Hallo es geht weiter

Virginia „Pepper" Potts' Tag hatte ganz gut angefangen. Es war heute, obwohl ein Donnerstag, nicht viel zu tun. Der Anzug musste abgeholt werden, wobei der für das Ereignis am Abend eher lässig war. Soweit so gut.

Was sie nicht erwartet hatte war ein Baby.

Sie hatte schon seit Jahren mehrmals im Jahr die Befürchtung gehabt, dass ein Test positiv war. Sie hatte sich immer seelisch darauf vorbereitet, wenn der Umschlag kam. Aber jetzt war ein Baby da, aber ohne Vorwarnung. Das war nicht fair.

Dann auch noch so ein hübsches Baby. Schon so grüne Augen wie die Mutter, und schwarzer Haarflaum, was keine Überraschung war, wenn man sich die Eltern ansah.

Sie seufzte, sie war im Haus zurückgeblieben und wartete auf die erste Meldung im Fernsehen. Zumindest wusste noch niemand wer das Mädchen war, oder die junge Frau. Oder was auch immer man mit siebzehn war. Verdammt! Hätte er nicht bei einer älteren Glück, oder Pech haben können. Nein sie musste siebzehn sein, damals sogar erst sechzehn. Das war zwar legal, aber er war mehr als doppelt so alt wie sie. Da würde er sich noch so einiges anhören müssen.

Wo war überhaupt ihre Familie. Müsste da nicht ein Vater mit einem Gewehr bereitstehen? Das muss sie gleich noch nachfragen. Wem musste sie noch Bescheid geben, oder sollte sie es Tony überlassen. Rhodey war irgendwo unterwegs, sonst hätte er beim Umzug wohl geholfen. Fury, die X-Men? Sie würden es bald erfahren. Fury würde sich melden, sobald es in den Nachrichten war. Wahrscheinlich sogar bei ihr, was sollte sie ihm sagen? Das Beste war aber wohl auf Tony zu verweisen.

Die Pressemitteilung würde aber die meisten Fragen klären und mehr wusste sie auch nicht. Weder wo, wann und wie sie sich kennengelernt hatten, noch was sie machte oder ob sie überhaupt noch zur Schule ging. Das wäre eine absolute Katastrophe. Aber sie hätte wohl eben etwas gesagt, wenn sie irgendwo hin müsste.

Sie musste sich eingestehen, dass sie etwas eifersüchtig war, sie hatte natürlich ein Kind und einen Ehemann gewollt. Aber beides hatte sie für ihre Karriere aufgegeben. Aber sie hatte es sich wohl noch nie eingestanden. Dann das friedvolle Bild einer stillenden Mutter mit ihrem Kind. Das war ein Schock gewesen. Obwohl ihre Reaktion darauf der größere Schock gewesen war. Sie war eifersüchtig geworden, nicht darauf, das Tony mit ihr Sex gehabt hatte, sondern darauf, dass sie ein Baby hatte. Sie hatte gedacht das Thema Baby abgehakt zu haben, sie war schon länger nicht mehr im besten Alter ein Kind zu bekommen. Allerdings auch noch nicht zu alt. Trotzdem schon aus Prinzip, hätte es sie nicht so mitnehmen dürfen.

Sonst, wenn sie Babys gesehen hatte, war ihre Reaktion ausgeblieben. Allerdings waren die meist am nörgeln gewesen oder haben geschlafen. In Amerika sah man stillende Mütter nicht in der Öffentlichkeit, obwohl Helena keine Probleme damit zu haben schien. Andererseits sprach sie britisches Englisch, vielleicht war man da ja etwas offener was das angeht.

Nicht das sie ein Baby wollte, sie war eine Karrierefrau. Aber vielleicht durfte sie ja mal aufpassen. Aber mal sehen wie viel Tony überhaupt von dem Baby abbekam. Sie wusste, dass er ein Besuchsrecht hatte, aber nicht das Sorgerecht. Das lag bei der Volljährigen Mutter. Wenn sie so darüber nachdachte hatte das wahrscheinlich auch für das Fehlen des genannten Erschießungskommandos zu tun. Sie war wahrscheinlich frühzeitig für Volljährig erklärt worden, da sie selber Waise war. Das würde auch ihre Unabhängigkeit erklären.

