Das nächste Kapitel

Pairing ist Kag/Inu

Und Kags Geschichte wird heute erzählt...

Und mir gehört nix-.-(brauch ich den Disclaimer eig??)

Kagome's Vergangenheit

Kagome verbeugte sich und gab Kaede noch ein letztes „Danke!" bevor sie die Türe hinter sich schloss und auf das Universitätsgelände ging.

Sie musste nicht lange auf die anderen warten. Eine lachende Sango allen voran, dahinter ein grinsender Miroku und als letztes kam ein, vor sich hergrummelnder Inuyasha. „Hey! Auch schon da? Okay, was hab ich verpasst?" „Nichts, nichts. Inuyasha ist nur sehr erfreut, dass wir die meisten Stunden bei seinen heiß geliebten Bruder haben werden", antwortete Miroku, der als einziger dazu fähig war. „Oje, das wird was. Und was jetzt? Mittagessen?" Bei der Erwähnung von Essen war Inuyasha wieder bei der Sache und rief „Ramen!" Das half nur, dass Sango noch mehr lachte und ein paar Seitenblicke von den anderen erntete. „Ramen?", fragte Kagome ungläubig. „Frag erst gar nicht Kagome. Er würde dafür alles machen. Was dagegen, wenn du kochst? Ich bin sicher das er diese Erfahrung auch machen will."

Inuyasha wurde bei den drei – Sango hatte sich inzwischen wieder beruhigt – grinsenden Gesichtern misstrauisch: „Warum würde ich diese Erfahrung auch gerne machen? Kocht sie so schlecht?" Sango schüttelte ihren Kopf: „Im Gegenteil! Glaube mir, du willst nicht wissen WIE gut sie kochen kann! Ich würde für ihr Essen jedes Sterne-Restaurant stehen lassen!" „Ich glaub euch das einfach mal." „Also abgemacht wir fahren zu mir!"

Kagome lief zu ihrem Motorrad und Inuyasha, Miroku und Sango liefen zu Inuyasha's Auto. Inuyasha war gerade aus seiner Parklücke herausgefahren, als Kagome neben ihm hielt. „Fahr mir einfach nach Inuyasha. Ich schau auch das ich euch nicht abhänge!" Damit klappte sie ihr Visier herunter und fuhr vor. „Was meint sie damit. Ich schau auch das ich euch nicht abhänge!´?" Nun ja, sieh es einfach so: Würde sie es darauf anlegen, hättest du schlechte Karten." Inuyasha schaute auf den Beifahrersitz, auf dem Miroku saß. „Gibt es auch irgendetwas was sie nicht kann?" Er klang ein wenig genervt. „Nicht das ich wüsste. Kags hat immer schon hart an sich gearbeitet. Sie wollte immer ihre Familie stolz machen." Inuyasha zog eine Augenbraue hoch, lies seine Augen aber auf den Verkehr gerichtet, also auch auf Kagome. „Und wieso das? Was ist jetzt damit? Ist ihr ihre Familie jetzt egal?" „Wir sind stolz auf sie, Inuyasha", meldete sich Sango von hinten. Inuyasha wollte schon zu einer Frage ansetzen, wurde aber von Miroku unterbrochen: „Frage sie, nicht uns. Nur sie hat das Recht ihre Geschichte zu erzählen. Sei höflich und gebe dich mit einem vorzeitigem Nein zufrieden, sollte sie sich dafür entscheiden, dir noch nichts zu erzählen. Was ich aber bezweifle, denn sie scheint dir zu vertrauen." Ein noch größeres Fragezeichen stand nun über Inuyasha, Sango seufzte und erklärte dem Hanyou, woher sie das wussten: „Inuyasha! Wir kennen sie nun lang genug und außerdem hat sie dir doch selbst gesagt, dass du mehr erfahren hast als sonst je einer erfahren würde. Vielleicht hat sie das für dich nicht klar genug gesagt aber damit meinte sie, dass sie dir vertraut, alleine schon weil WIR dir vertrauen und du unser Freund bist." „Keh! Hört sich grad so an, als wäre es was besonderes, dass ich überhaupt mit ihr reden darf." „Baka! Ist es auch! Ich frage mich manchmal wirklich, wie du durch die Schule gekommen bist." Beide waren über Inuyasha's Dummheit verzweifelt, doch andererseits hat er selten das Gespür für Emotionen gehabt. Hoffentlich würde er wenigstens nach Kagomes Geschichte ein wenig Verstand zeigen.

