Bonusmaterial
zu
„Die Atlantiskrise" von berg-ulme
Titel:Bonusmaterial
Author:berg-ulme
Rating:FSK: ab 12
Inhalt:Das hier ist eine Art „Making of". Ich werbe auch etwas darüber schreiben, was mit beim schreiben hilft, oder was mich auf Ideen bringt.
Disclaimer:Das „Artemis Fowl" -Universum gehört nicht mir, sondern dessen Autor Eoin Colfer.
Autorennotiz: Ich hoffe ihr findet, das hier ein bisschen interessant. Sonst ist der Bonus eher ein Strafe oder noch Schlimmer: Pure Selbstdarstellung… Nun ja, Viel Spaß. Wenn ihr Fragen zu Themen habt, einfach mailen oder ins Review schreiben.
Bonusmaterial zu Kapitel 2 von „Die Atlantiskrise"
Titel:
„Charaktere für die Tonne oder „Wo , zum Teufel, kommst du her? Du stehst gar nicht im Skript!"
! Vorsicht: Könnte Spoiler enthalten!
Hey, ich begrüße euch zum zweiten Bonus. Zuerst mal, mich hat die doch ziemlich große Resonanz überrascht. Danke noch mal dafür.
Wie angekündigt, gibt es heute ein Thema, das ich schon vorgeschlagen habe, Es hat mich ein den Fingern gejuckt, dass Technobabble-Spezial zu machen, aber das hebe ich mir für später auf. Weil das oben genannte Thema ganz gut zu Kapitel 2 passt, nehme ich es jetzt. Also, die Überarbeitung von Kap. 2 war so, wie ich mir eine Hausentkernung vorstelle. Kompliziert, langwierig und man fragt, warum man nicht einfach ein neues Haus baut. Die Gründe sind ein Dach, tragende Wände, das Grundstück und die Aussicht. Das waren auch meine Gründe, denn ich klammerer mich doch noch gerne an das, was ich schon habe. Ich fürchte mich schon ein bisschen vor dem Bau ganz neuer Häuser bzw. ganz neuer Kapitel…
Nun, gut. Ich denke, dass das hier nicht der letzte Bonus über Entstehen und Vergehen von Charakteren und Handlungsorten sein wird. Ein paar Statisten werden nur kurz leben dürfen, bevor sie sterben müssen…
Ich schreibe einfach mal den Stand der Dinge:
„Charaktere für die Tonne"
Miss Musgo
Ich weiß gar nicht mehr. Kanntet ihr die eigentlich? Sie kommt erst in Kapitel 4 vor. Ich glaube, dass hatte ich schon mal gepostet. Egal. Wir hören sie erst am Telefon von Vinyáya. Sie ist ein Britney Spears-Klon, der auf der „Frond"-Verleihung performen soll. So als Sidekick, der die Helden nervt. Eigentlich hatte ich sie als ziemlich wichtigen Charakter geplant, folg dann aber raus, weil sich strategisch klüger und nervigere Charaktere mit höherem Konfliktpotenzial ergaben. Einer ist mir heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit eingefallen! Eigentlich entstand sie als Vorwand für einen Sketch, den ich einem Komiker geklaut habe. Den werde ich auch drinlassen…vielleicht. Vielleicht feiert sie auch ihre Auferstehung in dem einen oder anderen Twist.
Lily Frond
Jaaah, die habe jetzt nicht ich erfunden. Die kommt in den Büchern auch auf.
Aber ein wichtiger Teil von Kapitel 2 baute vor dem Remaster auf ihre blöd grinsende Präsens. Diesen Teil habe ich ausgebaut (Stichwort: Kapitelentkernung), obwohl ich es eigentlich gar nicht so schlecht fand. Es war besser für den Plot. Das ist die wahre Bedeutung von Mark Twians „Kill your darlings"-Zitat! Ja, Mrs. Rowling! Mit „Darlings" sind nicht zwingend liebgewonnene Charaktere gemeint! Die muss man nicht noch kurz vor Schluss abmurksen, nur weil man denk: „Ach, auf dem Friedhof ist noch Platz." Arggh…!