Das lokale Programm, das auf stumm geschaltet nebenher lief, wurde mit einer Eilmeldung unterbrochen. Sie verdrehte die Augen und schaltete den Ton wieder an. Die Moderatorin las die Pressemitteilung vor und begann dann mit Interpretationen. Die waren nicht ganz so schlimm wie sie befürchtet hatte. Das Alter war noch der größte Punkt in ihren Ausführungen und das die Mutter zwar hübsch war, aber absolut keinen Namen hatte. Das Foto war also schnell verkauft worden.

„Aber wir warten noch auf die ersten Personen die sie erkennen. Vielleicht hat unsere Redaktion in der Eile ja etwas übersehen? Rufen sie an, oder schicken sie eine Mail wir warten darauf."

Noch ehe Pepper bei diesem Aufruf noch seufzen konnte kam schon der erste Anruf. Fury natürlich. „Potts, was kann ich für sie tun?"

„Mir erst mal sagen, ob er das wirklich gemacht hat." Fury war sauer.

„Eine sechzehnjährige geschwängert? Ja, das muss ich wohl bestätigen." Dann hielt sie das Telefon von ihrem Ohr weg, es wurde etwas laut am anderen Ende der Leitung. Sie wollte keinen Gehörschaden bekommen.

„Wo sind sie jetzt?"

Pepper sah auf ihre Uhr. „Vermutlich sind sie noch dabei sie aus ihrer Wohnung rauszuholen. Sie kommt über Nacht bei Tony unter und dann wohl in ein Hotelzimmer, bis eine permanentere Lösung gefunden werden kann."

Am anderen Ende der Leitung grummelte es nur. „Zumindest das. Wie heißt sie eigentlich?"

„Helena Potter." Pepper war es zwar unangenehm den Namen auszuplaudern, aber er wäre eher früher als später sowieso dahinter gekommen. Was sie nicht erwartet hatte war das Schweigen am anderen Ende. „Fury bist du noch dran?"

„Ja, ich muss aber mal dringend mit ihr sprechen, mit beiden eigentlich." Furys Stimme war sehr kontrolliert, was wohl nur ein Zeichen für eine bevorstehende Explosion sein konnte.

„Ich bin mir sicher, da lässt sich bald etwas arrangieren. Solange du nur daran denkst, dass sie vor nicht allzu langer Zeit Mutter geworden ist." Pepper wollte aber nicht, dass er bei Helena explodierte, dann schon lieber bei Tony.

Was sie nicht wusste war, dass Nick Fury das auch gar nicht vorhatte. So dumm war er nicht. Das Mädchen war gefährlich, wenn man sie provozierte. Das hatte sie schon demonstriert. Er hatte vorgehabt mit ihr Kontakt aufzunehmen wenn sie etwas älter war. Sie konnte es wohl schon mit vielen seiner Untergebenen aufnehmen, aber er war auch vom wohlwollen einiger Personen abhängig, die etwas gegen Minderjährige Kämpfer hatten. Andere hielt so etwas ja nicht auf, wie an ihrem Beispiel schon demonstriert wurde. Er hatte ihre Akte genauestens studiert, bevor sie zerstört worden war. Außerdem war er bei ihren Befragungen in einem Nebenzimmer dabei gewesen. Ohne die wäre sie nie ins Land gelassen worden. Andere Länder hätten sie auch aufgenommen aus nicht ganz so netten Gründen wie man es hier getan hatte.

Aber sie hatte sich mit den Vereinigten Staaten von Amerika und dessen Zauberei-Ministerium doch geeinigt. Nach zähen Verhandlungen. Sie war so dickköpfig wie ein Esel. Da hatten sich zwei gefunden. Wenn es nicht so ernst wäre, wäre das eine Beziehung bei der die Zuschauer an der Seitenlinie gut unterhalten werden, es fehlte nur noch das Popcorn.

Die nächste Überlegung war, ob er jemanden mitnehmen sollte. Thor vielleicht, er war sich sicher, dass der Göttersohn sehr genau über die magische Welt Bescheid wusste. Aber es gingen zu oft mit ihm die Pferde durch und er wollte in Ruhe mit ihnen sprechen.

„Gut, sag ihnen bitte Bescheid. Ich würde lieber mit ihnen zusammen sprechen."