Diese wurde langsamer und bog nach rechts in eine Einfahrt ein. Sie stellte ihr Motorrad ab, nahm ihren Helm ab und wartete auf ihre Freunde. Als das Auto neben ihr hielt zückte sie ihren Schlüssel und schloss ihre Haustür auf.

Als sie drinnen waren und ihre Jacken und Rucksäcke abgelegt hatten, führte Kagome sie ins Wohnzimmer. „Setzt euch und macht es euch bequem. Ich bin in der Küche wenn was sein sollte. Wollt ihr etwas zu trinken?" „Ich komm mit und hol was." Sango stand auf und folgte Kagome in die angrenzende Küche. „Nettes Haus Kagome!" „Nicht wahr? Sessy hat mir ein wenig geholfen. Hab' mich nicht richtig entscheiden können und dann kam er eines Tages und hielt mir den Grundriss des Hauses unter die Nase." „Ich kann gar nicht glauben, dass Sesshoumaru so nett zu dir ist, wenn man bedenkt wie er zu Inuyasha ist." „Genau daran liegt der Unterschied: Er ist so zu Inuyasha. Rede normal, lern ihn zu verstehen und es ist alles kein Problem! Hättest ihn mal sehen müssen al ich ihm Rin vorgestellt hab!" „Du meinst deine alte Klassenkameradin?" „Genau die! Ich hatte sie in Kioto getroffen und als wir zusammen unterwegs waren, trafen wir auf Sessy. Ich wusste nicht, dass er schüchtern sein kann! Aber das hat nicht lange angedauert, jetzt treffen sich die beiden fast täglich. Vielleicht werden da bald die Hochzeitsglocken läuten." Sango kicherte und nahm das Tablett, das ihr Kagome hinhielt entgegen. „Komm, lass uns zu den zwei Männern gehen, wer weiß was die schon wieder angestellt haben." Doch erstaunlicherweise war nichts zerbrochen oder sonst was. Inuyasha und Miroku saßen einfach auf der Couch und sahen sich um.

Als alle wieder saßen fragte Miroku: „Ähm Kagome?" Sie blickte von ihrem trinken, „Mmmmh?" „Mein Baby?", war alles was er sagte. „Miroku! Du hättest wenigsten bis nach dem Essen warten können! Komm mit." 'Da! Schon wieder dieses Baby´! Ich möchte wissen von was die immer reden!' Kagome stand auf, ging zu einem Schlüsselkasten und nahm 2 Schlüssel weg. „Fang!" Damit warf sie ihm einen der zwei Schlüssel entgegen und wartete bis er bei ihr war. „Kommt ihr?" Sango stand sofort auf und Inuyasha folgte ihr ein wenig später. Kagome führte sie in die Garage und schon war Miroku nicht mehr zu sehen. Er war an ein Motorrad gerannt und nahm jeden Zentimeter in Augenschein. „Und? Was sagst du Miroku? Hab ich nicht wenigsten ein Danke´ fürs wiederzusammenbauen verdient? Ich warne dich! Fahr es a nicht wieder zu Schrott! Es hat lange genug gedauert es so hinzubekommen!" Miroku schaute auf und fragte verwirrt: „Wie meinst du das? Heißt das ich darf?" „Natürlich du Idiot! Ich brauch keine zwei Motorräder! Es gehört dir!" Sie öffnete das Garagentor und warf ihm einen schwarzen Helm entgegen, dann drehte sie sich um und nahm einen weiteren Helm, den sie Sango in dir Hand drückte. „Seit zum Essen wieder da." „Ja Mama!" Kagome gab Sango einen bösen Blick, der durch das Grinsen jedoch seine Wirkung verlor. Ein überglücklicher Miroku war schon draußen und saß auf seinem Baby´, (hehehehe... und was hattet ihr gedacht was das baby is?)

