fernseher hatte ihr ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt. Ihre braunen Augen wanderten über das Fernsehbild, ehe sie zu Betty und Struppi sah die bereits wieder sehr interessiert voreinander saßen und mit dem Schwanz wedelten. Gelegentlich bellte einer der Beiden auf, während sie versuchten einander durch das Glas zu beschnuppern. Anschließend blickte sie zu dem hübschen Reporter auf der mit Nichts außer einem beigefarbenen Bademantel bekleidet war vor der Scheibe stand und Christin mit einem freundlichen Lächeln bedachte.
Die Züge Christins wurden ganz verliebt und glücklich, wobei sich auch ein rötlicher Schleier auf ihre Wangen legten. "Guten Morgen, mein Süßer.", gab sie ganz sanft von sich, sah in seine wunderschönen blauen Augen und seufzte anschließend glücklich auf. Es war kein Traum! Es war wirklich kein Traum, er stand da, sah sie an und sprach zu ihr. Oh Gott, das war ja so aufregend, großartig und einfach unglaublich. Das würde ihr niemand glauben, der es nicht mit eigenen Augen gesehen hatte.
Ihre Augen wanderten über sein hübsches Gesicht, musterten seine niedlichen Sommersprossen, die kleine Stupsnase und diese wunderschönen hellen und blauen Augen, wobei sie auch seinen Körper in Augenschein nahm. In diesem Moment realisierte Christin erst richtig das ihr geliebter Tim außer dem Bademantel einen Hauch von Nichts trug und auch sein Haar war noch etwas feucht, woraufhin sie begriff das er wohl gerade erst geduscht haben musste.
Dieser Gedanke trieb ihr die Schamesröte ins Gesicht, da sie gerade nicht nur von seinem jetzigen Anblick so angetan war, sondern auch von der Vorstellung wie er wohl gänzlich nackt aussehen würde. Auweia! Was dachte sie denn da? Sofort wandte Christin ihren Blick ab, strich sich über die fast schon feuerroten Wangen und schluckte hart. Natürlich hoffte sie das es Tim nicht aufgefallen war das sie ihn gerade wahrhaftig angegafft hatte und deswegen ihr nun auch noch die Schamesröte ins Gesicht gestiegen war, doch ihre Hoffnungen wurde zerstört als sie den Reporter belustigt sagen hörte: "Es freut mich zu sehen, dass nicht nur dein Anblick mir heute Nacht gefallen hat, sondern es auch umgekehrt so ist."
Auf dies Worte hin fiel Christin das kleine Malheur mit dem String Tanga wieder ein und sie blickte verlegen aus dem Augenwinkel zu Tim. Unbehaglich biss sie sich auf die Unterlippe und nuschelte noch immer beschämt: "Wie könntest du mir auch nicht gefallen?" Mit dem Zeigefinger deutete sie auf seinen Bademantel und fügte etwas frecher hinzu: "Aber das ist definitiv nicht deine Farbe, mein Prinz." Auf ihre frechen Worte hin begann er amüsiert zu lachen, schüttelte den Kopf, ließ sich in einem der zwei roten Sessel vor dem Karmin nieder und nahm einen Schluck von seinem Tee.
Es war Christin kaum möglich diesen hübschen Reporter nicht anzustarren, da er einfach nur anbetungswürdig aussah und es einfach Nichts gab das ihn entstellen könnte. Langsam erhob sich Christin aus ihrer Kuschelecke, streckte sich ausgiebig und achtete dabei nicht darauf das ihr das Shirt bis zum Bauchnabel hoch rutschte. Ein herzhaftes Gähnen und ein leises Schmatzen folgte dem Strecken, bis sie zu Betty sah die über die Schulter zu ihr gesehen hatte.
Auch Struppi hatte sie bei ihrem Tun beobachtet und dabei den Kopf schief gelegt, woraufhin sie nun zu Tim blickte der sie mit großen Augen und leicht geöffneten Mund ansah. Ihm stieg sofort die Schamesröte ins Gesicht und augenblicklich erinnerte sich Christin wieder an letzte Nacht, weshalb sie rasch den Saum ihres Shirts tiefer zog und so ihre Scham verdeckte. "Entschuldige...", kam es ganz verlegen von ihr und sie war ein klein wenig erbost über sich selbst, da sie daran nicht mehr gedacht hatte. Tim jedoch war noch immer recht starr und schluckte hart, ehe er sich leicht auf die Unterlippe biss und ehrlich zu ihr sagte: "S-schon g-gut... daran... werde ich mich erst mal gewöhnen müssen."