Pepper ging im Kopf die Pläne für das Wochenende durch. „Samstag müsste klappen. Morgen wird Helena in ein Hotel ziehen. Wegen der Preisverleihung sind heute Abend leider alle voll." Sie verabschiedeten sich noch, was selten vorkam. Fury's Telefonmanieren ließen leider zu wünschen übrig.

Kaum hatte die aufgelegt ging es schon wieder, einer der Vorstandsmitglieder, dem sie die Nachricht bestätigte. Er versprach sich mit den anderen in Verbindung zu setzen. Sie hatten sich angewöhnt die persönliche Assistentin von ihrem Boss anzurufen. Wenn er ihre Nummer auf dem Display sah ging er schon gar nicht mehr ran. Der Fluch der neuen Technik.

Dann rief jemand von den X-Men an. „Hier ist Logan. Ich wollte nur Bescheid geben, dass Storm gerade einen hysterischen Anfall hat."
Pepper konnte sich das leider nur zu genau vorstellen. „Hat sie Pläne ihn in der Zukunft zu besuchen?"

„Sobald sie wieder klar denken kann."

„Kannst du sie noch für die nächsten zwei Tage davon abhalten?"

Logan machte in Geräusch zwischen Schnauben und Lachen.

„Bitte, sie ist mit ihrer Kleinen für heute Abend bei ihm untergekommen. Ihre Wohnung ist wohl alles andere als sicher und alle Hotels sind für heute Abend voll. Eine wütende Storm kann sie wirklich nicht gebrauchen. Momentan macht sie alles noch gut mit, aber das ist nur eine Frage der Zeit."

„Ich kann es zumindest versuchen." Es hörte sich aber nicht so überzeugt an wie sie gehofft hatte.

„Vielleicht wenn du ihr sagst, dass Fury zuerst mit ihnen sprechen will?" Fury hatte zwar wenig Einfluss auf die X-Men, aber er wurde respektiert.

„Könnte klappen." Es entstand eine kleine Pause. Pepper sprach selten mit dem Mutanten meist rief Storm an. Die war aber gerade verhindert. Sie verpasste fast, als er wieder anfing zu sprechen. „Ich will gar nichts genaues wissen." „Ich weiß auch fast gar nichts." „Aber wie ist sie so?"

„Ich habe sie heute erst kennen gelernt. Aber ihr schien ihr Baby am wichtigsten zu sein. Sie ist recht hübsch, tolle Augen, aber sonst vom Aussehen her nichts besonderes. Eigentlich auch sonst nicht sein Typ. Aber charakterlich schien sie mir stark. Sie hat sich zumindest nicht von ihm aus der Ruhe bringen lassen." Logan schnaubte schon wieder. Sie war sich nicht sicher, ob sie ihn jemals hat lachen sehen. „Er hat sich außerdem beschwert, dass sie ihn runter gehandelt hat, als es um die Unterhaltszahlung ging. Habe ich schon gesagt, dass er voll und ganz in seine Tochter verliebt ist?" Jetzt war es passiert er lachte. Ihr gefiel das Lachen, es war ein tiefes und volles Lachen.

„Na dann, wird sie das verwöhnteste Mädchen der Stadt werden."

„Das steht zu befürchten. Aber die Mutter versucht zumindest dagegen zu lenken. Das muss man ihr zu Gute halten. Ich habe aber keine Ahnung was sie macht und wo sie herkommt."

„Darf man den Namen erfahren?"

„Helena Potter." Schon wieder war Schweigen am anderen Ende.

„Kommt sie aus England?"

„Kennst du sie?"

„Vielleicht. Verdammt." Logan fluchte noch ein bisschen weiter. Das war etwas, was sie noch nie an ihm mochte. „Ich gebe mein Bestes um Storm aufzuhalten, aber erinnere ihn daran, dass Metall Blitze anzieht."

Als es sofort wieder klingelte stellte sich Pepper auf einen langen Tag ein.

xx

Storm regte sich immer noch laut auf, als Logan tief in Gedanken versunken in den Fernsehraum zurückging. Dort hatten sich einige gesammelt, als die Meldung kam. Jetzt wurde die Neuigkeit diskutiert. Der Konsens war aber, dass es erstaunlich lange gedauert hat. Das Baby war gar nicht der Aufreger, eher das Alter der Mutter.