Als sie sich umdrehte um wieder hineinzugehen, lief sie beinah gegen Inuyasha, der steif wie eine Statue da stand und sich fragte, wie er nur denken konnte, dass sie wirklich über ein Kind redeten? „Inuyasha? Alles klar?" „Mmmh? Jaja, ich war nur geschockt." 'Warum erzähl ich ihr das überhaupt?' „Warum? Wegen dem Motorrad? Was Sango am Anfang auch, da geht jeder durch. Es ist nun mal sein Baby, aber als er es gegen nen Baum gefahren hatte, konnte er es nicht mehr reparieren. Es hat mich zwar 5 Jahre gekostet, aber jetzt ist es so gut wie neu. Am Anfang hab ich noch selber dran rumgeschraubt. In Kioto hatte ich dann eine paar Kontakte, die selber Kontakte hatten und so ging es weiter. Naja, Hauptsache er ist glücklich. Willst du wieder reinkommen? Ich würde dann anfangen zu kochen." Inuyasha nickte und versuchte den Mut für seine nächste Frage aufzubringen. Momentan war Kagome so nett und sanft, er wollte nicht, dass sie sauer würde. Innen angekommen folge er Kagome in die Küche, lehnte sich an den Türrahmen, schaute ihr kurz zu und fragte schließlich: „Was ist das mit dir und Miroku? Warum seid ihr euch so nah? Ward ihr zusammen?" Sie schaute auf und gab ihm ein wärmendes Lächeln und was ihn noch mehr überraschte war, dass es ein wirkliches Lächeln war! Es spiegelte sich in ihren Augen wieder und es war wunderschön!

„Miroku? Und ich? Ein Paar? Wie kommst du darauf? Nein, nein! Er ist wie ein großer Bruder für mich! Er und Sango sind meine Familie." „Oh", war alles was er sagte. Es war schon mal ein guter Anfang, doch wie dünn war das Eis auf dem er sich bewegte? Vielleicht konnte er sie noch ein wenig in Sicherheit wiegen, bevor er mit der Tür ins Haus fiel. (wow... welche Metaphern-.-) „So jetzt müssen wir nur auf die zwei Turteltauben warten. Lass uns ins Wohnzimmer gehen, ja?" Inuyasha nickte nur und setzte sich wieder auf die weinrote Couch. 'Okay, mit was anfangen. Mal sehen: Wetter? Nein. Sesshoumaru? Nein. Ihre Einrichtung! Genau!' „Sag mal Kagome, diese Bilder, Sesshoumaru hat die auch bei uns daheim aufgehängt, hat er dir die geschenkt oder so etwas in der Art?" 'Na ganz toll Inuyasha! Wieder meinen tollen Bruder erwähnt. Aber trotzdem ist es merkwürdig, dass sie ihn kennt. Wenn ich höflich frage wird sie es mir erzählen. Hoffe ich zumindest.' „Die Bilder? Nein! Da habe wohl eher ich IHN angesteckt. An einer Ausstellung der Zeichnerin fing es mit einem Bild an und irgendwie wurden es immer mehr. Da fällt mir ein: Kommst du am Samstag auch?" „Warum? Was ist am Samstag?" Sie stand auf, ging zu einem Schrank, öffnete eine Schublade und hielt Inuyasha eine Karte entgegen. „Hier. Am Samstag ist wieder eine Ausstellung, das ist eine Einladung. Mit der kommst du samstags schon rein, denn erst ab Sonntag ist die Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich. Samstag ist es rein privat mit nur ausgelesenen Gästen." „Und wie kommst du dazu mir einfach eine Einladung zu geben?" „Ach, ich habe immer eine mehr, nur für den Notfall, dass ich jemanden kennen lerne." Sie zwinkerte ihm zu und irgendwie löste diese Bemerkung ein warmes Gefühl in ihm aus. Er hätte hier und jetzt Kagome an sich ziehen und sie zu seinem machen können, doch er hielt sich im Rahmen. Er kannte sie erst seit ein paar Stunden! Und trotzdem fühlte es sich so an, als ob sie sich schon einmal begegnet wären. „Danke. Ich komme gerne, natürlich nur wenn ich mit dir gehen darf!" Wenn sie flirten wollte, könnte sie das haben! „Wenn du mit mir dorthin willst, musst du aber pünktlich sein, denn Gäste lässt man nicht warten und ich sollte sie begrüßen." Okay, dass sie mitspielt hatte er nicht gedacht. Zeit für einen Themen- und Strategienwechsel. „Keine Angst ich werde pünktlich sein. Aber sag, was ist deine Geschichte Kagome? Warum ist deine Vergangenheit ein so großes Rätsel, dass mir keiner beantworten will?" Er hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass sie anfangen würde zu lachen! Inuyasha saß ziemlich belämmert da und starrte Kagome einfach nur an. „Tut mir Leid Inuyasha, ich habe mich nur gewundert wie lange du es aushalten würdest. Ich habe dich ungeduldiger eingeschätzt." Sie beugte sich vor, stützte sich mit ihren Ellbogen auf ihren Knien ab. Inuyasha wusste nicht was er darauf antworten sollte und wartet einfach darauf, dass Kagome fortfuhr.