Christin sah nun wieder in sein Gesicht und bekam eine unglaubliche Gänsehaut, da ihre Augen nun wieder einander trafen. Sie spielte nervös mit dem Saum ihres Shirts und murmelte zu ihm: "Dennoch tut es mir Leid..." Schweigend sah er sie an und Christin versuchte herauszufinden was er gerade dachte. Nun, zumindest hoffte sie es in seinem Blick lesen zu können, doch das gelang ihr nicht. Sein Gesichtsausdruck war liebevoll, sehnsüchtig und auch neugierig, weshalb sie diesen Blick einfach auf sich wirklich ließ und in vollen Zügen genoss.
Bedächtig hatte Tim sich nun aus dem Sessel erhoben, war näher an die Scheibe getreten und musterte seine Liebste von Kopf bis Fuß, woraufhin sie nun ebenfalls auf ihn zu kam und vor dem Fernseher stehen blieb. Seine blauen Augen ruhten auf ihren braunen Augen, während sie einfach nur zurück sah und ihre Hand an das Glas legte. Ohne den Blick von ihren Augen zu nehmen legte er seine Hand an die Stelle wo ihre ruhte, begann sanft zu lächeln und raunte ihr zu: "Ich kann es kaum erwarten dich endlich in meinen Armen zu halten."
Diese Worte ließen ihr einen warmen und wohligen Schauer über den Rücken laufen, weshalb sie tief durchatmete und liebevoll erwiderte: "Glaub mir, Tim, mir geht es ganz genau so. So lange habe ich darauf gewartet und ich kann es nun kaum erwarten, wenn diese Scheibe uns nicht mehr trennt." Tim nickte leicht, sah tief in ihre Augen und meinte sanftmütig zu ihr: "Wir müssen einen Weg finden diese Scheibe zu überwinden."
"Wie ist es mit rohrer Gewalt?", erkundigte sich das Mädchen etwas kleinlaut, legte den Kopf leicht schief und sah ihn weiterhin an. Der Reporter betrachtete einen Moment das Glas, zog die Brauen für den Moment kraus und antwortete seiner Liebsten: "Das werden wir auf jeden Fall versuchen. Doch zu erst gibt es noch etwas zu tun. Ich muss mit Struppi raus, es wird nicht lang dauern und ich bin wieder bei dir." Seine herrlichen blauen Augen wandten sich Christin nun wieder zu, woraufhin diese leicht nickte und ehrlich zu ihm sagte: "Ich muss auch noch duschen, mit Betty runter und später bei meiner besten Freundin anrufen."
"Musst du nicht arbeiten?", erkundigte Tim sich neugierig und sah sie dabei ein wenig verwundert an, woraufhin Christin den Kopf schüttelte. Ein freudiges Lachen verließ ihre vollen Lippen, bis sie ihn zufrieden lächelnd ansah und ihm antwortete: "Nein, ich hab zwei Wochen Urlaub." Nun umspielten auch die süßen Lippen des Reporters ein zufriedenes Lächeln, wobei er leicht nickte und tief in ihre Augen sah.
Wie gern hätte Christin nun die Arme um ihn gelegt, sich an ihn geschmiegt und ihre Lippen auf seine gepresst. Nur zu gern hätte sie seine Lippen gekostet, ihre Finger durch sein orange-rotes Haar gleiten lassen und seinen Geschmack gänzlich in sich aufgenommen. Sie konnte es kaum erwarten das diese Scheibe kein Hindernis mehr darstellte und sie endlich ganz ungeniert die Nähe ihres geliebten Tims genießen konnte. Sehnsuchtsvoll drückte sie ihre Hand stärker gegen das Glas, fühlte durch dieses seine Körperwärme an der Stellte wo ihre beiden Hände lagen und seufzte wohlig auf.
Der Reporter seufzte ebenfalls wohlig auf, sah weiterhin in ihre Augen und raunte ihr sehnsüchtig zu: "Bald, meine Süße, bald kann uns Nichts mehr trennen." Tim lehnte seine Stirn an das Glas und sah sie voller Sehnsucht und Liebe in den hellen Augen an, woraufhin auch Christin ihre Stirn an seine lehnte und sich wünschte das das Glas nicht wäre, doch das mussten die Beiden erst mal hinnehmen.
WUFF - Struppis lautes Bellen hatte die Zwei zusammenfahren und zu dem weißen Fox Terrier blicken, lassen, woraufhin dieser mit dem Schwanz wedelnd zur Tür lief und Tim unmissverständlich klar machte dass er raus wollte. Auch Betty bellte nun auf und zog damit die Blicke auf sich, ehe Christin und Tim sich wieder ansahen und zu lachen begannen.
"Die Pflicht ruft.", gab er bedauernd und doch amüsiert von sich. Erneut sah er in die großen und braunen Augen seiner Liebsten und hauchte ihr ein inniges 'Ich liebe dich' zu.