„Was hat er gesagt?" Alle redeten durcheinander, sodass er erst einmal um Ruhe bitten musste. Nur nicht so höflich.

„Ich hab mit Pepper gesprochen. Sie hat alles bestätigt."

„Ich bring ihn um." Das hatte er erwartet.

„Storm, am besten du wartest aber noch etwas. Fury will am Samstag mit ihm reden."

Sie sah nicht glücklich darüber aus. „Außerdem hat sie mir außerdem noch gesagt, dass Helena noch mindestens bis morgen bei ihm wohnt. Sie zieht um." Logan warf ihr einen ernsten Blick zu.

Sie sank etwas in sich zusammen. „Schon verstanden. Nicht die Mutter aufregen." Logan nickte und ging. Hinter ihm ging das Geplapper wieder los. Er selber wollte etwas überprüfen. In seinem Zimmer hatte er wenige persönliche Dinge. Auch ein paar Briefe. Helena Potter hatte ihm vor drei Jahren vom Tod eines Freundes berichtet. Sie hatte ihn aus England abgeschickt. Vielleicht war sie zu Verwandten gezogen. Remus hatte ihm wenig erzählt, nur das alle seine Freunde Tod waren und er das Mädchen nie haben kann. Er hatte dazu nichts sagen können, er hatte auch Bedenken einem Werwolf ein Baby zu geben. Es war aber interessant gewesen, er hatte ihn über zwei Vollmonde zur Seite stehen können und hatte aufgepasst. Beide wurden vom Vollmond beeinflusst. Bei ihm war das Tier schon immer näher unter der Oberfläche gewesen, wenn Vollmond war. Er bekam dann selten ein Auge zu und lief durch die Wälder. Wobei das Los eines Werwolfs noch härter war.

Er würde sich gerne mit ihr Treffen, aber er konnte warten. Mit jedem Jahr wurde ihm klarer, dass er die Ewigkeit vor sich hat. Er roch am Brief, da sie in den modernen Sortieranlagen nicht mehr ganz so häufig angefasst werden, hielten sich die Gerüche besser. Auch jetzt war vor allem auf dem dicken Briefpapier eine Spur von einem jungen Mädchen zu erkennen. Das würde ausreichen um sie zu identifizieren. Den Nachnamen gab es zwar häufiger, aber der Vorname war schon etwas besonderes.

~Logan, kommst du mal bitte in mein Büro?~

~Ja, Chuck~ Logan hasste es so gerufen zu werden, aber zumindest hielt sich der Professor damit zurück.

Wie er nicht anders erwartet hatte fand ein kleines Treffen der X-Men statt.

„Nun, da Logan so nett war anzurufen wissen wir, dass alles Gesagte der Wahrheit entspricht." Storm knurrte. Alle sahen sie erstaunt an.

„Schon gut."

„Nun, ich denke wir sollten noch etwas warten bis wir uns ein Urteil bilden, Storm, bitte." Sie atmete tief ein.

„Aber Professor, sechzehn?"

„Wir wissen nicht wer sie ist und wo sie herkommt." Der Professor sah Logan interessiert an.

„Lauschen gehört sich nicht Chuck. Ich weiß außerdem nicht, ob es sie wirklich ist. Wenn ja, dann habe ich selber sie auch nie getroffen."

„Verzeih Logan, aber du warst aufgewühlter als sonst." Logan knurrte trotzdem, was sich um einiges bedrohlicher anhörte, als das falsche von Storm. „Bitte Logan. Also ich dachte mir Folgendes. In den nächsten Wochen werden einige von uns sie besuchen. Logan, Jean und Kitty würde ich gerne dabei haben." Alle drei nickten, Jean sah aber noch Scott an, der den Kopf schüttelte.

„Zu viert schafft ihr das schon." Er warf einen abschätzenden Blick Logan zu, der aber in Gedanken war und keinen anzüglichen Kommentar von sich gab.

„Du kannst es dir ja noch überlegen Scott. Aber mehr sollten wir nicht sein. Nun, dann werde ich Fräulein Potts anrufen und mit ihr einen Termin absprechen. Bis dahin bitte ich alle sich mit Gerüchten zurückzuhalten." Daraufhin verließen fast alle den Raum, nur Logan blieb zurück.

„Logan, wenn du nicht mitkommen willst..."