„Meine Geschichte, meine Vergangenheit, mein Geheimnis. Nenn es wie du willst, doch der Anfang von allem war einer dieser lauen Sommerabenden, die einen dazu verleiten einfach raus zu gehen und irgendetwas zu machen. Ich war 15, hatte Familie, Freunde, alles für was ich gebeten hatte in meinem Leben. Auf meinem Heimweg lief ich an einer Gasse vorbei aus dem ich gedämpfte Schreie hörte und ein Lachen, dass einem wirklich Angst machen konnte. Vielleicht war ich dumm, vielleicht war ich mutig oder auch einfach nur total voreilig, ich weiß es nicht, aber in dieser Gasse bin ich meinem Schicksal begegnet. Fünf Jungs und ein Mädchen, ich kannte sie, sie war auf meiner Schule."

Inuyasha war gebannt. Kagome hörte sich so unendlich traurig an und ihr Blick schien in die Vergangenheit gerichtet.

„Als ich nahe genug war, schrie ich..."

Flashback

„Hört auf! Lasst sie in Ruhe!" Die Aufmerksamkeit war auf Kagome gerichtet und einer der Jungs, der das Mädchen hielt fragte: „Du und welche Armee?" Allein das Lächeln von Kagome gab vielen einen Grund sofort loszurennen, nicht aber diese Gang. Vielleicht hatten sie vor anderen Angst, aber noch mehr Angst hatten sie vor ihrem Anführer. „Glaubt mir, ich brauche keine Armee. Mit euch werde ich auch so fertig!" Kagome rannte auf den ersten zu, der sich ihr in den Weg stellen wollte, doch er stand nicht lange, denn ein gezielter Tritt von ihr an eine Stelle die Männern sehr weh tut, bevorzugte er lieber den Boden. „Bei der ersten Gelegenheit rennst du, klar?" Das Mädchen nickte nur schwach bevor Kagome sich wieder dem Kampf widmete. Inzwischen hielt nur noch einer das Mädchen, der Anführer hielt sich zurück und zwei gingen auf Kagome los. Diese weichte aber geschickt den Schlägen aus und war auch mit den Beiden schnell fertig, der letzte lies die Gefangene los, die sofort wegrannte und versuchte nun selbst sein Glück. Er war größer als sie und auch stärker, keine Frage, doch er war auch langsamer, was für Kagome ein Vorteil war. Bis jetzt konnte sie jeden Angriff blocken, als sie mit dem Rücken gegen die Wand stand, hatte der Muskelprotz ein siegreiches grinsen im Gesicht. Er rannte volle Geschwindigkeit auf sie zu. Kagome drehte sich im letzten Moment weg und er lief, Gesicht voran gegen die Mauer. Er hatte sich selbst ausgeschaltet. Nun war nur noch der Anführer da. „Eine interessante Bande seit ihr. Einer dümmer als der andere. Nun stellt sich die Frage, bist du der Anführer, weil du am meisten oder am wenigsten Gehirn hast?" Da war wieder dieses eisige Lachen, dass genau wie er zu sein schien. Kalt, grausam und böse. „Du hast ein taffes Mundwerk, Bitch! Glaubst du wirklich du könntest mich so einfach besiegen? Willst du dich nicht lieber uns anschließen? Jemand wie dich könnten wir gut gebrachen, ich würde auch eine Ausnahme machen. Dein Kampfstil gefällt mir genauso wie der Rest von dir." „Ja, das glaube ich und ich werde dir dahin treten wo es weh tut! Wie kannst du es wagen mich auch nur zu fragen, ob ich deiner Gang beitrete? Du bist krank!"