"Ich liebe dich auch, Tim.", gab sie ganz verliebt säuselnd von sich, seufzte leise auf und löste sich schließlich schweren Herzens von der Glasscheibe, ehe sie erneut zu ihm blickte und sanftmütig lächelte. Auch er löste sich von der Scheibe, sah sie noch mal lächelnd an und wandte sich dann um, um in sein Schlafzimmer zu gehen und sich umzuziehen. Somit wandte auch sie sich nun ebenfalls gänzlich um, ging mit einem überaus breiten und überglücklichen Grinsen auf dem Gesicht in ihr Bad und begann damit sich für den Tag fertig zu machen.
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Christin erledigte alles was sie an diesem Tag noch zu tun hatte. Das begann beim morgendlichen Besuch im Badezimmer wo sie sich duschte, zog sich hinüber zum täglichen Spaziergang mit ihrer Mopsdame, machte einen Zwischenstop bei der Fütterung ihrer zwei Lieblinge und endete damit das sie einige Decken, Kissen, Kuscheltiere und auch ihren Laptop sowie ihre Wasserflasche vor den großen Fernseher räumte. Sie wollte so nah wie möglich und die ganze Zeit über bei Tim sein.
Sie hatte das Gefühl es zu sein, wenn sie so dicht am Fernseher saß. Immerhin konnte sie seine Körperwärme durch dieses spüren, zumindest an den Stellen wo er es berührte. Das bedeutete ihr schon so unglaublich viel. Doch was ihr noch viel mehr bedeutete als das war die Tatsache dass dieser Fernseher es tatsächlich geschafft hatte ihr ihren sehnlichsten Herzenswunsch zu erfüllen. Wie auch immer dieses Gerät es geschafft hatte oder wie es auch immer möglich war - ehrlich gesagt war es ihr mittlerweile vollkommen egal - sie war glücklich das sie und Tim nun zusammen sein konnten, wenn auch noch immer getrennt durch eine Scheibe.
Gerade stand Christin an ihrem Fensterbrett gelehnt, schaute aus diesem auf den grünen Hof mit dem Spielplatz nieder und sah dort einigen Kinder beim Spielen zu. Sie hielt ihr schnurrloses Telefon an ihr Ohr und telefonierte gerade sehr hitzig mit Lilly. Natürlich hatte sie ihrer besten Freundin erzählt was über Nacht passiert war und dabei kein Detail ausgelassen.
Bei Gott sie ließ nicht eineinziges Detail aus und versuchte ihr alles so genau, wie es nur möglich war, zu schildern und zu beschreiben. Es dauerte eine kleine Weile bis Christin ihren Monolog beendet hatte und endlich Luft ließ um Lilly antworten zu lassen: "Liebes... ernsthaft... ich glaub diese obsessive Liebe nimmt bei dir ganz ungesunde Züge an. Ich kann dir den Psychologen meiner Mutter empfehlen. Er soll sehr einfühlsam, vertrauensvoll und effektiv sein."
"Lilly, ich brauche keinen Psychologen. Es ist die Wahrheit, wenn du mir nicht glaubst komm her und besuch mich.", gab Christin beinahe verzweifelt von sich, da sie es ihrer Freundin glaubhaft machen und nicht als verrückt abgestempelt werden wollte. Sie spielte dabei missmutig mit einer ihrer Haarsträhnen die ihr, trotz Zopf, ins Gesicht fielen. In der Spiegelung des Fensters betrachtete sie ihr schwarzes Trägertop und ihre kurzen dunkelblauen Shorts, während sie Lilly zuhörte: "Schätzchen, du bist so verliebt dass du allen ernstes der Meinung bist dass er echt ist. Aber Süße, das bildest du dir nur ein, denn - sei doch mal ehrlich - ein Fernseher kann nicht zaubern."
Christin seufzte unglücklich auf, sah zum Fernseher und betrachtete die Wohnung ihres geliebten Tims die ruhig und noch immer verlassen vor sich lag. Ihre Augen wanderten über die roten Sessel, die kleine grünliche Küche und die restliche Dekoration die, wie sie erkannte, aus all seinen Reisen und 'Fällen' ein kleines Mitbringsel waren.
Ein Schließen an der Wohnungstür war zu hören und kurz darauf ertönte auch das freudige Bellen des weißen Fox Terriers, ehe die butterweiche Stimme des Reporters erklang: "Christin, ich bin zurück." "Hast du Besuch?", fragte Lilly sofort irritiert nach, da sie sowohl Struppis Gebell als auch Tims Worte vernommen hatte. Sofort umspielten die vollen Lippen Christins ein überglückliches Lächeln und bevor sie ihrer besten Freundin antwortete begrüßte sie ihren Traummann: "Wie schön. Ich hab ein bisschen bei mir umgeräumt und meine Kuschelecke an den Fernseher verlegt. Ich möchte dir so nah es geht sein." Der Reporter hatte seinen Trenchcoat an der Garderobe auf gehangen und einen Blick auf Christins Kuschelecke geworfen, wobei seine Augen nicht nur die Veränderung der Kuschelecke bemerkten, sondern auch das seine Liebste sich umgezogen und ihr Haar zusammen gebunden trug.