So, also…Eigentlich habe ich die Szene geändert, weil ich dachte: Da muss mehr Kitsch rein! Das Ganze mutierte dann ein bisschen. Keine Sorge, es ist immer noch kitschig. Bitte, sagt mir, wenn es zu OoC oder zu schlimm wird. Im Nachhinein wird mir klar, dass Frond zu Gunsten der Charakteren rausgeflogen ist, wie Miss Musgo. Gruselig…es würde zu denen passen, wenn sie mein Gehirn ungefragt übernehmen. Oh Gott, die Schöpfung erhebt sich über Schöpfer!
„Wo, zum Teufel, kommst du her? Du stehst gar nicht im Skript!"
Crash, der Gnom, und andere Handlanger
Crash, der Gnom, den wir aus Kap. 1 kennen, hat in der ersten Version echt nicht viel gemacht, außer Tapato zu hauen. Gut, das macht er immer noch, aber jetzt hat er etwas mehr Innenleben. Ein solches hat er durch den Umstand bekommen, weil Colfer auch immer kleine niedliche Stories zu allen möglichen Leuten auf Lager hat. Das will ich auch, das ist lustig. Und es verhindert, dass man dem Telegramstil verfällt. Eine große Falle für mich. Und vor allem bringt es Masse! Masse, Masse, Masse!
Ich gebe es zu, ich bin eine „Masse!"-Junkie. Nichts ist toller für mich als diese kleine Lücke zwischen den Seiten bei „Word" in Seitensicht zu überspringen. Ja, ich weiss, Masse ist nichts alles. Aber ich denke immer, dass erfolgreiche Bücher oft dick sind. Das ist zwar oft keine hohe Literatur, aber dazu kann und will ich auch nicht zählen. Man braucht eben Zeit, um eine Geschichte zu erzählen. Und genau wegen dieser Gründe werden auch, ich nenne sie jetzt mal „der Techi", „die Medien-Tante" und „die Truppe", kleine Geschichten bekommen (Ihr werdet, diese Personen erkennen, wenn ihr sie seht).
„Der fictionelle Urknall - oder „Handlungsorte aus dem Nichts"
Tara Park
Die Geschichte, wie es zu diesen Ort kam, find zumindest ich, interessant.
In der ersten Version saß Holly nur auf einer Parbank rum, als Trouble sie einholt.
Parkbank- das war alles! Und zugleich die Keimzelle von Tara Park.
Ich brauchte noch einen netten Ort, an dem Trouble Holly finden kann. Dem Kapitel hatte etwas Masse! und Atmosphäre nicht geschadet und da gab es diese Parkbank. Warum also nicht der Park, in dem die dösige Bank herumstand.
Die Unterirdischen sehnen sich nach der Oberfläche und ein Visum ist keine einfache Sache. Sie bauen die Weltwunder nach. Warum nicht also auch einen Park? Da kann man mit den Kindern hingehen, ein Date haben oder Crunchball dort spielen.
Beim Schreiben fiel mir ein, was ich in Deutsch gelernt hatte. Nämlich, dass der Handlungsort oft die Stimmung der Charaktere widerspiegelt. Ich grüße, alle die mal „Bahnwärter Thiel" interpretieren mussten. Es stimmt. Im blöden Pommeskabuff nur Zank und Streit, im schönen Park die große Versöhnung. Danke, Unterbewusstsein. Ich habe versucht, dass ein bisschen auszubauen, bin mir nicht sicher, ob es so gut gelungen ist.
So, das war es wieder. Ich denke, dass ich mich schneller melde, denn Kap. 3 ist ziemlich kurz und ich versuche das regelmäßige Schreiben zu üben.
Bis bald!
P.S.: Ich habe mir im Bett noch mal Gedanken über die kommenden Kapitel gemacht, die noch der Exposition dienen werden. Naja, am Ende wusste ich, dass ich amputieren, transplantieren, pürieren und rehabilitieren werden muss. Verdammt. Dazu müssen Kapitel 3, 4 und 5 verknüpft werden. Kapitel 3 schwächten im Kern, Kapitel 4 ist in der ersten Version schon superlang in meinen Maßstäben und es muss überarbeitet werden, dabei legen die Kaps gerne noch mal zu. Kapitel 5 gibt es noch gar nicht. Aber bei genauer Überlegung könnten man Sachen aus 4 in 6 nehmen…ja, und dann noch dies…und jenes….(Geräusche, einer brabbelten Autorin, die in die Küche geht, um sich Kaffee zu machen)…