Ende Flashback

„Er hatte Recht gehabt. Er war nicht leicht zu besiegen. Keiner seiner Leute, die wieder stehen konnten, wollte eingreifen, denn nun ging es wirklich hart zu. Verdammt war ich froh, dass mein Großvater unbedingt auf diese Priesterinnenausbildung bestanden hatte. Am Ende hatte ich ihn doch besiegt und nicht nur einmal, sondern mehrmals meine Warnung war gemacht. Seine Letzten Worte waren, dass ich das noch alles bereuen würde."

Kagome fuhr sich mit der Hand durch ihr Haar. Inuyasha konnte nur ahnen welche Überwindungskraft sie dies alles kostete. Er hatte zwar einige Fragen, doch wollte er sie erst ausreden lassen. Sie schaute ihn mit einem gezwungenen Lächeln an und erzählte weiter:

„Es vergingen Tage, dann wurden es Wochen. Ich wiegte mich in Sicherheit, dachte er würde seine Drohung nicht wahr machen. Ich lag falsch. Es war schon spät, meine Mutter war mit meinen Großvater und meinem kleinen Bruder unterwegs. Ich war daheim, bin vor dem Fernseher eingeschlafen, draußen war es tobte ein Gewitter, deswegen wollte ich eigentlich auf meine Familie warten. Als ich aufwachte fand ich einen Brief auf dem Tisch, der davor noch nicht da war. Es war schon nach Mitternacht und eigentlich sollte meine Familie schon da sein. Dennoch öffnete ich den Umschlag. Auf dem Zettel, der sich darin befand. stand:

Ich warnte dich. Leid ist meine Rache und Schmerz meine Vergeltung. Spüre es, denn ich habe erst angefangen.´

Ich bekam einen Anruf. Meine Familie war tot. Die Bremsen am Auto hätten versagt, sie waren einen Abhang heruntergefahren."

Kagomes Stimme klang belegt und stumme Tränen liefen ihrem Gesicht herunter. Inuyasha war geschockt. Er setzte sich neben sie und nahm sie vorsichtig in den Arm. Er versuchte sie zu beruhigen. „Es tut mir Leid, Kagome! Das wollte ich nicht. Du hättest mir das nicht erzählen müssen. Verdammt! Wer kann nur so etwas tun? Ich wusste ja nicht.. Kagome.. Es tut mir Leid!" Sein Ärger schwand schnell wieder und wurde von unendlicher Traurigkeit und Mitgefühl übermannt. Kagome fühlte sich in Inyashas Umarmung geborgen. „Danke Inuyasha. Eigentlich sollte ich schon längst darüber hinweg sein, dass ich allein bin. Aber mein Herz will nicht darauf hören." „Du bist nicht allein, Kagome. Was ist mit Sango? Mit Miroku? Mit Sesshoumaru? Und was ist mit mir?" 'Was erzähl ich hier für einen Schwachsinn? Verdammt! Dieses Mädchen macht mich noch wahnsinnig! In ihrer Nähe ist alles was ich sage lauter Schwachsinn!' Inuyasha schlug sich mental selber für so einen Gefühlsschwachsinn, dass er von sich gab. Kagome schaute überrascht auf, Tränen getrocknet und lächelte ihn an. Verdammt liebte er dieses Lächeln! In Inuyasha's starker Umarmung und an seine muskulöse Brust gelehnt, sprach sie schließlich weiter:

„Miroku nahm mich auf und ich lebte weiter. Ich sprach nur das nötigste, habe keine Gefühle gezeigt, alles ging an mir vorbei, ohne dass ich irgendetwas aufnahm. Dann hatte Miroku einen Unfall. Ich dachte schon, dass ich ihn verlieren würde! Und wieder hatte ich einen Brief von ihm bekommen. Eine Warnung, das nächste Mal würde ich mich entscheiden müssen. Leben oder Tod.

Eine alte Freundin meiner Mutter hatte von dem Tod meiner Familie erfahren und machte mir das Angebot bei ihr in Kioto neu anzufangen. Ein Leben ohne an jeder Straße von Erinnerungen überflutet zu werden. Es hieß zwar dass ich meine Freunde hinter mir lassen musste, doch wenigstens waren sie dann sicher. Ich nahm das Angebot an. Nach meinem 16. Geburtstag wollte ich gehen. An meinem Geburtstag selbst ging ich auf den Friedhof um mich von meiner Familie zu verabschieden. Er wartete dort schon auf mich..."