Ein leichtes Nicken war seine erste Antwort, ehe er Christin näher betrachtete und das schnurrlose Telefon bemerkte. Kurz runzelte er die Stirn, trat näher an die Scheibe heran und erkundigte sich: "Telefonierst du?" "Ja, mit meiner besten Freundin.", gab sie lächelnd von sich, doch dann fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. "Ah, du fragst wegen dem schnurrlosen Telefon... lass mich das Gespräch rasch beenden und ich weih dich ein bisschen in unsere Zeit ein.", antwortete Christin freudig lächeln und hatte Lilly dabei vollkommen ignoriert, die es am anderen Ende der Leitung mittlerweile mehr als nur einmal mit Rufen versucht hatte die Aufmerksamkeit ihrer Freundin auf sich zu ziehen.
"Christin! Wer ist da?! Mit wem redest du?!", keifte Lilly aufgeregt und es schien dass ihre beste Freundin drauf und dran war durchs Telefon zu krabbeln, um ihre Neugier zu befriedigen. Christin grinste nun sehr selbstgefällig, lehnte sich lässig an den Fenstersims und sagte ein wenig süffisant: "Ich hab dir gesagt was in der Nacht passiert ist." Für einen Moment war vollkommene Stile am Telefon, weshalb sie kurz fragend aus dem Augenwinkel zum Telefon linste, doch dann fand Lilly ihre Stimme wieder: "Es ist also wahr! Oh wow, wenn ich nicht heute mit meinen Eltern nach Sizilien fliegen würde, weshalb ich dein Angebot vorhin eh hätte ausschlagen müssen zwecks Vorbeikommen, dann würde ich mir das definitiv mit eigenen Augen anschauen." "Du glaubst mir nun also?", wollte die sie von Lilly wissen und legte dabei einen skeptischen Unterton an den Tag.
Christin sah kurz rüber zu Tim und beobachtete wie dieser es sich zusammen mit Struppi, auf einer Decke, vor der Scheibe bequem gemacht hatte und dabei immer wieder den Blick über seine Geliebte gleiten ließ. Diese wusste nur zu genau das sie für ihn in diesem Aufzug geradezu nackt war, da die Damen in den 30ger Jahren viel weniger Haut zeigten, doch sie würde ihm schon noch verständlich machen das sich in den ganzen Jahren doch schon sehr viel verändert hatte.
"Ja, ja ich glaube dir. Oh Chris, es tut mir so Leid das ich erst dachte du seiest vollkommen übergeschnappt.", kam es nun ganz bedauernd von ihr, woraufhin Christin tief durchatmete, sich auf den gemütlichen Deckenhaufen vor dem Fernseher kniete und Tim betrachtete. Er blickte nur zurück, schenkte ihr ein liebesvolles Lächeln und ließ sie davon ganz verliebt aufseufzen, ehe er sie zu Lilly sagen hörte: "Schon okay. Ich werd jetzt aber auflegen, Tim und ich haben noch viel zu tun und ich will dich nicht länger vom Packen abhalten. Vergiss meine Postkarte nicht und hab einen schönen Urlaub." Lilly versprach ihrer besten Freundin natürlich an die Postkarte zu denken und wünschte ihr nun ebenfalls einen schönen Urlaub.
So legten die Freundinnen auf und Christin ließ das Telefon sinken, wobei sie nicht aufhörte diesen unglaublich hübschen Mann, vor sich, zu betrachten. Tim sah einfach nur zurück und konnte ebenfalls seine Augen nicht von ihr abwenden. Stundenlang hätte Christin sie ihn betrachten können. Manchmal kam es ihr immer noch alles wie in einem Traum vor und in einigen Momenten überkam sie sogar die Angst sie könnte aufwachen. Nie wieder wollte sie das all das hier endete und nie wieder wollte sie ohne Tim leben. Dennoch stand an erster Stelle das Vorhaben diese Scheibe los zu werden und das sollten sie so schnell wie möglich in Angriff nehmen.
Daher tippte Christin nun an die Scheibe und sagte zu ihrem Liebsten: "Wir sollten es wirklich mit roher Gewalt versuchen. Irgendwie müssen wir diese Scheibe doch klein kriegen." Der Reporter folgte ihrem Fingerzeig, sah sich das Glas noch mal an und nickte schließlich, ehe er wieder in Christins Gesicht sah und meinte: "Ich hab sogar eine Idee." Mit diesen Worten erhob er sich von der Decke, ging an seine Garderobe und nahm seinen schwarzen Schirm.