„Das ist es nicht Chuck, nur wenn es sie wirklich ist, dann... Ich weiß nicht was wir überhaupt machen sollen. Sie auseinander bringen, sollten sie überhaupt zusammen sein? Denn das bezweifle ich."

Charles Xavier seufzte. „Das will ich auch nicht. Aber sollten wir in Zukunft mit ihr zu tun haben, dann würde ich sie lieber kennenlernen bevor es eine Krise gibt in der wir sie beschützen müssen. Kannst du mir sagen was du weißt?"

„Nicht viel über sie. Ich habe in Frankreich Ende den Neunzigern einen Wolfsmutanten kennengelernt. Remus Lupin, er hatte gerade seinen besten Freund verloren, auch dessen Ehefrau war gestorben. Er hat nicht viel über die Umstände gesagt, aber er war wohl beim MI5 und einer heißen Sache auf der Spur. Die einzige die den Anschlag auf das Haus überlebt hatte war die fünfzehn Monate alte Tochter. Die kam zu Verwandten, ihr Patenonkel, hatte seinen besten Freund wohl verpfiffen und einen weiteren Freund der Familie umgebracht."

Charles nickte, eine Waise also. Er war aber überrascht, als Logan noch weiter erzählte.

„Wir sind in Kontakt geblieben. Zwar Unregelmäßig, aber wir beide waren uns ähnlich darin, dass der Mond uns beeinflusste. Er warnte mich außerdem auch noch vor bestimmten Sternen-Konstellationen, das war eine große Hilfe. Ich bin aber selber nie dahinter gekommen. Schließlich schrieb er mir, dass er an der Schule von Helena in Schottland unterrichten würde. Eine ziemlich elitäre Schule, so wie es sich anhörte. Er schrieb zu der Zeit häufiger, auch dass er und Helena Zeit miteinander verbringen konnten."

Charles wusste, dass Logan überall auf der Welt verstreut Bekannte hatte, aber der Mutant sprach sehr selten über diese.

„Das Problem, so schrieb er, war nur, dass Sirius Black ausgebrochen war, er hatte es zwar nie ausdrücklich geschrieben, aber ich denke, dass das ihr Patenonkel war. Er meinte, sie hätte keinen Erwachsenen mehr der auf sie aufpassen würde außer ihm selber. Aber er konnte sie mit seiner Mutation nicht aufnehmen. Er machte sich Sorgen, ob es ihr bei ihrer Tante wirklich gut ginge. Sie schrieb nie auch nur eine Zeile während des Schuljahrs nach Hause und verbrachte auch die Winterferien in der Schule."

„Könnte sie weggelaufen sein?"

„Vielleicht. Oder sie hat noch andere Verwandte gefunden. Sie ist außerdem schon Volljährig, nicht?"

„Nun, dann haben wir zumindest etwas, dass wir sie fragen können. Kannst du deinen Freund fragen, ob es sich um sie handeln kann?"

„Er ist vor drei Jahren gestorben, sie hatte mir einen Brief aus England geschrieben. Sie hatte meine in seinen Unterlagen gefunden." Charles war versucht zu fragen wie er gestorben war, entschied sich dann aber anders. Logan war aufgewühlt, es muss ein guter Freund gewesen sein. Vermutlich, da ihre Mutationen so ähnlich waren.

Charles fuhr hinter seinen Schreibtisch und machte mit seiner Arbeit weiter, die eine wütende Storm durcheinander gebracht hatte. Es dauerte noch etwas, bis Logan wieder hinausging. Die Tochter eines guten Freundes, wenn einer Grund hatte sich aufzuregen dann Logan. „Ja, sollen wir sie auseinanderbringen?" Charles schüttelte seinen Kopf, nein das würde er nicht machen. Vater und Tochter trennen war grausam. Es war auch eher Storms Reaktion gewesen, die ihn so aufgewühlt hatte. Aber er würde sie dennoch gerne kennenlernen.

xx

Happy Hogan öffnete am Abend ein wohlverdientes Bier. Tony hatte er bei der Preisverleihung abgesetzt und dann hatte er frei bekommen. So wie es sich anhörte wollte der Schwerenöter vom Dienst nicht zu Hause schlafen. Das hatte er für die Nacht an seine Tochter und deren Mutter übergeben. Sie war nett genug, hatte aber definitiv zu viele Bücher. Tony hatte sich die leichten Sachen geschnappt. Er hoffte, dass ihre neue Wohnung einen Fahrstuhl hatte.