Flashback

„Happy Birthday, Kagome!" Kagome drehte sich um, dort stand er, der Mann, nein, das Ding, das ihr Leben zerstört hatte. „Was willst du?" Sie war weit über normalen Ärger hinaus. Sie kontrollierte sich noch. „Das weißt du ganz genau. Du hast meinen Brief doch gelesen. Du bist schon gebrochen, es macht keinen Spaß mehr mit dir zu spielen. Ich frage dich nun ein weiteres Mal. Willst du dich mir anschließen oder willst du sterben?" Deine Wahl: Leben oder Tod." „Ich mich dir anschließen und für deine verdammte Schwester am Besten noch Dienstmädchen spielen?" Er schüttelte enttäuscht den Kopf: „Kagome! Was denkst du von mir! Kikyo hat schon genug Spielgefährtinnen. Du wärst ganz allein für mich da!" „Hell no! Vergiss es du verdammtes Schwein! Als ob ich mich dir anschließen würde! Du hast mir meine Familie genommen!" „Dann war das dein Todesurteil. Es ist schade, aber du hast es so gewollt."

Er zog eine Pistole hervor und schoss. Er traf ihr Herz und sie fiel. Schwärze machte sich in Kagomes Kopf breit, dass letzte, dass sie hörte, war das eisige Lachen ihres Mörders.

Ende Flashback

„Dieser Bastard hat nicht einmal nachgeschaut, ob ich wirklich tot war geschweige denn, ob ich überhaupt verletzt war! Er war so von sich überzeugt, dass er so etwas unter seiner Würde fand!" „Und wie kommt es das du dennoch hier bist?"

Kagome löste sich von seiner Umarmung und zog eine Kette unter ihrer Bluse hervor. Daran hing ein zerbeultes Medaillon. Ich hatte jemand, der mir etwas versprochen hatte. Inuyasha's Augen wurden groß. Er kannte dieses Medaillon! Es gehörte einst ihm! Aber das hieße ja, dass das Mädchen von damals, Kagome sei! „Alles klar Inuyasha? Was ist los?" „Du bist das Mädchen von damals." Er streckte eine zitternde hand nach der Kette aus und berührte sie. Sein Blick wurde sanft, als er in Kagomes Augen schaute. „Ich erinnere mich daran wie ich diese Kette einem Mädchen geschenkt habe. Schwarze Haare haben ihr Gesicht umrahmt. Sanfte Braune Augen haben auf mich geschaut als starke Arme mich wieder auf die Füße zerrten. Kagome hatte die Kette losgelassen, als sie die Erkenntnis traf, dass sich sie und Inuyasha schon einmal getroffen hatten. Inuyasha's Hand hingegen ruhte über ihren Brüsten, das alte Medaillon fest im Griff. Unbemerkt von Beiden waren die zwei Gestalten, die wie angewurzelt im Türrahmen standen und nicht fassen konnten was sie da sahen und hörten. An Mirokus Stirn fing eine Ader heftig zu pochen als Inuyasha keine Anstalten machte seine Hand von dieser, wie er fand, viel zu persönlichen Stelle zu entfernen. Sango versuchte ihn zu beruhigen, doch es half alles nichts. „Inuyasha! Kagome! Was macht ihr zwei da? Da lässt man euch kaum 2 Minuten aus den Augen und schon passiert so etwas!" Die beiden auf der Couch schreckten hoch und Inuyasha nahm schnell seine Hand weg. Rot wie Tomaten drehten sie sich zu einem etwas saueren Miroku um. „H-hi Miroku! W-wie war die Fahrt?" Inuyasha war über den Ausbruch von Miroku beunruhigt. Kagome und Sango hingegen machten sich aus dem Staub und flüchteten in die Küche.

Immer noch mit einem roten Kopf arbeitete sich Kagome durch die Küche und suchte Geschirr und Essen zusammen, stellte alles bereit, drückte Sango einen Teil in die Hand und scheuchte sie auch schon wieder ins Wohnzimmer. Sango hatte nicht einmal einen Hauch einer Chance sie nach irgendetwas zu fragen. „Essen!" Inuyasha und Miroku hörten sofort auf. Inuyasha kam vorsichtig wieder hinter der Couch hervor und Miroku setzte sich ihm gegenüber. Das Essen verlief ruhig und die Spannung war zum zerreißen.