Sie wusste sofort was Tim vor hatte, erhob sich ebenfalls, machte ein paar Schritte hinter sich und wartete darauf dass er mit dem Schirmgriff zum Schlag ansetzte. Tim fixierte mit seinen Augen einen Punkt auf dem Glas, holte weit aus und schlug kraftvoll gegen die Scheibe. Beim ersten Mal geschah absolut gar nichts, weshalb er die Schläge ein paar Mal wiederholte. Erst nach dem zehnten Schlag hielt Tim ein wenig außer Atem Inne, trat auf die Scheibe zu und weitete entsetzt die Augen. Sofort sah er zu Christin und meinte schockiert zu ihr: "Nichts! Nicht mal ein Kratzer!"
Augenblicklich trat sie auf das Glas zu, untersuchte die Stelle nach Rissen oder irgendetwas das zeigte dass diese unter den Schlägen gelitten hatte, doch da war wirklich Nichts zu sehen. Missmutig seufzte Christin auf, beobachtete Tim wie er ein wenig frustriert den Schirm zurück an die Garderobe hing und sich wieder zu Struppi auf die Decke setzte. "Es muss noch einen anderen Weg geben. Irgendwie müssen wir doch zueinander kommen können.", murmelte Christin nachdenklich vor sich hin und schielte anschließend aus dem Augenwinkel zu ihrem Laptop.
Ihr kam eine Idee, weshalb sie sich auf ihre Knie niederließ, ihren Laptop zu sich zog und diesen hochfuhr. Kaum tat sie das kam Tim ganz nah an die Scheibe und beäugte das für ihn merkwürdig wirkende Gerät, woraufhin er zu Christin blickte und fragte: "Was ist das für eine Gerätschaft?" Sie blickte in sein fragendes Gesicht, begann zu schmunzeln und sagte nun zu ihm: "Das ist ein Laptop" "Laptop?", kam es irritiert von dem Reporter, wobei Christin ein weiteres Mal bemerkte dass Tim nicht in ihrer Zeit lebte, zumindest hatte er von dem Fortschritt der Technik Nichts gewusst.
Sie biss sich leicht auf die Unterlippe und versuchte ihm es mit den Händen gestikulierend zu erklären: "Nun das ist ein Gerät auf dem man Schreiben, elektronische Spiele spielen und andere - für uns mittlerweile unentbehrliche - Dinge tun kann. Zum Beispiel hat man darüber Zugriff auf das Internet, zumindest wenn man einen Router hat der einem das ermöglicht." Ganz deutlich erkannte sie in dem Gesicht ihres Liebsten das er absolut nur Bahnhof verstand und seine Worte gaben ihr Gewissheit: "Internet? Router?"
In diesem Moment wurde Christin kristallklar dass sie mit ihrem geliebten Tim noch sehr, wirklich sehr viel, nachholen musste. Ohne dass sie es kontrollieren konnte begann sie herzhaft zu lachen, woraufhin der Blick des Reporters noch fragender wurde. "Entschuldige, ich stell nur gerade fest dass ich mit dir ganz von vorne anfangen muss und das werden wir sofort tun. Immerhin musst du vorbereitet und kulturschockfest sein, bevor du in meine Zeit kommst, mein Hübscher.", gab sie nun belustigt von sich, lehnte sich mit dem Rücken an die Glasscheibe, nahm ihren Laptop auf die Knie und blickte kurz nach hinten zu ihm. Tim saß nun direkt hinter ihr an der Scheibe, sah auf den Bildschirm vom Laptop und bekam ganz leuchtende Augen, wobei sein Blick immer faszinierter wurde. Christin musste über diesen Anblick schmunzeln, da Tim gerade einfach unglaublich süß aussah und auf sie wirkte wie ein Kind, das gerade etwas ganz Neues entdeckt hatte. Nun weit hergeholt war die Vorstellung nicht, denn er hatte in der Tat gerade etwas ganz Neues entdeckt.
"Ich werd mal googeln, ob ich etwas finde das ich dir vorlesen kann und was dir verständlich macht wie sehr sich die Technik von den 1930gern bis heute verändert hat.", erklärte ihrem geliebten Tim, öffnete den Browser Google Chrome und klickte in die Adresse leiste. Es dauerte einen kurzen Moment, ehe sie die richtig Wortwahl für diese Suche zur Hand hatte und eingeben konnte.
Tim hingegen sah sich alles ganz genau an, starrte auf den farbenfrohen Bildschirm des Laptops und erkundigte sich bei ihr: "Was meinst du mit googeln?" Auf diese Frage hin wandte Christin ihren Blick hinter sich zu dem Reporter, sah in sein fasziniertes und auch fragendes Gesicht und begann zu schmunzeln. "Das bedeutet das wir im Internet zu der großen Suchmaschine 'Google' gehen, einen Begriff eingeben und diese durchsucht dann das gesamte Internet nach dem was wir eingeben haben. Diesen Vorgang nennen wir seit dem Jahr und auch schon früher 'googeln'.", Christin gab sich wirklich allergrößte Mühe ihrem Liebsten verständlich zu machen was sie damit meinte, doch war ihr auch bewusst dass der Weg, ihm alles verständlich zu machen, noch sehr holprig werden würde.
