Summary: Wird aus Erestors und Glorfindels Einsamkeit traute Zweisamkeit...? R & R! ;-)
Rating: R, nur um sicher zu gehen
Disclaimer: Mir gehört keine von Tolkiens Figuren, noch die von ihm erschaffene Welt.
Pairing: Erestor/Glorfindel
Warning: AU, slash (male/male relationship), OOC
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Eine schöne Weihnachtszeit!
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Am Baum des Ernstes ist die Heiterkeit die Blüte.
Feruccio Busoni (1866-1924), ital. Komponist und Pianist
Die wenigen Elben, die schon so früh am Morgen unterwegs waren, begegneten einem gut gelaunten Lord Elrond, der beschwingten Schrittes durch die Gänge eilte.
Nachdem er Erestor freundlich begrüßt hatte, begab er sich in sein benachbartes Arbeitszimmer und begann Erestors Reisenotizen durchzusehen.
Einige Zeit später öffnete sich die Verbindungstür und ein strahlender Lord Elrond trat vor seinen obersten Berater.
O nein, dachte Erestor, dieses Strahlen kann nichts Gutes bedeuten.
Elronds Augen funkelten als er seinen Berater ansprach:
„Mein lieber Erestor, ich habe mich dazu entschlossen, dass wir dieses Jahr ein Fest zur Wintersonnenwende feiern, damit wir alle einmal wieder einen gemütlichen und ausgelassenen Abend miteinander verbringen können.
Die große Halle soll mit bunten Bändern, Efeu und grünen Zweigen geschmückt werden, wobei der Schwerpunkt auf den Farben Grün, Rot und Weiß liegen soll. Grün soll ewiges Leben und die Wiedergeburt der Natur verkörpern, die Farbe Rot soll Liebe, Wärme und Leidenschaft symbolisieren, und Weiß soll für das wiederkehrende Licht und den Schnee stehen.
Die Menüzusammenstellung für die Köche habe ich dir auf diesem Blatt aufgeschrieben. Das Programm der Musiker werde ich später noch mit Lindir besprechen.
Ach ja, Erestor, du solltest dir vielleicht einen Besuch beim Schneider gönnen, denn jeder darf an diesem Feiertag nur weiße, rote oder grüne Kleidung tragen.
Außerdem solltest du dir eine kleine Darbietung zur Unterhaltung unserer Gäste überlegen. Ich werde wohl auch etwas zum Abendprogramm beitragen.
Ich habe dir hier noch einmal alles ganz genau aufgeschrieben, falls du jedoch fragen haben solltest, weißt du ja, wo du mich finden kannst."
Mit diesen Worten legte Lord Elrond einen Stapel Blätter vor einen verdutzten Erestor und rauschte würdevoll davon.
Nach dem Mittagessen, bei dem Lord Elrond auch dem Rest seines Haushaltes von seinen Plänen berichtet hatte, nutzte Erestor seine Mittagspause, um seinen Kleiderschrank zu inspizieren.
Er musste zugeben, dass Elrond Recht hatte, denn seine Roben waren alle schwarz, nur bei seiner Reisekleidung gab es außer schwarzen Kleidungsstücken vereinzelt auch graue und braune.
Nun ja, für meine Darbietung zur Wintersonnenwende benötige ich sowieso ein neues Gewand, dachte er und machte sich auf den Weg zu seinem Lieblingsschneider.
Wie es aussah hatte Glorfindel die gleiche Idee gehabt, da er bereits beim Schneider war als Erestor eintrat.
Der Schneider begrüßte den obersten Berater Lord Elronds höflich, aber mit einem warmen Lächeln, während ihn Glorfindel mit einem kurzen Nicken bedachte.
„Wie ich sehe seid Ihr auf die gleiche Idee wie ich gekommen, Erestor. Seid Ihr hier, um Euch ein Gewand in rot-schwarz, grün-schwarz oder gar weiß-schwarz anfertigen zu lassen? Obwohl ich zugeben muss, dass letzteres wohl unmöglich wäre, denn graue Kleidung ist für das Fest nicht erwünscht."
„Glorfindel, ich muss Euch für Euren wachen Verstand beglückwünschen, da ihr selbst gemerkt habt, dass es die einzelne Farbe Schwarz-Weiß bereits unter dem Namen Grau gibt.
Ich bin wahrhaftig zutiefst beeindruckt. Allerdings werdet Ihr Euch von meiner Farbwahl überraschen lassen müssen. Was ist mit Euch, habt Ihr Euch schon für eine Farbe oder gar Farbkombination entschieden?"
„Da Ihr es anscheinend geheimnisvoll mögt, werdet Ihr wohl noch ein paar Tage warten müssen bis Ihr mich in meiner ganzen Pracht bewundern dürft. Gehabt Euch wohl, Erestor." Und mit einer leicht spöttischen Verbeugung verließ Glorfindel den Laden.