Als das Telefon klingelte sprang Kagome vor Schreck auf.

„Ja? Ja, ist er. Nein, hat er nicht. Keine Ahnung! Sessy! Ja, kann ich. Nein, wirklich ich mach's! Ja, bis dann."

„Was wollte Sesshoumaru von dir?" Als sie sich wieder setzte musste sie einem genervten Inuyasha Rede und Antwort stehen. „Er hat nur gefragt ob du hier bist und ob du etwas angestellt hast. Ob ich wüsste ob du noch was vorhast und das ich mich in Acht nehmen sollte. Ach ja und, dass am Mittwoch unser erstes Training ist. Für den Kampfsportkurs. Er wollte mir nicht glauben, dass ich es euch weitergebe. Manchmal ist er unmöglich!" „Sag ich doch! Mir will aber nie jemand glauben. Dann heißt es immer ich wäre Schuld, dass er so zu mir ist!" „Bist du ja auch Inuyasha!" Inuyasha schoss Sango einen giftigen Blick entgegen. Darüber mussten sie dann wieder alle lachen. Kagome machte sich daran den Rest des Essens wieder wegzuräumen, Miroku ging mit. „Jetzt im Ernst Kags. Was habt ihr gemacht?" „Hey Miroku! Keep cool! Es ist nicht passiert! Ich hab ihm erzählt was alles passiert ist, als ich ihm mein Medaillon gezeigt habe, hat er es nur wieder erkannt. Weißt was das heißt? Der Junge, nein, der Hanyou von damals, war Inuyasha!" Als ob sie erst jetzt gemerkt hätte, was das hieß rannte sie ins Wohnzimmer und fesselte Inuyasha mit einem festen Blick. „Du bist mir eine Erklärung schuldig Mister!" „Was? Warum? Wie? Und was ist mit dir? Du hast deine Geschichte auch noch nicht fertig erzählt!" „Stimmt!" Kagome lies sich in ihren Sessel fallen. „Könnte mir einer erklären was hier vor sich geht?" „Wir haben geredet Sango, wir haben geredet!" „Wer zuerst?" Inuyasha zuckte mit den Schultern. „Okay, ich erzähle dir meine Geschichte fertig, doch danach bist du dran und wehe du drückst dich!"

Sango und Miroku tauschten Blicke aus und hofften, dass der andere wenigstens etwas wusste, doch kein Erfolg. Beide hatten keine Ahnung was sie verpasst hatten. Vor allem der Zustand, dass Kagome so bereitwillig über ihre Vergangenheit redete, verwunderte sie noch mehr. (sry aber irgendwie muss ich ihre Vergangenheit fertig erzählen sonst blick ich selber nicht mehr durch-.-)

„Ich wachte später, immer noch zwischen den Gräbern liegend, auf. Meine Brust tat höllisch weh und mein Kopf pochte von Aufprall auf dem Weg. Er dachte ich wäre tot, also warum ihn nicht in diesem Glauben lassen? Sollte er doch denken, dass mein Geburtstag auch mein Todestag war. Sollte er doch denken, dass er mich erwischt hatte. Ich ging. Und brach damit allen ihr Herz. Tage später hatte ich den Mut ihnen alles zu erzählen. Schriftlich erfuhren sie alles, was vorgefallen war. Einmal hatte ich gehört, dass man ihn gefasst hatte und dass er im Gefängnis säße, dann nie wieder. Hab als Kellnerin in einer Bar gearbeitet. Das große Geld gemacht; deinen Bruder kennen gelernt und nun bin ich hier."

„Also Inuyasha! Jetzt bist du dran!" Doch der war schon wieder in Gedanken vertieft: 'Das ist merkwürdig. Was in Kioto wirklich passiert ist, weiß ich immer noch nicht! Aber wenigstens hat sie mir erzählt warum sie überhaupt erst weggezogen ist. Jetzt bin ich dran. Aber eigentlich kennt sie meine Geschichte warum will sie sie dennoch hören?'

„Na schön, ihr wollt es also wirklich hören. Wo fang ich an?