๑⊱ ⊰๑
Bis in die frühen Morgenstunden, mit einigen Unterbrechungen zwecks Gassi gehen mit den Hunden und einigen Mahlzeiten, hatten Tim und Christin an dem Laptop gesessen und hatten das ganze Internet durchstöbert. Es hatte alles bis Mitternacht gedauert bis Christin ihm den Fortschritt richtig bewusst machen konnte und dass die moderne Technik aus den Haushalten nicht mehr weg zu denken war.
Auch hatte sie ihm erklärt was Handys und Smartphones sind und daas es heute zu Tage einfach nicht mehr ohne diese kleinen Apparate ging. Die ersten Stunden hatte Tim meist nur Bahnhof verstanden und hatte gnadenlos alles hinter fragt, was ihm nicht schlüssig war. Dabei war Christin immer wieder sehr bewusst geworden das er durch und durch Reporter war, da er oft sehr interessante und hin und wieder tiefgründige Fragen stellte.
Doch nach und nach hatte sie es ihm, Dank Google und dem Internet, verständlich machen können wie verwurzelt die Technik in ihrer Zeit war und dass nicht mehr alles so unerschwinglich war, wie zu Tims Zeit. Fernseher kosteten kein Vermögen mehr, Festnetztelefone gab es mit jeglichen Schnick Schnack für Spottpreise, Flugtickets waren heute beinahe günstiger als Zugtickets und fast jeder der einen Führerschein besaß konnte sich sogar ein Auto leisten. Tim war sehr bemüht gewesen jeden Splitter neuen Wissens in sich aufzunehmen und hatte sich dafür bei seiner Liebsten auch oft bedankt, da sie es in diesem Bereich nicht besonders leicht mit ihm hatte.
Ein heikleres Thema hatte Christin danach angesprochen - Sex!
Bemüht sachlich hatte sie versucht ihm klar zu machen dass Sex in der heutigen Zeit nicht mehr nur aus Liebe, sondern aus Spaß praktiziert wurde. Verständlich und mit viel Anschauungsmaterial hatte sie ihn über die Pornobranche, der Verkaufsmethode 'Sex sells' und auch Sex in Bezug auf den modischen Look aufgeklärt. Immer wieder schoss es dem Reporter die Schamesröte ins Gesicht und vor allem stellte er hierbei Fragen die blankes Entsetzen widerspiegelten. Tim konnte nicht verstehen wie Frauen und Männer ihr Niveau so tief runter schrauben konnten und was ihn am allermeisten schockierte, war wie oberflächlich die Menschen geworden waren.
Übergewicht bedeutete für die meisten gleich das diese Person hässlich sei und daher weniger Wert war und auch wurde sehr viel Wert darauf gelegt ständig gut auszusehen, um rund um die Uhr dem anderen Geschlecht zu imponieren und dem gleichen Geschlecht zu zeigen das man besser und hübscher war, als die anderen. Eine Gesellschaft zerfressen von Neid, Intoleranz und Oberflächlichkeit. Eine bittere Pille die Tim zu schlucken hatte und etwas das ihn auch sehr entgeistert hatte. Der Reporter hatte ihr erzählt dass er einiges mitbekommen hatte, was sich in der Welt getan hatte, als er Christin siebzehn Jahre lang begleitet hatte, doch war ihm dabei nie das ganze Ausmaß der Veränderung bewusst gewesen.
Anschließend zeigte sie ihrem Geliebten etwas das den Schock vergessen ließ und sein Ego puschte. Sie weihte ihn in die Schönheit und Vielfalt der Fandoms ein. Natürlich ging sie dabei mit seinem eigenen voran. Sie zeigte ihm FanArts, Cosplays, Videos und las kurze Stücke aus FanFictions vor. Tim schien das nur zu gut zu gefallen, denn seine Augen leuchteten vor Begeisterung und er wirkte dabei endlos stolz. Natürlich zeigte sie ihm auch das es Slash-Fans von seinem Fandom gab, woraufhin er im ersten Moment sehr geschockt reagierte.
"Was?! Das ist ja... ohje...", gab der Reporter ein wenig panisch von sich, woraufhin Christin sich zu ihm umdrehte, irritiert in seine schönen blauen Augen sah und er anschließend fortfuhr: "Aber ich bin gar nicht schwul und auch nicht der Kapitän oder Tschang." In diesem Moment fiel es Christin wie Schuppen von den Augen. Wie hatte sie das nur vergessen können? Natürlich wurden in Belgien die Homosexuellen schon seit 1974 nicht mehr strafrechtlich verfolgt, doch verpönt war es dennoch sehr und auch nicht besonders gern gesehen.