Er sah sich einen alten Western an, und ging einmal früh ins Bett. So eine Gelegenheit musste man ausnutzen.

Leider hatte Tony mal wieder seine Pläne geändert. Er war so genervt, dass er frühzeitig gegangen war. Happy machte sich auf den Weg und sammelte den Vater ein.

„Man könnte meinen es gäbe keine andere Themen." Er hatte einen anstrengenden Tag gehabt und gehofft einen entspannenden Abend zu erleben.

„Du hattest einen anstrengenden Tag, wir alle hatten einen. Pepper ist auch müde ins Bett gefallen." Tony nickte, er war wohl wirklich eher müde als genervt. Happy wunderte sich nicht, dass es kein anderes Thema gab, es war wirklich nicht viel in den letzten Tagen passiert.

Er selber ging zwanzig Minuten später direkt ins Bett.

xx

Tony sah in Helenas Zimmer, ihm war das Licht aufgefallen. Ah, da war jemand hungrig. Aber beide waren wohl schon im Bett gewesen. Sie sah ihn nur kurz an und widmete sich dann wieder ihrer Tochter. Tony indessen bewunderte ihre unbekleidete obere Körperhälfte.

„Ach, nicht schon wieder."

„Was ist denn?" Tony ging zu ihr hin, er bekam seine Tochter aber erst nach dem Bäuerchen. Aber sie war auch schon sofort wieder eingeschlafen.

„Sie hat mal wieder nicht aufgegessen. Dann kann ich immer sehen wie ich es loswerde. An Milch mangelt es wirklich nicht." Tony sah sie fragend an legte aber wie angewiesen seine Tochter ins Bett und deckte das schlafende Baby zu. Er war wirklich gut darin geworden ein Baby richtig hinzulegen und auf den Arm zu nehmen.

„Was machst du jetzt?"

„Abpumpen."

„Wie?"

„Irgendwie muss die Milch weg. Da Babys saugen, muss man das irgendwie nachstellen und die Milch aus zu massieren dauert lange. Es ist zwar unangenehm, aber was soll's."

Dann wurde sie aber von Tony überrascht, der mittlerweile sehr an ihren Brüsten interessiert war. Er sagte einfach nur: „Dann mach ich das halt," und begann an ihrer noch halb vollen Brust zu saugen.

Zu sagen, dass Helena überrascht war noch untertrieben. Sie hatte zwar schon gehört, dass die Männer öfter mal diese Aufgabe übernahmen, aber heute war für sie zumindest das erste mal. Zusammen mit ihm ging sie zum Bett und setzte sich auf die Kante, er kniete sich vor sie hin und begann von neuem. Tony schien es zu schmecken.

Während er noch die letzten Tropfen auf leckte zog er sein Hemd aus. Dann vergrub er seinen Kopf in ihrem Bauch. Helena konnte nicht anders und umarmte ihn.

„Freust du dich denn ein bisschen über Lily?" Er nickte.

„Es tut mir Leid."

„Hmm?" Er sah nicht auf, sondern rückte näher an sie heran.

Helena seufzte, „Ich habe dein Leben um geschmissen, das wollte ich nicht."

„Es muss dir nicht Leid tun. Ich habe genauso viel Schuld wie du. Ich schlafe soviel herum, da ist es ein Wunder, dass noch keine schwanger geworden ist." Sie konnte ihn nur schwer verstehen. Er sprach eher mit ihrem Bauch.

„Ich habe aber auch nicht nein gesagt."

„Würdest du jetzt nein sagen?" Tony sah in ihr erschrockenes Gesicht.

„Ich weiß nicht, ich darf zwar schon länger wieder, aber..."

Er versuchte sein Glück und küsste sie. Helena schob es auf ihre Hormone und machte mit. Dieses mal war auch um einiges besser, sie war keine Jungfrau mehr und hatte ein Kind bekommen. Beides war durchaus schmerzhaft gewesen. Das Eindringen tat nicht weh, es war nur etwas unangenehm. Er schlug ein langsames Tempo an und sie ließen sich Zeit.

R&R Bitte

28.04.2012