Ich hab immer schon Probleme mit anderen Kids gehabt, aber an diesem Tag war es besonders schlimm. Ich weiß nicht mehr genau was passiert war, aber auf einmal fand ich mich auf einer Baustelle wieder. Um mich rum standen ein paar aus meiner Schule, sie gingen schon wieder auf mich los. Ich hatte keine Ahnung warum und es war mir auch egal. Je weniger ich mich wehrte, umso schneller war ich sie los. Dann kam sie und alles war anders..."

Flashback

„Hey! Hört auf! Was macht ihr da? Lasst ihn sofort ihn Ruhe!" Die drei Jungs, die auf einen silberhaarigen 15-Jährigen einschlugen, hörten auf und drehten sich zum Eindringling um. Als sie sahen, dass es ein kleines Mädchen war, fingen sie an zu lachen. „Was willst du denn dagegen ausrichten? Geh mit deinen Puppen spielen." Okay, einen Jungen zusammenschlagen, der sich nicht mal wehrt, war eines, doch sich mit Kagome anzulegen und ihr zu sagen, sie solle mit ihren Puppen spielen, war eine andere. Jetzt war sie sauer und das sehr zum Leidwesen der Jungs. Inuyasha hatte keine Ahnung wie dieses kleine Mädchen es vollbracht hatte, dass die Jungs davon rannten, doch hier stand sie. Mit einem Grinsen im Gesicht und ihrer kleinen Hand, die sie ihm entgegen streckte. „Alles klar? Geht's dir gut?" Dieses Mädchen hatte ihn nicht nur gerade gerettet, sonder blieb auch noch da und machte sich Sorgen um ihn! Konnte sie denn seine Ohren nicht sehen? Ihr musste doch klar sein, dass er ein Hanyou ist! Er lies sich, noch total im Schockzustand von ihr aufhelfen und starrte sie einfach weiter an. „Du bist ein Halbdämon, nicht wahr? Deinen Ohren nach zu urteilen einer der Hundedämonen. Hätte nie gedacht, dass mein Großvater, doch mit den ganzen Geschichten Recht hat." Sie strahlte ihn an und er konnte nicht anders als sie auch anzulächeln. „Danke. Woher weißt du das alles? Ich schulde dir etwas. Kann ich's irgendwie wieder gut machen?" „Ich mache eine Ausbildung zur Priesterin, deswegen weiß ich das alles. Aber keine Angst, ich bin noch viel zu schwach, um dir irgendetwas zu tun." Sie schüttelte den Kopf, doch dann fiel ihr etwas ein. Schüchtern fragte sie: „Könnte.. Dürfte ich vielleicht...? Deine Ohren?" Er zog eine Augenbraue hoch, doch beugte sich dann zu ihr herunter, damit sie seine Ohren anfassen konnte. Sanft fuhr sie die Konturen entlang und massierte seine Ohren ein wenig. Er musste sich verdammt zusammenreißen, dass er nicht anfing zu schnurren. Als sie aufhörte, war es ein schmerzlicher Verlust. „Ich möchte dir dennoch was geben." Sie schaute überrascht auf. „Du hast mich beschützt. Eines Tages werde ich dich beschützen können. Hier trage es bitte." Er gab ihr ein Medaillon, das sie seit dem Tag nie wieder ausgezogen hatte.

Ende Flashback

„Aber das heißt ja, dass ihr euch schon einmal begegnet seid!" Sango war extrem fröhlich. Die Frage war nur, warum. Wegen der Geschichte? Egal was es war. Kagome war froh, dass sich Miroku erhob und Anstalten zum gehen machte. „Ich danke dir Kagome. Wir haben heute viel erfahren, doch es ist spät und wir sollten uns daheim blicken lassen. Wir sehen uns ja morgen. Nicht wahr?" „Ja werden wir. Gute Nacht! Bis morgen!" Kagome ging noch mit bis zur Haustür und verabschiedete sich dann von jedem. Bevor sie sich der Hausarbeit widmete. Sie hatte Inuyasha zwar viel erzählt, doch alles wollte sie noch nicht preisgeben.

Soo.. hat länger gedauert is aber auch länger geworden des Kapitel

Hoffe es gefällt

Bis zum nächsten mal

Mfg Liath