Viele Männer und Frauen hatten damals noch ein recht großes Problem sich mit dieser Art der Liebe anfreunden zu können. "Glaub mir bitte, ich bin nicht schwul. Auch wenn du die erste und einzige Frau bist für die ich je Interesse und Gefühle gehegt habe, bin ich heterosexuell.", beteuerte Tim erneut seine Sexualität und sah dabei in die Augen seiner Liebsten. Nun verließ jedoch ein amüsiertes Lachen ihre Kehle, woraufhin Tim ein wenig mürrisch das Gesicht verzog und die Arme vor der Brust verschränkte.
Dadurch das er sich mit der rechten Seite an die Scheibe gelehnt hatte und Christin somit über die Schulter schauen konnte war es nun ein leichtes für ihn sie mit einem skeptischen Blick und hochgezogener Braue zu beäugen, während sie so lachte. "Was ist daran so witzig?", kam es nun leicht knurrend von ihm. Allmählich verebbte ihr Lachen und sie blickte ihn mit einem belustigten Grinsen auf den Lippen ins Gesicht. Langsam schüttelte sie den Kopf und sagte lieblich zu ihm: "Gar nichts, außer das du so sehr beteuerst dass du heterosexuell bist. Das ist schön zu wissen und allein sie Tatsache dass ich deine erste und einzige Frau bin, lässt mein Herz höher schlagen."
Bei ihren letzten Worten umspielte sogar ein kleiner Rotschimmer ihre Wangen und auch Tim konnte sie wieder milde mit ihren Worten stimmen, da er ihr nun ein sanftes und ehrliches Lächeln schenkte. Anschließend deutete sie auf den Bildschirm ihres Laptops und klärte ihn auf: "Das ist allerdings das was Fans, besonders Slash-Fans gerne tun. Wir können es in die Kategorie 'künstlerische Freiheit' einordnen." Zustimmend und verstehend hatte Tim genickt und ihr damit ein weiteres glückliches Lächeln abgerungen.
Christin wusste ja dass Tim durch und durch hetero war, denn er war mit ihr liiert und hatte ihr in dieser Nacht so oft zugeflüstert wie sehr er sich wünschte dass diese Scheibe nicht zwischen ihnen wäre. So kam es dass die Beiden sogar vor dem Laptop einschliefen, weil sie die ganze Nacht aufgeblieben waren, um ihm alles an Fortschritt verständlich zu machen was sich in den 82 Jahren weiterentwickelt hatte.
๑⊱ ⊰๑
Erst gegen Mittag schlug Christin ihre Augen wieder auf, wen auch nur aus dem Grund, weil ihr schwarzer Kater sich auf ihren Bauch gelegt hatte. Ihre braunen Augen ruhten auf dem Kater, während dieser sie aus seinen gelben Augen ansah. Schweigend sah sie Bagira in die Augen und er sah nur zurück. Manchmal fragte sie sich wirklich was dieses Tier in solchen Momenten dachte oder warum er so etwas tat.
Sachte streckte Bagira seine Pfote aus, stupste mit der weichen Spitze eben dieser gegen ihre Nasenspitze und sprang kurz darauf von ihrem Bauch um das Wohnzimmer zu verlassen. Hunger! Der schwarze Kater hatte das nur getan um ihr klar zu machen, dass er gerade Hunger hatte. Nun gut, da würde er sich wohl noch einen Moment gedulden müssen, denn Christin war noch etwas verschlafen und musste erst mal zu sich kommen.
Langsam setzte sie sich auf, strich sich über den Kopf und gähnte herzhaft, ehe sie sich umsah und ihre Mopsdame, die noch schlafend und auf den Rücken gedreht in dem Plüschtierhaufen, erblickte. Ein belustigtes Schmunzeln umspielte ihre vollen Lippen, anschließend sah sie zur Scheibe und erblickte ihren geliebten Tim zusammen mit Struppi auf der Decke noch schlafend. Tim lag auf dem Bauch und hatte seinen Kopf auf seinen Handrücken gelegt, während Struppi eingerollt auf dem Sessel lag.
Dieser Anblick ließ ihr ganz warm ums Herz werden und ihr Blick wurde sanft. Tim sah so unglaublich niedlich aus, wenn er schlief und auch Struppi sah einfach zum knuddeln aus. Hach ja, wieder stieg der Wunsch in ihr auf, dass diese ungeliebte Glasscheibe endlich verschwinden würde. Es wäre so schön gewesen, wenn diese sie endlich nicht mehr von Tim und Struppi trennen würde. Sie mussten unbedingt einen Weg finden, sonst würde diese Scheibe sie auf ewig trennen und das könnte Christin auf Dauer nicht ertragen.
Leise erhob sie sich, verließ mit ganz leichten Schritten die Kuschelecke und begab sich hinaus aus dem Wohnzimmer. Sie sah bereits im Flur Bagira sehr erwartungsvoll sitzen und anschließend in die Küche gehen. So seufzte Christin nur lautlos auf, folgte Bagira in die Küche und ging zur Fressstelle ihrer Lieblinge, die unter dem Fenster und direkt quer neben der Spüle stand. Christin nahm den Fressnapf, spülte diesen ab und musste leise lachen, als sie spürte wie der schwarze Kater um ihre Beine schlich und dabei freudig schnurrte. Anschließend trocknete sie den Napf ab, bückte sich um Bagira liebevoll über den Kopf zu streicheln und ging anschließend zum Vorratsschrank, um diesen zu öffnen. Sie nahm aus dem Untersten Fach ein KiteKat Tütchen, schloss die Tür und öffnete dieses, ehe sie den Inhalt in den Napf tat und diesen auf die Fressstelle tat. Sofort stürzte sich Bagira auf sein Frühstück, woraufhin Christin sich umdrehte und in der Tür Betty sitzen sah. Sie sah sofort ihren erwartungsvollen Blick. Natürlich wollte die Mopsdame nun auch Frühstück haben und hätte Christin früher gewusst dass Betty aus ihrem komatösen Schlaf erwacht war, dann hätte sie ihren Napf auch gleich abgewachsen. So fing die ganze Prozedur von vorne an und erst als das Trockenfutter im Napf war stellte sie ihrer Mopsdame diesen hin. Anschließend verließ sie die Küche, machte sich darauf ins Bad zu gehen und sich dort zu duschen.
Nach ungefähr fünfzehn Minuten verließ sie dieses splitternackt, ihre Sachen hatte sie im Badezimmer in den Wäschekorb getan, ging in ihr Wohnzimmer an ihren Kleiderschrank und nahm sich dort BH, String, ihre dunkelgrünen Shorts und ihr hellgrünes Trägerhemd heraus. Kaum war sie in diese geschlüpft band sie sich ihr gekämmtes und noch feuchtes Haar mit einem Haargummi zusammen und begab sich wieder in ihre Kuschelecke.
Ihre dunklen Augen fielen auf ihren Schwarm, der sich langsam zu rekeln begann und verschlafen seine Lider aufschlug. Christin ließ sich vor der Scheibe auf ihre Decken und Kissen nieder, lehnte sich mit der Schulter an das Glas und beobachtete ganz verliebt ihren geliebten Tim. Der Reporter richtete sich langsam auf, streckte sich genüsslich und kratzte sich leicht am Hinterkopf. Nur einen Wimpernschlag später sah er zu Christin, begann zu lächeln und sagte lieb zu ihr: "Guten Morgen, meine Schöne." "Guten Morgen, mein Hübscher.", erwiderte sie den Gruß lieb und sah in sein hübsches Gesicht, wobei sie sich von ihm mustern ließ.
"Hast du gut geschlafen?", erkundigte sich Tim nun bei seiner Liebsten, erhob sich von der Decke und sah kurz zu Struppi, der ihn müde ansah und sich anschließend weg drehte. Christin nickte auf seine Frage hin, sah kurz zu Struppi und antwortete ihm schließlich: "Ja, du auch?" Auch Tim nickte auf ihre Frage hin, sah sie lächelnd an und meinte: "Ja, das hab ich." Wieder wanderten seine blauen Augen über ihren Körper, ihr feuchtes Haar und ihr Gesicht, ehe er zu ihr sagte: "Du scheinst schon länger wach zu sein." "Nicht fiel, maximal zwanzig Minuten.", gab sie lächelnd zur Antwort, sah ihren Geliebten an und legte den Kopf leicht schräg.
Erneut nickte Tim auf ihre Worte hin, lächelte sie lieb an und streckte sich ein weiteres Mal, ehe er verkündete: "Ich geh auch erst mal duschen und dann bin ich den ganzen Tag für dich da. Nun ja... außer zum Gassi gehen, aber das kennst du ja selbst zur Genüge." "Oh ja, ich hab den Beiden schon Fressen gemacht. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit bis Betty raus will.", erwiderte Christin, lächelte und hörte Tim im Anschluss freundlich sagen: "Gut, meine Süße, dann bis gleich." "Bis gleich, mein Herz.", entgegnete sie glücklich, sah ihm nach und konnte nicht anders als ihm auf den Po zu schauen.
Verdammt, dieser war aber auch wohlgeformt und schön anzusehen. Lasziv biss sie sich auf die Unterlippe, sah ihm nach und wartete so lang bis er im Bad verschwunden war. Erst danach wandte sie den Blick ab, nahm sich ihren Laptop und fuhr diesen hoch, da sie im Internet recherchieren wollte wie man, offensichtlich, bruchsicheres Glas dennoch zerstören konnte. Es musste schließlich einen Weg und eine Möglichkeit geben, damit Tim und Struppi in Christins Zeit kommen konnten.
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